Jens Spahn
Jens Spahn / Foto: Marlena Waldthausen/Laif

Jens Spahn im Porträt - Immer weiter

Jens Spahn ist seit fast einem Vierteljahrhundert dabei. Das gibt dem Unionsfraktionschef einen ungeheuren Vorsprung – trotz verfestigter Unbeliebtheit. Jetzt sitzt er sogar in der mächtigen Sherpa-Runde der Regierung. Beliebtheit war für seine Karriere nie der Maßstab.

Volker Resing

Autoreninfo

Volker Resing leitet das Ressort Berliner Republik bei Cicero. Er ist Spezialist für Kirchenfragen und für die Unionsparteien. Von ihm erschien im Herder-Verlag „Die Kanzlermaschine – Wie die CDU funktioniert“.

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Jens Spahn ist der unbeliebteste Politiker Deutschlands. In der Umfrage von Insa vor wenigen Wochen liegt er auf Platz 20, sogar der Kanzler bekam leicht mehr Sympathie ab. Zugleich wird Spahn am 5.Mai mit großer Mehrheit erneut zum Fraktionsvorsitzenden von CDU und CSU gewählt. Die Bundestagsabgeordneten bestätigten den 46-jährigen CDU-Politiker aus dem Münsterland mit 86,5 Prozent im Amt, kaum weniger Zuspruch als vor einem Jahr und ungeachtet der desolaten Lage.

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Herr B. | Mi., 8. Juli 2026 - 08:14

Spahn ist unbeliebt, weil ihn die Medien um den ÖRR nicht mögen, er ist ihnen zu konservativ. Der linksextreme Steinewerfer ohne Bildungsabschluß Fischer war der angebliche „beliebteste Politiker Deutschlands“, weil ihn der ÖRR dazu machte, nicht weil er es war! Wie bei allem in diesem Land, es sind die Medien um den ÖRR die die Stimmung machen, die Richtung vorgeben, nicht die Realität.

Unabhängig davon, Spahn hat gute Ansätze, im Gegensatz zu den grünlinken Merkel-Jüngern wie Günter und Wüst gibt er sich konservativ. Ob man ihm trauen kann, ist die alles entscheidende Frage, ich bin mir nicht sicher, ob man sie mit ja beantworten kann.

"Spahn hat gute Ansätze, im Gegensatz zu den grünlinken Merkel-Jüngern wie Günter und Wüst ..."

Na wenigstens etwas...!! Eine große Auswahl an besseren Alternativen (in der Union) hat der konservativ geneigte Nicht-AfD-Wähler de facto nicht... - oder? 🤔

Wolfgang B. | Mi., 8. Juli 2026 - 08:14

Herr Spahn ist für mich die Personifizierung des großen strukturellen Problems im Politikbetrieb: vom Kreißsaal in den Hörsaal und dann weiter in den Plenarsaal.

Wie erstrebenswert wären Politiker, die für eine Legislatur ihren Beruf, in dem sie erfolgreich tätig sind, niederlegen und ihr Know-how ins Parlament einbringen. Anschließend gehen sie wieder ihrem Beruf nach.

Ingo Frank | Mi., 8. Juli 2026 - 08:59

Gesundheitsminister und hat sich vom Pandemie- Treiber Lauterbach sich die Ohren vollsäuseln lassen von Impfpflicht , Ausgangssperren und zu doch möglichen Grenzschließungen (2015 ging ja das nicht, es brauchte Corona, um die CDU & Merkelsche Lüge zu wiederlegen) bis hin zum Masken- Dealer und zum „begünstigten“ Kreditnehmer ……oder wie war das alles mit Herrn Spahn ?
„Wir werden uns vieles verzeihen müssen“ Müssen wir das? Wirklich ? Genau so eine steile These, Spahn als Konservativ zu bezeichnen nur weil es etwas blass rosaer und blass grüner wirkt als Günther ? Genosse Günther ist knallrot und dunkel Grün…… ha hebt sich das Merkelsche blass rosa & hellgrün natürlich ab. Das hat aber alles nichts aber auch gar nichts mit konservativ, in dem Sinne wie ich ich konservativ verstehe, zu tun. Mit einer CDU vor Merkel einer CDU unter Kohl zu großen Teilen ….jedenfalls. Der würde aus dem Grabe springen, würde er die CDU von heute sehen !
MfG a d Erf. Republik

Urban Will | Mi., 8. Juli 2026 - 09:26

Spahn noch immer da ist.Er hat in vielen Dingen versagt und er hat Deutschland sehr viel Geld gekostet.
Man kann und darf Fehler machen,aber mir ist nicht bekannt,dass er einen davon – v.a.seine unselige Rolle während der Coronazeit – zugegeben hat.
Zwar hat er – das muss man ihm anrechnen – eine Aufarbeitung gefordert, aber warum tut er es nicht mehr?Er ist nun Chef der – noch – größten BT-Fraktion.Er könnte es anregen. Aber er kuscht, er ist feige. Auch er pflegt brav die Brandmauer.
Vor langer Zeit hielt ich ihn mal für fähig, diese einzureißen und eine neue Zeit für seine Partei einzuläuten. Wird er nie machen. Er ist brav im Glied und noch jung genug, einen Zusammenbruch seines verlotterten Haufens (nach welchem ihm wohl eine besondere Rolle zukommen wird beim „Wiederaufstieg“, falls es diesen gibt) abzuwarten. Wäre soweit ok, aber bis dieser Zusammenbruch kommt, wird das Land noch weiter an die Wand fahren und wäre Spahn ein Politiker und kein Hansel, dann würde er jetzt handeln

wie so viele in der Union, Söder ist da nicht anders, sie reden viel, sagen den Menschen was sie hören wollen und wenn es ums Handeln geht, dann ziehen sie feige den Schwanz ein und bleiben auf grünlinkswokem Kurs!

Und selbst wenn er wollte, der Spahn (ob er wirklich will, weiß man nicht), er würde an der grünlinken Merkel-Front scheitern, die wollen keine konservative Politik.

Für mich sind Union und FDP absehbar unwählbar, egal mit welchem „Spitzenpersonal“, denn die haben alle samt zu viele Versprechen gebrochen und zu oft enttäuscht!

Heidemarie Heim | Mi., 8. Juli 2026 - 11:16

So der sinngemäße "Leitspruch" von Kaiser Caligula, liebevoll auch glaube ich "Stiefelchen" genannt? Und wenn man sich näher mit dessen Leben und insbesondere das Vorgehen bezüglich seiner eigenen Verwandschaft oder nicht, und gegenüber anderen Gegenerschaften befasst, kann man u.a. darauf schließen, dass sich selbst eine Machtpolitikerin und Chefin wie die Exkanzlerin, deren Weg mit u.a. Merz gepflastert war;), die Zähne an diesem Typus ausgebissen hat.Ansonsten kann ich mir seine Karriere hin zur Unentbehrlichkeit nicht erklären. Denn auch eine "Teflonbeschichtung" gibt nach 25 Jahren irgendwann den Geist auf;). MfG

C. Schnörr | Mi., 8. Juli 2026 - 13:49

... die "jungen Wilden" der CDU gegen die Rentenpläne aufbegehrten und - Überraschung! - nach "intensiven" Gesprächen mit der Parteiführung alle bis auf ein paar pro forma Hansel zurückzogen, wurde Herr Spahn vor laufender Kamera gefragt, ob er die "jungen Wilden" unter Druck gesetzt habe. Leider sind die folgenden 2 Sekunden, in denen ihm die Kontrolle über seine Gesichtszüge entglitt, nicht dokumentiert. Sie illustrieren treffend, was im Artikel euphemistisch "unbarmherzig" und "geschmeidig" benannt wird. Und warum klammert sich der Kanzler an ihn? Gegenfrage: An was klammert sich der L.-F. nicht, um Kanzler zu bleiben?

Armin Latell | Mi., 8. Juli 2026 - 15:02

Kanzler ist. Für mich und die Deutschen kann ich nur hoffen, dass er das auch nie werden wird. Die Intention dieses Artikels ist mir verborgen geblieben, für mich ist und bleibt Spahn Bankkaufmann, der sich an Corona eine goldene Nase verschafft hat, auf Kosten der von ihm bis aufs Blut gepiesakten Bürger. Zusätzlich hat er noch zig Millionen Euro Steuergeld mit seinen "Maskendeals" verbrannt. Wir bezahlen noch heute für seine Unfähigkeit. Verantwortung, Konsequenzen? Null, wie auch bei allen seinen nur aufs eigene Wohl bedachten Gesinnungsgenossen. An Höhen in der Bundespolitik, von der die Bürger einen Vorteil gehabt hätten, kann ich mich nicht erinnern, an die Tiefen allerdings schon. Ein verantwortungsloser Geselle, wie sein aktueller Abteilungsleiter. Ich verachte beide.

Brigitte Simon | Do., 9. Juli 2026 - 11:10

Antwort auf von Brigitte Simon

Der Ausdruck "den Feind an die Brust nehmen" beschreibt Merkel ihre politische oder strategische Taktik. Sie meint, einen Gegner wie Spahn, so nah an sich heranzulassen, zu umarmen oder einzubinden, daß sie ihn kontrolieren kann, bevor er ihr schadet um ihn durch die eigene Umarmung politisch oder strategisch handlungsunfähig zu machen.