Louis H. Toulon
Auf Plakaten in der südfranzösischen Stadt Toulon wird Gerechtigkeit für den getöteten Louis H. gefordert / picture alliance / abaca / Coust Laurent / ABACA

Gewaltsamer Tod von Jugendlichem erschüttert Frankreich - „Du wirst nicht mehr mit der Polizei sprechen“

In Südfrankreich prügeln fünf Jugendliche den 17-jährigen Louis H. zu Tode. Der Fall sorgt wenige Monate vor der Präsidentschaftswahl für eine heftige Debatte über migrantische Gewalt. Aber es bleiben Fragezeichen.

Autoreninfo

Carolina Kaube studierte Governance and Public Policy – Staatswissenschaften in Passau.

 

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Fünf gegen einen. Auf der einen Seite: Ein am Boden liegenden Körper, auf den Faustschläge und Tritte einhageln, scheinbar unendlich lang. Gequältes Röcheln. Auf der anderen Seite: Lachen. Zeichen des Sieges, der Überlegenheit, selbstbewusst in die Kamera gerichtet. Die Videoaufnahmen, die in Frankreich in den vergangenen Tagen für Entsetzen sorgen, sind meist verpixelt – doch nimmt das der Szene nichts von ihrem Grauen.

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Jens Böhme | Sa., 4. Juli 2026 - 16:27

Das hobbymäßige Filmen von eigener Gewalt (faktisch Recht und Gesetz zuarbeiten) ist ein Akt von Überlegenheit und/oder vollkommener Dummheit. Das Menschenbild im Allgemeinen - egal welcher Hautfarbe - ist dermaßen zerrüttet, dass die Verrohung in Problem- und Konfliktfällen (hier Reaktion gegen Mobbing) natürlicherweise stattfinden muss. Gesellschaften ohne Bildung und ohne Verteidigung von Werten müssen sich in diese Richtung zurückentwickeln.

Heidemarie Heim | Sa., 4. Juli 2026 - 18:17

Am m.E. Pulverfass Frankreich.Und mit jedem Versuch solche Gewalttaten entweder als "normale,harmlose Auseinandersetzungen" zu relativieren wenn die Täter nicht zum ideologischen Selbstbild passen,oder wie hier dem Opfer medial nicht die Aufmerksamkeit zuteil wird,wie es im umgekehrten Fall gewesen wäre,kommt man dem Punkt näher,an dem das Fass hochgeht.Was bedingt durch den Vorsprung,den die Franzosen scheinbar auch in Sachen Behördenversagen aufgrund mangelnder Finanzierung vor uns haben,eher früher als später eintreten wird.Von den Auswirkungen bei den Wahlen ganz zu schweigen.Spaetestens dann sieht das Geplänkel unserer Politik gegen "rechts" hinter einer Brandmauer dagegen aus wie eine lächerliche Kindergarten-Veranstaltung.Und wir können dann wieder 14 Tage darüber diskutieren,ob unser Regierungschef beim Staatsbesuch den Handshake verweigern muss oder besser noch, ob es opportun ist, weiter "rechtsextremen" Atomstrom zu beziehen. MfG

Christa Wallau | Sa., 4. Juli 2026 - 21:00

einfach "vom Himmel gefallen".
Sie haben Ursachen verschiedenster Art, aber eines ist vollkommen klar:
Noch zur Jahrtausendwende (vor 25 Jahren) gab es derartige Verbrechen von Jugendlichen nicht in dem Ausmaße wie jetzt!
Mit einer feigen Politik des "Laissez-faire" haben die Regierungen in Frankreich, in England und eben auch in Deutschland es versäumt, jungen Leuten, besonders auch ethnisch fremden, klare Grenzen zu setzen und ihnen unmißverständlich
zu signalisieren: W i r bestimmen in unserem Land, was hier sein darf und was nicht!
Eine harte Politik mit drastischen Strafmaßnahmen für alle jugendlichen Täter und Belohnung für junge Leute mit vorbildlichem Verhalten hätte mehr bewirkt als jedes verkorkste Sozialisierungsprojekt.
Nun stehen alle "Gutmenschen" im UK, in F und in D vor den Trümmern ihrer illusionären Politik.
Und ohne Maßnahmen, die noch viel drastischer sein müssen als diejenigen, die man vor 25 Jahren hätte anwenden müssen, wird n i c h t s
besser werden!