Angstgesellschaft - Vorsicht, Panikmache!

Glaubt man den Medien, dann prägt die Angst das Lebensgefühl der Deutschen. Dabei lasse sich diese Angst statistisch nicht belegen, schreiben die Soziologen Christiane Lübke und Jan Delhey. Ein verhängnisvolles Dilemma, denn schon Berichte über eine „Angstgesellschaft“ schadeten der Demokratie

Rechtsextremisten demonstrieren am 18.04.2015 in Gotha (Thüringen) bei einer Veranstaltung unter dem Motto "Überfremdung stoppen". Ein Bürgerbündnis hatte zum Gegenprotest gegen die fremdenfeindliche Aktion aufgerufen
Entsteht die Angst vor Überfremdung durch Zuwanderung – oder durch die Berichterstattung über sie? / picture alliance

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Christiane Lübke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Duisburg-Essen. Die promovierte Sozialwissenschaftlerin forscht dort am Lehrstuhl für empirische Sozialstrukturanalyse zu Themen der sozialen Ungleichheit und die Folgen von Migration auf die individuellen Lebenschancen im weiteren Lebensverlauf. 

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Jan Delhay ist Professor für Makrosoziologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Seine Schwerpunkte sind die Wohlfahrtsforschung und die Europasoziologie. 

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In schöner Regelmäßigkeit wird in den Medien über die Sorgen und Ängste der Deutschen berichtet. Dabei wird das Bild einer Gesellschaft gezeichnet, in der diffuse Ängste und spezifische Sorgen den Alltag der Menschen bestimmen. Ob es um Wohlstand, Arbeitsplatzsicherheit und persönliche Beziehungen geht oder um Zuwanderung, Klimawandel oder den Weltfrieden: Stets scheint es so, als hätten sich die Menschen nie mehr gefürchtet als heute, als wäre Angst das alles bestimmende Lebensgefühl moderner Gesellschaften. Und das nicht nur für Geringverdiener und untere Schichten, sondern bis weit in die Mittelschicht hinein.

Wir leben also, so die weitverbreitete Meinung, in einer Angstgesellschaft. Doch so geläufig und eingängig diese Diagnose ist, so wenig hält sie einer genauen Überprüfung stand. Tatsächlich, und das mag viele verwundern, steht sie wissenschaftlich auf dünnem Eis. Denn die populären Gegenwartsdiagnosen der Angst argumentieren eher anekdotisch als empirisch. Sie beachten nur unzureichend die Ergebnisse der empirischen Sozialforschung, und wo sie es tun, verzichten sie großzügig auf Kontextualisierung und längere Zeitreihen. Berücksichtigt man diese, sieht die Sache weit weniger dramatisch aus: Nach unserem Dafürhalten ist die Rede von der Angstgesellschaft mehr Panikmache denn zutreffende Gesellschaftsbeschreibung.

Ängste folgen Konjunkturen

Die soziologische Umfrageforschung hat eine lange Tradition, Aspekte des negativen subjektiven Wohlbefindens – darunter auch Sorgen und Ängste – anhand standardisierter Indikatoren zu messen. Diese Daten reichen teilweise bis in die 1980er Jahren zurück und erlauben verlässliche Aussagen über langfristige Trends. Wenn man sich diese Zahlen anschaut, sieht man, dass sich die Menschen in Deutschland natürlich von Zeit zu Zeit Sorgen machen. Das bestreiten wir auch nicht. Aber: Es gibt über einen längeren Zeitraum betrachtet keine generelle Zunahme von Sorgen und Ängsten – schon gar nicht bei vielen persönlichen, d.h. auf das eigene Leben bezogenen Sorgen.

Vielmehr folgen Sorgen und Ängste gewissen Konjunkturen, sie steigen mal an und nehmen auch wieder ab. Sehr schön sieht man das an den wirtschaftlichen Sorgen, beispielsweise der Sorge um den Verlust des Arbeitsplatzes. Diese Angst hatte sich als Reaktion auf die Hartz-Reformen und parallel zur zwischenzeitlich gestiegenen Arbeitslosigkeit tatsächlich über mehrere Jahre erhöht, ist aber nun seit längerem wieder rückläufig und derzeit auf einem historischen Tiefstand! Diese positive Entwicklung gilt auch für andere wirtschaftliche Sorgen – weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit.

Menschen haben Ängste, wenn es Anlass zu gibt

Die Zuwanderung ist ein Thema, das zuletzt starke Sorgen und Ängste ausgelöst hat – im Übrigen sowohl als Angst vor der Zuwanderung als auch als Angst vor der Fremdenfeindlichkeit. Das ist als durchaus verständliche Reaktion auf die historische Ausnahmesituation der Flüchtlingsbewegung von 2015/16 zu werten, ohne die es den Zuwachs der migrationsbezogenen Sorgen in dieser Größenordnung nicht gegeben hätte. Die Frage ist allerdings auch, ob und inwiefern bestimmte Bewegungen und Parteien diese Sorgen nicht auch für ihre Zwecke verstärkt und instrumentalisiert haben. 

Auch einige andere gesellschaftsbezogene Sorgen und Ängste sind stark ereignisgetrieben, zum Beispiel durch Terrorismus, Anschläge oder Kriege. Damit sind sie ein wichtiger Indikator für den Gefühlszustand der Gesellschaft. Wie ein Seismograph zeigen sie uns an, wie die Menschen aktuelle Entwicklungen wahrnehmen und interpretieren. Die Annahme jedoch, die Menschen hätten heute pauschal vor allem und jedem Angst, wird durch das empirische Material nicht gestützt. Die Menschen haben dann Ängste, wenn es Anlass dazu gibt.

Ein weiterer weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Sorgen und Ängste keine sozialen Grenzen mehr kennen würden und auch die traditionell gut abgesicherte Mittelschicht zunehmend von Sorgen und Ängsten geplagt wird. Ein Blick in die Daten zeigt aber, dass persönliche Sorgen, also beispielsweise die um die Sicherheit des Arbeitsplatzes oder die Absicherung im Alter, nach wie vor bei den unteren Schichten deutlich häufiger vorkommen als bei den Mittelschichten. An diesem sozialen Gradienten hat sich in den vergangenen  zwanzig Jahren wenig geändert.

Der Reiz von Untergangsszenarien 

Viele gesellschaftsbezogene Sorgen hingegen stehen nicht – und standen nie – im Zusammenhang mit der sozialen Position einer Person. Angehörige der Mittelschicht und der unteren Schichten haben sich schon immer, sofern es Anlass dazu gab, um Dinge wie den Erhalt des Friedens oder den sozialen Zusammenhalt gesorgt.

Auch wenn die Ergebnisse der empirischen Sozialforschung eine recht klare Sprache sprechen – es wird nicht einfach sein, das unzutreffende Bild der Angstgesellschaft aus den Köpfen der Menschen zu bekommen. Das könnte vor allem daran liegen, dass sowohl die Massenmedien als auch das sozialwissenschaftliche Genre der Gegenwartsdiagnosen einer gewissen Effekthascherei nicht abgeneigt sind. Da wird pauschalisierend vom „Lebensgefühl Angst“, von der „Generation Angst“ oder eben einer „Gesellschaft der Angst“ gesprochen. Alarmierend wirken auch undifferenzierte Berichte über die „Abstiegsgesellschaft“, in der wir angeblich leben, oder über das „Ende der Mittelschicht“, das uns droht. Schlechte Nachrichten und Untergangsszenarien verkaufen sich da allemal besser als der nüchterne Befund, dass natürlich nicht alles rund läuft in unserer Gesellschaft, aber die Menschen dennoch ganz gut zurechtkommen – und viel weniger Ängste und Sorgen haben, als vielfach suggeriert wird.

Aufregungsschäden

Der Disput, ob Deutschland nun eine Angstgesellschaft ist oder nicht, ist mehr als ein akademisches Glasperlenspiel. Medial diskutierte Diagnosen wirken auf die Gesellschaft zurück. Verbreitet sich das Bild der vermeintlichen Angstgesellschaft, macht sich Unzufriedenheit breit, auch politische; es besteht die Gefahr, dass die Menschen das Vertrauen in etablierte Parteien und Institutionen verlieren und sich (rechts-)populistischen Bewegungen und Parteien zuwenden. Angst kann eine Gesellschaft bedrohen. Aber auch die Rede von einer Angstgesellschaft, wo eigentlich keine ist, kann Aufregungsschäden verursachen. Dagegen hilft nur nüchterne soziologische Aufklärung.

 

Cover

 

Christiane Lübke / Jan Delhey (Hg.), Diagnose Angstgesellschaft? Was wir wirklich über die Gefühlslage der Menschen wissen. transcript Verlag, 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

Hermann Schmidt | Mi, 5. Juni 2019 - 15:15

sondern wird der Kindern schon in der Grundschule eingebleut. Heute kam ein interessanter Beitrag über den Naturkundeunterricht in der Grundschule in Bayern mit Hörbeispielen aus einer 2. Klasse. Die Lehrerin brachte in barschem Ton den Siebenjährigen die schrecklichen Auswirkungen des Klimawandels näher und die Kleinen erklärten dann mit traurigen Stimmen, dass von der Freiheitsstatue bald nur noch der Kopf aus dem Wasser schauen und Hamburg und Tokio demnächst komplett versunken sein würden. Die Schüler mußten einen Fragebogen zu ihrem persönlichen CO2 Fußabdruck ausfüllen und es gab doch tatsächlich einzelne unter ihnen, deren Klimaverhalten verbesserungswürdig war. Das Klima, so wurde gesagt, werde auch im Deutsch- und Rechenunterricht gebührend gewürdigt. Ich kann mir gut vorstellen, dass die armen Kinder später an "diffusen Ängsten" leiden werden. Statt sie zu mutigen und selbstbewußten Bürgern zu erziehen, macht man ihnen Angst.

Die Angst kommt in der Tat nicht von irgendwoher sondern wird uns insbesondere durch die Grünen und durch entsprechende Medien bald im Stundentakt unentwegt "eingehämmert". Gerade aktuell kann man das hautnah erleben in der hysterisch geführten Klimadebatte. Mir ist im Moment nicht erinnerlich, von wem die Aussage stammt, aber sie m. E. zutreffend(sinngemäß): Der kürzeste Weg zur Macht führt über die Angst der Menschen. Dies ist ein Phänomen, dass sich allerdings nicht nur im dem derzeitigen Umweltterror manifestiert sondern auch für viele andere Bereiche gilt. Ich denke da an die Panikmache von seiten der "Gesundheitsindustrie", die durch die WHO ständig Ängste erzeugt, sei es mit dem Blutdruck, dem Cholesterin u.a. Man muss schon sehr kritisch und stark sein, wenn man diesen Ängsten widersteht.

ist eine Frage der Informationen, die man hat oder nicht und hängt auch davon ab, in welcher persönlichen Lebenssituation man sich befindet und wie die persönlichen Ansichten sind. Ich betrachte mich nicht als persönlich bedroht, trotzdem habe ich Angst, nämlich um dieses Land, seine Kultur, seine Freiheit, Stabilität, seine Demokratie, um unsere Kinder. Weil die Informationen, die ich mir selbst besorgen muss, dazu ausgesprochen Anlass geben. Mich kann keine noch so empirische Sozialforschung beruhigen, ich sehe das wie eine durch Seehofer veröffentlichte PKS, nach der die Sicherheit noch nie so gut war wie heute. Viele Menschen haben das durchschaut. Was mich (finanziell) als Rentner erwartet, ist jetzt schon klar, das wird nicht schön, macht begründet Angst, eine Situation, wie sie jetzt immer mehr Menschen erwartet. Auf der anderen Seite wird krampfhaftversucht, den Menschen Angst zu machen, siehe Klimahysterie. So werden reale Probleme esoterischen gleichgesetzt .

Ich glaube der Begriff "Angst" wird in diesem Text falsch angewendet, oder besser: hier wird Framing betrieben. Ich kann auch von Angst sprechen, wenn ich mir Gedanken mache ob ich genug Essen und Getränke für eine Party eingekauft habe.

Das Klimathema würde ich eher als einen Punkt auf einer to-do-Liste für die Menschheit sehen, auf der auch noch z.B. die Abschaffung der Armut und des Hungers steht, ein Asteroidenabwehrsystem und die Auswanderung der Menschen auf den Mars, da in ca. 100 Millionen Jahre die Sonne zu einem roten Riesen wird.

Diese Beispiele sind genau wie der Klimaschutz wichtige Themen, die angegangen werden müssen, doch bleibt es auszuhandeln wie viel Geld wir in diese Themen investieren.

Nicht nur in der Grundschule. Im Kindergarten geht es schon los, kürzlich war ich Zeuge wie eine Kindergärtnerin einer Gruppe von Knirpsen erklärt hat das es den Odenwald bald nicht mehr gibt und es zum Nordseestrand bald nur noch wenige Kilometer sind. Regierung in Hessen Schwarz/Grün - noch Fragen.

Und dann erklären doch die GRÜNEN auf einem Wahlplakat: "Eine mutige Gesellschaft lässt sich keine Angst machen."

Da wäre Angst vor grünem Dumm-Sprech die einzige Angst, die reale Gründe hat!

Markus Michaelis | Mi, 5. Juni 2019 - 15:30

"Angst" ist die letzten Jahre insbesondere verwendet worden, um politisch Druck zu machen. Entweder mit dem Hinweis, dass eine bestimmte Gruppe Angst hat, die Politik also unbedingt etwas tun muss, um diese Angst zu beseitigen. Oder (teilweise in Reaktion aufeinander) mit dem Hinweis, dass eine bestimmte Gruppe Angst hat, und deren Argumente daher nicht ernstzunehmen sind, weil sie angstgeleitet und nicht rational sind.

diese konstante "Angst-Bewirtschaftung" durch den politisch-medialen Komplex. Das fängt bei der bewussten Begriffsvernebelung an - Angst, Furcht und Sorgen sind keineswegs Synonyme - und endet beim Versuch, politische Gegner als nicht voll zurechnungsfähig hinzustellen, da in ihrem Urteil vorgeblich durch irrationale Ängste behindert. Namentlich letzteres kommt einer Gesprächsverweigerung gleich, die keine weitere Begründung erfordert und einen praktischerweise davon entbindet, sich dem berühmtem Wettstreit der Argumente überhaupt stellen zu müssen. Da erstaunt dann auch nicht, dass die Gräben, die sich kreuz und quer durch die Gesellschaft ziehen, sich laufend vertiefen und die Chancen, zu mehrheitsfähigen Lösungen zu kommen, parallel dazu laufend sinken. Die politische Debatte reduziert sich zusehends auf den wechselseitigen Austausch von Nettigkeiten der Marke "Küchentischpsychologie". Das kann es eigentlich nicht sein, habe ich den Eindruck.

Das lustigste an diesem Text und den Kommentaren ist, dass der Text vor der "Panikmache" der AfD warnt - siehe Bild und Bildunterschrift - und die Kommentatoren vor der Umweltpanik seitens der Grünen und deren Anhänger. Es ist also die "Angst-Bewirtschaftung" des politischen Gegners, die abgelehnt wird. Auch interessant, dass die einen das Internet für sich entdeckt haben, während die anderen Deutschlandradio, ARD, ZDF und viele Zeitungen in der Hand haben. Das Rezo-Video durchbricht diese Teilung.

Was lernen wir daraus? Die beiden Soziologen empfehlen: "Dagegen hilft nur nüchterne soziologische Aufklärung". CDU und SPD brauchen zur Zeit tatsächlich Politikberatung, nämlich inwiefern sie die eigene "Angst-Bewirtschaftung" wieder in Gang bekommen: Bei der SPD ist das die "soziale Frage", bei der CDU weiß ich es nicht. "Sicherheit" vielleicht? Oder man bewirtschaftet ebenfalls die Klimaangst, die Autoren werden sicher weiterhelfen, ganz nüchtern natürlich.

Tomas Poth | Mi, 5. Juni 2019 - 15:52

Genau das aber wird immer wieder in den Medien gespielt, aktuelles Beispiel der CO2-Klima-Fanatismus.
2009 Titelte die Welt "Als uns vor 30 Jahren eine Eiszeit drohte".
Der Spiegel vom 26.01.1970 Titelte "Droht uns eine neue Eiszeit"
Seit geraumer Zeit sprechen russische und amerikanische Forscher von einer neuen Eiszeit die bevorsteht, Beginn ab ca. 2030.

Jürgen Scheit | Mi, 5. Juni 2019 - 15:53

Aus der Psychologie weiss man, dass der Mensch von Geburt an mit zwei 'natürlichen', also angeborenen und evolutionsbiologisch 'sinnvollen' Ängsten ausgestattet ist: die Angst vorm (Hin-)Fallen und die Angst vor fremdartigen Geräuschen. Alle anderen Ängste sind im Laufe des Lebens 'antrainiert' (Eltern, Familie, Milieu, etc.), von aussen & anderen - meist unreflektiert - übernommen (Schule, Bekannte, Medien, Netztwerke, etc.) und zum geringeren Teil durch selbst erlebte negative Erfahrung oder dramatische bis lebensbedrohliche Ereignisse (Arbeitsverlust, Unfall u.ä.) entwickelt worden und haben sich dann tief im Bewusstsein eingegraben.
Die Parteien, zZt. bes. die Grünen, spielen mit hohem Vergnügen auf der Klaviatur dieser fremd-induzierten Ängste durch Verbreitung von dämonenhaften Katastrophenszenarien wie Waldsterben, Atomenergie oder Klimaveränderung. Die romantische deutsche Seele lässt sich leider zu leicht von quasi-religiösen Idiologien beängstigen. Resultat: German Angst.

Hans-Jürgen Salza | Mi, 5. Juni 2019 - 16:22

Als wir hörten, es gäbe kein Geld für mehr Wohnungen, spürten wir die leise Angst im Nacken. Wir wussten das auch wir eines Tages - in Rente- eine Wohnung brauchen. Dann kamen über 1 Mio. "Schutzsuchende" die AUCH eine Wohnung suchen. In 3-4 Jahren sind wir dran.... Da soll man keine Angst haben???

gabriele bondzio | Mi, 5. Juni 2019 - 16:50

Da kann man gut und gern auch die Grünen zurechnen. Hier wird ja emsig mit Angstzenarien hinsichtlich Klima-Umwelt gearbeitet. So als wenn es kein Morgen mehr geben würde.„Fridays for Future“ halte ich keineswegs für eine spontane Graswurzelrevolte, die dem jugendl.Hirn entsprungen. Dafür ist alles zu gut organisiert, was auf viel Geld schließt. Selbstverständlich wird das dann noch in der Presse hochgejubelt. Damit ängstliche Gemüter (die es in DE gehäuft in Städten gibt) in Weltuntergangsstimmung geraten.
Komme gerade aus meinen großen Garten in dem Insekten schwirren, Obstbäume und-Büsche schön Obst angesezt haben. Ich quasi nicht mit dem Pinsel von Blüte zu Blüte gelaufen. Die Schwalben zusätzlich Nester gebaut, die Meisen,Spatzen,Rotschwänzchen, Amseln und Tauben, sogar ein Rabenpaar, ringsum in den vielen Bäumen nisten. Ich allso den Eindruck habe, es sind weit mehr geworden, als die vergangenen Jahre.

..bin ich erleichtert, dass es bei Ihnen im Garten so zugeht. Wer braucht da schon den Weltbiodiversitätsrat oder Wissenschaft?
Eine Frage noch: Wer oder was steckt Ihrer Meinung nach hinter Greta und FFF? Habeck und Baerbock, DUH, Soros, Mossad -oder alle zusammen?
Bitte klären Sie uns auf!

;-)

Bernd Muhlack | Mi, 5. Juni 2019 - 17:47

Die Normannen kannten keine Angst. Da Angst aber angeblich Flügel verleiht, wollten auch sie wissen, was Angst ist. Dummerweise suchten sie sich das kleine unbeugsame Dorf aus, dessen Bewohner bekanntlich auch keine Angst kennen. Conclusio: erst als Troubadix zu einem zweiten Lied anstimmen will, wissen die Normannen plötzlich, was ANGST ist u springen "armflügelnd" die Klippe hinunter, zu ihren Drachenbooten.
Die alten Asterix-Hefte waren sehr gut: ein versteckter Humor und in der Tat "neutral pädagogisch wertvoll"

Ein sehr interessanter Beitrag der beiden Autoren! Man sagt ja, nur wer die Angst kennt, kann mutig sein. Ich denke, es gibt subjektiv-singuläre Ängste und "Massenängste" welche von interessierten Kreisen geschürt, befördert werden. Man muss eine Apokalypse nur oft genug theatralisch schildern, dann erzielt man die gewünschte Wirkung: Angst!

Heute ist D-Day: die BOYS sitzen im Landungsboot; die Klappe geht auf: "COME ON BOYS!"
"Ich will da nicht raus!" FEAR, ANGST!

Klaus D. Lubjuhn | Mi, 5. Juni 2019 - 18:07

Diese eigentlich triviale These von Christiane Lübke: Ihr Satz: Erst der Anlass, dann die Angst oder besser dann die Sorge, rückt die Kausalität angesichts der Massen-
zuwanderung von 2015/16 und der
Reaktionen in der Bevölkerung
zurecht. Und nicht zu vergessen die
zuerst politisch forcierte Euphorie
euphemistischer Willkommenskultur,
die auch in den Medien nur langsam
einem realistischeren Blick auf
diese ungeheure Herausforderung
Platz machte...ganz, ganz langsam.
Die jüngst erschienene Mitte-Studie hat das Fass noch mal aufgemacht. Statt aber empirische Sachverhalte als Indikatoren für Einstellungsänderungen in der Bevölkerung in den Fokus zu nehmen, werden schlicht sozialpsychologische Determinanten von Fremdenfeindlichkeit, gar Rassismus behauptet.
Wenn die Autorin zur Mitte des Jahres 2019 Rückschau hält auf die letzten 4 Jahre kann sie nur konstatieren, wie Studien praeformierte Angstzustände, Fremdenfeindlichkeit als typisch deutsche Invariante insinuieren.

Weil man z.B. beim Klima prima mit einem "Preis für CO2" gegensteuern kann.

Eine zusätzliche Steuer wird als Preis verkauft, wenn das mal kein plumpes Framing ist.
Nochzumal ich nicht wüsste wo es bisher noch CO2-Träger ohne Preis gibt.
Habe heute gerade Heizöl geliefert bekommen. Neben dem Grundpreis derzeit schon Energiesteuer und MWST.

Lorenz Schumacher | Mi, 5. Juni 2019 - 21:31

Wenn nicht einmal zwischen dem diffusen Gefühl "Angst" und der "Furcht" vor einem konkreten Verlust methodisch unterschieden wird, kann das Ergebnis nicht aussagekräftig sein.

helmut armbruster | Do, 6. Juni 2019 - 08:58

ich habe in der NZZ gelesen, dass in der ganzen westlichen Welt das Vertrauen der Bevölkerung in Regierung, politische Parteien, Institutionen wie Zentralbanken und NGOs schwindet.
Nur noch die Hälfte hat Vertrauen.
Wenn kein Vertrauen mehr da ist, fühlt sich der Mensch hilflos ausgeliefert.
Es ist nachvollziehbar, dass die Menschen das Vertrauen verlieren, denn was sie sehen und erleben ist nicht vertrauenerweckend.
Es gäbe Dutzende von Beispielen für diese Aussage. Aus Platzmangel nur ein Beispiel.
Wer kann einem Menschen wie Donald Trump vertrauen, so wie er sich gibt und wie er sich aufführt und benimmt?

da stimme ich Ihnen zu. Die Kanzlerin musste heute einräumen, dass die „Hetzjagden-Aussage“ zu Chemnitz und die „politischen Einordnungen der Bundesregierung“ beruhten lediglich auf Berichterstattungen von Medien. ( Quelle: Tichys Einblick heute)
Dieses kleinlaute Eingeständnis musste das Kanzleramt aufgrund einer AFD-Anfrage einräumen. Man habe sich auf die regionale und überregionale Presse verlassen. Das die örtliche Zeitung, Staatsanwaltschaft, Polizei und OB'in, sowie der Ministerpräsident widerssprachen, das wird in der Antwort ausgeblendet. Dass das Hasenvideo von Antifa-Zeckenbiss veröffentlicht, von Privatleuten in anderem Zusamenhang gedreht wurde, wird weiter verschwiegen. Das kostete Herrn Maaßen Job und Ansehen. So etwas erfüllt mich mit Sorge und erzeugt auch Angst beim Volk. Wenn man nicht mehr dem öffentlichen Wort einer Kanzlerin bzw. ihres Sprechers trauen kann, dann ist dieser Staat auf der Kippe. Ganz Chemnitz wurde zur "braunen" Hochburg erklärt. Schämt Euch.

Wolfram Fischer | Sa, 8. Juni 2019 - 13:04

Ohne Alarmismus kein Durchkommen im Medienbetrieb. Wer die düsterste aller Prognosen anbietet, wird gehört, der ist im Gespräch, der (und NUR der) macht Kasse!
Erderwärmung 2 Grad in 50 Jahren? Geschenkt.
5 Grad bis 2030... das ist doch was für den Newsticker!
50 Prozent CO2-Reduktion in den nächsten 20 Jahren? Ja und?
Komplette Dekarbonisierung innerhalb der nächsten 5 Jahre als allerletzte Chance, die totale Klimakatastrophe abzuwehren? Jaaa... DAMIT sind sie auf der Titelseite!
Was ich alledings komisch finde: Da kommen Millionen Menschen aus einem Kulturkreis zu uns, deren heiliges Buch - der Koran - als höchstes Gesetzt zu gelten hat, das sogar über unserem Grundgesetz zu stehen hat, das seine Anhänger zigfach zum Mord an Ungläubigen - also an uns "Einheimischen" - aufruft und die Entscheidung seiner Mitglieder, nicht mehr Mitglied in dieser menschenverachtenden Religion sein zu wollen mit dem Tod bestraft: Da bleiben wir seltsam ruhig, als ginge uns das nichts an. Irre.

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