Maximilian Krah
Richtungswechsel um 180 Grad: AfD-Politiker Maximilian Krah / picture alliance / Panama Pictures | Dwi Anoraganingrum

AfD zwischen „Melonisierung“ und reiner Lehre - „Die Brandmauer zur CDU muss bestehen bleiben“

Die AfD ringt um ihren künftigen Kurs: Soll sie politisch anschlussfähig werden – oder weiter auf Fundamentalopposition setzen? Am Begriff „Remigration“ und dessen juristischer Einordnung entzündet sich ein Grundsatzstreit, der weit über Sprachpolitik hinausgeht.

Autoreninfo

Jan Uphoff studiert Politikwissenschaft in Bremen.

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Bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 schrieb die AfD Geschichte: Mit 20,8 Prozent wurde die Partei nicht nur zweitstärkste Kraft im Land, sondern erzielte zugleich ihr bislang bestes Ergebnis auf Bundesebene. Kurz darauf – ausgelöst durch ein überraschendes Haushaltsmanöver und gebrochene Wahlversprechen des Kanzlers in spe Friedrich Merz – zog die Partei in Umfragen sogar am Wahlsieger Union vorbei. Auch wenn dieser Höhenflug nur eine Momentaufnahme im Schock über die beispiellose Schuldenaufnahme gewesen sein dürfte, stellen sich in der selbstbewusst auftretenden Rechtspartei allmählich Richtungsfragen für künftige Machtoptionen.

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Heinrich Dompfaff | Fr., 18. Juli 2025 - 08:15

Der Artikel für einen Rooki, noch etwas kürzer, prägnanter, dann wäre er aus meiner Sicht eine glatte 1

Hans Süßenguth-Großmann | Fr., 18. Juli 2025 - 09:47

in die deutsche Politik ist auf Seiten der etablierten politischen Parteien verschlafen worden und sie wird auch erst nach der Merz Ära wieder aktuell werden. Man hätte es wie weiland den Umgang mit der PDS handhaben können, aber es ist beim Konjunktiv geblieben. In Sachsen war die letzte Gelegenheit dazu verpasst worden. Jetzt müssten sich die aktuellen Probleme wie der Krieg in der UA klären, denn das sind eigentlichen Knackpunkte der Kriegskurs den Merz fährt und die Betonung des nationalen Interesses, den die AfD einschlägt, der die Differenzen zwischen CDU und AfD ausmacht, wenn man von dem Kinderschreck Szenario der braunen Machtübernahme absieht

Die AfD würde sich entkernen, wenn sie auf alle Forderungen, im Falle einer möglichen Koalition mit der CDU, eingehen würde.
Nur um zu regieren sollte sich eine Partei eben nicht an die andere verkaufen oder zum Untertan machen.
Die FDP in der Ampel beispielsweise oder heutzutage die SPD, die mit ihren frechen Forderungen auch dieses Bündnis zum platzen bringen wird.
Meines Erachtens ist die AfD gut wie sie ist, mit all ihren Ecken und Kanten.
Das ist das Spannende an ihr und das genau hebt die AfD deutlich von dem aktuellen Parteiensalat ab.
Gut so, weitermachen AfD.

Urban Will | Fr., 18. Juli 2025 - 10:12

über das Recht und dessen Anwendung, bzw. Auslegung desjenigen, der die Macht hat, nicht. Das zeigt doch der Fall Brosius-Gerdorf. Sollte sie mit ihren Ansichten im BverfG sitzen, sind AfD-Verbot oder gar Abtreibung bis zur Geburt deutlich wahrscheinlicher durchzusetzen.

Ich verstehe Krah und finde es gut, was er macht.
Eine absolute Mehrheit der AfD ist aber nicht auszuschließen, denn diese der Ampel in ihrem Irrsinn in keinster Weise nachstehende Regierung fängt ja erst an. So etwa wird es spannend, ob man nun den gut betuchten Rentnern ihre Bezüge kürzt, um das selbst verschuldete Chaos im Rentensystem zu finanzieren. Und es gibt viele Millionen Rentner, die gut betucht sind...
Ich denke, bei vielen Menschen ist der Kamm so angeschwollen ob des Irrsinns dieser Politik, dass der „Sprung“ zur AfD nicht mehr weit ist. Denn noch immer werden wir von Idioten regiert.
Und in Teile d Ostens wird sie eh wohl bald d absolute Mehrheit haben.
Es bleibt, bzw. wird erst so richtig spannend.

Dazu habe ich gemischte Gefühle Herr Will, einerseits stehen den Rentnern ihre Renten zu, denn sie haben sie i.d.R. erwirtschaftet. Andererseits sehe ich, daß die Generation, die zwischen 1940-55 im Westen geboren wurde, die Hauptschuld an dem trägt, was aus Deutschland geworden ist.

Sie profitierte von der harten Arbeit & Entbehrungen ihrer Eltern, ihr ging es immer gut, sie war verwöhnt, es gab Vollbeschäftigung & niedrige Abgaben, sie konnte sich mit einem vergleichbar zu heute geringen Aufwand Wohlstand erarbeiten. Sie ist zu einem signifikanten Teil eine egoistische Generation, man lebte wie die „Made im Speck“, lies es sich gut gehen, viele davon ohne Kinder - sie gab der Gesellschaft nichts zurück!

Dafür legte sie den Grundstein für die 68er-Politik die wir jetzt haben.

Ich werde keine Rente bekommen, obwohl ich sehr hohe Beiträge bezahle die den heutigen Rentnern zugute kommen! Warum sollen da nicht auch die reichen Rentner einen Beitrag leisten?

Und ja, es gibt Ausnahmen.

noch groß betroffen sind. Es geht um die als „Boomer“ beschimpften, geburtenstarken Jahrgänge.
Mir (Jg 67) wurde nichts geschenkt, ich habe viel gearbeitet, in eine Beztriebsrente einbezahlt, noch privat vorgesorgt, drei Kinder i d Welt gesetzt und werde eine gute Rente haben. Wie viele Millionen andere auch.
Die jetzt wieder weggenommen zu kriegen, wäre höchst schäbig.
Wenn außerdem dieser verlotterte Stast anderswo das Geld f NGOs, irrsinnige Projekte im Ausland, Ukrainekrieg, „Bürgergeld“ f mehrheitl Ausländer, etc zum Fenster raus wirft u nichts für seine Rentner übrig hat, wird es noch schäbiger.
Ja, viele meines Jgs sind kinderlos u haben dazu beigetragen, dass es heute kriselt. Noch mehr die irrsinnige Migrationspoliitik.
Aber es sollen die Verursacher ran, wenn die Rentenkasse versiegt, nicht diejenigen, die diesen Staat am laufen hielten.
Wir brauchen endlich d polit Wende. Weg mit Linksgrünwoke und der verlotterten CDU.
Ich hoffe sehr, dass der Wendepunkt bald kommt.

ich kann aber nur nach meiner persönlichen Erfahrung urteilen, Vater Jahrgang 42, Rente die höher ist als das was 80% der aktuell arbeitenden Bevölkerung brutto verdienen, immer stramm links gewählt, Möchtegern steinewerfer, großes Vorbild Joseph Fischer, hat sich aber nie getraut, ein typischer Maulheld. Das sind die Leute die dafür verantwortlich sind, daß deutschland "linksversifft" ist und genau die sollen bitte auch kräftig zur Kasse gebeten werden!

Ich hingegen werde keine Rente bekommen wenn ich in knapp 20 Jahren in Rente gehen will, das was ich bisher einbezahlt habe reicht um eine ordentliche Immobilie in einer mittelgroßen Stadt zu kaufen! Das Geld das ich erarbeitet habe und von dem die aktuellen Rentner (überwiegend sehr gut) leben werde ich nie wieder sehen! Ist das gerecht? Ich meine nein, mein Zorn ist berechtigt!

Einspruch, Herr Brand!!! Ich gehöre zu der von Ihnen angeführten Generation. Ich besuchte ein von Nonnen geführtes Gymnasium in Köln. Harte Jahre, nix Lasches so wie heute in den Schulen. Mein Mann und ich haben hart gearbeitet, nix verwöhnt von den Eltern. „Verwöhnt“ wurden damals nicht viele. Und mit wenig Aufwand Wohlstand erarbeitet? Zu unserer Zeit gab es noch keine flexible Arbeitszeit. Morgens um 8 pünktlich im Büro sitzen. Das hieß zwischen 6 und 6.30 Uhr aufstehen, dann 1 Stunde Fahrt mit Bus und U-Bahn. Nix Gleitzeit, nix Homeoffice! Ich weiß wirklich nicht, wie Sie zu den angeführten „Wohltaten“ kommen. Aus Ihren Worten spricht leider auch Neid auf die angeblich so vermögenden Rentner. Ja, die gibt es natürlich. Aber erkundigen Sie sich doch mal, wie hoch die Durchschittsrente der von Ihnen
angesprochenen Jahrgänge ist, die „wie die Made im Speck“ leben. Irgendwie keimt es in mir, wenn ich solche Kommentare wie Ihren lese. Sorry, Nix für ungut! Vielleicht besser informieren?

sehr geehrte(r) Brand A., sind die "reichen" Rentner und ab wann sind sie "reich"?
Wenn die Rente über dem Durchschnitt von 1300 Euro liegt? Ich bin schon ein paar Jahre Rentner und habe unterbrechungsfrei monatlich meinen Rentenbeitrag geleistet, reich bin ich aber nicht. Nein, ich muss auch (noch) nicht Flaschen sammeln, und natürlich erkenne ich das aktuelle demografische Problem. Wie Herr Will ihnen aber geschrieben hat: solange diese Möchtegernmonarchen unser(!!) Geld in der Welt verteilen, einen Krieg, der uns alle nichts angeht, bezahlen, solange Millionen Menschen aus aller Herren Länder ohne Mehrwert in unsere Sozialsysteme eingeschleust werden, gibt es, auch für "reiche" Rentner (die Rente muss übrigens auch versteuert werden), keinen Grund, zusätzlich noch Geld in ein bodenloses Loch zu werfen.

Ernst-Günther Konrad | Fr., 18. Juli 2025 - 12:43

den sich die UNION umlegen hat lassen und an dem sie selbst permanent zieht, bis sie keine Luft mehr bekommt und ohnmächtig zusammenklappen wird. Nach meiner Auffassung ist es notwendig, dass eine Partei, eben auch die AFD, zunächst maximale Positionen besetzt und auch gut argumentiert und natürlich muss eine Partei, die allein keine absolute Mehrheit erreichen kann, kompromissfähig werden und sein. Derzeit wird niemand die absolute Mehrheit erlangen. Aber die AFD kann stärkste Fraktion werden und die UNION könnte nach kurzer Ohnmacht das Sauerstoffzelt der AFD nutzen müssen, um politisch zu überleben. Dann aber als kleinerer Koalitionspartner, denn die Tage dieser Regierung Merz sind für mich gezählt. Die halten das keine vier Jahre durch. Und wenn sich Tag für Tag immer weitere Placebos der Regierung zeigen, kleine Erfolge als Täuschung einer angeblichen "Zeitenwende" verkauft werden, dann wenden sich weitere Wähler ab und auch Angeordnete in der UNION. Es braucht Geduld.

Brand A. | Fr., 18. Juli 2025 - 12:49

noch der verhindernde Faktor.

Es ist die Macht der linksextremen Parteien/Organisation, sie haben die Deutungshoheit inne, sie entscheiden was geht und was nicht! Die Grünen, ihr ÖRR, ihre „NGO“ und nicht zuletzt SPD und Linke, alle treiben die Union vor sich her und alle haben eine riesengroße Angst: eine Zusammenarbeit der Union mit der AfD, denn das wäre das Ende ihrer Macht!

Diese Parteien/Organisation werden ALLES unternehmen, um diese Zusammenarbeit der beiden inhaltlich verwandten Parteien zu verhindern, koste es was es wolle!

Siehe gefaktes Faeser-VS-Gutachten, SPD-Richter-Wahl, Grüne & ÖRR hetzen hier massiv, siehe Reaktionen der Grünfaschisten und ihren „NGO“ als Merz versuchte seine Migrationswende auf demokratischem Wege mit den Stimmen der AfD durchzubekommen etc.

JEDES Mal, wenn die CDU auch nur ansatzweise andeutet, evtl. mit der AfD zu kooperieren laufen die linksextremen Kräfte Amok!

Der Feigling Merz ist viel zu schwach, um sich dem zu widersetzen!

So sieht es aus! Es ist ein Zeugnis des schlechten Personals mit dem wir es, gerade auch bei den konservativen Politikern zu tun haben, dass sie so dumm waren und sich haben vor den Karren der SPD/Grünen und Linken haben spannen lassen und denen schön in die Falle gegangen sind. Nun wissen sie nicht mehr wie sie da raus kommen sollen. Bei den kleinsten Reflexen der CDU a'la Richtung AFD, wird gleich laut aufgeschrien und mindestens der Faschismus und gleich der gesamte Weltfrieden bemüht. Unter dem geht sowieso nichts mehr. Das Schlimme dabei ist nur, dass dieses Land systematisch gegen die Wand gefahren wird. Es bewegt sich nichts mehr in diesem Staat. Ein Zug der nicht mehr aufzuhalten ist. Ausbaden müssen es jedoch die einfachen Bürger, die nicht im Speckmantel leben und über deren Möglichkeiten verfügen. Ja, die Brandmauer muss man sich leisten können!

Markus Michaelis | Fr., 18. Juli 2025 - 13:26

Anlass für wichtige Diskussionen. Was will man, wer ist "man" und was ist realistisch. Vor diesen Fragen stehen aber alle Gruppen, auch die "Mitte" wird sich schwierigen Fragen stellen müssen. Die AfD dürfte bei 30% gegen harte Grenzen laufen, das sehe ich auch so. Alle anderen Parteien allerdings auch, weil es die eine gemeinsame Weltsicht nicht mehr gibt.

Es gibt Begriffe die verbrannt sind, wie wahrscheinlich "Remigration" und es geht auch um reine Vertrauens-Misstrauensfragen, etwas losgelöst von wirklichen Inhalten. Da geht es viel um Worte und Gesten.

Wirklich schwierig werden aber auch die inhaltlichen Fragen der Gesellschaft: Deutschtümelei (falls das wer will) ist wohl eher chancenlos, aber die offene Gesellschaft, die von einem Menschenbild ausgeht, dass "eigentlich" alle Menschen widerspruchsfrei genau gleich wären in ihren Grundsichten, scheint mir auch realitätsfremd chancenlos.

Ich denke alle werden sich Denk- und Anpassungsprozessen stellen müssen - mit offenem Ausgang.

Ingofrank | Fr., 18. Juli 2025 - 22:44

ist der Misserfolg Merkels und der Regierungszeit Scholz. Merz reiht sich nahtlos als weirerer Verwalter des deutschen Abschwungs ein…… und nicht nur das, er hat zukünftigen Regierungen jeglichen finanzpolitischen Spielraum durch seine Megaschulden genommen die nach ihm noch Generationen abbezahlen müssen.
Hinzu kommt die Defensive Merzens gegenüber der AfD in Form der Union von grün links & Merkel übergestülpten Brandmauer ….. Er läßt sich als Kanzler weiter am Nasenring namens Branddmauer von seinen Koalitionspartnern SPD & der Grünen Sekte die bei jeder Kabinettsitzung quasi mit am Tisch sitzt durchs politische Berlin wie ein Pfingstoche treiben.

Wolfgang Borchardt | Sa., 19. Juli 2025 - 09:35

Während die SPD mit 16% der Wählerstimmen die CDU kräftig unter Druck setzt, spricht der Autor der AfD auch bei 30% Stimmenanteil eine wesentliche Mitbestimmungskraft ab. Was natürlich bei weiterer Ausgrenzung dieser Wählerstimmen gelingen kann. Inzwischen sind Links-Grün + CDU stark genug, Staat und Demokratie für sich allein zu beanspruchen. Der Begriff "Remigration" ist äußerst unklug gewählt, der der "Abschiebung" aber nicht besser. Unabhängig davon, dass bereits die alte BRD türkische Gastarbeiter gegen Geld nach Hause geschickt hat, ist die Situation heute weit dramatischer, weil es um die Einwanderung in die Sozialsystem, die Einwanderung rechtsfremder Kulturen, von Antisemiten, frauenfeindlichen und bildungsphoben Menschen geht, die diesen Staat zielgerichtet untergraben. Der Islam ist eine Religion, die auf Eroberung setzt.

G. Fischer | Sa., 19. Juli 2025 - 12:22

Keine Partei wird wegen ihrer Begrifflichkeiten gewählt, sondern für das Ansprechen realer Probleme der Mehrheiten und die Hoffnung auf die Lösungen, die durch sie initiiert werden. Es reicht für den politischen Diskurs nicht, Begrifflichkeiten, die bis dahin unverdächtig waren, hinter roten Linien zu dämonisieren wie bei Kleinkindern. Z.B. der Begriff Remigration wird ohne viel TamTam und ohne rote Linie als Rückwanderung erklärt (https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/glossar-migration-integration/2706…). Es geht um die Entscheidungen und Taten der Regierenden, die den existierenden Problemen nicht Herr werden und deren Worte vor der Wahl kaum noch Gewicht haben. Was erwartet man da von den Wählern? Der Umgang mit der AfD in Sachsen, wo Herr Kretschmer (CDU) mit seiner Minderheitsregierung unaufgeregt Demokratie mit und nicht gegen die AfD etabliert, zeigt, wie es geht. Lösungen müssen her, alle Ideen werden gebraucht, Ausgrenzung ist keine Lösung.