- Die Botschaft hör ich wohl
Friedrich Merz ist im Stimmungstief, die Union unter Druck. Bei Markus Lanz verteidigt Fraktionschef Thorsten Frei den CDU-Chef und setzt auf einen „Herbst der Reformen“, der diesmal wirklich kommen soll. Kann der Kanzler das Ruder noch herumreißen?
Friedrich Merz galt einmal als konservativer Hoffnungsträger. Das ist noch keine zwei Jahre her – und wirkt dennoch, als läge eine halbe Ewigkeit dazwischen. Mittlerweile gilt für Merz, was für den FC St. Pauli in der abgelaufenen Fußballsaison galt: Willst du den CDU-Chef oben sehen, musst du die Tabelle drehen.
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Das Problem hier ist, dass Merz wie selbstverständlich von "unserem Gemeinwesen" redet. Das Problem ist ja gerade, dass die Bevölkerung in unversöhnliche Lager zerfällt. Ein Thorsten Frei sollte nicht von Jahrhundertprojekt reden, wenn klar ist, dass egal welches Projekt sie angehen, sie große Mehrheiten dagegen haben werden. Im Moment werden Mehrheiten alles ablehnen, weil nicht klimafreundlich genug, oder zu klimafreundlich, nicht weltoffen genug, oder zu weltoffen, nicht sozial genug, oder zu sozial. Tausend Dinge mit unverträglichen Haltungen.
Ein Kanzler müsste die Frage stellen, ob wir dieses Gemeinwesen auflösen sollen (wollen die meisten nicht, weil die Rente dann weg wäre): wenn nicht, sollte der Kanzler klarer machen, dass er erstmal von der Bevölkerung erwartet, dass die sich wieder auf irgendwas einigen können, was sie zumindest tolerieren. Im Moment haben wir immer mehr Gruppen, die mit Haltung klarmachen, dass sie nichts tolerieren werden.
Leider hat sich die CDU dafür entschieden, den Weg der SPD zu gehen. Natürlich kann man aus Prinzipientreue den Weg in den Untergang beschreiten, nur schlau ist das eben nicht. Das nächste BTW- Ergebnis sehe ich schon vor meinem geistigen Auge: die AfD bei 33-35%, Union bei 15-18% und die SPD einstellig. Linke und Grüne zusammen bei knapp 30%, wobei die Grünen eher noch ein paar Prozente einbüßen dürften, wenn der wirtschaftliche Niedergang so weitergeht. Neue Parteien sind im Entstehen, die FDP dürfte auch zurück kommen, falls sie den Schuss wirklich gehört hat. Fazit: ein Bundestag mit 7-10 Parteien, und damit ein endgültig unregierbares Land, ganz ähnlich wie in Frankreich.
Leider schwindet meine Hoffnung für meine Partei, die CDU, täglich, denn Merz hat es zwar unbestritten schwer, aber er kann es eben auch nicht. Es hatte seine Gründe, dass Merkel ihn damals so leicht beiseite schieben konnte. Ein ständig beleidigter Kanzler ist exakt das, was wir gar nicht brauchen können.
Endlich wird über Reformen gefachsimpelt und versucht umzusetzen. Was muss unser Gedächtnis Alzheimer haben!
Reformen. Es gibt keine Indizien dafür, dass die nötigen disruptiven Entscheidungen getroffen werden. Die den Rechtsstaat im Klammergriff haltenden Linken werden das verhindern - die SPD ohnehin und große Teile der CDU gehören inzwischen dazu.
Wer immer lügt, der bildet eine GroKo und rechtfertigt seine fortwährenden Lügen, an der „geänderten Umständen“….. als „Erklärung“ für‘s dumme Volk.
Das Dumme ist nur, langsam erwacht das Volk aus seinem Wohlfühlschlaf und begehrt auf…..,
Möglich, das die Verursacher der immer mehr sichtbaren Misere vielleicht noch einmal mit einer All- Parteien Koalition von Gnaden der SED Erben & Mauermörderpartei die AfD in SA verhindern können, aber nicht nur der Platz 1 vor allem die 40% „+“ werden als ein „Zeichen“ und was für eins ! ! ……in Erinnerung bleiben.
Der Osten dieses Landes hat den ganzen Ostblock ins Wanken und letztlich zusammenbrechen lassen. Niemand, wirklich niemand hat an das Wiedererlangen der Einheit & Freiheit geglaubt. Und wenn man was erkämpft hat was man nicht kannte und damit auch nicht vermisst hat, der merkt wenn seine freiheitlichen Rechte schwinden, und wählt deshalb, dagegen an da wir dieses demokratische Mittel nicht hatten & kannten.
MfG a d Erf. Republik
Glauben Sie, lieber Herr Krischke, wirklich noch an einen Reformherbst? Das hört sich so ähnlich an, wie bei einem Ihrer Kollegen, der von der „letzten Patrone für Merz“, oder so ähnlich sprach. Sie sind doch in meinen Augen ein Realist. Was Merz hofft, was Frei hofft…
Wenn man heute liest, was in Neuhardenberg rausgekommen ist, nämlich nichts. Außer natürlich lachenden (?) Ministern. Man muss ja so tun, als ob. Wenn ich dann lese, Bröcker fragt… Hat Bröcker eigentlich langsam mal einen Stammplatz bei Lanz und so? Meine Güte! Warum tun sich immer noch so viele diese Talkshows mit denselben „Gästen“ an? Nun ja, Merz hat ja wohl umgesattelt. Nach seinem langen Urlaubsabtauchen mutiert er jetzt wohl nach dem Außen- zum Klimakanzler. Wenn es mit der SPD nicht hinhaut, gibt es ja noch die Grünen. Oder aber eine Zusammenarbeit mit beiden. Also Rolle rückwärts. Irgendwie muss es doch klappen, zumindest bis zum Ende der Legislatur, Kanzler, wenn auch unbeliebt, zu bleiben. Nix Reformherbst!
Merz hat gestern bei seiner Ansprache zum *Gipfeltreffen* der SPD und der UNION frech behauptet, nur die Stimmung im Land sei schlecht geredet, es ginge uns gut, man wolle bis es Ende des Jahres - nicht Herbst- Reformen beschließen. Wie kann man sich als CDUler noch hinstellen und für diesen Mann verteidigende Statements abgeben. Nicht nur Merz ist ein charakterloser Mensch, nicht wenige in der Partei sind inzwischen auf gleichem Niveau. Und dann *pinkelt* Lars Klingbeil nach ihm noch auf das Grab vom Schäuble, dem Kanzler der schwarzen Zahlen und behauptet frech, die UNION habe mit ihrem Sparkurs genau den Zustand herbeigeführt, den die SPD seit 28 Jahren mitzuverantworten hat. Und der Kanzler *hört* das nicht, läßt wieder einmal vorführen und demütigen. Nein, dieser CDU kann man nicht glauben. Merz ist und bleibt ein realitätsferner Lügner.
Eher bekommt Putin den Friedensnobelpreis als dass diese Merz-Regierung noch irgendeine gescheite Reform auf den Weg bringt.
Gefühlt wurschteln die seit Beginn herum wie ein Haufen Dilettanten und am Ende wird es für alle teurer, die Wirtschaft rauscht in den Keller und das einzige was dem Don Quijote an der Spitze einfällt ist ein „Wegtreten“ in Richtung seiner Kritiker.
Seine Rede gestern nach dem Show-Treffen in Neu-Hardenberg war eine Mischung aus Slapstick und Schizophrenie im Endstadium. Das hätten sich ein Orwell oder gar ein Kishon nicht besser ausdenken können.
Flachzangen in Höchstformat.
Wenn es nicht so traurig wäre, hätte man ja herzlich lachen und klatschen können. Das hätte den Friederich wohl gefreut, denn den eigentlichen Sinn hätte er eh nicht kapiert.
= keine (positiven!!) Reformen im Sinn. Da braucht sich niemand Hoffnung zu machen. Zeit für die politischen Iden des Merz.
In meinem ganzen Leben habe ich keine Regierung erlebt, die derart dilettantisch und fahrig herumgeirrt ist. Natürlich sind die Problem groß. Leider hat sie die CDU weitgehend selbst verursacht. Sämtliche sog. Reformen lösen kein einziges Problem, nicht mal mittelfristig. Die Sozialausgaben und damit die Abgaben werden weiter steigen, während die Wirtschaft vor sich hinsiecht und sich mit Blödsinn wie Brüsseler Verpackungsordnungen und der desaströsen Energiepolitik herumschlagen muss.
Viel Zuversicht strahlte auch ein Herr Radke aus: „Findet euch damit ab. Man kann nichts ändern“.Auch der Auftritt Freys war ein kommunikativer GAU,eine Entschuldigung bei Brosius-Gersdorf, weil sie nicht gewählt wurde!Es gab einen triftigen Grund,nämlich,dass sie lebensfähigen Kindern vorgeburtlich keine volle Menschenwürde zugesteht! Bei denen in der CDU, die noch ein christliches Menschenbild haben, kam das sicher prima an.
Die CDU ist intellektuell ausgezehrt, ohne Kompass, ohne Substanz.
Frau Brosius–Gersdorf meinte, durch ihre Nichtwahl sei der Demokratie Schaden zugefügt worden , aber auch die hohe Institution Bundesverfassungsgericht sei beschädigt worden!
Für wen hält sie sich?
Lieber Herr Krischke, wer mit 70 Probleme mit der Impulskontrolle hat, wird nicht mehr daran arbeiten. Wer bis dahin ohne Selbstreflexion und Selbsterkenntnis durchs Leben gepoltert ist, wird dazu keine Notwendigkeit sehen.
Mir wäre das auch recht gleichgültig, würde der Kanzler bei den richtigen Gelegenheiten Problem mit der impulskontrolle bekommen, etwa als Frau Bas behauptete, es gäbe keine Einwanderung ins Sozialsystem oder bei der ungeheuerlichen Bemerkung, die Republik würde ohne Einwanderung „einheitsbraun“. Eine gute Gelegenheit wäre auch der dreiste Haushaltsentwurf des Finanzministers gewesen.
Das (tragische) Problem des Kanzlers ist, dass er dem Amt nicht gewachsen ist. Die Tragik der CDU ist, dass sie niemand anderen hat. Auch der wendige Herr Wüst hätte nicht die Kraft die dringend notwendigen strukturellen Reformen durchzuführen. Er wurstelt in NRW am Gängelband der Grünen vor sich hin, im Glauben geräuschloses Regieren sei gutes Regieren.
Die CDU ist am Ende.
