- Das globale Geschäft mit Gebärmüttern
Flatrates, Erfolgsgarantien, Premium-Pakete: Der internationale Markt für Leihmutterschaft folgt den Regeln eines Luxusgeschäfts. Die Leidtragenden sind oft die Frauen, die die Kinder austragen. Doch manche von ihnen werden inzwischen selbstbewusster.
Eine Annonce, die eine „Fünf-Sterne-Begleitung auf Reisen“, einen „Fahrer ab dem Flughafen, Unterbringung in privaten Apartments“ ankündigt, die zudem verspricht, es gebe „keine Zwischenhändler“, schließlich einen „Festpreis und unbegrenzte Versuche“ garantiert – eine solche Annonce empfindet jeder sofort als wertig. So lockt man Geschäftspartner an, die Hochpreisiges zu schätzen wissen und bezahlen wollen. In dieser Form jedenfalls wirbt eine internationale Anwaltskanzlei mit zwölf Jahren Erfahrung in der Leihmutterschaft und Sitz in der Ukraine um Kundschaft und bietet Gebärmütter feil – All-inclusive-Angebote plus Flatrate.
Auch auf der Webseite von newlifegeorgia.com findet man einschlägige Angebote, diesmal ist die Adresse Georgien, es gibt garantierte Baby- und wohlfeile Bonusprogramme, die den Kern der reproduktionsmedizinischen Palette flankieren. Ein Dad, so heißt es auf deren Website, sei „a son’s first hero“ oder „a daughter’s first love“, ein wenig Klischee muss wohl sein. Denn ob sich Anwälte oder Agenturen den Eltern in spe andienen – Emotionen stehen schließlich am Anfang all dessen, was mit Unterschriften unter Verträgen enden soll.
Nun haben sich der ehemalige Gesundheitsminister Jens Spahn und sein Ehemann für die USA zur Verwirklichung ihrer Zeugungsziele entschieden. Das ist weise angesichts der angespannten Lage in Osteuropa; der Reproduktionstourismus in die Ukraine ist merkbar eingebrochen. Deutschland fliegt schließlich (noch) nicht die Väter und ihre von Leihmüttern gezeugten Babys aus Krisengebieten aus, wie Israel das 2015 kurzerhand tat; die Israelis lassen nie jemanden der ihren zurück. Damals geriet der wertvolle Nachwuchs jüdischer Erzeuger in Nepal durch ein Erdbeben in Gefahr, bekannt wurde das alles, weil man die Leihmütter nur unter medialem Druck nachholte.
Bittere Realität im Umgang mit Leihmüttern
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Kolumbien und Mexiko im Kosmos der ins Ausland verlagerten Schwangerenanmietung lange Zeit als new destinations gehandelt worden sind. Von solchen Ambitionen zeugt etwa eine Befruchtungseinrichtung in Mexiko-Stadt, betrieben mit chinesischer Unterstützung, und explizit wird die LGBTQ+-Community angesprochen. Leider hat Mexiko aufgrund des oft zu hohen Body-Mass-Indexes der Leihmütter und des vorgeburtlich vermutlich ungesunden Zuckerkonsums des Ungeborenen inzwischen einen gewissen Hautgout unter den reichen und schönen Bestellern, die sich den Stoffwechsel des Nachwuchses während der Schwangerschaft ungern hochkalorisch belastet vorstellen mögen.
Indien war schlussendlich angesichts der dort rekrutierten Frauen aus den Slumvierteln zwar eine unschlagbar günstige Ressource für Leihmutterschaften, macht es aber nun mal nicht mehr für Homosexuelle. Unter anderem die religiösen Vorstellungen der unteren Schichten waren mit den Zwillingsschwangerschaften für schwule Paare („two in one shot“ hieß dort das Sparprinzip für die beiden Väter) nicht so richtig kompatibel.
Also müssen es schon die USA sein, ohnehin das gelobte Land für jene, die über genügend Geld verfügen und eine erfolgreiche Elternschaft mit allen gebotenen medizinischen und juristischen Absicherungen anstreben. Wer beim Lesen eine Invektive gegenüber einigen Abarten des Reproduktionstourismus argwöhnt, der möge sich im Folgenden überzeugen lassen, dass die zynische Wortwahl der bitteren Realität im Umgang mit Leihmüttern nur allzu angemessen ist.
Zunächst die Trends: Immer mehr homosexuelle Männer, die sich Kinder wünschen, können und wollen mittels Leihmutterschaft Väter werden. Diese Entwicklung wurde bereits vor Jahren in der englischsprachigen Presse als „gayby boom“ bezeichnet. Inzwischen sind die USA wegen der liberalen Regelungen und der hohen medizinischen Standards eines der gefragtesten Länder für werdende homosexuelle Elternpaare. Jüngste Bestandsaufnahmen, zuletzt eine aus diesem Sommer, halten fest, dass reproduktionsmedizinisches Knowhow in den USA zunehmend durch Kunden aus dem Ausland genutzt wird, an allererster Stelle von denen aus China – die machten mehr als 40 Prozent der Klientel aus.
Hohe Standards bei der Selektion der Leihmütter
Das Geschäft mit dem internationalen Publikum boomt: Während Amerikaner selbst zu 2 Prozent im Rahmen von künstlicher Assistenz bei der Befruchtung Leihmütter nutzen, sind es 45 Prozent Ausländer, die das in Anspruch nehmen. Jedes Jahr wurde dabei ein stetiger Zuwachs von 22 Prozent Leihmutternutzung verzeichnet, unterbrochen lediglich von einem coronabedingten Tief.
Die hohen Standards, mit denen die Agenturen werben, beziehen sich nicht zuletzt auf die Selektion der Leihmütter. Allen, die es wissen wollen, ist bekannt, dass die neun Monate im Leib der Schwangeren einen Menschen für ein Leben prägen – bis hin ins Sozialverhalten, wie wir einem aktuellen Text der Fachzeitschrift Current Opinion in Physiology entnehmen. Diese hochkarätige Zeitschrift widmete Anfang des Jahres ein ganzes Heft den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen darüber, was das Ungeborene alles für sein späteres Leben an positiven und negativen Einflüssen mit- und abbekommen hat, wenn es den Uterus verlässt.
Um zu begreifen, warum die Schwangerschaft einer Leihmutter in den USA medizinisch nahezu immer riskanter und problematischer ist als eine natürliche, muss man das System dort und die Herausforderungen einer Schwangerschaft verstehen: Es geht um die delikate Balance des Abwehrsystems in einem weiblichen Organismus, die uns überhaupt erst ermöglicht, schwanger zu werden und Kinder auszutragen. Die wird durch eine Leihmutterschaft überstrapaziert. In den USA sind nämlich Leihmutter und Kind in den allermeisten Fällen nicht genetisch verwandt. Es handelt sich um eine sogenannte allogene Schwangerschaft oder eine gestational surrogacy, die durch das Genmaterial von einer weiteren Frau komplettiert werden muss. Das ganze Arrangement erfordert somit drei Beteiligte, indem per künstlicher Befruchtung (In-vitro-Fertilisation) mit dem Samen eines Vaters und den Eizellen einer Spenderin im Labor Embryonen gezeugt und herangezüchtet werden, von denen nach einigen Tagen (und einigen Testungen auf Erbdefekte oder nach Auswahl des Geschlechts) zumindest einer (manchmal mehr) der Leihmutter eingepflanzt werden.
Leihmütter werden nicht adäquat über ihre gesundheitlichen Risiken aufgeklärt
Worin liegt das begründet? Man könnte mit einer Leihmutter ohne weiteres ein Kind auf natürliche Weise zeugen oder sie inseminieren – denn im Falle von Männern, die sich ein Kind wünschen, ist schließlich keiner der Beteiligten unfruchtbar. Man spricht dann von traditional surrogacy, was allerdings im aktuellen kommerziellen Leihmuttergeschäft völlig unüblich geworden ist. Das dreigliedrige Bausatzprinzip der Amerikaner hat sich unter anderem deshalb etabliert, weil man als Leihmütter Frauen favorisiert, die bereits geboren haben und so ihre Eignung als Schwangere unter Beweis stellen konnten. Eizellspenderinnen weisen hingegen in der Regel höhere akademische Abschlüsse auf, was ihre DNA für die anspruchsvolle Kundschaft attraktiver macht – und das Ganze teurer. Außerdem wollen manche werdenden Eltern bestimmte Eigenschaften der Eizellspenderinnen auswählen können. Zudem beuge man damit einer zu engen Beziehung von Leihmutter und Kind vor, und nicht zuletzt erlaube das dreigliedrige System eine klare rechtliche Trennung von der genetisch nicht verwandten Austrägerin des Kindes.
Das gerade wird nun zum medizinischen Pferdefuß. Denn bei einer traditionellen Schwangerschaft sind beide verwandt, das Kind stammt zu 50 Prozent aus der DNA der Mutter. Diese genetische Nähe schützt das Kind, denn jeder Organismus möchte Fremdmaterial sofort abstoßen – ein Phänomen, das man in der Transplantationsmedizin nur deshalb beherrscht, weil man die Abwehrtruppen des Organempfängers massiv durch Immunsuppressiva wie Kortison in Schach hält. Auch ein Ungeborenes ist zur Hälfte durch die Gene des Vaters für die Abwehr der Mutter fremd – aber eben nur zur Hälfte. Ist es jedoch gänzlich fremd, wird es unweigerlich riskanter, aber nur wenige Publikationen legen den Finger in diese Wunde.
Das Bindeglied zwischen Mutter und Kind und zugleich der Ausgangspunkt der Erkrankungen ist die Plazenta, der Mutterkuchen, über den die mütterlichen und kindlichen Blutgefäße Sauerstoff austauschen. Die Abwehrmechanismen, die bei fehlender Verwandtschaft anspringen, lassen die Blutgefäße mehr oder minder stark verkalken, mitunter sieht ein solcher Mutterkuchen aus wie ein abgestoßenes Organ nach einer Transplantation. In jedem Fall erhöht sich der Druck, mit dem das Blut zum Baby hindurchgepumpt werden muss. Das macht verständlich, warum so viele Leihmütter – laut einigen Untersuchungen viermal so häufig, als wenn Frauen ihr eigenes Kind austragen – unter einem Schwangerschaftshochdruck leiden, einer Hypertonie, die im schlimmsten Fall in lebensbedrohliche Krampfanfälle der Schwangeren münden kann. Außerdem müssen die Leihmütter nach einer Geburt mit einem signifikant höheren Risiko rechnen, stark zu bluten, bis hin zu der Gefahr, dass ihnen deswegen die Gebärmutter entfernt werden muss. Man müsse davon ausgehen, dass es für Leihmütter 900- bis 1400-mal so wahrscheinlich ist, dass ihnen dies droht, als es bei einer traditionellen Schwangerschaft der Fall wäre. Und: In dieser Publikation wird der Vorwurf erhoben, man würde die Leihmütter nicht adäquat über ihre gesundheitlichen Risiken aufklären.
High-End-Agenturen haben die Wahl unter Anwärterinnen auf eine Leihmutterschaft
Dass all dies mit der Fremdheit des auszutragenden Kindes zu tun hat, lässt sich außerdem plausibel damit belegen, dass eine Eizellspende, die von der eigenen Schwester ausgetragen wird, weniger Risiken birgt. Es ist inzwischen unbestritten, dass umso mehr Risiken vorhanden sind, je fremder die DNA von Embryo und Leihmutter einander sind. Das bestätigt eine Vielzahl von weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen. So wird in einer Studie aus diesem Sommer berichtet, dass Herzprobleme und Schwangerschaftsdiabetes bei Leihmüttern ebenfalls überdurchschnittlich häufig vorkommen.
Eine weitere Untersuchung beziffert, dass Leihmütterschwangerschaften im Vergleich zu natürlichen insgesamt ein dreifach höheres Komplikationsrisiko haben. Neben einer erhöhten Fehlgeburts- und Abortrate ist ebenfalls zu bedenken, dass die Kinder häufiger zu früh auf die Welt kommen – und Frühgeburtlichkeit anerkanntermaßen eine gesundheitliche Hypothek für das weitere Leben bedeutet.
Gleichwohl haben die High-End-Agenturen die Wahl unter den Anwärterinnen auf eine Leihmutterschaft. Wie ernst sie den Auftrag zur Selektion nehmen, beweist die Werbung von Physicians Surrogacy. Hier rühmt man sich, die einzige von Frauenärzten und -ärztinnen gemanagte Leihmutteragentur im Lande zu sein, lokalisiert in San Diego, Kalifornien. Die Wächter über Wohl und Wehe des Prozedere lassen nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren weniger als 8 Prozent der Bewerberinnen zu und erläutern auf ihrer Website ausführlich, warum. Die medizinische Evaluation – vom Body-Mass-Index bis zu Bluttesten – ist dabei nur ein Teil des Puzzles. Der kriminelle und finanzielle Hintergrund der Leihmutter und allen Erwachsenen in ihrem Haushalt werden gecheckt. Eine Fachperson, die sich die geistige Gesundheit der Leihmutter anschaut, legt insbesondere Wert auf die Willigkeit, das Kind am Ende tatsächlich abzugeben. Und auch deren Partner werden unter die Lupe genommen, denn wenn der Lebensgefährte nicht wirklich „mit an Bord“ sei, seien nur „Friktionen“ zu erwarten. Solch rigorose Testung kostet naturgemäß. Die Agentur bietet immerhin wahlweise eine Flatrate, eine Garantie für eine Lebendgeburt oder beides gebündelt zum Sonderpreis von 260.000 Dollar. Aber dafür können sie mit messbaren Erfolgen aufwarten: Die Frühgeburtsrate der so zustande gekommenen Schwangerschaften liegt 50 Prozent unter den üblichen Frühgeburtsraten in den USA.
Womöglich sind Leihmütter die längste Zeit Bittstellerinnen gewesen
Noel Keane, ein Anwalt aus Michigan und Vorreiter der juristischen Ausgestaltung von Leihmutterverträgen, verlangte von Leihmüttern in der frühen Ära noch „Charakter, Stärke und eine Generosität des Geistes“. Man wird fragen dürfen, was davon übrigbleibt, wenn Inspekteure wie die von Physicians Surrogacy die Kandidatinnen ordentlich in die Mangel genommen haben. Aber es könnte auch ganz anders kommen. Dass sich die Abhängigkeiten verschieben werden, dafür gibt es jedenfalls erste Indizien. Womöglich sind Leihmütter die längste Zeit Bittstellerinnen gewesen, die ihren Bauch zu Markte tragen und sich den Agenturen andienen müssen. Dies entnimmt man jedenfalls einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung aus Israel. Das Land ist schon lange bekannt für die im weltweiten Vergleich ungewöhnlich hohe Inanspruchnahme reproduktionsmedizinischer Maßnahmen jedweder Art. In Israel können die Forscher zwischen zwei Generationen von Leihmüttern unterscheiden – die erste von 1996, seit Leihmutterschaft dort überhaupt möglich war, bis 2014, denn ab da hat sich der Pool der Anbieterinnen erweitert. Zuvor war verheirateten Frauen eine Leihmutterschaft untersagt gewesen, aber später wurde dies vom Oberrabbinat erlaubt und vom Gesundheitsministerium umgesetzt.
Daher änderte sich, so schreibt die Anthropologin Orit Chorowicz Bar-Am, fortan das demografische Profil der Leihmütter in Israel – weg von einem eher niedrigen sozioökonomischen Status hin zu auch in Gesundheitsfragen besser ausgebildeten Frauen. Die modernen Leihmütter seien somit viel besser informiert und würden sich den medizinischen Entscheidungsträgern nicht unkritisch unterwerfen. Sie stellten die traditionelle Rolle, die ihnen die Agenturen lange Zeit zugewiesen hatten, in Frage und re-definierten ihre eigene Position. Sie empfänden sich als jemand, der aufgrund der Natur ihrer Fähigkeit, Leben auszutragen, Autorität und Macht und Mitspracherechte besitze. Diese Frauen wüssten sich manchem medikalisierten Ansinnen des Systems zu widersetzen. Vermutlich sehen wir eine Variante des „Mein Bauch gehört mir“ am Horizont aufziehen.
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darf niemals frei verfügbar werden!
In meinen Augen stellt die Entstehungsgeschichte eines Kindes, wie sie im Falle Spahn verlaufen ist, eine neuartige, schwerwiegende Mißachtung der Natur des Menschen dar. Sie reiht sich ein in die Reihe vieler naturverachtenden Maßnahmen - z.B. Tötungen von Embryos, Euthanasie, Experimente an Menschen usw. -, die an Menschen begangen werden.
Es handelt sich um d a s, was in der Bibel (Genesis/Garten Eden) beschrieben wird als der Ursprung alles Bösen:
Der Mensch will sein wie Gott!
Er glaubt, mit dem Leben spielen und experimentieren zu dürfen.
Das kann und wird nicht gut ausgehen.
Am Ende steht dann der "Homunculus"!
In einer derart gottlosen (gemeint ist von mir der christliche Gott) Welt möchte ich nicht leben.
Wehe uns, wenn wir in Zukunft nur noch von Leuten bestimmt und regiert werden, welche keine Gottesfurcht mehr kennen!
Die langfristigen Nebenwirkungen einer Leihmutterschaft mit einem genetisch nicht verwandten Fetus sind unbekannt. Zu den hier diskutierten Problemen kommt die Tatsache, dass bei 50-75% der Frauen Zellen des Fetus teilweise lebenslang im Körper nachweisbar sind (fetaler Mikrochimärismus). Daraus ergeben sich ein erhöhtes Herz-Kreislaufrisiko und vermehrte Autoimmunerkrankungen. Niemand weiß, wie das bei allogenen Schwangerschaften aussieht.
Wissen die Frauen wirklich, worauf sie sich einlassen? Die Frage ist rhetorisch, denn sicher wissen sie es nicht, wenn es auch Mediziner nicht wissen.
Keine Ethikkommission würde eine medizinische Behandlung ohne eingehende Aufklärung über solche Risiken genehmigen und nicht sicherstellt, dass sie nicht aus finanziellen Gründen erfolgt sowie eine Nachverfolgung erfolgt. Da ersteres nicht sichergestellt werden kann, darf die Gesellschaft m.E. ähnlich wie im Arzneimittelrecht die Anwendung nicht zulassen.
So sieht vom Inhalt her hochinformativer Journalismus aus liebe Redaktion! Auch, dass man an vorhergehende Artikel zu diesem Thema anknüpft und damit dazu offene Fragen/Meinungen/Kritiken durch eine Expertin wie Frau Dr. Lenzen-Schulte durchleuchten lässt. Zumal sie es ohne "Ärzte-Latein;)" schafft,dieses ernste, die Medizin-Ethik betreffende Thema samt Hintergründen offen zu legen.Vor allem, was die Kommerzialisierung bzw. Geschäftspraktiken mit der anatomischen bzw. biologischen Besonderheit von Frauen, der Gebärmutter angeht, welches gern von einer Klientel genutzt wird, die in ihrem sonst woken wie queeren Lebenumfeld die natürlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern leugnen und schon mal die ein oder andere Wissenschaftlerin o. Uniprofessorin als TERF herabsetzen.Was dem erklecklichen Geschäft aber scheinbar keinen Abbruch tut, jedoch dem Ganzen ein zusätzliches "Gschmäckle" verleiht wie der Schwabe sagt. Nochmals meinen verbindlichsten....! MfG
Ich gebe Frau Wallau zu 100% recht. Es gibt zahllose "legale" und moralisch einwandfreie Möglichkeiten, sich den Kinderwunsch zu erfüllen. Der beste ist die Adoption. Freilich gibt es biologische Gründe, warum eine Schwangerschaft oder die Zeugungsfähigkeit nicht gegeben sind. Das ist zu akzeptieren. Wenn aber "Reiche" oder "Prominente" (wie im Falle des ominösen Herrn Spahn) einfach hergehen und sich Kinder "kaufen" ist das nicht hinzunehmen. Ich will hier nicht alles aufzählen, aber am schwersten wiegt meiner Ansicht nach wie die Leihmütter "behandelt" und "eingestuft" werden. Schon das Wort "Leihmutter" ist ein übler Begriff typisch verlogen und heuchlerisch. Auch die Kinder werden zur bloßen "Ware" herabgestuft. Das alles ist im höchsten Grade unmenschlich. Ich bin dafür, dass die Praxis der "Leihmutterschaft" weltweit geächtet wird und nur auf wenig medizinisch notwendige Ausnahmefälle beschränkt bleibt. Das Thema gehört vor das Tribunal der UNO und vor internationale Gerichte.
Ich habe jetzt mehrfach gehört, es sei in D unendlich schwierig, eine Baby zu adoptieren. Homosexuelle könnten das schon gar nicht, heterosexuelle Paare hätten mit.40.keine Chance mehr.
Wenn das stimmt, muss man sich nicht wundern, dass der Weg in das Ausland gegangen wird.
