- „Meine Eltern fühlen sich nicht mehr wohl in Deutschland“
Unsere Gastautorin ist das Kind von Einwanderern. Ihre Eltern kamen nach Deutschland, arbeiteten, zahlten Steuern und bauten sich ein Leben auf. Heute fühlen sie sich im eigenen Land fremd. Ein sehr persönlicher Essay über Migration, Integration und eine unbequeme Ironie.
Ich bin das Kind von Einwanderern. Das stelle ich an den Anfang, weil ich weiß, wie solche Texte gelesen werden; und weil der Anfang bestimmt, ob Sie weiterlesen oder aufhören. Ich will, dass Sie weiterlesen.
Mein Vater, Serbe. Meine Mutter, deutsche Spätaussiedlerin aus dem ehemaligen Jugoslawien. Ich bin in Hessen geboren, mit einem Nachnamen, der auf -ić endet. Menschen hören den Namen und denken: Ah. Manche denken: Aha.
Auf unserem Gymnasium in den frühen 80ern gab es, neben einem fragwürdigen Modegeschmack, auch Hasan, den Sohn des Änderungsschneiders. Und mich. Das war es. Zwei Ausländerkinder. Die Quote war erfüllt.
Mit fünf Jahren entdeckte ich, dass ich in zwei Sprachen denken kann. Auf Deutsch. Auf Serbisch. Das klingt nach Begabung. Es war keine Begabung. Es war, was entsteht, wenn das Zuhause innen zweisprachig ist und außen einsprachig. Als Linkshänderin gehörte ich noch einer weiteren Minderheit an. Man gewöhnt sich daran, anders zu sein. Und irgendwann ist anders das Normalste, was man hat.
Es sei so befremdend geworden
Die Einwanderer meiner Elterngeneration brachten Dinge mit. Pizza, Ćevapčići, Döner. Und Knoblauchgeruch. Viel Knoblauchgeruch. Deutschland hat gerochen und gekaut und dann – ein Wunder – es geschluckt und für gut befunden.
Meine Eltern haben Steuern gezahlt. Gearbeitet. Eigentum erworben. Mir das Studium ermöglicht. Mich aufgezogen, frei von rückständigen gesellschaftlichen Ansichten und Zwängen, die in abgelegenen serbischen Dörfern heute noch existieren.
Sie haben sich integriert. Ich mag dieses Wort nicht. Integriert. Als käme man kaputt an und ließe sich reparieren. Sagen wir es so: Sie sind gekommen. Und geblieben. Und beides hatte seine Würde.
Vor gut zwei Jahrzehnten habe ich Deutschland verlassen und bin ausgewandert. Die Geschichte wiederholt sich, nur umgekehrt. Die Ironie entgeht mir nicht. Meine Eltern kamen an; ich bin gegangen. Was für sie ein Anfang war, ist für mich ein Schluss. Was sie als Möglichkeit sahen, sehe ich im Rückspiegel.
Von außen betrachte ich ein Land, das ich kenne, aber nicht mehr erkenne. Mein hessischer Geburtsort. Das Straßenbild. Viele fremde Gesichter, die nicht die Gesichter sind, die ich kannte. Frauen mit Kopftüchern, mit Hidschabs. Das allein wäre kein Problem. Das allein wäre Demografie, wäre Zeitgeist, wäre die Welt, wie sie nun einmal läuft.
Meine Eltern, die Integrierten, die Steuerzahlenden, die Eigenheimbesitzenden, die Knoblauchgeruchsmitbringer der ersten Stunde, fühlen sich nicht mehr wohl in Deutschland. Es sei so befremdend geworden. Zu viele Migranten. Das könne nicht mehr lange gut gehen, meint mein Vater, der alte Serbe.
Ich weiß nicht, wie ich das nennen soll. Tragödie klingt zu groß. Ironie klingt zu klein. Es ist etwas dazwischen, für das es noch kein Wort gibt, weil es noch nicht lange genug passiert, damit jemand eines erfindet.
Die verfehlte Politik zeigt sich nicht nur in Statistiken
Neulich sagte Ministerin Bas, es gebe keine Unterwanderung der Sozialsysteme durch Migration. Arbeitsagenturen berichten aber das Gegenteil. Die, die täglich an der Basis sitzen. Die, die Formulare kennen, die Gesichter, die Fälle, die Zahlen. Nicht als Meinung, sondern als nüchternen Berufsalltag.
Die verfehlte Politik zeigt sich nicht nur in Statistiken. Sie zeigt sich auch auf Schulhöfen. Ein Kind packt sein Pausenbrot aus. Das Pausenbrot essende Kind soll sich umdrehen, wenn es in seine Stulle beißt. Es soll nicht die Gefühle der fastenden Kinder während des Ramadans verletzen. Es soll seine Mahlzeit verbergen. Es soll sich schämen, weil es Hunger hat und das Schinkenbrot isst, das ihm seine Eltern eingepackt haben.
Ich lasse das einen Moment stehen.
Wir haben die falschen Einwanderer bekommen
Ein Kind wird in der Schule unter Druck gesetzt, damit die religiösen Gefühle anderer Kinder nicht verletzt werden. Nicht weil es laut ist. Nicht weil es verdorben redet. Sondern weil es isst. In einer öffentlichen Schule. In Deutschland.
Wenn ein Kind lernt, dass sein Hunger vor dem religiösen Empfinden anderer zurückzutreten hat, dann ist das keine Integration. Das ist ihre Umkehrung. Das ist das genaue Gegenteil von dem, was meine Eltern verstanden haben, als sie damals ankamen: Du kommst in eine Gesellschaft. Du nimmst an ihren Regeln teil. Du verlangst nicht, dass die Gesellschaft ihre Regeln für dich verbiegt.
Das Recht auf Pausenbrot ist keine Provokation. Und Lehrer, die das geschehen lassen, aus Angst, gecancelt zu werden, aus pädagogischer Erschöpfung oder ideologischer Verblendung, sind Teil des Problems.
Wir haben die falschen Einwanderer bekommen. Ich darf das sagen.
Das ist kein rassistisches Urteil. Es ist ein Systemisches. Nicht die Falschen, weil es die falschen Menschen wären. Sondern die Falschen im Sinne einer Gesellschaft, die auf einem stillen Vertrag aufgebaut ist: Du kommst. Du trägst bei. Du nimmst, was du brauchst. Du gibst zurück.
Dieser Vertrag wird kaum noch unterschrieben.
Das ist institutionalisierte Realitätsferne
Und das hat Konsequenzen, die sich in Zahlen lesen lassen, wenn man lesen will. Menschen, die Jahrzehnte in Rentenkassen eingezahlt haben, werden bald nicht mehr genug zum Leben haben. Die Generationenpyramide steht schon länger auf dem Kopf: buchstäblich, geometrisch, sozial. Eine Umverteilung, die dieses System trägt, ist arithmetisch nicht mehr darstellbar. Die Generation X hat die Renten der Babyboomer erwirtschaftet. Meiner Generation X und den nachfolgenden wird das verwehrt bleiben.
Was wir eingezahlt haben, getragen haben, still und ohne großes Aufheben. Es kommt nicht zurück. Das ist keine Meinung. Das ist Mathematik.
Wenn eine Ministerin angesichts dieser Mathematik erklärt, alles sei in Ordnung, dann ist das keine Schutzbehauptung. Das ist institutionalisierte Realitätsferne. Das ist Instinktlosigkeit, die entsteht, wenn man weit genug von der Wirklichkeit entfernt sitzt.
Ich darf das sagen. Nicht wegen des -ić in meinem Mädchennamen, das mir ein Sonderrecht gäbe. Sondern weil ich das Kind von Einwanderern bin, die damals gekommen sind. Die geackert haben. Nie gefragt haben, ob das System ihnen etwas schuldet. Die das System am Laufen hielten.
Die Selbstverständlichkeit des Arbeitens, die mitgebrachte Würde: Das war ihr Gepäck. Kein Aufheben. Keine Forderung. Statt dessen Palatschinken, Knoblauch und Ćevapčići.
Jeder fünfte Deutsche will mittlerweile auswandern
Diese Selbstverständlichkeit hat nicht jeder mitgebracht, der seit 2015 gekommen ist. Ich darf das sagen. Wer für diese Beobachtung andere bestraft, hat aufgehört zu denken und angefangen, seine Ideologie zu verteidigen. Das ist das Ende jeder ernsthaften Debatte.
Die Prognosen, die sich über Deutschland legen, sind wie ein nicht enden wollender Novemberregen: wirtschaftliche Stagnation. Inflation. Ein Land, das beim Rennen um Künstliche Intelligenz schläft, während andere längst durchs Ziel rennen. Ein Regulierungsapparat, der jeden Unternehmergeist im Ansatz erstickt. Ein Europa, das sich selbst reguliert bis zur Bewegungsunfähigkeit. Geopolitische Brände vom Iran bis zur Ukraine.
Jeder fünfte Deutsche will mittlerweile auswandern. Ich war wohl früh dran.
Das alles zusammen: Zur falschen Migrationspolitik die Wirtschaftsstagnation. Zur Stagnation die Geopolitik. Zur Geopolitik das Schweigen der Zuständigen, das Beruhigen der Beunruhigten, das Pflaster auf Wunden, die längst von innen kommen.
Irgendwo in Hessen sitzen zwei alte Menschen und schauen aus dem Fenster ihres Eigenheims auf ein Deutschland, das ihnen fremd geworden ist. Sie haben Knoblauch mitgebracht und serbische Bohnensuppe. Sie haben Deutschland mit aufgebaut, Steuern gezahlt und eine Tochter geboren, die in zwei Sprachen denkt und mit der linken Hand schreibt.
Das wollte ich nur gesagt haben.
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Der Artikel gefällt mir so gut, weil er Zuwanderung sehr gut beschreibt.
Da ist das Wort "integrieren" vielleicht wirklich ein Problem?
Stattdessen: "Du kommst in eine Gesellschaft. Du nimmst an ihren Regeln teil..."
Gefällt mir!
... das war fast zu allen Zeiten so, wie in fast allen Ländern Europas. Nicht nur Trump ist ein Nachfahre deutscher Auswanderer.
Umgekehrt sind aber immer wieder viele zugewandert und sind auch hier in der Mitte Europas heimisch geworden.
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Aber mit der Herabwürdigung der Ehe und Familie, mit der Abkehr von den christlich-europäischen Kultur (und Moral) und der Heiligsprechung der sexuellen Minderheiten hat sich unser Land in dramatischer Weise verändert: Es hat sich von der natürlichen Entwicklung "befreit", und gleichzeitig durch den dramatischen Bildungs- und Kulturverlust die Attraktivität für "normale" Menschen verloren.
Viele entleerten Innenstädte zeigen diese Entwicklung besonders krass: Wer kann, flüchtet in die Neubaugebiete oder eben nach Mallorca oder Dubai. Es bleiben Spielotheken und Barber-Shops, "Klubs" und Spätis übrig, manchmal noch um ein paar touristischen "Highlights" aus der Vergangenheit ergänzt.
Deutschland bräuchte dringendd mehr Liebhaber.
Warum soll man ein Land lieben in dem rein gar nichts mehr funktioniert, in dem Kinder die auf dem Schulhof ihr Pausenbrot essen, aufgefordert werden, sich von den fastenden Mitschülern weg zu drehen, um ihre religiösen Gefühle nicht zu verletzen……
Es wird mehr als Zeit diesem Land einen radikalem Wechsel zuzumuten, um es vom Kopf wieder auf die Füße zu stellen.
Wenn Ali meint zu fastet, kann er das uneingeschränkt tun. Deswegen muss sich aber Paul beim Essen eines Schinkenbrotes nicht weg drehen müssen. Wo sind wir denn hin gekommen ? durch falsche Toleranz?
MfG a d Erf. Rep.
Es ist wirklich schwierig, dieses Land zu lieben. Das wird witzig werden, wenn es doch mal zum Verteidigungsfall kommt und auf einmal keiner mitmachen will. Und dann stehen die realitätsfremden Berliner und Brüsseler Herrlichkeiten und Dämlichkeiten da und fragen sich, woran es liegen könnte. Natürlich nicht an ihrer Politik, ne is klar.
echter Demokratie, lieber Herr Buehler, wurden u. werden systematisch in unserem schönen Land von arroganten "Besserwissern", die ihre Macht u. Deutungshoheit nicht verlieren wollen, s y s t e m a t i s c h als Hinterwäldler angegriffen und sogar - was eine ungeheuerliche Verleumdung darstellt u. gleichzeitig die Verbrechen im "Dritten Reich" verharmlost - als neue "Nazis" diffamiert.
Wer es nicht am eigenen Leibe erlebt hat, kann nicht nachvollziehen, was es mit einem Menschen macht, als "Hitler-Freund" betrachtet zu werden, bloß deshalb, weil sein Land liebt und es in seinem guten Zustand erhalten möchte.
Ich habe längst begriffen, daß es viele Deutsche gibt, denen es völlig egal ist, wie sich ihre Heimat zum Negativen verändert, weil diese negativen Entwicklungen sie persönlich nicht betreffen und sie ihnen aus dem Wege gehen können. Es interessiert sie nicht, unter welchen Umständen ihre Kinder u. Enkel einmal hier leben müssen. Hauptsache: Sie machen für sich
das Beste draus!
Ich kann nachvollziehen, daß sie u. ihre Eltern das heutige Deutschland nicht mehr als ihre Heimat betrachten können. Mir geht es ja genau so!
Wenn ich überlege, was wohl meine Eltern u. Großeltern von den hiesigen politischen Entscheidungen der letzten Jahrzehnte hielten, so bin ich mir sicher, daß sie entsetzt wären.
(Ach, ja, ich vergaß: Sie sind ja sowieso alle disqualifiziert, um ein Urteil abgeben zu können, weil sie doch die Nazis an die Macht kommen ließen!)
Grundsätzlich gönne ich jedem seine positiven Weltbürger-Gefühle; denn ich bin weder neidisch noch engstirnig, und kaum jemand ist wohl so gerne -zumindest in ganz Europa - herumgereist wie meine Familie und ich.
Aber ich erwarte von meinen deutschen Mitbürgern auch Verständnis dafür,
daß es Leute gibt, deren Heimatgefühl verletzt wird, wenn sich ihre Umgebung in eine b e l i e b i g e und unsichere verwandelt. Das ist nicht neurotisch, sondern zutiefst natürlich!
Nichts ist schlimmer als "Entwurzelung" (Simone Weil)
Dann sieht man, dass unser glückliches und freundliches Land unter Volldampf fährt.
Die Woche vor Pfingsten begann ich eine Radtour elbabwärts ab Cuxhaven. Also erst mal vom Süden in den Norden mit dem ICE fahren. Ich nahm erste Klasse, weil ich dachte, das wird platzmäßig einfacher mit meinem verpackten Klapprad. Pustekuchen, die erste Klasse war Dienstags ausgebucht o.O. Das war früher nicht so.
In Cuxhaven hebe ich am Dienstag gerade noch ein Zimmer bekommen. Im Alten Land am Mittwoch nur ein sehr hochpreisiges. Am Donnerstag habe ich ab Hamburg elbabwärts alles abtelefoniert: ausgebucht. Nach wirtschaftlichem Untergang sieht das nicht aus!
Ab Hamburg waren am Donnerstag nachmittag 4 ICE-Wagen erste Klasse brechend voll. Gutgelaunte Leute arbeiteten emsig bis in den Abend an Ihren Notebooks. Ab 20 Uhr entspann sich der eine oder andere small-talk.
Deutschland, dynamisch wie eh und je.
Das fängt an mit dem Verhalten von Autofahrern gegenüber Radfahrern. Früher donnerten die Autos im Zentimeterabstand an einem vorbei. Heute halten sie freundlich und unaufgeregt Abstand.
In Hamburg Landungsbrücken habe ich zwischen Bootssteg und S-Bahn weder einen Aufzug noch eine Rolltreppe entdeckt. Also musste ich ca 25 kg Fahrrad und Gepäck viele Treppen nach oben schleppen. Ganze drei mal wurde mir da Hilfe angeboten.
Die Hilfsbereitschaft geht sogar so weit, daß man beim Austreten das Fahrrad und sich selbst gut verstecken muss, sonst kommt sofort jemand und will helfen LOL.
Wenn es keinen Krieg und damit keinen großen Zerstörungen gibt, dann hat mE. Deutschland eine schöne Zukunft vor sich.
Freundlichkeit sind gewöhnlich Symptome sich verschlechternder äußerer Bedingungen. Gleichzeitig wächst die Bedeutung von Familie und Freunden. Von Nachrichten hält man sich fern. Zu ändern ist ohnehin nichts.
Der Elbradweg führte auch kilometerweit am Airbus-Werk vorbei. Halbfertige Flugzeuge ragten aus riesigen Werkhallen heraus. Fertige Flugzeuge mit Logos von Airlines aus aller Welt standen herum. Chinesische Spione fotographierten vom Radweg aus mit sehr speziellen Kameras.
Im Schiff ging es über die Elbe vorbei an den riesigen Kranen des Burchardkai. Von Tollerort wurde gerade ein Containerriese herausgeschleppt ein anderer gerade entladen. Das ist kein Land im Untergang. Es ist nur das Wachstum gerade etwas mau.
Die einzige Enttäuschung war die Scholle Finkenwerder Art. Die Kantine meines letzten Arbeitgebers hatte Feinschmeckerniveau und nachdem ich dort eine exzellente Scholle dieser Art gegessen hatte, landete auf meiner Liste von mittlerweile 350 Reisezielen in Deutschland der Punkt: In Finkenwerder eine Scholle Finkenwerder Art essen. Das Restaurant am Landungssteg Finkenwerder war zwar nicht schlecht, aber arg unterdurchschnittlich.
Aber ich denke mal, dass sich Ihr Eindruck beim „Grenzübertritt“ zu Sachsen Anhalt & eventuell Sachsen sich schon relativiert hätte. Den der Osten, und nicht nur der, ist kaum zu vergleichen mit dem wohlhabenden Hamburger Speckgürtel…… (In dem der Esel aufs Glatteis geht …… mit Rot & grüner Politik 😂😂😂)
zwischen Königstein und Rathen schon per Spaziergang erledigt. Und ich meine, dass dieser Teil von Sachsen sich weniger von meiner württembergischen Heimat unterscheidet als der Elbabschnitt zwischen Cuxhaven und Stade. Da ist es ganz anders.
Übrigens: durch das Cicero-Forum sensibilisiert, realisierte ich sofort die schlechten Strassen, nachdem ich die Hamburger Stadtgrenze überschritten habe. Ich dachte sofort: ROT-GRÜN! Aber im nächsten Teilort von Hamburg war es wieder OK. Da hat wohl nur ein Ortschaftsbeirat nicht richtig gearbeitet.
Da haben Sie sich aber ins falsche Forum verlaufen. Hier herrscht strickt schlechte Laune. Im Cicero Forum wird Deutschland oft beschrieben, als lägen die Hunnen vor den Toren. Tatsächlich leben wir in einem der sichersten, reichsten und freiesten Länder der Welt. Weniger Weltuntergangsliteratur, mehr Wirklichkeitssinn sind wohltuend. Vielen Dank für Ihre Schilderungen!
Mir persönlich klang die Situation seit 2015 in der Bundesrepublik zu sehr nach moralischem Anspruch und christlicher Verpflichtung.
Das soll es sicher auch geben, aber eher als Appell, denn als Verpflichtung.
Ich bin nicht der Meinung, dass ich den Islam retten muss.
Das ist eine Weltreligion mit Hunderten Millionen Menschen in ganz vielen Ländern.
Die aufgebrochenen Konflikte sehe ich eher als Bürgerkriege, denn als Schicksal.
Europa darf also m.E. Bedingungen stellen für eine Aufnahme und sollte in jedem Fall alles dafür tun, die Bürgerkriege zu entschärfen.
Das ist wahrscheinlich auch nicht alles kolonialbedingt.
Umgekehrt könnte der Kolonialismus diese Konflikte lange unter einem Deckel, allerdings der Gewalt, gehalten haben.
Ein bisschen mehr Realismus auch in Bezug auf die Möglichkeiten in Europa.
Das Tempo sollten nicht nur die Kriege überall, sondern auch die Wünsche in Europa bestimmen.
Europa ist kein "schwarzes Loch" und nur begrenzt Siedlungsgebiet.
Augenmass + Zuversicht
meinen eigenen Zugang zu Jesus Christus:
Nur wenn das Universum Gott-getaktet gewesen wäre, hätte der Vater im Himmel eine Chance gehabt, Christus zu retten?
Da aber wohl nicht, hätte vielleicht ein Zurückweichen Christus gerettet?
Ich befürchte, dies war nicht sein Ding, die Rettung seiner Jünger für ihn aber oberstes Gebot.
Ich hoffe trotzdem, dass die Zeit der Märtyrer schlußendlich in Leben und Lieben übergehen wird.
Warum?
Weil auch ich es denken kann...
Ich hoffe doch, dass ich ausreichend mein Vertrauen darauf dargelegt habe, dass Ordnungen schwinden, sich verändern werden, weil Quantenphysik ein intelligentes und raumgreifendes Weltbild zeichnet oder habe ich das falsch verstanden?
Sapere aude.
So kann man sich Dinge auch schönreden! 😉 Träumen Sie weiter, werter Dr. Strebel!
Als ich durch Stade kam, das einen wunderschönen alten Stadtkern hatte, gab es zwei Klassen von Menschen mit orientalischem Aussehen. Diejenigen, die den gerade zu Ende gehenden Wochenmarkt abbauten. Und diejenigen, die mit Stunk-Visagen herumhingen und schlechte Stimmung verbreiteten.
Die Marktbetreiber ziehen mit dem Rest der Bevölkerung an einem Strang und bringen mit ihrer Arbeit unser Land voran. Die Stunk-Visagen, Taugenichtse mit Tagesfreizeit, braucht niemand aus der arbeitenden Bevölkerung. Da besteht ein großer Konsens unter den staatstragenden Steuerzahlern, insbesondere auch bei denen mit Migrationshintergrund.
Aber echt jetzt, Frau Hachenberg, glauben sie wirklich, dass unser Land mit den paar Stunk-Visagen nicht fertig wird? Also ich bin da optimistisch, dass das Problem gelöst wird. Larmoyanz ist einfach nicht meine Sache ;).
Selten habe ich einen Beitrag gelesen, der in dieser Kürze die ganze Misere unserer Zuwanderungspolitik und ihrer Folgen, und dazu noch aus der Sicht einer Betroffenen, so klar auf den Punkt bringt.
Zu viel KI in dem Text!
Bei Ihrem Text nicht passieren. 😅
Gesellschaften und Länder ändern sich. Im Moment wird D vielen fremd. Auch die Weltoffenen, die gerade die hier problematisierten Migranten so begrüßt haben, fühlen sich auch nicht mehr alle so wohl, weil es zuviele Rechte gibt, Entwicklungen in der Welt, Trump etc. Die ersten Migranten kamen oft einfach zum Arbeiten. Später haben viele Migranten den Fehler gemacht zu denken, ihr Schicksal wäre besonders, Rest-Biodeutschland bestünde nur aus ewig festen Strukturen und Menschen, denen man ihre Fehler vor Augen führen müsse. Im Moment wackelt alles ein wenig. Sicher nicht für alle. Millionen fühlen sich gerade in diesem jetzigen D besonders wohl. Aber ziemlich viele, Biodeutsche und Migranten, müssen sich gerade an viel Neues gewöhnen, von dem sie sich nicht alles selber so ausgesucht hätten.
… Sie haben die Situation hervorragend mit knappen Worten beschrieben. Ich würde es genau so sagen, obwohl ich kein Kind von Einwanderern bin. Sagen, was ist! Für Sie und Ihre Eltern alles Gute!
Si tacuisses, philosophus mansisses ist hier wohl die angebrachte Reaktion. Wer mehrfach meint, von der Mündung eines Flusses diesen aufwärts fahren zu können, hat offenbar ein Wahrnehmungsproblem. Das erklärt manches, wenn nicht alles, was Dr. Strebel glaubte zu Papier bringen zu müssen.
Eigentlich ging es ja um den Artikel Frau Timms, den man seiner Glaubwürdigkeit und Prägnanz wegen nur hoch loben kann. Gratulation!
d a s s Sie es gesagt haben, Frau Timm.
... dass Stimmen wie die von Frau Timm hier zu Wort kommen. Sie spricht mE. auch korrekt die Fehlentwicklungen an. Die Verzagtheit mit der Ihre Eltern aber in den Garten schauen, finde ich unangemessen. Ich denke, dass unser Land die Fehlentwicklungen wieder korrigieren wird. Jedoch wird dieser Prozeß durch Rächts-Phobie und Brandmauern mE. unnötig schwierig werden. Aber da müssen wir eben durch und unser Land hat schon Schlimmeres überstanden.
….spricht allen nachdenklichen Bürgern dieses Landes aus dem Herzen. Man sollte diesen Artikel im Bundestag vor jeder neuen Versammlung vorlesen.
... dass Sie wie Herr Krischke mit dem Rad durch Deutschland und Europa fahren und das erleben können, was ich in früheren Zeiten auf solchen Touren auch erlebt habe.
So sollte es immer bleiben, auch noch bei den Enkeln!
Nach Pfingsten bin ich zu Fuß und mit Auto im Schwäbischen Wald herumgezogen.
Dort waren trotz des schönen Wetters und trotz der wunderschönen Wälder die Hotels nicht überfüllt, und die schönen, traditionsreichen Städtchen und Dörfer waren in den Ortszentren ebenso wenig belebt wie die Ortschaften in der Priegnitz. Leerstand allüberall.
Trotzdem: Sie und Frau Miller haben recht, es nützt niemanden, sich auch im Privatleben von der gegenwärtigen Politik in eine Depression hineinziehen zu lassen.
Wir müssen das Schöne und Gute genießen, sooft es uns begegnet. Da haben Sie recht.
bei uns im Ort ist auch tote Hose. In unserer Strasse sind die Läden von Häusern mit Kindern heruntergelassen. Denn, Spaß bei Seite ;), wir haben Ferien seit Pfingsten.
Ihnen ein schönes Wochenende und noch viele erfreuliche Touren durch unser wundervolles Deutschland.
