- Vorwürfe gegen Ukraine
Mehrere Menschen sterben in einem Moskauer Ausgehviertel durch einen Sprengsatz. Zu den Hintergründen halten sich Behörden bedeckt, doch die russische Botschaft in Italien erhebt Vorwürfe gegen Kiew.
Nach dem tödlichen Sprengstoffanschlag in einem Restaurant in einem Moskauer Ausgehviertel hat die russische Botschaft in Italien Vorwürfe gegen die Ukraine erhoben. „Die blutigen Fangarme der Terrorbande Selenskyjs haben das italienische Restaurant ‚Balzi Rossi‘ in Moskau erreicht“, teilte die russische Botschaft in Italien in sozialen Medien mit. „Es ist klar, dass die Terroristen aus Kiew, die einen Terroranschlag in einem der besten italienischen Restaurants Moskaus planten, Italiener einschüchtern wollten, die in Russland arbeiten“, hieß es weiter in der Mitteilung.
Bisher hatte Moskau die Ukraine und ihren Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nicht offiziell beschuldigt. Nur dank des Sicherheitsdienstes seien der aus Neapel stammende Chefkoch und sein Team unverletzt geblieben, teilte die Botschaft weiter mit.
Am Samstagabend war es in einem Restaurant in Moskau zu einer Explosion gekommen. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hatte am Vortag den Vorfall als „brutalen Terrorakt“ bezeichnet. Mehrere Menschen kamen ums Leben. Zu den Hintergründen halten sich die Behörden bedeckt.
Botschaft bestätigt den Tod von fünf Menschen
In der Mitteilung der Botschaft war nun die Rede von fünf Todesopfern und 19 Verletzten, was frühere Angaben verschiedener Nachrichtenkanäle bei Telegram bestätigte. Das Nationale Antiterror-Komitee hatte zuvor von drei Toten und 21 Verletzten gesprochen. Demnach handelte es sich um eine Frau, die verdächtigt wird, den Sprengsatz zu dem Restaurant gebracht zu haben, den Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, der sie nicht ins Lokal gelassen habe, und um einen Gast.
Russische Militärblogger schrieben bei Telegram, dass in dem Restaurant ein General der Streitkräfte seinen 55. Geburtstag gefeiert habe. Demnach kursierte der Name Alexander Tschajko – seit Mai dieses Jahres Chef der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte. Immer wieder werden seit Beginn des Moskauer Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022 ranghohe Militärs und Propagandisten zur Zielscheibe von Attentaten auch in Russland.
Quelle: dpa
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... die auch ihrem eifrigsten Unterstützer einfach eine Pipeline sprengt, weil nur sie sich die Weiterleitung von russischem Gas bezahlen lassen will?
Nun, es ist leider nicht nur die ukrainische Regeierung, die sich längst von der Haager Landkriegsordnung verabschiedet hat.
Nicht umsonst sehen heutzutage leider viele Soldaten so aus, als wären sie gewöhnliche Terroristen - nicht nur in der Ukraine.
Ansonsten tut mir persönlich die Ukraine leid mit diesem Präsidenten Herrn Selenskyi.
Die müssen doch gute Leute haben, die m.E. etwas von Politik verstehen?
Befinde mich mit meiner persönlichen Sicht, die auch mehr auf Augenschein als verlässlichen Daten beruht, in der absoluten Minderzahl, ich weiss.
wenn diese guten Leute dann keine Mitgliedschaft in der EU anstrebten, sondern enge Zusammenarbeit, wie dann mit Russland etc. auch.
... schließe ich mich gerne an.
Brauchen wir für solche, sagen wir dann evtl. neutrale Staaten nicht die UNO?
Ich möchte ja auch Ostpreussen als neutralen Staat, wenn Russland keiner EU-Mitgliedschaft zustimmt.
Wenn doch Mitgliedschaft der Ukraine etc. in der Nato, dann vorher Nichtangriffspakt mit Russland.
Politik kann sehr einfach sein, darin aber fast unerreichbar.
bevor es Krieg gibt?
Für Kuba auch...
Xi Jinping geht es doch nicht um die Neutralität Taiwans, in gewisser Weise ist es ja jetzt schon neutral, wenn man an die enge wirtschaftliche Verflechtung gerade im Chipbereich sowohl mit der Volksrepublik wie mit dem Westen denkt (Stichwort Taiwan Semiconductor, TSMC). Es geht den nationalistischen Politikern wie Xi, aber auch der Kuomintang-Partei auf Taiwan um die Durchsetzung der Ideologie, es gäbe nur EIN China und Taiwan sei ein integraler Bestandteil, was historisch so nicht stimmt. Deshalb ist die KPCh an einer Neutralität überhaupt nicht interessiert, sondern will sich die Insel unter allen Umständen einverleiben. Ich gehe davon aus, dass der Angriff in den nächsten drei bis fünf Jahren erfolgen wird, denn Xi will die Einverleibung Taiwans noch zu seinen Lebzeiten bejubeln.
etwas anderes als ich.
Ich kann mit Erfahrung bei chinesischen Serien aufwarten und in diesem Zusammenhang empfehlenswert die Serien "The Long River" mit dem phantastischen Luo Jin und "The Mystik Nine".
Beiden Serien entnehme ich, dass Chinesen schon immer ausreichend Intelligenz, auch geostrategische, für ihr Land besessen haben.
Taiwan mag nicht gleich China sein, ist aber strategisch von existenzieller Bedeutung für das Land.
Welche Erfahrung man mit der evtl. "Großmannssucht" kleiner Staaten gemacht hat, sieht man doch anhand der Konfliktlage zwischen Japan und China.
Ich möchte übrigens "nicht" wissen, welche Rolle Ostpreussen für die Weltkriege gespielt hat.
Ich bin deshalb zunächst nicht "böse", wenn Russland die Enklave behält.
Ich meine mich aber erinnern zu können, dass sie Deutschland angeboten wurde in den Verhandlungen zur erneuten Souveränität Deutschlands?
Da hätten aber evtl. die anderen Siegermächte nicht mitgemacht und die Problematik für Polen sehe ich.
Neutralität?
meine "Erfahrungen" mit China beruhen nicht auf chinesischen Unterhaltungsfilmen, die ich nicht kenne, sondern weil ich viel über das Land und seine Historie gelesen habe und seit 1992 immer wieder Reisen dorthin mache. Dabei kam ich kreuz und quer durchs Land, auch in abgelegenste Dörfer, von Fujian im Süden bis zur Taklamakan-Wüste im Norden, von Hangzhou im Osten bis Kunming im Südwesten. Aufgefallen ist mir, dass die Staatsmacht sich im Laufe der Zeit (Xi Jinping) immer deutlicher zeigte: Viel mehr Polizei in den Großstädten, vor allem im Bereich der Bahnhöfe. Kopfschütteln löste bei mir aus, als ich in Peking gegenüber des Eingangs zur "Verbotenen Stadt" eine unterirdische Toilette besuchte, in deren Vorraum ein mit Maschinenpistole und voller Montur ausgestatteter Soldat Wache schob.
In den Bahnhöfen häufige Ausweiskontrollen... Ich bin heilfroh, mit Deutschland (noch) in einem weitgehend freien Land zu wohnen.
wenn man noch reisen möchte.
China hat auch ein wohl gutes Sicherheitssystem in Städten.
Ich finde, man sollte eine chinesische Stadt nicht mit vielleicht Freiburg i.Br. vergleichen oder Berlin mit Beijing.
Die kann man sich immerhin virtuell anschauen.
Überwachung ist evtl. für Chinesen eine Form der Sicherheit auf öffentlichen Plätzen?
Dann hätte das eher noch etwas mit mangelnder Vergesellschaftung zu tun, als mit Unfreiheit oder Multikulti.
In den USA übernehmen das teils Teile der Gesellschaft selbst? Früher Gangs?
Ich bin sicher, dass es mindestens so große Unterschiede zwischen Nordamerika und Europa gibt.
Seit dem Vorwurf, das Coronavirus entstamme dem Markt von Wuhan und dem teils m.E. evtl. darin mitschwingenden Verdacht von "öffentlichen Seuchenherden", schaue ich gerne Da Wens kulinarische Reise über alle möglichen chinesischen Märkte.
Ich lasse mir China nicht als "Monster" verkaufen...
Da hilft chinesische Kultur und Geschichte, gerne auch durch das Konfuzius-Institut.
... als Hongkong. Oder noch klarer, als dass die Krim als ein Teil der Ukraine betrachtet wird, lieber Herr Pfeiffer.
Ansonsten fühlen sich die Menschen dort evtl. näher zu Russland als zu Europa oder zur Türkei und also sicherer bei Russland?
Wie kann man nur auf die Idee kommen, dass alle Welt so sein will, wie man selbst?
Ich glaube übrigens deshalb nicht eine Sekunde lang daran, dass die Ukraine etwa vollständig die Absicht hätte, wie Europa zu sein oder die Türkei wie Europa. Vielleicht die Idee schon, die Absicht nicht unbedingt und letztendlich die Möglichkeiten nicht?
Diese Länder haben evtl. einen starken Selbstbehalt und könnten Europa und die EU gefährden.
Ich meine das nicht vorwurfsvoll.
Selbst Griechenland wollte in der Finanzkrise seinen Kopf durchsetzen?
Das hat mir gereicht, weshalb ich einen starken skandinavischen, voran das Baltikum und germanischen Norden, Ostpreussen, Polen/Tschechen/Slowaken und Deutschland im Blick habe.
Vorläufer gibt es doch?
Die Polen ff. sind Germanen Punkt, aber auch Atome...
Man schaue auf die Ulanen.
Zu diesem starken Norden gehören wahrscheinlich auch die Briten.
Sie sind kein Volksstamm, sondern eine mit Lanzen bewaffnete, leichte Kavallerie, die es in Polen, Litauen und Preußen/Deutschland gab. Nur zur Information.
Ich meinte die Lanzen, perspektivisch Ger-manen.
Ich bin sicher, wir könnten bis ultimo diskutieren.
Ich will Sie nicht überzeugen und freue mich über unsere Unterhaltung.
Die Ukrainer hingegen könnten Slawen sein, wozu auch immer diese Unterscheidung in bester Absicht taugt.
aber die polnischen "Atome" sind Slawen, keine Germanen, das sollten Sie als Germanistin alleine schon von der Sprache her wissen.
Österreich und Deutsch klingen auch ähnlich.
Wenn die Polen aber darauf bestehen Slawen zu sein, bitte.
Ich habe das auch lange geglaubt.
Man müßte das Prussische rekonstruieren, die evtl. "Weltursprache" oder Skandinavisch und Polnisch vergleichen.
Es braucht dafür Leute mit Sprachgefühl, keine nur fleissigen Akademiker.
Zumindest meine Mutterfamilie stammt aus Ostpreussen.
Ihrer Aussage nach haben Sie ja Germanistik studiert. Dazu gehört auch die Beschäftigung mit indoeuropäischer Sprachgeschichte. Erinnern Sie sich daran zurück: neben den germanischen (z. B. skandinavische Sprachen, außer Finnisch und Estnisch) und romanischen Sprachen gibt es die große Gruppe der slawischen Sprachen, zu denen in D. das Sorbische gehört, dann Tschechisch, Polnisch, Ukrainisch, Russisch usw. Und dass die Polen Slawen sind, ist keine "Glaubenssache", sondern ein Faktum, Verehrteste. Ostpreußen übrigens hatte bis 1945 in der Südhälfte eine große sprachliche Minderheit, die das sogenannte "Wasserpolnische" sprachen, slawisch also, die sich aber als Deutsche verstanden, was sich bei der Abstimmung 1920 zeigte: Der Vers. Vertrag erzwang eine Volksabstimmung in Ostpreußen, ob die Bewohner zu D. oder zu Polen kommen wollten. Über 90% auch der polnischsprachigen stimmten für den Verbleib bei D.!
evtl. auf die Romantik? zurückgehende Zu-Ordnung "indo-germanisch".
Das habe ich nie so gesehen.
Europa von Griechenland her zu definieren, fällt mir auch nicht mehr ein.
So gesehen hatte ich dann etwas Verständnis für Wagners Versuche.
Nietzsche hatte mit dem üblichen Herkommen auch Probleme.
Die germanischen Volksstämme beruhten nicht auf der Sklaverei und hatten den Thing.
Sie waren keine Schriftvölker in dem Sinne, sondern "magische Runengesellschaften". Ich nannte einmal die deutsche Sprache "Bannung des Ich-Fremden durch Verbalisierung"
Magisch nicht als Unterordnung, sondern als ordnende Kraft, Zauberer.
Siehe dazu auch Disney "Die Hexe und der Zauberer" oder die Barnabystaffeln oder ganz nah die "Merseburger Zaubersprüche".
Deswegen kamen dann einige auf eine vermutete Nähe zu russischen Mythen?
Vielleicht lieben wir deshalb diese Kultur, aber das Germanische ist selbständiger, Ursprung und deshalb wundert mich nicht mehr, dass AH so begeistern konnte mit seiner "Selbstigkeit"
kritisieren Sie zu Recht, sie wird in der Germanistik auch seit Jahrzehnten nicht mehr gebraucht, man spricht richtiger Weise von "indo-europäisch".
Im 3. Reich wurde natürlich das "germanische" betont...
PS: Ich find's ja immer unterhaltsam, Ihre Gedankenflüsse zu lesen. Metaphorisch gesprochen erinnert mich das an den Amazonas (ihr jeweiliger Haupt- oder Ausgangsgedanke), dann münden die Seitenflüsse ein und bringen neue Gedankensplitter, wie treibendes Holz. Das Ganze aufgelockert durch Ihre rhetorischen Fragen. Ihnen einen schönen Abend, Frau Sehrt-Irrek!
dann fragen Sie mal Taiwaner! Klar verstehen die sich als Chinesen, aber von der Minderheit der Guomindang-Anhänger abgesehen, verstehen sie sich als Angehörige eines freien, unabhängigen Staates, der mit allen Nachbarn in Frieden leben und Handel treiben möchte. Sie wissen, wie es den Hongkongern unter Herrschaft der KPCh ergangen ist und wollen auf keinen Fall volkschinesisch werden. Dafür sind sie bereit, ihre Insel mit aller Härte zu verteidigen.
Ja, wer die Wahrheit im Besitz hat ...
aber ich habe Freunde auf Taiwan, die mir das berichtet haben bei meinen Besuchen dort. Zu Hongkong: Ich kenne es noch als liberale Stadt zur Zeit der brit. Herrschaft. Im Laufe der Jahre wurde die Freiheit immer mehr eingeschränkt, das konnte man auch bei uns in den Medien sehr gut verfolgen.
gelebt und gearbeitet haben. Deren Berichte haben nicht immer mit den Berichten in unseren "großen" Medien übereingestimmt.
Denn diese Medien schreiben leider viel zu oft nach dem Relotius-Muster, also nicht das, was Fakt ist, sondern tendenziell nur das, von dem sie denken, dass es von ihnen "erwartet" wird: sei es von ihrem Chef, von irgendwelchen wichtigen Politikern oder Militär- und Geheimdienst-Angehörigen, oder auch nur einfach von uns Lesern.
Relotius kann außerdem auch als der Pionier eines sehr bequemen Lebens von Journalisten betrachtet werden, insbesondere von denen, die sich marktgerecht den Titel "Fakten-Checker" zugelegt haben.
Die Welt ist viel bunter und besitzt viel mehr Facetten, als in diesen Blättern oder im ÖRR zu sehen ist. Das gilt auch für die Ukraine.
Nix für ungut & einen schönen Sommer!
Herr Pfeiffer, ich will gar nicht leugnen, dass Besatzungen auch ihr Gutes haben können, siehe das besetzte Deutschland.
"Die" Briten haben sich an die Verträge gehalten und dehalb sicher jetzt ein Stein im Brett bei "den" Chinesen?
Ich kann mir die Situation in Hongkong nach der Übergabe gut vorstellen, es war sehr schwierig, habe aber angefangen nachzudenken, als hier in Deutschland ein JUNGER? Mann und eine JUNGE? Frau aus Hongkong als Sprechende des Widerstandes dort, evtl. hier "tourten".
Hat Frau Merkel die auch empfangen?
Man kann auch Akzente setzen, die Geschichte zu Stories diminuieren...
War das Herr Relotius?
Ist Ihnen nicht klar, dass Russland die Oblast Kaliningrad als integralen Bestandteil betrachtet, der von der Sowjetunion unter großen Opfern erobert wurde? Man muss historische Abläufe (wohl oder übel) akzeptieren, da nützen Phantasien nichts und da ist auch nichts einfach.
Diese marginalen Kriege kosten unnötig Kraft, wenn sie für Russland nicht mehr notwendig sind.
In Bezug auf Russland hätte man besser auf Bismarck gehört, dann aber in Bezug auf Serbien eine andere Strategie der Einbindung nach Europa wählen müssen?
Russland, Belarus und die Ukraine ff. bleiben für mich eurasische Staaten, keinesfalls europäische.
Man kann sich natürlich auf den Status von Atomen stellen und behaupten, wir sind alle gleich.
Vergleichbar sicher, gleich im Sinne von identisch?
Eher nicht und vielleicht spürt man das, wenn man liebt, ich meine den Unterschied zwischen der Liebe zur Welt und den zu einer konkreten Person?
Mozart schuf sein Werk für Aloysia Weber, wenn man mich fragt und vor allem deshalb gibt es darin diese herzzerreissende Trauer...
... und dann klingt das sogar gut.
WhatsApp und so sieht das dann auch aus, immer schmaler, wie bei der Fehde zwischen Herrn Funke und Herrn Veit.
Ich habe früher auch erbittert gestritten, hatte aber vielleicht auch mit Verbitterung zu tun...
hoffe ich, dass es sich bei dem Gast, der ums Leben gekommen ist, tatsächlich um diesen Luftwaffengeneral handelt, denn er ist ein Kriegsverbrecher. Begründung: Die erste Welle der nächtlichen russischen Raketenangriffe sorgt für massive Zerstörungen und Brände in zivilen Wohngebieten. Arbeiten dann Feuerwehren und Helfer an der Rettung der Verletzten, kommt die zweite Angriffswelle, um genau diese Helfer zu töten und die Löscharbeiten zu verhindern. Das ist ein kapitales Kriegsverbrechen, dafür gönne ich dem verantwortlichen Luftwaffengeneral die (hoffentliche) Tötung durch das Attentat.
Slava Ukraini!
... muss die urbanisierende Pointe halt im Kommentar gesetzt werden. :D
... Krieg und Terror mehr erkennen können: Haben Sie nicht ein wenig Angst, wenn sich auch die "guten" Staaten wieder offen zur Barbarei vor der Haager Landkriegsordnung zurückkehren?
Terroristen haben schon immer ihren jeweiligen erzbösen Feind beschuldigt, mit dem Terrorismus angefangen zu haben. Genau das tat zum Beispiel auch der IS am 11.9.2001 und die Hamas am 7.10.2023.
Und ja, mehrere Staaten, mit denen wir freundschaftliche Beziehungen pflegen, praktizieren "gezielte Tötungen", von denen Sie, Herr Pfeiffer, um des Ruhmes der ukrainischen Regierung willen zu träumen scheinen.
Jeder hat so seine Träume, und Sie sind mit ihren Träumen nicht alleine.
Ich meinerseits versuche den alten Traum zu kultivieren, der in Lübeck zu lesen ist: Concordia domi foris pax.
Soldaten sollten keine gewöhnlichen Mörder sein.
Ich bin - verständlich - schon als Kind mit der Aufarbeitung der Greuel des 2. Weltkrieges "belastet" worden, sinne also schon lange über Lösungen.
Hinzu kommt meine lebenslange Erfahrung einer tendenziellen "Fremdheit" in Deutschland, obwohl ich Germanistik studierte.
Das "Fass"(Fremdheit) habe ich nie nur selbst aufgemacht und sicher, ich kann wahrscheinlich überall leben, aber meine "Nachsicht" mit AfD-Wählern beruht wahrscheinlich darauf, dass ich spüre, dass die das nicht wollen, woanders leben und sich selbst definieren, wenn sie sich schon nicht geschützt fühlen durch die Politik.
Ein toller Satz, Herr Bühler, dieser letzte.
auf mein Beispiel der terroristischen Art der russischen Luftkriegsführung sind sie wohlweislich mit keinem Wort eingegangen, obwohl sie gerne auf die Haager Landkriegsordung verweisen. Ist eigentlich das Entführen von ukrainischen Kindern aus den eroberten Gebieten nach Russland auch von der Landkriegsordung gedeckt? Und die Tötung von Zivilisten in Butcha und anderswo? Und das mit Waffengewalt Bedrohen der eigenen russ. Sodaten, um sie zu Angriffen zu treiben? Aber ich weiß, das ist alles nur verleumderische Propaganda der Nato...
... der wird schnell zum Kombattanten. Siehe Nord-Irland/GB, Galizien/Spanien, Katalonien/Spanien, Kurden/türkei, usw...
nun auf irgendwelche andere Konfliktschauplätze. Die russ. Kriegsverbrechen in Butscha wurden eindeutig dokumentiert von internationalen Organisationen wie dem Intern. Gerichtshof, Human Rights Watch, UN-Vertretern und ukrainischen Gerichtsmedizinern. Also: Bei den harten Fakten bleiben, nicht ablenken! Aber ich weiß ja: Die Fans von Putins Russland sind durch nichts zu überzeugen, Russland ist gut, die Ukraine schlecht und am schlechtesten ist die Nato!
... dass ich die ukrainische (ebenso wie die russische) Gerichtsmedizin nicht als objektive Quelle über Kriegsverbrechen akzeptieren kann.
Wie die US-Regierung (und andere Regierungen ...) neige ich auch zur Skepsis, was "Human Rights Watch", Greta Thunberg und auch den Internationalen Gerichtshof angeht (da war doch was mit dem Chef-Ankläger ...???).
Auch die Erinnerungen an die Vorgänge auf dem Balkan, im Kongo und Ruanda haben meine Skepsis nicht überwinden können.
Ja, ich gestehe, dass ich unseren Massenmedien keine reine Objektivität hinsichtlich der NATO und hinsichtlich des gegenwärtigen Krieges in der Ukraine zubillige.
Wie Sie wohl schon vermuten, beruht mein geringes Vertrauen in die Objektivität der staatstreuen Medien auf konkrete Erfahrungen, die ich in der Innenpolitik gemacht habe.
Bevor Sie fragen:
Nein, ich bin kein Politologe, kein "politischer Experte", kein Journalist.
Nein, ich bin mit Putin weder verwandt noch verschwägert, ich kenne ihn persönlich nicht.
... ist, wie Sie ja sicher wissen, unvollständig (jedenfalls nach Wikipedia, Stichwort "Ruhm der Ukraine").
Seit den seligen OUN-Zeiten heißt der Gruß doch vollständig "Slawa Ukrajini, Slawa Herojam!"
Damals, in den schönen OUN-Zeiten, war er mit einer Bewegung der rechten Hand verbunden. Ist das heute immer noch üblich?
Ihre (rhetorische) Frage kann ich nicht beantworten, da ich keinerlei persönliche Kontakte zu Ukrainern habe. Die OUN und ihre Gesinnungsgenossen waren nach dem Ersten WK bis in die 50-er Jahre aktiv.
Da war der römische Gruß bei rechtskonservativen und Faschisten in ganz Europa üblich. Dem Ondit nach soll man ihn auch heute noch angelegentlich bei AfD-Zusammenkünften sehen...
Um auf den Punkt zu kommen: Seit dem 19. Jahrhundert kämpfen Ukrainer um den Erhalt ihrer Sprache und Kultur, kurz: ihres Rechts auf eine eigenständige Existenz, die weder von Polen noch von Russen unterdrückt werden sollte. Deshalb ihr harter Abwehrkampf, denn sie wissen genau, wenn Putins Russland siegt, werden sie gewaltsam russifiziert, wird ihnen Sprache und Kultur, kurz: ihre Identität genommen. (Ein ähnliches Vorgehen übrigens, das die italienischen Faschisten in Südtirol in den 20er, 30er Jahren angewandt haben). Ich bin überzeugter Anhänger der Selbstbestimmung der Völker, deshalb für die Ukraine!
Unterscheiden sie sich so wie Franken von den Oberbayern? Oder wie die Ostfriesen von den sächselnden Sachsen? Oder wie die Iren von den Engländern? Oder wie die Mallorquiner von den Spaniern? Wie die Lappen von den Schweden? Oder die Basler von den Freiburgern und die wiederum von den Colmarern? ...
Was, um Himmels willen, macht einen so großen Unterschied aus, dass deswegen so viele Menschen sterben müssen?
Es stimmt, zwischen Brudervölkern hat es oft sinnlose Kriege gegeben, und natürlich diese furchtbaren Bürgerkriege.
Ich finde es bis heute vorbildlich, wie sich Tschechen und Slowaken auf eine Teilung geeinigt haben. Und ich finde es verrückt, wie sich die Nationalisten auf dem Balkan verhalten haben.
Selbstbestimmungsrecht der "Völker" darf nicht in den hasserfüllten und blinden Nationalismus gegen alle Nachbarn münden.
Europa ist auf das FRIEDLICHE Zusammenleben angelegt, und nicht auf den institionalisierten Hass gegen Brüder und Nachbarn.
Bei den Colmarern ist's klar, sie verstehen sich als (elsässische) Franzosen, die Freiburger als überzeugte, selbstbewusste Südbadener und die Basler als sowieso etwas ganz Besonderes, sie sind ja Schwyzer und schauen etwas auf ihre Nachbarn herunter, um aber trotzdem bei ihnen günstig einzukaufen - so kommt es mir jedenfalls vor, ich bin öfter in der Ecke.
Spaß beiseite: Natürlich haben Sie Recht, Europa ist auf das friedliche Zusammenleben angewiesen. Aber um auf die Ukraine zurückzukommen: SIE wurde angegriffen, auf Befehl eines alten Autokraten, der seine persönliche Vorstellung von einem neuen russischen Reich, in Anlehnung an Peter den Großen, durchsetzen will, ohne Rücksicht auf sein Volk und die Ukrainer.
Und viele europ. Kriege wurden von einzelnen Monarchen oder Diktatoren ausgelöst, die Völker wurden hineingezogen. Leider!
... und auch in der Ukraine hat er seine Richtigkeit gezeigt. Allerdings habe ich persönlich in der Ukraine neben Wladimir Putin auch noch andere "Ausländer" in Aktion gesehen, nämlich Joe Biden (samt Familie) aus den USA, Boris Johnson aus England und Jarosław Kaczyński aus Polen, die mit ihrer Ukraine-Politik ihre alten Träume von einer Verdrängung Russlands aus Europa und aus der Weltpolitik durchsetzen wollten.
Der ultrarechte Nationalismus, wie er in Osteuropa leider noch viel zu oft finden ist, wird von den Nato-Staaten und vom EU-Establishment viel zu unkritisch unterstützt. Das gilt auch in der Ukraine, und das gilt auch für den Hamburger Box-Unternehmer Klitschko und für den in Moskau reich und bekannt gewordenen Comedian Wladimir Selenski, dessen Muttersprache das klassische Russisch ist.
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Nix für ungut - ich wünsche Ihnen trotz alledem viele schöne Momente in diesem Sommer 2026, der leider allzu oft an den schönen Sommer 1914 erinnert.
Die Russen werden die Ukraine in Ruhe lassen, sobald die Ukraine aufhört, ihre russischen Verbindungen evtl. zu "negieren".
Ich halte Herrn Selenskyi persönlich wirklich für eine "Katastrophe" für die Ukraine.
Das gibt es sicher andere Leute, die sich nicht ganz neu erfinden müssen...und kam er nicht ganz anders daher?
Slawisch könnten auch die Kaschuben sein, das aber nur ins Blaue, nicht aber Polen, Tschechen und Slowaken.
Serbien gehört/e in den Einflussbereich und auch evtl. kulturell zur k.u.k-Monarchie Österreich/Ungarn. etc.
Das ist alles so spannend und hoffentlich noch Gegenstand ausführlicher Forschungen.
Peace
Unterschied zwischen einem "Terroristen" und dem Staatsterrorismus. Was unterscheidet den Enthauptungsschlag in Teheran vom "Bataclan" und wie sind die Kollateralschäden bei der gezielten Tötung zu bewerten, die im Fall Nasrallah an die 100 Personen umfassten? Ich frage mal ganz naiv.
Vom politischen Standpunkt aus sind die staatlichen Terrorakte ziemlich wirkungslos. Es gibt immer einen Nachfolger und der hat viel weniger Gestaltungsmöglichkeiten als die Altvorderen, weil er deren Autorität nicht hat.
