Josef Dörr AfD
Josef Dörr spricht vor dem Plenum im saarländischen Landtag / picture alliance/dpa | Oliver Dietze

AfD-Fraktionsvorsitzender im Saarland, Josef Dörr - „Wer mir in meiner Mundart antwortet, kommt bestimmt nicht aus Zentralafrika“

Josef Dörr ist ein überzeugter Europäer und zugleich scharfer Kritiker der aktuellen Grenzpolitik. Im Interview spricht der saarländische AfD-Fraktionschef über den Euro, die Probleme des Schengenraums sowie die Zukunft seiner Partei in Zeiten der Brandmauer.

Autoreninfo

Max-Emanuel Hampel studierte Politikwissenschaft und Philosophie in Passau und Bari. Derzeit absolviert er ein Praktikum bei Cicero.

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Joseph Dörr ist seit zehn Jahren Fraktionsvorsitzender der AfD im Saarländischen Landtag und zugleich Alterspräsident des Parlaments. Zuvor war er unter anderem Landesvorsitzender der AfD im Saarland und Kreisvorsitzender im Kreisverband Saarbrücken-Land.

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Armin Latell | Di., 1. September 2026 - 13:52

ich bin tatsächlich überrascht, dass hier ein AfD Politiker zu Wort kommen durfte! Ein sehr unemotionales Interview (positiv!), auch (etwas) kritisch, keine platten Behauptungen oder Vorwürfe seitens Herrn Hampel. Frage - Antwort. Gut so!

Was mir beim Lesen durch den Kopf ging: Politik wird von den Politikern und den Medien gerne dargestellt als sei es ein Fußballspiel: Herumrennen, den Ball Schießen bzw. Bewegen... und Schreien.... und es wird so getan, als ginge es um "Parteien" und um "Personen" wie Frau Weidel oder Herrn Siegmund.
In meinen Augen hat ein Amtsinhaber in erster Linie eine "dienende" Funktion in dem Sinne, daß er dafür sorgt, daß die Bürger, also Menschen, ihre Potentiale im Leben entfalten und gut leben können.

Dank an die Redaktion von Cicero, daß sie einen vernünftigen Menschen wie dem Ex-Schullteiter hier zu Wort kommen läßt.

...wird es vielleicht bald "Tschipps" geben wie bei Hunden und Katzen, die man den Menschen einpflanzt, was aber wegen "Körperverletzung" möglicherweise nicht mit der "Menschenwürde" zu vereinbaren ist.
Ein eintätowierter QR-Koot scheitert vermutlich an derselben Hürde.
Also bleibt es bei "Papier" oder Plastikkärtchen mit integrierten Tschipps, die man aber offenbar zunehmend leichter nach Bedarf und Gutdünken gestalten kann.
Am Ende bleibt vielleicht wirklich der "Augenschein" des Grenzpolizisten, der bestimmte Objekte aus der Autoschlange an der mobilen Kontrollstelle herauswinkt... und sich und seinen Kollegen damit ggf. den pünktlichen Feierabend verdirbt...?

ich sehe das nicht als einziges Problem, das ich mit dem Interview habe.
Genaugenommen bin ich sprachlos, wenn das Forum hier begeistert mitgeht.
Es ist natürlich okay, wenn ein AfD-Abgeordneter im Cicero zu Wort kommt, aber ich bezweifle, dass die Partei sich damit einen Gefallen getan hat.
Ich habe mir den Wikibeitrag zu Herrn Dörr angeschaut.
Im Übrigen wünsche ich ihm, dass er selbst noch jetzt, in hohem und respektablen Alter auf Jemanden trifft, der ihn in seiner Mundart anspricht und aus Zentralafrika stammt.
...

Herbert Schultz-Gora | Di., 1. September 2026 - 15:45

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

...das ein paar Jahre in einer Buschklinik in Zentralafrika gearbeitet und in dieser Zeit ein schwarzes Waisenkind, dessen Mutter bei der Geburt verstorben ist, adoptiert und mit ins Saarland in ihre dörfliche Heimat mitgenommen hat, dann kann dieser aus Zentralafrika stammende und in der saarländischen Mundart sozialisierte Mensch tatsächlich die genannten Kriterien erfüllen.
Will sagen: Die Globalisierung in all ihren Facetten schreitet voran... ob einzelne Mäuse nun auch einzelne Fäden abbeißen oder nicht.

Spannend finde ich die Frage, ob die global vernetzt sozialisierten jüngeren Leute sich in Zukunft noch unter Einsatz ihres Lebens von Leuten wie Selenski, Putin oder Trump (oder U.v.d.L. oder Kaja Kallas) ihre Lebensgestaltung aufnötigen bzw. überstülpen lassen.
Männer haben do offenbar sowas wie ein spezielles Gen, das feudalistischen Strukturen folgt im Sinne von "der Herr befiehlt und der Untergebene folgt".
Frauen sind da von Natur aus nicht so dabei.

Herbert Schultz-Gora | Di., 1. September 2026 - 15:58

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

...in Ihrem Beitrag:
Zum Einen schreiben Sie, das Forum ginge "begeistert mit".
Ich spüre eher Anerkennung für einen sehr sachlichen Dialog zwischen den beiden Herren.
Zum Anderen bezweifeln Sie, ob "die Partei sich (mit dem Interview) einen Gefallen" getan hat.
Ich würde vermuten, daß Herr Dörr die Partei garnicht gefragt hat.

bzw. ich spüre - kann natürlich irren - einen devoten "Tonfall" in der m.E. sehr vorsichtigen Argumentation von Herr Dörr und könnte mir denselben auch erklären über die evtl. schwerwiegenden Auseinandersetzungen, die er mit seiner Partei hat oder habe ich da etwas falsch gelesen?
Ich möchte für mich eine weitere Irritation festhalten, denn es geht mir um das Humanum und nicht darum, möglichst "effizient" etwa den einen Menschen vom anderen zu unterscheiden.
Ich dachte immer, dass Sprache der Verständigung und nicht der Seclusion dient.
Mit Jedem und Jeder konnte ich in diesem Forum streiten usw., bei diesem Interview versagt einstweilen meine vlt. kommunikative Fähigkeit..
Wie gesagt, ich kann mich sehr irren.

Das ist richtig, genau da aber liegt das Problem, ein signifikanter Teil der hier lebenden Migranten ist der deutschen Sprache nicht ansatzweise mächtig. Wer freiwillig in ein fremdes Land geht, ist selbst dafür verantwortlich, mindestens die Sprache zu lernen. Wer das nicht macht, verhält sich respektlos der aufnehmenden Gesellschaft gegenüber und er belegt den mangelnden Willen sich zu integrieren! Dieses Verhalten zeigt meiner Meinung nach die Verachtung, die diese Gruppen für die Deutschen und für Deutschland empfinden! Zahlen, ja gerne, alles andere, nein danke!

Im Gegenteil, diese Sprachkurse müssen verpflichtend sein, wenn man damit Zutritt bekommt zu Ausbildung, Beruf etc.
Es kostet etwas, ja, aber es kann sich auch auszahlen für unsere gemeinsame Zukunft hier in der Bundesrepublik, ansonsten war es den Versuch aber wert!
Bitte vergessen Sie nicht, dass nicht alle Menschen so "vergesellschaftet" leben, wie wir.
"Schreiben Sie US-Bürgern mal etwas vor".
Deshalb gleich von Missachtung zu sprechen, halte ich für voreilig.
Mein Kritikpunkt zielt ab auf das "Gefühl", wir hätten eine "Bringschuld" genau zu dieser Politik gehabt.
Ich habe mich ab dem Moment wie ein "Monster" gefühlt, nur weil ich da anders vorgegangen wäre.
Selbst, wenn ich eins wäre, so würde ich das nicht gleich Millionen Menschen unterstellen wollen, denen es evtl. ähnlich geht.
Ich habe so etwas noch nicht erlebt, daher mein "Verstehen", dass die AfD entstand.
Bitte nicht verwechseln mit "Verständnis".
Frau Krone-Schmalz macht immer wieder auf den Unterschied aufmerksam...

noch Putin-affin/Versteher, eher sogar das Gegenteil. Ich versuche allerdings die Dinge so zu sehen, wie sie sind, nicht so, wie ich sie sehen soll. Dabei stelle ich mit erschreckender Regelmäßigkeit fest, daß es große Differenzen zwischen der „offiziellen Linie“ und der Realität gibt. Das bezieht sich auch nicht nur auf die Neuzeit, sondern geht weit ins 19.JH zurück.

Es heißt nicht umsonst, der Sieger schreibt die Geschichte.

Ich stelle dabei immer wieder fest, daß es gesellschaftlich „ungewollt“ ist, gewisse geschichtliche „Tatsachen“ zu hinterfragen. Allein das ist für mich ein untrügliches Signal, daß man versucht Dinge im Dunklen zu halten, denn wer nichts zu verbergen hat, hat auch keine Angst vor Überprüfungen. Auch zeigt meine Erfahrung, daß je vehementer eine Sache als die einzig wahre Wahrheit verkauft wird, desto weniger ist an der angeblichen Wahrheit dran.

JEDER der nach Deutschland kommt, kommt freiwillig, es wird KEINER gezwungen!

Die Sprachkurse sind verpflichtend, sie werden nur nicht bzw. halbherzig wahrgenommen, weil es keine Sanktionen bzw. Konsequenzen für Verweigerer gibt! Sie melken den Staat und der Linksstaat läßt sich auf Kosten der Mehrheitsgesellschaft willig melken, wer sich darüber beschwert ist „Nazi“, „Rassist“, „Faschist“ oder sonstwas!

"ich wäre sprachlos, wenn".
Habe meine Fassung wiedergewonnen.
In Halle an der Saale wurde der SPD-Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby meiner Erinnerung nach auch schon mal "anlasslos" kontrolliert und der Vorsitzende des IWH, Prof. Gropp, sprach auch von Vorfällen, die seine Mitarbeitenden betrafen?
So ein gesellschaftliches Klima kann schlimme Folgen haben oder irre ich etwa?
"Anlasslos" und "nach Augenschein" würde ich unserer Polizei nicht zumuten wollen.
Zu was werden die denn, wenn sie "aussortieren" sollen?
Da darf die Politik nicht versagen, nicht in Deutschland...

Herr B. | Do., 3. September 2026 - 10:29

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

kann diese grünlinkswoken „Argumente“ nicht mehr hören, der Mensch lernt aus Erfahrung, das ist gut so, es ist für unsere Überleben elementar wichtig.

Wenn Sicherheitsbehörden feststellen, daß gewisse Gruppen eher an Kriminalität beteiligt sind als andere, dann ist es nur folgerichtig und konsequent, daß diese auch stärker kontrolliert werden. Und daß es so ist, das belegen weltweit ALLE Statistiken! Genau aus dem Grund werden in grünlinkswoke geprägten Ländern wie Deutschland keine (aussagekräftigen) Statistiken geführt, man will die Realität negieren.

Der Polizist, der seit zig Jahren seinen Job macht, weiß aber wo die „Trefferquote“ am höchsten ist, auch ohne Statistik.

So einfach ist das und wenn jemand zu Unrecht kontrolliert wird, weil er einer dieser Gruppen angehört, dann ist das eben PECH!

das heißt wenn jemand ohne Anlaß kontrolliert wird, er sich aber nichts zu Schulden hat kommen lassen, dann passiert ihm auch nichts.

Das dies schon lange nicht mehr der Fall ist, darüber dürften wir uns vermutlich einig sein, allerdings nicht so wie Sie es vielleicht denken. Denn unter Generalverdacht stehen bei den Behörden nicht Linke und auch nicht Migranten, sondern alle, die sich rechts der „Mitte“ befinden, das gilt auch und insbesondere, wenn es um das Strafmaß geht, hier wird von „unserer Justiz“ belegbar mit zweierlei Maß geurteilt.

Ein perfektes Beispiel dazu lieferte der Fall des Henry Nowak aus GB, auf Grund grünlinkswoker Vorgaben wurde der Täter zum Opfer und das Opfer starb weil die ideologieverblendete Polizei ihn für den Täter halten mußte! Bei uns ist das nicht anders.

Herr B. | Mi., 2. September 2026 - 15:26

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

Wenn Faeser geltendes Recht als Innenministerin bricht, redet keiner darüber. Wenn Merkel ihr Amt mißbraucht um unliebsame, weil die Wahrheit ausplaudernde Beamten loszuwerden, Schwamm drüber. Wenn Baerbock plagiiert hat das keine Konsequenzen. Wenn Habeck erklärt bei den Grünen gäbe es einen Flügel der Probleme mit dem Rechtsstaat hat, dann hört keiner zu. Wenn der hochgefeierte J-C Juncker im Spiegelinterview „Die Brüsseler Republik“, DER SPIEGEL 52/1999 zugibt, daß er die Demokratie verachtet

„Wir beschliessen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein grosses Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

dann wird er dafür gefeiert weil es genau so sein soll!

Und Sie regen sich über die AfD auf, weil Sie genau das sollen, nicht weil es etwas gibt, das Aufregung rechtfertigt.

Herr Juncker so äußerte.
Das hört sich ja wie eine "Blaupause" an.
Es ist aber sicher nicht "antidemokratisch" gemeint, sondern bezieht sich wahrscheinlich auf einen "laxen" Umgang mit gesetzlichen Regelungen, damit man besser zu neuen Entscheidungen kommt?
Mein politischer Stil wäre das nicht.
Jedenfalls auf keinen Fall, wenn sich Widerstände zeigen.

Gesellschaft „trainiert“ wurde. Wenn die „richtigen“ Leute sich objektiv grob falsch verhalten, dann findet man immer irgendeinen Grund es zu rechtfertigen, sofern man es überhaupt wahrnimmt.

Die Aussage von Juncker ist ein Offenbarungseid, er gibt offen zu, daß ihm der Bürgerwille und damit demokratische Prozesse/Legitimation egal sind, es geht um seine „Visionen“, diese setzt er am Bürgerwillen vorbei um! Das ist unglaublich, ein solcher Satz hätte in einem funktionierenden Rechtsstaat sofort zur Amtsenthebung führen MÜSSEN! Dafür gibt es keine Entschuldigung!

Das Fundament der EU baut auf dieser Aussage auf, es ist zutiefst antidemokratisch, es richtet sich gegen den Bürger. Sowas kann nicht funktionieren.

In Deutschland verhält es sich ähnlich, seit 20 Jahren wird Politik am Bürger vorbei gemacht, der Bürgerwille wird von links mit Füßen getreten! Und alle regen sich über die AfD auf, statt über diejenigen, die für den Niedergang des Landes Verantwortung tragen!

Wenn ich "und" sage, wie zuvor Sie, dann müssen wir uns schon den jeweiligen Satz anschauen, der darauf aufbaut.
Nein, ich stimme Ihnen nicht zu.
Es braucht aber evtl. viel poltische Erfahrung, um Gesprochenes richtig einordnen zu können.
Damit soll es dann von meiner Seite aus gewesen sein.
Danke für die kleine Diskussion.

Wenn Sie allerdings bedenken, daß dieses Interview 1999 veröffentlicht wurde und dann die heutige EU-Realität, mit dem Gesagten vergleichen, dann werden Sie sehen, daß er seine „Visionen“ voll und ganz am EU-Bürger vorbei und zu dessen massivem Nachteil umgesetzt hat. Ob Sie das sehen wollen oder nicht, daß obliegt natürlich Ihnen, es ist Ihr gutes Recht, die Realität weiterhin zu ignorieren.

Im übrigen trifft das auch auf Deutschland zu, auch hier hat die antidemokratische Linke unter Führung der Grünen das Land am Bürger und damit auch an der Demokratie vorbei nach ihrer Facon umgebaut.

Einbürgerung nur bei Nachweisen der Berechtigung zu oder Gewährung derselben?
Haben Sie mal Augenschein versucht, Frau Lubig?
Wir sind uns alle derartig ähnlich...und jedem fallen andere Unterschiede auf.
Gesetzt, es setzten sich Teile von syrischen Rebellenarmeen nach Europa ab, dann sollte man evtl. vorsichtig sein bei Berufssoldaten, also schon Aufgaben- und Gruppen-spezifisch überlegen.
Es ist nicht für alles relevant und heisst eigentlich sowieso nichts für die Zukunft.
Gefährliche Organisationen sollten hier im Lande überwacht werden können.
Vielleicht vertue ich mich ja auch und Frau Merkels Vorgehen in der Flüchtlings-ff-krise war optimal und jederzeit überschaubar?
Mein allerdings "Bauchgefühl"/"Instinkte" ging/en in eine andere Richtung.
Deshalb wären mir offene, vor allem ergebnisoffenere Diskussionen wichtig gewesen!
Sind es mir heute noch.
"Jetzt ist es mal so" wäre für mich der politische Schrecken schlechthin, "Ich will das aber nicht" keinesfalls sympathischer.
HUMANUM

Hans | Di., 1. September 2026 - 14:11

Man kann keine gemeinsame Währungspolitik haben, wenn jeder Teilnehmer eine eigene (tw. ganz unterschiedliche) Währungs- (und Steuer-) Politik macht.

Man kann keine gemeinsame Grenzpolitik in einem Gemeinschaftsraum haben, wenn jeder Teilnehmer frei entscheidet, wer hinein darf und wer (gemeinsamer) Staatsbürger wird.

Diese beiden Punkte zeigen symbolisch, woran die EU krankt. Man schafft gemeinsame Dinge, ohne vorher eine Gemeinsamkeit herzustellen.

Herbert Schultz-Gora | Di., 1. September 2026 - 15:01

Antwort auf von Hans

...aus einem Haufen unterschiedlicher Teilnehmer doch etwas Ganzes zu machen ohne die Unterschiedlichkeit grundsätzlich in Frage zu stellen.
Meister in dieser Disziplin sind von jeher die LEHRER, die es hinkriegen, mit +/- 30 Schülern einen Unterricht zu gestalten.
In meinen Augen genießen die Lehrer nach den Bauern die zweithöchste Anerkennung für die Ausübung ihres Berufes.

Ernst-Günther Konrad | Di., 1. September 2026 - 14:55

Endlich. Habt ihr es langsam begriffen, lieber Cicero. Man kann auch einen AFDler interviewen und dabei einen klugen alten Kopf erwischen, der dezidierte eigene Ansichten hat und diese, auch wenn sie punktuell von der Meinung der Bundespartei abweichen vertreten. Was der Mann da sagt, hat Hand und Fuß und kann gerade in Puncto Europa von jedem klar denkenden Europäer unterschrieben werden. Und was er clever macht ist die Tatsache, dass er sich nicht unnötig in bundespolitische Themen einmischt, obwohl er dazu eine Meinung hat. Und auch dieser AFDler spricht frei von Emotionen und dennoch klar in seiner Haltung seine Meinung aus. Danke Herr Hampel für dieses Interview. Das war inhaltlich gut strukturiert, durchaus kritisch in der Fragestellung und dennoch durfte Herr Dörr, den ich bis dahin nicht kannte, mal seine Sicht darlegen. Ich wünsche mir auch von AFDler, so wie von anderen Parteienvertreter auch mehr solcher Interviews. Themen. Die AFD hat mehr drauf, als nur Migration.

Herbert Schultz-Gora | Di., 1. September 2026 - 15:14

...am produktivsten wären nicht absolute Mehrheiten, die zum Durchsetzen einseitiger Maßnahmen verführen, sondern Koalitionen mit z. B. dem BSW oder gar echte Minderheitsregierungen, wo über viel Gesprächsaustausch nach guten Lösungen gesucht wird, um diese dann mit der Mehrheit der Abgeordneten zu verabschieden.

Bernhard Marquardt | Mi., 2. September 2026 - 15:49

wird sich nichts ändern
Herr Dörr ist sicher kein gebürtiger AfD-Sympathisant.
Er stammt, wie wohl die Allermeisten aus den Reihen der CDU/CSU, der SPD und der FDP
Der Aufstieg der AfD korreliert unmittelbar mit dem Versagen der Politik, aber die Verantwortlichen wollen es wider besseren Wissens nicht wahrhaben oder gar zugeben.
Angela Merkel hat sich darauf beschränkt, zum eigenen Machterhalt die Substanz verkommen zu lassen, anstatt die immer drängenderen Probleme anzupacken. Eine Angie-O, ein Nicht-Regierungs-Organisation, im wahrsten Sinn des Wortes. Danach wurde es leider keineswegs besser.
Kein Wunder, dass sich die bitter enttäuschten Bürger der einzig verbliebenen Alternativen zuwenden, zumal sich die anderen Parteien inzwischen wie eine Einheitspartei mit Blockflöten gerieren, zumindest, gegenüber den Abtrünnigen aus den eigenen Reihen.
Mangels einer sachlichen Auseinandersetzung sollen die nun alle Nazis sein.
Armseliger geht kaum.