Merkel zur Corona-Krise - „Also, so geht's mir“

Lange sagte sie nichts zur Coronavirus-Epidemie, am Mittwoch bequemte sich Kanzlerin Merkel dann doch zu einer Pressekonferenz. Einen Erkenntnisgewinn brachte die Veranstaltung allerdings nicht, außer dass man froh sein kann, dass Jens Spahn auch noch da ist.

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Jens Spahn und Angela Merkel in der gemeinsamen Pressekonferenz zum Coronavirus: Man wünscht sich mehr Führung

Autoreninfo

Marko Northe leitet die Onlineredaktion von cicero.de. Zuvor war er Teamleiter Online im ARD-Hauptstadtstudio und Redakteur bei der "Welt". Studium in Bonn, Genf und Berlin sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 

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Marko Northe

Krisen sind die Zeiten großer Worte. Selbst Angela Merkel, die nicht als große Rednerin gilt, hat das 2015 bewiesen, als sie ihren berühmten Satz „Wir schaffen das“ in der Bundespressekonferenz sprach. Der Satz fiel ihr im weiteren Verlauf oft genug auf die Füße, wird heutzutage oft auch gerne in einem sarkastischen Tonfall benutzt, nicht nur beim Thema Flüchtlinge. Möglicherweise hat es auch mit diesem schlecht gealterten Bonmot der Kanzlerin zu tun, dass sie sich in der derzeitigen Corona-Krise, die sowohl das Gesundheitssystem als auch das Wirtschaftssystem unter Stress setzt, eher bedeckt hält. Besser gesagt: bedeckt hielt. Denn am Mittwochvormittag entschloss sie sich dann doch spontan dazu, eine Pressekonferenz zur Coronavirus-Epidemie zu geben.

Über die Gründe der plötzlichen Eingebung, sich als Regierungschefin zu einem Thema öffentlich äußern zu wollen, das die Republik im wahrsten Sinne des Wortes seit Wochen in Atem hält, kann man nur spekulieren. Merkel behauptete selbst, die Videokonferenz mit den übrigen EU-Staats- und Regierungschefs sei der Anlass gewesen. Es könnte allerdings auch damit zu tun haben, dass sich in den letzten Tagen die politischen Beobachter in der Hauptstadt immer öfter fragten, wo denn eigentlich die Kanzlerin sei. Am Mittwoch machte dann die Bild groß mit dem Thema auf: „Kein Auftritt, keine Führung in der Krise: Die Kanzlerin und das Corona-Chaos“. Und schon saß Merkel ein paar Stunden vor der Hauptstadtpresse und beantwortete über anderthalb Stunden geduldig die Fragen der Journalisten.

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Michaela 29 Diederichs | Mi, 11. März 2020 - 16:57

"Rotzfrech" finde ich die flapsige Art - auch ohne Coronavirus. Besser sie wäre gar nicht erst auf der Bildfläche erschienen.

Gerhard Lenz | Do, 12. März 2020 - 11:09

In reply to by Gast

Die Mehrheit der Deutschen bescheinigt der Kanzlerin allerdings wohl einen guten Auftritt. Zu Recht.

Bevor Sie es falsch verstehen: Ich bin kein Merkel-Fan, wähle keine CDU - die sind mir zu konservativ.

Ich muss Ihnen zustimmen. Mal unabhängig davon, ob man ihre Politik mag oder nicht. Ihr nach meiner Meinung nach zu spätes Auftreten in der Öffentlichkeit, ihre 6o-70 % in "interner" Runde geäußerte Infektionsprognose, ihre fehlende Verbindlichkeit und Emphatie für "ihr" Volk - also uns Menschen - in ihrer Rede zum Virus kommt bei vielen eben nicht gut an. Das werden ihre Anhänger naturgemäß anders sehen. Das dürfen sie natürlich, aber das ändert nichts an ihrem Auftritt.
Ich sage noch einmal, da mag man die Österreicher anschauen. Lebensnahe, unaufgeregte, sachlich ebenso fundierte Aussagen, wie die von Herrn Dosten, aber versehen auch mit den Gesichtern der zuständigen Politiker, an der Spitze ein Kanzler, das macht den Unterschied.
Ich frage mich langsam wirklich, läßt sich die Kanzlerin nicht medienpolitisch beraten oder sind Seibert und seine Medienfachleute so schlecht. Ich fürchte, das erstere ist der Fall.
Wir brauchen keine Panik, sondern Vertrauen in die Politik. Das fehlt.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 11. März 2020 - 17:16

die Viertelstunde erwischt, in der Frau Merkel konzentriert sprach.
Wenn sie das also noch verstetigen kann, wäre ich beruhigt für die nächsten Monate, DENN die Bildzeitung kann Frau Merkel nicht ersetzen.
Gut, dass sie nach jener also fragte.
Es liegt nämlich nicht unbedingt an den in anderen Ländern evtl. anderen politischen Strukturen, dass man von allen Staatschefs hörte, nur nicht von Frau Merkel.
Gut, dass wir Herrn Spahn und Prof.Dr. Drosten haben.
Frau Merkel kommt jetzt ihrer politischen Verpflichtung nach.
Mein Fazit geht dahin, dass wir die zu erwartende """Verseuchung""" meistern müssen.
Gut, dass Frau Merkel um Solidarität bat und sich bei allen Kräften im Gesundheitswesen herzlichst bedankte.
Es wäre schade, wenn Ärzte entscheiden müßten, wen sie retten und wen sie sterben lassen müssen.
Mir scheint unsere Bundesrepublik Deutschland insgesamt aufeinander abgestimmt und handlungsfähig.
Eine sehr beruhigende Erfahrung.

"Das neuartige Coronavirus ist “zehnmal tödlicher als die saisonale Grippe”, sagte der oberste US-Regierungsbeamte für Infektionskrankheiten Anthony Fauci bei einer Anhörung im Parlament. “Unterm Strich: Es wird schlimmer werden”, so der Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases. “Wenn wir jetzt keine ernsthaften Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung ergreifen, werden wir mit der Eindämmung der Ausbreitung Wochen im Rückstand sein.”
https://www.welt.de/vermischtes/live206505337/Coronavirus-Fast-alle-Ges…

es wird nur auch schon deshalb gefährlicher sein, weil es für uns alle neu ist und momentan mit der Grippesaison zusammenfällt?
Herr Prof. Dr. Drosten erklärt es ausführlich in seinem Podcast? beim NDR, habe Nr. 11 gerade abgehört bei Youtube.
Gegen die Grippeviren sind evtl. viele gut gewappnet, weil diese Viren schon länger bei uns sind. Ich kann mich nicht erinnern, jemals eine Grippe gehabt zu haben, vielleicht bekomme ich nur eine Erkältung?
Ältere haben den immerhin auch Schutz durch Impfungen und doch sterben soviele?
Da bin ich etwas überrascht.
Deshalb nehme ich die Warnungen vor dem Coronavirus ernst und vertraue auf den gesammelten auch politischen Sachverstand der Bundesrepublik Deutschland.

Liebe Frau Sehrt-Irrek, Ihre Kommentare, auch wenn ich, logisch, nicht immer Ihrer Meinung bin, schätze ich ansonsten sehr (nicht umsonst heißt Cicero ja "Magazin für politische Kultur"), aber beim zweiten Teil Ihres Kommentars ("Gut, dass wir Herrn Spahn...") frage ich mich besorgt, ob das tatsächlich Ihre Meinung ist? Oder aber doch Satire? Bei Letzterem schließe ich mich Ihnen gern an. Viele Grüße, B. Kohlberg

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 12. März 2020 - 10:13

In reply to by Gast

operative Intelligenz bescheinigte, wurde wohl nicht veröffentlicht?
Es ist mir sehr viel lieber, wenn Herr Laschet in der CDU nach vorne kommt als Herr Merz, unbedingt aber müssen fähige Politiker wie Herr Spahn etc. geschützt werden IN der CDU.

Leider kann ich aus der bisherigen Tätigkeit, das von ihnen verwendete Adjektiv nicht ganz nachvollziehen. Herr Spahn ist mir bisher nur durch das unterlaufen der Gesetzgebung, siehe (google) dazu Sterbehilfe, aufgefallen. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass er diese "Prüfung" bravourös meistert. Sollte es ihm gelingen Deutschland gut durch die Pandemie zu bringen, bin ich gerne bereit mein Urteil zu revidieren. So lange werde ich mich mit Lob, zu fast allen in der Regierung tätigen Politikern, zurückhalten.

Bleibt Ihre Begeisterung, liebe Frau Sehrt-Irrek, für den fähigen Politiker Spahn noch bestehen in Anbetracht seiner Zustimmung für die Medikamentenlieferung nach China?
Wir wußten, sogar im Gesundheitsministerium, im Januar d.J. des Ausbruchs Coronavirus in China. Noch im Februar erlaubte Spahn,unsere nun fehlenden Medikamente, Schutzkleidung von ca.14 Tonnen nach China zu liefern.
Nachzulesen Zeit online vom 18.02.2020 "Bundesregierung schickt weitere Hilfs-lieferung nach China".
MfG Brigitte Simon

Ist das wirklich gut, liebe Frau Sehrt-Irrek, daß wir Herrn Jens Spahn haben? Was machte er bisher? Das "Apothekerstärkungsgesetz" betrifft nicht so sehr den Ver-sicherten. Coronavirus? Er ist schließlich Gesundheitsminister. Auch wenn er diesbe-züglich nicht der Schnellste war oder ist. Mir gehen die Lobhudeleien für Spahn auf
die Nerven. Die Münchner AZ bezeichnet ihn auf der Titelseite in dicken Buchstaben
als "KRISENKÖNIG". Geben wir uns bescheiden! Ich verlasse das Thema Coronavirus
und wende mich dem Kapitel zu: CDU-GESUNDHEITSEXPERTE: "Brisante Nebenein-künfte des Jen Spahn:
"Jens Spahn, Gesundheitsexperte der CDU, hielt jahrelang Anteile an der Lobby-Agentur Politas. Spahn gründete mit einem befreundeten Lobbyisten und dem Leiter seines Abgeordnetenbüros eine GbR..." Laut Focus beriet diese schwerpunktmäßig Kunden aus dem Pharma- und Medizinsektor. Spahns Beteiligung an dieser Konstruktion blieb für die Öffentlichkeit undurchsichtig.

Er erhielt so parallel zu seiner Tätigkeit im Gesundheitsausschuß Geld aus der Lobby- und Beratungsarbeit eines engen Mitarbeiters. Das war eine intransparente Beteili-gung mit brisanten Nebeneinkünften.
Das pikante ist, Spahn mußte die Beteiligung auch nicht beim Bundestag anzeigen, weil nach den geltenden Transparenzregeln erst Firmenbeteiligung von "mehr als 25% der Stimmrechte" offen gelegt werden müssen. Spahn hielt genau 25%".
Zu seiner Verteidigung äußerte er: "Ich war nicht transparent, aber die Lücken in den Regeln haben es mir auch leicht gemacht".
Letztendlich noch etwas Polemik: Mit diesen, seinen Verbindungen in die höchsten Pharmazie-Kreisen dürften medizinische Engpässe ad acta gelegt werden können?

Ernst-Günther Konrad | Mi, 11. März 2020 - 17:39

Ja Herr Horthe, genauso ist es. Die auflagenstärkste Tageszeitung bestimmt in vielen Dingen das politische Handeln. Ich lese BILD täglich. Wie ich schon oft schrieb. Je aufgeregter und insistierender,reißerischer die Artikel, desto höher mein Anspruch, die Aussagen in BILD gründlich zu recherchieren und zu hinterfragen. BILD ist insofern für mich ein "guter" Kathalysator. Aber das nur nebenbei. Nicht nur BILD, viele andere Presseorgane vermissten Merkel und eine klare Führung auch. Ich denke mal, sie schreiben es selbst. Viel Seibert-Sprech, die Pressesprecher werten doch alle erdenklichen Zeitungen aus und formulieren eben für Merkel solche Sätze. Warum sollte sie nach 15 Jahren anders reden, wie sonst auch.
" Denn am Mittwochvormittag entschloss sie sich dann doch spontan dazu, eine Pressekonferenz zur Coronavirus-Epidemie zu geben."
Aha. Nicht das Befinden des Volkes, die verbreitete Panikstimmung sind ihr Grund gewesen.
Ich informiere mich lieber beim ORF . Merkel macht schläfrig.

Vor einigen Tagen hatte ich irgendwo kommentiert, dass alle Regierenden der betroffenen Staaten eine Erklärung abgegeben haben und dann gefragt: Was macht Angela Merkel eigentlich beruflich?

Klaus Funke | Mi, 11. März 2020 - 17:44

Die Corona-Virus-Krise kommt einem Ermächtigungsgesetz gleich. Endlich der Anlass für unsere Regentin ohne Rücksicht durchzuregieren. Was brauchen wir den CDU-Parteitag, wo womöglich der Erzfeind triumphiert hätte. Nein, wir können virusbedingt verschieben, bis die Gefahr vorbei ist. Wie immer bei Merkel: Zeit gewinnen ist die Devise. Bis dahin wird mit verwaschenen Erklärungen die Lage vernebelt. Irgendwie werden wir es schon schaffen. Das fleißige, befehlsgewohnte Volk wird gehorchen. Und der Virus wird vergehen wie alles vergeht. Ach, was kann man jetzt nicht alles am Parlament vorbeischieben oder in großer Eile verabschieden. Herrliche Zeiten. Noch mehr Flüchtlinge, Ein AfD-Verbot, restriktive Mediengesetze, Klimagesetze, Demokratieabbau. Und auch die großen Manöver im Osten können so ohne Aufsehen absolviert werden. Reagiert wider Erwarten der Russe, so sind wir ja jetzt schon im Vollzug einer Zivilschutzübung. Danke, liebes Virus! Du hast uns gerettet. Komm nur bald wieder!

Die Wissenschaft fragt, was kann man wissen, was wollen wir tun? Wissenschaft kann mit seinen Erkenntnissen tief in die sozialen, technischen und ökologischen Bedingungen des menschlichen Lebens eingreifen, sie gibt der Politik jedoch „nur“ Empfehlungen, kann nicht anordnen.

Die Empfehlungen des Robert Koch Instituts sollten angenommen werden, denn Experten sind Leute, die eine Bindung des Wissens an Paradigmen, Theorien und Methoden knüpfen, im Gegensatz zu politischen Populisten, die andere Motive und Interessen haben. In diesen Zeiten ist es ebenso wichtig zu wissen, wer spricht.

Sollten in zwei Monaten Intensivbetten fehlen (was ich niemandem wünsche), ist Frau Merkel sicher nicht schuld. „Führung“, was immer das heißen soll, wird sich dann erweisen, wenn es zum Ausnahmezustand (siehe Notstandsklausel) kommt. Dann benötigen wir Krisenmanagement. Soweit sind wir in Deutschland aber noch nicht. Sich abstimmen, darauf kommt es jetzt an. Zeit gewinnen- und jeder kann mitmachen.

Führung zeichnet sich nicht in erster Linie durch Worte aus, sondern dadurch, dass man denen, die man führen soll, zeigt, dass ein Konzept da ist. Dass man Zuversicht verbreitet und sie mitnimmt.
Und: dass man auf Experten hört und deren Rat annimmt.

Merkel hat lange gewartet, das ist ihre Art, so kennt man sie nun mal.
Ich bin gewiss kein Fan von ihr, aber momentan steht sie genauso auf unsicherem Terrain wie alle anderen auch.
Was soll sie sagen? Sie würde lügen, wenn sie den Eindruck vermittelte, „alles im Griff“ zu haben.
Die hier zitierten Sätze sind dahingehend gut, dass sie – als Wissenschaftlerin – unaufgeregt auf die Wissenschaft setzt.

Wichtig ist, dass die Fachleute das Boot richtig steuern, für „tröstende“ Worte ist noch Zeit, ebenso wie für das Verbreitern von Panik.

Natürlich merkt man, dass Merkel ihre letzte Etappe fährt, das Virus „verschont“ sie polititsch.
Das kann man beklagen, aber das ist momentan irrelevant.

Jetzt machen die USA dicht. Was folgt noch?

deshalb weiss ich auch, wie wichtig Zuspruch und Gelassenheit für Ängstliche und Betroffene ist.
Ausnahmsweise passt da meines Erachtens Frau Merkel ganz gut!
Sie geht es jetzt an und wir brauchen evtl. die Kraft von allen Politikern ff.
Nur deshalb """beschwerte""" ich mich übrigens bei Herrn Lenz.
Ich versuche zu deeskalieren.
Wäre ich nicht ziemlich vorbelastet, würde ich mich evtl. für medizinische Experimente zur Verfügung stellen, eben weil ich schon älter bin.
Ich habe gut gelebt, wünsche jedem ein sehr langes Leben, ABER, ich bin heilfroh, dass Kinder und Jugendliche evtl. nicht so dolle von dem Virus betroffen sein werden.
Erwachsene benötigen wir, damit Fachpersonal medizinischen Schutz entwickeln und gewährleisten kann.
Ansonsten, wenn ich nicht helfen kann und ich bin sicher, dass auch wir Alten helfen können, gilt für mich das Szenario aus dem wundervollen Buch von Mark Twain "Ein Yankee am Hofe König Artus".
Wenn Sie es lesen, kommen Sie wenigstens auf andere Gedanken...

und sich überhaupt zu Wort melden.
Ich sage BESTIMMT NICHT, dass alte Menschen sterben können, denn der Tod bei Covid 19 klingt schrecklich.
Also bleibe ich vornehmlich zuhause, nachdem ich eingekauft hatte.
Was ist mit diesem italienischen Arzt, der in China gearbeitet haben soll und jetzt von der chinesischen Regierung zum Mitglied des Wuhan Pneumonia Virus Study Team ernannt worden sein soll?
Ich komme an solche """Informationen""", aber ich kann sie nicht verifizieren oder einschätzen.
Unser!!! Herr Drosten kann/darf nicht länger als "24 Stunden" am Tag arbeiten.
Allein, dass er in Erscheinung trat ehrt ihn m.E.
Er ist kein """verantwortlicher""" Politiker, deshalb darf er sich bei Empfehlungen zurückhalten.
Politische Beamte und vor allem Politiker sind gefragt.
Verantwortlich in einem juristischen Sinne sind sie meines Erachtens nicht.
Wir dürfen uns schon auch schützen oder irre ich?

Sollte es so kommen,woran ich nun wirklich nicht glaube,meinen sie,selbst "Michel"würde sich diesen Bluthorror der Alten bieten lassen? Die Zipfelmütze heruntergerissen.Das ist der Krieg!

..der Bundesregierung vorzuwerfen, sie instrumentalisiere eine mittlerweile als weltweite Pandemie anerkannte Virsuskrankheit, um - natürlich gegen das Volk - ihre Ziele durchzusetzen.
Die im Vergleich zu den in anderen Staaten noch relativ liberalen, angekündigten Maßnahmen werden einem Ermächtigungsgesetz gleichgesetzt.
Das ist eine Beleidigung aller, die sich bemühen, die Auswirkungen der Virusverbreitung einzudämmen.
Unterste Schublade! Aber durchaus typisch für jemanden, der tagtäglich Hetze gegen die Regierung Merkel bzw. die demokratisch gewählten Vertreter des Staates betreibt.
Aber wozu schreib ich das? Wahrscheinlich wird der Cicero auch diesen Kommentar nicht veröffentlichen.
Manche Schreiberlinge haben hier scheinbar Narrenfreiheit...Vom gleichen Autor kam die Bemerkung über die "verkommenen" Mainstreamjournalisten. Der Kommentar blieb stehen, die Kritik daran wurde gelöscht.

Ach Herr Lenz, Sie kommen wir wie Don Quichotte vor. Nehmen Sie Ihre Lanze, steigen Sie auf Ihr klappriges Ross, suchen Sie sich einen Sancho Panza und dann rennen Sie bitte gegen die Windmühlenflügel aus AfD, Werteunion, FDP u.a. an. Jeden Tag aufs Neue. Das zeichnet Sie aus. Hauptsache, sie fühlen sich wohl dabei: Wieder etwas für dier alte, rote Welt getan zu haben. Vorwärts und nicht vergessen...!

Las letztens etwas über Honig/Fliegen und bat sofort um Löschung des Kommentars.
Und die Redaktion muss uns nicht beweisen, dass es auch beim Cicero extreme Kommentare gibt.
Im Interesse des Cicero ist es, wenn diese gelöscht werden.
In unser aller Interesse ist es.
Ich möchte redigiert und gar nicht erst veröffentlicht werden, wenn ich Mist schreibe.
Soviel Zeit hat die Redaktion vielleicht nicht und Mist kann auch im Forum besprochen werden.
Gut finde ich aber die Funktion bei standard.online, problematische Kommentare der Redaktion "anzuzeigen".
Man muss es begründen und kann sich auch selbst löschen lassen, wovon ich nicht selten Gebrauch gemacht habe.
Politische Kultur ist fast mein Alpha und Omega, jedenfalls erspart sie unnötige Zuspitzung von Konflikten und damit viel Arbeit.
Ich schrieb auch einmal "Schreiberlinge", weil ich sauer war. Was hat das mit politischer Kultur zutun?
GAR NICHTS!
Beleidigten Kommentatoren sei gesagt, dass es m.E. eine Ehre ist, hier zu kommentieren!

Maria Fischer | Mi, 11. März 2020 - 18:21

verehrte Bundeskanzlerin.
Diejenigen die keine 150 cm Abstand halten können, halten dafür solange die Stellung.
Ärzte, Pflegepersonal, Apotheker, Bäcker, Verkäufer(innen), Erzieher, Lehrer, ..........

STEFAN KREPPEL | Mi, 11. März 2020 - 18:33

Schön, dass es alle immer besser wissen und sich einig sind, auf Frau Merkel herumzuhaken. Es ist völlig egal was sie sagt. Mal wirft man ihr vor immer einer Stömmung zu folgen, nun, dass sie die erbärmliche Hysterie des Volkes nicht würdigt. Tatsächlich fehlt nur an einem: Disziplin.

und es würde auch nicht schaden, sich wieder mehr über die bibl. Geschichte zu informieren, vielleicht mal wieder in die Kirche zu gehen und auch Blockflöte zu spielen. Ja, Herr Kreppel, genau so führt man eine Bevölkerung durch eine Krise. Denn eines ist sicher: wir schaffen das, egal was und egal wie. Suchen Sie es sich aus, seien Sie beruhigt und machen bei der nächsten Wahl Ihr Kreuzchen an der richtigen Stelle. Wer Tatsachen kritisiert, ist eh nur einer aus dem Besserwisser Club. Bei Untertanen Ihrer Couleur braucht sich Merkel überhaupt keine Sorgen um irgendetwas machen.

dieter schimanek | Mi, 11. März 2020 - 18:34

Wir müssen eine gemeinsame europäische Lösung finden.

Herr @Schimanek, ich gratuliere Ihnen. Kürzer und treffender kann man es nicht sagen. Jawohl, immer diese Superpolitikerin mit den eigenen Worten schlagen. Das ist an wirkungsvollsten. Ich sehe sie regelrecht vor mir, wie sie ihre Raute macht und die Mundwinkel nach unten zieht. Klasse! Danke!

Klaus Burkhardt | Mi, 11. März 2020 - 18:35

Als die großen Überschwemmungen im Osten waren, da gab es einen Bundeskanzler, der in Gummistiefeln an vorderster Front stand. Hier agiert eine Sprechpuppe, deren Anwesenheit nur Kopfschütteln erzeugt. Was soll das? Wer hat sie gewählt.?.

Ja, Gerhard in Gummistiefeln und bedeutungsschwer und kopfnickend in die Gegend zeigend: "Volk höret und sehet: dort ist das Hochwasser!" - "Danke Gerhard, jetzt sehen wir es auch! Danke!"
Ich erinnere, dass er sogar einige Sandsäcke voll schaufelte.

Bei der Springflut damals in HH gab es einen Macher: Helmut Schmidt!

Bickerle | Mi, 11. März 2020 - 22:33

Wenn irgend jemand einen 1€ auf der Bank anlegen könnte und dieser Euro würde sich mit der Geschwindigkeit verzinsen mit der sich das Virus unter einer unendlich gedachten konstanten Menschengruppe vermehrt, nämlich Verdoppelung alle 7 Tage, so hätte er nach 52 Wochen
1/2*(2^52)€, das sind

=2 251 799 000 000 000,-- Billionen €

Eine Zahl, die alle Schreiberlinge zum Schweigen bringen sollte. Frau Merkel, eine Physikerin, kann das rechnen, viele die sie kritisieren verstehen das nicht. Das Virus kümmert sich nicht um politisches oder philosophisches Gerede egal von wem, egal wo auf dieser Welt, es macht das seine Arbeit und frisst sich durch die Menschen auf die es trifft.

Der Anstieg wird sich erst abflachen, wenn das Virus auf Menschen trifft, die sich nicht anstecken können, weil sie schon angesteckt waren und somit resistent sind.

Wir alle können dazu beitragen, dass die Geschichte zum Stillstand kommt bevor alle Alten und Kranken erreicht wurden.
mfg
Carl Heinz Bickerle

Lieber Herr Bickerle, dass Sie ein Merkel Fan sind, ist ihre private Sache. Kritiker despektierlich als "Schreiberlinge" zu bezeichnen, eine andere. Der Sinn Ihrer 1€ Fabel bleibt für mich irgendwie im Dunkeln. Jeder der "Schreiberlinge" hier kann mit Sicherheit Ihrer Rechnung folgen (habe nicht nachgerechnet, weil überflüssig), dazu braucht niemand ein Physikstudium. Ich bin auch nicht sicher, ob Sie den Artikel komplett gelesen und verstanden haben, denn: tatsächlich hat Ihr Idol nichts Sachdienliches von sich gegeben, nichts, was halbwegs informierter Untertan nicht schon wüsste, und der Rest vollkommen bezugslos. Diese Frau ist BUNDESKANZLERIN und nicht irgendeine Sachbearbeiterin, da könnte man schon etwas mit Niveau erwarten. Im Übrigen: https://www.bz-berlin.de/welt/mehrfach-ansteckung-corona-virus-frau-in-…. Also: Vorsicht bleibt die Mutter der Porzellankiste! Nicht einfach alles kritiklos glauben.

"Der Abstand zu Menschen macht´s" ist die Lösung.
Das wußte Henriette Reker, Oberbürgermeisterin Köln´s nach der Silvesternacht:
"Es ist immer eine Möglichkeit, eine gewisse Distanz zu halten, die weiter als eine
Armlänge, ca 1 Meter , betrifft. Es gilt also darum, Abstand zu halten".

Und unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt nachstehenden Tipp:
"Ich trete ein Stück zurück, damit der Abstand von 1,5 Meter gewahrt ist".
Nochmals Abstand mit Anstand.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 13. März 2020 - 09:18

In reply to by Gast

Gehen Sie einmal getrost davon aus, dass Verlautbarungen wie etwa "30 Jahre sind genug" eine gehörige Distanz zur Linken herstellen werden, nicht nur im Osten.
Was glauben Sie, was Überlegungen in Richtung "Grün von oben nach unten" bei mir hervorgerufen haben?
Grün, das waren früher die Alternativen zum späten Marx, gespeist vom jungen romantischen Marx.
Die sogenannten etablierten Parteien wie - nicht nach % geordnet, sondern nach meinem Zuspruch - SPD, FDP und CDU/CSU werden immer mehr zu Rettungsinseln?
Ich finde es schlimm, dass wir in der Bundesrepublik soweit gekommen sind und Herrn Lenz tue ich jetzt den Gefallen und schweige.
Alternativen kann ich ersteinmal gut leiden, überhaupt alles, was verhindert, dass ich alleine denken muss.
In Bezug auf das Entscheiden beziehe ich mich gerne auf Olaf Scholz bei Illner, in etwa, Politiker müssen auch in unsicheren Zeiten entscheiden. Sagte er nicht, gerade dann?

Ich hab's aber doch getan, nämlich nachzurechenen,
einfach aus purer Lust. Mein Ergebnis: der Wert ist
sogar doppelt so hoch; aus dem einen Euro sind nach
52 Wochen stattliche 4,503... geworden, aber nicht etwa
Billionen, nein...Billiarden (was die Zahl von Herrn Bickerle
allerdings auch ausdrückt: letztlich eine 1 mit 15 Nullen,
oder 10 hoch 15). Aber das Ganze, so oder so, ist nur gut
für den Anleger. So what?

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