- Über die Kanzlerkrise wird Deutschland vergessen
Die Debatte um die Personalpolitik von Friedrich Merz überlagert die eigentlichen Probleme des Landes. Während der Kanzler Schlagzeilen produziert, bleiben Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit, Deindustrialisierung, Energiepolitik und Islamismus auf der Strecke.
Seit dem Rücktritt von Jens Spahn wird die politische Debatte in Deutschland von dem Scherbenhaufen bestimmt, den der Bundeskanzler mit seiner kopflosen und undurchdachten Kabinettsumbildung angerichtet hat. Nicht einmal der schreckliche Terrorangriff auf den Christopher Street Day in Berlin hat daran wirklich etwas geändert, obwohl die Tat ein Schlaglicht auf viele Probleme wirft, die wir in diesem Land haben.
Aber die Fassungslosigkeit über die Entscheidungen des Kanzlers selbst und die Art und Weise, wie der Kanzler sie umgesetzt hat, ist einfach zu groß. Da werden Bundesminister im Urlaub per Telefon von ihrer anstehenden Entlassung informiert, da wird der honorige Patrick Schnieder in einem – wie er selbst zutreffend schrieb – unwürdigen Zustand einer nicht offen ausgesprochenen, aber überall kommunizierten Abberufung belassen. Das Gesundheitsressort wird mitten in einem Reformprozess einem Mann übertragen, der in großer Offenheit kommuniziert, noch nicht genug Ahnung von der Materie zu haben. Der zuständige parlamentarische Staatssekretär, dessen fachliche Expertise unstreitig ist, kriegt zum Abschied nicht einmal ein Gespräch mit dem Kanzler. Dem Mann, der ihn für dieses Amt vorgeschlagen hat.
Ein ehrenamtlicher Bürgermeister hat mir gegenüber auf den Punkt gebracht, was viele empfinden mögen, die sich in den Kommunen politisch einbringen: Wenn ich mich politisch so dilettantisch verhalten würde, hätte man mich schon lange vom Hof gejagt.
Wenn meiner Partei auf dem Höhepunkt des Ampel-Frusts vorgeworfen wurde, warum wir uns auf diese Koalition eingelassen haben, habe ich immer wahrheitsgemäß darauf hingewiesen, dass die Union nach der Bundestagswahl 2021 sich in einem nicht regierungsfähigen Zustand befand. Dass sich der Zustand der Union seither nicht wesentlich verbessert hat, dass er nur vom Machtwillen der Funktionäre, gutem Marketing und dem ehrlichen, aber fehlgeleiteten Glauben an die Führungsstärke von Friedrich Merz camoufliert wurde, konnte ich mir nicht vorstellen. Aber genau so ist es.
Jeden Monat gehen in Deutschland 15.000 Arbeitsplätze in der Industrie verloren
Das Schlimme an dieser Situation ist allerdings keinesfalls der Zustand der CDU, sondern dass durch dieses Sommertheater keiner mehr darüber redet, wo die Probleme dieses Landes liegen und wie sie gelöst werden können. BMW hat in dieser Woche angekündigt, 8000 Jobs zu streichen, und reiht sich damit in die Hiobsbotschaften rund um die deutsche Autoindustrie ein: 5000 Jobs entfallen bei Porsche, bei VW stehen die Standorte Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm vor dem Aus, und die in dieser Woche bei Mercedes veröffentlichten Quartalszahlen zeigen erneut einen dramatischen Einbruch bei den Verkaufszahlen. Jeden Monat gehen in Deutschland laut BDI 15.000 Arbeitsplätze in der Industrie verloren, und die Nachrichtenlage wird vom Gemütszustand des Kanzlers dominiert.
Aber nicht nur in der Wirtschaft brennt es buchstäblich: Vor unseren Augen entwickelt sich der Islamismus zu einem immer größeren Problem, der ganze Stadtviertel zur No-Go-Area für Juden, Homosexuelle und Frauen macht. 45 Prozent der jungen Muslime in Deutschland zeigen eine manifeste islamismusaffine Einstellung, und Deutschland fragt sich, ob Friedrich Merz noch Herr im eigenen Haus ist.
Im Windschatten der Merz’schen Selbsteskalation passiert noch nebenbei so allerhand, von dem kaum einer Notiz nimmt: Ein Regierungssprecher kündigt an, dass die Bundesregierung nunmehr einhellig die wahnsinnige Idee einer Übergewinnsteuer verfolgt.
Die Bundesnetzagentur arbeitet gerade daran, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, große Stromverbraucher in „strukturellen Mangellagen“ vom Netz zu nehmen, weil eine selbstzerstörerische Energiepolitik in Deutschland seit Jürgen Trittin diese immer wahrscheinlicher macht.
Kein Gottesurteil besagt, dass die Energiepreise immer weiter steigen müssen
Über all diese Themen müsste und könnte man streiten, aber das Land ist wie paralysiert von einem Kanzler, an dem nichts mehr berechenbar scheint, außer dass er weitere Wahlversprechen zugunsten einer dahinsiechenden Sozialdemokratie abräumt. Die Menschen sind unterdessen zu Recht frustriert, denn während der Kanzler „großzügig“ verkündet, ein Zusammentritt des Deutschen Bundestages zur Eidesleistung seiner Minister sei – entgegen dem Wortlaut der Verfassung – bis September nicht notwendig und zu teuer, können die Bürger von dieser Großzügigkeit im Umgang mit dem Staat nichts erwarten. Wenn ein Unternehmer die Frist für Dokumentationspflichten nicht einhält, gibt es ein Bußgeld. Wenn die Mitglieder der Bundesregierung ihre Bindung an Volk, Verfassung und Gesetze nicht durch den verfassungsmäßigen Eid rechtzeitig dokumentieren können, gibt es ein lakonisches Schulterzucken von Friedrich Merz.
Aber auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land fühlen sich nicht ohne Grund verhöhnt. Denn während rhetorisch immer mehr an die Leistungsbereitschaft der Menschen appelliert wird, rechnen diese einfach nach. Der Befund ist bei vielen eindeutig: Mehrarbeit, mehr Leistung, mehr Brutto zahlt sich in vielen Fällen einfach nicht aus. Ein dysfunktionales, kaputtes und viel zu kompliziertes Steuersystem macht es möglich. Und während Entlastung gepredigt wird, wird im selben Moment mehr Belastung beschlossen, wie jüngst beim Rentenpaket.
Die Deutschen sind nicht faul, sondern leben in einem System, das Leistung nicht belohnt und im Extremfall sogar bestraft. Kein Gottesurteil besagt, dass die Energiepreise immer weiter steigen müssen, sondern es sind politische Entscheidungen, die dafür verantwortlich sind. Die Deindustrialisierung Deutschlands und das Verschlafen der KI sind keine Zwangsläufigkeiten, sondern Versäumnisse der Verantwortlichen.
Es geht nicht um Kanzlerbefindlichkeiten
Extremismus besiegt man nicht mit Symbolpolitik, sondern mit einer Strategie, die diejenigen deradikalisiert, die noch zu deradikalisieren sind, und diejenigen, die sich zu Feinden unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung erklärt haben, auch als solche behandelt.
Eine andere Politik für Deutschland ist möglich. Aber die Richtlinien der Politik werden derzeit von einem Mann bestimmt, der weder das Handwerkszeug noch die Idee dafür hat, wie diese andere Politik umzusetzen ist. Und das Land vergisst über diese Kanzlerkrise, um eine bessere Politik zu ringen. Dabei liegen die Lösungen auf der Hand. Die Energieversorgung für Deutschland kann diversifiziert und ausgebaut werden, was die Hebung heimischer Ressourcen und die Atomkraft nicht aus ideologischen Gründen ausschließen darf. Die Überlegungen zu einem einfachen, gerechten und transparenten Steuersystem sind vielfältig ausformuliert. Der Wahnsinn der bürokratischen Lasten für die deutsche Wirtschaft wurde ausreichend besprochen. Man muss es jetzt aber auch endlich einmal angehen, unter Zurückstellung persönlicher Befindlichkeiten. Der letzte Spitzenpolitiker in Regierungsverantwortung, der diesen Schritt bereit war zu gehen, war Christian Lindner. Er wurde erwartungsgemäß von denen, die es nicht verstehen wollen, diffamiert. Diejenigen, die es besser wussten, haben auf Friedrich Merz gesetzt, weil es opportun erschien. Und weil es in der öffentlichen Diskussion wahrscheinlich auch bequemer war. Man sehe mir nach, dass ich hoffe, dass diejenigen jetzt wenigstens ein schlechtes Gewissen plagt.
Ich muss und kann der CDU keine wohlfeilen Ratschläge von außen geben und die Krokodilstränen, die von dort schon über meine Partei vergossen wurden, zurückgeben. Das ist albern. Ich kann nur dringend davor warnen, dass wir uns mit dem Zustand des Landes und der Debatte abfinden, die Friedrich Merz mit seinen erratischen und unkontrollierten Anwandlungen verursacht. Es geht nicht um Kanzlerbefindlichkeiten. Es geht um unser Land.
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dann arbeiten Sie mit der AfD zusammen. Das ist die einzige Konsequenz. Solange sich Ihre Partei an den Spielchen der übrigen Altparteien beteiligt, die AfD mittels Gesetzes- und Verfassungsänderungen zu behindern, ist die FDP für mich leider nicht wählbar.
Wenn die FDP nicht gewählt wird, kann sie auch nicht mitregieren.
Zugegeben,die Zerrissenheit der Partei in ein marktwirtschaftliches und ein grün-sozialliberales Lager macht die Entscheidung nicht einfach. Aber eines weiß sich sicher: wäre die FDP mit der CDU in der Regierung hätten wir dieses Chaos nicht! Dann könnte der Kanzler seinen Traumjob als Außenkanzler a la Merkel bespielen und die Innenpolitik Profis überlassen. So haben wir,vor allem seitens der SPD nur sozialistische Umverteilungs-Underperformer. Die Schnittmengen zwischen konservativen Teilen der CDU und FDP wären groß. Mit der Bas- SPD gibt es, bis vielleicht auf den linken Sozialflügel, gar keine mehr.
Die Rückzugsgefechte der ostdeutschen MPs bei der Rente sind nur aus der schieren Not geboren: man will die AfD auf Abstand bekommen,die durch die desaströse Politik in Berlin ganz von alleine wächst und wächst. Sie wird die CDU absehbar überwuchern. Merz wollte die FDP dezidiert nicht, jetzt hat er den Salat.
mitregieren“
Das ist wohl richtig !
Bloß, was sind die Gründer der Nicht- Wahl der FDP ?
Ich sehe das eindeutig in der Ausrichtung der FDP begründet.
Nach der Übernahme der Partei war Kubicki vorhersehbar zu feige, die Partei „koalitionsfähig“ gegenüber der AfD zu formieren, und das auch unter der Inkaufnahme der Abspaltung der Linksliberalen um Strack- Zimmermann.
Ich würde dieser Variante des „Rechtsliberalismus“ unter Kubicki und der Aufgabe der Brandmauer durchaus die Chance zutrauen, ihr Wählerpotential
im unteren zweistelligem Bereich anzusiedeln.
Statt dessen hat Kubicki den Weg der „alten Brandmauer- Monstranz tragenden FDP“ als immerwährenden Bestandteil der Parteien, der so genannten „demokratischen Mitte“ vorgezogen.
Und „noch“ eine solche Partei neben der Union, der SPD, der Grünen Sekte und den SED Erben braucht kein Mensch.
Im Prinzip lebt die FDP mit ihrem fehlenden programmatischen und personellen Dasein den Untergang der CDU vor.
MfG aus der Erfurter Republik
ihren linken Flügel nicht klein bekommt, wird das nichts. Egal, wer sie führt.
Den einzigen Sinn der Kubicki-Rückkehr sah ich darin, möglichst viele konservativ-liberale Wähler der Union (die sich halt nicht trauen, AfD zu wählen), wegzunehmen und diesen verlotterten Haufen weiter zu schwächen.
Mein Traum waren so ca. 5% weniger bei der Union (die also bei ca. 15%), dann wäre dort sicher irgendwann mal die Revolution ausgebrochen.
Hat leider nicht geklappt, wohl eben, weil es das Strack-Zimmermann-Lager gibt und Kubicki längst nicht der „starke Mann“ ist, der er zu sein vorgibt.
Schade.
Sollte er die Kurve kriegen und einfach eine Koalition mit der AfD nicht ausschließen (dies würde schon reichen), dann könnte das vielleicht noch klappen.
Ich kenne einige CDU-Mitglieder und -Wähler, die mir hinter vorgehaltener Hand sagen, sie würden Schwarz-Blau begrüßen.
Es braucht eine Art „Ritterschlag“ der Blauen in Sachen "regierungsfähig" seitens eines alten, einstigen Teils d hohen Politik.
bracht‘s keinen Ritterschlag = Koalitionspartner mehr ….
Aber auch daran wird bereits herumgegokelt um das zu verhindern wie jüngst hier zu lesen ist.
MfG a d Erf. Rep.
Die FDP in den Umfragen wieder bei 5%... ... 😉
https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a6ea0fdef632fe6ede681e6…
Das stimmt schon ….. Dennoch, auch wenn die bekanntesten Umfrageinstitute unter Wahlrecht de hälftig die FDP bei 4 bzw. 5% sehen wird es bei der BT Wahl eine Zitterpartie werden.( wann immer diese auch kommen mag).
In Berlin, SA und MV wird sie wohl kaum über die 5% kommen. Bei uns in Thüringen schon gar nicht nach dem Umgang der FDP Führung (an der Kubicki auch beteiligt war) mit dem wackeren Kämmerich, der der FDP längst den Rücken gekehrt hat.
Grüße ins Weimaer Land
fallen, was zu erwarten ist..., z.B. seitens der Union...?, dann natürlich auch seitens der FDP - logisch. Ich glaube nicht, dass Hr. Kubicki da 'moralische Probleme' hätte, sich in so einem Fall -die CDU legt vor...- dem 'Abriss-Kommando' mit etwas zeitlicher Verzögerung anzuschließen...? 🤔
Strack-Zimmermann schon eher... ...
natürlich zu. Für Berlin vermutlich auch...
"Nach der Übernahme der Partei war Kubicki vorhersehbar zu feige, die Partei „koalitionsfähig“ gegenüber der AfD zu formieren, und das auch unter der Inkaufnahme der Abspaltung der Linksliberalen um Strack- Zimmermann." - völlig richtig...👍
Allerdings gilt gerade in der Politik: "Sag niemals nie... ...!!"
Das Volk hat Mitte rechts gewählt. Es steht staunend am Bahnsteig, wo der Zug abfahren soll, aber auf der Anzeigetafel steht „Links““. Irgendetwas passt nicht, aber man diskutiert darüber, den Zugführer auszutauschen.
Entweder die CDU ändert die Fahrtrichtung oder sie landet auf dem Abstellgleis. Die Zukunft heißt AfD.
Das Bild von Herrn Gröhe, der guckt wie ein erwischter Schuljunge während Merkel ihm das Deutschlandfähnchen aus der Hand nimmt und mit missbilligendem Blick entsorgt. Das ist das Bild der CDU in meinem Herzen.
"der weder das Handwerkszeug noch die Idee dafür hat" und offensichtlich die Fähigkeit. Darüber hinaus die Fähigkeit zur Selbsterkenntnis der eigenen Unfähigkeit. Solche Leute sind gemeinhin gefährlich. Deren Ignoranz basiert auf Uneinsichtigkeit und herrischem Beharren einmal gesetzter "Alternativlosigkeiten." Spricht an dieser Stelle bereits ideologische Verblendung an der Grenze zum diktatorischen? Die linke, europäische Agenda einmal gesetzte Ziele nicht zu revidieren wird durch die normative Kraft des Faktischen ausgehebelt ohne das substantielle Korrekturen zu erwarten wären. Eine Alternative steht immer zur Verfügung. Ein Kanzler auf Abruf ohne die Bereitschaft zur Korrektur auf dem falschen Weg führt dieses Land in den Abgrund. Angeblich Konservative die nicht zur Läuterung in Richtung ihrer Grundwerte bereit sind richten mehr Schaden als Nutzen an. Wer sich auf das üble Spiel mit Linken Ideologen einlässt, verliert und das seit derÄra Merkel. Margot Honecker hat's geweissagt.
Die Fleißigen und Braven,
Wird Friedrich Merz, wie man jetzt sieht,
Gnadenlos bestrafen.
(Frei nach Goethe, Faust II)
verloren gegangen zu sein.
Aber immerhin kommen am Ende dieser gefühlt 100. Auflistung all dessen, was dieses Land derzeit an die Wand fährt und das eigentlich längst jeder weiß, ein paar Forderungen.
Aber, man glaubt es kaum, sie gehen an die Union. Nach dem Motto: „Jetzt ist mal gut mit dem „mit sich selbst und diesem Kasper von Kanzler beschäftigen“. Macht mal hinne.“
Alles, was Kubicki hier an Maßnahmen anreißt, die man nun angehen müsste – und es sind ja nur ein paar wenige, die zu benennen er sich traut, die Migration lässt er total weg – sind Forderungen der AfD.
Kubicki scheint vergessen zu haben, dass die Union mit diesem Kanzler und in dieser Koalition – mein Gott, das hat doch jetzt auch schon einen kilometerlangen Bart, wie oft muss das denn hingeschrieben werden??? - absolut nichts davon wird umsetzen können.
Im Gegenteil: man jagt die Steuern und Abgaben noch mehr nach oben.
Der frühere Kubicki hätte längst gefordert: Merz muss weg, eine Wende her.
Wo ist Ihr Mut?
Ach, das wußte ich ja noch gar nicht, Herr Kubicki!
Schön, daß Sie mich aufgeklärt haben.
Von selber wäre ich da nie drauf gekommen!
Was ist den Regierenden wichtig? Deutschland oder die "europäische Idee" unter der Selbstaufgabe Deutschlands und dem Rest europäischer Nationen die bei diesem Unsinn ( ihrer gesetzten Agenden "New green Deal, Migration, Deindustrialisierung etc" ) mitmachen. Für mich das Grundübel gegen ein fortschrittliches Europa der Nationen. Soweit es Herrn Kubicki betrifft; Man wird sehen wie seine heren Ansichten, unter der Voraussetzung der politischen Teilnahme, in die Tat umgesetzt werden. Er wird erinnert werden.
dass diese von Ihnen benannten Grundübel allersamt von der EU-Lokomotive "Deutschland" stammen ist ein Fakt, so gesehen, wie bitteschön soll Deutschland, dass selbst im Inneren inzwischen quasi handlungsunfähig ist, auf der EU-Ebene noch etwas ausrichten?
Aber, es gibt immer mehr Länder, die es erkannt haben, und die sich nicht von diese "Lokomotive" einspannen lassen wollen!
Aber an wesentliche Politik-Gestaltung unter seiner Führung kann ich mich nicht erinnern.
Dies gilt auch für die FDP, eigentlich "meine" Partei.
Seit Westerwelle incl. gibt es in der FDP nur noch "Leichtmatrosen"... und jetzt halt auch in der CDU.
Echte Politik findet man derzeit noch auf der kommunalen Ebene, weil die Bürgernähe dies erfordert.
Die Bundesregierung könnte zurücktreten und die Verwaltungsebene machen lassen... kein Verlust.
Die Schweiz funktioniert auch ohne Regierungs- und Hauptstadt-Gedöns.
Im Grunde weiß jeder Bürger, was er zu tun hat und was er, allgemeinen bewährten Regeln des Zusammenlebens folgend, besser läßt... und um Gesetzesbrecher kümmern sich Polizei und Justiz.
Unsere Modelle von unserer parlamentarischen Demokratie samt Regierungsbildung und Ausübung von Staatsgewalt sind sehr fragwürdig geworden.
Die Globalisierung mit großen Zahlen anders sozialisierter Menschen im Gefüge der Gesellschaft kommt hinzu.
Lösungen...?
Spannende Zeiten...!
"eigentlich "meine" Partei. [aber] Seit Westerwelle incl. gibt es in der FDP nur noch "Leichtmatrosen"..."
👍👍👍
Ja, Sie sagen ja viele richtige Dinge wie immer, aber die FDP war teilweise an Regierungen unter Merkel und der Ampel beteiligt und hat was gemacht? Richtig. Sie haben an der zerstörerischen Politik mitgewirkt und dafür gestimmt. Ob das Geschlechtergesetz war oder die Energiepolitik usw. sie haben in der Folge den Untergang der Wirtschaft mitbefördert. Sorry. Ich mag Sie durchaus, aber sie reden sich ihre eigene Rolle und ihr Mitverschulden auch nur schön, blenden es aus oder relativieren vieles. Und jetzt, wo sie sogar den Vorsitzenden geben haben Sie bei mir jede Hochachtung verloren. Und ich hoffe und prognostiziere, die FDP bleibt unter der 5% Hürde. Gut so. Und das Frau Dr. Weidel, die Forderung nach der 3% Klausel mittragen will ist doch clever. Damit verhindert sie diese. Warum? Nun, keiner will mit der AFD stimmen, so einfach ist das. Sie hätten sich besser auf das politische Altenteil zurückgezogen. Denn auch Sie werden die FDP nicht mehr retten.
"ich prognostiziere, die FDP bleibt unter der 5% Hürde..."
Welt.de: Erstmals seit eineinhalb Jahren – FDP klettert wieder auf 5 Prozent 🤔
https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a6ea0fdef632fe6ede681e6…
Alles richtig, und nicht zum ersten Mal geschrieben. Vor der Konsequenz scheut Kubicki aber zurück, nämlich klar zu benennen, mit welcher Partei - bei Totalausfall der Union, ebenfalls wiederholt - diese echte Wende in Energie, Migration, Steuern etc nur möglich sein kann.
Die deutsche Außenpolitik setzt mit ihrem manifesten Unwillen, ernsthaft auf ein Ende des Ukrainekriegs hinzuarbeiten, wesentliche Parameter für die Gesamtsituation Deutschlands, Ökonomie inbegriffen: sie trifft eine faktische, aber niemals als solche debattierte Grundsatzentscheidung für einen Kriegskeynesianismus, der immense Summen in Rüstungsgütern versenkt und mit weiteren Unsummen dazu beiträgt, in der Ukraine eine moralisch zutiefst fragwürdige Regierung an der Macht zu halten.
Sie blockiert die Entwicklung einer eigenständigen Geopolitik aus europäischer Perspektive, die die neurotische Fixierung auf Westbindung zugunsten eines kooperativen Eurasiens überwinden könnte.
Sie blockiert eine überfällige Revision der übergriffigen, totalitären Tendenzen eines Kommissions-Europas, das heute hauptsächlich als Transmissionsriemen der Interessen globalistischer Oligarchen dient.
Reicht Herr Kubickis Mut nicht so weit, dies anzusprechen, oder fehlt ihm schlicht das Problembewusstsein?
Kubicki erscheint so entbehrlich wie seine FDP... und wenn ich Ihren Ausführungen folge, dann könnten die Leser vom Cicero auch auf seine Beiträge verzichten.
aber, wie ein „Kilometer langer Bart“ wie ein Mitforist trefflich bemerkte. Langsam beginnt mich seine Kolummne zu langweilen und damit zu nerven.
Mit freundlichen Grüßen a d Erf. Rep.
Trotz meiner bekannten FDP-Affinität (nicht Vasallentreue!) schrieb ich auch schon in unserem Austausch noch vor dem FDP-Parteitag Ende Mai dass, sollte Herr Kubicki den Parteivorsitz erlangen, er mMn diese Kolumne hier (und auch anderswo...) auf jeden Fall AUFGEBEN! müsse..., und zwar aus grundsätzlichen Überlegungen.
Ich finde es grundsätzlich nicht richtig, dass aktive! Politiker und -innen welche um Mandate und Macht für ihre Partei ringen in den Medien - egal ob freie oder Staatsmedien - herausgehobene Stellungen beziehen (können), während anderen Parteien im politischen Wettbewerb dieses verwehrt bleibt. Das ist eine Frage der politischen Hygiene in den Medien, mMn.
>> Hier sollte der Cicero konsequent sein und handeln!
Einmalige Ausnahmen sind sicher denkbar, anlassbezogen, aber dann bitte gleich verteilt. Ich möchte in einem frei! denkenden politischen Blatt auch KEINE regelmäßige Kolumne von Herrn Krupalla oder Heidi Reichinnek lesen..., oder Friedrich Merz - z.B. ...
Vollkommen richtig !
LG
Wer erinnert sich nicht an die Wortmeldungen vor der Wahl 2021? Damals klang vieles wie in diesem Beitrag. Nach der Wahl kamen dann aber das Gebäudeenergiegesetz und das Energieeffizienzgesetz – beide 2023 mit den Stimmen der FDP verabschiedet. Nein, Herr Kubicki, Wähler vergessen nicht so schnell. Ihre eigenen Gesetze tragen erhebliche Mitverantwortung für den heutigen Stillstand und die wirtschaftliche Malaise.
Iss so - de facto... /😉 - Ironie
Ich fände es gut, wenn die Rückmeldung bei der KI-Filterung eines Beitrags auch diesen Sachverhalt so formuliert wird. Wieso noch mit Klarnamen kommentieren? Dieser Sachverhalt und seine zugrundeliegenden "Wertemaßstäbe" wären einen eigenen Beitrag einmal wert.
Was mich wundert, ist die Tatsache, dass bei der Regierungsumbildung keiner von den SPD-Ministern/innen spricht. Wenn der Kanzler die Arbeitsministerin und den Finanzminister endlich rausschmeißen würde und konsequent die CDU-Themen und die Wünsche der arbeitenden Bevölkerung berücksichtigen würde, dann wären seine Chancen auf ein besseres Wahlergebnis deutlich höher. Diese ständige Rücksichtnahme auf die Befindlichkeiten der SPD werden auch die CDU ins Elend führen. Die Sozis können halt nicht mit Geld umgehen.. und ausgerechnet ein Sozi ist Finanzminister. Das kann ja nicht gut gehen. Er fährt Deutschland sehenden Auges an die Wand. Das kann nur verhindert werden, in dem die Sozis aus der Regierung fliegen.
Den letzten Satz meinen Sie doch nicht wirklich ernst, werte/r J.J.?
Wenn er die rauswirft, mit wem soll er denn weiter Bundeskanzler spielen? Nach rechts und links gibt es Brandmauern. Und mit den Grünen, die wohl (leider) langsam die SPD überholen, reicht es noch nicht. So ein Mist aber auch!!! 😉
Vielleicht schafft die FDP ja tatsächlich den Sprung über die Fünf Prozent Hürde, liebe Frau Hachenberg. Besser wäre, sie würde das dann noch weiter ausbauen. Früher habe ich sehr oft die FDP gewählt, aber diejenigen mit den vernünftigen und pragmatischen Ansätzen werden auch dort scheint's immer weniger. Gäbe es mehr "Kubickis" in der FDP stünde die Partei m.E. sicher um einiges besser da.
Der war das „alte Schlachross“ Kubicki noch ein „mittelaltes“. Aber nun ist er keines mehr. Eher so ein verstaubtes Schaukelpferdchen wie es noch auf dem einen oder anderen Speicher rumsteht.
Kubicki sieht sich gerne schreiben, zählt gerne auf, was so alles schief läuft in diesem Lande und äußert sich gerne zur Freiheit.
… Die er selbst nicht mehr zu haben scheint. Die Freiheit, die Politik zu machen, die er fordert.
Würde er durch eine Koalitionsaussage in Richtung Blau denen so eine Art „Freischein“ geben – zumindest für Wähler, die blaue Politik wollen, sich aber nicht zu wählen trauen, davon gibt es wohl ziemlich viele in der Union – dann könnte er bewirken, dass die Union weiter sinkt und dort die Revolution endlich ausbricht.
Es braucht halt Mut, um etwas zu verändern. Ansonsten haben wir bis zum St. Nimmerleinstag linke Politik.
Und ich dachte halt, Kubicki hätte ihn.
Ich finde, Sie tun Herrn Kubicki unrecht, lieber Herr Will. Man kann ja gerne kritisieren, dass es in der Vergangenheit den ein oder anderen Moment gegeben hat, in dem man sich als Bürger u. Wähler ein profilierteres Auftreten von Herzen gewünscht hätte, aber dabei darf man doch nicht vergessen, wie sehr innerparteipolitische Strukturen u. Regeln diejenigen unterjochen, die ihren eigenen Kopf haben.
Im übrigen finde ich die Titulierung als "verstaubtes Schaukelpferdchen" ziemlich despektierlich, zumal Herr Kubicki hier direkt als Autor auftritt und Sie ihn damit quasi direkt ansprechen. Da hätte ich jetzt persönlich ein Problem damit, wo ich doch selbst sonst auch gerne mal "Einen raushaue", lieber Herr Will;-) Seien Sie mir nicht Gram, aber das musste ich jetzt mal so sagen. Wie Sie bestimmt wissen, finde ich Herrn Kubicki ja sowieso ziemlich klasse, da schaue ich auch schon mal über das ein oder andere kleine Defizit hinweg...man sehe es mir nach, ich hab' auch so meine Schwächen;-)
ich sehr ernst, da Sie in meinen Augen hier die besten Beiträge liefern. Ich bin wohl ein wenig zu ungeduldig, bedingt durch meine Verzweiflung angesichts des Tempos, mit dem dieses Land an die Wand gefahren wird.
Ja. das „verstaubte Schaukelpferdchen“ war wohl ein wenig hart, aber so empfinde ich es halt. Denn:
Eines jedoch sehe ich komplett anders.
Wer seinen eigenen Kopf hat – und den zu haben unterstellte ich Kubicki immer – sollte, gerade wenn er das Alter und die politische Erfahrung dieses Herrn hat, sich nicht darum schweren, was innerparteilich so los ist. Sie haben ihn gewählt und er hätte ihnen sagen sollen, was er möchte.
Seit er Chef ist, habe ich das Gefühl, er hat Angst vor seiner eigenen Courage. Warum nur? Er ist doch in einem Alter, wo er nichts mehr zu verlieren hat.
Wie kann er nur glauben, dass Fritze Merz noch irgend etwas bewegen kann?? Mit den Sozen?
Sollte ich falsch liegen, werde ich keine Minute zögern, dies zuzugeben.
Aber ich erwarte da nichts mehr.
