Impfschlange
Impfschlange in München im Juli 2021 / picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON; cicero

Folgen der Corona-Politik - Wissenschaft als Mittel gegen Impfmüdigkeit

Die freiheitsfeindliche Corona-Politik und eine willfährige Wissenschaft haben das Vertrauen der Bürger nachhaltig beschädigt. Ein Ergebnis: Immer weniger Menschen lassen sich impfen – auch dann, wenn es sinnvoll wäre.

Autoreninfo

Frank Lübberding ist freier Journalist und Autor.

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Eine Autorengruppe um die beiden Pneumologen Dieter Köhler und Thomas Voshaar bringt Licht ins Dunkel der von der Pandemiepolitik ruinierten Impfdebatte. Sie ist interdisziplinär mit Ärzten, Philosophen, Epidemiologen, einem Psychologen und einem Aerosolphysiker besetzt. In ihrem Review-Papier beschäftigen sie sich mit den wissenschaftlichen Grundlagen von Impfungen. Sie konkretisieren das am Beispiel der Influenza- und Covid-19-Impfungen. Wann ist eine Impfung sinnvoll, und wann weiß man das überhaupt? Die Mitglieder dieser Arbeitsgruppe haben sich während der Pandemie individuell, aber auch als Gruppe in dem Verein „Sokrates. Kritische Rationalisten e.V.“ mit den aus der Pandemie resultierenden wissenschaftlichen Fragestellungen beschäftigt, aber zugleich konkrete Handlungsempfehlungen für die Bürger formuliert. Das Ziel dieses Papiers ist die Überwindung der bisherigen Debattenstruktur, die immer noch von der früheren politischen Frontenbildung dominiert wird. 

Ende vergangenen Jahres gab es in Deutschland ernüchternde Zahlen. Laut dem epidemiologischen Bulletin des RKI (Robert-Koch-Institut) vom Dezember 2025 ist die Impfquote gegen Covid-19 und Influenza bei Erwachsenen über 60 Jahren dramatisch zurückgegangen. Ließ sich 2008 noch die Hälfte dieser Personengruppe gegen die Influenza impfen, waren das im Jahr 2024 nur noch 34 Prozent. Noch dramatischer fallen diese Zahlen bei der Covid-19-Impfung aus. Dort nutzten nur noch 13 Prozent der über 60-Jährigen dieses Angebot, während diese Quote bei allen Erwachsenen über 18 Jahren auf acht Prozent gefallen ist. Die Covid-19-Empfehlung der ständigen Impfkommission (STIKO) an die Senioren und Menschen mit Grunderkrankungen wird faktisch ignoriert. 

In der Fachdebatte wird über diese Entwicklung ausführlich diskutiert, etwa von der Ärztin Elena Terhalle auf der auch vom Laienpublikum gerne genutzten Plattform Doccheck.com. Die Autorin sucht nach den Gründen und findet sie in der unzureichenden Infrastruktur. Es fehle „eine echte präventivmedizinische Struktur für Erwachsene“. Das ist sicherlich einer der Gründe, aber gleichzeitig tappen viele Autoren im Dunkeln, wenn sie dieses gerne „Impfmüdigkeit“ genannte Phänomen erklären wollen.

Der wichtigste Grund wird als der berühmte Elefant im Raum ignoriert. Die in Deutschland traditionell seit den 1980er Jahren vor allem in grünen Milieus verbreitete Impfskepsis bekam während der Pandemie der Jahre 2020 bis 2023 gewaltigen Auftrieb. Zwar haben die Grünen ihre frühere Wissenschaftskritik ins Gegenteil verkehrt und sie durch eine längst überwundene geglaubte Wissenschaftsgläubigkeit ersetzt, aber diese ideologische Umkehrung war einer der entscheidenden Gründe für das dramatische Absinken der Impfquoten in den vergangenen Jahren. 

Schließlich gibt es einen ehernen Grundsatz, um den Sinn jedes pharmakologischen Mittels – und eine Impfung ist nichts anderes – auf wissenschaftlicher Grundlage zu definieren: Wie ist das Verhältnis zwischen Nutzen und Risiken? Das kann sich schnell umkehren, wie sich ab 2010 zuerst in Schweden zeigte. Der Impfstoff Pandemrix stand „im zeitlichen Zusammenhang mit A/H1N1-Influenzaimpfung“ und konnte nachweislich Narkolepsie auslösen, wie es das bei uns für die Impfstoffsicherheit verantwortliche Paul-Ehrlich-Institut in einer Pressemitteilung aus dem Jahr 2016 feststellte. Dabei handelt es sich um eine chronische neurologische Erkrankung, die den Wach-Schlaf-Rhythmus zerstört. Sie wird deshalb auch Schlafsucht genannt.

Mischung aus Hysterie und bewusster Verzerrung

In Deutschland begannen Ende 2020 die Covid-19-Impfungen. Im Laufe der Zeit wurde sie von einem Hoffnungsträger als Ausweg aus der Pandemie zu einem politisch hoch umstrittenen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit. Aus dem auf Freiwilligkeit beruhenden individuellen Gesundheitsschutz wurde ein bei Verweigerung mit Sanktionen belegter Zwang. Das führte zu einer von ideologischen Annahmen und politischen Überzeugungen bestimmten Debatte, die aus einer einfachen Impfung eine dem vermeintlichen Gemeinwohl dienende Verpflichtung machte. Das bestimmt die Debatte bis heute und hat zu vielfältigen politischen Kollateralschäden geführt. Das Vertrauen in die Politik sowie weite Teile der Ärzteschaft und der Wissenschaft wurde aus der Perspektive vieler Bürger schwer geschädigt. Die sogenannte Impfmüdigkeit ist eine Folge dieser Pandemiepolitik. 

Vor diesem Hintergrund veröffentlichte die Autorengruppe von Sokrates. Kritische Rationalisten e.V.  jetzt ihr Paper unter dem Titel „Kritisch-rationale Bewertung der Impfungen gegen Influenza und Covid-19“. Eine kritische Aufarbeitung der wissenschaftlichen Defizite in der Pandemiepolitik findet bis heute nicht statt, wie nicht nur die gescheiterte Enquetekommission im Bundestag in jeder Sitzung dokumentiert. Impfungen sind damit zu einem Minenfeld geworden, wo eines nicht mehr interessiert: die Abwägung zwischen Nutzen und Risken.

In einem wissenschaftlichen Erkenntnisprozess geht es nicht um die Formulierung von Antworten und Gewissheiten, wie es ab Ende 2020 passierte. Das hat idealtypisch der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach formuliert: Die Impfungen seien „nebenwirkungsfrei“. Zwar hat er das mittlerweile als Irrtum eingestanden, aber diese Gewissheit mit politischem Verfallsdatum bestimmte die Tonlage der damaligen Debatte. Seriöse Wissenschaftler formulieren dagegen Fragen, deren mögliche Antworten sie anschließend diskutieren. 

So sind laut den Autoren bei jeder Impfung drei Fragen zu stellen: „1. Werden Tod und schwere Verläufe signifikant reduziert? 2. Wird das Angehen einer Infektion komplett verhindert? 3. Wird die Übertragungsrate (Ansteckung) reduziert?“ Dabei sei zu berücksichtigen, dass „die meisten Infektionserreger nicht für alle Menschen gleich gefährlich sind“. Deshalb müsse in einer „Wirksamkeitsanalyse“ geklärt werden, welche Alterskohorten und Risikogruppen von einer Impfung profitieren – und welche nicht. Wenn ein geringer Nutzen mit hohen oder nicht eindeutig geklärten Risiken des Impfstoffes verbunden ist, fällt das Ergebnis negativ aus. 

Diese drei Fragen sind die erkenntnistheoretische Grundlage jeder nüchternen wissenschaftlichen Analyse. Die fehlte häufig: In der mit einer Mischung aus Hysterie und bewusster Verzerrung längst bekannter Daten zur Vulnerabilität von Kindern und Jugendlichen geführten Debatte wurde trotzdem die Impfung dieser Personengruppe aktiv betrieben, auch gegen den ausdrücklichen Wunsch der Eltern. Das war einer der vielen Skandale in dieser Zeit, die die Protagonisten dieser (pseudo)wissenschaftlichen Verirrung gerne unter den Teppich kehren. So empfahl die STIKO noch im Mai 2022 die Covid-19-Impfungen für gesunde Kinder ab dem 5. Lebensjahr, obwohl die gegenteiligen Fakten längst bekannt waren – und in dem epidemiologischen Bulletin 21/22 des RKI auch beschrieben worden sind. Sie handelte erkennbar unter politischem Druck und nicht auf Basis einer nüchternen wissenschaftlichen Analyse.

Im Blindflug durch die Pandemie

Wissenschaft ist nie endgültig, sondern ein fortlaufender Prozess. Die Autorengruppe orientiert sich an der Erkenntnistheorie des österreichisch-englischen Wissenschaftstheoretikers Karl Popper. Dessen Ansatz lässt sich so zusammenfassen: Es ist besser, Ideen anstatt Menschen sterben zu lassen. Die Grundlage liefert eine wissenschaftliche Methodik, die sich an Versuch und Irrtum orientiert. Überprüfen lässt sich das mit Hilfe der empirischen und experimentellen Forschung.

Eine Datenanalyse muss sich aber gerade in der Epidemiologie an zwei zentralen Kriterien orientieren: Repräsentativität für die Gesamtbevölkerung und eine langfristige Kontrolle dieser Gruppe, um die Entwicklung bei der Ausbreitung eines Virus und die Wirksamkeit eines Impfstoffes festzustellen. Solche „prospektiven Kohortenstudien“ seien die effektivste Möglichkeit, um diese Entwicklungsdynamik zu erfassen. Daran habe es in Deutschland nahezu „gänzlich gefehlt“, so die Arbeitsgruppe. Um es prononcierter auszudrücken: Deutschland flog im Blindflug durch die Pandemie.

Ein Schwerpunkt in diesem Paper ist deshalb die Methodenfrage. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Sie müssen immer auf ihren Zweck hin überprüft werden. So gilt schon lange ein randomisiertes Studiendesign als Goldstandard in der Medizin, weil es ein hohes Maß an Informationen zur Verfügung stellt, die bei anderen Ansätzen wie den klassischen Beobachtungsstudien nicht zu erhalten sind. Der größte Nachteil sind die hohen Kosten. Beobachtungsstudien dagegen sind schon methodisch nicht in der Lage, einen „möglichen Ursachen- bzw. Risikozusammenhang zu beweisen“, so die Autoren. Diese Differenz zwischen Kausalität und statistischer Korrelation ist allerdings vielen Journalisten bis heute unverständlich. Trotzdem sind solche methodisch begrenzten Beobachtungsstudien nicht sinnlos, wie die Autorengruppe deutlich macht. Sie haben ihren Wert zur Formulierung von Hypothesen, die später überprüft werden können.

Auf dieser Grundlage kommt die Autorengruppe zu ihren Schlussfolgerungen, die den Dogmatikern unter Impfgegnern und Impfbefürwortern nicht gefallen werden. Sie hält eine jährlich zu wiederholende Influenza-Impfung für sinnvoll, während sie dafür bei der Corona-Impfung keine wissenschaftliche Grundlage findet. Das beruht auf einer virologischen Einschätzung von Influenzaviren. Diese verändern sich rasant. Niemand kann vor der jährlichen Grippesaison wissen, welche Bedeutung diese Veränderungen bezüglich ihres Gefährdungspotentials für den Menschen haben.

In der jüngeren Vergangenheit gab es dafür zwei Beispiele: die „Chinesische Grippe“ von 1957/58 und die „Hongkong-Grippe“ zwischen 1968 und 1970. Das RKI hat in einem Review-Papier aus dem Jahr 2016 die Zahl der Pandemietoten auf 29.100 für 1957/58 und auf 46.900 von 1968 bis 1970 angegeben. Die Autorengruppe kommt deshalb zu folgender Schlussfolgerung: Langfristig sei „der Schutz nur erfolgreich, wenn jährlich geimpft wird, denn Influenzaviren haben eine extrem hohe Mutationsrate. Da Mutation auch ähnliche Virustypen erzeugen kann, wie sie bereits früher einmal für Epi- oder Pandemien verantwortlich waren, scheint die wiederholte Impfung mit angepassten Impfstoffen durch das jahrzehntelang andauernde Immungedächtnis einen weiteren Schutz zu bieten, wenn diese Varianten wieder auftauchen.“ Sie gehen mit ihrer Impfempfehlung auch über die der STIKO hinaus, die keine flächendeckende Impfung empfiehlt.

Impfmüdigkeit ist keine Variante der Narkolepsie

Bezüglich der Corona-Impfung kommen die Autoren zu entgegengesetzten Schlussfolgerungen. Im Gegensatz zu den Influenzaviren zeigten die Coronaviren nach Auslaufen der Pandemie kein besonderes Gefährdungspotential mehr. Das Impf-Problem sei „dahingehend gelöst, dass durch die starke Abnahme der schweren Verläufe und der Sterberate (Virulenz) durch Infektionen mit mutierten Coronaviren eigentlich die Indikation zur Impfung entfallen“ sei. Diese Entwicklung sei „bereits im Winter 2020/21 erkennbar“ gewesen, „obwohl es, wie bei uns, in vielen Ländern noch hohe Infektionsraten gab. Die Daten zeigten eindrucksvoll, dass die Sterberaten den Durchschnittswerten in Jahren vor der Coronapandemie (ohne schwere Influenzapandemie) entsprachen.“ Die Situation sei „nicht vergleichbar mit der Influenza, denn hier wird der Impfstoff permanent an die herrschenden Infektwellen angepasst“. 

Das wiederum sieht die STIKO anders, findet aber in der Bevölkerung mit dieser Empfehlung keine Resonanz, wie die Impfquote zeigt. In diesem Kontext ist die Debatte über den Ursprung des Virus von zentraler Bedeutung. Denn ein natürlicher Ursprung, die Zoonose, dieser 2019 plötzlich auftretenden Mutation widerspricht allen bisherigen Erfahrungen mit klassischen Coronaviren. Insofern ist der heute mittlerweile als wahrscheinlich anzusehende Laborursprung in Wuhan die plausibelste Erklärung. Sie erklärt das Gefährdungspotential mit dem Wildtyp aus Wuhan – und zeigt die Dringlichkeit einer Beschränkung der „Gain-of-function“-Forschung in der Virologie. Sie schaffte erst die Probleme, die sie zu lösen vorgibt. Zudem raten die Autoren vom „breiten Einsatz“ der neuen mRNA-Impfstoffe „wegen ungeklärter Risiken“ und der Existenz „besserer Alternativen“ ausdrücklich ab.

Die vermeintliche Impfmüdigkeit ist somit keine Variante der Narkolepsie, auch Schlafsucht genannt. Sie ist das Ergebnis politischen und wissenschaftlichen Versagens. Sie ruinierte die Akzeptanz der Impfung als des wichtigsten Instruments der Prävention. Mit diesem Review-Paper beginnt hoffentlich eine seriöse Debatte, die die alten Schützengräben der politischen Virologie verlässt.

Disclaimer: Frank Lübberding ist Mitglied von Sokrates. Kritische Rationalisten e.V.

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Dorothee Sehrt-Irrek | Mo., 3. August 2026 - 17:56

stattdessen aber eine Bitte:
Ich bin zwar begeistert von der Grippeimpfung - obwohl ich bewußt noch nie eine Grippe hatte - ich fände es trotzdem nett, wenn jährliche Impfungen auf den Prüfstand kommen.
Der Körper ist nicht blöd und wenn ich trotz gelber, grüner, gefleckter oder Streifenhaaren immer noch Menschen erkennen kann, sollte das der Körper evtl. auch können bei leicht veränderten Viren von Jahr zu Jahr?
Eine Grippegrundimpfung sollte man auch für Kinder und Jugendliche überprüfen?
Dann schlucken vielleicht nicht mehr soviele Menschen z.B. "Grippostad"?
Das ist sicher nicht falsch, aber vielleicht unnötig?
Ich hoffe auf gute Untersuchungen in Bezug auf das Coronavirus und lasse mich wahrscheinlich weiter dagegen impfen.
Erkältungen haben mich immer sehr angestrengt.
Ich lebe seit Grippe-, vor allem aber Coronaimpfung ohne Erkältungen.
Die Müdigkeit halte ich für eine interessante Nebenwirkung in Richtung Selbstheilungskräfte des Körpers.
ALS LAIE selbstverständlich
Danke

Heidemarie Heim | Di., 4. August 2026 - 10:42

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

Auch ich schleife;) meinen Liebsten jede Saison mit zu unserem HA zur Influenza-Impfung,und hatten gefühlt bzw. keine diagnostizierte echte Grippe liebe Frau Sehrt-Irrek!Doch vor vielen Jahren,mit einer noch jungen, stärkeren Immunabwehr würde ich einmal scheinbar zu spät o. mitten in einem unbekannten akuten Infekt aktiv mit diesem Totimpfstoff geimpft.Mitten hinein ins ohnehin schon überbeschaeftigte Immunsystem,und legte mich so richtig krank 14 Tage auf die Nase.Doch diesen Kampf meiner Immunabwehr gegen gegen gleich mehrere Gegner habe ich mir so denke ich selbst verursacht und achte seither ziemlich darauf,dass ich/wir topfit;) zum Impfen gehen,um den jeweilig saisonalen Virustyp der gerade sein Unwesen treibt entweder abgeschwächt o. als Spaltprodukt kombiniert aus mehreren Stämmen mit unserer
Immunabwehr "bekannt" zu machen.Und wenn ich z.B. an so Typen wie die der "Spanischen Grippe" denke,hoffe ich,dass mein Immunsystem damit weiterhin so siegreich bleibt wie bisher;) LG

Christa Wallau | Mo., 3. August 2026 - 18:17

die uns in der Corona-Zeit zugemutet wurde,
würde es mich auch sehr wundern, wenn das Vertrauen in "die" Wissenschaft nicht zerstört wäre!

ich wundere mich auch, dass die Wissenschaft, an deren Expertisen und Ratschlägen sich die Politik während der Corona-Pandemie hielt, keinen Vertrauensschaden nahm, aber ich denke viel mehr, dass sich eher keiner traut, das eigentliche "Kind" bei Namen zu nennen.

Wenn man bedenkt, das die Wissenschaft samt Experten, bei neu aufgetrertenen Themen und Sachlagen sich nie einig ist, dann ist jeden vernünftigen Menschen klar, dass die Possitionen von Experten immer mit Vorsicht zu genießen sind, und wohlüberlegt werden muss, in wie weit man deren Ratschläge überhaupt zu Anwendung bringt.
Siehe auch Klima- und Energiepolitik

Jens Böhme | Mo., 3. August 2026 - 22:14

Seit die Coronaimpfstoffe nur noch einen knapp einjährigen Zulassungszeitraum durchlaufen müssen (auch die neueren), wird auch dem letzten Impffreund klar, dass hier was gewaltig stinkt.

Martin | Mo., 3. August 2026 - 22:16

Für mich kommen weiterhin Impfungen in Frage, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Tetanus sind gefährliche Krankheiten, gegen die man sich gut durch Impfung schützen kann. Eine grippeschutzimpfung bietet mein Arbeitgeber an, nehme ich gerne in Anspruch.
Das corona Medikament kommt mir sicher nicht mehr ins Blut. Die ersten beiden Impfungen gegen corona habe ich aus Überzeugung vorgenommen, die dritte nolens volens, um meine Ruhe zu haben. Meine Freiheit habe ich nicht zurück bekommen, wurde den zwamassnahmen, zwangsmaske, 2g, 3 g erlebt, die falschen Empfehlungen der Stiko gegen Kinder, den unsäglichen Umgang mit ungeimpften, Hysterie und Lüge von Politik und "Wissenschaft ". Nutzen null. Das corona Medikament kommt mir nicht noch einmal ins Blut. Auch nich mit über 60. Da bin ich von Politik und sog "Wissenschaft " nur belogen und betrogen worden. Keiner in meiner Familie und meinem Umfeld wird das tun. Behaltet eure corona impfe!

Rolf | Mo., 3. August 2026 - 22:16

Ich habe mich so schnell wie möglich gegen Corona impfen lassen, da ich davon ausging, dass ich sonst Probleme bekommen würde. Allerdings haben Intensität und Wucht der folgenden Inquisition mein Vertrauen in Politik, Medien und Medizin erschüttert.
Wenn heute noch einmal so etwas käme, würde ich mich, denke ich, offen auf die Seite der Impfgegner stellen. Noch einmal will ich nicht der Seite der Inquisition zugerechnet werden.
Und das hat erst einmal nichts mit einem Impfstoff oder Erreger zu tun.

Rolf Schmidt

Martin | Di., 4. August 2026 - 00:45

Antwort auf von Martin

Der Soziologe und fan des autoritären China Heinz bude hat der Regierung geraten, die Lage bewusst (!) Schlimmer darzustellen, als sie ist . Die Physiker ("modellierer ") haben ein falsches "modell" nach dem anderen produziert- auf deren Basis die Einschränkungen beruhten. Der Begriff des "Experten " ist für mich seit corona etwas sehr negatives. Infektionsschutz stand über allem- mit verheerenden Folgen für junge Menschen, Wirtschaft, Soziologie der Gesellschaft, berufsfreiheit etc. Korrupte Politiker (spahn), Lügner und Selbstdarsteller (Lauterbach), Ministerpräsidentenkonferenzen ohne Legitimation nachts für Journalisten und Politiker, das bleibt!
Politik und "ihre Experten " haben für mich seitdem jedwede Glaubwürdigkeit dauerhaft verwirkt, gegenüber diesem Staat bin ich mittlerweile mehr als vorsichtig geworden.
Fazit: Infektionsschutz und Impfung in dieser Weise würde ich nicht noch einmal mitmachen. Die Politik und ihre "Experten " können ihre corona Impfung behalten.

Herbert Schultz-Gora | Mo., 3. August 2026 - 22:28

...und sind die Viren und Bakterien "Symbionten", also mit uns existierende Entitäten, dann ist die Frage, wie gut man miteinander zurechtkommt.

Die heutige Hochleistungsmedizin ist natürlich auch ein "Geschäftsmodell" und wir kamen bis vor 100 Jahren ohne sie aus... und ab und zu kann man sich auch klar machen, daß die in der Natur lebenden Tiere ohne "Heilkunde" auskommen... und so gibt es eben keine Hasen, die im Rollstuhl über die Wiese juckeln, d. h., wer da nicht laufen kann, verzieht sich ins Gebüsch und stirbt.
Und jetzt...?
Ich glaube, wir sollten differenzieren, ob wir uns zutrauen, mit den gängigen Viren "fertig" zu werden und ggf. uns auch mal einer Infektion hinzugeben, bis der Organismus Abwehrkräfte bildend sich durchgesetzt hat... und wo es Erreger gibt, die so unverträglich sind, daß hohe Letalität die Folge ist.
Hier lohnt es sich, Impfstoffe zu entwickeln und anzuwenden.
Für Alle ?
Da empfiehlt sich der Blick in die CH und nach S... dort gelangen gute Kompromisse.

IH | Di., 4. August 2026 - 09:37

Nein, ich habe kein Vertrauen mehr in den Staat, der auf derart unfassbare Weise in die Grundrechte eingegriffen hat, der geradezu perfide jeden diskriminiert hat, der den vollkommen willkürlichen Coronazwängen nicht folgte, der das Infektionsschutzgesetz unter Umgehung des Bundestages so geändert hat, dass der Staat ungestraft bspw in Wohnungen eindringen durfte und dass Gerichte Impfkritiker und Massnahmengegner verurteilen konnte. Dieser Staat, der bis heute Ärzte juristisch mit allen nur denkbaren Mitteln belangt und beruflich zerstört hat, wenn sie gemäß ihrer ärztlichen Sicht auf das Geschehen handelten und sich dadurch staatlich verordneter Willkür widersetzt haben. Dieser Staat, der mit seiner an Lächerlichkeit kaum zu überbietenden Enquetekommission nur demonstriert, dass er keine ehrliche Aufarbeitung zulässt.
Nein, ich habe kein Vertrauen mehr.

Angelika Sehnert | Di., 4. August 2026 - 10:39

Derzeit werden in den USA durch ein Senatskommitee die Tagebücher von Antony Fauci veröffentlicht. Es eröffnen sich Abgründe. Auch betroffen ist übrigens der selbsternannte Chefvirologe Deutschlands. Hierzulande hört man davon wenig bis nichts, vor allem im ÖRR nicht. Wen wundert‘s, wäre das doch ein Eingeständnis des völligen Versagens wissenschaftlicher, journalistischer und politischer Kontrollmechanismen. Ausgehebelt von eitlen, selbstherrlichen Akteuren, die vor allem an der Rettung der eigenen Haut interessiert waren. Denn sehr früh war klar, dass das Virus vermutlich aus einem Labor stammen musste. Die Beteiligung an diesen Forschungen sollte vertuscht werden.
Wie im Artikel geschrieben: Gain of function Forschung an Viren muss streng reglementiert werden. Das Auslagern etwa nach China zur Umgehung strenger Vorschriften muss unterbunden werden.

Sunstreet | Di., 4. August 2026 - 10:49

Sehr geehrter Herr Lübberding, die Impfungen sind eine Wohltat für die Konten der Pharmaindustrie und der Ärzte. Verdient ohne Risiko und Aufwand, denn es wird dem „gesunden“ Menschen verabreicht und natürlich werden die Kosten von den Kassen übernommen. Wer glauben will, dass es hilfreich ist, soll sich die Spritze geben lassen, wer dies nicht will, sollte dies auch ohne persönliche Angriffe tun können.
Bei Impfungen davon zu sprechen, dass ihnen fundierte, wissenschaftlichen Standards entsprechende Studien zu Grunde liegen, die Immunität nachweisen, wie es gerne suggeriert wird, ist sehr gewagt und in vielen Fällen nicht haltbar. Hier wurde aber in den letzten Jahrzehnten in Bezug auf Marketing viel erreicht. Für mich ist es moderner Ablasshandel.

Aber ich denke,man sollte das Kind auch nicht gleich endgültig mit dem Bade ausschütten.Ich erinnere mich noch an die Schulimpfungen.Da gab es wenn überhaupt einen Zettel für die Eltern zur Einwilligung für die dann durchgeführte "versüßte" Massenschluckimpfung oder den mit etwas mehr Schiss;) verbundene Ritzerei gegen Pocken,die meinen Oberarm bis heute deutlich zieren;).Die Generation meiner Eltern erinnerte sich halt wahrscheinlich noch besser an Kinderlähmung,Eiserne Lungen etc.Oder an Ereignisse wie Spanische Grippe usw.Damals waren andere Kinderkrankheiten wie Masern,Windpocken,Röteln und ich glaube sogar ich hatte Diphtherie oder regelmäßige Mittelohrentzündungen durchzumachen bzw.mit Hausmitteln zu bekämpfen.Ich hatte z.B. einen sehr schweren Windpocken Verlauf mit der Massnahme verbundene Hände damit sich die Pockennarben durch kratzen im erträglichen hielten.Jedoch bleiben diese Herpes-Viren als
unberechenbare Schläfer weiter im Organismus u. schlagen z.B. als Gürtelrose zu!

Wie ich in meinem Kommentar geschrieben habe, bleibt es jedem unbenommen, den Segnungen der Pharmaindustrie Glauben zu schenken.
Sie schreiben von AkepsisDavon bin ich weit entfernt. Es ist Überzeugung aus einem langen Leben, vielem Lesen und vielen Gesprächen mit Ärzten, Apothekern und Beschäftigten der Pharmaindustrie. Und ich bin mir sicher, dass ich für mich (!) auf dem richtigen Weg bin!

Heidemarie Heim | Di., 4. August 2026 - 13:40

Antwort auf von Sunstreet

Zunächst Danke!,dass Sie mir meine Meinung lassen liebe(r) Unbekannte(r)! So wie ich nicht die Absicht hatte bzw. habe Ihnen oder anderen hier im Forum zu ihre Überzeugung zu nehmen.Oder die Annahme infrage zu stellen,dass viel Überflüssiges bis hin zu ausgesprochen Schädlichen aufgrund einer Pharmaindustrie oder Gläubigkeit entstanden ist,die lukrativ wie kein anderer Wirtschaftszweig arbeitet und wie man bei den hilflosen Versuchen diverser "Gesundheitsreformen" diese einzuhegen sieht grandios scheitert;).Und man sich trotz höchster Gewinnmarge in Deutschland oft genug an die Unverfügbarkeit einfachster
Medikamente wie Fieberzäpfchen für Kinder oder anderes gewöhnen musste.Was aber wiederum ebenfalls an der Politik und der von ihr erzeugten mangelnden Rahmenbedingungen und sich nicht mit deren Macht anlegen zu wollen liegt. Bei dieser Diskussion kommt man schnell vom Hundertsten ins Tausendste wie man sagt ohne je alle Aspekte berücksichtigen o. beleuchten zu können.Alles Gute!MfG

Angelika Sehnert | Di., 4. August 2026 - 16:28

Antwort auf von Heidemarie Heim

Die Verantwortung für mangelde Verfügbarkeit etwa von Fiebersaft für Kinder liegt bei der Politik.Nicht einmal für die Kosten für Flasche, Etikett und Schachtel werden von den Erstattungen der Kassen gedeckt,von der Produktion ganz zu schweigen. Die wurde für solche Medikamente, übrigens auch für Antibiotika, fast vollständig nach China ausgelagert- weil es in Deutschland betriebswirtschaftlich keinen Sinn macht. Es ist billig, auf die gierigen Pharmakonzerne zu schimpfen, aber das eigentliche Problem der viel zu hohen Kosten und Auflagen in Deutschland zu verschweigen.
Bei den aus dem Ruder gelaufenen Medikamentenkosten der GKV handelt es zum größten Teil um Präparate gegen selten Krankheiten. Das ist in der Tat eine lukrative Nische.Hier können durch den hohen moralischen Druck der Öffentlichkeit hohe Preise durchgesetzt werden.Es gibt einzelne Patienten,die im Jahr für sechsstellige Summen versorgt werden. Hier scheut man,wie so oft,eine ehrliche Debatte über Kosten und Nutzen.

Heidemarie Heim | Di., 4. August 2026 - 17:07

Antwort auf von Angelika Sehnert

Da habe ich mich wohl wieder in meiner Art der "Satzverschachtelung;)" missverständlich ausgedrückt.Denn das meinte ich mit politischen Rahmenbedingungen bezüglich des Outsourcings wie man das wohl nennt und praktizierte und billig in China o. Indien? produzierte Medikamente in
Deutschland zu Höchstpreisen an den Verbraucher bringen kann ohne das die Politik ein adäquates Mittel dagegen gefunden hätte.Jeder Tourist weiß was ich meine.Und auch was an vielleicht nicht immer notwendigen Doppeluntersuchungen,Knie-Ops aus Wirtschaftlichkeitsgruenden stattfinden oder welche gesetzliche Krankenkasse bezüglich ihrer Zusammensetzung von mehr schwerst erkrankten und behandlungsbedürftigen Patienten im Nachteil gegenüber vielleicht den Privatversicherern mit deren angenommenen hohen Rücklagen, all dies u.mehr sind für sich gesehen Minenfelder,die zu überblicken ich nicht in der Lage bin.Was uns jedoch nicht davon abhalten sollte darüber so weit möglich in den Diskurs zu gehen.LG

Angelika Sehnert | Di., 4. August 2026 - 16:52

Es ist ein Kollateralschaden, dass im Nachgang zu der verfehlten Coronastrategie nun Impfungen insgesamt in Verruf geraten sind. Impfstoffe sind zusammen mit Antibiotika und Narkosemitteln das Segensreichste, was die Medizin für die Masse der Bevölkerung hervorgebracht hat.
Beispiel Keuchhusten: tödlich für Kinder unter einem Jahr. Der Impfstoff wurde und wird laufend verbessert. Meine Kinder reagierten noch mit stundenlangem, hohen Fieber, das gab es bei den Enkeln nicht mehr. Ja, das kostet Geld. Geld, das die Firmen verdienen müssen.
Das gilt auch für die Grippeimpfstoffe. Die müssen jedes Jahr angepasst werden. Gelingt das einmal nicht, kann man das an den Sterberaten ablesen. Eine Grippe ist eine schwere Erkrankung. Ich war von dem nicht ganz zielgenauen Impfstoff 2027/2018betroffen- trotz Impfung. Das möchte ich nicht noch einmal erleben. Damals sind übrigens über 25.000 Menschen gestorben.

Jürgen Goldack | Di., 4. August 2026 - 16:59

Es verwundert mich, dass die "par ordre du Mufti" staatlich oktroyierte "Impfpflicht" mit mRNA-Impfstoffen von Pfizer/Biontech oder mit Vaxzevria, dem Vektorimpfstoff von AstraZeneca, immer noch thematisiert wird. Die Impf-Sera waren nie zugelassen! Das wussten alle Insider! Somit haben sich alle, die sich bemüßigt fühlten, Impfverweigerer bezüglich dieser Impfstoffe zu beschimpfen, tätlich anzugreifen oder mit teilweise sehr unschönen Argumentationen und Lügen mehr oder weniger zwangen sich mit diesen Giften gesundheitlich gefährden ja zu Teilen in den Tod impfen zu lassen. Hier haben sich insbesondere Ärzte, Kliniken und Arbeitgeber in hohem Maße schuldig gemacht. Das sich all diejenigen Politiker und hochgejubelten sogenannten Experten noch immer auf freiem Fuß befinden, das ist m. E. zutiefst erschreckend!
Das hat aber weiß Gott nicht mit probaten seit Jahrzehnten angewendeten Impfstoffen zu tun, die sich erfahrungsgemäß für viele Geimpfte als sehr hilfreich bewährt haben.