Andreas Rödder und Bernd Baumann
Andreas Rödder und Bernd Baumann

Andreas Rödder und Bernd Baumann im Streitgespräch mit Alexander Marguier - Cicero Podcast Politik: „Friedrich Merz hat als Stratege vollkommen versagt“

Der AfD-Spitzenpolitiker Bernd Baumann streitet mit Andreas Rödder, dem früheren Vorsitzenden der CDU-Grundwertekommission, über den Sinn der Brandmauer, über fremdenfeindliche Töne, Kulturkämpfe – und über die Frage, ob die Christdemokraten noch zu retten sind.

Alexander Marguier

Autoreninfo

Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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Die zurückliegende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt war eine Zäsur: Zum ersten Mal erreicht die AfD ein Ergebnis von mehr als 43 Prozent – und damit beinahe die absolute Mehrheit der Stimmen. Die CDU hingegen erleidet eine krachende Niederlage: Mit nur 17,2 Prozent verliert sie den Anspruch, eine Regierung bilden und den Ministerpräsidenten stellen zu können. Für die Christdemokraten ist dies eine weitere Marke auf dem Weg in ihren möglicherweise endgültigen Niedergang.

Doch wie konnte es so weit kommen? Die „Brandmauer“ zu den Rechtspopulisten hat ganz offensichtlich nicht zum erhofften Effekt geführt – im Gegenteil. Inzwischen distanziert sich sogar Altkanzlerin Merkel vom Konzept der bedingungslosen Abgrenzung. Aber wie soll es jetzt weitergehen? Ist die CDU noch zu retten, wenn sie sich künftig auf eine Zusammenarbeit mit der AfD einlässt? Oder würde sie darüber zerbrechen?

Darüber streitet in dieser Ausgabe des Cicero Podcast Politik der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, mit dem Historiker und früheren Vorsitzenden der CDU-Grundwertekommission, Andreas Rödder. Im Gespräch mit Chefredakteur Alexander Marguier zeigt sich: Es gibt durchaus Anknüpfungspunkte, gleichzeitig bestehen zwischen den beiden Parteien aber auch grundsätzliche Unterschiede inhaltlicher Art und nicht zuletzt in Fragen der politischen Kultur.

Andreas Rödder und Bernd Baumann
Andreas Rödder und Bernd Baumann / Screenshot

Das Gespräch wurde am 10. September 2026 als Videopodcast aufgezeichnet.

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Achim Koester | Mo., 14. September 2026 - 15:54

Immerhin hat er das geschafft. Was als politische Quadratur des Kreises angesehen wurde, nämlich ein CDU Mitglied mit einem AfD Mann reden zu lassen. Möge das ein Anfang für den
Club
Der
Unbelehrbaren
sein.

Wolfgang Borchardt | Mo., 14. September 2026 - 18:33

Hendrik Wüst. Er wird die Vereinigung mit der SPD vollenden. Gemeinsam stirbt es sich leichter. Leider wird man sich auch bis dahin nicht um die realen Probleme dieses Landes gekümmert haben und sich weiter im "Kampf gegen Rechts" erschöpfen.

Christa Wallau | Di., 15. September 2026 - 01:31

erst j e t z t überhaupt möglich???
Wenn 2013 mit der neuen Partei, gegründet von
Prof. Dr. Bernd Lucke und seinen untadeligen Mitstreitern s o sachlich umgegangen worden wäre, wie dies hier geschieht, dann sähe Deutschland längst anders aus!

Die unsägliche Arroganz der Etablierten in Politik und Medien ist die Hauptursache für die Lage, in der sich heute das Land und die CDU befinden!

Herr Marguier fragt allen Ernstes Herrn Baumann, warum die AfD nicht stärker auf die CDU zugehe. Ich möchte ihn stattdessen fragen, warum er diese Frage nicht seit vielen Jahren - umgekehrt - an die CDU gestellt hat.

Bloß, ist die derzeitige CDU nicht mehr in der Position bei einer Wählerzustimmung, die derzeit (mit immer weiter steigender Tendenz) 10% unter der der AfD liegt, irgend welche „programmatische oder personelle Änderungen“ hin zur SPD / ergrünten CDU zu stellen.
Das werte Frau Wallau ist heute der Unterschied zu den Gründerjahren neben der Modernisierung der CDU nach links durch Merkel und ihre Unterstützer……
MfG a d Erfurter Republik