- Die Misere kommt endgültig auf dem Arbeitsmarkt an
Die Zahl der Erwerbstätigen sinkt deutlich bei anhaltender Armutszuwanderung. Der Staat beschönigt den ökonomischen Niedergang, indem er den öffentlichen Dienst weiter aufbläht. Und die Vermittlung in Arbeit funktioniert schlechter als vor Corona.
Es ist nur eine kleine Nachricht aus dem Statistischen Bundesamt. Aber in ihr steckt die ganze Dramatik der wirtschaftlichen und somit wohl auch sozialen Zeitenwende dieses Landes: „Erwerbstätigkeit im 2. Quartal 2026 saisonbereinigt gesunken.“
Absolut klingt die Zahl noch imponierend: Rund 45,7 Millionen Menschen in Deutschland waren im 2. Quartal 2026 erwerbstätig. Aber es ist das erste mal seit der Corona-Krise, dass sie sinkt (minus 0,5 Prozent zum Vorjahresquartal). Zusätzlich zur dramatisch sinkenden Zahl der in der Industrie Beschäftigten (minus 2,0 Prozent), also dem Kern und Kraftzentrum der deutschen Wirtschaft, sinkt nun auch die Beschäftigung im Dienstleistungssektor (minus 0,1 Prozent).
Die einzige Wachstumssparte ist dabei der Bereich öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit, der deutlich um 187.000 Personen (plus 1,5 Prozent) zulegte. Diese Tendenz besteht schon seit einigen Jahren: Der Staat bläht sich selbst als Arbeitgeber auf und kaschiert so die eigentlich noch eklatantere Wirtschaftsschwäche – auf Kosten der Steuer- und Abgabenzahler und vor allem durch Verschuldung, also auf Kosten der künftigen Steuer- und Abgabenzahler.
Der Rückgang ist angesichts der Stagnation des Bruttoinlandsprodukts und der Dauermeldungen über Insolvenzen und Entlassungen in der Industrie nicht völlig überraschend. Vielmehr zeigen diese aktuellen Beschäftigungszahlen nun, dass der Niedergang tatsächlich in der ganzen Breite der Gesellschaft angekommen ist. Der von Bundeskanzler Friedrich Merz versprochene und schon vermeintlich ausgemachte Stimmungsumschwung fand nicht statt. Im Gegenteil: Mit dem Antritt der schwarz-roten Koalition im Jahr 2025 beginnt der Rückgang der Erwerbstätigkeit. Und eine Trendwende ist nicht mal ansatzweise absehbar.
Auch die Integrationsquote geht zurück
Trotz des wirtschaftlichen und damit auch Beschäftigungsniedergangs geht die Zuwanderung von vor allem mittellosen und kaum qualifizierten vermeintlichen „Schutzsuchenden“ (in Wirklichkeit eher Versorgungssuchenden) weiter – auf hohem, wenn auch zuletzt rückläufigem Niveau. Diese Menschen landen also zum sehr großen Teil dort, wo die hier ansässigen Migranten ohnehin schon sehr stark überrepräsentiert sind: in der Versorgung des Sozialstaats. Und die Chance, dass sie oder auch die schon länger staatlich Alimentierten in absehbarer Zukunft einen positiven Beitrag zur volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung leisten, dürfte angesichts der nirgendwo erkennbaren Hoffnungsschimmer gering sein.
Das legt jedenfalls eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (gehört zur Bundesagentur für Arbeit) nahe. Die zeigt nämlich, dass weniger Menschen in Arbeit vermittelt werden: „In den vergangenen vier Jahren ging die Integrationsquote erwerbsfähiger Leistungsberechtigter aus der Grundsicherung in Beschäftigung zurück und erreichte nicht mehr das Niveau vor der Corona-Krise.“ Dabei erfasst das Ergebnis vermutlich sogar noch nicht einmal das ganze Ausmaß des Desasters: Die Studie nimmt nämlich nur erwerbsfähige Leistungsberechtigte in den Blick, „die nicht im Zuge der Fluchtmigration seit Mitte der 2010er Jahre nach Deutschland gekommen sind“.
Dieses höchst ernüchternde Ergebnis dürfte, so die IAB-Autoren wenig überraschend, „hauptsächlich der schlechten Konjunkturentwicklung geschuldet sein“. Die Bürgergeldreform von 2023 hat keine Wirkung gezeigt, wie die IAB-Autoren feststellen: „Die Befunde erlauben jedoch nicht den Schluss, dass die Bürgergeldreform zu einer Verschlechterung oder Verbesserung der Integrationsquote geführt hat.“ Wenn das zutrifft, kann man aber offenbar auch für die jüngste Reform der schwarz-roten Koalition, die das Bürgergeld in Grundsicherung umbenannte und Sanktion wieder etwas erleichterte, von allenfalls geringen Erfolgsaussichten für die versprochene Verbesserung der Vermittlung in Arbeit ausgehen.
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seit 2015..., wenn ich es richtig verstehe..., dem deutschen Schicksalsjahr der jüngeren Geschichte?
Der wirtschaftliche Niedergang paart sich mit dem politischen Niedergang... ... ... 🤔
-aber noch kaum wirklich prakizierte- Verschärfung angeblich den Sozialstaat vom Kopf auf die Füße stellen soll, muß jeder Realist doch soviel Wasser in den Wein gießen, daß er als Wein nicht mehr zu erkennen ist. Wer bitte möchte denn einen Kollegen oder Mitarbeiter haben, der sich als Teil des Bürgergeld-Adels seit Jahren dem Arbeitsleben vollständig entwöhnt oder noch nie gearbeitet hat? Ich nicht. Jeder von denen braucht im Grunde erstmal für die ersten Jahre seiner Berufstätigkeit einen "Paten", der ihn ebenso liebevoll wie konsequent wieder daran gewöhnt, eine nicht von ihm entworfene Tages- Struktur auszuhalten, Frustrationstoleranz zu entwickeln und das i.d.R beachtliches Talent zu Selbstfürsorge und Ausreden zu überlisten. Das gilt schon für eingeborene "Patenkinder". Wer das für Menschen aus der bunten weiten Welt leisten soll, weiß der Himmel. All diese Paten werden nicht ehrenamtlich sondern nur für Geld zu haben sein, Geld, das doch jetzt schon überall fehlt.
Ich bin nun schon einige Jahre Rentner und habe mit Personal keine Berührung mehr außer mit meiner Liebsten zu klären, wer was am Folgetag kocht 😂
Aber das Problem mit den „Paten“ wurde schon vor mehr als 10 Jahren angefasst, in dem freie Mitarbeiter mit den Lanzeitarbeitslosen das Aufstehen übten... Das Training bestand darin, die Klienten binnen einer Woche an jedem einzelnen Wochentag zu unterschiedlichsten Zeiten ins Amt zu bitten. Kein Witz!
Außerdem wurden die Langzeitarbeitslosen in Abhängigkeit vom Alter dem Arbeitgeber mit hohen Lohnzuschüssen schmackhaft gemacht die sich über Jahre mit unter hinzogen. Auch da war das deutsche Unternehmertum reich an Ideen in dem zu einer produktiv tätigen Firma noch mit einer „Beteiligung“ an einer Leiharbeitsfirma die Lohnkosten gut senken konnte …..
Nach meiner Erfahrung waren damals diese Leute schlecht an den Arbeitsprozess zu gewöhnen. Und da meine ich nicht eine alleinerziehende Mutter od.einen Verunfallten der Hilfe braucht.
MfG
durch ständiges dranrumdoktorn und verschlimmbessern genau durch solchen wie Sie beschreiben 'Hilfestellungsaktionismus' derart 'verkorkst' worden in seinem Grundanliegen Bedürftigen!! zu helfen, das es ein Eigenleben entwickelt hat..., ähnlich dem des Steuersystems in Deutschland.
Beides sollte sinngemäß 'auf einen Bierdeckel' passen, das Sozialsystem und das Steuersystem - einfach und genau dadurch gerecht.
In beiden Systemen könntenü dann auch die Verwaltungen de facto halbiert werden - Milliardenbeträge würden alleine dadurch gespart werden können (...und an die Ukraine überwiesen werden... /Sarkasmus 😉)
Für die Grundsicherung - der neue Name stimmt hier ersteinmal - hieße das eine! monatliche Pauschale pro Person im Haushalt, gestaffelt nach Hauptpersonen und Kindern - und davon muss alles bezahlt werden, auch die Miete, Energie etc. - und dazu eine (personalfreie) Online-Jobbörse und evtl. noch Qualifizierung 'was der Markt gerade nachfragt', aber nur wer das wirklich will!
Grundsicherungssytem...; Sozialsystem an sich umfasst selbstredend viel mehr..., z.B. auch das Gesundheitswesen etc., das ist hier NICHT gemeint - mit Bierdeckel... - Sorry!
Schwarzarbeit - drastische Strafen bei Wiederholungstätern, bis hin zu Freiheitsstrafen FÜR DIE AUFTRAGGEBER!! Das wirkt... (1/2 Jahr im Knast? welcher Bauherr, Beamte oder Wirt möchte das schon... ...?)
Ich hoffe im Weimaer Land ist gestern alles halbwegs im Rahmen geblieben wegen des „frühen“ Schreibens habe ich mir doch ein wenig um Sie und meine alte Heimat gesorgt ….
In das deutsche Sozialsystem, die von drinnen retten sich in den ÖD, NGO's oder das Bürgergeld. Oder nichts, denn dem Vernehmen nach steigt die Zahl junger Menschen, die keine Ausbildung haben, nur gelegentlich etwas arbeiten und nicht bereit sind, ihrem Leben einen Inhalt zu geben. Daraus folgt, dass die Zahl derer, die das zu verteilende Steuergeld erarbeiten, sinkt. Ewig wird man nicht auf Kredit fahren können, möglicherweise reicht es nicht bis zum Ende der Legislaturperiode
nichts neues.
Alle etablierten Parteien sind oder waren, ausgenommen die LINKE im Bund, seit Jahrzehnten in den Bundes- oder Landesregierungenegierungen. Sie haben uns dorthin gebracht, wo wir heute sind. Wie kann ein Mensch noch immer dieser Staatsvernichter wählen? Ich begreife es nicht.
