Bleiverglasung in der Parteizentrale: das Kurt-Schumacher-Haus in Hannover
Bleiverglasung in der Parteizentrale: das Kurt-Schumacher-Haus in Hannover / Foto: dpa

Oberbürgermeisterwahl in der niedersächsischen Landeshauptstadt - Hannover-Connection 2.0

Demnächst wird in der niedersächsischen Landeshauptstadt ein neuer Oberbürgermeister gewählt – für die örtliche SPD ein absoluter Prestigeposten. Doch die Partei wird von einem Skandal erschüttert: Es geht um Fördergelder, Veruntreuung und einen laschen Umgang mit Vorwürfen.

Autoreninfo

Klaus Wallbaum ist Sozialwissenschaftler und Chefredakteur der Zeitschrift Rundblick - Politikjournal für Niedersachsen.

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Der Ordnungsdezernent in Hannover heißt Axel von der Ohe, ist 49 Jahre alt und hat ein großes Ziel: Er will der nächste Oberbürgermeister in der niedersächsischen Landeshauptstadt werden und Belit Onay (Grüne) ablösen. Seine SPD will das auch – und sie wirft sich seit Monaten ins Zeug für ihren Kandidaten. Die Wahl ist in wenigen Monaten, am 13.September. Schon im September 2025, ein Jahr vor dem Termin, wurde von der Ohe nominiert. Seitdem sind er und sein Team aus SPD-Helfern hochaktiv in den Kanälen von Social Media, bei vielen Terminen und Bürgergesprächen. So früh wie er hat kein anderer Bewerber mit solchen Aktionen begonnen. Ob sich das auszahlt? Dunkle Wolken sind am Horizont sichtbar. 

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Dorothee Sehrt-Irrek | Mo., 15. Juni 2026 - 11:28

Hoffentlich wird das alles mit einem Blick nach vorne aufgearbeitet, denn früher herrschten auch andere Sitten und Gebräuche bei allen?
Ich weiss manchmal nicht, zu was ich noch etwas schreiben kann, ohne irgendeiner Verwandten, einem Freund oder Bekannten ff. "über den Weg zu laufen" oder auf die Füße zu treten.
Man schaue also auf Mehrdeutigkeiten/Bezüglichkeiten, überprüfe sie, ziehe, wenn nötig, Konsequenzen und beruhige sich auch wieder.
Das ist sozusagen ein politisches Berufsrisiko?
Aktiv sein für alle, schliesst eben auch manch Nähere ein?
Gesetze sollten aber gewahrt werden.
Ich hatte öfter den Eindruck, dass mein Vater mir schlechtere Zensuren gab, da er mein einziger Lehrer in der Grundschule war.
Oder aber ich war halt nicht besser.
Kohl mochte ich nicht etwa wegen der Parteispendenaffäre? noch weniger.
Ich "mochte" ihn nicht.

Thorwald Franke | Mo., 15. Juni 2026 - 12:34

Das Muster wiederholt sich immer öfter: Ein migrantischer Politiker organisiert sich im migrantischen Milieu Parteimitglieder, die in Massen in die Partei eintreten und auf der lokalen Parteiversammlung für ihn stimmen. Auf diese Weise werden langjährig gewachsene Strukturen und Loyalitäten unter den Parteimitgliedern, die "schon länger dabei" waren, einfach überspielt.

Einen solchen Fall hatte es z.B. auch bei den Grünen im Wahlkreis Konstanz am Bodensee gegeben.

Was mich interessieren würde, und was Journalisten unbedingt recherchieren sollten (auch der Verfassungsschutz übrigens): Was sind das für migrantische Truppen, die da in so großer Zahl mobilisierbar sind? Kurdische PKK? Ditib? Die Öffentlichkeit will das wissen!

Und natürlich wollen diese migrantischen Truppen eine Gegenleistung sehen von dem Politiker, den sie ins Amt hieven. Das ist klar wie Kloßbrühe. Das Verfahren ist selbst korrupt, und es zieht Korruption nach sich. Zwingend.

Hans Jürgen Wienroth | Mo., 15. Juni 2026 - 13:26

Zitat: „Man kann also bei der hannoverschen SPD von einem funktionstüchtigen System der Personalauswahl für Führungsaufgaben ausgehen – oder auch von den Schattenseiten, nämlich einer sehr klaren Ausrichtung auf Macht und Einfluss, bei der womöglich andere Eigenschaften wie Beteiligung und Transparenz zu kurz kommen können.“

Bei solch einer „PersonalAUSWAHL“ haben Eignung und Befähigung kaum Platz. Wenn jedoch die „Hannoversche Allgemeine“ als Teil der SPD-Zeitungsbeteiligung darüber schon berichtet, dann lässt sich scheinbar nichts mehr verheimlichen.

Zu den Verquickungen und Personalrochaden zwischen SPD, Gewerkschaften und „Zivilgesellschaften“ muss nichts geschrieben werden, die haben nicht nur Einfluss auf die VW-Politik. Dabei ist man von Haus aus „Grün“, weshalb der Machtkampf ums Rathaus so schwer fällt. Wie kann man da glaubwürdig sein?

Nur: Gilt das zur Personalauswahl nur für die SPD oder ist es Symptom einer „Parteiendemokratie“, bei der der Souverän keine Rolle spielt?

Es ist tatsächlich dieses Phänomen,welches solche Dinge begünstigt. In jeder größeren Stadt haben die Kommunen Eigenbetriebe, vor allem Stadtwerke und ÖPNV, aber auch sonst gründet man gern eine gGmbH für irgendwas, um einen gut bezahlten Geschäftsführerposten zu schaffen. Diese Einrichtungen dienen entweder als Parkplätze für echte oder vermeintliche Talente oder Endlagerstätten für ausgedientes Politik-Personal. Fachliche Qualifikation ist eher nachrangig.Außerdem gibt es Aufsichtsgremien, die Sitzungsgelder zahlen, womit man ein schönes Zubrot erwirtschaften kann. Fakt ist: ohne Parteibuch, vor allem dem richtigen, ist es kaum
möglich in einer Kommune Karriere zu machen. Meist sind sich die Parteien beim Postengeschacher sogar ziemlich einig, denn das fein austariertes System schafft es alle nach Proporz zu beteiligen. War ja bislang genug Geld da!Aber zu wild darf man es dann doch nicht treiben.Meist sind es Neider, die an die Öffentlichkeit gehen. So sind die Menschen nun mal!

Peter William | Di., 16. Juni 2026 - 11:02

Rot-Grün hat die Riester Rente eingeführt, das AWD hat diese dann anscheinend penetrant und in einer Grauzone agierend vertrieben und seitdem tingelt Herr Maschmeyer durchs deutsche Fernsehen als Self Made Millionär. Und was ist die Moral von der Geschichte, Insidergeschäfte lohnen sich einfach, aber lasst euch nicht erwischen bzw. dafür verurteilen.

Peter William | Di., 16. Juni 2026 - 11:07

Antwort auf von Peter William

sobald die Flüchtlingsindustrie und deren Profiteure so richtig unter die Lupe genommen werden? Folgt der Spur des Geldes, da kommen mit Sicherheit einige lohnende Skandale, zumindest aber Artikel zustande.