Lars Klingbeil
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil am Montag bei der Vorstellung des Planentwurfs für den Bundeshaushalt 2027 im Haus der Bundespressekonferenz / picture alliance / dpa / Michael Kappeler

Bundesfinanzminister Klingbeil stellt Haushaltsentwurf 2027 vor - Pleiteunternehmen Deutschland

Die Bundesregierung hat an diesem Montag ihren Bundeshaushalt für das Jahr 2027 vorgestellt. Er soll das Land in eine gute Zukunft führen. Die Wahrheit ist aber eine ganz andere: Deutschlands Staat droht der finanzielle Abgrund. Überdecken lässt sich das nur noch mit Finanztricks.

Porträt Mathias Brodkorb

Autoreninfo

Mathias Brodkorb ist Cicero-Autor und war Kultus- und Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er gehört der SPD an.

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In der vorigen Woche wurden Versprechen für die Modernisierung des Landes präsentiert, heute folgte dann die Wahrheit: Noch nie in der Geschichte des Landes waren die öffentlichen Finanzen derart aus dem Lot geraten, wie es für das kommende Jahr geplant ist. Aber das ist erst der Anfang. Das verspreche ich Ihnen schon heute.

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Walter Bühler | Mo., 6. Juli 2026 - 19:21

Tja, deutsche Funktionäre glauben tatsächlich, sie könnten das, was sie sich als Politiker schon immer gewünscht haben: sich nämlich einfach an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen, und zwar samt Pferd. Und nicht nur das: Unsere Poltiker können gleichzeitig die Wohnungsmieten einfrieren und gleichzeitig viel mehr neue Wohnungen bauen.

Man betrachte nur die Münchhausen-Türme "Elbtower" (Hamburg; von Scholz & Benko) und "Steglitzer Kreisel" (Berlin).

Und gleichzeitig einen Krieg finanzieren (oder gar gewinnen ...):

Der deutsche Clan Münchhausen wird uns jeden Wunsch erfüllen, insbesondere den kommenden Generationen.

Markus Michaelis | Mo., 6. Juli 2026 - 19:57

wie bei anderen Fragen. Ich denke, solche Fragen wie Schulden gehören ohnehin nicht in Verfassungen. Wenn man das besser absichern will, sollte man mehrstufige Gesetze machen, also solche, die zB höhere Parlamentsmehrheiten brauchen. Dafür müsste man dann die Verfassung ändern - die regelt, wie Gesetze entstehen, aber nicht deren Inhalt.

Unabhängig von der Verfassung ist mir nicht ganz klar, warum die linken Parteien mehr Schulden wollen. Ich würde nur gerne die innere Logik verstehen: ist mir da etwas nicht klar, oder ist "denen" etwas nicht klar? Außer sehr kurzfristigen Effekten sehe ich nicht den Vorteil in so hohen Schulden. Außer man hat den Euro ohnehin schon aufgegeben, weil alle überziehen - und will wenigstens auch bei der Party dabei sein, bevor es ans Zahlen geht?

Man kann Schulden als indirekte Steuern betrachten, die anders nicht durchsetzbar wären. Aber teure Steuern mit immer mehr Zinsen für die, von denen man eigentlich mehr Steuern haben will?

Wo, bitte, soll die Schuldenbremse denn sonst verankert werden, wenn nicht in der Verfassung? Das Grundgesetz ist doch die einzige Instanz, bei der unsere unfähigen aber gedgierigen Politiker nicht nach Belieben schalten und walten können.

Wolfgang Dubbel | Mo., 6. Juli 2026 - 20:08

Sollte man das ganze Waffenarsenal nicht kaufen/in Auftrag geben, sondern leasen, und das Zeug nutzen, was überall rumsteht…siehe Panzer in Gr und Tü

C. Schnörr | Mo., 6. Juli 2026 - 20:09

… läßt sich nicht austricksen”. Aber die Division lässt sich in Schulen abschaffen (siehe NRW). Solche Wähler werden von der Regierung bevorzugt.

Ingo Frank | Mo., 6. Juli 2026 - 20:30

nimmt nun durch die weitere Aufnahme von Schulden, weiter Fahrt auf…..
Wir rauchen, saufen und trinken süße Limonaden, um die Haushaltslöcher weiter zu stopfen und es reicht immer noch nicht. Die Inflation galoppiert weiter und SPD & Union allen voran der Kanzler beweihräuchern sich selbst, Jurnallie und ÖRR beten es gut. Alles Bestens im besten aller Deutschlands…...
Wenn man bedenkt das Schröder mit seiner SPD mit trotz seiner Agenda 2010 mit 34% abgewählt wurde und Merkel mit 35% 2005 das erste Mal Kanzler geworden ist …….
Steht die SPD nun vor der Einstelligkeit und die Union vor unter 20% mit weiter fallender Tendenz und das ist gut so. Hoffentlich ist dieses Elend linker Politik bald vorbei ……
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Urban Will | Mo., 6. Juli 2026 - 21:00

was diese Geisteskranken, die uns regieren, an Unheil anrichten. Es reicht einfach nicht mehr.
Es ist an der Zeit, Schuldige zu benennen.
Ein in allen Belangen unfähiger, ideologisch verblendeter, komplett irrer Finanzminister sollte nicht einen Tag länger im Amt sein. Und da er gewiss nicht von selbst zurücktreten wird, ist der Schuldige schnell benannt.
Friedrich Merz ist dabei, dieses Land finanziell, aber auch wirtschaftlich und kulturell dauerhaft so zu zerstören, dass ein Wiederaufbau kaum mehr möglich ist.
Und dafür gibt es nur einen Grund: sein Festkleben am Kanzlerstuhl. Und noch immer sind wir nicht beim Haupt-Schuldigen. Es ist die Union, wo man durchaus viele Menschen vermuten kann, die genau das wissen, was Sie hier hingeschrieben haben und die absolut nichts zu machen gedenken, diesen Wahnsinn zu verhindern.
Schreiben Sie endlich das, was Sie für richtig halten, um diesen Irrsinn zu stoppen!
Es kann doch nicht sein, dass überall nur noch Schafe herum stehen!

Dr. Andreas Oltmann | Mo., 6. Juli 2026 - 22:19

Wer ist der Souverän?
Die Staatsbürger dieses Landes.
Wir sind das Volk!
Wie lange wollen sich die Bürger noch kommandieren lassen?
Wer sich selbst nicht an die Regeln hält, ist zum Widerstand verpflichtet.
Also: Wegtreten.

Theodor Lanck | Mo., 6. Juli 2026 - 23:10

Deutschland hat sich mit diesem Haushalt entschieden, wie Frankreich, Italien und Spanien die Euro-Währungsunion als einen Schutzwall gegen die Finanzmärkte zu nutzen. Ohne Währungsunion wäre jetzt die deutsche Währung auf Talfahrt und die Zinsen für deutsche Staatsanleihen gingen durch die Decke.

Problem ist, dass nun im Euro kein großer Stabilitätsanker mehr übrig bleibt. Das Ende des Euro ist nur noch eine Frage der Zeit.

Jürgen Goldack | Mo., 6. Juli 2026 - 23:52

Die Fakten wurden schon x-mal durchgekaut. Nur die Schuldigen, die dieses katastrophale Desaster verursacht haben und immer noch weiter betreiben, sitzen nach wie vor wie betoniert auf ihren Regierungsstühlen. Natürlich ist Pinocchio Merz als Kanzler verantwortlich für alles was seine unfähigen Minister so veranstalten. Aber da er weder Rückgrat noch Eigeninitiative (ohne Rückgrat nutzt die auch nichts!) hat versteckt er sich hinter der linken Brandmauer und klammert sich an den unfähigsten von ihm selbst ernannten Finanzminister Antifa-Lars. Als Soziologe und Historie-Fuzzi hat der nie rechnen gelernt - und rechnen ist die Basis gesunder Finanzpolitik. Aber Lars kümmert sich lieber um die hoffnungslose Suche nach Argumenten der AfD zu schaden als um seinen Job. Er hat vermutlich erkannt, das er in diesem Job in der Liga von Grundschülern herumpaddelt. Und Merz? Der klammert sich krampfhaft an das untergehende Schiff Regierung. Wahrscheinlich hat BlackRock einen lukrativen Job für ihn!

Angelika Sehnert | Di., 7. Juli 2026 - 06:55

Es ist nicht ganz fair, den katastrophalen Zustand des Landes allein Merz anzulasten. Ihm muss man allerdings vorwerfen, dass er keine Abhilfe schafft, im Gegenteil.
Die Ursachen liegen weiter zurück, beginnen mit dem Verprassen der Erfolge der Schröder’schen Reformen, die die SPD- Linken zu ihrem Trauma erklärt haben und mit dem Aufblähen des Sozialstaates unter Merkel zu heilen versuchten. Merkel ließ sie gewähren und begann eine überstürzte, nur ideologisch begründete Energiewende, die die Wettbewerbsfähigkeit drastisch verschlechtert hat. Die permanenten regulatorischen Eingriffe in die Wirtschaft, auch rein linke Politik, taten und tun ihr Übriges. Wir haben seit 2019 kein Wachstum mehr, alle wirtschaftlichen Kennzahlen sind seit Jahren alarmierend.
Die bittere Wahrheit ist, dass das politische Personal schlicht ungeeignet ist die existenzielle Bedrohung wahrzunehmen. Bei den einen ist es ideologische Verbohrtheit, den andern Unfähigkeit, harte, mutige Entscheidungen zu treffen

"Der Wirtschaft geht es gut, nur die Zahlen sind schlecht." So der ähnlich hat das doch einmal ein Ex-Wirtschaftsminister gesagt.

Wolfgang B. | Di., 7. Juli 2026 - 09:31

Das deutlichste Signal ist doch, dass die Ausgabenseite praktisch nicht angetastet wird. Insbesondere Ausgaben an Dritte. Das Signal bedeutet: ihr seid uns egal und wir verteilen euer Geld fleißig in der Welt. Nun legt euch gefälligst krumm dafür. Es wird gegen den Souverän regiert. Es braucht dringend entschlossenes Handeln, bevor Verteilungskämpfe beginnen, die schnell außer Kontrolle geraten können.

Dr. Michael Bauer | Di., 7. Juli 2026 - 10:16

Ideologen und linke Minderleister brauchen die harte Tour. Der Rest sollte dringend Sicherungsmaßnahmen ergreifen. Die - bedachten! - Worte des sehr vernünftigen Hr. Brodkorb sollten ein unmissverständliches Alarmsignal sein. Ein neuer Lastenausgleich dürfte vor der Tür stehen.

Gisela Hachenberg | Di., 7. Juli 2026 - 12:10

Ein sehr guter Artikel, lieber Herr Brodkorb. Umso mehr, da Sie ja Mitglied einer dieser vor sich hinwurschtelnden und uns verar… Partei sind. Chapeau! Das macht guten Journalismus aus! Einige wenige andere Medien haben sich auch die Mühe gemacht, dieses uns dummen Bürgern vorgesetzte Konstrukt etwas näher zu beleuchten. Unter anderem die NZZ, die auch schreibt, dass die Bürger nicht ent-, sondern im Gegenteil belastet werden. Ich bin entsetzt über das Vorgehen dieser Regierung. Für diese „Politiker“ sind wir Bürger, der Souverän, eine dumme Masse, die man belügen und betrügen kann. Die stellen sich hin, grinsen, und präsentieren ihr tolles Programm. Nein, diese Leute, ohne Ausnahme, haben kein Gewissen, keinen Anstand und überhaupt keinen Respekt vor den Bürgern. Wie lange soll das weitergehen? Immer weiter bergab, dem Abgrund entgegen! Die meisten Bürger im Land sind leider träge und nehmen alles hin. Bis es zu spät ist! 🥺 Danke für den Artikel, Herr Brodkorb!

Heidemarie Heim | Di., 7. Juli 2026 - 12:34

Noch so eine linke Tour was laut Gesetz zu den Kernaufgaben des Staates und erst Recht zu einer Gesundheitsreform zur Beitragsstabilisierung von AG und AN,Rentnern usw. gehört,sind die seit Jahren nicht in Gänze abgefuehrten Krankenversicherungsbeiträge an die gesetzlichen KKs für Bürgergeldempfaenger!Die dadurch jährlichen Defizite zwischen 10-13 Milliarden zahlten und zahlen nämlich bisher nur die gesetzlich Versicherten mit ihren eigenen Beiträgen.Der Bundesverband der KKs hat schon vor Monaten Klage eingereicht gegen den Bund,doch kommt das nirgends aufs Tape in der Politik! Dafür wäre keine Kohle mehr da hieß es lapidar!Und bis Karlsruhe Recht spricht sind wir sowieso alle erledigt?Wie war das noch mit dem sozialverträglichen Fruehableben? 😜 In unserem ganz persönlichen Fall und 3! Beiträgen an die TKK nicht bevor die 10 Jahre um sind! MfG

Marco Riccardi -FDP | Di., 7. Juli 2026 - 13:48

Man nenne mich einen Verschwörungstheoretiker wenn man möchte, aber ich habe wirklich so das Gefühl dass die SPD auf Teufel komm raus den Staat aufblasen und mit Sympathisanten auffüllen will.
Es werden immer mehr Schulden angehäuft, die Inflation ins unermessliche gesteigert und dann wird die Lösung verkauft:
Daran dass der Markt die Probleme (welche der Staat überhaupt erst geschaffen hat) nicht lösen kann sieht man ja das der Kapitalismus gescheitert ist (ist er nicht, man gibt ihm nur keine Chance) und darum wird es Zeit für Sozialismus. Der Staat wird uns alle retten!
Ziemlich ironisch wenn man so drüber nachdenkt...

Sabine Lehmann | Di., 7. Juli 2026 - 15:58

Dass Zebras sprechen können, ist neu, dass Glühwürmchen eine kurze Lebensdauer haben nicht. Was das mit dem Bundeshaushalt dieser Wunderino-Republik zu hat?
Nun, sprechende Zebras und anderes exotisches Getier wird vom Staat, von unseren Steuergeldern unterstützt, je exotischer desto großzügiger, man bezahlt quasi seine eigene Abschaffung. Ob das Sinn macht? Weiß ich nicht, ich bin kein Psychiater, ein Hang zum Masochismus jedenfalls ist dabei, Idiotie großflächig vorhanden und sicher auch pathologische Realitätsverluste. So irrlichtert die deutsche Politik weiter durch den Sommer, ihre Leuchtkraft ist die der Glühwürmchen nicht unähnlich, nach ein paar Wochen ist alles vorbei, der Wähler vergisst oder ist selbst schon dem Wahn verfallen. Ja und die Zebras? Wer's nicht glaubt: Sie sprechen nicht nur, sie "widersetzen" sich auch, Potzblitz: https://www.bild.de/regional/thueringen/attacke-bei-afd-parteitag-hier-…

Anonymsolangeesgeht | Di., 7. Juli 2026 - 19:21

Viel mehr fällt mir dazu nicht ein. Wahrscheinlich hat der Bundestag irgendwann ein Gesetz verabschiedet, dass Politiker aus ihren Ämtern nicht entlassen werden können, schon gar nicht wegen Unvermögen.

Wie gut, dass es das Lastenausgleichsgesetz gibt. Das wurde ja rechtzeitig vor Corona geändert und umfasst nun auch die Haftung für Impfschäden. Vielleicht steht da ja irgendwo, dass die Bürgerhaftung auch im Falle einer totalen Staatsverschuldung greift.

Am schlimmsten ist die Ohnmacht, zusehen zu müssen, wie unfähige Politiker das Land gegen die Wand fahren

Heidemarie Heim | Mi., 8. Juli 2026 - 10:39

Und auf den besten aller Tricks, gern in Zeiten angewandt wo der Bürger alles andere im Kopf hat außer Politik oder der Verabschiedung möglicher zu seinen Ungunsten ausfallender Entscheidungen, wurden wir heute ausgerechnet durch die Fraktion der Grünen aufmerksam gemacht. Die sich nämlich weigern über etwas abstimmen zu wollen, was ihnen durch das Gesundheitsministerium zugestellt in so kurzer Zeit, also sozusagen "in letzter Minute" nicht überprüfbare Änderungen auf 278? Seiten Papier Reformpaket enthalten soll! Nun müssen mal wieder die Gerichte ran. Die wie wir ebenfalls heute morgen nebenbei erfuhren,wegen Überlastung ,1 Million offene Verfahren, entlastet werden sollen durch u.a. Digitlisierung und Verfolgung von Bagatellfällen. Aber wenn natürlich in Berlin Not an m/w/d ist, lässt man alles stehen und liegen und fährt wunschgemäß dazwischen;). Außer eine bestimmte in schlumpfblau gehaltene Partei nimmt die Justiz dergestalt in Anspruch;). MfG