Fifa-Präsident
Fifa-Präsident Gianni Infantino / picture alliance / Sipa USA | Icon Sport

Infantinos Geldgier - Der große Fifa-Ausverkauf

Über die neu gegründete „Fifa Forward Enterprise“ (FFE) will Fifa-Präsident Infantino externe Investoren an der WM mitverdienen lassen. Darunter den Trump-Clan. Die Uefa ist dagegen – und DFB-Präsident Neuendorf kritisiert nur in mildem Ton.

Hugo Müller-Vogg

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Für den Fußball-Weltverband Fifa sollte der Sport im Mittelpunkt stehen. Möchte man meinen. Doch für den Fifa-Präsidenten Gianni Infantino ist der Kampf um das runde Leder eher Mittel zum Zweck – zum Zweck des Profits. Deshalb hat er bei der zurückliegenden Weltmeisterschaft „Trinkpausen“ eingeführt, damit die Fernsehsender mehr Werbeminuten verkaufen konnten. Deshalb will er die Zahl der WM-Teilnehmer immer weiter erhöhen, damit es mehr Spiele und mehr Fernsehgelder gibt.

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Heidemarie Heim | Do., 30. Juli 2026 - 17:04

Kommt mir doch glatt eine neue Geschäftsidee geehrter Herr Dr. Müller -Vogg! Da man sich das mehr an Flüssigkeitszufuhr nicht einfach durch die Rippen schwitzen kann, wie wären da schöne,rund um den Spielfeldrand verteilte Dixie-Klos,die überdies der Erweiterung von Werbefläche
dienen.Stellen Sie sich ein Ronaldo oder sonstige Berühmtheiten schreiten vor Millionenpublikum vielleicht sogar in ein für sie eigens reserviertes Refugium mit der jeweiligen Rückennummer in Gold statt einem Herzchen in
der Tür! Übergeschnappt?Mag sein,aber nicht mehr als diese geldgeilen Typen,die den Sport kaputt machen oder durch Armbindchen an schwabbeligen Frauenoberarmen auf der Tribüne der Lächerlichkeit preisgeben. MfG

Wolfgang Z. Keller | Do., 30. Juli 2026 - 22:14

... sei dahingestellt, liebe Frau Heim. Und Herrn M-V will ich bei all seiner auch nachvollziehbaren Kritik zu Bedenken geben, dass dieser Sepp-Blatter-in-den-Schatten-Steller unbestreitbar einen Pluspunkt nicht nur bei mir gemacht hat: mit der Ausweitung der WM auf Teilnahmeländer, die nach der alten Regelung nie und nimmer auf einer WM zu sehen gewesen wären.
Da WAR kein deswegen schlechtes Spiel dabei, es sei denn, die einen oder anderen Stammteilnehmenden meinten, sich ein nur halbengagiertes Gekicke gegen diese "Nonames" leisten zu können (von Nationalitätennennungen sehe ich ab!).
Und die Zeiten, in denen in den 50ern auch etliche Nationalmannschaftsspieler noch einen "Brotberuf" hatten, dürften halt so vorbei sein wie mein Lehrlingsgehalt 1960 von 20 Mark/Monat bei einem 9-Stundentag und jeden 2. Samstag Vormittag 4 1/2 Std. "Jourdienst", also aufräumen, "Bude" zusammenkehren, Einfahrt fegen und für den Lehrherrn einkaufen, bei 2 Wochen Jahresurlaub und nix Lohnfortzahlung! :-)

Aber wie soll man so eine Meisterschaft dann größenmäßig ausrichten.In meiner Jugend trieb ich fast schon leistungsmäßig Sport und nahm mit meinem Verein quasi jedes Wochenende an einer Veranstaltung Teil.Alle Trainer,Betreuer und vor allen Dingen unsere in ihren eigenen PKWs dort hin Transportierenden Fahrer machten das für lau bzw. wie man sagt ehrenamtlich. So wie Sie lieber Herr Keller für Ihren Lehrherrn;).Da konnte natürlich jeder mitmachen,egal wie weit oder hoch man sprang.Doch um z.B. an den Deutschen Meisterschaften teilzunehmen oder zugelassen zu werden,war eine Qualifikation dafür vorgeschrieben.Die obwohl einmal sogar RLP-Jugendmeisterin im Mehrkampf bei weitem nicht reichte um neben anderen Sportgrößen zu bestehen.Da bewegen sich u.a. auch die Grenzen dessen,was eine Ausrichtung angeht. Und wie Ihnen gefiel es mir trotzdem,wie erfrischend die No names den uebersatten "Favoriten" Mores
beibrachten;).LG

... Sie haben sich so klar ausgedrückt - da konnte selbst die Autokorrektur nichts Essentielles dran ändern!
Was die Auswahlkriterien für alle Arten von Wettkämpfen betrifft, haben Sie absolut recht, und meiner groben Information nach waren alle teilnehmenden "No-names" Sieger in irgendeinem fußballerischen Wettbewerbszusammenhang: Asien-, Südamerika- oder Afrikameister usw. usf. ...
Will damit sagen: WO die Grenze der von Ihnen infrage gestellten Größe eines solchen Turnieres liegen könnte, weiß ich natürlich nicht. Die stattgehabte WM schien mir quasi BEIDERSEITS für die meisten machbar und erträglich.
Und dass sich jetzt neben der kompletten UEFA auch ALLE amerikanisch-südamerikanischen Fußball-Verbände GEGEN die von Herrn Infantilino :-) beabsichtigte Hereinnahme von Investoren IN die FIFA ausgesprochen haben, würde ich als immer wieder unverbesserlicher Optimist als ein zartes Pflänzchen der Hoffnung sehen wollen.
Ihnen und allen Foristenden ein temperaturmässig erträgliches WE!

Heidemarie Heim | Fr., 31. Juli 2026 - 14:01

Antwort auf von Wolfgang Z. Keller

Danke lieber Herr Keller!Ihren Optimismus kann ich nun wieder besser teilen,nachdem die von Ihnen erwähnten diesem Nimmersatt an Aufmerksamkeit und für mich reinen Geschäftsmann Infa(m)ntino beseelt wie glaube ich besonders die Südamerikaner von ihrem auch sozialen Aufstieg versprechenden Sport, die Rote Karte zeigen. Oder wir sind nicht käuflich! Ihnen ein schönes, im Moment bei uns von den Temperaturen her, angenehmes Wochenende! LG

Achim Koester | Fr., 31. Juli 2026 - 09:17

meine Hochachtung vor ihrer konsequenten Entscheidung auszusprechen, aber wenn ich diesen Neuendorf anschaue, glaube ich nicht mehr daran, dass die Drohung auch durchgesetzt wird, dazu ist zu viel Politik, und vor allem zu viel Geld im Spiel. Zwar könnte man die Rolle der deutschen Nationalmannschaft quasi auch als Boykott beschreiben, aber eher unfreiwillig. Was mich interessieren würde: wurde Nagelsmann nach Qualifikation oder Parteibuchquote ausgewählt?

... "Sie treiben mit Entsetzen Scherz!" - ein köstliches und herrlich antiqiertes Zitat, das ich meiner jahrelangen Korrespondenz mit dem Grandseigneur einer alten Adelsfamilie verdanke.
Auch Worte wie dünkt, untertänigst, gehab Er sich wohl, Mume, Oheim usw. usf. - kurz, Ausdrucksweisen, die ich als lesebesessener Jugendlicher damals noch in Märchen-, Sagen- oder Geschichtsbüchern fand und die mich beeindruckt haben: ein Geschenk, solcherlei wenigstens noch ab und an gebrauchen zu dürfen.
Zurück zu Ihrem Gedankengang: Was für diese zumindest ausserordentlich von sich eingenommene Trampolinistin von der großen weiten Welt der Politik für ein nächster lukrativer Job bereitgehalten wird - wir werden sehen!
Vielleicht Leitung der Sachbearbeiterbehörde des Auswärtigen Amtes für Asylanträge aus Afghanistan?

>> Leiterin der Sachbearbeiterbehörde des Auswärtigen Amtes für Asylanträge aus Afghanistan...?

Dafür bräuchte sie nur einen einzigen Stempel: "GENEHMIGT!"

Wenn ich mich nicht irre, ist das Zitat aus Schillers „Glocke“, die haben wir in der Schule auswendig lernen müssen. Ist das wirklich antiquiert?
Wenn ja, ist Bildung heute „Fack ju Göthe“.

Thomas Veit | Sa., 1. August 2026 - 09:33

Antwort auf von Achim Koester

und das Attribut 'antiquiert' hat der Herr Keller oben für dieses Zitat eingeführt (erst lesen..., dann schreiben...) - ich habe es nur übernommen (OHNE literarischen 'Faktencheck' 🤣) und deshalb in kleine Anführungszeichen gesetzt..., ich hoffe das ist so zulässig...?

Meine offensichtliche „Fack ju Göthe“-Bildung bitte ich zu entschuldigen..., ich kenne Schillers "Glocke" nicht auswendig... ..., ich komme aus dem Osten..., und noch dazu vom Dorf. Entschuldigung!

>> Die 'Zensur' hat's jedenfalls passiert... ...👍 /😉🤣

Gerhard Weißenberger | Fr., 31. Juli 2026 - 17:06

Der Gipfel der Chuzpe dieses Herrn Infantino
war die Äußerung vor den Kameras, dass eine
Abstimmung der 211 Mitglieder rein demokratisch sei.