Eingang des Bayerischen Hofs mit zwei Sportwagen und mehreren Personen, Farbfoto.
Hier sind nur Freunde „unserer Demokratie“ willkommen: Hotel Bayerischer Hof in München / picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann / SVEN SIMON

Bayerischer Hof wirft Mises-Institut raus - Hotel zur richtigen Gesinnung

Nach einem Zeitungsartikel bricht das Hotel Bayerischer Hof in München die Geschäftsbeziehungen zum Ludwig von Mises Institut ab. Wieder einmal knickt das bürgerliche Milieu vor linken Ideologen ein. Ein Armutszeugnis für das renommierte Haus.

Alexander Grau

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Zuletzt erschien von ihm „Die Zukunft des Protestantismus“ bei Claudius.

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Eine Herberge sollte ein Ort für alle sein. Hier darf jeder nächtigen, solange er sich ordentlich benimmt und seine Rechnung bezahlt. Religiöse oder weltanschauliche Bekenntnisse sollten hier keine Rolle spielen. In einer Herberge sind alle willkommen, Linke und Rechte, Atheisten und Fundamentalisten, Kapitalisten und Kommunisten. So war es lange Zeit guter Brauch. Und nicht zuletzt die großen Traditionshotels beziehen hieraus ihre Aura.

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Thomas Veit | Mi., 26. August 2026 - 12:17

Episode 'im Kampf gegen Rechts'..., welche ebenfalls unter die Kategorie 'ndirekte Wahlhilfe für die AfD' fallen dürfte... ...

>> weil sie ganz einfach in ihrer ideologischen Verblendung nichts, aber auch garnichts wirklich verstanden haben... - die Realität halt. Sie - Linksgrünwoke - 'glauben' weiter an ihre 'systemische Überlegenheit', wie einst Erich Honecker... ... /🤣 - Ironie

Ernst-Günther Konrad | Mi., 26. August 2026 - 12:36

Höre ich so etwas von sog. *Rechten*. Nur linke Faschisten und grüne gehirngewaschene Ideologen treiben solche spalterischen Gedanken voran. Mal sehen, wen der Bayrische Hof noch *aussortiert* und wer künftig aus Überzeugung nicht mehr dieses Hotel zur Übernachtung auswählt, weil er nicht umerzogen werden will. Und das alles mitten in einem angeblich *noch* konservativen unionsgeführten Land. Was sagt eigentlich Söder dazu? Ich weiß schon. Lautstarkes schweigen ist angesagt, man will ja nicht der nächste sein, der von den links Faschisten medial gesteinigt wird. Es wird aber eine andere Zeit kommen, dass ist unausweichlich und dann werden wir mal sehen, was die Hörigen der linksfaschistischen Staatsdelegitimierer dann für Ausreden haben. Ich weiß schon, Missverständnis, man habe nicht anders gekonnt, man werde alles intern aufarbeiten, bla, bla. Lieber bayrischer Hof, es gibt auch andere gute Hotels. Ihr könnt ja an die Antifa vermieten, wenn ihr Euch traut.

Wolfgang Borchardt | Mi., 26. August 2026 - 12:53

In die Deutsche immer wieder gerne fallen. Angst vor Angriffen? Das muss man durchhalten. Ich bin den Inhabern immer wieder dankbar, dass es noch Mohren-Apotheken und in Kiel das von einem Schwarzen betriebene Restaurant "Zum Mohren" gibt. Wo sind sie, die Hüter des GG? Wieder Punkte für die AfD. Ich wünsche dem Hotel für diese, keineswegs der Demokratie sondern einer Gesiinnungsdiktatur dienlichen Haltung einen kräftigen Gästerückgang. Aber sind diese Gäste anders? Wer mit Freiheit nichts anfangen kann, trägt sie zu Grabe.

Markus Michaelis | Mi., 26. August 2026 - 14:38

hier wirken zu große Kräfte. Ich bin auch gar nicht strikt dagegen, dass eine Gesellschaft sich irgendwelche Sprech- und Denknormen gibt, die öffentlich einzuhalten sind (im geschlossenen Kreis kann ja jeder frei reden), einfach weil jede Gesellschaft das macht und die Alternative schwer vorstellbar ist. Dazu ist das Menschsein einfach zu offen und widersprüchlich - jede Gesellschaft muss sich aus diesem "Chaos" für irgendwelche Wahrheiten entscheiden.

Schwierig an unserer Mitte heute ist, dass sie ihre Wahrheiten für "die Menschheit" hält, (ihre) Weltoffenheit und regelbasierte Weltordnung als alternativlos sieht, aber real mit immer mehr Fragen überfordert ist, relativ zur Welt kleiner wird. Das heißt nicht, dass man sich allem öffnen muss, aber es heißt, dass man nachdenklicher sein sollte. Man wird aber immer weniger nachdenklich, dafür immer fester in der Haltung. Das läuft gegen die Wand, würde ich denken.

gilt solange man der Meinung ist Unternehmen sollten sich politisch-moralisch engagieren... -- dieser Meinung bin ich aber grundsätzlich NICHT.

(abgesehen von grundsätzlichen Menschenrechts- und Ethik-Regeln..., aber darüber sprechen wir hier im Falle des Bayerischen Hofes in München-City wohl eher nicht...)

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi., 26. August 2026 - 14:41

durch die Hintertür werten?
Mich verbindet inhaltlich wohl nichts mit dem Wissenschaftler Ludwig von Mises, der in diesem Fall wohl auch nur Namensgeber ist.
Gleichwohl, man sehe sich den Wikibeitrag zu ihm an.
Ich habe keine Angst vor solchen Denkern, weil ich sie salopp gesprochen theoretisch """eintüten""" würde.
Aber um alles in der Welt, man kann doch nicht alles "ausradieren", was einem nicht gefällt!
Herr Grau ist ja ein renommierter Kopf, ich denke mal, dass diese Aktion Ärger geben wird und zwar seitens der USA...
Ich halte auch eher nichts von Herrn Soros, für mich absolut indiskutabel durch seine Wette gegen das britische Pfund, aber ich würde mich schämen, wenn man ihn der Tür verweisen würde.
Evtl. "Hatz" auf etablierte Wissenschaftler* oder Denker* jedweder Couleur, NICHT MEHR IN DEUTSCHLAND!

einem Artikel verglichen wird.
Unabhängig davon, dass ich ein großer Fan von Nivea-Produkten bin, es ist doch immer wieder aufschlussreich, einmal zu schauen, welche Geschichte diese Unternehmen aufweisen.
Jüdische Wissenschaftler, Unternehmer, Politiker...ohne sie wäre die Bundesrepublik nicht zu denken.
Ich kann nicht einmal dem Cicero empfehlen, sie einem interessierten Publikum vorzustellen, weil man dann Angst um sie haben müßte?
Es gab unter den deutsch-jüdischen Bürgern durchaus konservative, auch rechtsnationale nehme ich mal an?
Es gab einen Karl Marx, einen Moses Mendelssohn-Bartholdy...
Der Beitrag deutsch-jüdischer Bürger muss im Ernst noch erstritten werden?
Es kann doch wohl nicht wahr sein!
Wo sind die USA, wenn man sie wirklich einmal braucht?

Wikipedianer | Mi., 26. August 2026 - 14:50

"...und der einschlägig bekannte Publizist und Aktivist Andreas Kemper"

Andreas Kemper, alias Schwarze Feder, hatte vor ca. 20 Jahren in der Wikipedia in mehreren Artikeln zum Thema Liberalismus (Neoliberalismus, Mont Pelerin Society. Friedrich Hayek und eben auch Ludwig Mises) herumgepöpelt, so muss man das nennen. Das ging so weit, dass er Sachen wie "Neoliberalismus ist blöd" in den Artikel einfügte. Ludwig Mises hatte er ständig als Faschisten tituliert. Kein Mensch hatte ihn damals ernst genommen, heute wird er von Zeitungen wie der AZ als "Experte" zitiert.

Maria Arenz | Mi., 26. August 2026 - 15:19

Die Kontakt-Schuld Masche-"Kauft nicht bei Juden" gehört in Deutschland offenbar bei nicht wenigen zur unausrottbaren genetischen Grundausstattung. Dieselbe Schandmaske wie dem Bayerischen Hof gehört auch all den Unternehmen verpaßt, die aktuell so eilfertig dem Boykott-Aufruf dieses wiedergeboren Stasi- Verschnitts namens Campact gefolgt sind. Ich will meine Bonner Republik zurück! Die Berliner Version ist inzwischen genau zu dem MIsthaufen verkommen, der dort schon zweimal gediehen ist und dessen Wiederauferstehung ich am
9. November 1989 befürchtet habe. Und ich bin kein AFD-Fan. Halte es aber mit Karl Popper: Der Wesenskern der Demokratie besteht nunmal darin, daß sie der Opposition die Chance lässt, unblutig an die Macht zu kommen. Die in Deutschland gepflegte Per-Version eines "vorsorglichen" Schutzes der Demokratie durch Abschaffung dieser Chance in Form von "Unserer Demokratie" beweist die demokratische Unreife erschreckend großer Teile unseres Volkes.

Wikipedianer | Mi., 26. August 2026 - 16:02

"....Ludwig von Mises, einem ultraliberalen und staatskritischen Ökonomen"

Abgesehen davon, dass die Bezeichnung "ultraliberal" ein antilberales Schmähwort ist, wies Mises immer den Vorwurf zurück, staatskritisch zu sein. Der Staat habe wichtige Aufgaben, wie Schutz des Eigentums, der Freiheit und des Friedens. Ein Staat der sich mit der Herstellung von Sauerkraut oder Hosenknöpfen befasse, mache sich jedoch lächerlich.

Jens Böhme | Mi., 26. August 2026 - 17:12

Demnächst schaut der Bayrische Hof in München dumm, warum die weltoffenen Gäste wegbleiben.

Thomas Veit | Mi., 26. August 2026 - 22:42

Antwort auf von Jens Böhme

meine bescheidene Prognose... WER bitte interessiert sich denn noch wirklich für Deutschland... ... (ausser UA 🇺🇦) - im heute globalen weltoffenen System... ...? Und zur MSC sind sie dort sowieso 'gebucht'... ... 😉