- Das Pendel muss durchschwingen
Die politische Mitte steckt in der Defensive – und reagiert darauf mit dem Ruf nach Stabilität. Doch statt Konflikte zu scheuen, muss das bürgerliche Lager den Mut finden, eigene Positionen durchzusetzen und gesellschaftliche Machtverschiebungen nicht länger zu fürchten.
In Debatten hört man mitunter Forderungen, die gesellschaftliche Mitte müsse das politische Pendel in der Mitte stabilisieren, es also am Ausschlag nach rechts hindern. Das klingt auf den ersten Blick vernünftig, beruhigend, staatsmännisch. Man sollte jedoch genauer hinschauen und sich nicht nur fragen, ob dieses Ziel realistisch ist, sondern auch, welches Verständnis von Politik und der Rolle einer bürgerlichen Mitte in der offenen Gesellschaft dahintersteckt.
Die Wahl eines Pendels als bildhafte Analogie für die politische Mehrheitsausrichtung einer Gesellschaft ist durchaus sinnvoll: Ein Pendel ist etwas Dynamisches. Seine Eigenschaft ist Bewegung, so wie auch die Ausrichtung einer Gesellschaft sich über die Zeit verändert.
Ob es sich wie beim physikalischen Pendel um eine periodische Bewegung zwischen immer den gleichen Endpunkten handelt, sei dahingestellt. Es ist aber zu hoffen, dass hinter der Verwendung dieses Bilds nicht die Vorstellung steckt, diese Bewegung zu stoppen, an einer bestimmten Stelle einzufrieren – das wäre kaum mit einer dynamischen, demokratischen Gesellschaft kompatibel. Aber auch das Abbremsen eines Pendels, also die Reduktion seiner Ausschläge nach links und rechts, ist ambitioniert. Die kinetische Energie eines Pendels hat im Mittendurchgang ihren maximalen Wert – und genau dort will die derzeit historisch schwache „bürgerliche Mitte“ in das System eingreifen? Das ist unplausibel, um nicht zu sagen vermessen. Wenn das so einfach wäre und in der Macht der „Mitte“ läge – warum hat sie es dann nicht in der vorigen Bewegungsphase getan, als das Pendel auf dem Weg nach links war?
Ein Übergewicht links geprägter Strukturen in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen
Derzeit ist das Problem ohnehin eher, dass die Pendelbewegung schon länger erheblich gestört ist – gemeint ist natürlich die sogenannte „Brandmauer“ und ihre Schwester, das moralisierende Kontaktschuld-Prinzip. Damit werden genau jene Ausgleichsprozesse blockiert, die eigentlich die Stärke demokratischer Systeme – und vielleicht ihre einzige wirkliche Stärke – sind.
Im Ergebnis wurde das Pendel künstlich und, folgt man einer Vielzahl von Umfragen, gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit über lange Zeit im linken Bereich des politischen Spektrums gehalten. Resultat ist nicht nur eine enorme angestaute Energie im System – also das, was oft als gesellschaftliche Spaltung beschrieben wird –, sondern auch ein Übergewicht links geprägter Strukturen in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen und Institutionen, das dem aktuellen politischen Mehrheitswillen nicht mehr entspricht.
Leider muss man vermuten, dass Selbstüberschätzung nicht das einzige Motiv hinter dem Wunsch nach „Stabilisierung in der Mitte“ ist. Es ist zu befürchten, dass dahinter weiterhin genau die Haltung steckt, die erst zu linker Dominanz und zum Bedeutungsverlust der bürgerlichen Mitte geführt hat: fundamentale Konfliktscheu und ein Mangel an strategischem Bewusstsein.
Strategische Wahrnehmung käme zu dem Ergebnis, dass die in den Zeiten linker Dominanz aufgebauten Strukturen deutlich reduziert werden müssen. Es geht um Personal in Ministerien und öffentlich-rechtlichen Medien, um Finanzierungsströme, um all die politischen und „zivilgesellschaftlichen“ Influencer-Netzwerke, die in den letzten Jahrzehnten den öffentlichen Diskurs, das „Overton-Fenster“ des Sagbaren, nach links verschoben haben und dies weiterhin tun. Es geht auch um Gesetze, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Gesetzen zu Blockaden in der Umsetzung demokratischen Mehrheitswillens geführt haben, etwa im Bereich eines völlig ausufernden Sozialstaats oder einer destabilisierenden Migrationspolitik.
Mittlerweile wird selbst die CDU routinemäßig als „faschistisch“ bezeichnet
Genau genommen benötigt eine Debatte über Strategien und Interessen der „bürgerlichen Mitte“ auch eine Definition, wie diese Mitte überhaupt definiert sein soll. Dies würde allerdings den Rahmen dieses Artikels sprengen; für den vorliegenden Zweck reicht es aus, sie sich als eine symmetrisch zwischen „links“ und „rechts“ liegende Region politischer Mäßigung und Toleranz vorzustellen.
Die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass sich linke Milieus nicht allein durch Wahlen, sondern durch kulturelle, institutionelle und diskursive Verankerung gebildet haben und stabilisiert werden. In Verwaltungen, Medien, Bildungseinrichtungen, NGOs, Verbänden und Teilen der politischen Sprache sind Deutungsmuster entstanden, die weit über parteipolitische Mehrheiten hinausreichen. Das ist zunächst weder illegitim noch überraschend; jede politische Strömung versucht, ihre Vorstellungen gesellschaftlich zu verankern. Problematisch – im Sinn von gefährlich – wird erst die Annahme, man könne auf diese Entwicklung mit beschwichtigenden Appellen reagieren und so auf wundersame Weise zu einer ausgewogenen Mitte zurückkehren. Ein Blick auf die zunehmende Laustärke und Schärfe linker Debattenbeiträge – mittlerweile wird selbst die CDU routinemäßig als „faschistisch“ bezeichnet – sollte hier jeden Zweifel an der Härte beseitigen, mit der das linke Lager die erreichten Positionen zu verteidigen sucht.
Die Schlussfolgerung ist einfach: Die bürgerliche Mitte kann kein Interesse daran haben, dass linke Unterstützungsstrukturen im bisherigen Umfang fortbestehen. Auch der gesetzliche Rahmen muss dort nachjustiert werden, wo er den politischen Mehrheitswillen nicht mehr angemessen abbildet; Urteilsbegründungen sollten hier als nützliche Ressource betrachtet werden. All das sind Mechanismen und Funktionsgrundlagen eines demokratischen Rechtsstaats.
Will man tatsächlich wieder zurück in die Mitte, ist eine umfassende strukturelle Neujustierung notwendig. Dafür ist, im Bild des Pendels, die gesamte kinetische Energie notwendig, die sich derzeit im System aufgebaut hat – genau wegen des starken Pendelausschlags in den linken Bereich des politischen Spektrums. Das funktioniert nicht als kraft- und anstrengungsloser Ausgleich. Bürgerliche Mitte zu sein bedeutet nicht, sich jedem Konflikt zu entziehen, sondern Freiheit auch dort zu behaupten, wo es unbequem wird. Sonst überlässt man das Feld jenen, die mit größerer Entschlossenheit auftreten – seien sie kollektivistisch, autoritär oder populistisch.
Schon der Begriff „Zufallsmehrheiten“ zeigt, wie ängstlich-verdreht das Denken mittlerweile ist
Wenn die bürgerliche Mitte ehrlich zu sich selbst ist, wird sie nicht behaupten können, dass sie dies aus eigener Kraft, also durch das Organisieren „eigener“ Mehrheiten, bewerkstelligen kann. Wenn in einzelnen Sachfragen Zustimmung auch aus anderen Lagern kommt, warum diese nicht nutzen? Die politischen Mitbewerber tun dies genauso. Es gibt den Begriff „Zufallsmehrheiten“, die es zu vermeiden gelte. Allein dieser Begriff zeigt, wie ängstlich-verdreht das Denken mittlerweile ist, und wie weit es sich vom Prinzip demokratischer Willensbildung entfernt hat. Letztlich verleihen solche Konstrukte gerade den Kräften, die man angeblich politisch bekämpfen will, unglaubliche Macht.
Damit ist ausdrücklich nicht gesagt, die Mitte solle sich Rechtsaußen oder Linksaußen andienen oder autoritäre Kräfte verharmlosen. Ein liberaler Staat lebt von klaren Grenzen gegenüber Verfassungsfeinden, Identitätspolitik von rechts wie links und jeder Form des ethnischen oder kollektivistischen Denkens. Aber zwischen dieser Abgrenzung und der reflexhaften Verweigerung jeder inhaltlichen Schnittmenge mit konservativen oder rechten demokratischen Positionen liegt ein großer Unterschied. Wenn die Mitte selbst dort ängstlich zurückweicht, wo ureigene Interessen berührt sind – etwa bei Migration, innerer Sicherheit, Staatskritik oder der Verteidigung von Meinungsfreiheit –, dann stärkt sie nicht die Demokratie, sondern die Ränder. Denn sie signalisiert den Bürgern, dass bestimmte Probleme zwar sichtbar, aber im etablierten Raum nicht ehrlich verhandelbar sind.
Die Schwäche der Mitte liegt nicht primär darin, dass sie zu wenig gute Ideen hätte. Was ihr fehlt, ist – neben nüchternem strategischen Denken – Durchsetzungswillen. Sie stilisiert die eigene Konfliktscheu als vornehm-zurückhaltende Überlegenheit. Sie hat sich ihr Nachgeben als Beweis von Klugheit und ihren Verzicht auf Zuspitzung als Reife schöngeredet. Das Signal, das beim politischen Publikum ankommt, ist in Wahrheit aber einfach Unsicherheit, und das zieht in Krisenzeiten weder Vertrauen noch Gefolgschaft an. Eine liberale Mitte gewinnt nicht, wenn sie sich ständig dafür entschuldigt, ihre Interessen zu vertreten.
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Die Bevölkerungsmehrheit war nie links, die Linke agierte/agiert nach der von J-C Juncker im Spiegelinterview „Die Brüsseler Republik“, DER SPIEGEL 52/1999 beschriebenen antidemokratischen Vorgehensweise:
„Wir beschliessen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein grosses Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“
Die linke Übermacht wurde über Jahrzehnte an der Bevölkerung vorbei „installiert“! Nur sind die Auswirkungen dieser Fehlpolitik nicht mehr zu ignorieren, deswegen droht „das Pendel“ nach rechts auszuschlagen, die Bevölkerung will eine Korrektur!
Links war nie Mehrheitsfähig, darum brauchen Linke „unsere Demokratie“!
Ansonsten ein guter Artikel, die geforderte „Neujustierung“ kann und wird es aber nur mit der AfD geben, das hat die Union bewiesen, sie ist weder bürgerlich, noch „Mitte“!
Da haben Sie lieber Herr B., was zumindest den äußeren Anschein erweckt ganz recht.Denn dieser sehr ausgewogene Beitrag ist m.E. eine deutliche Ansage an nicht nur die Union,sondern auch an z.B. ihren Koalitionspartner die SPD, sich nicht weiter feige hinter einer heimtückisch von Linken errichteten Brandmauer zu verbarrikadieren. Wie komme ich auf die SPD? Weil diese, wie keine andere Partei ihre einstmals bürgerliche Nähe u. Vertretung der Arbeiterschicht noch mehr als die frühere,von einer vielschichtigeren Wählerschaft geprägte Union, aufgegeben hat.Ebenso wie die frühere FDP,die nicht nur als ausgleichender Koalitionspartner u. Zuenglein an der Waage der Balance dienlich war,sondern ein Angebot für solche Waehler o. Klientel war, die entweder liberal-konservativer oder liberal-progressiver vertreten werden wollten.Und die wie auch die Wähler von Union und SPD ihre Parteien nicht mehr wiedererkennen u. vor allem das wichtigste Kapital "Vertrauen" u. somit die MITTE verloren haben.
"zumindest den äußeren Anschein erweckt"... - das ist eine interessante Bemerkung am Rande... 🤔
Es würde mich brennend interessieren, was die CDU/CSU-BASIS! wirklich denkt, in der Breite...?? Oder ob sie dort, in den Ortsvereinen, auch schon alle? linksgrünwoke domestiziert wurden... ...?
Untersucht aber natürlich niemand wirklich..., medial.
Oder sich in Eigenkritik übt als Unionist fängt sich natürlich (noch!) umgehend eine ein! Doch wie Sie erkannt haben oder annehmen lieber Herr Veit,wird die Basis, bisher nur in der Kommunalpolitik auch m.E. nach immer nervöser, da sie vor Ort immer geforderter und von ihren Bürgern in die Defensive gedrängt werden mit Fragen, die dem fernen Berlin peripher gehen.Die keinen Bock mehr darauf haben,Mitbürger,die sie vielleicht von Kindheit an kennen und schätzen auf Befehl von oben,wie Aussätzige zu behandeln, weil irgendwer von außerhalb behauptet, diese wären "gesichert rechtsextrem" oder sonstige unserer Verfassung gegenüber nicht bewiesenen Vorhalte! Denn sonst wäre die Partei schon verboten. Und selbst dann wären die Grundrechte der jeweils so Beschuldigten seitens eines neutralen,freiheitlichen Staates zu wahren nach Artikel 2 Absatz 1 und erst recht nach Artikel 2 Absatz 3,sowie weiterer verfassungsgemäßer Rechte aller Bewohner unseres Landes.Das man daran erinnern muss..! LG
auf kommunaler Ebene noch einen weiteren Aspekt gibt, Frau Heim, nämlich, daß die Damen und Herren der Etablierten schlicht merken, daß die AfD in den meisten Punkten recht hat. Dennoch sind sie an ihre verlogene Parteilinie gebunden was dazu führt, daß sie die Realität ignorieren respektive negieren müssen und so immer weniger Zustimmung beim Wähler haben.
Das muß im höchsten Maße frustrierend sein, wenn man weiß, daß die Realität diametral anders ist, als es die Parteilinie vorgibt, man es aber mit Rücksicht auf die Partei nicht sagen darf und einem deswegen die Wähler davonlaufen. Das würde mich zerreißen!
Hieß das nicht so damals;)?Und klar wird es peinlich für Brandmaurer,wenn sie z.B. den Bau eines Kindergartens oder eine Umgehungsstraße für seit Jahren lärmgeschädigte Anwohner nur ablehnen o.torpedieren sollen,weil der Antrag von der AfD kommt.Da kommt man halt naturgemäß in Erklärungsnöte.Und um etwaige "Verstöße" gegen solcherlei Anordnung von oben unterhalb der Grasnabe zu belassen,vermeidet man wie jetzt besonders vor Wahlen allzu intensiven Kontakt durch Wahlhelfer aus Berlin;).LG
Ich bin überzeugt, daß viele Kommunalpolitiker gerade der Union aber auch der FDP und sicher teilweise der SPD genau wissen, daß die AfD mit sehr vielen ihrer Forderungen recht hat. Sie dürfen aber nicht zustimmen, weil es die Parteilinie verbietet.
Wie soll man eine Sache verkaufen, an die man selbst nicht glaubt? Die Leute sind ja auch nicht blöd, die merken doch, daß es abwärts geht im Land, dafür schützt evtl. die Berliner-Linksblase, aber auf dem flachen Land, da wissen die das. Und statt gegenzusteuern und mit der AfD im Sinne des Landes und seiner Leute zu kooperieren, müssen sie weiter die aus Berlin vorgegebene realitätsverweigernde grünlinkswoke Linie vertreten!
Und wer übertritt, ist plötzlich kein Demokrat mehr, das wollen auch nicht alle, also bleiben sie und gehen wissend von einem Wahldesaster zum nächsten.
Ich gehe davon aus, daß es in Sachsen-Anhalt nach der Wahl zu Schwarzrottotgrün kommen wird, in MV ebenfalls, spätestens dann ist die CDU zurecht am Ende!
Doch je weniger Leute sich am Nasenring auch in der Kommunalpolitik führen lassen,was die Bürger dort zum Leidwesen der Parteizentralen direkt bemerken und womöglich goutieren,umso schneller ist Schluss mit diesen von oben verpassten undemokratischen
Konstrukten.Und wenn sich die Leute an der Basis einigen können und ihrem Auftrag nach bestem Wissen und Gewissen folgen,egal wessen man sie bezichtigt,was wollen denn die Funktionäre dann machen?Parteiausschlussverfahren im Dutzend?Wenn es weiter abwärts geht,treten aufrechte und dafür noch diskreditierte Kommunalpolitiker vorher freiwillig aus. Wofür ich jedes Verständnis habe! Ich glaube,wir liegen da nicht viel auseinander;).
LG
obwohl die SPD nie meine Partei war, ich war immer konservativ, ich sehe Ihren Punkt und dieser ist berechtigt. Auch würde ich eine SPD wie sie es unter Helmut Schmidt war heute vorbehaltlos wählen.
Ich habe früher Union gewählt, anfangs CSU, danach CDU, auch oft FDP, aber wie Sie es schreiben, ich habe zu diesen Parteien kein Vertrauen mehr, sie haben zu oft enttäuscht, das wird sich das absehbar nicht ändern.
SPD, Union & FDP haben, durch den aus nicht nachvollziehbaren Gründen vollzogenen Linksruck, jegliches Personal vergrault, das Rückgrat und (konservative) Werte hatte. Übriggeblieben sind inhaltsleere Opportunisten und Jasager, unter diesen Umständen ist vernünftige Politik unmöglich. Ich sehe auch nicht, daß sich das ändern wird, im Gegenteil, Unfähigkeit/Unanständigkeit zieht nur noch mehr Unfähigkeit/Unanständigkeit an.
Es ist sicher bei der AfD nicht alles Gold was glänzt, dennoch bietet aktuell nur diese Partei Hoffnung auf Besserung der polit./wirtschaftl. Lage.
Unsere Wahl-Biografien;) ähneln sich 1:1. Wobei ich zugeben muss,was ich hier auch schon mal hier und da schrieb, dass mich ein einziger Punkt davon abhielt bei den letzten Wahlen die AfD zu wählen oder was ich als politisch interessierte Bürgerin problematisch sehe, gar nicht mehr wählen zu gehen.Wie man aus meinen Kommentaren unschwer erkennen konnte,begannen diese Zweifel und innere Zerrissenheit mit dem Ukraine-Konflikt und der rein ökonomischen? Sicht, Hauptsache weiter billiges Gas und Öl bzw. was geht uns das alles an? der AfD. Wobei ich natürlich auch einen Doppelstandard pflege, weil alle Parteien vorher schon wenn es ums "große Geschäft" ging,ob mit Russland,China oder Sonstigen auf Einhalt der Menschenrechte usw. pfiffen. Doch irgendwo muss man auch für sich selbst eine Grenze setzen oder festlegen bzw. wobei man noch mitzugehen bereit ist oder nicht. Ich hoffe,besser gesagt erwarte auch von anderen
Demokraten, dass sie meine Einstellung dahingehend respektieren mögen. FG
bzw. der Ukraine teile ich...
Vom Status Quo ausgehend, und zurück drehen können wir die Zeit bekanntlich nicht... - auch die AfD nicht, KANN Russland unter diesen Bedingungen nicht unser Freund sein', und das will es ja auch garnicht, davon mal ganz abgesehen...
Das Verhältnis der AfD zu Russland und auch zur Ukraine ist mE der blinde Fleck im Parteiprogramm - zu undefiniert..., und ein Anbiedern an Russland/Putin, wie es diese 'irrtlichternden Russlandfahrer von der AfD' ohne Strategie und Plan bereits mehrfach getan haben..., das widerspricht so-oder-so deutschen Interessen. Ich gehe positiv zugunsten der AfD davon aus, dass das tatsächlich nicht von der offiziellen Parteiführung gedeckt oder veranlasst war... 🤔
Muss wie gesagt jeder mit sich selbst ausmachen.In meinem Umfeld würde ich gleich zu Beginn damit konfrontiert,was es heißt mit einer Tasche und halbwuechsigen Enkel alles hinter sich lassen zu müssen was das bisherige Leben ausgemachte hat.Eigentum,Heimat usw.Meine Bekannte,Mitte 60, verwitwet, für die es keine Hoffnung auf eine Rückkehr nach Cherson mehr
gibt.Und das,obwohl sie eigentlich russische Wurzeln hat.Aber auf der anderen Seite gibt es gemeinsame Bekannte,die sie zwar bedauern,jedoch gleichzeitig gefragt danach, trotzdem für den russischen Angriffskrieg "Verständnis" haben bzw. aus irgendeinem Grund die Gewalt gegen die ukrainische Bevölkerung ausblenden u. eben mehr o. weniger offen sagen,dass es Ihnen egal ist und unser gutes Geld/Hilfe zur Verteidigung sowie für die eigenen Verteidigungsfaehigkeiten unnötig bzw. verschwendet wäre.Ein Standpunkt,den ich nicht teile wie gesagt,aber hinnehmen muss.Aber meine politische Zustimmung gibt es dafür nicht.
MfG
auch kein Amerikafreund, ich wurde dahingehend sozialisiert, daß der Kommunismus das Übel schlechthin ist und das alles, was der Westen aus den VSA bekommt, schlecht ist. Das prägt nach wie vor mein Weltbild.
Ich sehe dennoch mehr hinter dem Ukrainekonflikt als Großmachtphantasien eines Wahnsinnigen Putin. Diesen Krieg hätte es nie gegeben, wenn der „Westen“ sich an gewisse Spielregeln gehalten hätte. Auch hätte man diesen Krieg längst beenden können und müssen.
Das gesagt denke ich, daß wir Rußland brauchen, mehr noch als die VSA denen wir nie irgendwas bedeutet haben. Wenn man die Entwicklungen betrachtet, dann ist D.T. der erste Präsident der Neuzeit, der Europa achtet, zumindest auf seine Weise.
Ich finde die Kriegstreiberei/Kriegsgeilheit der Etablierten unerträglich, da ist mir Haltung der AfD deutlich lieber, auch wenn ich sie nicht zu 100% teile. Die Ukraine ist kein WKIII wert, niemals! Aber genau diesen Wunsch nehme ich bei den Etablierten wahr!
Aber diesbezüglich,d.h. der "Schuldfrage" und den Beziehungen zu den USA kommen wir Beide nicht zusammen.Ich lasse mich wegen mir wenn's beliebt als Deutsche in alle mögliche Ecken schieben von den eigenen Leuten von links bis rechts,aber ich lasse mir weder von Russland,den USA,China o. sonst wem drohen o. vorschreiben wem ich Hilfe zukommen lassen möchte oder wie wehrhaft ich im Ernstfall reagieren sollte o. ob die Souveränität meines Staates,meiner Heimat von Bedeutung ist.Dazu bin ich wahrscheinlich " zu deutsch";) um es vorsichtig auszudrücken.Wie ich letztens in einer linksbesetzten TV-Runde hörte,machen sich angeblich viele Franzosen,auch Anhänger Le Pens schon wieder "Sorgen",das wir Deutsche demnächst wieder eine angekündigt mächtigste Armee haben sollen!Mit der wir dann NATO u. Freundschaft hin o. her natürlich umgehend F u. I überrennen in deren Köpfen!Toll so ein Ansehen,oder?Genau das Misstrauen was man braucht,um Angst u.Spaltung zu fördern. LG
Ich habe kein Verständnis für das, was Rußland getan hat, ich sehe aber, daß es hier eine erhebliche Mitschuld der Europäer, der VSA und der NATO gibt. Ohne „unser“ Zutun hätte es diesen Krieg nie gegeben, das ist ein entscheidender Faktor den es zwingend zu berücksichtigen gilt.
Wir „retten/verteidigen“ wir in der Ukraine maximal unsere strategischen und finanziellen Interessen, vor allem aber die der VSA. Dafür ist der Preis, den die Europäer und die Kriegsparteien bezahlen deutlich zu hoch. Dieser Krieg war unnötig, es hätte ihn nicht gegeben, wenn der Westen sich rausgehalten hätte. Mir ist die Ukraine genau so egal wie Rußland/die VSA, mir geht es um meine Zukunft und die meiner Kinder und die sehe ich durch UNSERE Politik gefährdet. Keiner bedroht uns, es werden Bedrohungen herbeigeredet, um Aufrüstung zu rechtfertigen.
Einseitige Schuldzuweisungen mögen bequem sein, denn der Schuldige ist klar, sie sind aber selten bis nie richtig.
Was die „Sorgen“ der Franzosen angeht, so teile ich diese, denn eines sehe ich ganz deutlich, der (Links-)Faschismus steht schon in unserer Tür, wenn nicht sehr bald umgesteuert wird, dann wiederholt sich die Geschichte, da bin ich mir sicher!
Allerdings vermute ich, daß Ihre linke TV-Runde auf die Angst vor der AfD abzielte, die ist unbegründet. Angst muß man vor den Ideologen von Grün und Rot haben. Es ist in diesem Lichte auch schlüssig, daß gerade die Grünen zu den größten Kriegstreibern respektive Befürwortern der Aufrüstung gehören. Sie wissen warum, sie brauchen eine starke Armee, um ihre Ideologie umzusetzen! Am deutschen Wesen möge die Welt genesen!
“As history has also shown, especially in the twentieth century, one of the first things an ideologue will do after achieving absolute power is kill.”
― Thomas Sowell
Sehen Sie lieber Herr B.,das ist doch mal ein Wort mit dem ich,wenn auch ganz anderer Ansicht,was anfangen kann.Denn wenn ich mir das Rumgedruckse,z.B. der Linken anhöre,die bis heute das Wort "Unrechtsstaat" in Verbindung mit der DDR nicht über die Lippen bringen,bekomme ich Blutdruck.Die AfD und das BSW schwurbelt mir bzgl. Angriff auf die Souveränität eines anderen freien Staates auch zu viel herum!Sie sind doch auch deutlich bzw.formulieren klar Ihre Interessen. Der Ehrlichkeit halber muss man erwähnen,dass Herr Chrupalla einmal meinte:"Ihm hätte der Russe nichts getan."Was ja auch stimmt.Doch man sollte was das alles betrifft mal die Länder des Baltikums,Polen,Litauen und alle Anrainer von Kaliningrad befragen,wie die die Lage einschätzen.Oder bilden die sich ihre Vorfälle an ihren schwer überwachten Grenzen zu Belarus usw. nur ein?Wenn ja,schaffen wir doch unsere Landesverteidigung ganz ab wie schon den alten Bundesgrenzschutz wenn Landesgrenzen eh obsolet sind. FG
Polen, ich weiß also sehr gut, wie die über die Russen denken und ich kann nicht sagen, daß ich diesen Emotionen widersprechen kann oder will. Wie gesagt, ich war nie Rußlandaffin. Ich weiß aber auch, wie man, gerade in Polen, über Deutschland denkt.
Um es auf den Punkt zu bringen, es gibt keine Partei, mit der man zu 100% übereinstimmt, bei der AfD ist die Schnittmenge aus meiner Sicht deutlich am größten, sodaß ich den Rest in Kauf nehme. Auch fehlen die Alternativen, Nichtwählen kommt für mich nicht in Frage. Es steht auch fest, daß die AfD einige ihrer „Extrempositionen“ abmildern wird müssen, wenn sie an der Macht ist, denn sie sind so nicht umsetzbar.
Was die PDS/SED/Linke angeht, so ist es mir bis heute ein Rätsel, wie es sein kann, daß eine Partei die OFFEN den Kommunismus und damit zwingend eine Abkehr von Demokratie, Freiheit des Individuums und Rechtsstaat fordert, nicht verboten sein kann, sie ist zu 100% verfassungswidrig. Mehr muß ich denke ich dazu nicht sagen.
schwarzen Sruhlkeis befindet schwer zu regieren.
Denken Sie nur an die bombastische Schuldenaufnahme in deren Ergebnis. die aufzubringenden Zinsen und Tilgungen (wenn überhaupt getilgt wird), zum massivem Verlust, haushaltspolitischer Spielräume führen wird.
MfG a d Erfurter Republik
Und wie in den fetten Jahren und Wohlgefallen für alle mit dem gezückten Scheckbuch auf Mission in aller Welt,oder die Briten verpfeifen sich als Nettozahler aus der EU,no problem,wir übernehmen das bisschen Ursula;),kann sich natürlich jede Folgeregierung egal wie abschminken lieber Herr Frank! Genau wie unser Triple-A der Bonitätsgüteklasse Eins.Und noch viel mehr erwartet eine mögliche AfD oder möge Gott verhüten eine sozialistische Linkenregierung a la DDR 2.0! Es gibt doch nichts Besseres auf dem unfreiwilligen Weg in die
Opposition und der Hoffnung auf Rückkehr,als einen desolaten Laden zu hinterlassen,um dann hinterher behaupten zu können:"Ich hab doch gleich gesagt,die können es nicht!"Haushaltspolitische Spielräume?Ich weiß ja nicht ob Sie's schon wissen,wie ein Kabarettist immer sagt,aber es gibt keinen Raum oder Bälle-Paradies für Spiele mehr in dem Laden.Und dann werden wir gewahr,wie viel Sympathie uns all die früheren Empfänger noch entgegenzubringen bereit sind.Oder? LG
... über das Bild vom Pendel.
Aber gleich danach fällt mir ein, dass doch ein fundamentaler Unterschied zwischen der Welt der Naturgesetzlichkeit und der menschlichen Gesellschaft und Politik besteht.
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Insofern ist das Pendelmodell ziem irreführend; spontan würde ich das Motorrad für ein etwas besseres physikalisches Modell der politischen Entwicklung im Kontext der Zeit halten.
Soll sich ein Motorrad (oder ein Kreisel) erfolgreich bewegen, so muss es vom Fahrer ständig im Gleichgewicht gehalten werden.
Ohne Gleichgewicht kippt das Gefährt um.
Geschichte stellt sich dann als Fahrt durch eine unbekannte Landschaft dar, für die es kein Google-Maps gibt, und daher ständige Konzentration erfordert.
Die Erfahrung lehrt schnell: Es gibt gute und schlechte Motorradfahrer.
Lenkt ein Motorradfahrer nur noch links oder schraubt den Lenker fest, dann kann er zwar das Umfallen vermeiden, kommt aber nicht mehr vom Fleck.
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Politik = Motorradfahren!
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Nix für ungut!
Lieber Herr Bühler, das Bild des Pendels wurde von dritter Seite vorgeschlagen, und ich finde es durchaus nützlich - was nicht heißt, daß es nicht auch andere gute Bilder gibt.
Wir beide wissen natürlich, daß jedes vereinfachende Modell nur eine gewisse Reichweite hat. Von daher finde ich ein weiteres Element aus der Wert der Physik sehr nützlich für die Anwendung im Bereich politischer Debatten, die letztlich so etwas wie Verhandlungen sind: die vektorielle Kräfteaddition.
Wer mit seiner gewünschten oder gar gerade noch tragbaren Endposition in eine Verhandlung geht, während die Gegenseite mit einer taktisch motivierten extremeren Position einsteigt, wird auch bei ansonsten guter Machtsituation nie seine Ziele erreichen. Ich glaube mittlerweile, daß die konfliktscheue "Mitte" zuvor nur davon gelebt hat, daß sich Links und Rechts einigermaßen zu Null addiert haben. Sie hat nicht verstanden, daß die Blockade dieses Ausgleichsprozesses das Ende ihrer Gestaltungsmöglichkeiten war.
... und natürlich ist auch das Pendel-Bild eine gutes wissenschaftliches "Gleichnis" oder Modell für die politisch-soziale Wirklichkeit. Und auch die vektorielle Addition von Kräften ist so ein "Gleichnis", da haben Sie vollkommen recht.
Ob aber Leibniz' alter Traum "Calculemus!" in seiner erträumten Allgemeinheit in unserer Gesellschaft wirklich als "Gleichnis" dienen kann, da habe ich angesichts der Vebreitung des mathematischen Wissens in unserer Gesellschaft doch ziemliche Zweifel.
Fahrradfahren kennt jeder, und jeder hat eine Vorstellung von der Bedeutung des Gleichgewichts bei andauernder Bewegung.
Nix für ungut!
Die Vorstellung jedoch, dass die liberale, demokratische Gesellschaft einen inerten Zustand ohne relevante Dynamik erreicht habe, ist über dreißig Jahre alt: Francis Fukuyama hat sie uns 1992 in seiner Formel vom »Ende der Geschichte« serviert, mit einem schlecht verdauten Hegel im Gedärm. Das war prägend für das Selbstverständnis der ganzen Globalisierungs-Epoche.
Darum beschränkt sich das Problem auch nicht auf eine kulturelle Dominanz linker Milieus, denn damit werden Koch und Kellner verwechselt: mit der Finanzkrise von 2008 ist die politökonomische Ordnung des Neoliberalismus in die Krise geraten, die von 2020 an mit einem putschartigen Übergang in einen Krisen- und Kriegs-Keynesianismus zu retten versucht wurde.
Ob bürgerliche Mitte oder (derzeit utopisch) runderneuerte Linke: wer die Zukunft gewinnen will, muss eine solide Vision einer post-neoliberalen Gesellschaftsordnung zu formulieren in der Lage sein. Doch von solcher Einsicht ist auch das bürgerliche Lager weit entfernt!
Ein gelungener Blick auf die politische Szene! Allerdings: die Mitte der Gesellschaft ist ein gern bemühtes Konstrukt der sogenannten etablierten Parteien und des ÖRR. Gemeint sind allerdings eigene Vorstellungen von dem, wie sein soll. Die Menschen des alltäglichen Lebens stören bei diesen Vorstellungen eigentlich nur. Sie sollen gleich Schafen dem folgen, was dem Machterhalt in der Politik dient. Die aktuell geplanten oder umgesetzten Gesetze auf EU Ebene und national belegen den Dringenden Wunsch der Politik nach totaler Kontrolle der Menschen. Und es spricht der Erlkönig:" und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt ".
Ein zustimmendes Blöken von mir liebe(r) Anonymsolangeesgeht;)!Doch ich überlege gerade,was es bedeutet, ein Leben als "Konstrukt" zu führen;).Individuum Ade!, weiter auf der gemütlichen Couch sitzen "Bring`mir mal noch`n Bier!", Anderer,besonders (Politiker)-Kreise nicht stören,auf keine dummen Gedanken kommen in der Wahlkabine,brav den Untertanen geben,der nach oben buckelt und nach unten tritt nach Gusto der Mächtigen?
Ich glaube nicht liebe(r) Anonymsolangeesgeht, dass ich dies in meiner Restlaufzeit noch hinbekomme;-).Mein kostbares Vlies ist übrigens, nicht dem politischen Sinne nach, von schwarzer Farbe! Was meine Bedenken erklärt;)
MfG
„Die Mitte gibt es nicht (mehr)“
Die „Mitte“ ist ein Begriff den Links in diesem Land verwendet, er soll Mäßigung und „Harmlosigkeit“ signalisieren, er soll linksextreme Parteien wählbar machen, „Mitte“ ist gut, das kann man wählen. Wobei das Verschieben der Mitte weit nach links auch dazu dient, alles rechts der „Mitte“ als rechtsextrem zu brandmarken/stigmatisieren, obwohl es das nicht unbedingt ist. Eine echte Mitte gibt es in unserem Parteiensystem nicht mehr.
Und ja, die EU sowie auch „unsere Demokratie“ sehen den Bürger und seine Entscheidungen als unberechenbare Gefahr (für die eigene Macht). Es gilt dem Bürger möglichst enge Grenzen bei seiner Entscheidungsfreiheit zu setzen bzw. ihn zu kontrollieren/beherrschen, wenn erforderlich auch mit Gewalt. Demokratie und Freiheit des Individuums stehen den Vorstellungen dieser Instanzen diametral entgegen.
Das Pendel kann nicht mittig stehen bleiben, ausgleichend, das Gleichgewicht haltend. Warum? Es gibt die politische Mitte nicht mehr. Das Pendel ist bis zum Anschlag nach links ausgeschlagen und pendelt eben wieder nach rechts zurück. Wie weit es dabei nach rechts ausschlagen wird, hängt auch davon ab, wieviel Schwung das Pendel hat und braucht, um aus der linken Ecke herauszukommen. Ob es dann nur leicht nach rechts ausschlägt oder ganz weit nach rechts, muss sich noch zeigen. Ja, würde man die Brandmauer niederreißen und zurück zu politischer Vernunft kehren, könnte man das Pendel ausbremsen, ihm den Schwung nehmen , damit es dann in keiner extremen Außenposition zur Ruhestellung kommt. Nur hängen sich zur Zeit zu viel Politiker an das Pendel, um es unbedingt in seiner linken Stellung zu halten. Ihr Gewicht jedoch beschleunigt gerade zu den Pendelausschlag nach rechts. Und nein, es fehlt nicht an Durchsetzungswille, es fehlt daran, dass sich Politik wieder am Volk orientiert.
Und wohin er sich bewegt oder daran gehindert wird,lieber Herr Konrad,kam mir dabei der Begriff der "Pendeldiplomatie" in den Sinn. Noch mal kurz die KI danach befragt,könnte das die Lösung bzw. Auflösung der Blockade sein? Und wem wäre eine solche Aufgabe zuzutrauen mit Blick in die heutige politische Landschaft? Da fehlt mir ehrlich gesagt die Idee dazu.Vorschläge? LG
Schöner Vergleich Frau Heim. Ich habe auch schon überlegt, wer das Handwerk der Pendeldiplomatie noch beherrschen könnte. Wischnewski oder Genscher konnten das, aber wollen die wirklich exhumiert werden, zurück in diese Zukunft, in das Heute, einer kriegslüsternen links-grün gedrillten Regierung angehören? Das hätten die beiden nicht verdient. Aber wie auch immer. Und wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her. Vielleicht ist die Lösung nahe und wir sehen sie noch nicht? Vielleicht ist da ein Erlöser und wir haben ihn noch nicht als solchen erkannt? Immer schön positiv denken auch wenn man manchmal ko..en könnte.
Ich denke grundsätzlich positiv nach dem Motto: "Gestern standen wir noch einen Schritt vom Abgrund entfernt! Heute sind wir einen weiter;)"
Und halbvolle Gläser gibts bei mir nicht! Ich bestelle immer gleich eine Flasche oder trinke mein Kännchen auf der Terrasse;). Notfalls schütt` ich den Glasinhalt meines Trinknachbarn um in meins. Wie war noch mal der Titel eines schon in die Jahre gekommenen Buchs? "Die Kunst ein Egoist zu sein" glaub ich. Oder gab es ein Folgewerk, "Nach mir die Sintflut"? Keine Ahnung lieber Herr Konrad welche Strategien wir angesichts der heutigen Dilemmata in Politik und Gesellschaft jeder für sich oder gemeinsam entwickeln sollten, aber wie ich schon an anderer Stelle schrieb, "die Uhr tickt" für unser Land! LG
sondern ob es schon nach Zwölf ist?
Zum Optimismus gibt es da mMn nicht sehr viel Grund..., außer unverbesserlichen Optimismus vielleicht... 😉
und diese hätte dies schon seit Jahren machen müssen, anstatt in Person des Links-Aktivisten in Bellevue in Mafia-Sprech zum Vernichten der Opposition aufzurufen.
Alsbald wählt man eine/einen neuen für Bellevue (oder wo immer der gerade hockt).
Und da hätte man die Chance, sich auf jemanden zu einigen, der pendeln kann.
Und – da lege ich mich fest – es kann gar keiner (kein aktiver) aus den Reihen der Altparteien sein, die sind viel zu sehr einseitig durchseucht.
Es müsste eine neutrale, äußerst kluge Person sein, am besten eine, die mal links tickte, aber irgendwann zu denken anfing und nun versteht, warum es eine AfD gibt und dass diese Partei keine „rechtsaußen“ oder gar „-radikale“ Partei ist, sondern eine des gesunden Menschenverstandes.
Martenstein ist so einer.
Aber vergessen wir das ganze, die Bundesversammlung ist auch wieder nur ein Hort linker Arroganz und es wird wieder ein Linker in dieses Amt kommen.
Also: auch mir fehlt es an Phantasie, wer hier vermitteln sollte.
"zu" am Ende.
Kein übler Vorschlag lieber Herr Will! Wenn man denn wie Sie auch bedauern, unsere Bedenken,Anforderungen oder Vorschläge bis hin zu einem direkteren Wahlverfahren und eventuell noch höhere Befugnisse für das Amt teilen würde.Wenn überhaupt,braucht es keinen reinen Repräsentanten für den Job,sondern eine Person,die erst mal von allen Parteien u. Bürgern respektiert im eigenen Laden aufräumt, Gräben zu schüttet und dann mit der Rückendeckung Aller,auf diplomatische Mission geschickt werden kann.Und sich nicht über überdimensionierte Tische ziehen lässt oder Angst vor interessiert schnuppernden Koetern hat. MfG
Wirklich sehr gut... ...!!! Genau so...
Vielen Dank für den sehr guten Artikel und die geschilderten Zusammenhänge!
Das Schöne am Pendel ist, dass es nie statisch in einer Extremposition verweilen kann. Dass das Durchschwingen nun heftig ausfallen wird, haben sich links-grün zuzuschreiben.
Persönlich glaube ich, dass die wahre Gesinnung der Bevölkerung einer gaußschen Glockenkurve entspricht. Durch den jahrelang aufgebauten Linksrutsch wurde diese jedoch zu einer verschobenen Normalverteilung deformiert. Die Verteilungen sind nicht mehr kongruent.
Die "etablierten" Parteien (CDU, SPD, FDP) haben es über die Jahre sträflich versäumt, Politik für die wahre Mitte zu machen, die Rechnung fällt ihnen bald auf die Füße.
Ihr Hinweis auf die Gaußsche Normalverteilung ist richtig. Nur: die Verschiebung fand in der Union statt, wesentlich veranlasst durch die Ex-Kanzlerin. Die "Grundstimmung" in der Bevölkerung blieb konstant, was die Umfrageergebnisse belegen (Wähleranteil Mitte/Rechts). Weder die Ex-Kanzlerin noch ihr Gefolge (Wüst/Günther) will dies aber anerkennen.
Artikel, dessen vermitteltes Bild aufgreifend ich so zusammenfassen möchte: das normale "demokratische Pendel", welches die politische Entwicklung und selbst-korrigierende Erneuerung kennzeichnen sollte, befindet sich im aperiodischen Grenzfall mit verschobener Gleichgewichtslage nach links außen. Damit ergibt sich immer wieder die zentrale Frage, wie diese undemokratischen Parameter wieder geändert werden können. Ob das im aktuellen gelenkten demokratischen Prozess noch möglich ist, wird die Wahl am 6.9. beispielhaft zeigen. Die Hoffnung des Autors auf Einsicht und Durchsetzungskraft der Mitte habe ich angesichts der CDU Pfeifen, durch die Bank weg von Pofalla bis Amthor und Merz, abgesehen von wenigen jungen Nachwuchspolitikern, die aber ebenfalls ihre "Karriere" im System nicht gefährden wollen, nicht mehr. Allein die Graswurzelbewegung der neuen alternativen Medien, inklusive CM, gibt etwas Licht in der fortdauernden Umnachtung des politischen Berlins.
Ich würde nur die Mitte selber mehr kritisieren: die Mitte hat sich durchaus verführen lassen zu glauben, sie vertrete mit den Progressiven zusammen jetzt DIE Menschheit, DIE Menschenwürde. Entsprechend hart wurde auf andere draufgehauen. Ja, es war auch eine Selbstüberschätzung der Mitte und inzwischen, weil die Mitte selber in mehrere Lager zerfällt und unsicher ist, gibt es auch eine relevante Konfliktscheue.
Es ist aber nicht so einfach, dass sich jetzt wieder "DIE" vernünftige Mitte durchsetzen müsse. Ob es die noch gibt, ob sie zerfallen ist, in welche Richtung das geht, was als richtig gilt, ist sehr offen.
"Die Wahrheit und Mehrheit" hat bei uns, wie in GB, FR und anderen erstmal keiner mehr. Wo man aber wenig konfliktscheu laut widersprechen sollte ist, dass die links-progressive bisherige Mitte DIE Menschenrechte, DIE Menschheit, DIE Menschenwürde, DIE Demokratie, DIE Minderheiten etc. für sich reklamiert und alle anderen sind dann Orks. Nein Danke.
"Mein Eigen,mein Schatz! Meine Demokratie!Meine Wahrheit!";)Ja,so langsam wird es eng in der links-progressiven Ecke der unterirdischen Schatzkammer Berlins.Und die Orks werden immer mehr,bzw. entwickeln eine unerwartete Eigendynamik lieber Herr Michaelis? Mir mittlerweile egal ob von Gollum oder Alberich geklaut, der Ring muss wieder her in die Mitte einer Demokratie, die allen gehört! Wem dazu das nötige politische Rückgrat oder ein dazu angemessenes Demokratieverständnis fehlt soll abtreten! Die Uhr tickt! LG
der linksgrünen Allmacht und der Angst der einst Bürgerlichen, ihr M...l aufzumachen.
Nicht nur das haben die gemacht, sie haben sich den Linken bedingungslos unterworfen. Ohne Grund.
Es gab zu keinem Zeitpunkt die Notwendigkeit, einer Merkel zu huldigen, die eh nur ins Amt kam, weil das Schicksal einem Schäuble einen übertriebenen Hang zur Rechtschaffenheit (trat zurück wegen einer spontanen 100 000DM-Lüge im BT, das muss man sich heute mal vorstellen...) gegeben hatte. Merkel war ein Irrtum der Geschichte.
„Strategische Wahrnehmung käme zu dem Ergebnis, dass die in den Zeiten linker Dominanz aufgebauten Strukturen deutlich reduziert werden müssen.“ heißt nichts anderes als das, was ich schon seit Jahren erhoffe: Linksgrünwoke muss raus aus der Verantwortung und das für eine sehr lange Zeit.
Nichts anderes bedeutet ja das Schwingen des Pendels über die Mitte hinaus.
Es schwingt bereits und ist Gottseidank nicht mehr aufzuhalten. Am Sonntag beginnt die Wende.
