- „Berliner Brandmauer-Debatten sind komplett weltfremd“
Luca Piwodda ist Bürgermeister in Brandenburg. Im Interview wirft er der Bundespolitik vor, sich in abgehobenen Brandmauer-Debatten zu verlieren. Entscheidend sei nicht, aus welcher Partei eine Idee kommt – sondern ob sie den Menschen konkret hilft.
Luca Piwodda ist 26 Jahre alt und Bürgermeister der Stadt Gartz (Oder) in Brandenburg. Er ist damit der jüngste Bürgermeister Brandenburgs. Als Student war er an der Gründung der Freiparlamentarischen Allianz (FPA) beteiligt und engagiert sich heute im Bundesvorstand der Partei des Fortschritts. Vor zwei Wochen saß Luca Piwodda in einer Talk-Runde bei Caren Miosga vor einem Millionenpublikum, gemeinsam mit Manuela Schwesig. Seine Kritik an einer zunehmend selbstbezogenen Parteienpolitik brachte ihm bundesweit Aufmerksamkeit.
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Leitlinien und Antworten auf praktische Fragen statt komplizierte Antworten auf einfache Fragen.
gestern mit Dr. Joe von den Sozen.
Den Ansatz, dass das bisherige Parteiensystem sich überlebt hat, teile ich voll und ganz. Und in Verbindung mit der Brandmauer kann man eigentlich nur sagen: die AfD ist Ausdruck dieses Zerfalls. Sie kam hoch, weil etwas komplett schief lief. Waren es zunächst die rechtswidrige EU-Finanz-Aktionen kam dann das Hauptthema Migration hinzu, wo es ebenfalls verfassungswidrig lief und nach wie vor läuft.
Und dass die Machtmaschine Merkel von Beginn an alles daran setzte, diese neue Partei an den Rand zu schieben, sagt doch eigentlich alles. Nur wurde und wird es noch immer nicht verstanden. Piwodda hat verstanden und agiert entsprechend.
So wie es in seinem Lokal-Parlament läuft, sollte es auch im BT laufen, dann hätten wir einige Probleme weniger.
Dieses dumme, infantile, de facto Demokratie-zersetzende: „mit denen reden wir nicht“ hat jedenfalls ausgedient. Dafür sorgen spätestens die anstehenden Wahlen.
Piwodda wünsche ich viel Erfolg.
"Dieses dumme, infantile, de facto Demokratie-zersetzende: „mit denen reden wir nicht“ hat jedenfalls ausgedient."
...die Kartellparteien. Ich persönlich glaube auch dass es für 'sie' bereits zu spät ist..., egal was Daniel Günther und andere aufgeschreckte Unions-Ideologen jetzt noch verzweifelt versuchen... ... - 'besser kommunizieren' usw., die billigste aller Ausreden wenn man/Frau/Mutti 15+ Jahre politisch geschlafen hat - die Merkel Fanboys... ...
Sie haben es sich selbst verdient, diese Brandmauer-Witzbolde..., ganz einfach.
gute politische Familientradition und dann eigene politische Initiative.
Alle Achtung.
Der Fehler gegenüber der AfD könnte immerhin der gewesen sein, dass die tradierte Politik die AfD von einem "ungesicherten" Anfang her und von einem "anzunehmenden" Ende her definierte?
Wenn ich eine bestimmte Finanzpolitik, Coronapolitik etc. politisch verantworte, dann kann ich nicht Kritiker, so ärgerlich deren Meinungen für mich auch sein mögen, einfach "wegbeissen" wollen.
Dieser konkrete Müller hat in Potsdam auch seine Mühle gegenüber Friedrich dem II. verteidigt und erhalten.
Macht muss immer und überall auch überzeugen, vermute ich.
Mal sehen, wie weit dieser junge Bürgermeister noch kommt.
Mut und Energie hat er.
"zwischen Volksfront" und "völkisch"?
Ich befürchte, dass uns Pragmatismus alleine nicht aus solchen Umklammerungen löst.
Ich würde für die Merkel-CDU evtl. noch "Moralismus" nennen.
Nein, nicht "kategorischen", denn der hätte etwas mit Kategorien zu tun, Kant also.
Ich halte wenig von "Volksfront", verstehe aber deren Stellung gegen den Faschismus et al.
Ich mag das "Völkische" nicht, verstehe aber deren "Selbstvergewisserung".
Ich mag auch keinen "Moralismus", verstehe aber dessen Anziehungskraft in Zeiten religiöser Ent-bindungen.
Um Frau Merkel evtl. einzuordnen, Kohl sprach als Erster von einer "geistig-moralischen Erneuerung"?
Ich persönlich sehe auf der ganzen Linie eher politische Rückschritte, statt einer Politik, die m.E. nicht nur von Brandt/Schmidt und Schröder möglich gewesen wäre, sondern auch von entsprechenden Politikern in der CDU und der FDP.
Ich sehe derzeit keine große Chance auf andere Schwerpunkte, weil sich vieles verändert, wie Herr Michaelis treffend beschreibt
"Wir haben keine Chance? Also packen wir es an!" oder so ähnlich.
Der junge Mann spricht von verbinden statt polarisieren, von konkreten politischen Zielen.
Ich glaube nicht, dass er da stehen bleiben kann, die anderen Parteien sind schon auch älter, aber er kann so beginnen.
soweit es die SPD betrifft, dem sei gesagt, dass ich wohl 1996 zusammen mit meinem Genossen Thomas Jahn eine SPD Mitglieder"zeitung" machte für Radebeul.
Ich ging dann dort weg, in Rudow habe ich dann noch eine verteilt.
Jede/r wie er kann...
