- Ein Käfig voller Narren
Nazi-Jagd und Klassenkampf: Wir haben ein parteipolitisches Wochenende hinter uns, das es in sich hatte. Manches davon war nur schwer zu verstehen beziehungsweise zu ertragen.
Vielleicht ist ja an dem Gießener Oberbürgermeister Frank Tilo Becher (SPD) ein Essayist verloren gegangen. Die Massendemonstrationen gegen die Gründung einer neuen AfD-Jugendorganisation kommentierte er hymnisch: „Gießen hat nicht gebrannt, sondern geleuchtet – durch die Augen derer, die auf die Straßen gegangen sind. Und fröhlich und friedlich ihre Unterstützung unserer Demokratie gefeiert haben.“
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„Es gibt gute Gründe, die rechtsextreme „Generation Deutschland“ mit ihrem Rassismus und ihrem völkischen Gesumse abzulehnen und politisch zu bekämpfen.“ Sind linksextreme Sozialisten, welche die autochthone Bevölkerung pauschal als Rassisten, Kolonial-Profiteure, die Männer als Patriarchen und arbeitsame, erfolgreiche Menschen als Ausbeuter diffamieren, besser zu ertragen?
Wenn der Autor heute den Kanzler für eine Auseinandersetzung zwischen ganz links und ganz rechts tadelt, dann stellt sich die Frage, wo auf Seiten der Blauen eine Auseinandersetzung stattfand – abgesehen von dem einen Politiker.
Immerhin bleibt die Kritik an den Grünen gemäßigt und wenn die 66,7 % für Herrn Türmer ein Lichtblick sein sollen, dann passt dieser doch gut zur klassenkämpferischen Parteivorsitzenden. Wahrscheinlich war er den Delegierten nicht links genug. Die hätten sich ggfs. einen „Vereinigungsparteitag aller Linken“ von ihm als Forderung gewünscht.
Nicht nur unser Stadtbild verwahrlost, auch die politische Kultur. Dieses ewige Nazi- und Faschismusgefasel der Linken ist wohl als sich selbst erfüllenden Prophezeiung gedacht: Nur lang und oft genug darüber reden, dann werden sich schon ein paar Faschisten finden. Oder handelt es sich eine pathologische Autosuggestion? Von leuchtenden Augen zu sprechen angesichts der massiven Ausschreitungen gegen die Polizei, aber auch AfD Mitglieder ist schon etwas abseitig. Die AfD hat ein grundgesetzlich abgesichertes Recht eine Versammlung abzuhalten, ob einem das gefällt oder nicht. Es steht einem linken Mob nicht zu zu entscheiden, für wen das Grundgesetz gilt und wen nicht, da ist allenfalls das BFG gefragt.Die SPD erkennt in ihrer intellektuellen Limitiertheit gar nicht, dass genau dieses Verhalten die Demokratie gefährdet und den Staat delegitimiert.
Mir kommen angesichts des Zustands in dem sich die politische Klasse in diesem Land befindet, eher Tränen der Trauer und Verzweiflung.
Ich bin mir nicht sicher, ob es nur „limitierte“ Intelligenz ist. Gerade rot-grün hat doch in den letzten Jahren genau das was hier geschieht massiv unterstützt und mit entsprechenden Gesetzen unterfüttert.
Es werden zig-Millionen ausgegeben für parteinahe Organisationen die Fakten entsprechend Checken, die dafür sorgen, dass die wahre „Demokratie“ erhalten bleibt, die das Internet nach anderen Meinungen durchforsten und Anzeigen erstatten, die Meldestellen betreiben, in denen jeder verleumdet werden kann und, und, und. Da steckt System dahinter. Die wissen sehr genau, was sie machen. Wichtig ist es, die Bevölkerung zu spalten, damit die Macht weiter ausgeübt werden kann und sich die Leute nicht mit den wirklichen Problemen dieses Landes auseinandersetzen. Wobei unser Hauptproblem die Parteien und ihre Parteisoldaten sind.
Nein, lieber Herr Müller-Vogg, auch das ist nicht die ganze Wahrheit. Es war nicht "auch eine Auseinandersetzung zwischen den ganz linken, gewalttätigen Verächtern des Rechtsstaats und der Polizei". Das suggeriert eine gewisse Mitbeteiligung oder Mitschuld der Polizei bei den Angriffen. Es war ein Angriff, einseitig, generalstabsmäßig organisiert und gewalttätig auf die politische Betätigung der Opposition und ihre Vertreter. Der Angriff mag in Teilen der Polizei gegolten haben, aber das Ziel war die Verhinderung der Ausübung der Grundrechte, die die Polizei verhindern musste. Und es waren nicht nur die linken Spinner von der Antifa, sondern auch Gewerkschaften und Omas gegen Rechts.
Diese Radikalisierung der Mitte, die sich auch in den Worten des Bürgermeisters zeigt, ist das wahre Problem. Wenn der Bundeskanzler so relativiert und andere von der Gewalt schwärmen, ist es wirklich 5 Minuten vor 12. Nur nennt sich der Faschismus diesmal Antifaschismus, mit schwarzen Hosen staat braunen.
Kann man da wirklich von einer "Radikalisierung der Mitte sprechen" oder ist es eine "radikale Linke", die dort zu Tage tritt? Kann man diese vermummten "Demonstranten" wirklich als Mitte bezeichnen?
Ich glaube, wir alle sollten uns über die Definitionen "Mitte", "Links" und "Rechts" Gedanken machen, genauso wie über andere Begriffe, die im Laufe der Zeit immer schwammiger, undeutlicher werden und damit inflationärer gebraucht werden.
verpasst haben ist mit großer Wahrscheinlichkeit der Kurs der Jusos nicht „links genug“ ……
Der Bundespräsident das gemeint hat, als er sagte: „ Tun wir, was getan werden muss “?
....Sie hängen auch wie Schallplatte an der immer gleichen Stelle.
"Es gibt gute Gründe, die rechtsextreme „Generation Deutschland“ mit ihrem Rassismus und ihrem völkischen Gesumse abzulehnen und politisch zu bekämpfen.“
Lassen Sie uns doch mit ein paar Beispielen mal teilhaben an ihren Erkenntnissen.
Und kommen Sie nicht mit Remigration. Da ist nix dran auszusetzen. Andere nennen es Rückführung, Abschiebung oder Ausschaffung.
Dann erschießen wir doch einfach ein paar Reiche, wie die Linke SED es gerne machen würde.
Man hat bei Ihnen immer wieder denn Eindruck, es muss was negatives gegen die AFD im Text stehen und wenn es von politisch gesteuerten VS kommt, egal, danach wird dann ein bisschen über SPD und Grüne hergezogen.
Wobei die Grünen bei Ihnen anscheinend immer noch der Wunschpartner für die CDU wären.
Aber was die Grünen mit SPD und der Abrissbirne aus der Uckermark an Flurschaden in D angerichtet haben, kriegt eine AFD in 100 Jahren nicht hin.
Also, keep cool bzgl. GD.
Der Autor wirft Bärbel Bas Klassenkampf vor, um dann selbst sehr unterkomplex abzubiegen.
"Die war kürzlich auf dem Arbeitgebertag ausgelacht worden, weil sie so tat, als wären Arbeitnehmer (und Arbeitgeber), die Beiträge zur Rentenversicherung zahlen, nicht gleichzeitig auch Steuerzahler."
Quatsch!
Gelacht haben die Vereinfacher. Wussten Sie doch, dass ihr Lachen beim eigenen Publikum den Ton setzen würde.
Die Mütterrente wird laut Gesetzentwurf aus Steuermitteln finanziert, indem der Bund der Rentenversicherung die Mehrkosten erstattet. Die sogenannte Haltelinie, die das Rentenniveau bei 48% halten soll, wird ebenfalls größtenteils aus Steuermitteln finanziert.
Das entlastet die Lohnnebenkosten und beteiligt die Gesamtgesellschaft an diesen "gesamtgesellschaftlichen Aufgaben."
Ob man diese Beschlüsse gut oder schlecht findet steht auf einem anderen Blatt.
Wer dieser Tage auf die deutsche Debattenkultur schaut sieht tatsächlich einen "Käfig voller Narren"
"Es gibt gute Gründe, die rechtsextreme „Generation Deutschland“ mit ihrem Rassismus und ihrem völkischen Gesumse abzulehnen und politisch zu bekämpfen." Dann schreiben sie einen Artikel darüber, aber bringen sie nicht die Gewalt in Gießen in einen Zusammenhang mit der AfD-Jugend. Sonst wirkt der Rest ihres Geschreibsels hochgradig unglaubwürdig.
