- „Menschenverachtend“
Der Vorwurf „menschenverachtend“ wird heutzutage inflationär verwendet. Friedrich Merz musste es gerade erfahren. Doch nicht jede Zumutung oder Härte ist gleich menschenverachtend. Etwas weniger Wehleidigkeit täte uns mitunter gut.
Da war es mal wieder: Das Unwort aller aktuellen Debatten: „menschenverachtend“. Diesmal ausgesprochen durch eine empörte Kinderärztin gegenüber Friedrich Merz in einer Sendung bei RTL am vergangenen Donnerstag. Lassen wir mal Merz beiseite. Ja, er erwies sich einmal mehr als unsouverän. Wieder einmal kaschierte er seine offensichtliche Unsicherheit mit Arroganz. Und wieder einmal gab er sich als empfindsame Mimose. Das alles stimmt und ist bedauerlich. Viel interessanter ist jedoch die Empörung der Kinderärztin. Genauer: ihre Wortwahl.
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Und wer in ihn einsteigt, indem er sich ausgerechnet bei RTL an den Tisch setzt, sollte darauf gefaßt sein, daß es dort nicht zugeht wie er es vom Staatsfunk gewohnt ist . Deshalb erstaunt seine dünnhäutige Reaktion auf diese doch offenbar zum Zweck der Selbstvermarktung von vornherein auf Krawall gebürsteten Dame. Sich aber auf ihr Niveau des persönlichen Angriffs einzulassen und darauf zu entgegnen, statt strikt auf der Sachebene zu bleiben, zeigt erneut, was für eine krasse Fehlbesetzung er als Kanzler ist. Mir tut er inzwischen leid, aber ich tu mir leider.
"Dauerbetroffene" ist m. E. der falsche Ausdruck, gemeint sind in Wahrheit nur die "Dauer-Betroffenen-Beauftragten", die es in fast allen Bereichen irgendwie geschafft haben, sich die Taschen mit der medialen Vertretung der echten Betroffenen zu füllen.
Sie haben aus dem Elend der tatsächlich Betroffenen sich einen bequemen und einkömmlichen Beruf machen können, der durch die tatkräftige Hilfe ihrer politischen Gesinnungsgenossen meistens auf ziemliche Dauer angelegt ist.
Funktionäre erzeugen lieber weitere Funktionäre (hier: Dauer-Betroffenen-Vertreter), bevor sie sich an die mühevolle Lösung der Probleme machen, die viele unschuldige Menschen betrifft.
In Berlin wimmelt es von all diesen staatlich alimentierten Betroffenenvertretern, vor allem im öffentlichen Dienst.
Verdammt ,da habe ich wohl etwas verpasst;)!Anstatt der Konfrontation mit Schlangen,Gewuerm und anderem Getier zur Überwindung von Ekelgrenzen, also eine vom Sender genauestens platzierte Camp-Mitbewohnerin mit Kenntnissen in Pathologie bzw. der Befunderhebung;).Ich muss schon sagen,im Vergleich zu den bisherigen Bewohnern der Prominenz-Klasse B aufwärts war das doch eine Steigerung des gewohnten Niveaus.Oder nicht?Aber im Grunde kann ich da nicht mitreden,da es sich hier um TV-Formate handelt,die sich meiner Kenntnis entziehen.Doch andererseits frage ich mich schon,was die Berater eines Regierungschefs und einer möglichen Vorbereitung oder überhaupt Teilnahme an so was so den ganzen Tag treiben.Die eigentlich dafür da sind den Braten zu riechen und falls nötig den Chef sozusagen vom Genuss desselben vehement abzuraten.Scheint wie so vieles auch nicht mehr dem Standard zu entsprechen. MfG
... In der Sendung habe ich gedacht, die hat ja ganz schlagfertige Argumente. Irgendwo habe ich gelesen, RTL will dem Trash-Sender RTL2 (sogenannte Realitystars) Konkurrenz machen.
"Menschenverachtend" erklärt mit einem Schlag Einen zum Täter und einen Anderen zum Opfer. Im Falle dieses Begriffs werden gleich alle Menschen zu Opfern erklärt. Opfer sind die goldenen Kälber unserer links-woken Szene, um sie wird herumgetanzt. Wenn man selber kein Opfer ist, strahlt immerhin etwas vom sozial erhöhten Status des Opfers auf seinen Stellvertreter aus. Dieser vertritt das Opfer rabiat und meistens ohne jeden Auftrag seitens des Opfers, und sie machen sich damit ein Stück weit selber zum Opfer.
"Menschenverachtend" ist ein linkes Wieselwort. In ihm verbirgt sich die Vorstellung vom Menschen als einem Wesen, das ständig durch selbsternannte Stellvertreter beschützt werden muss und damit letztlich nur benutzt wird.
Gesellschaft, die rasant voranschreitet. Für Merz empfinde ich null Mitleid. Er wurde nicht vorgeführt, er hat sich vorführen lassen, weil ihm jegliches Gespür für alles fehlt, was ein Politiker braucht, wenn er mit den Menschen spricht.
Und gerade Merz, der vor kurzem nicht davor zurückschreckte, bspw. die AfD in direkte Linie zum Holocaust und den Nazi-Verbrechern zu stellen oder den Deutschen eine Mitschuld an den islamistischen Verbrechen zuschrieb, verdient absolut kein Mitleid oder eine Sonderbehandlung.
Klar ist „menschenverachtend“ eine mittlerweile allgemeine Floskel geworden, aber nur Infantile nehmen sie wörtlich.
So wie das Nazi-Geschwätz der AfD-Gegner.
Daher nochmal: eine Gesellschaft, die solches zulässt oder mitspielt, ist infantil. Radikal wäre sie dann, wenn sie in großer Zahl entsprechend handeln würde, auch mit Gewalt. Tut sie nicht. Man hockt da, hört zu, ist empört oder belustigt. Aber immer mehr fangen endlich an, zu denken. Gut so.
Es soll oben zu Beginn heißen: "...die Infantilisierung der Gesellschaft, die..."
... das Weltverständnis, das im woke-grün-linken Berliner Milieu herrscht und von Linken, Grünen und SPD 1:1 in die Lokalpolitik übertragen wird, wird wohl in der Serie "Berlin-tag und nacht" von RTL2 in aller nötigen (und absolut schamlosen Klarheit) vorgeführt.
Berlin wird in dieser Serie - unter der aktiven Mithilfe der Brandmauerparteien! - als die dumm-infantile Bordell-Hauptstadt Europas inszeniert.
Klubkultur und Rauschgiftszene als Normalität?
Für normale und ehrliche Menschen ist es nicht leicht, hier zu leben.
Diese Ärztin steht tatsächlich für eine breiten Trend in der Gesellschaft. In meinen Worten würde ich sagen, dass wir inzwischen eine werteorientierte Menschenrechts-Demokratie sind - was bei mir negativ konnotiert ist, weil es Dinge nicht auseinanderhält. Gesellschaftliche Fragen werden darauf reduziert, wer Werte nicht eingehalten und Menschenrechte verletzt hat. Es gibt dann "das Richtige" und "die Menschenfeinde". Demokratisch im eigentlichen Sinne ist das nicht mehr.
Früher gab es fundamentale Gesellschaftskritik, die wir heute auch feiern. Heinrichs Mann der Untertan, Nietzsche, Tucholsky, 68er, Frankfurter Schule etc. waren nicht Kritiker einer bestimmten Partei, sondern der Gesellschaft. Wir feiern das heute -aber wir selber sehen uns unantastbar. Wir kritisieren aber viel zu sehr Parteien und Politiker - die schwimmen nur mit. Wir als Gesellschaft sind irgendwo zwischen orientierungslos und anmaßend gelandet. Wir sollten uns mehr selber kritisieren.
dass Merz seinen Amtseid gebrochen hat, "Schaden vom DEUTSCHEN Volke abzuwenden", sei es durch die höchste Verschuldung aller Zeiten, oder die ungebremste Migration. Das zeigt m.E. schon eine gewisse Verachtung des Wählerwillens, aber auch mangelnden Respekt demselben gegenüber.
wie die Politik mit diesem Land und den Bürgern umgeht. Merz versprach sehr viel, wurde dafür gewählt und tat ab dem ersten Tag nach der Wahl das krasse Gegenteil. Er nimmt uns, den Bürgern, immer mehr Geld und verspielt damit unsere Zukunft. Jetzt verlangt er auch noch Respekt dafür? Ehrlich, so ein Chaos habe ich in Deutschland noch nie erlebt.
Die Amtsführung des Kanzlers war nicht das Thema des Artikels, so kritikwürdig sie sein mag. Es geht darum, dass jemand sich erdreistete, nicht nur dem Kanzler, der qua Amt immer noch eine Respektsperson sein sollte, auch wenn er mehr als fragwürdig regiert, aber auch Abgeordneten im Parlament, menschenverachtendes Verhalten vorwirft. Das ist schlicht falsch und bösartig. Es ging um ein zugegebenermaßen eher missglücktes Gesetz die ausufernden Kosten eines immer noch guten Gesundheitssystems in den Griff zu bekommen. Darüber kann man im Detail diskutieren, wollte diese Person aber gar nicht.
Die missglückte Reaktion des Kanzlers steht auf einem anderen Blatt. Auch die brennende Frage, was sein Pressesprecher eigentlich beruflich macht. Nie hätte man ihn bei seinen bekannten Schwächen in ein solches Setting gehen lassen dürfen.
Entscheidend ist, dass im Diskurs Maß, Verhältnismäßigkeit und menschlicher Anstand verloren gegangen sind. Vom Respekt vor dem Amt will ich gar nicht reden.
Die Linke- ich pauschalisiere bewusst- macht das weltweit und schon immer:gebräuchliche und etablierte Begriffe zu kapern und ihre Bedeutung zu verändern, manchmal schleichend, manchmal brutal offen.Immer noch ein gutes Beispiel für letzteres ist der Begriff „antifaschistische Schutzwall“. Auch die ganzen Weimar- Nazi- und Holocaust -Vergleiche, die sich für jeden historisch auch nur Halbgebildeten von selbst verbieten, gehören dazu.
Ziel ist nicht eine faktenbasierte Diskussion, sondern ein Tribunal. Mit der Unterstellung, jemand sage oder tue etwas menschenverachtendes, verhindert man eine unbequeme, herausfordernde Diskussion, die man intellektuell mangels ausreichendem Wissen und Bildung,in der Regel gar nicht führen könnte.
Kürzlich ist R.Mladic gestorben. Wie will man seine Verbrechen als das, was sie waren, bezeichnen, wenn das Wort menschenverachtend schon für ein durchaus diskussionswürdiges Gesetz verbraucht ist? Da ist jedes Maß,aber auch jeder Anstand verloren gegangen.
Was hat sie denn eigentlich gesagt? Sie hat gesagt, der Kanzler missachtet Menschen. Verachtung bedeutet lt. Wiki: *jemanden oder etwas stark gering schätzen, als minderwertig oder unwürdig anzusehen und tiefen Widerwillen oder Verabscheuung zu empfinden.* Fast 30 % des Volkes als Nazis zu beschimpfen und so zu bezeichnen soll nicht verachtend sein? Ein ganzes Volk als faul zu bezeichnen, das u.a. ihm sein Gehalt zahlt, dass soll nicht verachtend sein? Steuergeld überall hin der Welt verteilen, Krieg mitzufinanzieren, und alle auspressen, das verachtet nicht das eigene Volk? Die Wähler täglich neu belügen, das Grundgesetz permanent zu umgehen oder auszuhebeln, missachtet nicht den Willen des Bürgers? Ja, es wird inzwischen der Begriff des *menschenverachtend* inflationär verwendet. Er gilt als typischer Begriff der Linken um alles rechts oder die Kritiker schlechthin herabzuwürdigen. Nur hat die Kinderärztin in diesem Fall ja nichts verkehrtes gesagt. Da muss der Mimimi Kanzler durch
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