Foto: Sven Hüber im Studio, gestikulierend, im Hintergrund Polizeikelle und Dekoration.
Sven Hüber / Screenshot SAT.1 Frühstücksfernsehen, 09.11.2023

Vorwürfe gegen GdP-Vize - Ehemaliger DDR-Grenzsoldat belastet Sven Hüber schwer

Ein früherer DDR-Grenzsoldat erhebt schwere Vorwürfe gegen GdP-Vize Sven Hüber. Der frühere Politoffizier habe an der „Vernichtungs“-Formulierung im Grenzauftrag festgehalten und einen bereits festgenommenen Flüchtling misshandelt. Hüber tritt zurück, sieht sich aber als Opfer.

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Jan Uphoff studiert Politikwissenschaft in Bremen.

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In einer von Apollo News veröffentlichten Videodokumentation wirft der frühere DDR-Grenzsoldat Axel Krause dem stellvertretenden Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Sven Hüber, unter anderem vor, als DDR-Politoffizier Ende der 1980er-Jahre an der alten „Vernichtungs“-Formulierung im Grenzauftrag festgehalten und einen bereits festgenommenen Flüchtling misshandelt zu haben. Als Politoffizier war Hüber für die politisch-ideologische Schulung und Erziehung der ihm unterstellten Grenzsoldaten zuständig. Bereits im September 2023 hatte Apollo News ausführlich über Hübers Vergangenheit als Politoffizier bei den DDR-Grenztruppen und seine spätere Karriere bei Bundespolizei und Polizeigewerkschaft berichtet.

Die neuerliche Debatte um Hübers Vergangenheit war durch einen Beitrag des GdP-Vize über einen möglichen AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt ausgelöst worden, in dem er vor einer „AfD-Machtergreifung“ warnte und Polizisten für den Ernstfall zum Widerstand gegen rechtswidrige Weisungen ihres Dienstherrn aufrief. Den aktuellen Anschuldigungen vorausgegangen waren Recherchen von Apollo News, die sich maßgeblich auf die Aussagen Axel Krauses stützen. Der frühere Grenzsoldat tritt für die Reportage mit Klarnamen und Gesicht auf und hat seine Schilderungen gegenüber Apollo News eidesstattlich versichert. Zu seinem jahrzehntelangen Schweigen und seinem jetzigen Gang an die Öffentlichkeit erklärt Krause: „Denn ich möchte solche Zustände nie wieder haben.“ Warum er die fast vier Jahrzehnte zurückliegenden Vorwürfe jedoch gerade jetzt erhebt, bleibt in der Reportage offen.

Vorwurf: „Grenzverletzer“ seien „zu vernichten“

Ausgangspunkt der Anschuldigungen ist nach Krauses Darstellung Hübers Umgang mit der sogenannten Vergatterungsformel im Jahr 1988. Bei der Vergatterung wurde DDR-Grenzsoldaten vor Dienstantritt ihr Grenzauftrag eingeschärft. Die bis 1988 verwendete Formel sah vor, „Grenzverletzer“ „aufzuspüren, festzunehmen oder zu vernichten“. Obwohl der Begriff „vernichten“ 1988 – in der Spätphase der DDR – aus der Formel gestrichen wurde, habe Hüber nach Krauses Aussage an der alten Formulierung festgehalten. Er habe den Soldaten erklärt, der Begriff „vernichten“ habe weiterhin seine Berechtigung, und angekündigt, den alten Wortlaut auch künftig zu verwenden. Dies habe er anschließend auch getan.

Darüber hinaus soll Hüber einen Grenzsoldaten öffentlich gedemütigt haben, nachdem diesem innerhalb weniger Monate zweimal die Verhinderung einer Flucht nach West-Berlin misslungen sei. Nach dem zweiten Vorfall habe Hüber dem Gefreiten bei einem Appell vor 200 bis 300 Kompanieangehörigen die Schulterstücke heruntergerissen und ihn damit symbolisch zum einfachen Soldaten degradiert. Anschließend habe er ihn als „Verräter“ bezeichnet und erklärt, ihm drohten bis zu fünf Jahre Militärgefängnis. Die zugrunde liegenden Fluchtversuche und das Zögern des Postenführers beim Schusswaffengebrauch seien laut Apollo News durch Stasi-Unterlagen dokumentiert; die geschilderte Reaktion Hübers beruhe hingegen auf Krauses Zeugenaussage.

Misshandlung eines Mauerflüchtlings?

Der schwerwiegendste Vorwurf Krauses betrifft einen weiteren Fluchtversuch. Ein Mann sei von Grenzsoldaten festgenommen und bereits wehrlos am Boden fixiert worden, als Hüber als Vorgesetzter hinzugekommen sei. Hüber habe seine Pistole gezogen und sich zu dem Festgenommenen hinuntergekniet. Krause habe anschließend von einem anderen Soldaten erfahren, Hüber habe dem Gefangenen die Pistole in den Mund gesteckt, woraufhin dieser sich eingenässt habe. Diesen Teil des Geschehens habe Krause jedoch nicht selbst beobachtet; die Szene sei ihm von einem anderen Soldaten zugetragen worden.

Nach Krauses eigener Beobachtung habe Hüber den bereits fixierten Gefangenen später, als ein Fahrzeug der Staatssicherheit zur Abholung eingetroffen sei, dreimal ins Gesicht getreten. Krause habe in seiner eidesstattlichen Versicherung angegeben, diese Misshandlung mit eigenen Augen gesehen zu haben. Der GdP-Vize ließ die Vorwürfe gegenüber Apollo News durch seinen Anwalt zurückweisen. Dieser übermittelte dem Portal nach dessen Angaben eine sechsseitige Stellungnahme, untersagte jedoch deren wörtliche oder anderweitige publizistische Verwendung.

DDR-Historiker Knabe hält Krause für „sehr glaubwürdig“

Apollo News-Chefredakteur Max Mannhart kommentierte den Vorgang unterdessen auf der Plattform X: „Ein Zeitzeuge, der mit Gesicht, Klarnamen und eidesstattlicher Versicherung seine Erlebnisse wiedergibt, erhebt diese schweren Vorwürfe. […] Der DDR-Forscher Hubertus Knabe hält ihn für ‚sehr glaubwürdig‘.“

Und tatsächlich kommt der DDR-Historiker und ehemalige Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen Hubertus Knabe in der Apollo-Doku ausführlich zu Wort. Teile von Krauses Schilderungen habe er anhand von Stasi-Unterlagen überprüfen können: „Sie bestätigen im Wesentlichen seine Darstellung.“ Andere Angaben seien hingegen noch nicht abschließend überprüft.

Bereits vor Bekanntwerden der neuen Vorwürfe hatte Hüber Rückendeckung vom GdP-Bundesvorsitzenden Jochen Kopelke erhalten. Dieser hatte sich in der vorausgegangenen Debatte um Hübers AfD-Beitrag und dessen DDR-Vergangenheit hinter seinen kurz vor dem Ruhestand stehenden Stellvertreter gestellt. Eine Stellungnahme Kopelkes zu den nun erhobenen Vorwürfen liegt bislang nicht vor.

Hüber selbst ist inzwischen mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als stellvertretender GdP-Bundesvorsitzender zurückgetreten. Allerdings nicht aus Einsicht. Als Grund nannte er vielmehr rechtliche und gerichtliche Auseinandersetzungen wegen der gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Diese bezeichnet Hüber als „verunglimpfend“ und „rufmordähnlich“.

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Eselsbrücke | Mi., 26. August 2026 - 13:43

"...Warum er die fast vier Jahrzehnte zurückliegenden Vorwürfe jedoch gerade jetzt erhebt, bleibt in der Reportage offen. ..."
Der Artikel gibt doch die Antwort kurz vorher: „Denn ich möchte solche Zustände nie wieder haben.“

Es ist durchaus möglich, dass sich viele Deutsche, die damals die DDR noch "aktiv" als Staatsbürger miterlebt haben, so langsam Muffensausen bekommen, wenn sie sehen wie bei uns die Demokratie durch Wahlausschüsse, NGOs und "Unsere Demokratie"-Jakobinern zugrunde gerichtet wird. Der Schaden, der von diesen zur Zeit angerichtet wird, ist in seinem Ausmaß noch nicht absehbar.

Ernst-Günther Konrad | Mi., 26. August 2026 - 14:00

warum er jetzt erst davon spricht. Jetzt hat dieser *Mauermörder* offen und für jeden hörbar seine Gesinnung offenbart. Vorher hätte Herr Kraus wahrscheinlich wenig Gehör bekommen, wäre juristisch erfolgreich zum Schweigen gebracht worden, hätten die Msm ihn allenfalls zum Verschwörer erklärt. Jetzt aber, wo dieser Unmensch selbst seine unmenschliche und ideologisch verblendete Einstellung durch sein Pamphlet in der Gewerkschaftszeitung offenbart hat, jetzt wo starke freie Medien durchschlagen, jetzt hat der Mann eine Chance gesehen, diesem Widerling offen gegenüberzutreten. Ich habe das gestern bereits bei Apollo News und Nius gehört. Ich glaube diesem Mann jedes Wort. Und ich hoffe sehr, dass sich weitere gezwungene Grenzsoldaten und vielleicht das Opfer - wenn es noch lebt - sich meldet, damit diesem Täter mit allen rechtlichen Mitteln versucht wird, den Beamtenstatus zu entziehen. Lese gerade bei BILD, er ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Das sollte nur der Anfang sein.

Armin Latell | Mi., 26. August 2026 - 14:07

der Grenztruppen, sozusagen die ideologische Speerspitze des Verbrecherstaates ddr (damit meine ich ausschließlich deren Regierung!) gegen den "Klassenfeind" brd, in dieses Amt gekommen ist, ist ein Skandal. Interessant zu wissen wäre, wo, an welchen Stellen und möglicherweise hohe Positionen solche Demokratiefeinde sonst noch wirken. Den gefährlichsten dieser Sorte haben wir uns allerdings selbst gewählt ins Nest gehockt. Meinen Ossifreunden habe ich schon vor Jahren erklärt, "wir" haben euch wirtschaftlich übernommen, aber ihr uns politisch. Wer nur halbwegs klar sehen kann, muss das heute überdeutlich erkennen. Die sozialistischen Seilschaften haben ihre "guten Leute" sukzessive in Führungspositionen gebracht, bestimmt auch mit Hilfe des "verschwundenen" ddr-Vermögens. Der politische, wirtschaftl. und gesellschaftl. Zustand unseres Landes ist definitiv kein Zufall. Ein erschütterndes Buch zu diesem Thema: Manfred Haferburg - Wohn-haft.

Ich möchte nicht wissen, welche alten Seilschaften noch immer bestehen und sich in Behörden, Parteien, NGOS und im *Darkroom* der Gesellschaft gut vernetzt noch befinden und ihre Strippen ziehen. Obwohl, ich möchte es doch wissen, damit man diese Menschen zur Verantwortung ziehen kann.

alten DDR-Seilschaften halte ich persönlich mittlerweile für obsolet..., rein aus biologischen Gründen. Unverbesserliche alte (80+) Mitglieder in Grenzoffiziers-Traditionsvereinen o.ä. mag es geben..., aber die haben doch nun wirklich keinen gesellschaftlichen Einfluss mehr... und auch keinen Zugriff mehr auf 'geraubte SED-Millionen' o.ä. - Die haben Wolf und Schalck-Golodkowski längst 'ins Trockene gebracht' - vor mehr als 30 Jahren... ... - so sehr/schön diese 'alten Seilschaften' auch in manche 'kurz gedachte Argumentation' heute [und auch hier...] immer wieder passen täten...

>> Beweise!, Namen!, Vorgänge!, harte Indizien! (nachvollziehbare)... ...?? Oder doch eher Wunschdenken...?? Ich denke letzteres... ...

ABER vielleicht gibt es NEUE SEILSCHAFTEN, hierzulande...? DAS erscheint mir doch deutlich logischer..., und WESENTLICH WAHRSCHEINLICHER... ... 🤔😉 - Vielleicht da mal nachschauen..., wäre mein Tipp.

Nix für ungut...

Warum soll man alte DDR Seilschaften denn scjonen, wenn man auf der anderen Seite eine über 90jährige NSDAP Sekretärin (!) vor Gerucht stellt und ins Gefängnis stecken will?

Thomas Veit | Mi., 26. August 2026 - 17:14

Antwort auf von Achim Koester

aber 'vor der Verhandlung' müssen Sie sie ersteinmal konkret benennen können... ...!? Können Sie das? >>

>> Schonen muss man die nicht...!! Aber nur so 'heiße -besser lauwarme- Luft in den Raum zu blasen'..., was soll das? VT vom feinsten... - mMn.

Nochmals: Beweise!, Namen!, Vorgänge!, [harte] Indizien! (nachvollziehbare, konkret!), Wer-mit-Wem? Warum? (Vorteilsnahme!) etc. usw. -- das erwarte ich dann schon, wenn HEUTE wiederholt von 'alten noch existierenden DDR-Seilschaften' und 'SED-Millionen' fabuliert wird..., relativ regelmäßig.

>> Ist das zu viel Erwartung meinerseits...??

Wenn Sie Beweise haben wollen, bin ich mit Sicherheit der falsche Ansprechpartner, da sollten Sie sich an die Ermittlungsbehörden wenden, nicht von ungefähr heißt diese Rubrik „Kommentare“

Thomas Veit | Do., 27. August 2026 - 11:54

Antwort auf von Achim Koester

Behauptungen wie 'heute existierende [heißt 'aktive'] Stasi-Seilschaften' wiederholt in den Raum stellt..., der sollte zumindest konkrete! erste Anhaltspunkte dazu liefern können... ...(s.o.), und vielleicht ein-zwei-oder-drei Personalien dazu benennen, wenn's den ginge...?🤔

'Gerichtsfeste Beweise' erwartet hier! niemand von Ihnen, da sind wir uns einig. Das kann dann die investigative Presse erledigen..., auf Ihre ggf. konkreten Hinweise hin, falls sie Lust dazu hat...

Sie und Ihre 'Meinungskollegen' in Sachen Stasi-Verschwörung da tatsächlich garnix wirklich 'konkret auf der Pfanne'... ..., außer 'so ein dumpfes Gefühl'... - könnte das sein!??

>> Ansonsten heraus damit...!!! Ernst gemeint!

Oder vielleicht doch mal: 🤔🤔🤔

PS: ...wenn Sie aber weiter Ihren Glauben! an die aktiven Stasi-Seilschaften hier verbreiten wollen... ... - dafür heißt diese Rubrik „Kommentare“ - absolut korrekt! Gerne doch...

Nun, die Kommunisten der ersten Stunde der DDR dürften alle Tod sein oder greis. Aber was ist mit denen um die 1960er Jahre geborenen, die ins System geboren wurden und einige sich mit diesem arrangiert haben. Die dürften noch da sein. Die könnten alle Mitte, Ende 60-70 Jahre oder älter sein. Eine Hüber ist ja auch noch da. Ich würde alte Seilschaften nicht auf die Erstkommunisten reduzieren, es gab etliche danach, die später geboren mitgemacht haben.

ein klein ein bisschen konkreter... - nur das Leute in den 60ern geboren (ich übrigens auch...!?) heute 'noch' leben und d im Osten sozialisiert wurden... ... - mach DAS tatsächlich schon eine aktive/heute Stasi-Seilschaft... ...!??

Und diejenigen, welche in den 60ern geboren sind, so wie ich, waren 89/90 max. 30 Jahre..., logisch. Mit 30 Jahren war in der DDR/SED/Stasi/NVA niemand in höherer Führungsverantwortung..., das waren andere Jahrgänge welche in den 10 Jahren danach die aktiven Stasi- und SED-Seilschaften gebildet haben. Das ist aber mindestens 25 Jahre her..., und irgendwann gab's ei diesen Jahrgängen auch 'nichts mehr zu Seilschaften...', außer Ärzteadressen auszutauschen..., dann war der Kuchen irgendwann auch mal verteilt bzw. die Verfahren abgehandelt... und die Vereinigungskriminalität schlicht und ergreifend VERJÄHRT. Iss einfach so - die Zeit. 🕰

Da erwarte ich dann doch wirklich bitte schon etwas mehr Substanz bzw. Anhaltspunkte auf konkrete Vorgänge... ... - bitte

ja heute noch vollständig erhalten sein, bei der Bundespolizei, einschließlich des Vermerks zur Übernahme aus dem DDR-Grenztruppen mit Vermerk der erfolgten Prüfungen etc.. Ich denke da werden sich vielleicht demnächst auch gewisse Investitione Journalisten (von Bild?) kundig machen..., aufgrund der Aktualität dieses Falles schätze ich mal...

Sollten sie dabei ein Empfehlungsschreiben von Erich Mielke finden... ..., dann! liegt 'im Falle Sven Hübner' möglicherweise eine Stas-Seilschaft vor... ... 🤔, oder aber auch nur einfache Naivität oder Schlampigkeit der prüfenden Behörde... ... - ALLES MÖGLICH! ...und noch viel mehr... ... ...

Ich war als Wehrpflichtiger vom Herbst 72 bis Frühjahr 74 an der Staatsgrenze der DDR, Dienstgrad Gefreiter und Postenführer, eingesetzt. Meine Erlebnisse habe ich in dem Buch "Heimgang" niedergeschrieben. Wiewohl hier im Forum einer, der dieses Buch kaum gelesen hat, geschweige denn verstanden haben dürfte, mich grundlos beschimpfte und angriff (Warum? Bisher griffen mich wegen dieses Buches nur ehemalige Offiziere und Amtsträger an!!!), ist dieses Buch eine schonungslose, ehrliche und wahrheitsgetreue Abrechnung mit den Zuständen an dieser Grenze, die ja damals zwischen den Militärblöcken verlief. Ja, ich habe ähnliche Zustände wie sie der Herr Krause eidesstattlich beschreibt, life erlebt. Ich litt viele Jahre an Schlafstörungen und Albträumen. Erst mit meinem Buch befreite ich mich davon. Das Buch, das ich zur Buchmesse 2014 in Leipzig, in der "Runden Ecke", im Stasikinosaal las, erreichte viel Beifall und Beachtung. Ich erhielt von zahllosen Grenzern und Zivilisten viele Briefe.

Ihr Buch für "Heimgang" sehr schwach..., ob ich es nicht verstanden habe entzieht sich meiner Kenntnis... - weil vollständig gelesen habe ich es nicht, vielleicht kommt die Qualität erst in der zweiten Hälfte zum Tragen... ...?

Ihre hier verbreitete Lüge, alle kritischen Rezensionen auf Amazon seien ausschließlich ehemalige Grenz- und Stasioffiziere (!!!) und Ihr Verlag habe das gemeinsam mit Amazon geprüft (woher weiß Amazon welchen Beruf die Rezensenten ausüben...??) und bestätigt (!!) - eine offensichtliche Lüge, wie gesagt... - wird nicht besser wenn Sie sie hier dem Sinne nach wiederholen.

Ich empfehle jedem hier den es interessiert die kostenlosen Probeartikel auf Amazon zu lesen und sich selbst ein Bild von der literarischen Qualität des Werkes zu machen... - Kaufen würde ich es nicht.

https://www.amazon.de/Heimgang-Roman-Klaus-Funke-ebook/dp/B01A03SH5Q/

Es ist der Hass gegen mich, der Sie antreibt und nichts anderes. Seien Sie ehrlich, andere Gründe gibt es nicht. Und was das Buch betrifft (es liegt mir fern hier Eigenwerbung zu betreiben. Das habe ich glücklicherweise gar nicht nötig. Ich lebe zumindest teilweise von meiner Literatur), so habe es ernstzunehmende Leute mit literarischem Sachverstand in den Medien (Presse und Rundfunk) besprochen entsprechend gelobt. Manche, vielleicht auch Sie, erregen sich über die abstoßende Sprache im Buch. Doch das war meine volle Absicht, denn so ging es zu bei den Grenztruppen und in der NVA, ich weiß, sicher im Gegensatz zu Ihnen, wovon ich rede. Im Übrigen sind Rezensionen bei Amazon keineswegs der literarische Maßstab. Fachleute wissen das. Wie gesagt, Sie haben andere Motive für Ihre Kritik, und die sind keineswegs ehrenhaft. Und nun Schluss. Ich befasse mich schon wieder viel zu lange mit Ihnen. Das ist unerquicklich.

Thomas Veit | Mi., 26. August 2026 - 18:29

Antwort auf von Klaus Funke

in Ihrem 'unerquicklichen' Buch, wenn ich das als Kritik mal anbringen darf..., man merkt es schon auf den ersten Seiten... - wie gesagt: jeder kann/darf/sollte selber reinlesen... (Amazon-Link oben!)

Haben Sie keinen Hass, wenn Sie an das Grenzregime und die herrschenden Verhältnisse von damals denken? Dieses Gefühl, mein Lieber, habe ich am eigenen Leibe erlebt. Ich denke daran, wie wir behandelt wurde von den Dienstvorgesetzten, wie wir für diese Sorte Mensch "der letzte Dreck" gewesen sind, wie sie einen behandelt haben, während der Ausbildung und auch im aktiven Dienst. Diesen Hass werde ich ein Leben lang nicht verlieren. Und diesen Hass und diesen Ekel habe ich in Literatur verwandelt. Und gerade deswegen, weil es ehrlich ist, wurde und wird dieses Buch geliebt und anerkannt. Es ist keine beschauliche Literatur zu Kaffee und Kuchen oder zu einem Glas Rotwein. Nein, es ist die ungeschminkte ekelhafte Wahrheit, eine Wahrheit, die abstößt und die Wut macht. Und genau das war und ist der Zweck dieses Buches. Wer dies indes nicht verträgt, sollte die Finger davon lassen. Der sollte Rosamunde Pilcher lesen. Schade, dass ich das Jemandem unserer Generation noch erklären muss...

Aber, es hat keinen Zweck. Selbst bei Offensichtlichkeiten wird es zwischen uns keine Übereinstimmung geben, weil, ich wiederhole mich, der Hass Ihr Hirn vernebelt. Wir bleiben Feinde, und damit ist auch alles gesagt. Und nun: Fines!

Frau Lehmann hat den Herrn Veit mit einem erfrischenden klaren Wort beschrieben. Warum lassen Sie sich auf so einen Sturm im Schapsglas ein? Wenn in China ein Sack Reis umfällt, wird doch auch nicht in epischer Breite darüber diskutiert...

Klaus Funke | Do., 27. August 2026 - 10:34

Antwort auf von Armin Latell

Er ist keine Zeile wert, aber ich Esel lass mich immer wieder daraf ein. Ich versuche mich zu bessern. Aber wissen Sie, ich bin Schriftsteller und es ärgert mich, wenn jemand aus schierer Bosheit an meinen Büchern herumquasselt. Man spürt die Absicht und man ist verstimmt, schrieb schon Wilhelm Busch. Nichts gegen Kritik. Die muss sein und ist auch in Ordnung. Ich habe hier nur deshalb etwas über mein "Grenzer-Buch" gesagt, weil es zum Thema passte und ich Persönliches einzubringen habe. Natürlich benutzt es dieser Mensch, um wieder zu sticheln und Boshaftigkeiten anzubringen. Ich weiß das, ebenso wie ich weiß, dass die Anmerkungen dieses Menschen absolut entbehrlich und bedeutungslos sind. Gut, ich bin ihm in die Falle gegangen. Selber schuld. Mein Pech. Trotzdem, lieben Dank für Ihre Solidarität und den Hinweis. Alles Gute!

Thomas Veit | Do., 27. August 2026 - 11:20

Antwort auf von Armin Latell

Eigentlich wollte mir ja niemand vom 'Team-Funke' mehr antworten... ... - und jetzt kommen gleich mehrere 'Funkes' zeitgleich wieder aus ihren Löchern... ... /👍🤣🤣

>> "You made my day!"

Ernst-Günther Konrad | Mi., 26. August 2026 - 14:11

Ob Hübers strafrechtlich noch zu belangen ist - Anstiftung zum Mord - u.a. Tatbestände, wage ich zu bezweifeln. Am dienstrechtlich könnte er belangt werden mit dem Ziel, ihn im Rahmen eines Disziplinarverfahrens aus dem Dienst zu entlassen und ihm die Pension abzuerkennen. Ich denke, wenn Dobrindt das will und Schaden von der Bundespolizei abwenden möchte, kommt er gar nicht umhin, diesen Mann dienstrechtlich zu verfolgen. Oder wird er ihn in den nächsten Tagen in den *wohlverdienten Ruhestand* verabschieden und die Sache unter den Tisch kehren? Jedenfalls sollte jeder aufrechte Polizeibeamte sofort aus der GdP austreten. Immerhin macht die der Vorsitzende Kopelke und der Bundesvorstand noch immer gemein mit diesem *Verbrecher* und will im Namen der GdP gegen alle Kritiker klagen, mit dem Geld der Mitglieder. Ich war schon 1978 aus der GdP ausgetreten, weil ich erkannte, was das für politisch linkslastige Spitzbuben sind, die nur an sich selber dachten. DPolG wäre eine Alternative.

Thomas Veit | Mi., 26. August 2026 - 15:20

waren immer die schlimmsten..., und oft auch die dümmsten. Sie fühlten sich unangreifbar und das waren sie auch gleich nach de V0er, dem Stasi-Offizier der Einheit.

Im universitären Umfeld und im öffentlichen Dienst generell wurden nach der Wende (zumindest hier in Thüringen) alle Angestellten mit Stasi-Hintergrund/Kontakt, auch sog. IM's, also Leute die 'nichteinmal' hauptberuflich für die Stasi gearbeitet hatten, überprüft und von heut-auf-morgen fristlos entlassen, wenn die Überprüfung positiv ausfiel, auch reine Verwaltungsangestellte. Mehrere derartige Fälle habe ich persönlich miterlebt.

Um so unverständlicher erscheint mir, wie gerade ein langjähriger Politoffizier der DDR Grenztruppen heute hierzulande überhaupt!! zum stellvertretenden Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP) aufsteigen kann...???

Da hätte man auch 'Erich Mielke himself' nehmen können... - ernstlich. Moralisch-politisch gleichwertig.

H. Stellbrink | Mi., 26. August 2026 - 21:32

Es wird sicher noch weitere Leute wie Hüber geben, die auch Ähnliches getan haben und heute unauffällig ihrer Tätigkeit nachgehen. Immerhin haben sie alle nicht eigenhändig jemanden umgebracht. Was diesen Fall von den anderen unterscheidet, ist, dass Hüber öffentlich faktisch Befehlsverweigerung der Polizei gegenüber einer AfD-Regierung gefordert hat. Das hat bei ihm eine totalitäre Gesinnung zum Vorschein gebracht, die in direkter Kontinuität zu seiner damaligen diensteifrigen Tätigkeit für die DDR-Diktatur zu stehen dürfte. Jemand, der eifriges Organ einer Diktatur war, hat also als Exekutivorgan der Demokratie die Aussetzung von Demokratie und Rechtsstaat gefordert. Hier ist also einem Selbstgerechten letztlich - wenn auch spät - eine Form der Gerechtigkeit widerfahren.

Merkel wurde NICHT gewählt. Solche Wahlen nennen sich nicht umsonst Bundestagswahlen, und nicht Kanzlerwahlen. Mann Herr Veit, sparen Sie sich doch ihre Popanzereien. Ganz ehrlich: Sie sind ein ganz toller Typ. Ich hoffe, das schmeichelt Ihrem Ego. Wirklich!

Thomas Veit | Do., 27. August 2026 - 18:06

Antwort auf von Armin Latell

Merkel wurde NICHT gewählt; alles 'alte Seilschaften'... - und ich bin 'ein ganz toller Typ'...

Das spricht in Summe alles für sich selbst... ..., und interessiert wohl niemanden wirklich...

>> Weiter so!! /😉🤪🤣