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Schlechtes Zeugnis für die Ampel / dpa

Die Schwächen der Ampel - Dann gehen bei uns die Lichter aus

Energie, Bundeswehr, Finanzpolitik: Der Konflikt mit Russland offenbart immer öfter die Fehler, die sich nicht erst seit der Ampelkoalition in die hiesige Politik eingeschlichen haben. Eigentlich müssten wir unser politisches Personal komplett austauschen, meint unser Kolumnist Jens Peter Paul. Doch auch bei den politischen Spitzenkräften herrscht letztlich Alternativlosigkeit.

Autoreninfo

Jens Peter Paul war Zeitungsredakteur, Politischer Korrespondent für den Hessischen Rundfunk in Bonn und Berlin, und ist seit 2004 TV-Produzent in Berlin. Er promovierte zur Entstehungsgeschichte des Euro: Bilanz einer gescheiterten Kommunikation.

So erreichen Sie Jens Peter Paul:

Wenn maßgebliche Grüne und die linke Tageszeitung taz nach einer historischen Woche zusammen mühelos mehr außenpolitischen Realitätssinn zeigen als die gesamte SPD, dann ist das auch innenpolitisch eine Zäsur. Olaf Scholz und sein Fraktionschef Rolf Mützenich haben nichts begriffen und sind auch noch stolz darauf, weil sie nun mehr denn je Haltung zeigen können, was hier aber nichts anderes beweist als fast pathologische Unbelehrbarkeit. Unserem Land fliegt im Zeitraffer eine heillose, von Gerhard Schröder initiierte und Angela Merkel in den folgenden 16 Jahren vollendete Energie-Russland-Appeasement-Politik um die Ohren, deren Ergebnisse noch die allerschlimmsten Befürchtungen übertreffen. 

Und die Geschichte ist keineswegs schon zu Ende. Selbst ein Atomkrieg ist nicht länger auszuschließen, wenn einem Mann im Kreml alles egal ist. Ausgerechnet die grüne Außenministerin, der man bei Amtsantritt kaum einen klaren Satz zugetraut hatte, bringt die Katastrophe auf den Punkt: Wenn wir Russland vom Zahlungssystem Swift abschneiden, dann gehen bei uns die Lichter aus."  

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Joachim Kopic | So, 27. Februar 2022 - 18:04

... einen Kanzler, der trotz "Vergessen" befürchten muss, dass er doch vor Gericht "gezerrt" wird und eine Außenministerin, die mehrfach den Lebenslauf "entschönen" und ein Buch zurückziehen musste ... wie kann man sich da auf die eigentliche Politik konzentrieren ... ich zumindest hätte meine Skrupel...

Duchaus verständlich für Scholz. Gerne outet er sich als Feminist. Ich sehe mich bestätigt im Artikel des hervorragenden Peter Paul. Er schreibt "Scholz ist einst-weilen ausgelastet, seiner Verteidigungsministerin Lambrecht zuzusehen, wie sie den letzten militärischen sachlichen Verstand aus ihrer Leistungsebene zu entfernen". Entsprechenden "Sachverstand" zeigte sie bereits 2014. Gegen den Rat der SPD-Fachpolitiker votierte sie gegen die Beschaffung bewaffneter Drohnen. Deshalb warfen ihr die Kritiker Politikmüdigkeit und Unkenntnis vor. Sie zog sich aus der Politik zurück.

Ein Come-back erhielt sie als Justizministerin und tätig für Familie, Senioren, für Frauen. Voraussetzung hierfür war vermutlich ihr "militärisches excellentes fachliches Wissen". Sarkasmus pur.

Sie schaffte den Sprung in Scholz´ Kabinettsbildung. Mit den Waffen einer Quo-tenfrau beendete sie die Karriere des designierten Verteidigungsminister Carl Schneider. Die Geschlechterparität der Ampel war gerettet.

M. Bernstein | So, 27. Februar 2022 - 18:51

Es ist nicht so einfach wie sich der Autor es vorstellt. Ja, Krieg ist immer abzulehnen und ja Rußland muss raus aus der Ukraine. Daran ist nicht zu rütteln. Problematisch sind aber die Lösungsvorschläge und die Ursachensuche. Im Prinzip ist der Krieg in der Ukraine nämlich schon 7-8 Jahre alt und der Westen hat nichts unternommen die Ukraine zur Umsetzung des Minsker Abkommens zu bewegen. Dadurch ist die Ukraine zum Spielball geworden. Nach dem Motto wir binden Rußland in der Ukraine und dann kriegen wir irgendwann auch Rußland. Als erstes wird die Ukraine lernen, dass auf den Westen kein Verlass ist und die Beziehung zu Europa wird das nicht gut tun. Rußland wird man auch nicht kriegen, denn hinter Rußland steht nicht nur geographisch China. Einer moralisch ausghölten und wirtschaftliche angeschlagenen westlichen Welt steht also eine neue Supermacht gegenüber, die machthungrig ist, nämlich Rußland und China. Diese Implikation wird aber bisher komplett übersehen.

@Bernstein - fmp. eine hervorragende Analyse - Kind > Brunnen

Wer kann das Kind aus dem Brunnen holen, was da aus Dummheit & Hochmut hinein gefallen ist?
Hinzu der gordische Knoten, der erst alles unübersichtlich & kompliziert macht.

Analyse
Es sind doch nicht nur die Energielieferungen von Gas, Öl & Kohle usw., die uns zukünftig Probleme bereiten werden.
Wie ein Schussfaden werden sich die neuen Probleme in ALLEN (!) Ländern & in allen Wirtschafts -& Gesellschaftszweigen zu sehen & erleben sein.

Das geht los mit D. mit Dünger für unsere Bauern aus Russland, mit Weizen aus RUS & der UKR, Aluminium, Palladium, Nickel &&&

Und eines sollte ein jeder bedenken, egal welche geistige Position er einnimmt.
Was hier geschieht, kann schneller aus der Kontrolle geraten, als es uns lieb ist.
Ein jeder sollte die rettende Hand nicht verweigern. Denn was nützt es einen, Recht zu bekommen, aber es ist das ENDE der Mensch-heit-lichkeit.

Der Ton macht die Musik & nicht der Inhalt einer Meinung!

roswitha lasser | So, 27. Februar 2022 - 18:51

Ersatz gäbe es in diesem Land sehr wohl. Wir haben sie, die verantwortlichen und fähigen Leute- in der Wirtschaft, sonst wäre auch diese längst zusammengebrochen.
Es ist an der Zeit, dass wir Bürger uns engagieren und den Parteien die Macht entreißen: Sie haben sich diesen Staat untertan gemacht und wir schauen zu, fahren in Urlaub und schauen Fussball. Es ändert sich erst dann etwas zum Besseren, wenn es uns richtig dreckig geht. Vorher nicht- Mallorca ist zu schön und zu nah und Verantwortung lieben wir nun einmal nicht. Wir brauchen immer jemanden, der uns sagt wie es lang geht- gerade weil wir immer alles besser wissen als der Rest der Welt. Und nein, Putin trägt für unser Versagen nun wirklich keine Verantwortung.

Thorwald Franke | So, 27. Februar 2022 - 19:12

Höchst öffentlich, mitten in der Bundestagsdebatte heute, versicherten sich Lindner und Merz gegenseitig, dass man nicht auf den Fehlern von gestern herumreiten werde. Der Name Merkel wurde peinlich vermieden. Niemand sprach ihn aus. Schon wieder und noch immer herrscht der Glaube, man könne Versagen einfach aussitzen und verschweigen. Alles was wir heute sehen: Immer noch situationsbedingtes Umsteuern, statt echtes Umdenken. Merkel pur.

Ein Thema fehlt oben: Integration! Und das hat auch mit Verteidigung zu tun. Die Abschaffung der Wehrpflicht hatte nämlich ganz heimlich still und leise ein fulminantes Integrationsproblem überspielen helfen: Wir haben inzwischen sehr viele junge Leute mit Doppelpass. Solange es bei uns keine Wehrpflicht gab, war es einfach: Die deutsch-türkischen Doppelstaatler leisten Wehrdienst in der Türkei. Doch wo werden diese jungen Deutsch-Türken ihren Wehrdienst in Zukunft leisten? Und dürfen Deutsch-Russen bei Putin Wehrdienst machen?

Jochen Vogt | So, 27. Februar 2022 - 19:20

"Die Wahrheit, mein lieber Sohn, richtet sich nicht nach uns, wir müssen uns nach ihr richten." (Matthias Claudius in einem Brief an seinen Sohn Johannes)
Das würde ich jenen, die auf dem Titelbild des Beitrags zu sehen sind, ins Poesie-Album schreiben.

Christa Wallau | So, 27. Februar 2022 - 19:51

lieber Herr Paul.
Wir werden erleben, daß die Versäumnisse u. Fahrlässigkeiten d. letzten Jahre mit ihren nun voll einsetzenden schlimmen Folgen für uns Bürger dem Sündenbock Putin angehängt werden.
Nichts ist leichter als das Volk über die Medien zu belügen - dies gilt f. Rußland wie f. D!
Zuletzt hat dies die Pandemie gezeigt, u. es wird weitergehen, wenn wir Bürger damit konfrontiert werden, daß Wohn-/Energiekosten Dreiviertel des Einkommens auffressen u. die Inflation rasant ansteigt. Dies wird nicht mit eigenem Versagen erklärt, sondern mit dem "Verbrecher" in Moskau.
Die heutigen, großspurigen Worte der meisten Redner im BT haben mich nur angewidert. Die seltene Einmütigkeit der meisten, die dort mit markigen Worten u. ohne Selbstkritik auftraten, muß jeden differenziert denken Menschen zutiefst erschrecken. Besonders die Phrase "Wir sind in einer anderen Welt aufgewacht" zeigt den Schwachsinn der Schwätzer. Nein! Die Realität ist dieselbe! Ihr habt sie nur bisher ausgeblendet!

dasselbe habe ich auch gedacht. Die Welt ist die gleiche geblieben, wir haben uns nur erst jetzt dazu aufgerafft, sie zur Kenntnis zu nehmen- und auch nur unter brutalstem Druck der Verhältnisse und unserer osteuropäischen Verbündeten. Die sich sicher nur zu gerne an unsere "Solidarität" erinnern werden, wenn es gilt, die absehbaren Energiedefizite in Sauberland Deutschland mit ihrem dreckigen Kohlestrom abzufedern. Die Vorstellung, daß die Truppe, die letzten September an die Regierung gekommen ist, uns jetzt durch den in 7 Jahren Rot -Grün und 16 Jahren Merkel angerichteten Schlamassel navigieren muß, läßt mir bisweilen den Angstschweiß ausbrechen.

ingo Frank | So, 27. Februar 2022 - 20:15

Um nur 2 Knaller zu benennen, sehr geehrter H. Dr. Paul.
Aber ich habe noch zwei „positive“ Anmerkung zum Ukrainekrieg den ich im übrigen in kleinster Weise für gut heiße. Anderes Thema !
CORONA ist besiegt und beendet. Keine Virologen, Statistiker,Gesundheitsminister u.ä. melden sich wortreich in der Jurnallie zu Wort.
FLÜCHTLINGE aus der Ukraine. Viele, sehr gut , ausgebildete deutsch/ englisch sprechende
motivierte aus dem europäischen / christlich gesinnten Raum in jungen arbeitsfähigen Alter kommen zu uns. (Ähnlich, wie beim Zuzug der Russlanddeutschen, in den 90 igern.) Zwar fehlen diese Leute beim Aufbau des Landes. Nicht unser Problem!
Schlimm, ganz schlimm und es geht weiter mit Riesenschritten hin zum Abgrund.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Maja Schneider | So, 27. Februar 2022 - 20:42

In der Tat, die Situation scheint aussichtslos, und wir sind ihr quasi ausgeliefert, ausgeliefert eine Politik, die in den letzten 15 Jahren eher gegen die Bevölkerung gerichtet war, aber der sogen. Souverän hat mehrheitlich mitgemacht und sich angepasst, die Rechtsbrüche offensichtlich goutiert und zugesehen, wie sich die Parteien den Staat zur Beute machen, hat sich spalten lassen und geduldet, dass aufkommender Widerstand und andere
Meinungen gnadenlos verfolgt wurden und werden, und beginnt nun, sich die Augen zu reiben und immer mehr Widerstand Widerstand zu leisten. Wir alle als Souverän hätten es in der Hand, eine Änderung herbeizuführen, trotz einer scheinbar fehlenden Alternative, wie Sie, Herr Paul in ihrer zutreffenden und klaren Analyse zum Schluss anmerken.

Volker Huber | So, 27. Februar 2022 - 21:19

dass Finanzminister Lindner, FDP (!), heute (!) im Bundestag unter Missbrauch des Wortes die Erneuerbaren Energien zu „Freiheitsenergien“ erhoben hat, mit denen die drohende Versorgungskrise abgewendet werden könne. Ein Zurück zu den Rezepten „von gestern“ werde es nicht geben. Diese Aussage und ihren Autor sollte man sich merken.

Robert Hans Stein | So, 27. Februar 2022 - 23:16

aber leider allzu wahr. Und so richtig begriffen haben "die da oben" wohl immer noch nicht, dass das Leben kein Ponyhof ist. Wenn man dem Schröder mit viel gutem Willen zubilligen mag, dass zu seiner Zeit als Kanzler Putin sich noch nicht entpuppt hatte (wohl auch in der Hoffnung, ernst genommen zu werden), kann diese Exculpation eine Merkel nicht mehr beanspruchen. Es wird sich noch weisen, diese Frau hat v.a. das Verdienst, Deutschland zum Narren der Welt gemacht zu haben. Wehrpflicht, Rettungsschirm, Atomausstieg, Migrationskrise - und keiner hatte den Mut zu einer Palastrevolte. Ja, Herr Paul, alternativlos stehen wir da, aber wir schaffen DAS.
Wenn ich das blöde Geschwurbel von unserer historischen Verantwortung höre, wird mir regelmäßig übel. Selbstverständlich dürfen sich diese Verbrechen niemals wiederholen, aber indem man ständig darauf herum reitet, erreicht man vielfach nur noch müdes Abwinken. Wer immer nur zurück schaut, hat nicht mehr vor sich.

hat Herr Gauland gemeint mit seinem "Fliegenschiss" ( sehr ungeschickt ausgedrückt, zugegeben) der in einem Kontext eingebunden war: "Auf einem Schuldkomplex kann man keine Zukunft aufbauen." Wahr, aber er wurde dafür "gesteinigt" und die Recyclierung des Begriffes durch die Qualitätsmedien ist vielleicht noch nicht beendet.

ursula keuck | So, 27. Februar 2022 - 23:44

Der tödliche, ökoreligiöse Größenwahn unter Merkel mit dem Ausstieg aus der Atomkraft muss in Anbetracht der <Zeitenwende> sofort Ende haben.
Ohne Atomkraft, ohne Kohle, ohne Gas werden wir in völliger Armut versinken.

Deutschland begibt durch seinen katastrophalen Atomausstieg zurück ins Mittelalter und wird damit gleichfalls zum energiepolitischen Problemfall in Europa.

W.D. Hohe | So, 27. Februar 2022 - 23:53

Zitat: "...gar nicht wollten, dass die Bundeswehr verteidigungsfähig wird."
Ersteres kann nicht "besser!" dargestellt werden
Der Verdacht des passiven Landesverrates lässt sich mit großer Wahrscheinlickeit nicht aufrecht erhalten, denn
a)müssten die Beteiligten etwas >Wollen< gewollt
b) etwas >Tun< getan haben
Da beides jedoch im Vorhinein auszuschließen ist... :-))
>>>
Herr Paul... 100 Punkte

W.D. Hohe | So, 27. Februar 2022 - 23:56

Ganz vergessen Herr Paul,
Super Foto zu Supertitel

Norbert Heyer | Mo, 28. Februar 2022 - 06:40

Ein Gutes hat Putins Feldzug für uns: Wir sehen gnadenlos und in Farbe, welche existenziellen Gefahren durch grüne Politik entstehen. Ohne Gas aus Russland ist unsere gesamte Energiesicherheit massiv gefährdet. Eine Bundeswehr, die „blank“ ist und ihren Auftrag der Landesverteidigung nicht mehr erfüllen kann. Eine Finanzpolitik, die Inflation fördert und die Menschen verarmen lässt. Dazu kommen irre und wahnwitzige Ansichten und Aktionen, an denen gesunder Menschenverstand verzweifeln muss. Bei den Grünen scheint aber Machterhalt vor Ideologie wichtiger zu sein - mal abwarten, wie die verführte Jugend diesen Sinneswandel mitträgt oder ob sie ihre Klebeaktionen ausweitet. Der Kanzler hat mit seiner Brandrede nicht nur eine Zäsur, sondern eine Zeitenwende eingeleitet, die alles auf den Prüfstand stellen wird, was in den vergangenen Jahren falsch gelaufen ist. Wir werden ein tiefes Tal durchschreiten, bevor es -vielleicht- endlich wieder eine Rückkehr zu Vernunft und Einsicht gibt.

John Berger | Mo, 28. Februar 2022 - 08:18

In diesem Orchester überforderter Verteidigungsmonistiker hat vor allem Frau von der Leyen mit einer Hetzjagd auf Nazigespenster und mit ihrem Ingrimm gegen alles Historische den Soldaten das Rückgrat gebrochen. Man hat im Verteidigungsministerium eine Ministerin von der Leyen für fast fünf Jahre als Chefin installiert, die der Bundeswehr wegen marginaler Vorfälle ein „Haltungsproblem“ vorhielt, die Kitas in den Kasernen errichten, Uniformen für schwangere Soldatinnen kaufen ließ und selbst in der Bundeswehr den Gender-Murks installierte. Hinzu kam ihr völliges Unverständnis für das, was einen Soldaten ausmachen, und das sind sicherlich nicht Krabbelstuben in Kasernen. Einen größeren Gegensatz zwischen einem der hohen US-Militärs, die durch die Bank auch politische Führungsfunktionen ausfüllen könnten, und Frau von der Leyen, über die in NATO-Kreisen gelästert werden soll, sie habe mehr Kinder als einsatzbereite Panzer, ist kaum vorstellbar.

Dirk Neuhardt | Mo, 28. Februar 2022 - 08:22

Ein Land, das sich nicht gegen die Sprachvergewaltigung durch gender wehement wehrt hat dieses Politmischpoke diese Witzfiguren aus Quoten und Joker auch verdient.

In Niedersachsen darf jetzt in den Abiklausuren gegendert werden ohne Punktabzug.

Vorwärts nimmer rückwärts immer.

Wenn sie in einem Lande leben, wo sie für fischen ohne Angelschein bestraft werden, aber illegaler Grenzübertritt ohne Reisepass erlaubt ist, dann können sie
mit fug und recht sagen - Dieses Land wird von Idioten regiert.

Ernst-Günther Konrad | Mo, 28. Februar 2022 - 08:45

Ja, Herr Paul, alles was Sie schreiben bildet die Realität ab, die gerade im Bereich der nationalen Sicherheit unser Land zum Brodeln bringen könnte. Noch hat eine Mehrheit des Volkes nicht begriffen, was es für sie selbst bedeuten wird. Gestern von den Msm genüsslich präsentiert, 100000nde Kriegsgegner auf der Straße und keiner stellt sich eigentlich für sich selber die Fragen zum Fortbestand der eigenen Existenz.
Ist man jetzt Kriegspartei, weil man Waffen liefert?
Führt man aufgrund der Sanktionen nicht auch einen Krieg, den man Wirtschaftskrieg nennen könnte?
Liefert Putin noch Gas, wenn nicht bezahlt werden kann?
Warum wird erst jetzt die BW zumindest verbal angekündigt endlich instand gesetzt?
Könnte Scholz seine großen Ankündigungen schon morgen vergessen haben? Er leidet immerhin an partieller Amnesie.
Wohin kommen die zu erwartenden Flüchtlinge und finden die warme Unterkünfte?
Wie lange dauert es unsere BW wehrfähig zu machen? Wer hat das alles verbockt? Wer bezahlt das?

verweigerer glaubt nicht an die Notwendigkeit des Militärs, im Gegenteil, er verabscheut es, weil es seinem idealisierten heilen Weltbild widerspricht.

Dazu kommt noch die Tatsache, daß man es in der Politik seit fast 30 Jahren vorzieht, das eingenommene Steuergeld Zweck zu entfremden. Es wird nicht im Sinne des Landes/des Bürgers ausgegeben, sondern im Sinne der linken Ideologie und zum Wohle der Großindustrie/Banken. Es fließt in die EU, den Euro, in die Goldgäste, in „Sozialleistungen“ etc.

Es war opportun die Landesverteidigung zu vernachlässigen, das Militär ist nicht wohlstandslinks und das eingesparte Geld war anderswo „willkommener“.

Ich glaube den Politikkaspern kein Wort, denn sie reden viel und handeln wenig und selbst wenn die BW aufgebaut werden soll, wird es viele Jahre dauern, bis sie wieder halbwegs funktionsfähig ist. Wer geht denn noch zur Truppe? Linke dienen generell nicht und Konservative sind nicht willkommen, das ist ein unlösbarer Widerspruch……..

Vergessen wir doch nicht, unser allererstes Parlamentstreffen an einem Sonntag! Wie sangen schon 1973 Cindy, nein nicht die aus Marzahn und Bert aber nicht der aus der Sesamstraße!, "Immer wieder sonntags kommt die Erinnerung, und da sind die selben Lieder........" Welcher Tag eignet sich besser für die berühmten Sonntagsreden frag` ich Sie? Bestimmt gab`s dafür einen doppelten Wochenendzuschlag. Auch ich lauschte den Ausführungen und das ohne Erschwerniszuschlag;(. Zur Belohnung durfte ich den neuen Begriff der "Freiheitsenergien" aus Herr Lindners Wortschatz heben! Ist das nix? Und unsere Soldaten sind bestimmt seitdem im Freudentaumel ob der guten Nachricht, dass ihre dann dem Land dienenden Enkelkinder Material bekommen welches fliegt, schippert, taucht oder fährt. Wenigstens diese Frage konnte ich Ihnen (hoffentlich) beantworten;). Noch alles fit in Hässe? Ich hoffe doch! LG

Reinhard Oldemeier | Mo, 28. Februar 2022 - 09:39

Gründet reinen Arbeitskreis. Mal im Ernst, das politische Tableau sieht bei den anderen Parteien auch nicht anders aus.
Frau Merkels Alternativlosigkeit soll nun die neue Regierung in 100 Tagen richten. Das bekommt man selbst die bayerische Landesregierung und Herr Söder mit den göttlichen Eingebungen nicht hin. wobei der Aloysius ja immer noch im Hofbräuhaus sein Bier trinkt.
Seltsamerweise hört man von der hochgepriesenen Frau Merkel recht wenig. Sie hat ja gerne von Anfang alles her gedacht.
Die Probleme können wir nicht von Heute auf Morgen lösen. Aber wir haben nun die Schwachstellen erkannt die unser Gemeinwesen hat. Es ist eine Chance endlich gestalterisch tätig zu werden und nicht nur zu verwalten, wie es die Vorgänger gemacht haben.

Urban Will | Mo, 28. Februar 2022 - 10:12

dieses Landes, wobei dieser Ausdruck auch in „“ noch lächerlich daherkommt.
Gestern bei Will wurde die Faselei auf den Höhepunkt getrieben. Lindner und Röttgen waren sich nicht zu blöde, die nach wie vor gut bezahlten (aus der Not heraus nach wie vor unabdingbaren) Energielieferungen aus Russland als „Machtfaktor“ D's zu bezeichnen.
Will fragte ganz konkret, ob man denn so nicht Putins Krieg mit finanziere, worauf Lindner keine Antwort hatte.
Was da sonst noch alles geredet wurde, lass ich hier weg, es wird ja vielleicht noch ein Artikel kommen.
Zur Regierung: mit martialischem Kriegs- und „Putin ist ein Verbrecher“ - Geschwätz, zusammen mit Waffenlieferungen, wird man diesen Krieg weiter anheizen. Man hat Russlands Rolle in d dt. Geschichte und die besonderen Beziehungen dahin, die man nun einsetzen könnte, vergessen.
Das ist töricht.
Über die Fehlbesetzungen dieses Kabinetts zu schreiben, fehlen mir d Zeichen.
Soviel: Diese Regierung ist ein einziger Unsicherheitsfaktor.

Hans Schäfer | Mo, 28. Februar 2022 - 10:42

Kein Politiker im Werte-Deutschland braucht den Straftatbestand der Untreue im Amt befürchten. Es sei denn, er ist AfD-Politiker. Zum Ausgleich fällt bei diesem Personenkreis das Strafmaß dann aber doppelt so hoch aus. Damit ist dem Recht genüge getan und man konnte einen Schuldigen präsentieren. Einen Schuldigen in der Hinterhand zu haben und gelegentlich an Demenz zu leiden, ist in der Politik überlebenswichtig.
Hier von mir ein totsicherer Tipp, an Habeck, für den Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg, ohne sein Gesicht zu verlieren.
Er muss die AfD dazu bringen, dass sie im BT einen Antrag zur Abstimmung stellt, dass die jetzige Situation beibehalten werden „muss“. Da „alles“ was von Seiten der AfD kommt abgelehnt wird, hat er einen Schuldigen und gleichzeitig sein Ziel erreicht. Wie geschrieben einen Schuldigen präsentieren zu können, ist in der Politik überlebenswichtig. 1000 Dossier in Schubladen warten auf den richtigen Zeitpunkt, um veröffentlicht zu werden.

Martin Falter | Mo, 28. Februar 2022 - 10:44

alles ganz schlimm, aber ganz so schwarz sehe ich nicht wie sie Herr Paul.

Klar sind viele Büllerbü Träume geplatzt und die BW ist eher fähig einen Kinderhort zu betreiben als einen Agressor abzuschreiben, aber es gibt Lichtblicke, dass die Zeichen der Zeit erkannt werden.

Ich glaube - so schlimm es auch ist - es braucht immer eine Katastrophe um sich der wirklich wichtigen Sachen bewusst zu werden.

Waffenlieferungen, Swift usw. sind die ersten Anzeichen dafür.

Das politische Personal ist nicht erst seit heute so schlecht, aber auch hier wird sich die Spreu vom Weitzen trennen.

Quotenfrauen und Labersäcke werden Krise nicht gerecht und auf der Strecke bleiben.

Armin Latell | Di, 1. März 2022 - 14:33

In reply to by Martin Falter

die Spreu hat alles zugedeckt, der wenige Weizen darunter ist in den langen Jahren vergammelt, weil er einfach kein Licht mehr sieht. Auf der Strecke werden wir, Deutschland und seine, leider gehrirngewaschenen, Bürger bleiben. Der Sturz beschleunigt sich immer mehr. Die deutsche politische Arroganz und Ignoranz kämpft nicht nur gegen alle möglichen aussenpolitischen Gegner, auch hinter den eigenen Linien werden die, die den Laden noch am Laufen erhalten, gnadenlos mit Lügen, Denunziation und Agitation bekämpft. Die DDR war dagegen wohl eher ein Kindergeburtstag.

Hanno Woitek | Mo, 28. Februar 2022 - 11:38

diese jungen Leute, die nur auf die Pauke hauen oder sich lächerlich und albern auf den Straßen ankleben. Auch in den Redaktionen überall. Mit zusammen geschusterten Wahrheiten und vor allem Polemiken. Lustig zu lesen... dieser Artikel

Heidemarie Heim | Mo, 28. Februar 2022 - 13:02

Klingt fast wie mayday, gell? Was die französischen Piloten als Hilferuf absetzten und bei den englischen Funkern als Tag im Mai verstanden und leider missinterpretiert wurde, könnte man heutzutage 1:1 auf die politische Lage und der darin gemachten Fehleinschätzungen übertragen. Und nun schauen wir alle entgeistert auf die uns aufgemachte Rechnung und ihre Posten. "Moooment! Da kann doch was nicht stimmen. Hab` ich doch gar nicht bestellt!" "Sorry, aber ich habe keine Zeit Ihnen jeden einzelnen Posten zu erklären. Wenn Sie nicht in der Lage und willens sind ihre "Heizkostenabrechnung" zu entziffern, nicht mein Problem!" "Vielleicht finden Sie die Erklärungen hierfür auf den Websites der Bundesregierung und den dafür zuständigen Ministerien." "Die hab` ich aber auch nicht gewählt, verdammt!" "Sorry, aber ich habe keine Zeit........!" "OK, dann mach` ich eben einen # und cancele;) das Ganze!" MfG

Dr. K. Landscheidt | Mo, 28. Februar 2022 - 23:04

Lieber Herr Paul, Ihre Artikel wirken wie ein weit geöffnetes Fenster in dunklen, stickigen Zimmer. Machen Sie weiter!

Armin Latell | Di, 1. März 2022 - 14:03

sehr geehrter Herr Paul, treffen Sie mit Ihren Beiträgen so exakt in die Wunde (ja, sie ist riesengroß und beinahe unendlich tief), wie ich es sonst irgendwo besser noch nicht gelesen habe.
Und Ihr Schlusssatz trifft den Nagen eben genauso direkt auf den Kopf:
Diese Alternativlosigkeit ist das Deprimierendste am ganzen Befund. Die gibt es zwar, aber nicht dort, wo Sie sie gerne hätten. Mehr muss man dazu nicht sagen.