Robert Habeck
„Die Preise sind jetzt schon hoch, und wir müssen uns auf weitere Anstiege gefasst machen“: Wirtschaftsminister Robert Habeck / dpa

Alarmstufe des Notfallplans Gas ausgerufen - Robert Habeck über Gas-Preise: „Es ist ein externer Schock“

Die Bundesregierung hat die Konsequenz aus den verringerten Gaslieferungen aus Russland gezogen und die Alarmstufe im Notfallplan Gas ausgerufen. Die Behörden erhalten damit mehr Möglichkeiten einzugreifen. Wirtschaftsverbände äußerten sich besorgt.

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Nach der drastischen Verringerung der Gaslieferungen durch Russland hat die Bundesregierung die Alarmstufe im Notfallplan Gas ausgerufen. „Gas ist von nun an ein knappes Gut in Deutschland“, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Donnerstag. Zurzeit sei die Versorgungssicherheit aber gewährleistet. Gasverbraucher müssen zumindest im Moment nicht fürchten, dass ihre Versorger die Lieferverträge kündigen und höhere Preise verlangen. Dazu wäre ein weiterer Schritt der Bundesnetzagentur nötig.

Habeck rief dazu auf, Gas zu sparen. „Es wird eine nationale Kraftanstrengung. Aber wir können sie in Solidarität miteinander bewältigen, Bund, Länder und Kommunen, Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, die Zivilgesellschaft.“ Industrie, Staat und Privathaushalte sollten den Verbrauch weiter senken. Habeck rief unter anderem dazu auf, Heizungsanlagen warten zu lassen. Dadurch seien Einsparungen von 15 Prozent möglich.

 

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Auch wenn im Moment noch Gas auf dem Markt beschafft und eingespeichert werde: „Die Lage ist ernst, und der Winter wird kommen“, sagte der Grünen-Politiker, der dennoch weiter am Ausstieg aus der Atomkraft festhalten will. Es seien die Versäumnisse des vergangenen Jahrzehnts, „die uns jetzt in diese Bedrängnisse geführt haben“. Habeck geht nach eigenen Worten von weiter steigenden Preisen aus. Das werde sich auf die Industrieproduktion auswirken und für viele Verbraucher eine große Last werden. Die Regierung werde Menschen mit niedrigen Einkommen entlasten. „Wir werden nicht alles auffangen können, aber da, wo schon jetzt jeder Cent zweimal umgedreht werden muss und die Angst vor der nächsten Heizkostenrechnung umgeht, müssen wir helfen.“

Alarmstufe ausgerufen

Der Notfallplan hat drei Stufen: Die jetzt ausgerufene Alarmstufe ist die zweite nach der Frühwarnstufe. Die dritte wäre die Notfallstufe. Laut dem Plan liegt bei der Alarmstufe eine Störung der Gasversorgung oder eine außergewöhnlich hohe Nachfrage vor, die zu einer erheblichen Verschlechterung der Versorgungslage führt. Der Markt ist aber noch in der Lage, diese Störung oder Nachfrage zu bewältigen.

Grund für die Ausrufung der Alarmstufe ist die Kürzung der Gaslieferungen aus Russland sowie die Preise auf dem Markt. Die deutschen Speicher seien zwar zu 58 Prozent gefüllt. „Doch sollten die russischen Gaslieferungen über die Nord-Stream-1-Leitung weiterhin auf dem niedrigen Niveau von 40 Prozent verharren, ist ein Speicherstand von 90 Prozent bis Dezember kaum mehr ohne zusätzliche Maßnahmen erreichbar“, erklärte das Ministerium.

Trotz Ausrufung der Alarmstufe erhalten Versorgungsunternehmen noch keine Möglichkeit, ihre Gaspreise nach dem Energiesicherungsgesetz zu erhöhen. Der Mechanismus habe auch Schattenseiten, sagte Habeck. Daher arbeite man an Alternativen. Würde die Regelung aktiviert, könnten die Versorger ihre Mehrkosten innerhalb einer Woche an ihre Kunden weitergeben. Alte Verträge wären damit hinfällig, auch bei einer Preisgarantie.

Rationierungen für Industrie vermeiden

Die Regierung will mit mehreren Maßnahmen gegen die Verschärfung der Gaskrise vorgehen. Unter anderem sollen Reserve-Kohlekraftwerke die Stromerzeugung aus Gaskraftwerken ersetzen. Das entsprechende Gesetz soll am 8. Juli vom Bundesrat beschlossen werden. „Das ist schmerzlich. Kohlekraftwerke sind einfach Gift fürs Klima. Aber für eine Übergangszeit müssen wir es tun, um Gas einzusparen und über den Winter zu kommen“, sagte Habeck. Für die weitere Befüllung der Speicher wird eine Kreditlinie von zunächst 15 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Ein Auktionsmodell soll es ab dem Sommer für industrielle Verbraucher attraktiver machen, Gas einzusparen.

Rationierungen für die Industrie sollten nach Möglichkeit vermieden werden. „Das soll nicht passieren, in keinem Monat im besten Fall“, sagte Habeck, fügte aber hinzu: „Ich kann es natürlich nicht ausschließen, weil es so voraussetzungsreich ist, was wir tun. Aber es ist kein Szenario, auf das wir hinarbeiten - im Gegenteil.“

Mahnung zu fairer Lastenverteilung

Wirtschaftsverbände äußerten sich besorgt. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Peter Adrian, sagte, es sei gut, dass die Bundesregierung die Weitergabe der höheren Gaspreise an die Kunden trotz bestehender Verträge im Moment nicht ermögliche. Es müsse ein fairer Ausgleich zwischen Versorgern und Kunden erreicht werden. Die Pläne, Gaseinsparungen in der Industrie zu belohnen, seien richtig.

Die Chemieindustrie, die nach Angaben ihres Branchenverbandes VCI 15 Prozent des Gases in Deutschland verbraucht, mahnte ebenfalls eine faire Lastenverteilung an. Die Verringerung der Gaslieferungen stelle Gesellschaft und Industrie vor gewaltige Herausforderungen, hieß es in einer VCI-Mitteilung. „Es gilt, ein transparentes Verfahren zu entwickeln, das die unvermeidlichen Lasten so gerecht und erträglich wie möglich auf alle Gasverbraucher verteilt.“

Quelle: dpa / Aktualisierter Beitrag

 

Tomas Poth | Do, 23. Juni 2022 - 11:16

Unser Kinderbuchautor wird nach der Liebe zur Kohle auch noch seine Liebe zu den letzen 3 Kernkraftwerken entwickeln!
Es sei denn die Gasfront entspannt sich.

gabriele bondzio | Do, 23. Juni 2022 - 11:20

Hallo Herr Habeck,

hören sie doch mal hier rein, was die Bürger so denken.
"Eine teure weiße Weste: Europa und das Gas"
(Hirt, Volker im DF)

Ein herrausrragender Intellektueller, Noam Chomsky, hat seine bisherige Position zum Krieg Ukraine-Russland vertieft:
"Chomsky zitiert Hillary Clinton, die das sogenannte “afghanische Modell” der US-Außenpolitik vorschlägt, das über Jahrzehnte auch von ihrem prominenten Autor Zbigniew Brzeziński als erfolgversprechend propagiert und praktiziert wurde. Dieses Modell sah vor, Russland – in den 1980er Jahren die Sowjetunion – an seinen geografischen Peripherien in militärische Konflikte mit US-gestützen, islamistisch radikalisierten Gruppen zu verwickeln. So würde Russland, geschwächt und am Ende sogar “ausblutend”, seine natürliche geopolitische Position im eurasischen Raum einbüßen müssen. Der jetzige Prozess in der Ukraine – auch als “afghanische Falle” bekannt, bemerkt Chomsky – ist eine modifizierte Schablone dieser älteren Strategie."

Ernst-Günther Konrad | Do, 23. Juni 2022 - 11:30

Ich denke Putin hat die Ukraine angegriffen. Von einem Angriff auf Deutschland weiß ich nichts. Wer fährt denn gerade mit unsinnigen Sanktionen unsere Energieversorgung gegen die Wand? Wer fordert denn, wir sollten das russ. Gas ablehnen? Wer hat denn den Kohleausstieg ständig gefordert und will jetzt mehr Kohle verbrauchen, um fehlendes Gas zu ersetzen? Wer schaltet denn die letzten AKW's ab und will weder die, noch die drei vor kurzem abgeschalteten AKW's nicht wieder ans Netz bringen? Wer behauptet denn wahrheitswidrig, man könne angeblich auch ohne AKW's weiter Strom ausreichend haben? Wer argumentiert denn, neue Genehmigungen für AKW's würden zu lange brauchen? Wer behauptet denn, es gäbe für die AKW's kein ausreichendes Personal mehr? Sind die alle gestorben? Wer belügt denn die Verbraucher, es gäbe keine Brennstäbe? Woher bezieht dann das Ausland seine? Wer verspricht LSG-Gas und hat weder Häfen, Speicher noch die entsprechende Infrastruktur?
Die Lüge hat einen Namen. Habeck.

Christa Wallau | Do, 23. Juni 2022 - 13:32

In reply to by Ernst-Günther Konrad

haben einen Namen, lieber Herr Konrad.
Sie heißen in Deutschland
„Bündnis 90 / Die Grünen“.
Fast jeder einfache Bauer oder Handwerker in meinem Dorf zu
meiner Kinderzeit besass mehr
Vernunft als die Anhänger und
Hauptakteure dieser Partei und der unzähligen „Klima- NGOs“.
Kurz:
Wir werden leider von eloquenten Idioten bzw. Zynikern
regiert - mögen sie nun Habeck,
Baerbock, Scholz oder Lindner heißen!
Jetzt - da es langsam brenzlig wird - kommen von ihnen nur die bekannten Durchhalteparolen, mit denen man die betrogenen Bürger bei der Stange halten will - um der vielen hehren Ziele Willen!

Joachim Kopic | Do, 23. Juni 2022 - 11:33

... noch realitätsnah denken kann - aber eigentlich Putin "dankbar" sein müsste: Der hätte schon nach der ersten Sanktion den Gashahn voll abdrehen können - aber klaro, Russlands Wirtschaft braucht die starke westliche Währung ... unserer Wirtschaft geht es ja viiiiel besser, vom Dollar ganz zu schweigen ...

Norbert Heyer | Do, 23. Juni 2022 - 11:55

Wir sind solidarisch mit der Ukraine, einem Land, dessen Vertreter mit immer unverschämteren Forderungen erreicht haben, dass WK III vor der Tür steht. Nach Sanktionen gegenüber Russland und sogar Enteignungen hat Putin den Hammer rausgeholt, der Europa und in erster Linie Deutschland massiven Schaden zufügen wird. Da kann Habeck eine Warnstufe nach der anderen aufrufen und alle können kurz und kalt duschen, diese Ausfälle können in der Kürze der Zeit niemals ausgeglichen werden. Erst kam die hausgemachte Inflation (EZB), dann die Energie-Verteuerung und jetzt im kommenden Winter noch das Bibbern in den eigenen vier Wänden? Geschickt wie ein gewiefter Handelsvertreter sucht er die Schuld bei dem verzögerten Ausbau der WKA und Solaranlagen und erwähnt nicht, dass die Grundlast durch Kohle, Atom und Gas auch nicht gewährleistet ist durch Überheblichkeit einer Ideologie, deren Dogma höher gewertet wird, als die Sicherheit und das Leben der Bürger. Das ist einfach nur kleingeistig verlogen

Ingo Frank | Do, 23. Juni 2022 - 12:02

nicht laufen als den beschleunigten Austritt aus fossilen Brennstoffen gepaart mit einer astronomischen Preisentwicklung.
Doch ein Fakt bleibt dabei unberücksichtigt, der dass „grüne Energie“ einfach nicht in dem Maß zur Verfügung steht, wie benötigt. Und die wenigen Kohlekraftwerke, die eventuell länger laufen sollen, verhindern den Größen Donnerschlag auch nicht. Bin gespannt wann die Ampel sich ausgeampelt od. besser gesagt ausgehampelt hat. Bloß wer soll’s dann richten? Der blutleere, blasse Friederich mit seinen Mannen? Der steht ebenso auf verlorenen Posten. Keine Führungspersönlichkeit in Sicht.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Hans Jürgen Wienroth | Do, 23. Juni 2022 - 12:33

Ist das Putin’s ökonomischer Angriff auf unser Land oder die Reaktion auf die Angriffe insbesondere unserer “Chefdiplomatin”, die Putins Wirtschaft nachhaltig schwächen wollte, damit dieser nie wieder in ein Land einfallen kann.
Insbesondere der Grüne Teil der Ampel hat sich immer mit der Forderung nach neuen Wirtschaftssanktionen hervorgetan, wollte aus russischer Kohle, Öl und Gas noch Schneller aussteigen. Wollte man damit die eigenen Klimaziele noch schnellerumsetzen und hat mögliche Konsequenzen nicht bedacht?
Zeigt uns Putin gerade, wer am längeren Hebel sitzt, wer von wem abhängig ist? Das sollten Diplomaten und Politiker aber bedenken, bevor sie drohen. Glücklicherweise wirkt sich das nicht auf die Beliebtheit der Grünen aus. Sia haben weiterhin Zulauf und die Medien hypen sie für die verbale Lösung selbst geschaffener Probeme. Hoffentlich klappt es auch in der Praxis.

eine 14,8% Partei lenkt unsere Wirtschaft an die Wand. Und das Volk staunt und ist ganz hingerissen wie der Wirtschafsminister so schön erklären kann warum wir auf die Wand zusteuern. Wer den längeren Hebel hat wird sich noch herausstellen aber die Kollateralschäden werden wir wieder auszubaden haben. Ach übrigens neue Aufregung will doch Indien den russischen Tankschiffen die Zertifizierung ausstellen. Da droht Ungemach auch Lloyd's dem Versicherungsgiganten.

Christoph Kuhlmann | Do, 23. Juni 2022 - 13:19

wundern, wenn man selbst Sanktionen verhängt. Der Öl- und Kohle Boykott der EU trifft Putin nicht im geringsten. Die Einnahmen steigen sogar. Gas spielt für Russland nur eine Nebenrolle, das Geld wird mit Öl verdient. Wenn es stimmt, dass sich der Gaspreise vervierfacht hat ist das Ausdruck eines jahrelangen Missmanagements. Spätestens seit 2014 hätte sich Deutschland nach und nach weniger Abhängig von Russland machen müssen, stattdessen hat man sie noch ausgebaut und andere Energieträger künstlich verteuert. Da kann man nur noch auf einen warmen Winter hoffen und die Abschaffung sämtlicher Sondersteuern und Abgaben auf Energie und deren Emissionen.

Maja Schneider | Do, 23. Juni 2022 - 13:58

Von wegen, er ist hausgemacht von einer Politik, die einen Fehler nach dem anderen macht, viel zu kurzfristig denkt, es an Kompetenz fehlen lässt, und das nicht erst jetzt. Nun, da dieser vorhersehbare Schock oder auch Notfall einzutreten droht, hört man nicht etwa auf wirkliche Experten, die Auswege vorschlagen sondern gibt hinsichtlich der Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke eine Studie in Auftrag mit der Vorgabe, dass sie den Zielen der Grünen entsprechen soll. Bisher ist nicht sichtbar, dass die Regierung bei ihrem ganzen Wortgeklingel ernsthaft die Interessen des Landes und der Bevölkerung ernsthaft im Blick hat. Auf einmal scheinen auch die vorher von den Grünen so verdammten Kohlekraftwerke wieder interessant zu werden, eine späte und notwendige Erkenntnis, aber sie allein werden es nicht richten.

Manfred Bühring | Do, 23. Juni 2022 - 14:15

Russland und Putin in persona wurden von den USA (Regionalmacht) und insbesondere von Grünen-Politikern ständig in selbstgefälliger Art und Weise gedemütigt. Dass das Imperium irgendwann zurückschlägt, war absehbar. Es ist allzu billig, die verkorkste Energiewende nun Putin in die Schuhe zu schieben. Nein, die Eskalation mit dem Überfall auf die Ukraine hat eine lange Vorgeschichte, beginnend mit der aggressiven NATO-Osterweiterung bis hin zu den Beitrittsavanven von EU und NATO an ein korruptes System in der Ukraine.

Bettina Jung | Do, 23. Juni 2022 - 14:35

Ich habe gestern kurz in seine Rede vor dem BDI reingehört. Rührende Geschichten hat er erzählt - das kann er. Man hört ihm offenbar gerne zu (ich habe nicht lange durchgehalten) und lässt sich von seinen Gute-Nacht-Geschichten einlullen. Noch ist nicht jedermann der Ernst der Lage klar. Der Urlaub steht vor der Tür, die Sonne scheint "alles gut" !! Dead cat bounce nennt man das. Ich schätze, dass nach den Sommerferien (hier im Süden Mitte September) der Aufprall kommt. Und was ist eigentlich schon wieder damit gemeint, dass den Schwächeren geholfen wird? Transferempfänger, die noch nicht so lange hier leben? Rentner sind wahrscheinlich nicht gemeint und vom Normalverdiener hat man ja bedauerlicherweise keine Kontodaten. Das wird ein heißer Herbst.

Walter Bühler | Do, 23. Juni 2022 - 14:38

... und in ihre medialen Ratgeber und Schlauberger hat nicht jeder.

Hat denn jemand den grünen Träumern wirklich geglaubt, man könne Russland dauernd gegen das Schienbein treten und trotzdem gleichzeitig die ökonomischen Vorteile des Handels behalten?

"Für die weitere Befüllung der Speicher wird eine Kreditlinie von zunächst 15 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt." Man darf gespannt sein, welche Händler aus welchem Land das russische Gas, dessen Moralgehalt wir so eklatant bejammern und verdammen, unserer Wirtschaft für die 15 Zusatzmilliarden andrehen wird.

Dafür finden sich immer findige Leute, natürlich auch in der moralingeschwängerten NATO.

Hans Page | Do, 23. Juni 2022 - 15:30

„und für viele Verbraucher eine große Last werden“

Ich hoffe inbrünstig dass die vielen Verbraucher sich daran erinnern dass sie nicht nur Verbraucher sondern auch Wähler sind.

Soweit ich sehen kann ist die jetzige Krise das direkte Ergebnis unserer Grünen Politiker und erlaube mir zu zitieren:

„Wir sind bereit, für die Sicherheit der Ukraine einen hohen wirtschaftlichen Preis zu zahlen“.

Nur sind „wir“ nicht gefragt worden.

Bernhard Kaiser | Do, 23. Juni 2022 - 19:31

"Nach der drastischen Verringerung der Gaslieferungen durch Russland hat die Bundesregierung die Alarmstufe im Notfallplan Gas ausgerufen." Nach der "Corona Warnstufe" kommt jetzt die "Gas Warnstufe", das Idiotenpack gibt keine Ruhe, der Bürger wurde zwei Jahre lang konditioniert und frisst jetzt alles, was man ihm vor die Füße wirft, da gibt's bald nur noch eins, Asyl in Russland beantragen!

Hans Süßenguth-Großmann | Do, 23. Juni 2022 - 22:18

In Lubmin liegen zwei Pipelines an, von denen nur die eine betrieben wird und die zweite nicht von D genehmigt ist. Wir wollen das russische Gas nicht und wenn wir es ersetzen sollen steigt der Preis natürlich auf das Mehrfache.
Wir könnten das russische Gas natürlich zu einem Preis kaufen der ggf. moderat über dem bisherigen liegt, vielleicht liegt er auch niedriger.
Wir schaden uns selbst, wir beeindrucken Putin nicht und für den Wiederaufbau der Ukraine werden wir kein Geld bereitstellen können.
Der Volksmund sagt, wir schießen uns selbst ins Knie.

Sabine Lehmann | Fr, 24. Juni 2022 - 01:54

Als ich heute Abend unserer Katze erklärte, mit den gebratenen Tauben sei es demnächst vorbei, schaute sie mich nur erstaunt u. zugegeben etwas verächtlich an. Das könne nicht sein, schau mich an, meinte sie: Ich säe nicht, ich ernte nicht und der liebe Gott ernährt mich doch! Daraufhin klärte ich sie darüber auf, dass i c h dieser Gott sei u. sie ohne mich verloren sei. Daraufhin brach sie in schallendes Gelächter aus, ging flugs hinaus u. fing sich eine Maus.
Nun, was das alles mit R. Habeck zu tun hat? Schon fast im Land der Träume angekommen, stelle ich mir den Weg zurück in die Steinzeit vor. Ich im selbst verzwirnten Pelzumhang auf einem Zossen, bewaffnet mit einer Schrotflinte(da trifft man immer was, auch mit 3 Dioptrien), galoppiere ich durch die Steppen der Uckermark(künstl. Freiheit, hier wäre es das ostwestfälische Flachland)u. versuche etwas Wild zu erlegen. Es reicht leider nur für ein paar Holzscheite um eine Feuer zu machen. Am Horizont reitet Robert, wie einst Putin;)

Urban Will | Fr, 24. Juni 2022 - 11:19

mit Unbelehrbarkeit und Ignoranz einher geht. In D ist sie zur Staatsdoktrin geworden.
Das Narrativ, D könne das Weltklima retten ist fest verankert im links – grün indoktrinierten Mainstream, der auch die Wissenschaft und Industrie erfasst zu haben scheint.
Soso, die deutschen Kohlekraftwerke sind „Gift für das Klima“.
Während anderswo hunderte davon geplant und gebaut werden, heult man hier herum, weil man, aufgrund der eigenen Dummheit namens „Energiewende“ wieder welche braucht. Es ist einfach unfassbar.

Frau Wallau hat es weiter oben treffend formuliert.
Unsere Regenten sind Idioten und Zyniker, Namen lasse ich weg. Mehr od weniger alle.

Auf dem Altar der Moral wird Deutschland derzeit sehenden Auges an die Wand gefahren, die eh schon gering verdienende Mehrheit duckt sich weg und hofft. Und wählt weiter seine Schlächter.
Daher hält sich mein Mitleid in Grenzen.

Die Sieger des Krieges, Russland, USA, China, etc. Sie werden sich ob der Dummheit der Europäer die Augen reiben.

Annette Seliger | Fr, 24. Juni 2022 - 13:50

...bei dem politischen Personal habe ich keine Bedenken. Ein Kinderbuch Autor, der mit D nichts anzufangen weiß und eine Plagiatorin, die Russland ruinieren möchte, um nur zwei Protagonisten zu nennen. So so die Gaspreise steigen jetzt wegen Putin sagt Habeck. Die Gaspreise steigen wegen der Sanktionen und werden sowieso steigen, denn LNG Gas ist auf jeden Fall teurer als Gas aus Russland. Also alles was Habeck zum Besten gibt sind nur Nebelkerzen. Übrigens Katar hat jetzt in chinesischen Werften LNG Schiffe bestellt, um zukünftig Gas nach D zu liefern. Das ist ein tolles Wirtschaftsprogramm für China.

Ich wäre der Cicero Redaktion sehr verbunden, wenn man einmal den kompletten Sachverhalt vor dem Kriegsausbruch thematisieren würde. Warum hat die Ukraine einen NATO Beitritt in die Verfassung aufgenommen? Welches andere Land hat so etwas in der Verfassung hinterlegt? . Was hat Russland gefordert und warum gab es keinen Kompromiss?
Wurde alles versucht, um einen Krieg zu vermeiden?

michael büchner | Fr, 24. Juni 2022 - 14:09

dass das problem ein fehlender gasverdichter des deutschen unternehmens siemens wäre, der in kanada rumstünde & wegen der sanktionen nicht geliefert werden könne... robert sagt, das stimme nicht, siemens hat das aber bestätigt. das kann man im netz überall nachlesen... (also außer im örr)
ich denke, sowohl robert als auch olaf haben die nummer von trudeau, wie auch die vom lufthansa-chef...
vorschlag: carsten spohr sofort anrufen, direkt eine transportmaschine losschicken, dann hoffen, dass trudeau gut geschlafen hat, dem klar machen worum es geht, den gasverdichter verladen lassen & direkt zu den russen bringen. das wäre sicherlich innerhalb von zweiundsiebzig stunden möglich. & wenn dann ende nächster woche das gas noch immer nicht wieder mit volldampf kommt, hätten wir zwei fliegen mit einer klappe geschlagen: wir wüssten erstens, woran wir sind & zweitens wäre wladimir der lüge überführt. klingt für mich irgendwie nach einer win-win-situation...

schönes wochenende allerseits!