Demo für AfD-Verbot
Nach Höcke ist Merz dran: Demonstration für ein AfD-Verbot am 11. Mai 2025 / picture alliance / IPON | Stefan Boness

Umgang mit der AfD - Im Namen des Demokratieschutzes wird die Demokratie untergraben

Der Umgang mit der AfD ist ein Skandal, den die liberale, bürgerliche Mitte schon aus Eigeninteresse nicht hinnehmen sollte. Die entscheidende Frage, auch in der Verbotsverfahren-Debatte, lautet: Wollen wir eine linke Republik – oder eine demokratische?

Alexander Grau

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Zuletzt erschien von ihm „Die Zukunft des Protestantismus“ bei Claudius.

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Nicht die AfD ist die Gefahr für unsere Demokratie, sondern der Umgang mit ihr. Seit nunmehr zwölf Jahren versuchen nicht nur die politischen Konkurrenten, sondern auch die etablierten Medien im Schulterschluss mit fragwürdigen NGOs, die Partei in die Bedeutungslosigkeit zurückzudrängen. Man ist krachend gescheitert.  

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Ernst-Günther Konrad | Sa., 2. August 2025 - 15:53

"Eine Demokratie, die Parteien verbietet, ist keine. Punkt. Denn eine Demokratie, die zu der Waffe des Verbotes und der juristischen Delegitimierung greift, begeht Harakiri. Wer heute als Bürgerlicher, als Liberaler oder Konservativer ein Verbot der AfD befürwortet, wird lediglich als zweiter von Spielbrett genommen."
Danke Herr Grau. Gerade mit diesen drei Sätzen, die man in Stein meißeln könnte, haben Sie alles gesagt, was man in der Kürze sagen kann. Ich mag keine linken Parteien, dennoch würde ich sofort dafür eintreten, dass sie nicht verboten werden, sollte das jemals in Betracht kommen. Auch Linke haben das Recht auf Meinung, auf Streit, auf Irrtum und vor allem Teilhabe an der politischen Ausrichtung einer Gesellschaft. Ich halte es da mit Voltaire. Aber ich bin mir sicher. Es ist, wie ein Pendel. Man mag es in die eine Richtung ziehen, es muss aber wieder zurück. Je weiter man es nach links zieht, desto stärker wird es nach rechts zurück ausschlagen. Die schnallen es nicht.

Jürgen Goldack | Sa., 2. August 2025 - 16:17

Wieder einmal ist das Problem (wie schon einige Male geschrieben), dass der "Cicero" von zu wenigen Bürgern und zu wenig Politikern, die sich ja zuvorderst angesprochen fühlen sollten, gelesen wird. Ist es nicht so, dass die CDU und ihre Protagonisten Merz, Frei etc. nicht akzeptieren können, dass die AfD ihre "Folgepartei" ist? Bei den Grünen wie auch bei der von Ihnen so titulierten "Akademikerclub-SPD" fehlt es m. E. am nötigen Intellekt, an Erkenntnisbereitschaft und ehrlichem Demokratiewillen. Für beide geht es nur um Macht! Ein paar Studierte aus Bereichen Soziologie und Juristerei machen noch keine Akademikerpartei! Die CDU/CSU ist durch den Umerziehungsprozess unter SED-Merkel links indoktriniert und zur „Linkspartei“ mutiert. Die Linke, PDS, SED, wie auch immer, kann nicht anders, sie hat keine geschichtsorientierte Einstellung zur Demokratie. Im Unterschied dazu ist der Paradigmenwechsel bei der ehemaligen Arbeiterpartei SPD ideologisch motiviert sprich Macht um jeden Preis.

Klaus Funke | Sa., 2. August 2025 - 16:30

Das ewige Nachgeben der CDU gegenüber Grünen und der SPD ist verhängnisvoll, denn wie im Artikel hervorgehoben, wird die CDU die nächste Partei sein, die das linke Kartell in seinem rasenden Macht- und Deutungswahn ins Visier nimmt. Dann sitzt Merz neben Weidel auf dem Ablösebänkel. Ob diesem Pinoccio dies klar ist? Die Richterwahl wird zur Richtungswahl werden. Wenn die CDU hier umfällt, ist es um sie geschehen. Die SPD und die Grünen reiben sich schon siegesgewiss die Hände. Aber es muss ein Aufschrei durchs Volk gehen. Bis hierhin und nicht weiter! Wenn man bedenkt, welche verhängnisvolle Rolle die Sozialdemokratie in der deutschen Geschichte schon gespielt hat, kann man sich ausmalen, dass diesmal wieder ein derartiger Wendepunkt droht. Wenn wir ihnen das durchgehen lassen, ist die linke Repubklik nicht mehr aufzuhalten. Dann drohen Zustände wie anno dazumal. Denn mit Geld und Wirtschaft können die Sozen nicht umgehen. Solange Geld da ist, wird es verbraten. Bis wir alle arm sind!

Peter Sommerhalder | Sa., 2. August 2025 - 16:40

ist so eine typische deutsche Erfindung.
Sie wäre ja eigentlich nicht weiter schlimm, das Problem ist nur: Es funktioniert, es wirkt.

Klar/natürlich funktioniert „unsereDemokratie“ nicht ewig, aber dann ist es leider zu spät…

Also lieber jetzt umsteuern/vernünftig/ realistisch werden, oder nicht?
Was spricht dagegen? Jedenfalls sicher nicht die Realität, die Wirklichkeit…

Hans Page | Sa., 2. August 2025 - 16:44

Wenn man die gegenwärtigen Debatten in Deutschland beobachtet wird einem ganz beklommen. Und ich kann nicht sehen dass die Richtung die diese Debatten genommen haben irgendwie umgekehrt werden. Wo sind die charismatischen Politiker die Unsinn als Unsinn bezeichnen und die gegenwärtige Hysterie auf Null bringen? Ich sehe sie nicht, und die einzigen Namen die mir einfallen sind Kristina Schröder und Kubicki, aber keiner von beiden hat die Durchlagskraft um die Hysterie als das zu entlarven was sie ist: gezielte Demagogie um die Demokratie einzuschränken. Leider sehe ich den Bundespräsidenten als Totalausfall und eher als Anheizer der Hysterie und nicht als ausgleichende Kraft.

Herr Page. Ich darf Ihnen aber trotzdem eine Personalie, Politiker die Unsinn als Unsinn bezeichnen, nennen: Frau Alice Weidel. Frau Schröder? Herr Kubicki? Was hört man von Frau Schröder so Besonderes? Ist sie nicht noch immer cdu Mitglied? Welchen Einfluss hat sie auf wen oder was? Kubicki schreibt jetzt Kolumnen im Cicero, mit Argumenten, klug und nachvollziehbar. Seine Partei war Mitglied der letzten Regierung. Was hat es gebracht? Wie hat er in in wichtigen Entscheidungen abgestimmt? Wie ist deren "demokratisches" Verhalten gegenüber der AfD? Nebenbei fällt mir gerade auch noch Frauke Petry und ihre Replik hier auf Kubicki ein. Schon gelesen? Das war stark!

Jens F | Sa., 2. August 2025 - 17:25

"Eine Demokratie, die Parteien verbietet, ist keine. Punkt."
Diese apodiktische und argumentativ völlig unbelegte Behauptung ist blanker Unsinn, denn demnach wäre die BRD seit den bereits erfolgten Parteiverboten von SRP (1952) und KPD (1956) keine Demokratie mehr.
In Deutschland gelten für ein Parteiverbot äußerst strenge Voraussetzungen, die zudem nur das BVerfG per Urteil feststellen kann.
Diese Regelung bringt die gegeneinander abzuwägenden Gesichtspunkte des Schutzes der Demokratie vor aggressiv kämpferisch agierenden verfassungsfeindlichen Parteien mit der Gefahr der Beeinträchtigung des demokratischen Wettbewerbs durch das sehr scharfe Schwert eines Parteiverbots in einen ausgewogenen Ausgleich.
Insofern schließen sich Demokratie und Parteiverbote also gerade nicht zwingen aus sondern es darf und muss unter sehr streng vom BVerfG zu überwachenden restriktiven Voraussetzungen auch das Mittel des Parteiverbots als ultima ratio geben.

Thomas Veit | Sa., 2. August 2025 - 19:18

Antwort auf von Jens F

Sorry, das sehen wir ja gerade, wie das läuft...

Wenn die Institutionen politisch unterlaufen werden wird damit auch die Demokratie ausgehöhlt und verdient diesen Namen nicht mehr... >> Genau das findet gerade statt, falls Sie es noch nicht bemerkt haben. Ihr argumentativer Rückzug auf 'strenge Regeln' und das BVG laufen damit in's Leere.

Jede 'Demokratie' kann ausgehöhlt und zur Pseudo-Demokratie umgestaltet werden, trotz angeblich strenger Regeln und Gesetze..., und zwar idR immer von den amtierenden Machthaber:innen (Frau - von wem sonst. Das Aushöhlen geht sowohl von rechts...., als AUCH VON LINKS, wie derzeit hierzulande. Keines von beiden ist irgendwie besser als das andere.

MACHEN SIE IHRE AUGEN AUF!!

Urban Will | Sa., 2. August 2025 - 19:59

Antwort auf von Jens F

Parteiverbote nicht zu einer Demokratie passen.
Eine echte Demokratie, keine gespielte wie die unsrige, braucht sie in der Tat nicht. Sämtliche hierzulande verbotene Parteien waren klein und bedeutungslos. Man hätte sich das Verbot sparen können.
Was nützen die von Ihnen hier angesprochenen „hohen Hürden“, wenn man nicht mehr von der Unabhängigkeit der Richter ausgehen kann. Die Ursünde war – keine Überraschung – in der Corona-Zeit die Einladung des höchsten Gerichtes bei Merkel. In Zeiten, wo die Grundrechte geschliffen und als eine Art „staatlich gewährte Privilegien, die jederzeit abgeschafft werden können“ betrachtet wurden. Seither ist mein Vertrauen in Karlsruhe schwer erschüttert.
In einer echten Demokratie ist der größte Schutz vor deren Abschaffung ein mündiges Volk. Amerika hat uns das bewiesen, auch Großbritannien. Dort gibt es de facto keine Parteienverbote.
Ein mündiges Volk schützt sich selbst vor zerstörerischen Parteien. Es braucht hierfür keine höchstrichterl. Verbote.

Eine gekünstelte Demokratie, die nicht vom Willen des Volkes ausgeht, kann nicht überleben und wird früher oder später zur Schein-Dwmokratie, so wie es hierzulande im Augenblick die "unsere Demokratie"-Fraktion unter nun der Führung der SPD (Parteitagsbeschluss) anstrebt.

Wenn 25% der Wähler:innen de facto eine andere als ihre in freien Wahlen (denke das ist noch so...?) getroffene Entscheidung durch ein Verbot der von ihnen gewählten Partei aufgezwungen wird so ist das eine (verdeckte) Diktatur, nichts anderes.

Stellt die AfDendlich inhaltlich..., wie schon x-mal angekündigt!! Darauf würde ich mich wirklich freuen... - endlich mal die/unsere Probleme beim Namen genannt zu sehen..., in der öffentlichen Diskussion, auch im ÖRR. DAS wäre ja mal ein erster Schritt..., Probleme zur Abwechslung mal ungeschminkt zur Kenntnis zu nehmen,S auf der linken Seite der Feuermauer, so wie sie offensichtlich real sind (Zahlen, Fakten, Geldflüsse... - Sorry, ich träume... 😉)

Karl-Heinz Weiß | So., 3. August 2025 - 09:30

Antwort auf von Jens F

Nach meiner Interpretation geht es dem Autor vorrangig darum, dass linksgerichtete Parteien in Deutschland die in vielen europäischen Ländern zu beobachtende "Gegenbewegung " durch Parteiverbote unterbinden wollen. Bei einer Partei mit 20-25% Wählerpotential ist das eine abstruse Idee. Eine "Brandmauer " funktioniert nirgends, siehe Schweden, Dänemark, Italien etc.

Thomas Veit | Mo., 4. August 2025 - 10:53

Antwort auf von Karl-Heinz Weiß

dass man/Frau eine 25%-Partei nicht verbieten kann, auch nicht mit 'Richter:innen-Tricks', ohne den sozialen Frieden im Land nachhaltig zu gefährden bzw. zu zerstören - oder glauben sie in ihrer Hybris sie könnten sich wirklich alles erlauben, den tatsächlichen Abbau der Demokratie um "Unsere Demokratie®" für sich selbst zu retten..., einschließlich ihrer eigenen Macht...!??

Sie sind immer noch nicht aufgewacht..., die Linksgrünwoken, nach mehr als 10+ Jahren politischer Realitätsverweigerung... - DAS ist die eigentliche Gefahr für Deutsch..., und die negativen Auswirkungen dieser Ignoranzpolitik (seit Merkel!) sind ja nun offensichtlich überall im Land bereits sichtbar bzw. praktisch zu spüren, wer den Kopf nicht im Sand hat... ...

Jens F | So., 3. August 2025 - 19:57

Antwort auf von Jens F

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass es reiner Machtmissbrauch ist, wenn versucht wird, mit einem Parteiverbot die größte Oppositionspartei zu verbieten, nur weil ein wachsender Teil der Bevölkerung die Politik der aktuell Regierenden nicht mehr mit zu tragen bereit ist und deshalb ein ganz normaler demokratischer Mehrheitsverlust droht. Jedenfalls dann, wenn die strengen materiellen Voraussetzungen eines Parteiverbots gar nicht vorliegen (was bei der AfD nach weit überwiegender Meinung aktuell der Fall ist). Mir ging es darum, darzulegen, dass es trotzdem legitime Fälle für Parteiverbote gibt und dass es ein Irrtum ist, zu behaupten, jedes Parteiverbot sei per se mit einer Demokratie unvereinbar. Ebenso setzt die Legitimität eines Parteiverbotes natürlich ein hinreichend integres BVerfG voraus, das sich an Recht und Gesetz hält und nicht politisch völlig unterwandert ist. Gerade deshalb dürfen die aktuellen SPD Kandidatinnen auch beide keine Richterinnen am BVerfG werden.

Stefan | Sa., 2. August 2025 - 17:45

Die sogenannten "etablierten Parteien", als da wären SPD, CDU/CSU und die Grünen, die sich selbst, hervorgegangen aus tiefroten RAF Tagen, als politische Mitte bezeichnen, bekommen heutzutage erst gar nicht mehr genug Wählerstimmen um ihre Agenda durchzusetzen.
Da ist es zwangsläufig unabdingbar um des Machterhalt willens eine unseelige Koalition einzugehen.
Mit wem auch immer, ob's passt oder nicht.
Natürlich zum Nachteil des Wählers und der Bevölkerung.
Die AfD zu verbieten wäre ein willkommenes Geschenk für alle Aspiranten der Regierung um - so ist es dann angedacht - Mehrheiten wie einst unter Kohl zu bekommen.
Somit ist das fressen von grünen und tiefroten Fröschen für Merz und seine roten Kumpel das eher kleinere Übel.
Auf geht's deshalb mit wehenden Regenbogenfahnen dem Untergang entgegen.
Nicht was der Wähler will, nämlich Blau/Schwarz, sondern das was die Sturmvögel des Untergangs sich um der eigenen Tantieme wegen ausgeklügelt haben zählt.
Der Bürger bleibt außen vor.

Gerhard Fiedler | Sa., 2. August 2025 - 17:59

Richtig, Herr Grau! Doch Merz und seine Partei begreifen es nicht. Oder sie wissen es zwar, aber es fehlt ihnen an Mut, den von Ihnen genannten Tatsachen zu entsprechen. Ich nenne sie noch einmal:
1. „Eine Demokratie, die Parteien verbietet, ist keine.“
2. „Denn zum einen ist die AfD nicht annähernd mit der NSDAP zu vergleichen. Wer das tut, hat entweder keine Ahnung oder instrumentalisiert diesen Vergleich aus politischen Gründen vorsätzlich.“
3. „Im Kern zielt die Verbotsdebatte auf die verfassungsrechtliche Stigmatisierung aller nicht-linken Positionen. Jede irgendwie rechte, konservative oder auch liberale bis libertäre Programmatik soll als latent verfassungsfeindlich gekennzeichnet werden."
4. „Wer heute als Bürgerlicher, als Liberaler oder Konservativer ein Verbot der AfD befürwortet, wird lediglich als zweiter vom Spielbrett genommen."
Ich wünschte mir, Herr Rensing vom CICERO würde diesen Beitrag vielen seiner Parteimitglieder zukommen lassen.

Ingofrank | Sa., 2. August 2025 - 18:11

Republik ?
Nun, dies Entscheidung ist doch längst gefallen.
Das die DDR ein linkes, undemokratisches, der Planwirtschaft verfallendes „Staatsähnliches Gebilde“ war, ich glaube darüber besteht kaum eine andere Meinung höchstens bei den ehemaligen, hoch dotierten, SED Bonzen.
Vieles was die DDR charakterisierte ist doch heute in der BRD ganz genau so ……
Opposition …. Darf zwar sein aber nur im Rahmen der gleichen Meinung wie die der Regierenden.
Der Staat betreibt zunehmend Plan statt Marktwirtschaft
Presse, Funk und Fernsehen nur noch der ideologische Arm der jeweiligen Regierungen begonnen mit Merkel weitergeführt durch Scholz und jetzt durch Merz.
Andersdenkende werden ausgegrenzt und in die meist rechte Ecke gestellt.
Das einzige was n o c h nicht gleichgeschaltet ist, sind die freien Wahlen ….. noch sind sie frei
Mal sehen wie die Justiz weiter ausgebaut wird. Ob weiter willige Richter ins BVG kommen um die AfD zu verbieten ?
Mit besten Gruß aus der Erfurter Republik

Jens Böhme | Sa., 2. August 2025 - 18:38

Meine Frau schimpft oft mit "Früher war das anders..." (bei Banken, Behörden usw.). Ich lächle nur noch, weil sie immer wieder damit kommt. Wenn ich lese, die "liberale, bürgerliche Mitte" müsse dieses oder jenes machen, schmunzel ich, denn die gibt es nicht mehr. Diese hat sich schleichend nach rechts und links radikalisiert. Das westliche System kommt seinem natürlichen Ende entgegen.

Thomas Veit | Sa., 2. August 2025 - 18:48

diese 'Wanderwitz-Genossen' und KGE's sollten sich wirklich SCHÄMEN - SIE sind die wahren Totengräber einer lebendigen Demokratie, nur um ihre Hybris und ihr 'pseudo-demokratisches Ego' zu pflegen..., aus ihrer warmen Bubble heraus, und natürlich um ihre mühsam erarbeitete MACHT nicht abgeben zu müssen... ... >> Einfach schamlos!

DANKE an den Autor!!

Urban Will | Sa., 2. August 2025 - 19:15

Denn er ist mehr als berechtigt. Allerdings stimme ich den Aussage am Ende nicht zu. Die AfD - gut, dass sie da ist - wäre nicht entstanden, wenn Merkel – für mich ein Irrtum der Geschichte, es hätte Schäuble werden sollen – nicht an die Macht gekommen wäre. Diese verheerende Dame hat das Bürgerlich-Konservative vernichtet, das kann man gar nicht oft genug hinschreiben. Gäbe es dieses noch, hätte eine CDU sich nicht zum Bettvorleger für Linksgrünwoke entwickelt, dann hätte es den Irrsinn von 2015 in der Form nicht gegeben und wir hätten viele Probleme nicht. Und es würden viele Menschen noch leben, bzw. wären nicht geschändet worden.
Auch die „rapiden Veränderungen der Lebenswirklichkeit“ hätte es in dieser Form nicht gegeben. Die Veränderungen in diesem Land als Folge der geisteskranken Migrationspolitik sind so massiv, dass sie die wenigsten überhaupt kapiert haben. Sie kommen zwar schleichend, aber werden mit einer Brutalität zuschlagen, die kaum jemanden derzeit bewusst sind.

Christoph Kuhlmann | Sa., 2. August 2025 - 23:01

CDU und SPD schwächer. Die gigantischen Lügen des Herrn Merz werden bei den Wahlen in den nächste Jahren erinnert. Die Versuche AfD Mitgliedern den Beamtenstatus zu entziehen ebenfalls. Ich denke die CDU wird hinter die AfD zurück fallen. Die Demokratie in diesem Lande machen immer noch die Wähler und nicht die Parteien, Medien und Richter. Wer das ignoriert, der riskiert den Bürgerkrieg. Das Gewaltmonopol des Staates.

Markus Michaelis | Sa., 2. August 2025 - 23:51

Ja, Danke, das sehe ich auch so. Privat sehe ich mich als Teil dieser Mitte, mag die Leute auch, will auch unter ihnen leben (mit allen anderen komme ich aber privat auch zurecht). Aber politisch sehe ich es genauso: die letzten Jahre waren ein politisches Versagen.

Was ich auch so sehe: viel dreht sich um den Extremismus der AfD, aber der große Punkt ist die Unfähigkeit der Mitte sich mit den Fragen der Zeit zu beschäftigen. Man wirft anderen vor am Gestern zu hängen, aber man selber glaubt wenn man seine Begriffskette Menschenrechte, Rechtsstaat, Demokratie, Gerechtigkeit, Europa, Klima etc. aufgezählt hat, sei alles gesagt. Alleine die Widersprüche innerhalb dieser Begriffe - welche Entscheidungen trifft man da?

Ich glaube nicht zuerst an einen Durchmarsch der Linken, ich glaube eher an ein Chaos, bei dem offen ist, was passiert, weil die Mitte von absoluten Wahrheiten für die Menschheit träumt, aber unfähig ist, sich mit der Realität auseinanderzusetzen.

Markus Michaelis | So., 3. August 2025 - 00:02

Klar, Geschimpfe wird niemanden überzeugen - das erwarte ich auch nicht. Man müsste tagelang diskutieren und auch dann erwarte ich das nicht. Es ist umgekehrt, ich bezweifele gerade die universellen Wahrheiten, Fakten, Wissenschaft, die eine Gesellschaft für alle Menschen festlegen sollen.

Wenn die Mitte behauptet, dass sie für DIE Menschenrechte, DIE Demokratie, für ALLE Menschen eintritt, würde ich erwarten, dass sie wenigstens 7,5 Mrd. Menschen hinter ihr auch vorweisen kann. Was ich dagegen sehe sind immer unregierbarer werdende westliche Gesellschaften, weil man jedenfalls 50% nicht mehr zusammenbekommt, meist noch nicht mal mehr 30% - und das in den eigenen Gesellschaften. Wie sieht es denn weltweit aus. Wer wählt in Afghanistan Merz, Spahn, Reichinnek, Klingbeil oder Baerbock?

Wir können gerne über den EuGH, UNO und Völkerrecht reden, auf die man sich vielleicht bezieht, wenn man meint, die Menschheit zu vertreten.

Ih | So., 3. August 2025 - 00:17

Die etablierten Parteien, insbesondere die SPD und die Grünen werden in Bedeutungslosigkeit untergehen, wenn die Wähler sie nicht mehr wählen, hoffentlich!

Sabine Lehmann | So., 3. August 2025 - 05:14

Die Zeit des Schwurbelns ist vorbei, jetzt ist Zeit für Klartext. Dass Demokratien von Hause aus weder Parteien verbieten noch politische Feinde eliminieren, muss doch nicht noch betont und erklärt werden. Von daher müsste der Satz lauten: Ein System das Parteien und politische Gegner verbietet und verfolgt, ist nicht nur keine Demokratie, es ist eine hundertprozentige Diktatur. Punkt.
Die Saat zur Verfolgung Andersdenkender hat der Skunk aus der Uckermark gelegt. Sie ist aufgegangen, wird stetig gedüngt und gedeiht im besten Deutschland seit der Erfindung der DDR hervorragend. Und weil das mit dem Anderssein so eine Sache ist, gibt es da feine Unterschiede. Denn Manche sind die besseren „Anderen“. Das sind all die, die Judenhass, Christenverfolgung, Frauenhass, Kinderehen und Scharia vom Scheitel bis zur Sohle leben, lieben, indoktrinieren und verkörpern, so dass das alte Normal verwelkt, verkümmert und verschwindet. So lautlos, dass niemand ihn registriert, diesen Abschied.

Wolfgang Borchardt | So., 3. August 2025 - 10:35

demokratische Opposition mehr, seitdem die opportunistische FDP sich selbst abgeschafft und der Demokratie einen Bärendienst erwiesen hat. Dass die Altparteien ausschließlich im Interesse ihrer Machterhaltung ein Monopol auf die Demokratie erhoben haben, um Andersdenkende als Feinde (ihrer) Demokratie ausgrenzen zu können, ist gesichert undemokratisch. Wir sehen, dass die "Rechts" vorgeworfene Hetze derzeit klar von links kommt. Wir sehen, dass die Politik die Augen davor verschließt, dass die AfD lediglich ein Symptom eigener schlechter Politik ist. Das Symptom würde rasch verschwinden, würde man die eigenen Fehler nicht für Segnungen halten. Nichtsdestotrotz werden sie unbezahlbar werden. Den arbeitenden Steuerzahlern (auch Rentner zahlen kräftig Steuern, insbesondere wenn sie länger arbeiten) muss man noch etwas zum Leben lassen. Die aufgr.missling. Migration nur zögerl. in Arbeit Gebrachten müssen dann weiter auf Pump ernährt werden, ökon., sozi.u. für die Betr.selbst einDisaster

Dorothee Sehrt-Irrek | So., 3. August 2025 - 10:54

funktionierte nicht, als das in der Demokratie angesprochene Volk nicht mitmarschierte.
Möglich aber, dass die Gesellschaftspanik bei den jetzt jungen Menschen "Früchte" trägt.
Nun hat aber Frau Merkel m.E. nicht nur die konservative Richtung der CDU aufgegeben, sondern evtl. auch die liberale und sozialdemokratische.
Sie konnte vlt. gut mit Grünen und Linken, vor allem in Richtung NGOs oder Antifaschismus, wo sie dann auch den Nerv linker Sozialdemokraten traf?
Kurz, die CDU existiert gewissermaßen "gar nicht mehr", die Liberalen wurden z.B. mit der Mehrwertsteuersenkung für Hotels "platt" gemacht, die SPD vorgeführt durch eine Massenmigration, "Mehr, weiter, beliebiger"?.
Irgendwann sind in den Medien die Jüngeren einer Generation dran, zu denen ich auch Frau Merkel zähle - sie ist nicht meine, aber sehr viele meiner Verwandten sehr viel älter als sie - , eine Jüngere der älteren Generation...
Das Attribut "staatstragend" lernt man entweder von Kindesbeinen oder man wächst hinein?

Dorothee Sehrt-Irrek | So., 3. August 2025 - 11:03

Nun mag Frau Merkel durch ihre Famile schon auch konservativ geprägt worden sein, vielleicht aber in der DDR nicht hineingewachsen?
Dazu hätte es m.E. mindestens einer politischen Arbeit in der Ost-CDU bedurft.
Als junger Mensch war sie dann aber evtl. sehr viel stärker dem DDR-Sozialismus ausgesetzt, deshalb komme ich darauf, dass auch unsere jungen Menschen ersteinmal links und klimabewegt sind, bevor sie beginnen nachzudenken.
Das wird aber kommen.
Bildung macht schon etwas mit den Kindern.
Das alles entlastet nicht die AfD, erklärt aber vlt. deren Entstehen.
Gleichzeitig brachte die Wiedervereinigung die Grundlage auch für einen sogenannten nationalen Staat, sagen wir unter dem Aufbau des Rechtes und der Institutionen "wogend".
Drittens gab es in der DDR eine sehr bestimmte Revolution, friedlich, aber sehr bestimmt GEGEN links.
Vielleicht fühlte sich da Frau Merkel mitangesprochen?
Frau Merkels Politik verschärfte evtl. gesellschaftliche Spannungen, statt zusammenzuführen?
Was nun?

Dorothee Sehrt-Irrek | So., 3. August 2025 - 11:17

Das alles macht die Gemengelage sehr komplex.
Hinzu kommt noch der Eu/ro und die Finanzkrise.
Frau Merkel hätte eine Zauberin sein müssen, all dies unter einen Hut zu bringen.
Aber genau deshalb bin auch ich dagegen, jetzt mit schlichten Instrumenten gegen eine komplexe Gemengelage vorzugehen.
Allerding trägt der nachrevolutionäre Klang im Osten m.E. dazu bei, dass die Bereitschaft, sich dem GG anzubequemen evtl. eher ab- , denn zunimmt.
Das darf nicht sein in meinen Augen.
Sollten also die Befunde über die AfD klare Urteile ermöglichen, so werde ich immerhin mit dazu beitragen, diese gegenüber einer AfD durchzusetzen.
Bis dahin laufe ich nicht bei Links mit.
Das muss Schutz genug sein für eine Partei im Rahmen unserer verfassten Gesellschaft.
SPD, FDP und CDU können wieder ihre Profile schärfen und weiterentwickeln.
Grüne bemühen sich vlt. deutlich zu machen, dem "Wir sind ein Volk" entgegenzusetzen, "Es gibt nur Farben" und wünschen sich die Regenbogenfahne?
Auch nicht nur mein Ding

Heidemarie Heim | So., 3. August 2025 - 14:22

Unsere phantastische bürgerliche Mitte und wo sie zu finden ist. Nach dem gleichnamigen Roman (Erstauflage unbekannt)von Herrn Dr. Grau;)? Die "Suche" erinnert mich auch ein wenig an Loriots Rennbahngespräch "Wo laufen sie denn, wo laufen sie denn hin?"
Es gibt wahrscheinlich unendlich viel tiefsinnigere Begründungen bzw. Argumentationen als die meine bzgl. der Rolle bürgerlicher Mitte in einer Demokratie wie der unsrigen. Ist man gewillt sie und das eigene bisherige "Wohlleben" darin zu verteidigen gegen Angriffe von außen und innen mit allem drum und dran? Oder lasse ich mir als Bürger dieses Gebildes von irgendwelchen Mitbürgern und insbesondere Politiker/innen sagen oder vorschreiben ob ich mich überhaupt Demokrat oder Demokratin nennen darf? Allein dieser schon mehrfach stattgefundene "Übergriff" bzw. all die damit verbundenen Narrative, das Geschwurbel von Parteiverboten sollte in einem von allen getragenen, FREIHEITLICHEN Gesellschaftsmodell Alarmstufe rot auslösen. Aufwachen!

Gerhard Hellriegel | So., 3. August 2025 - 15:00

Wenn ich ihn richtig verstehe, fordert Herr Grau einen fairen Umgang mit der AfD.
Solange sie die Spielregeln einhalte, sei sie gleich zu behandeln. Einverstanden.
Aber gilt das nur im Fall der rechten Parteien?
Oder nicht auch für linke?
Geht denn die AfD mit ihren politischen Gegnern fair um?
Beschimpfen denn nur die Linken die Rechten?
Oder gilt das nicht auch umgekehrt?
Verstoßen die, die heute eher am Ruder sind, gegen die Spielregeln? Inwiefern?
Akzeptiert denn die AfD linke Parteien?
Wie würde denn die AfD im Falle einer Mehrheit handeln?
Würde die AfD sich für die Rechte der linken Opposition einsetzen?
Man vergleiche die Entwicklung der SED/PDS mit der der AfD.
Zum Thema Parteienverbot wurde von Herrn Jens F. schon alles Notwendige gesagt.
Ja, Sie hätten das wohl gerne, aber ich bin nicht naiv.

Armin Latell | So., 3. August 2025 - 16:47

Antwort auf von Gerhard Hellriegel

ja wohl überhaupt nichts verstanden! Realität, also das, was wirklich passiert, spielt für Sie keine Rolle? Sie leben nur in ihrer selbst konstruierten fata morgana? Welcher Vergleich der "Entwicklung der SED/PDS mit der der AfD"??? Wo haben Sie die letzten 50 Jahre gelebt? Da haben Sie tatsächlich noch nicht mal nur viele Tassen im Schrank. Sie sind nicht naiv? Nein, denn das wäre noch viel zu freundlich ausgedrückt.

Theodor Lanck | So., 3. August 2025 - 22:05

Als überzeugter (aber EU-kritischer) Europäer ist für mich der Vergleich mit unseren europäischen Nachbarn und Partnern wesentlich. Nicht nur gibt es inzwischen in jedem Land eine rechte, populistische Partei - es käme vor allem niemand auf die ernsthafte Idee, diese durch ein Verbot bekämpfen zu wollen! Drittens würden sich nirgendwo sonst sowohl Medien wie auch Kunst und Wissenschaft dem demokratischen Austausch über die GANZE Breite des politischen Spektrums verweigern.

Herr Grau hat absolut recht, und es ist ihm zu danken für seine klare Sprache. Wir haben keinen "Rechtsrutsch", sondern sehen die Folgen eines massiven Linksrutschs der letzten 20 Jahre. Wenn man sich die "Bürgerlichen" so ansieht, haben sie dies aber noch immer nicht verstanden.

Walter Ranft | Mo., 4. August 2025 - 08:42

Ein Beitrag, der selbst von der politischen Vernunt, Weitsicht und Selbstachtung durchdrungen ist, die er empfiehlt.

Dem entspricht auch, dass A. Grau in diesem Zusammenhang den Begriff der "Toleranz" gar nicht erst bemüht.
Er spricht in genau dem Geist, den sie ursprünglich meinte - ohne Wenn und Aber; nicht im verwässerten Jargon aller Neutoleranten, die ihre Intoleranz mit der Attitüde "Keine Toleranz den Intoleranten" garnieren.

Die AfD / AfDler sollten sich auf diesen Beitrag nur berufen, sofern sie kenntlich machen, dass sie mitgemeint sind.

Wer sich hier nicht gemeint wähnt, gehört - egal unter welcher Selbstbezeichnung - einfach nur zum politischen Gesox.