- Bemerkenswerter Realitätsverlust
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sieht die AfD in vier Jahren bei neun Prozent. Mit seinem Plädoyer für die Brandmauer liefert er zugleich das Argument, weshalb es so nicht kommen wird. Mit selbstmörderischer Energie klammert sich die Union an eine fatale Strategie.
Irgendein schlauer Mensch soll einmal gesagt haben: „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“ Ob es George Bernard Shaw war, Winston Churchill oder Niels Bohr, darüber streiten sich die Geister. Vermutlich war es einfach irgendein anonymer Autor. Aber egal. Entscheidender ist die Botschaft: Voraussagen sind schwierig. Man sollte vorsichtig mit ihnen sein.
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Wow. Ist der Witzeerzähler, oder was? Der stellt INSA und die anderen Umfrageinstitute glatt in den Schatten. Was sieht der Mann, was wir alle nicht sehen? Ich sag es Euch liebe Mitforisten. Gar nichts. Merz wollte die AFD einst halbieren und jetzt? Wir wissen ja längst. Je nach Umfrageinstitut sogar vor der UNION mit 27% zu 26%. Und jetzt kommt dieser Noname Weimar? Den man erst kennt, seit er Minister ist und weiß was zu berichten? Oder hat er sich nur versprochen. Wollte er eigentlich sagen: "CDU in vier Jahren 9%." Das wäre realistischer. Allen Foristen und der Redaktion schönes Wochenende.
gleichfalls.
„Den man erst kennt, seit er Minister ist...“
Nun, immerhin ist er der Vater des Magazins, in dessen Forum Sie gerade schreiben.
Ihnen, lieber Herr Konrad, wünsche ich noch einen schönen, wenn vielleicht auch verregneten (?) Sonntag! Beste Grüße Gisela Hachenberg
Da kann man den Autor nur zustimmen. Obwohl Herr Weimer ein bisschen versucht die Richtung zu ändern. Im Zeitalter des Internets vergisst der Wähler, aber nicht so schnell wie früher. Die Option der CDU als Juniorpartner ist da schon eher realitätsnah.
einige für Normalbürger erfreuliche Entscheidungen getroffen, etwa zum Gendern. Diese Aussage zur AfD allerdings war weder klug noch überhaupt erforderlich. Wollte Herr Merz die AfD nicht schon halbiert haben? Er hat sie verdoppelt. Warum weigert sich die Politik, in der AfD das Symptom eigener schlechter Politik auf Kosten der Bevölkerung zu erkennen, dass sie ist. Die Politik selbst hat die Mittel, durch realpolitisch, nicht ideologisch bestimmte Entscheidungen der AfD den Nährboden zu entziehen. Herr Palmer hat nun den zielführenden Vorschlag unterbreitet, die AfD in die Politik einzubeziehen, was in der Regionalpolitik ohnehin zunehmend geschieht. Denn Bürgermeister m ü s s e n pragmatisch sein, wenn sie sich behaupten wollen. Woher die Angst vor der AfD? Angst lähmt und genau das sehen wir jetzt, inclusive der Auslieferung der CDU an die SPD. N u r In Poliikverantwortung kann sich die Spreu vom Weizen trennen. Wenn das mit "unserer" Demokratie unvereinbar ist, mit welcher dann?
Sehr schön, Herr Borchardt. Passt, nichts zu ergänzen.
Nach Claudia Roth war ich der festen Überzeugung: eine größere Fehlbesetzung für diesen Posten kann es schlicht und ergreifend nicht geben. Und nun entwickelt sich die CDU mehr und mehr zur Partei der Rechengenies: Angela Merkel hievte die AfD durch ihr "Schweigegelübde“ von unter 5% auf rund 15%, Friedrich Merz erreichte statt einer Halbierung eine Verdoppelung und Wolfram Weimer will 20% der deutschen Wählerschaft in einem "schwarzen Loch" verschwinden lassen. Friedrich Merz sollte ihm baldmöglichst den Vortritt lassen.
Klar kann die AfD bei 9% stehen, aus den genannten Gründen. Schwierig bliebe die Gesellschaft trotzdem. Weimers Aussage ist der Traum, dass möglichst alles so bleiben kann wie es ist.
Ein Symbol dafür sind für mich die Menschenrechte bzw. was wir darunter verstehen. Wir glauben fest, dass gesellschaftliche Fragen alle "richtig" klärbar sind, dass immer ein richtig und falsch erkennbar ist, dass sich alle Widersprüche und Erschütterungen auflösen lassen.
Dafür gibt es dann eine ganze Liste von Idealen (positiv wie negativ: Demokratie, Patriarchat, GG, etc. und ganz oben vielleicht die Menschenrechte). Die Gegner verletzen diese, man selber schützt sie, zu diskutieren und entscheiden gibt es dadurch nichts. Das ist aber nicht mehr als früher Gott, Vaterland, Kaiser etc. vorauszusetzen.
Das Symptom AfD steht auch für die Überforderung der Gesellschaft mit den realen Gegensätzen in der Welt umzugehen. Wir lassen Begriffe fallen (Menschenrechte) und wollen damit alles gesagt haben.
AfD steigen im gleichen Verhältnis wie die versprochenen Reformen der Union scheitern.
Wenn in rd. 100 Tagen Ampel die AfD „wohlwollend“ 4% zulegt kann sich jeder der die Grundrechenaten beherrscht, ausrechnen, bei gleicher Leistung der GROKO die AfD zukünftig stehen wird.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik
Zitat:
„Meine Prognose ist, die AfD wird 2029 bei neun Prozent sein.“
Das ist meines Erachtens genauso hoch gestapelt, wie das Gelaber von Friedrich Merz, er werde die AfD halbieren.
Mit diesem Kabinett und dieser Politik müssen sie aufpassen, daß 2029 die AfD nicht mit der Regierungsbildung beauftragt wird.
So wird ein Schuh draus.
Die CDU ist die unpolitische Partei 🇩🇪s. Das hat sich schon dadurch gezeigt, dass das Linken – U-Boot – Angela Merkel es überhaupt geschafft hat, diese Partei auf ihren Kurs zwingen. Das war schon ein politisches Meisterstück – zum Schaden 🇩🇪s.
Heute hat dieeinen Opportunisten an der Spitze, auf dessen Wort kein Verlass ist. Er klammert sich genau wie der Rest der CDU an die Brandmauer, weil er nicht die Cojones hat, dem inzwischen vollständig unterwanderten Medienapparat, der unter wanderten Exekutive und der unterwanderten Judikative Paroli zu bieten.
Zugegebenermaßen wäre das eine Heldentat, die große Risiken hat. Aber ohne diesen Schritt wird es für die CDU immer nur weiter abwärts gehen. Dann wer linke Politik will, der kann ja gleich eine linke Partei wählen..
Ofenbar haben noch nicht alle Wähler der CDU gemerkt, dass sie mit der CDU in Zukunft ohne die AfD nur noch linke Politik bekommen. Aber jeden Tag werden es weniger.
Heute steht die AfD bei Insa erstmals bei 26 %.
Für die Union schließt sich das Zeitfenster, in dem die AfD noch für viele wegen Neuheit, Unfähigkeit und gefühlter Radikalität nicht infrage kommt. Sobald die AfD in Struktur, Personal und Inhalten "etabliert" ist, steht sie der Union als Gegner im eigenen rechten Lager gegenüber, der den jahrzehntelangen Vorsprung der Altparteien in Machttechnik und Vernetzung wettmachen kann - denn sie ist gekommen, um zu bleiben.
Wie die SPD im Falle der Grünen es in den 80ern versäumt hat, den Unmut aufzunehmen, so weigert sich die Union seit Merkel, ihre eigene Vergrünung zu korrigieren.
Das Problem der AfD ist ja, dass ihr Bild in der Öffentlichkeit am Anfang vollständig von einem links-grünen Medienapparat bestimmt wurde. Da konnte natürlich nichts Gutes dabei herauskommen. Aber inzwischen bestimmt sie dieses Bild immer mehr selbst, mit der abnehmenden Bedeutung der Mainstream– Medien und der immer größeren Bedeutung alternativer Medien und sozialer Plattformen.
Wer heute noch sagt, man könne die AfD wegen dem oder dem oder der oder der Position nicht wählen, der fällt noch auf diese einstmals vorhandene Definitionshoheit der klassischen Medien herein. Das hat alles mit der Realität nichts mehr zu tun. In Thüringen hat das eine Mehrheit breit erkannt. Die AfD steht dort bei 42 %, was bedeutet, dass die Lügen über Björn Höcke inzwischen von der Bevölkerung mehrheitlich ignoriert werden.
für die Propaganda ist das ein Schlag ins Gesicht. Die Zahl stammt aus einer inoffiziellen, aber zuverlässigen Umfrage des X-Accounts "PrognosUmfragen", mit Zugang zu den Rohdaten.
Irgendwann ist hoffentlich der evtl. "Schock" über Frau Merkels CDU-Politik Vergangenheit, weil in der modernen und globalen Merz-CDU bearbeitet und bewältigt.
Es mag einige ältere Semester geben, die von Wagner nicht lassen können - müssen sie ja auch nicht - ansonsten aber "Mutti" und "Walküre" gut zusammendenken können.
Ich denke an gut ausgebildete junge Menschen, egal, woher sie kommen, was eine gut strukturierte Bildungsoffensive nötig macht.
Da mag die SPD vorangehen und mit ihr moderne Inhalte.
Der Artikel über das Bauhaus ist doch ein Traum.
Es gab die Moderne in der Weimarer Republik und so eine Moderne mag es in der Berliner Republik wieder geben.
Die Parteien der alten Bundesrepublik standen und stehen zur Moderne.
Die DDR hatte die Möglichkeiten nicht?
Ich bin gespannt, wie sich die Linke entwickelt, in die Moderne oder in Richtung Ideologie.
Ein Rückgang der AfD ist möglich.
Möglich ist aber auch deren Modernisierung.
Ich weiss es nicht.
ALTE Parteien müssen ZUKUNFT WAGEN
wäre wohl eine "modernisierte AfD"?
Bedauerlicherweise bin ich die Falsche, Ihnen zu einer Entwicklung der AfD Auskunft zu geben.
Ich kenne die Partei nicht, ich bekomme sie nur mit.
Und lag vielleicht auch falsch damit, dass sie insgesamt unmodern sei.
Das war die NSDAP evtl. aber auch nicht, also keine Entwarnung in meinen Augen.
Modernität würde ich festmachen wollen an der Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland vom Nationalstaat zum Verfassungsstaat, mit ihrer verfassten Gründung(GG).
Vielleicht tobt zur Zeit ein Streit darüber, ob die Bundesrepublik dergestalt überhaupt noch ein "Staat der Deutschen" genannt werden darf.
Die evtl. Internationalisten und Globalisten verbinden damit vlt. eine Tabula Rasa, ein offenes Gebiet für jeden* Willige/n?
Auch Frau Merkel sprach m.E.n. von Menschen, die schon länger hier leben?
Demgegenüber besteht die AfD wohl auf Land und Staat der Deutschen?
Entsprechend schrillten in Bezug auf Merkel alle Alarmglocken?
Aber auch Schäuble wollte eine Modernisierung der CDU.
Knifflig...
Schäuble wollte m.E. eine moderne CDU und ein modernes Deutschland in Europa.
Das wollen auch alle anderen Parteien für sich, evtl. mit Ausnahme der AfD?
Frau Merkel schlingerte m.E. gerne an Diskusionspunkten entlang, ohne sich selbst an einer Diskussion zu beteiligen?
Wenn man jetzt etwas Gutes schreibt, dann hat sie das im Nachhinein evtl. auch schon so gemeint?
Da bin ich mir eben nicht so sicher und deshalb bin ich froh, wenn wir Abgeordnete haben, die sich erklären können und nicht "erklären lassen".
In meinen Augen ist es keinesfalls unerheblich, wer hier schon länger lebt.
Die Quintessenz der Historie der Deutschen mündete in unser Grundgesetz.
Wir können die schon länger hier Lebenden jetzt auch z.B. "Pixpaxbumm" nennen, sie sind die Mütter und Väter des GG.
Dies zu verändern, bedarf bestimmter Mehrheiten, die aber, außer bzgl. Ewigkeitsparagraphen, gestalten dürfen.
Die Deutschen sind eventuell so modern, dass Hinzukommende leicht "antiquiert" wirken?
Sie sind NACH Göttern?
aber sinnlos, möchte man ergänzen. Einfach, weil er nur theoretisch möglich ist. Ob eine AfD in alleiniger Regierungsverantwortung wünschenswert ist, sei dahin gestellt; ich hätte da Zweifel. Aber als Korrektiv ist sie inzwischen unverzichtbar. Das weiß bzw. fühlt der Wähler. Und solange die CDU und alle links von ihr borniert an ihrer Ausgrenzung festhalten, stärkt das die AfD. Gegenwärtig spricht nichts dafür, dass sich etwas daran ändert. Da mag der sonst von mir geschätzte (im Ernst) Herr Weimer noch so laut im Wald pfeifen.
Da schreibt einer ein Buch über die Folgen der Masseneinwanderung, Gerald Grosz` "Merkels Werk", schonungslos und offen, genau abgebildet, drastisch, was man in unseren Großstädten und auch sonst täglich erlebt - und da erfrecht sich der großohrige, staatlich bezahlte Literaturkritiker Denis Scheck mit einer unflätigen, hasstriefenden Rezension, die jeder Beschreibung spottet. Natürlich in der ÖRR-Sendung "Druckfrisch", wo sonst. Jeder, der das Buch von Grosz liest, weiß, ja so ist es, hier schreibt einer die Wahrheit, aber in den ÖRR findet, von unseren Gebühren finanziert, die große Realitätsverweigerung statt. Da darf ein Autor in übelster, rotziger Manier runtergepöbelt werden. Und wir bezahlen diesen Scheck auch noch, dessen Literatursendung sonntags gegen 23 Uhr ohnehin keiner sieht. Ich empfehle den CICERONEN dieses Buch ausdrücklich. Auf den Punkt. Kaufen! Unbedingt kaufen. Schade, dass ich es nicht selber geschrieben habe, so sehr gefällt es mir. Pardon, kleine Eitelkeit.
Bisher hielt ich den Scheck für einen veritablen Literaturkritiker. Jetzt weiß ich, er beherrscht sein Fach nicht. Er hat keine Ahnung vom Marketing. Wüsste er nämlich, dass starke Verrisse immer auch verkaufsfördernd wirken, weil sie die Neugier des Publikums enorm herausfordern, wüsste er, dass Empörung eines der wirksamsten Marketinginstrumente ist, hätte er seine Anmerkungen zu Grosz` Buch nicht so bösartig, sondern maßvoller formulieren sollen. Aber offenkundig kennt Herr Scheck diese Grundregeln der literarischen Rezension nicht. Oder er hatte politische Order so zu wettern. Man hat ihn "von oben" aus den Redaktionsstuben des ÖRR angewiesen. Sei es wie es sei. Egal. Nun wird sich das Grosz-Buch dank Scheck´s Rezension jedenfalls noch besser verkaufen wie es das ohnehin schon tut. Man schaue die Sterne bei Amazon. Danke für Denis Scheck´ s Hilfe. Tja, sowas kommt von sowas. Das wollte ich bloß noch nachtragen.
Wenn ich die letzten Jahre Revue passieren lasse, dann müsste die Liste der Kritikpunkte sowohl an die frühere als auch an die aktuelle Regierung ergänzt werden:
- Aufnahme der Klimaneutralität in die Verfassung ( ich bin immer noch verstört, dass man überhaupt auf die Idee kam, dieses irre Ziel in die Verfassung d.g. Grundgesetz aufzunehmen.
- der abgelöste Bundestag beschließt irrwitzige Neuschulden
- mit der Einführung des Hinweisgeberschutzgesetzes ging einher eine Verordnung über die Schaffung unzähliger Meldestellen, bei denen jeder Bürger anonym jedermann wegen jedweden Vergehens anonym denunzieren kann
- Zustimmung zu den WHO Pandemiebestimmungen, die Grundrechte außer Kraft setzen, wenn der WHO Generaldirektor der Neinung ist, eine Pandemie ausrufen zu müssen.
Nein, ich habe kein Vertrauen mehr in die Vernunft der Parlamentarier.
De CGU gar due Brandmauer zu schleifen, oder die SPD auf einen pro Wirtschaft Kurs zu bringen. Ich bin sicher, sie kann beides nicht. Dann wird man sich über die Schuld streiten und vielleicht eine drei, vier Parteien Koalition anstreben.
Mit der Politik der Koalition, und je größer die Unzufriedenheit wächst, desto mehr Stimmen wird dieAfD bekommen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, da die etablierten Parteien diesen Zusammenhang nicht erkennen (wollen?)
Die Union hat den Schuß immer noch nicht gehört. Viele von denen glauben, man könne sich des Rivalen durch Ausgrenzung, Behinderung und Zersetzung mit Hilfe des Verfassungsschutzes entledigen, wie man das früher einmal mit der Konkurrenzpartei „Die Republikaner“ in den Neunzigerjahren gemacht hat. Der Unterschied zu heute: Damals entzog man den Republikanern auch die politische Grundlage, indem man die Asylpolitik ordnete und Verbesserungen erreichte (Asylkompromiß 1993). Das ist heute nicht der Fall. Letztlich ist die AfD ja gerade das Ergebnis der ungelösten Probleme im Land. Die CDU/CSU hat ihre Wähler enttäuscht, teilweise verraten, und viele von ihnen suchen sich eine neue Heimat. Eher wird die Union verschwinden als die AfD. Es sei denn, man verbietet Letztere. Aber das würde ich niemandem raten. Das ginge nicht gut aus. Für niemanden.
Mehr braucht man dazu nicht zu sagen.
(Viele werden sich noch an Saddams „Informationsminister“ zur Zeit des zweiten Irakkrieges (2003) erinnern, Mohammed Saeed al-Sahhaf.
Als die amerikanischen Panzer quasi schon über seine Füße rollten, verkündete er den großen Sieg der irakischen Armee über die Invasoren.)
Mir scheint, dass fast die gesamte heutige Politikergeneration und fast die gesamte heutige Gesellschaft mit dem Begriff "Respekt" gar nichts mehr anzufangen weiß. Respekt vor (Lebens-) Leistungen anderer, vor Polizeibeamten, vor anderen Meinungen, Religionen, Kulturen in Wort und Tat wird nicht mehr gezeigt und nicht mehr empfunden. Das Gefühl ist einfach weg. Abhandengekommen. Fremd.
Wer irgendwo in seinem Innern etwas Mahnendes fühlt, wenn er sich Größe gegenübersieht, der denkt nicht an höfliche Respektsäußerungen, sondern missdeutet sein manchmal berechtigtes Kleinheitsgefühl als Angst.
Und wird wütend. Und will dann ebenfalls Angst verbreiten.
Dieses Phänomen entsteht durch schlechte Erziehung im Kindesalter und ist bei Erwachsenen kaum noch zu ändern.
Die Brandmauer ist ein Denkmal dafür. Statt in respektvoller, aber inhaltlich durchaus harter Weise mit der AfD umzugehen, pflegt man lieber seine schweigende Angst.
Es gibt in der frühkindlichen Entwicklung eine Phase, in der
Kleinkinder glauben, wenn man die Hände vor die Augen hält, dann sei man unsichtbar. Vermutlich ist es ein Zeichen früher intellektuelle Souveränität, dass sie bald erkennen, dass dem nicht so ist.
Ganz anders die CDU. Sie glaubt immer noch, dass das Brandmauern ganz sicher die AfD zum Verschwinden bringt und die Wähler wohl gleich mit. Da fehlt es nicht nur an intellektueller Souveränität. Da fehlt es an allem, was Politiker bräuchten, die sich anmaßen, ein Land in diesen innen- wie aussenpolitisch gefährlichen Zeiten zu regieren. Von der bedrohlichen wirtschaftlichen Lage ganz zu schweigen. Alle Brandherde sind längst identifiziert und im Artikel zum x-ten Mal aufgezählt. Aber die Politik balgt sich um Begrifflichkeiten statt unübersehbare Gefahrenlagen zu entschärfen. Wir erleben gerade den Niedergang eines Landes. Denn eines ist sicher: die AfD ist nicht regierungsfähig. Sie wird im Chaos scheitern und mit ihr das Land.
Was glauben Sie da mehr zu wissen als ich. Mir scheint eher, Leute wie Sie sind nicht denk- und wahlfähig. Sie haben es vielleicht noch nicht gemerkt: das Land versinkt gerade im Chaos, und das, obwohl die AfD nirgendwo mitregieren "darf". Nee, Frau Laubeth, hätten Sie den Artikel verstanden, würden Sie wissen: die Tage Ihrer von links unterworfenen cdu sind gezählt. Die steht schlicht für gar nichts mehr.
Wolfram Weimer scheint an den Erfolg des „Teams Freiheit2 zu glauben; also daran, dass rechts der CDU eine „Alternative zur Alternative“ aufgebaut werden kann, mit der die Union koalieren kann.
So schlecht kann unser derzeitige Cicero doch nicht sein. Schließlich war er der Gründer 2010 dessen Chefredakteur. Anschließend übernahm der bisherige ZEIT-Hausgeber der SPD-Politiker Michael Neumann die Chefredaktion.
"AfD ich hör´ dir trapsen". Oder die Zeiten ändern sich.
Genauer ein gewisser Herr Tucholsky soll einmal gesagt haben:" Wenn Wahlen etwas ändern würden, hätte man sie längst verboten."
Mit allen zur Verfügung stehenden "ethischen Mitteln und baulichen Konstrukten wie die Brandmauer" streben die in ihrer Angst befangenen Konkurrenten der AfD nicht nur mit ihrem Verbotsantrag eine Beseitigung einer immerhin in einem demokratischen Verfahren gewählten Partei, die zu allem Übel auch noch die inzwischen größte Opposition und damit Mehrheiten in ungeahnter Größe stellt. Nein, man möchte in einem Rutsch auch ein 1/4 aller Wahlberechtigten kalt stellen, bzw. wenn sie sich weigern ins traute Heim mit dem "Unsere Demokratie-Klingelschild" zurück zu kehren, politisch kalt zu machen. Ergo müsste man um das Wunschorakel zu Berlin in seinem Sinn mit Inhalt zu füllen, jegliche Wahlen am besten und nicht zu vergessen damit die Demokratie abschaffen.
"Afuera, raus mit dem unbotmäßigen Wähler!"
MfG
