- Zwischenruf aus der Uckermark
Altkanzlerin Angela Merkel hat nie ein Geheimnis aus ihrer Haltung zur Migrationspolitik gemacht. Doch wenn man sich derart offen gegen die Linie seines Nachfolgers stellt, stellt sich eine Frage dringlicher denn je: Wer trägt eigentlich noch Verantwortung – und wer spielt Opposition von oben?
In der politischen Kultur der Bundesrepublik galt es lange als ungeschriebenes Gesetz: Ein abgewählter Bundeskanzler kommentiert nicht das Handeln seines Amtsnachfolgers. So erklärte einst Helmut Schmidt: „Ein Altkanzler mischt sich nicht in die Politik seines Nachfolgers ein.“
Diese staatsmännische Zurückhaltung scheint dieser Tage jedoch aus der Mode gekommen – wie erneut Ex-Kanzlerin Angela Merkel demonstrierte. Nicht, dass man anderes von ihr erwartet hätte – schließlich ist es nicht das erste Mal, dass sich die 70-jährige Pensionärin aus der Uckermark entweder auf Partei- oder auf Regierungsebene kritisch zum Handeln ihres Nachfolgers Friedrich Merz geäußert hatte.
Merkels rote Linie und ihre Verschiebung
Man denke nur einmal an die Einlassungen der Bundeskanzlerin a.D. Ende Januar, als es die Unionsfraktion tatsächlich wagte, mit einem Fünf-Punkte-Plan die irreguläre Migration eindämmen zu wollen, und dafür sogar bereit war, die Stimmen der parlamentarischen Schmuddelkinder von der AfD in Kauf zu nehmen. Für die Altkanzlerin ganz klar „falsch“. Sie redete ihren ehemaligen Kollegen ins Gewissen und erinnerte an frühere rote Linien, keine Mehrheiten mit der AfD zu ermöglichen.
Es ist dabei nicht unwahrscheinlich, dass es die scharfen Worte von „Mutti“ waren, die am Ende einigen „Merkelianern“ in der Fraktion kalte Füße bescherten und der Initiative des Kanzlerkandidaten den Wind aus den Segeln nahmen. Der zweite Antrag der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, das sogenannte „Zustrombegrenzungsgesetz“, wurde daraufhin bekanntlich mit knapper Mehrheit abgelehnt.
Bereits damals fand die ungewöhnliche Einmischung der Altkanzlerin parteiübergreifend Beachtung. SPD-Chefin Saskia Esken dankte der promovierten Physikerin für ihre Worte und betonte, dass sie Friedrich Merz an seine staatspolitische Verantwortung erinnere. Auch einige Vertreter der Grünen äußerten sich zustimmend zu Merkels klarer Haltung. Noch Fragen, wer auf welcher Seite steht?
Der lange Schatten von 2015
Friedrich Merz, damals noch Unionskanzlerkandidat, hingegen wies die Kritik zurück und argumentierte, dass insbesondere die Flüchtlingspolitik unter Merkel zum Erstarken der AfD beigetragen habe. Kleiner Rückblick gefällig? Auf dem Höhepunkt der Fluchtbewegung aus dem Bürgerkriegsland Syrien traf Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit dem damaligen Innenminister Thomas de Maizière (CDU) die Entscheidung, Flüchtlinge nicht an der Grenze zurückzuweisen – selbst nach rechtlicher Prüfung hielt sie an dieser Haltung fest. Diese Entscheidung ist bis heute in weiten Kreisen, gelinde gesagt, umstritten.
Kritik an der damaligen Entscheidung tat die Kanzlerin stets als Unfug ab. Ein Deutschland, das damals nicht die Grenzen geöffnet hätte, wäre schließlich „nicht mehr ihr Deutschland“ gewesen. Dass unzählige deutsche Innenstädte aufgrund dieser Einschätzung zehn Jahre später auch nicht mehr das Deutschland sind, das es einmal war, ist pure Ironie der Geschichte.
Ein Blick nach Berlin genügt
Um die Folgen der von Angela Merkel forcierten Asylpolitik einordnen zu können, genügt ein Spaziergang über die Berliner Sonnenallee. Es ist das Vermächtnis der Ex-Kanzlerin, dass der Nahostkonflikt heute teils gewaltsam auf deutschen Straßen ausgetragen wird und eine lang erarbeitete Erinnerungskultur von einem immer größer werdenden Anteil der Bevölkerung infrage gestellt wird. Von islamistischem Terror, wie zuletzt in Magdeburg oder München, der heute wohl traurigerweise zu unserem Alltag gehört, möchte man an dieser Stelle gar nicht erst anfangen. Dass sich in der deutschen Bevölkerung mittlerweile erheblicher Widerstand gegen den von der früheren Kanzlerin bezweckten Dammbruch in Sachen Migration und dessen soziale Folgen gebildet hat, wäre mit politischer Weitsicht bereits 2015 absehbar gewesen.
Wenn dann aber ganze zehn Jahre und Millionen von Asylanträgen später eine Nachfolgeregierung versucht, die Kuh von Eis zu holen, sind Zwischenrufe und moralische Belehrungen aus Mecklenburg-Vorpommern trotzdem programmiert. So mahnte die Ex-Kanzlerin: Mit den verschärften Grenzkontrollen gefährde die neue Regierung die Freizügigkeit in der Europäischen Union. „Das möchte ich nicht.“
„Ich glaube nicht, dass wir die illegale Migration an der deutsch-österreichischen oder deutsch-polnischen Grenze abschließend bekämpfen können“, sagte Merkel am Mittwochabend bei der Vorstellung ihrer unironischen Autobiographie „Freiheit“ in Neu-Ulm. „Wir müssen uns auf den Außengrenzschutz fokussieren. Alles andere wird uns letztlich, wenn es permanenter Zustand wird, Schengen kosten, also die Freizügigkeit in der Europäischen Union.“ In der Sache mag sie damit sogar Recht haben, jedoch zeigen die Lehren der vergangene Jahre, wie ineffektiv das europäische Grenzregime bis dato ist.
Natürlich sind Grenzschließungen nicht die Ultima Ratio der deutschen, geschweige denn der europäischen Asylpolitik. Dauerhaft kann es nur helfen, sogenannte Pull-Faktoren und Migrationsanreize zu reduzieren. Ein Beispiel dafür wäre unser östlicher Nachbar Polen, wo es keinen saftigen Sozialstaat gibt, der Migranten mit offenen Armen empfängt. Das Ergebnis: ganz andere Zustromzahlen als hierzulande.
Dobrindts neue Linie in der Kritik
Dass man die Grenzschließungen vor allem als erste Übergangslösung und vorübergehendes Druckmittel begreifen kann, um dauerhaft effiziente Grenzregelungen für den Schengen-Raum zu erzielen – geschenkt. Auch, dass die Zahlen der Bundespolizei bislang einen deutlichen Effekt zeigen, findet bei der Altkanzlerin keine Erwägung. Wozu auch – man argumentiert schließlich in emotionalen Kategorien, nicht in faktischen.
Die größte Verschärfung an der bundesdeutschen Grenze bis dato hatte Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) am 7. Mai verfügt. Mittlerweile sollen an den Außengrenzen auch Asylsuchende zurückgewiesen werden. Innerhalb von einer Woche stieg daraufhin die Zahl der Zurückweisungen nach Angaben des Ministers um fast die Hälfte. Wie es künftig weitergeht und ob der neue Migrationskurs eines Kanzlers Friedrich Merz zusammen mit einem rechthaberischen Koalitionspartner SPD Früchte tragen wird, bleibt abzuwarten. Mit redundanten Zwischenrufen von der Seitenlinie aus der Uckermark dürfte jedoch in den kommenden Jahren immer mal wieder zu rechnen sein, unabhängig davon, wie es letztlich ausgeht.
Vielleicht gehört es zum politischen Schicksal dieser Republik, dass ihre Kanzler nie ganz gehen. Manche schreiben Bücher wie „Freiheit“ und Kommentare, als wären sie nie abgetreten, während wieder andere trotz Krieg in Europa unverblümt weiter nach Moskau reisen.
Wie dem auch sei, die Migrationspolitik der Gegenwart braucht jedenfalls keine moralischen Mahnrufe aus der Uckermark, sondern handfeste Lösungen für eine deutsche Realität, die sich in den vergangenen zehn Jahren radikal gewandelt hat. Wer immer heute Verantwortung trägt, muss entschieden handeln dürfen – auch wenn es dem Regierungschef a.D. nicht zusagt.
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Letztens war ich mal wieder im Baumarkt. Ich brauchte Füllmaterial. Was es da alles so gibt, ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Und als ich da so stand am Regal mit all dem hübschen Füllmaterial und so vor mich hin sinnierte, fiel mir doch gleich wieder Denzel Washington als "Equalizer" ein. Das brachiale Finale in einem gut bestückten Baumarkt, da musste selbst die sonst so gut aufgestellte Russen-Mafia den Dienst quittieren und das Zeitliche segnen. Der Baumarkt, ein Ort der Inspiration, ein Füllhorn an Lösungen.
Ja, wie komme ich da jetzt bloß drauf? Ich weiß auch nicht, aber irgendwie hatte ich da so praktische Assoziationen zur Verwendung von Füllstoffen. Damit lassen sich so herrlich und effizient Hohlräume ausstopfen. Hohlräume, die die Welt nicht braucht und in Kombination mit etwas Dämm-Material lässt sich zusätzlich noch ein recht guter Schallschutz erreichen. Und dann ist endlich Ruh'. Über allen Wipfeln ist dann Ruh', auch in der Uckermark. Gott vergelt's;-)
Sie sollte besser schweigen und sich gut verstecken, damit man sie nicht findet und ihr die ganzen Migranten auf den Schoß setzt. Was diese Frau unserem Land angetan hat und dann hat die noch die Chuzpe und meldet sich zu Wort und verteidigt ihre politische Fehlhaltung. Werft die Frau aus der UNION, wenn ihr es ernst meint mit konservativer Politik. Ich muss aufhören, sonst vergreife ich mich im Wort.
Diese Frau, im Grunde eine politische Karrieristin, und höchstwahrscheinlich auch "Mielke-belastet", manche sagen, eine U-Boot der untergegangenen DDR-Staatssicherheit, auf alle Fälle eine als CDU-Politikerin getarnte grüne Kampfdrohne - diese Frau hat unser Land, in das wir Ostdeutsche voller Hoffnungen eingetreten sind, vor die Hunde gehen lassen, und dies mit voller Absicht, sozusagen im Parteiauftrag. Und jetzt bellt sie noch aus ihrer Uckermärkischen Hundehütte und will ihre Intimfeind Merz das Leben so richtig versalzen. Aber komisch, es gibt noch Leute, die dieser falschen Schlange zuhören und publizistischen Raum bieten. Auch einige Journalisten des CICERO freuen sich hämisch, wenn von der Seitelinie die Fahne gehoben wird. Journalisten machen gerne Stimmung. Das erhöht das Interesse. Nein, Merkel gehört im Grunde vor Gericht. Gründe und Anklagepunkte gäbe des genug. Aber die Deutschen sind zu feige dazu. Keiner in Justiz und Politik würde dies sich getrauen. Ich verfluche sie!
äußert? Sie war 16 Jahre lang auf "Sendung". Aber jetzt ist es genug. Aber sowas von!!! Den Schaden den diese Person hinterlässt ist immens!!!
Nach all dem offensichtlichen Schaden, den allein ihre krasse Fehlentscheidung 2015 angerichtet hat und bis heute anrichtet (von Abschaltung der Atommeiler ganz zu schweigen), stellt sie sich hin und mäkelt an der - nur geringfügig - verschärften Asylpolitik ihres Nachfolgers herum.
Niemand mit ihrer Ausbildung kann so dumm sein, um die negativen Folgen nicht zu bemerken. Also redet sie wider besseres Wissen ihr eigenes Handeln schön u. tut so, als sei es für ganz Europa ein Segen gewesen.
Das ist so dreist und gemein den von den Migrationsfolgen gequälten Deutschen gegenüber, daß ich keine Worte mehr dafür finde.
Friedrich Merz und Co. haben keinen Funken von Ehrgefühl bzw. Scham, sonst hätten sie Merkel längst auf der CDU rausgeworfen.
Es tut mir leid, dies sagen zu müssen:
Ich verachte sie alle!
Man fragt sich wann ihr wirkliches Buch „Die Wahrheit über mich“ heraus kommt.
Untertitel: „Warum ich das alles gemacht habe und was das mit meiner Vergangenheit in der DDR zu tun hat“
Das wäre ein wirklicher Bestseller.
Sie aber wurde (nicht nur) mit ihrer Einwanderungs-Nicht-Kontrolle zur Mutter vieler katastrophaler Verhältnisse, mit denen sich Deutschland seither herumschlagen muss.
Die überwiegende illegale Massenimmigration liefert einen entscheidenden Beitrag zu großen Problemen (Finanzen, Sozialkassen, Wohnungsmangel, Schul- und Bildungsmisere, öffentliche Sicherheit).
Ohne Skrupel hat sie die Abhängigkeit der Öl-und Gasversorgung Deutschlands gegenüber dem russischen Diktator massiv ausgeweitet. Selbst nach dem Angriff Putins auf die Ukraine hat sie den Vertrag über die Pipeline Nord Stream II unterzeichnet.
(Was wusste Putin über Merkel, was wir nicht wissen?)
Darüber hinaus war ihr einzig erkennbares Interesse auf den eigenen Machterhalt gerichtet.
Alle anderen drängenden Aufgaben einer Regierung hat sie sträflich vernachlässigt.
Insofern war diese Dame unter dem Synonym Angie-O die mächtigste und destruktivste aller Nicht-Regierungs-Organisationen.
Danke, “Mutti“ Merkel, für gar nichts.
Das haben Sie falsch verstanden, Herr Marquardt. Mutti wollte sie sein, aber doch nicht in dem Rollenverständnis einer liebevollen umsorgenden Erziehungsberechtigten, wie sich das jedes Kind wünschen würde. Mitnichten.
In Merkels Rollenverständnis bekam staatliche Fürsorge ein ganz neues Antlitz. Wie die Hydra aus einem Horrorfilm überzog sie das Land mit Mehltau & fauliger Pestilenz. Dass Ihr Erfolgsmodell so gut lief, war letztendlich all den vielen Wasserträgern & Hauselfen zu verdanken, in erster Linie zu finden in den wackeren Redaktionsstuben linksradikaler Presseorgane. Alles weitere war dann ein Selbstläufer. Falsch wie die Nacht u. gefährlich wie eine Nuklearwaffe hat sie zielgerichtet ein ehemals wohlhabendes Industrienation zerstört und einen ethnischen Bevölkerungsaustausch von historischem Ausmaß eingeleitet. Erich und Margot wären stolz auf sie. Dass sie wieder und wieder den Dementoren entwischt und trotz Allem ihren Senf beisteuert, zeigt, dass ihr Menetekel noch lebt!
„Ein Deutschland, das damals nicht die Grenzen geöffnet hätte, wäre schließlich „nicht mehr ihr Deutschland“ gewesen. Dass unzählige deutsche Innenstädte aufgrund dieser Einschätzung zehn Jahre später auch nicht mehr das Deutschland sind, das es einmal war, ist pure Ironie der Geschichte.“
Oder, wie eine bekannte Grüne 2015 hellsichtig prognostizierte: "Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!"
Jan Uphoff, Ihr generationsübergreifender Kommentar über „die 70-jährige Pensionärin“, die keine „staatsmännische Zurückhaltung“ (btw: kann man ‚staatsmännisch‘ gendern?) kennt, sondern - Muttis scharfe Worte wählend - sich „mit redundanten Zwischenrufen von der Seitenlinie aus der Uckermark“ meldet, ist sprachlich ein großer Spaß. Die Beiläufigkeit der „unironischen Autobiographie „Freiheit““ made my day ….
"Zu manchen Menschen muss man gar nichts mehr sagen, die kann man einfach so stehen lassen."
Ansichten neue Zusammenfassungen findet mit Metapher und Umschreibungen, mit anderen Wortfindungen für sehr ähnlichen Inhalt. Leider wurden diese Verhältnisse m.E. viel zu wenig aufgearbeitet:
z.B hier, eine hervorragende Zusammenfassung:
Dass unzählige deutsche Innenstädte aufgrund dieser Einschätzung zehn Jahre später auch nicht mehr das Deutschland sind, das es einmal war..."
genau meine Denke
sondern die Unfähigkeit der Klatschhasen der Union die sie haben gewähren lassen.
So lange sie im Amt war, hat sie die CDU Stück für Stück aus der Mitte nach links grün gerückt. Auch da unter dem Beifall ihrer „schwarzen“ Vasallen. Wo waren die Kochs, Öttingers, Späths,
u.a. die ihr hätten Einhalt gebieten können ? Wo war die CSU mit Steuber, Seehofer und zuletzt Söder ? Wo war die CDU dem unterstützenden „Rotfunk“ Einhalt zu gebieten ? Wo die Landesfürsten der Union ?
Nach all diesen offenen Fragen kam Merz der
Hoffnungsträger.
Mit ihm kam die Erwartung der Aufarbeitung der Merkel- Ära. Was aus dieser Hoffnung geworden ist, ist allseits bekannt. Er traut sich noch nicht einmal Kritik, an der im Ruhestand befindlichen BK a D, zu üben. Noch nicht einmal dazu hat er den Mut.
Was hat er SPD & Grüne ob ihrer unsoliden Haushaltspolitik kritisiert, um dann gigantische Schulden aufzunehmen. Merkels links grüne Politik geht immer weiter……
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik
