Film der Woche Dreams

Film der Woche: „Dreams - Gefährliches Verlangen“ - Vorspiel zum Albtraum

Es knistert gewaltig zwischen der amerikanischen Mäzenin und dem illegal eingewanderten Tänzer aus Mexiko. Ihre heimliche Affäre dient dem sehenswerten Drama „Dreams“ als Schlachtfeld sozialer Hierarchien und demontiert dabei den amerikanischen Traum.

Ursula Kähler

Autoreninfo

Ursula Kähler ist promovierte Filmwissenschaftlerin und arbeitete unter anderem am Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main. Sie veröffentlichte „Der Filmproduzent Ludwig Waldleitner“ (2007) und „Franz Schnyder. Regisseur der Nation“ (2020).

 

So erreichen Sie Ursula Kähler:

Plötzlich ist er da. Gekommen, um zu bleiben. Wie Vieh transportiert in einem überfüllten LKW über die Grenze, hinein ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Er hat es überlebt, Fernando, der Balletttänzer aus Mexiko. Nach dieser Tortur schleppt er sich durch die texanische Wüste. An einer Raststätte schlingt er die Reste von Tellern herunter und wird von der Kellnerin verjagt. Per Anhalter schlägt er sich bis nach San Francisco durch. Endlich am Ziel: ein steriles Stadthaus an einer dieser typischen, steilen Straßen. Doch keiner öffnet. Er klettert über einen Zaun und findet einen Schlüssel. Erschöpft legt er sich schlafen. Das Ende seines Traums beginnt. Er weiß es nur noch nicht.

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Dorothee Sehrt-Irrek | Do., 23. Juli 2026 - 08:35

Ich mag die Schauspielerin sehr und gehe davon aus, dass der Film sehr sehenswert ist.
In der heutigen Zeit, anders als zu der der "Gefährliche(n) Liebschaften", könnte der Titel aber doch schlicht lauten "Dreams"?
Es ist mir völlig schleierhaft, warum aus der "Gemengelage" nicht zuletzt eine wunderbare Ehe werden könnte.
Eine Frau Klum würde sich da nichts erzählen lassen.
Ich bin ein Fan von ihr, ohne es ihr nachtun zu wollen.
Wenn man in z.B. hohem Alter in liebender Wertschätzung gepflegt und erhalten würde, sollte das aber nicht "billiger" für einen selbst sein, als die staatliche Fürsorge.
Aber das ist ja nicht das Thema des Films.
Jüngere Partner werden sicher nicht mehr belächelt und bei Heirat würde der junge Mann doch automatisch die US-Staatsangehörigkeit bekommen?
Welcher Vater oder Bruder würde so einem Glück der Tochter/Schwester im Wege stehen wollen?
Da war ja der Film "Giganten" zu seiner Zeit schon auch wegweisend?

Dorothee Sehrt-Irrek | Do., 23. Juli 2026 - 08:41

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

"Ab"stufungen, sagen wir doch lieber Variationen.
Wenn ich Leute schätze, sage ich das auch, vorausgesetzt, ich schade ihnen damit nicht.
Bonnie Tyler wurde auch von Königshäusern "verabschiedet"?
RIP