- Plant Moskau tatsächlich einen Angriff auf den Westen?
Der Besuch des CIA-Direktors John Ratcliffe in Russland hat viele Fragen aufgeworfen. Ging es darum, den Kreml von einem Angriff auf das Baltikum abzuhalten? Ein bestimmtes Szenario scheint besonders plausibel zu sein.
Am 25. August landete CIA-Direktor John Ratcliffe bekanntlich in Moskau zu Gesprächen über den Krieg in der Ukraine. Es war ein Treffen, das Aufmerksamkeit erregen sollte; er reiste mit einer Boeing C-17A Globemaster III der US-Luftwaffe, einem schweren Militärtransportflugzeug, und ging damit nicht gerade subtil vor. Derartige Treffen hatten bereits zuvor stattgefunden, zuletzt kurz vor der russischen Invasion der Ukraine. Bei jenem Treffen hatte Washington Moskau davor gewarnt, einzumarschieren – was zeigte, dass der Angriff keine Überraschung war und dass Russland sich nicht würde abschrecken lassen.
Das jüngste Treffen am 25. August war von Spekulationen begleitet, Russland beabsichtige, im Baltikum eine Art militärische Aktion gegen Europa zu starten. In gewisser Hinsicht macht dies Sinn: Der Krieg in der Ukraine dauert nun schon fast fünf Jahre an, und Russland muss ihn beenden. In anderer Hinsicht ergibt es wenig Sinn: Moskau ist es wiederholt nicht gelungen, die Ukraine zu besiegen oder zu besetzen. Warum sollte der Kreml beschließen, noch einen draufzusetzen und den Krieg auszuweiten?
Die USA sind mit dem Iran beschäftigt
Eine Erklärung dafür ist, dass Russland davon ausgeht, Europa wolle einen Krieg um jeden Preis vermeiden, und dass Europa durch eine glaubwürdige Drohung, an anderer Stelle Maßnahmen zu ergreifen, dazu bewegt werden könnte, seine Unterstützung für die Ukraine zu reduzieren oder ganz einzustellen. Dies setzt natürlich voraus, dass die USA, die unter zwei Regierungen eine direkte militärische Beteiligung vermieden haben, nicht eingreifen würden.
Die Frage ist, ob die Drohung glaubwürdig ist. Angesichts des Vorgehens Russlands in der Ukraine ist unklar, ob Moskau bereit wäre, sich mit der Nato und damit wahrscheinlich auch mit den Vereinigten Staaten anzulegen. Es ist möglich, dass Russland davon ausgeht, dass die Beschäftigung der USA mit dem Iran diese davon abhalten würde, in Europa einzugreifen, und dass Europa sich daher dazu entschließen würde, die Hilfe für die Ukraine zu reduzieren, um einen Krieg zu vermeiden.
Das Problem bei dieser Theorie ist, dass die USA derzeit etwa 80.000 Soldaten in Europa stationiert haben, die meisten davon im Rahmen der Nato. Der Oberbefehlshaber der Nato ist Amerikaner. Die Nato unterhält ein Panzerbataillon in Lettland, wo Ratcliff landete, bevor er nach Moskau weiterflog – bemerkenswert, da ein Teil der US-Streitkräfte im baltischen Raum im Rotationsdienst eingesetzt wird. Zudem hat Washington etwa 10.000 Soldaten in Polen stationiert, das über ein großes und schlagkräftiges Militär verfügt und an die baltischen Staaten grenzt. Daher würde eine russische Aktion im Baltikum fast sofort auf US-Streitkräfte stoßen. Das würde es für die USA notwendig machen, einzugreifen, unabhängig davon, was im Iran geschieht.
Darüber hinaus hat die Nato im gesamten August groß angelegte Manöver durchgeführt. Am 3. August fand eine große Panzer-Infanterie-Übung unter Beteiligung von US-Truppen statt, und am 8. August wurde eine große Luftwaffenübung unter dem Kommando von US-Offizieren abgehalten. Diese Manöver sind an sich schon sinnvoll und senden ein unmissverständliches Signal an Russland.
Bereitschaftsübungen in Weißrussland
Andererseits führte Russlands Verbündeter in Weißrussland Bereitschaftsübungen durch, während Präsident Alexander Lukaschenko am 29. August seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin besuchte. Weißrussland ist wichtig für russische Operationen im Westen sowie für eine mögliche Eskalation in Polen. (Seine Lage ist wichtiger als seine Armee.)
Der Punkt ist: Während Russland seine Absicht signalisiert hat, seine Operationen möglicherweise auf Europa auszuweiten, hat auch die Nato ihre Bereitschaft signalisiert. Sollte Russland nach Westen vorrücken, würde es nicht nur auf erheblichen Widerstand seitens der europäischen Länder stoßen, sondern wahrscheinlich auch seitens der Vereinigten Staaten. Deutschland beispielsweise stationiert seine 45. Panzerbrigade dauerhaft in Litauen – eine Entscheidung, die 2023 als Reaktion auf den Einmarsch in die Ukraine getroffen wurde. Es wird die erste dauerhafte Stationierung einer gesamten deutschen Brigade außerhalb Deutschlands sein; etwa 5000 Soldaten sollen bis Ende 2027 voll einsatzfähig sein.
Es ist möglich, dass Moskau nicht mit Bodenoperationen droht. Es könnte aber mit Drohnenangriffen und hybrider Kriegsführung drohen – also mit verdeckten Operationen wie Sabotage und psychologischer Kriegsführung, einschließlich Propaganda –, um Europa einzuschüchtern und damit die Feindseligkeiten zu verschärfen.
Offensichtlich wollen die USA und Europa einen direkten Krieg mit Russland vermeiden; die USA konzentrieren sich auf den Iran, und Europa hat eine allgemeine Abneigung gegen Kampfhandlungen. Gleichzeitig ist klar, dass nicht nur beide kampffähig sind, sondern auch, dass die USA wahrscheinlich von Anfang an involviert wären.
Es scheint daher, dass die Risiken einer Eskalation für Russland angesichts seines Vorgehens in der Ukraine ein solches Szenario unwahrscheinlich machen würden. Eine Drohung gegenüber Europa wäre zwar mit geringeren Risiken verbunden, dürfte Europa aber kaum dazu zwingen, die Unterstützung der Ukraine einzustellen.
Das scheint keinen Sinn zu ergeben. Doch es gibt noch einen weiteren Aspekt zu berücksichtigen: Es sind Gerüchte aufgetaucht, dass Putin keine genauen Informationen über die Lage in der Ukraine erhält und dass man ihm weismachen will, seine Streitkräfte würden viel besser abschneiden, als dies tatsächlich der Fall ist. Wenn das stimmt, warum sollte Putin sich dann nicht damit zufrieden geben, die Ukraine zu besiegen, ohne das Risiko eines ausgeweiteten Krieges einzugehen?
Gerüchte über den russischen Geheimdienst
Ein weiteres, weniger verbreitetes Gerücht besagt, dass der russische Geheimdienst, der Putin gegenüber zunehmend feindselig eingestellt ist, den Krieg beenden will. Ich denke, wenn dies zuträfe, wäre das Letzte, was der russische oder der US-Geheimdienst wollen würde, irgendein Hinweis darauf, dass sie zusammenarbeiten.
Es ist nicht einfach, ja vielleicht sogar unmöglich, sich darüber Klarheit zu verschaffen. Tatsache bleibt jedoch, dass der Krieg nun schon seit fünf Jahren andauert, Russland nur einen sehr kleinen Teil der Ukraine eingenommen hat, und die Ukraine keine Anzeichen eines Zusammenbruchs zeigt. Wenn man bedenkt, dass es sich bei den erwähnten Gerüchten lediglich um Gerüchte und nicht um Fakten handelt: Wenn Putin weiß, was vor sich geht, und keiner internen Bedrohung ausgesetzt ist, dann weiß er auch, dass der Krieg enden muss, und dass er zwar die Zahl der Drohnen- und Raketenangriffe erhöhen kann, dies die Ukraine jedoch nicht zur Kapitulation zwingen würde. Was ihm also noch bleibt, ist, den baltischen Staaten scheinbar zu drohen und den Westen davon zu überzeugen, dass er im Begriff ist, sie in einen Krieg zu zwingen, den sie nicht wollen. Das ist reine Spekulation, aber wenn Putin aus der Ukraine heraus will – was er zu diesem Zeitpunkt tun sollte –, verschafft ihm der Anschein einer Eskalation einen Vorteil in künftigen Verhandlungen.
Der Wert dieser Einschätzung ist minimal, aber die Vorstellung, dass ihm falsche Informationen zugespielt werden und er diese glaubt oder dass er die Geheimdienste fürchtet, ist noch unwahrscheinlicher. Der Nebel des Krieges kann in der Tat sehr dicht sein.

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.
Aber lieber Herr Friedman, so kennt man sie gar nicht: Nichts Genaues weiß man nicht. Der Rest sind Vermutungen. Russland wird den Teufel tun und ein NATO-Land angreifen. Warum sollte es? Außer, es gibt seitens eines NATO-Landes aktive und nachvollziehbare Aktivitäten gegen Russland, welche seine Souveränitöt bedrohen würden. Dann vielleicht, aber auch dann eher nicht- Russland kann zuverlässig einschätzen, welche Chancen welcher Schritt hätte. Kraftmeierei und False-Flag-Aktionen sind nicht typisch für Russland. Auch glaube ich nicht, dass das Drohnengeschehen in Leipzig russischen Ursprungs ist. Das sieht eher nach einer Kommandoaktion der Ukrainer aus, um eine Eskalation zu provozieren. Eigentlich typisch für die Ukraine, oder es sind Merzens Schlapphüte selber gewesen. Unser Kanzler strebt ja bekanntlich einen Konflikt mit Russland an. Wie sagte einst der Heimatdichter Artur Schramm: Die Sonne scheint ins Kellerloch - soll sie doch! Genau - soll er doch.
»Warum sollte der Kreml beschließen, noch einen draufzusetzen und den Krieg auszuweiten?« Die Frage ist falsch gestellt: Der Kreml betrachtet aufgrund der Art und Weise, wie Europa und die USA die Ukraine unterstützen, die Ausweitung des Krieges als bereits vollendete Tatsache: die ukrainische Armee ist überhaupt nur darum noch schlagkräftig, weil es sich bei ihr um die NATO-Faust im ukrainischen Boxhandschuh handelt. Wenn Langstreckendrohnen und Lenkwaffenkoordinaten aus dem Westen stammen und die Ukraine nur noch den Soldaten stellt, der am Ende auf den Knopf drückt, dann hat Russland gute Gründe, den Westen als bereits kriegsbeteiligt zu betrachten.
Es handelt sich also um einen weiteren Schritt in einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung, in der der Westen selbst der Eskalationstreiber ist, den er auf Russland projiziert. Und das machen wir darum, weil es uns »nur« Geld kostet, aber kein eigenes Blut und eigene Trümmerfelder.
Bis zu dem Tag, an dem Russland genau dafür sorgt.
... wohltuend empfinde ich Ihrer beiden Skepsis in dieser ganzen Angelegenheit, wobei ich vor allem Herrn Funkes "wäre, hätte, wenn" in Bezug auf Mr. Friedmans ungewöhnlich vagen Artikel teile.
Was ich nicht nachvollziehen kann, Herr Jüdt, wäre gerade angesichts der durchaus mäßigen und seit Monaten absolut stockenden Erfolgen Putins in der Ukraine ein sich Anlegen mit der GANZEN Nato auf ALLEN Ebenen und mit ALLEN Waffengattungen, nicht nur "hintenrum per Finanzierung" der Verteidigung und jüngst auch der Gegenangriffe seitens der Ukraine.
Dann wäre er in meinen Augen doofer als der sich selbst als größter Präsident der Vereinigten Staaten ever bezeichnend habende Mann im Oval Office, wobei auch ich wie schon mal geschrieben den Eindruck habe, dass Putin über die Machbarkeit der "Heimholung der Ukraine ins Reich" Bullshit erzählt worden - oder er tatsächlich maximal verpeilt war und ist.
Und da bin ich wieder bei Mr. Friedman und dem alten Toyota-Werbespruch: "Nichts ist unmöööglich!"
... meine Vermutung wäre tatsächlich auch, dass Putin das Potential der russischen Eskalationsdominanz nicht zu früh ausschöpfen möchte. Dem steigenden politischen Druck zu mehr Eskalation hat er durch die Abschnürung der ukrainischen Handelsrouten übers Schwarze Meer entsprochen. Was die Fortschritte im Bodenkrieg betrifft, kommt es wie immer darauf an, wen sie fragen. Kritische westliche Analytiker wie Glenn Diesen verweisen auf unspektakuläres, aber kontinuierliches Vorrücken, aber nach einem Übergang zum Bewegungskrieg sieht es auch nicht aus. Solange es keine symbolisch bedeutenden Ereignisse gibt wie etwa Storm-Shadow-Treffer im Kreml, scheinen mir asymmetrische Aktionen wie Sabotage wahrscheinlicher.
Die »Heimholung der Ukraine ins Reich« halte ich allerdings für ein Gerücht – jenseits der russischsprachigen Gebiete wird Moskau nichts regieren wollen: im Gegensatz zu den westlichen Unterstellungen hat der Kreml aus den Dummheiten der imperialen Sowjet-Vergangenheit gelernt.
... dass ich jetzt erst zu noch einer Antwort komme: was für Ihre eine These spricht. ist die Tatsache, dass in "unseren" MSM zum Gefechts-Hinundher nix mehr kommt - also wird´s DA für die Ukraine nicht allzugut aussehen.
Was das Ursprungsziel Putins und seines Militärs á la "Heimholung" angeht, gehe ich aber deswegen deutlich davon aus, weil der gewaltige Panzeraufmarsch anfangs direkt auf Kiew zu sich mir nur so erklärt. Und dann standen sie kilometerlang "auf der Straße", konnten mit Drohnen "abgeschossen" werden und haben sich daraufhin zügig zurückgezogen.
Dass "wir" hier eindeutig einseitig "informiert" werden, wurde für mich vor ca. 2 Monaten so überdeutlich, als ich in den SCHWEIZER 10-vor-10-Nachrichten, spätabends nachgesendet auf 3sat, den Bericht über einen Gefallenenaustausch sah: da wurden der Ukraine über 1000 Gefallene "übergeben" - im Gegenzug für 8 russische Gefallene! Weil die Sendung nicht in die Mediathek kam, bat ich schweizer Freunde, dort nachzusehen: bestätigt!
dann ändert sich's Wetter oder bleibt wie es ist.
seine Armee bestehen nur noch weil wir sie bezahlen. In diesem Sinne sind wir Kriegspartei.
Wie würde der Westen auf den Einsatz einer taktischen A Waffe reagieren, wenn Putin sie einsetzen sollte. GB würde vielleicht zurückschießen, bei allen anderen bin ich mir nicht sicher. Aber trotz aller Diskussionen Friedensverhandlungen sind nötiger denn je.
verehrter Herr Friedman, die US-Amerikaner sind ja in Europa stationiert, ich hätte also nicht nach ihnen rufen müssen.
Gegenfrage, warum sollte Russland die Ukraine in toto angreifen?
Ich kann mir nicht einmal vorstellen, dass dies etwa je geplant gewesen sei, egal, welche Bedrohungsszenarien evtl. Herr Selenskyi ins Feld führt.
Ich hoffe, dass Russland den Krieg für den großen "Rest" der Ukraine beendet und die US-Amerikaner endlich den Iran militärisch in Frieden lassen.
Da ich vielleicht prussische Vorfahren habe, wird es Sie eventuell wundern, dass ich einstweilen die Russen in der Enklave Kaliningrad als Schutzmacht betrachte, bis die Verhandlungen mit den anderen Nachbarn erfolgreich beendet wären.
Stellen Sie sich das bitte vor wie das Verhältnis der Bundesrepublik zu den USA.
Ich halte Sie, Herr Friedman, für einen klugen, vorrangig, "Politiker", mindestens politischen Strategen, wie weiland Henry Kissinger.
Ich verstehe die Probleme der USA mit Russland nicht.
Zusammenarbeit
das erste Mal, dass ich Ihrem Kommentar 100% zustimmen kann! Das Problem der USA ist, dass Russland etwas (vieles!) hat, was die USA gerne haben wollen, und dafür schon viele Mrd Dollar "investiert" haben. Die Falken schrecken vor nichts zurück. Mit Grausen denke ich daran, wenn nach Russland die Chinesen an der Reihe sind. Die Gesetzmäßigkeiten der großen und kleinen Raubtiere sind für unsereins einfach unverständlich.
China dran ist.
Das werden die Chinesen wissen.
Habe das Gefühl, dass die Amis gerne etwas mit "Ansage" machen, wie um sich selbst immer wieder zu überzeugen, sich selbst und ihre best buddies.
Es braucht also etwas Geduld, diesen eventuellen "Irrsinn" auszuhalten.
Sie sind auch Teil der "Weltfamilie".
und dann ist so ein langer Vorlauf vielleicht nicht ganz verkehrt.
auf das Buch von David Cooper "Der Tod der Familie", rororo, ich weiss aber gar nicht mehr, was drin steht, wohl aber der Rat "Irrsinn aushalten".
Es war für mich ähnlich spannend wie das Buch von Michel Foucault "Die Ordnung der Dinge".
Es bedarf weder/noch einer Revolution, wenn man mich fragt.
Es reichen gewaltfreie Diskuse, gewaltfrei auch gegenüber Andersdenkenden.
Doch, so etwas hat mich als Studentin interessiert.
Ein Dozent meinte einmal, ich hätte eine beeindruckende Art mit Nickelbrille und "Karl Marx" unterm Arm über den Campus zu gehen.
Die Zeiten waren so...
Wenn ich Sie hier im Forum damit zurücknehmen könnte in Ihre eigene Jugend, würde ich mich freuen...
ergänzt um Gerüchte. Herr Friedman ist Analyst, aber ich frage mich, wie er darauf kommt, Europa könnte einen Krieg mit Russl. vermeiden wollen. Europa? Ich vermute, er weiß nicht, dass Europa und eu verschiedene Dinge sind. Wie dem auch sei: nachdem die Briten und die eu russ. Schiffe in internationalen Gewässern kapern, kann man definitiv nicht davon ausgehen, dass diese einen Krieg vermeiden will. Von der aktiven Beteiligung durch Steuerung von Marschflugkörpern ins russ. Hinterland abgesehen. Dass die USA keine direkte Konfrontation mit den Russen wollen, liegt auf der Hand. Die konnten die Moped- und Sandalenkriegerin 20 Jahren nicht besiegen, das Desaster gegen den Iran zeigt, dass sie nur Materialschlacht können. Und wehe, das geht zur Neige. Dass der russ. Geheimdienst Putin nicht über die tatsächliche Lage auf dem Gefechtsfeld informiert, echt jetzt? Ja ja, der Nebel des Ungefähren und Nichtwissens liegt wie Mehltau über dem Westen. 2022 hätte schon Schluss sein können!
Meine Meinung zu diesem Thema ist eine ganz andere. Ich glaube, wir Europäer sollen einen Stellvertreterkrieg für die Interessen der USA führen, der erstens unsere Wirtschaft schwächt und zweitens im übertragenen Sinne Rußland sturmreif schießt.
In Washington hat man nämlich ganz andere Sorgen. Alleine können sie nicht mal mehr einen isolierten Krieg wie gegen den Iran gewinnen und deren größtes Sorgenkind ist der chinesische Drache. Glaubt jemand allen Ernstes, Peking bspw. von einer Stippvisite nach Taipeh abhalten zu können? Die USA können es meines Erachtens garantiert nicht, so sehr sich der Pfau im Weißen Haus auch aufplustert.
Mit dem Ukrainekrieg schlagen die Amis mindestens zwei Fliegen mit einer Klappe. Schon Hastings Ismay, 1. Baron Ismay, von 1952 bis 1957 erster NATO-Generalsekretär, soll gesagt haben "Keep the Russians out, the Americans in, and the Germans down". Aber heute muss man sich nur das Desaster gegen den Iran anschauen - zu einem echten Krieg (zu Land) sind die Amis nicht mehr in der Lage. Nur noch im Film.
US-Amerikaner trauen sich das evtl. zu, siehe Hiroshima und Nagasaki.
Die Bomben sollen mittlerweile recht handlich sein.
einen Atomkrieg herbeizuschreiben, im Gegenteil, Herr Latell sagt, dass die Amis nichtmal einen richtigen Krieg mehr führen können. Und das stimmt wohl. Nur noch in ihren Filmen kännen die Amis großtun und die Kriegshelden spielen, im realen Leben haben sie jeden, den von ihnen provozierten Kriege seit 45 verloren, und zwar teilweise schmählich wie Vietnam und Afghanistan. Und das wissen natürlich auch die Russen, und vor allem die Chinesen. Die haben ja mit Papierdrachen so ihre Erfahrungen. Und die iranischen Mullhas wissen es auch und demütigen nun die Amis vor aller Welt. Nee, von dieser "Supermacht" brauchen wir uns nicht führen lassen, und fürchten muss man sich vor denen sowieso nicht. Eine Kinonation, alles Cowboys - das ist es, was am Ende übrig bleiben wird. Und wir Deutschen unter Merz und dieser Schrumpf-SPD, wir sollten ganz stille sein. Merz spielt gegen Russland den "Dicken Wilhelm" - es wird indes seine ganz persönliche Pleite werden. Wetten dass?
