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Blackout – Die Rückkehr des deutschen Linksterrorismus / Titelbild: Andrea Ucini

Cicero im September - RAF 2.0

Die RAF löste sich 1998 offiziell auf. Doch ihr revolutionärer Duktus lebt fort: Heute zielen linksextreme Gruppen auf kritische Infrastruktur und rechtfertigen Gewalt als Mittel zur Weltverbesserung. In unserer Titelgeschichte analysiert RAF-Kenner Butz Peters Parallelen und Gegensätze.

Alexander Marguier

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Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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Das offizielle Ende der Rote Armee Fraktion (RAF) lässt sich präzise datieren: Am 20. April 1998 ging bei der Nachrichtenagentur Reuters ein achtseitiges Schreiben ein, mit dem die Autoren im Namen von Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin, Andreas Baader und 23 weiteren im Kampf gefallenen Genossen das Terrorprojekt für beendet erklärten. 

Allerdings handelte es sich um keine Kapitulationserklärung, sondern vielmehr um die Rechtfertigung der von den mörderischen „Revolutionären“ über einen Zeitraum von mehr als einem Vierteljahrhundert hinweg verübten Straftaten. „Wir stehen zu unserer Geschichte“, heißt es in dem Dokument; die verbliebenen RAF-Mitglieder bekannten sich zu ihrem „Versuch einer Minderheit“, die bestehenden Verhältnisse aus den Angeln zu heben. Ein weiterer Satz ist besonders bemerkenswert: „Das Ende dieses Projekts zeigt, daß wir auf diesem Weg nicht durchkommen konnten. Aber es spricht nicht gegen die Notwendigkeit und Legitimation der Revolte.“

Rückkehr des Linksterrorismus – mit altem Duktus

Und tatsächlich: Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch. Deutschland erlebt derzeit die Rückkehr des Linksterrorismus, allerdings in einer anderen Form. Wie der verheerende Anschlag auf das Berliner Stromnetz vom 3. Januar dieses Jahres in aller Dramatik gezeigt hat, steht heute vor allem die lebensnotwendige Infrastruktur im Fadenkreuz der „RAF 2.0“. Der Duktus allerdings erinnert an damals: „Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten. Wir können das Ende der imperialen Lebensweise einleiten“, so formulierten es die vermeintlichen Täter in einem tags darauf veröffentlichten Bekennerschreiben. Daraus spricht die alte Terroristen-Hybris, der Gesellschaft gegen ihren Willen und notfalls eben auch mit Gewalt ein behauptetes Gemeinwohlprojekt überstülpen zu müssen.

Autor unserer Titelgeschichte ist kein Geringerer als Butz Peters, einer der besten und mit etlichen zum Thema veröffentlichten Standardwerken auch produktivsten Kenner der RAF. Der Jurist und Rechtsanwalt zeigt einerseits die Parallelen zwischen dem einstigen Baader-Meinhof-Terrorismus und dessen Epigonen wie etwa den „Vulkangruppen“ auf, arbeitet aber gleichzeitig wichtige Unterschiede heraus. Vor allem aber macht er deutlich, dass nicht zuletzt durch Multiplikatoren in Kultur und Medien in den vergangenen Jahren eine gesellschaftliche Stimmung erzeugt wurde, die einer vermeintlichen Demokratie- und Weltenrettung auch mit kriminellen Akten zu Akzeptanz verhelfen soll.

 

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Wolfgang Borchardt | Do., 27. August 2026 - 08:52

linken Gesinnungsterror kontinuierlich gedemütigt. Der von linker Seite vordergründig beschworene Kampf gegen "Rechts" soll davon ablenken und ist Teil einer Strategie, die sich zugleich dem Antisemitismus und Islamismus andient. Unsere heutige Rätselfrage lautet: Welche Partei ist Willens u n d in der Lage, dem bedrängten Rechtsstaat beizuspringen? Welche Belege können dafür herhalten?

Begründung: 1.) sie haben eine klare Vorstellung von 'Recht und Ordnung' und würden den (sozialistischen) Rechtsstaat implementieren, ohne 'wenn-und-aber'...; 2.) es gibt eine vollständige Blaupause auf deutschem Boden, welche immerhin 40 Jahre gehalten hat...; 3.) sie haben geeignetes UND ENTSCHLOSSENES!!! Personal - welche andere '(Block-) Partei der Mitte' hat das schon...?; und 4.) ihnen/Links, respektive dem Sozialismus..., gehört die Zukunft - und zwar gesetzmäßig!! -- passt, alles!

>> Habe ich jetzt was gewonnen... (Rätselfrage)?

Ach so, Belege noch...: die DDR, selbstredend, ist ja eh nicht mehr weit im aktuellen 'Rechtsstaat'... ... 🤔

Achim Koester | Do., 27. August 2026 - 09:18

damals beschäftigte eine Jutta Ditfurth die Gerichte damit, Anschläge gegen Strommasten, Trafostationen usw. zu rechtfertigen, von da war es nur ein kleiner Schritt zu dem Terror und den Morden der RAF. Wir sollten Justitia die Augenbinde vom linken Auge entfernen, damit sich das nicht wiederholt.

Ernst-Günther Konrad | Do., 27. August 2026 - 10:15

Ich habe die RAF komplett miterlebt und ab 1974 als Polizeibeamter. Ich weiß noch genau, was und wie die das alles machten und begründeten. Wieviel Leid, Angst und Schrecken sie verbreitet haben. Deren Gewaltphantasien leben noch immer fort und ich fürchte, am 6.9.26, wenn Ulli Siegmund gewinnt, ob absolute Mehrheit oder nicht, werden unsere Straßen brennen. Die ANTIFA ruft ja dazu auf und die Politik schweigt oder relativiert. Und auch die Union wird Teil des Feindbildes sein. Die wollen es nur noch nicht sehen.

allerdings glaube!! ich, dass die Sachsen-Anhalt-Wahl noch nicht direkt von echtem Linksterror - "werden unsere Straßen brennen." - begleitet sein wird, aus verschiedenen Gründen.

Allerdings bin ich überzeugt (an meinem Küchentisch 😉), dass die SA-Wahl der STARTSCHUSS für Linksextrem sein wird sich weiter zu radikalisieren und auch KONKRETE 'ANTIFASCHISTISCHE AKTIONEN/ANSCHLÄGEN' ZU PLANEN und dann auch, etwas zeitverzögert, auszuführen. Selbiges auch im Kontext der MV-Wahl etc..

Allerdings gehe ich auch wie Sie davon aus, dass sich die 'Aktionen' von Linksextrem zukünftig RAF-like verselbständigen werden..., linksextreme Anschläge und antidemokratische Stör-Aktionen werden in Deutschland zukünftig auf absehbare Zeit 'zum Standard' der politischen Auseinandersetzung von linker Seite gehören..., mit all ihren Folgen.

>> Aber spätestens wenn sich die AfD im Bund in Regierungsverantwortung begibt - egal wie genau... - "werden unsere Straßen brennen".

[Mittendrin die CDU...!?? 🤔]