Kanzler Friedrich Merz
Hält die EU-Forderungen zu unbezahlbar: Bundeskanzler Friedrich Merz / picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH

EU-Haushalt - Die Schuldenrepublik Deutschland wehrt sich gegen den EU-Gelddurst

Friedrich Merz öffnet daheim die Schuldenschleusen und will Brüssel zugleich den Geldhahn zudrehen. Dabei kämpft der Kanzler gegen einen EU-Gelddurst, den er mit seinen eigenen Argumenten längst legitimiert hat.

Porträt Mathias Brodkorb

Autoreninfo

Mathias Brodkorb ist Cicero-Autor und war Kultus- und Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er gehört der SPD an.

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Politiker können auf drei Weisen das Vertrauen ihrer Wähler verspielen: dadurch, dass sie etwas ganz anderes tun, als sie versprochen haben. So endete nicht, so begann die Kanzlerschaft von Friedrich Merz (CDU). Gemeinsam mit Grünen und SPD schuf er die Grundlagen für die Schuldenrepublik Deutschland. Dann können sie ihren Wählern das berechtigte Gefühl vermitteln, nicht recht ernst genommen zu werden. So geschah es unlängst bei RTL, als der Kanzler mit vier Wählern an einem Tisch saß und er sich deren Fragen stellte. Die Sache hatte nach der Sendung noch Konsequenzen. Angeblich soll er eine alleinerziehende Kinderärztin hinter der Bühne sogar ausgelacht haben.

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Markus Michaelis | So., 30. August 2026 - 19:00

mehr Geld für die EU, also möglicherweise mehr globale Wirksamkeit, mehr Effizienz, weil die Maßnahmen der Einzelstaaten gebündelt werden? Oder mehr Geld im Bundeshaushalt?

Ich persönlich tendiere zum Bundeshaushalt, weil ich der EU nicht genug vertraue: zu ineffizient, zu sehr an dem eigenen Bürokratieaufwuchs interessiert, die Themen schnell ändernd (gestern Klima, heute Kampfkraft), was als Anpassung gut sein kann, mir aber zu beliebig, also letztlich wirkungslos wirkt. Die EU ist demokratisch zu wenig kontrollierbar, vom Wähler weitgehend unabhängig. Das kann ein Vorteil sein, ich sehe es im Moment für mich eher als Nachteil.

Was Grund 2 der Vertrauensverspielung betrifft, das Auslachen der Ärztin: Politiker und gerade der Kanzler sind eher zu zaghaft im Widerspruch. Die Bevölkerung ist sich uneins und alle Gruppen sehen nur ihre Sichtweisen, alle anderen sind Menschenfeinde. Ein Kanzler der dazu nur geschäftig tut, er hätte sich alles notiert, macht seinen Job nicht.

Wolfgang Borchardt | So., 30. August 2026 - 19:36

wenn alle Mitgliedsstaaten beschließen, dass sie das Bürokratiemonster Brüssel nicht mehr brauchen.

Urban Will | So., 30. August 2026 - 21:14

tritt, wird D am Ende nicht nur das bezahlen, was derzeit neu gefordert wird (also die rund 50 Mrd), sondern noch mehr. So etwa den Anteil all der anderen Nettozahler, die sicherlich standhaft bleiben.
Jeder weiß doch mittlerweile, dass eine Kuh besser fliegen kann als der Fritz verhandeln. Diese Lachnummer hat diesem Land seit seinem ersten Amtstag nur geschadet und er wird es bis zum letzten tun.

Daher sollte im Sinne Deutschlands dieser Kanzler weg sein, bevor es ernst wird. Eine Weidel würde der Uschi eins husten.

Ich kriege Blutdruck, wenn ich sehe, wie viele Milliarden unseres Steuergeldes nur dafür verbrannt werden, dass es uns täglich schlechter geht, weil uns diese Krake EU mit ihrer Bürokratie die Kehle zudrückt. Uschi ist eine gefährliche Frau. Auch sie sollte eigentlich weg sein, da sie in meinen Augen kriminell ist.

Und überhaupt: Diese EU muss weg. Punkt aus.

Jürgen Goldack | So., 30. August 2026 - 23:31

Es ist schlicht unglaublich, wie lang sich verlogene und korrupte Unfähigkeit auf hohem Niveau halten kann! Das sich das Konstrukt "EU" zum teuren Popanz seit 1993 entwickeln würde war schon klar, als der Vertrag von Maastricht in Kraft trat. Nur das machtbesessene Egomane die "Führung" dieser Staatengemeinschaft und aus purer Machtgier die hehren Gedanken von kooperativer Zusammenarbeit im Sinne von Handel, Wirtschaft und Frieden ihren egoistischen Machtvorstellungen unterjochen würden, konnte niemand voraussehen. Die Grundidee war vielleicht gut wenn man die Mitgliedstaaten als eigenständiger Staaten weiter behandelt hätte. Das eigentliche Dilemma begann, nachdem 2005 eine machtbesessene Kanzlerin alle guten Sitten über den Haufen warf und die Fäden für Brüssel aus Berlin zog. Schlimm wurde es. als diese Dame ihre gelehrige Elevin Uschi in die Führungsposition in Brüssel lupfte und als Krönung des Desasters ein Merz Kanzler Deutschlands wurde. Der P. o. n. R. war/ist erreicht.

Jürgen Goldack | So., 30. August 2026 - 23:55

Es ist meines Erachtens unmöglich, mehr als 8-10 Staaten gezielt kooperieren zu lassen sprich zusammen zu fügen. Selbst dazu müssten erst einmal absolut gleich Startbedingungen und gesellschaftliche Voraussetzungen für alle geschaffen werden. Bei einem 100m-Rennen lässt man auch nicht einen Lahmen gegen Ursain Bolt starten! Total verschiedene Wirtschaftssysteme, Volksmentalitäten etc. lassen sich nicht einfach auf Politikergeheiß fügen. Wenn man dann in das schon fertige Chaos auch noch kriegssüchtige rücksichtslose Gestalten, geprägt von abgrundtiefer Arroganz und Selbstüberschätzung, agieren lässt wie in einem Sandkasten erreicht man das Stadium, mit dem speziell wir Deutschen aber natürlich auch der gesamte inhomogene EU-Staatenklops nun konfrontiert wird. Wehret den Anfängen will heißen sich von grenzwertiger Unfähigkeit schnellstens zu trennen und versuchen zu retten was eventuell noch zu retten ist - zumindest für Deutschland!

Ernst-Günther Konrad | Mo., 31. August 2026 - 09:20

Der und sich gegen die EU auflehnen. Im Leben lacht kein Gaul. Das sind doch nur Stürme im Wasserglas, nach dem Frau Weidel in Aussicht gestellt hat, aus dem Euro herauszugehen. Die AFD ohnehin der Geldverschwendung und Korruption der EU seit Jahren anprangert und jetzt, wo Deutschland in Aussicht gestellt wird, seine Bonität auf dem Weltfinanzmarkt einzubüßen und herunter gestuft werden zu können. Wir kennen Merz doch. Es passiert immer das Gegenteil von dem was er sagt, darauf ist Verlass. Und überhaupt. Wer soll Pinocchio noch ernst nehmen. Das sind außenpolitische Blendgranaten und soll von dem innenpolitischen Druck ablenken, dem er ausgesetzt ist. Wer weiß, wie lange er noch im Namen einer deutschen Regierung reisen darf. Sie schreiben: *Und so wird sich der Kanzler in den nächsten Monaten entscheiden müssen:* Das hat er doch schon längst. Er wird das deutsche Volk weiter auspressen und der Kanzler der Ukraine mit 64% Beliebtheit werden, wenn Selenskij seinen Reichtum genießt.