AfD-Parteitag - Showdown im schnellen Brüter

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen greift in seiner Rede auf dem Bundesparteitag offen die Radikalen und ihre Schutzherren in der Partei an. Er will die AfD vor Beginn des Superwahljahres auf einen moderaten Kurs bringen. Scheitert er wie zuvor Lucke oder Petry?

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AfD-Bundessprecher auf dem Bundesparteitag im nordrhein-westfälischen Kalkar / dpa

Autoreninfo

Moritz Gathmann leitet das Ressort Berliner Republik bei Cicero. Er studierte Russistik und Geschichte in Berlin und war viele Jahre Korrespondent in Russland

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„Debatten über einen vermeintlichen realpolitischen und einen vermeintlichen fundamentaloppositionellen Flügel, aus meiner Sicht sowieso eine komplett trügerische Wahrnehmung, helfen uns da kein Jota weiter.“ Das sagte Jörg Meuthen auf dem Parteitag seiner Partei im April 2017 in Köln, damals wie heute in der Rolle des Bundessprechers.

Doch seine damalige Rolle war seiner heutigen völlig entgegengesetzt: 2017 wurde die zweite Parteivorsitzende Frauke Petry öffentlich gedemütigt, weil sie die Partei kurz vor der Bundestagswahl auf einen moderaten Kurs einstimmen und Radikalinskis wie den Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke ausschließen wollte. Dreieinhalb Jahre später, im stillgelegten Schnellen Brüter nahe dem nordrhein-westfälischen Kalkar, der heute als Veranstaltungsort genutzt wird, ist es Meuthen, der sich wenige Monate vor der Bundestagswahl gegen die Fundamentalopposition in der Partei wendet.

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Tobias Schmitt | Sa, 28. November 2020 - 20:45

Die AfD ist auf einem moderaten Kurs. Sie wird nur ins extreme geschrieben, von einer linken Presse. Sie können sich ja mal mit ihrem Kollegen Herrn Müller-Vogg unterhalten, wenn sie da anderer Meinung sind.

Gemessen an dem Maßstab, den sie an die AfD anlegen, wären Linke oder Grüne um einiges radikaler.

Das linke Politiker die AfD gerne ins rechte Eck ziehen, liegt ja in der Natur der Sache, oder etwa nicht? Und ein paar Außenseiter machen keine Partei

Ich würde Gauland, Weidel und Chrupalla nicht gerade als Außenseiter bezeichnen. Der Richtungskampf der AFD ist real und muss durchgezogen werden. Eine AFD nach den Vorstellungen Meuthens wäre immer noch in sehr weiten und vernünftigen Teilen eine echte Alternative zu den übrigen BT-Parteien. Es ist um der Meinungsvielfalt auf dem Boden des Grundgesetzes und einem das ganze Volk abbildenden Parlament willen zu hoffen, dass sich die Meuthen-Richtung durchsetzt. Es ist zu befürchten, dass die FDP bei der nächsten BT-Wahl scheitert. Sollte dies auch mit der AFD geschehen, wäre der Ein-Parteien-Staat inhaltlich weitgehend vollzogen.

Wenn es um Unzulänglichkeiten in der AFD & ihrer Präsentation & inhaltlichen Darbietung gehen würde, ....
Aber & nochmals Aber
Seit der Gründung der AFD versucht die "Einheitsfront" der Gutmenschen diese in jeder erdenklichen Weise zu spalten, diese zu erniedrigen, pauschal zu Verunglimpfung & negativ zu verurteilen, um sich selber eine Existenzberechtigung zu manifestieren. Hinzu kommt in den leitenden Funktionen die gleiche Krux wie bei den Altparteien. Dabei ist der Grund der persönlichen Profilierung unerheblich, egal ob U-Boot oder Eigensucht oder sonstiges. Jedoch mehr wie traurig ist für die weiter entwickelnte Demokratie aber das Ergebnis. Kein Austausch von Informationen/Argumenten/ Zahlen & eine differenzierte Bewertung sowie das in Koma legen der Untertanen, damit diese nicht Fragen, Hinterfragen oder noch schlimmer, eigene Antworten geben. Mit welchen skandalösen Mitteln hier GEKÄMPFT (& nicht diskutiert) wird, sieht man beim Wort Corona-Leugner = Viren-Leugner OHNE WORTE!

Ganz unverhohlen die Linken (Linkspartei, linke SPD, linke Grüne ). Sie wollen eine andere Wirtschafts- und Sozialordnung, eine andere Eigentumsordnung, damit eine andere Rechtsordnung. Das geht alles nur über einen Staat, in dem es zwar noch demokratisch aussieht, die Partei, über Koalitionsausschuss kann es auch die Parteien sein, aber die totale Kontrolle haben. " Unverzeihlich-rückgängig machen " hat ja ganz " demokratisch " funktioniert. Einklagbare Rechtsakte gegen das Undemokratische gibt es bei dieser Art von Herrschaft nicht. Eine neue bürgerlich-konservative Partei, die die AfD noch nicht ausreichend ist, ist nicht nur die Bedrohung für die Linken, sondern auch für die CDU/CSU. Dämonisierung des Gegners ist die Methode die wirkt, und auch international Resonanz hat.

- Ganz im Gegensatz zur AfD, die dies nämlich n i c h t will! -
ist allein dadurch erwiesen, daß der sozialistische Staat auf deutschem Boden, welcher immerhin 40 Jahre existierte, doch tatsächlich die Dreistigkeit besaß, sich "Deutsche D e m o k r a t i s c h e Republik (DDR)" zu nennen!

Ein solches Verständnis von Demokratie ist abartig! Aber wir steuern in der BRD immer mehr darauf zu. Das spüren viele Menschen, u. daher kommt es vermehrt zu Demonstrationen, wobei inhaltlich viel Unsinniges mit im Spiel ist. Im Grunde geht es jedoch immer um dasselbe: Kritische Bürger wollen nicht bevormundet, sondern als Demokraten ernst genommen werden.

Ja, wir brauchen jeden Tag echte Opposition!
Doch woher soll sie kommen, wenn nicht von der Partei, die diese jetzt schon leistet - Ausrutscher hin oder her?
Oder glaubt hier etwa einer, daß es gelingen könnte, ein weiteres Mal das Wunder einer erfolgreichen Partei-Neugründung zu vollbringen u. dies auch noch mit handverlesenen Leuten?

Meuthen hat recht, die AfD muss zur Alternativen der Vernünftigen werden und sollte sich mehr gut integrierte Einwanderer ins Boot holen. Diese Leute sind doch nicht wegen der links-grünen Wohlstandsvernichter ins Land gekommen. Zudem haben viele von denen eine eher konservative Einstellung.
Was haben denn die anderen Parteien zu bieten? Eine Anpassung der Realität an ihre Ideologie unter Aufbau eines links-grünen Medienmonopols.

Carola Schommer | Sa, 28. November 2020 - 23:17

Lucke meinte ewigen Führungsanspruch zu haben und war kein Teamplayer. Petry fehlte Empathie. Gauland betreibt, aus welchen Gründen auch immer, Fundamentalopposition. Er ist von altem Schrot und Korn, sein Toleranzbegriff ist weiter gefasst. Trotzdem ist es weder zielführend noch inhaltlich richtig, Höcke zur Seite zu stehen. Das ist stur und stößt viele ab. Weidel wirkt einfach sauer über das, was in Deutschland läuft. Ihre Art zu kämpfen ist "von oben herab". Das wirkt unsympathisch. Sie ist sehr intelligent. Das sollte sie in die Lage versetzen, ihren Stil zu überdenken.
Meuthen macht es richtig, weiter so !

Christa Wallau | Sa, 28. November 2020 - 23:36

... konnte sehen, wie "normal" es dort zuging u. wie ausgiebig z. B. von Herrn Glaser zum Rentenkonzept gesprochen wurde.
Von wegen "antidemokratisch", "destruktiv" oder
"radikal"!
Aber: Viele informieren sich ja nicht an der Quelle, sondern lassen sich die wenigen Meldungen über das, was auf dem Parteitag der AfD alles zur Sprache kam, von den Journalisten/Redakteuren (als Kleinst-Ausschnitt) servieren. Auf diese Weise erhalten sie nur d a s Bild von der AfD, das andere für sie malen. Und diese tun dies - wie man weiß - bewußt in möglichst abstoßenden Farben!
Nun, ja, sehr viele Leute wollen offenbar in ihrem politischen Denken "betreut" werden. Das ist m. E. allerdings nirgends so sehr der Fall wie in Deutschland.
Was die Rede von Meuthen anbetrifft, so war sie sehr gut - unmißverständlich für jeden: Er will nicht, daß die Arbeit der guten, fleißigen "Ackerer" in der AfD (das sind die meisten) durch Provokateure vernichtet wird. In diesem Punkt kann man ihm nur zustimmen!

bekam bestätigt, dass es Extremismus übelster Art eben doch in der AfD gibt. Die Reaktion auf Meuthens Rede kam postwendend: Hoecke bezeichnete sie als spalterisch, Gauland sprach von "AfD-Bashing".

Ob Meuthens Versuch, sich von radikalen Kräften zu distanzieren, ehrlich gemeint ist, sei mal dahingestellt. Schliesslich hat er lange genug die Nähe zum Flügel gesucht. Jüngste Absatzbewegungen mögen eher taktischen Überlegungen geschuldet sein.

Es spielt sicher eine Rolle, dass Meuthen nicht eine Partei führen möchte, die vollständig vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Sicher hat er auch verstanden, dass das Wählerpotential einer rechtsextremistischen Partei begrenzt ist. Vielleicht ist er auch einfach nur - ausserhalb der AfD-Blase - in Strassburg und Brüssel ein wenig vernünftiger geworden.
Interessant seine Meinungen zu Aussagen wie "Corona-Diktatur" oder den "Querdenkern".
Da wird deutlich, wo sich etliche Cicero-Foristen mittlerweile positioniert haben: Rechtsaussen.

... wer wie Meuthen bei Ihnen einmal ins rechtsradikale Töpfchen reingeschmissen worden ist, der hat da auch gefälligst drin zu bleiben. Trotz aller Reue kriegt er von Ihnen noch einen auf die Mütze, und zwar genau so, wie Gauland es auch macht.

Vorteil dieser Methode für Sie: Sie müssen Ihr fest eingebranntes Bild von der Welt niemals mit der Wirklichkeit abgleichen. Vorteil für Gauland: "Na da seht Ihr ja, dass es nichts nützt, wenn Ihr Euch den anderen Parteien annähert."

Auch wenn Ihnen Ihr Schwarz-Weiß-Blick auf die Welt vielleicht Spaß macht: Ihnen entgeht etwas, wenn Sie beim Blick auf Ihre Mitmenschen alle Farben und Zwischentöne ausblenden.

'etliche Cicero-Foristen mittlerweile positioniert haben: Rechtsaussen.'

Sie wollen nicht diskutieren, sondern verunglimpfen, kriminalisieren und stigmatisieren.
Sie wollen Ihre politischen Gegner oder gar Feinde nicht mit Argumenten überzeugen. Sie wollen diese Menschen als 'Un-Menschen' deklarieren, und ihnen mit Parolen und schwammigen, interpretierbaren Begriffen Menschen-Recht und Menschen-Würde nehmen !!!
Ein Rechts-Staat, ein Verfassungs-Staat ist ein Staat, in welchem (auch) der Feind RECHTE hat, die ihm niemand nehmen kann.
1968, als der 'Feind' 'links' stand, war das klar und unbestritten.
Heute steht der 'Feind' 'rechts'.
So ändern sich die Zeiten!

Sehr geehrter Herr Lenz,
Sie verwenden diesen Begriff wie überall in den meist linken Medien hierzulande :diffamierend! Kein Argument!
"Corona-Leugner" statt "Kritiker an den Corona Maßnahmen".... weitere Beispiele gefällig? Sie nehmen sich selber aus der Diskussion.

Zu. Die Mentalität, „All inclusive“ ist weit verbreitet. Man will nicht mehr das eigene Unvermögen verlassen und sich seines eigenen Verstandes bedienen, sondern bedient sich derer, die für andere zu denken vorgeben.
Wie die Schafe rennen die meisten den Böcken hinterher, uns seinen sie noch so töricht.

Die AFd um Meuthen muss sich unbedingt von den Rechten Hammerwerfern Gauland, Höcke und andere trennen. Das kostet zunächst Stimmen, aber gewinnt wesentlich mehr hinzu. Viele, die auf eine Opposition hoffen, die dringend bei uns benötigt wird, werden durch die Rechten mit ihren schlimmen Theorien abgehalten, AFD zu wählen. Ohne die Gaulands wäre die Zustimmung wesentlich größer.

Die Presse berichtet immer gleich, wie damals bei den Grünen. Man sucht sich immer die Schreihälse raus, mit denen sind eher Quoten zu machen, als mit solider Berichterstattung.

Tomas Poth | So, 29. November 2020 - 00:22

Eine amüsante Anspielung auf den "gärigen Haufen" wie Gauland es einmal sagte.
Aber immerhin man hat nun auch den Programmpunkt Sozialpolitik einvernehmlich verabschiedet.
Und eine Partei die einen Anwesenheitsparteitag in Corona-Zeiten gebacken kriegt, davon sind alle anderen Parteien meilenweit entfernt!
Die begnügen sich mit virtuellen Auftritten und halten das für modern.
Übrigens Elvis kann man heutigentags Life auf der Bühne erleben, per Holographie schwingt er seine Hüften. Alles sehr retromäßig, wie die Altparteien.

Charlotte Basler | So, 29. November 2020 - 04:52

Meiner Meinung nach, hätte die AFD sehr gute Aussichten, wenn sie sich eindeutig demokratisch, liberal, konservativ präsentieren würde. Mehr als 70% der D wollen keine weitere Zuwanderung aus Drittstaaten. Viele lehnen die Schuldenübernahme anderer Staaten durch Eurobonds ab. Auch direkte Demokratie und mehr Mitsprache scheint sinnvoll. Personen, wie zB H. Höcke wirken dagegen eher abschreckend. Auch H. Gauland ist mir suspekt. Er macht schon recht markante Fehler (Boateng, Vogelsch...,, Lüth, Höcke .......) für einen erfahrenen Politiker. In einem anderen Artikel (WO) habe ich heute gelesen, die AFD sei von Informanten unterwandert. Evtl. ist sie ja auch von Saboteuren unterwandert? Das würde einiges erklären.

Norbert heyer | So, 29. November 2020 - 06:48

Wenn eine Partei über ihren Kurs streitet, kostet das in der Regel Wählerstimmen. Falls es Herrn Meuthen tatsächlich gelingt, die Rechtsaußen der Partei als Entscheider auszuschließen, würden noch mehr ehemalige „Altparteien-Wähler“ als bisher die AfD wählen. Schließlich ist die AfD die einzige deutsche Partei, die noch konservative Werte hochhält. Wer heute noch in Kategorien wie Heimat, Vaterland und Verzicht auf Unterwerfung denkt, hat bei keiner anderen Partei einen Ansprechpartner. Die Union ist linksgebügelt, die FDP ist angepasst, die Grünen können jeden Schwachsinn durch willige Medien gut verkaufen, die Linken wollen den Umbau „Armut für Alle.“ Eine AfD ohne „Vogelschiss“ und „Denkmal der Schande“ könnte so viele heimatlose Wähler überzeugen, dass die Verweigerungshaltung der Altparteien nicht durchzuhalten ist. Das ist - ehrlich gesagt - ein Wunschdenken. Aber zu Weihnachten sind Wünsche doch normal und manche erfüllen sich auch. Es wäre gut für Deutschland und den Frieden

Yvonne Stange | So, 29. November 2020 - 10:46

In reply to by Norbert heyer

"Denkmal der Schande" ist ein Begriff aus einer Bundestagsdrucksache, verabschiedet von den Altparteien (!!), entstanden lange bevor Höcke den Begriff verwendet hat!! Aber so ist es halt mit dem Dämonisieren..... Man serviert kleinste Häppchen aus dem Zusammenhang gerissen! Und der faule Michel glaubt es!! Er braucht scheinbar betreutes Denken! Hören Sie sich die Reden komplett an! Und nicht nur die Schnipsel aus dem Mainstream. Aber so ist es ja viiieeel leichter..... Schlaf Michel schlaf......

Hans Willi Wergen | So, 29. November 2020 - 17:44

In reply to by Norbert heyer

Hallo Herr Heyer, ich gebe Ihnen vollkommen Recht.
Herr Meuthen versucht seit diesem Jahr die faulen Äpfel aus der Partei auszuschließen.
Dies erkennen auch die extrem linkslastigen Altparteien und versuchen diese Partei zu zerstören, weil sie ihnen dann zu gefährlich wird.
Seit 2020 wird in den Medien fast täglich irgendeine Geschichte über Rechtsextremismus geschrieben.
Damit wollen die Medien das Volk beeinflussen das links zu denken das absolut wahre ist.
Vielleicht kommen sie damit auch durch und die Änderung bei der AFD kommt einfach zu spät.
Die AFD muß einfach eine Taktik finden sich öffentlich gegen das Bashing der Altparteien zu stellen und Ihr absolut gutes Programm der Bevölkerung plausibel zu machen.
Schaffen sie das nicht, ist Deutschland auf Dauer verloren.

helmut armbruster | So, 29. November 2020 - 08:05

bei Radikalen sollte man keinen Unterschied machen, egal welche Fahne sie vor sich her tragen.
Alle Radikalen haben eines gemeinsam:
Sie glauben unbeirrt, dass nur sie die Wahrheit gepachtet hätten und dies rechtfertigt in ihren Augen jede Maßnahme.
Dass andere vielleicht auch Recht haben könnten, kommt ihnen niemals in den Sinn.
Die Freiheit anderer bedeutet ihnen nichts, Hauptsache sie können ihre Meinung durchsetzen.
Wir wären wirklich gut beraten gegen Radikale jeder Couleur äußerst misstrauisch zu sein und jeden zu unterstützen, der sie bekämpft

Klaus Funke | So, 29. November 2020 - 09:49

Das alte Prinzip wird wieder erfolgreich angewendet. Unliebsame politische Strömungen müssen unterwandert werden. Aufweichung von innen. Das scheint in der AfD jetzt ganz oben anzufangen. Herr Prof. Meuthen irrt sich, wenn er glaubt durch seinen Kurs Wähler der CDU etc. dazuzugewinnen. Sein Problem ist, er sitzt in Brüssel im Warmen und kenne wie alle Professoren die Basis nicht. Er wird scheitern wie Lucke und Petri. Die AfD ist genau richtig so wie sie ist. Sie wird als einzige politisch konservative Kraft gegen das linksgrüne Gespinst von Merkel & Co. gebraucht. Allein, dass die AfD jetzt einen echten Parteitag abhält, dass sie allen Unkenrufen und Sabotageakten zum Trotz immer noch aktiv für unsere Bürgerrechte eintritt, ist ein Erfolg. Der Merkel-Riege fällt nichts Neues ein. Also V-Leute in die AfD. Ha, ha, ha die Garantie, dass jedes Verbotsverfahren scheitert. Corona wird die CDU und Merkel vernichten. Wenn die Wahlen 2021 stattfinden, dann siegt die AfD. Wetten?

Ulrich Mende | So, 29. November 2020 - 09:55

Die AfD hat durch alleinige parlamentarische Oppositionsarbeit keine Chance. Man schaue sich nur an, mit welch arrogantem Desinteresse die anderen Abgeordneten die wirklich guten Reden der AfD-Abgeordneten (Weidel, Gauland, Baumann, Curio) über sich ergehen lassen.
Die AfD muss eine – die einzige – Fundamentalopposition sein. Sie muss sich mit allen gesellschaftlichen Kräften verbinden, die ebenfalls in Opposition zu den Handlungen der Altparteien stehen: Pegida, Querdenker, Identitäre.
Noch leben wir zwar (wie Herr Meuthen sagt) nicht in einer Diktatur, sind aber auf dem besten Wege dorthin. Die Probleme werden exponentiell zunehmen: Massenmigration (Geld, Kriminalität), Schuldenunion in der EU, wachsender Schuldenberg in D, Zerstörung der Wirtschaft durch Klimahype und Corona-Maßnahmen, Cancel Culture für Abweichler.

Wolfgang Jäger | So, 29. November 2020 - 09:55

Frau Weidel hat m.E. völlig recht, wenn sie das Interview abbricht. Die Fragestellung enthält einen gezielt provokanten Unterton, weil er "sozialnationalistisch" sagt, aber "nationalsozialistisch" meint. Die Ausrede, er habe zitiert, ist mehr als billig. Die Verlegenheit des Fragestellers zeigt, wie sehr er sich offenbar auf dem falschen Fuß erwischt fühlt. Man sieht, mit welch subtilen Mitteln man arbeitet, um Meinung zu lenken. Der wirkliche Inhalt des Parteiprogramms spielt keine Rolle mehr. Hier geht es um Diffamierung, Etikettierung und Ausgrenzung. Dass sich Frau Weidel, die ja nicht gerade auf den Kopf gefallen ist und das Manöver durchschaut, das nicht bieten lässt und den Mut hat, zu gehen, ist lobenswert. Sie zeigt Haltung. Völlig nachvollziehbar. 89% stimmen einem sozialpolitischem Konzept zu, das durchaus lesenswert und einer Diskussion wert wäre. Alles Nazis? Natürlich nicht. Meuthens Kurs gewinnt in der Partei Mehrheiten. Die Medien sollten das ernst nehmen und würdigen.

Werner Gottschämmer | So, 29. November 2020 - 18:40

In reply to by Wolfgang Jäger

Habe mir gerade das Interview, zugemutet, die Absicht springt einem ins Gesicht, fertig! Bin noch der Meinung wie Weidel, fand den Moderator von Phoenix, im Vergleich bisher eher korrekt, aber hier!

Was mich bei der Übertrgung auch gestört hat, das war Samstag, in der Bildleiste wurde von - AFD führt Parteitag mitten in Pandemielage - oder so ähnlich, durch. Das ist natürlich Framing, wieder mal vom Feinsten. Oder wo war da die Nachricht? Ein anderes Mal wurde von Gegendemonstrationen in Kalkar gelettert? Was der Autor damit sagen wollte blieb mir unbekannt! Welche Demo gegen, welche andere?

Urban Will | So, 29. November 2020 - 10:01

in der gestritten wird.
Mag es Wählerstimmen kosten, aber die kommen zurück, wenn es gelingt, den Kurs so zu ändern, dass selbst die wildesten und dilettantischsten Hofberichterstatter des Kanzleramtes große Mühe haben werden, dies noch als „rechtsradikal“ darzustellen.
Und wahrlich nicht alle Medienvertreter werden diesen Weg weiter gehen, wenn die Realitäten in D noch klarer erkennbar sind.
Die nächste Regierung wird grün geführt oder mindestens grün gesteuert werden. Söder wird sich vor ihnen in den Staub werfen, um Kanzler werden und bleiben zu können. Und bei GRR werden sie eh machen können, was sie wollen.
Das wird D noch weiter gegen die Wand fahren und die Folgen werden selbst die blindesten Untertanen irgendwann erkennen.
(Steuererhöhungen, Geldvernichtung, Verbotsorgien...)
Die Erkenntnis, mehrheitlich und unterwürfigst erduldeter Verbote und GR – Einschränkungen wird an der links – grünen Obrigkeit nicht vorbeigegangen sein. Das ist noch ausbaufähig...

W.D. Hohe | So, 29. November 2020 - 10:52

ob im chemischen oder biologischen in der "Motivation" eher das Gleiche
Ist nicht radikal weil "sie" es sein möchte - sie ist`s einfach.
Ohne extra Ausstattung
Mit all "ihre" Gegebenheiten"
Ohne in der Tiefe gründenden Ursache.
So wirkt "sie" überall und jederzeit.
Auch im Tierschutz- oder Menschenverein.
Motiv:
Hier bin - dort (oben) will ich sein.
Was auch immer für >Oben< gehalten wird.

Gerhard Fiedler | So, 29. November 2020 - 11:09

Ja, liebe Frau Wallau, so sehe ich es auch. Sich bei Phönix den Parteitag der AfD in Gänze anzuschauen und anzuhören, um danach sich ein Urteil bilden zu können , wäre natürlich allemal besser. Aber so sind die Deutschen nun mal. Sie wollen sich gern betreuen und das Denken abnehmen lassen. Und dann kommt halt das heraus, was wir derzeit in Deutschland erleben. In einer Demokratie gehören für mich harte Auseinandersetzungen und unterschiedliche Positionen zu einem Parteitag, wie die Butter zum Brot. Anders käme nur Volkskammer-Niveau heraus.

H.Altmeyer | So, 29. November 2020 - 12:40

überträgt. Sehr lebhafte Debatte. Ansehenswert.
Hoffe, dass Prof. Meuthen weiterhin gutes
Standing hat.

Ulrich Jarzina | So, 29. November 2020 - 16:52

Herr Meuthens Forderung, die AfD sollte sich besser von der Querdenkenbewegung distanzieren, kann ich nur schwer nachvollziehen. Ich habe mit einigen führenden Gestalten der Bewegung zwar auch meine Probleme; dass sie es jedoch möglich machen, dass die bürgerliche Mitte auf die Straße geht, um (friedlich!) gegen widersinnige und schädliche Maßnahmen zu protestieren, erkenne ich an.

Meuthen möchte anscheinend,dass die AfD weniger Angriffsfläche bietet und insgesamt "stromlinienförmiger" wird. Solche Parteien haben wir bereits genug. Sollte die AfD diesen Weg gehen, wird sie auf mittlere Sicht untergehen.

Sie wird auch untergehen, wenn der rechte Rand die Partei dominiert.

Chancen für die Partei sehe ich nur dann, wenn sie sich weiterhin traut, Dinge anzusprechen, die sonst hinten herunterzufallen drohen und dies in einer sachlichen Art und Weise tut, wie es unlängst Herr Farle im Landtag von Sachsen-Anhalt tat:
https://kurzelinks.de/lhbc

„Es ist die Aufgabe der Opposition, die Regierung abzuschminken, während die Vorstellung noch läuft.“ (Jacques Chirac)
Es ist immer unangenehm eine regierende Kanzlerin verbal an zu greifen , es ist eine Frau und da schweigt der Mann aus Höflichkeit ! Hier geht es aber nicht darum ,ob sich etwas ziemt oder ungehörig ist , unser Geld und unsere Zukunft wir von der Kanzlerin verspielt . Eine Energiewende eingeleitet , die nicht funktioniert und nur eine Umverteilung von der breiten Bevölkerungsschicht in die Hände der Elite führt , das muss ihr angelastet werden . Die Migration von Menschen ins Land zu zu lassen , ohne eine Perspektive für die Eindringlinge und unermessliche Kosten für die eigene Bevölkerung . Eurorettung durch Schuldenunion , zu der wir nie gefragt wurden . England aus der EU drängen , ohne Not und ohne Plan , das war ein Verstoß gegen die Idee der europäischen Einheit , dazu verliert Deutschland einen wichtigen Bündnis und Handelspartner .

Neugierig geworden auf einen sachlichen AfD-Abgeordneten, den ich mir wirklich wünsche, bin ich Ihrem Link gefolgt und höre:

1. "Ein positives PCR-Testergebnis beweist keine Infektion"? Doch. Letztes Jahr kein COV-2-Virus, jetzt aber schon, also infiziert.
"Wer keine Krankheitssymptome hat, ist auch nicht krank ..." Richtig. "... und darf damit nicht automatisch in die Statistik der Neuinfektionen eingehen". Doch.
2. "PCR-Massentestungen von symptomlosen Menschen produzieren Testergebnisse ohne jede Aussagekraft. Es zeigt sich mit jedem Tag mehr, dass der PCR-Test lediglich ein von der Politik missbrauchtes Instrument der Panikmache ist"?
Damit wird die Grundlage jeder Statistik oder Wahrscheinlichkeitsrechnung abgelehnt.
Wie ist das dann mit Wahlumfragen? Das sind doch auch Stichproben. Warum werfen sie sich den Rückgang auf dem Parteitag wechselseitig vor, wenn es doch unwissenschaftlich ist?
Ich habe mir das nicht weiter angetan. Und was finden Sie nun gut daran?

Fritz Elvers | So, 29. November 2020 - 19:35

und forderte eine GG-konforme Haltung der Partei. Eigemtlich selbstverständlich. Das Ergebnis: Die eine Hälfte stand hinter ihm, die andere wollte dieses rügen.
Bei aller Kritik an den demokratischen Parteien, wer jetzt noch AfD wählt, macht sich mitschuldig.

Johan Odeson | So, 29. November 2020 - 22:51

Die Radikalisierung der AfD beruht m.E. nicht unerheblich auch darauf, dass man diese Partei von Anfang an mit der geballten Medienmacht in die radikale Ecke schob und zum Paria machte. Das gab den Hardlinern und Radikalinskis den Freiraum den sie brauchten. Wenn man eh schon rechts-radikal sein sollte und alles mit der Nazi Keule erschlagen wurde, konnte man es ja auch gleich sein. Das gab zunächst Zulauf, aber hält diejenigen, die endlich von Merkel und ihrem linksgrünen Kurs weg wollen nur so lange, bis es keine andere Alternative gibt. Diese gibt es leider immer noch nicht. Die FDP hat sich vor lauter Abgrenzung als Oppositionspartei unter dauerndem Entschuldigen konturlos gemacht. Jemand anderes ist weit und breit nicht zu sehen. Die CSU ist der Bettvorleger von Fr. Merkel. Sollte Merz allerdings das Rennen machen, trotz zu erwartendem Dauerfeuer des links-grünen ÖRR, wird die AfD alle diejenigen verlieren, die sich jetzt um Meuthen scharren, wenn die AfD nicht die Kurve bekommt.

Brigitte Simon | Mo, 30. November 2020 - 00:22

Die AfD läßt sich denunzieren, provozieren, auch totschweigen. Sie macht genau das, was ihre Gegner
erträumen. Als ehemals größte Oppositionspartei hätte sie mit Meuthen Fortune und die Chance, eine gerechte Volkspartei entstehen zu lassen. Die Gefahr, den politischen Islam hoffähig zu machen, wird von den Grünen und Linken gefördert. In die-sem Zusammenhang denke ich an unseren Exbun-deskanzler Schröder und Exaußenminister Fischer. Sie waren früher Verfechter der Antikapitalisti-schen Strukturreformen, wobei sich Schröder in den späteren Jahren dem Kapitalismus zuwandte. In Deutschland spielt die Unterdrückung jeder Diskussion über die Islamisierung von Parallgesellschaften durch die Linken, den Islamisten in die Hände.
Die SED-Ideologie der Linken feiert ihre einst unter Beobachtung des Verfassungsschutzes gestandene Parteikollegin Barbara Borchardt zur Verfassungs-schutzrichterin in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Zurückhaltung der meisten Medien ist schein-bar politisch gewollt.

hermann klein | Mo, 30. November 2020 - 10:43

Die AFD könnte ein Glücksfall für Deutschland sein, denn in Deutschland fehlt eine wertkonservativ ausgerichtete Volkspartei (früher die CSU), die in Gleichschaltung und Gegenentwurf zum totalen Volksbeglückungs- und Multi/Kulti-Staat sein könnte.
Leider hat die AFD völlig unnötige innerparteiliche Probleme und ihre Zukunft steht auf Messers Schneide.