Blick in den Sitzungssaal des Sicherheitsrats am Hauptsitz der Vereinten Nationen, New York & Bundesaußenminister Johann Wadephul
Blick in den Sitzungssaal des Sicherheitsrats am Hauptsitz der Vereinten Nationen, New York & Bundesaußenminister Johann Wadephul / Fotos: Cavan Images/Imago Images

Deutschlands Niederlage im UN-Sicherheitsrat - Retten, was noch zu retten ist

Nach Deutschlands verlorener Wahl in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen war der Katzenjammer groß. Trotz großer Hoffnungen war das Abstimmungsdebakel aber nur konsequent. Warum unser Ansehen in der Welt derart ramponiert ist.

Autoreninfo

Marcus Schneider leitet bei der Friedrich-Ebert-Stiftung das Projekt für „Frieden und Sicherheit“ im Mittleren Osten mit Sitz in Beirut.

So erreichen Sie Marcus Schneider:

Es war letztlich eine Klatsche. Anders als Außenminister Wadephul noch kurz vor der Abstimmung prognostiziert hatte, wurde es mitnichten ein knappes Rennen. Bei der Wahl in den Weltsicherheitsrat Anfang Juni erhielt die Republik Österreich als Zweitplatzierte stolze 27 Stimmen mehr als Deutschland. 89 Staaten, das sind 46 Prozent der Weltgemeinschaft, stimmten aktiv nicht für die Bundesrepublik. Für den größten EU-Mitgliedstaat, die zweitgrößte UN-Gebernation und erstmals seit 2025 den weltweit größten staatlichen Finanzier von Entwicklungshilfe ist das mehr als bitter. Es ist ein Misstrauensvotum, das erst mal greifbar macht, dass etwas im Argen liegt mit dem deutschen Renommee im Ausland.

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Ingbert Jüdt | Mo., 29. Juni 2026 - 08:59

Es ist erfrischend, zu sehen, dass der Cicero neuerdings Autoren findet (oder manche Autoren zu neuen Meinungen finden), die willens und in der Lage sind, die Probleme beim Namen zu nennen! Nach Herrn Thiele röstet nun Herr Schneider die realitätsvergessene Verbohrtheit unserer außenpolitischen Elite. Zudem: klare Worte zu Israels Vorgehen in Gaza sind auch im »Cicero« keineswegs selbstverständlich.

Wenn überhaupt irgend etwas unserer Republik noch weiterhelfen kann, dann ist es mehr, noch mehr und dann noch mal mehr unerbittlicher Klartext wie in diesem Artikel!

die "erfrischende" klare Worte gegen Israel, die erwärmen das Herz, insbesondere wenn Hamas und Hisbola im Artikel mit keinem Wort erwähnt werden, ganz nach Gusto der linken Antisemiten.

...dass im Cicero sonst eher einseitig zu Israels Gunsten berichtet wird, finde ich auch viele Kommentare zu diesem Artikel bemerkenswert einseitig. Den »Terrorangriff der Hamas auf Israel mit seinen etwa 1200 Toten am 7. Oktober 2023« hat Herr Schneider doch klar benannt!

Aber es sollte doch auch klar sein, dass Netanjahu, der seit Jahren mit Unterstützung rechtsextremer religiöser Fundamentalisten regiert, einem ganz anderen Programm folgt als einer »Selbstverteidigung Israels«: dem Programm einer religiös getriebenen imperialen Expansion, und den Krieg in Gaza als Auslöschungsfeldzug betrieben hat.

Das ist nicht mehr der alte, rationale und defensive »Heimstatt-der-Juden«-Zionismus, der bis zur Ermordung Rabins (durch einen Juden) die israelische Politik noch überwiegend geleitet hat. Aluf Benn von Ha‘Aretz hat schon 2015 in Foreign Affairs geschrieben, dass es dieses alte Israel nicht mehr gibt.

Religiöser Extremismus ist heute kein Alleinstellungsmerkmal der Palästinenser mehr!

... es ist vergebliche Liebesmüh, in einem Artikel, geschweige denn in einem Kommentar diese m.E. größte Problematik seit 1945 behandeln zu wollen.
Wer weiß denn hier etwas von der Balfour-Deklaration 1917, in der sich England einverstanden erkärte, Herzels 1897 von ihm selbst so genannten Zionismusziel zuzustimmen, in Palästina eine "nationale Heimstätte" des jüdischen Volkes zu errichten? Lord Balfour hatte dabei betont, dass es elementar sei, eine Ordnungsmacht zum Schutz des Suezkanals zu installieren, ohne dass die Engländer sich darum kümmern müssten.
Und, wie ich schon mal schrieb: dass sich die federführenden Großmächte nach 1945 einen schlanken Fuß machten und für Deutschlands Massenmord an Juden zugunsten der rd. 360.000 jüdischen Menschen in Palästina denen die Hälfte des Landes und die halbe Hauptstadt "zusprachen" - dafür darf "man" in D nicht nur dankbar sein, wenn andere für die eigenen Verbrechen büßen müssen, sondern die sollen sich´s gefälligst auch gefallen lassen!

weil "sich die federführenden Großmächte nach 1945 einen schlanken Fuß machten", wie Sie es perfekt in einem Satz zusammenfassen..., hat auch niemand von diesen 'federführend Großmächten nach 1945' überhaupt Interesse - bis heute! - 'DAS PROBLEM' geschichtlich sachgerecht aufzuarbeiten... - warum soll man sich selbst kritisieren...?, wenn das öffentlich allseits propagierte Schwarz-Weiß-Dogma davon ablenkt und die eigenen (Fehl-) Entscheidungen (UN 1947) dadurch nicht in's (negative) Licht gerückt werden... ...?? 🤔

>> Liege ich richtig...?

Jedenfalls nicht, wenn sie von einer Fehlentscheidung im Falle des Teilungsplanes sprechen. In der damaligen Situation!!! war es die beste aller schlechten Lösungen. Die Errichtung einer nationalen Heimstätte für Juden war ein überfälliges Ziel; für Araber musste keine solche geschaffen werden, da sie über genügend Lebensraum verfügten. Was die palästinensischen Araber angeht, so hatten sie immerhin die Wahl, zu bleiben und Israelis zu werden (viele sind das heute) oder in irgend einem Land der sich nach 1918 neu formierenden arabischen Welt niederzulassen. Die nach dem 2. Weltkrieg aus Osteuropa vertriebenen Deutschen hatten eine solche Wahl übrigens nicht. Denken Sie doch mal darüber nach, dann wird Ihnen vielleicht klar, dass im Sinne von Gerechtigkeit perfekte Lösungen illusionär sind. Deshalb: Wenn wer von einer Fehlentscheidung spricht, sollte er eine bessere Idee präsentieren, eine, die weniger konfliktafin daher kommt als der Teilungsplan von 1947

"Die Errichtung einer nationalen Heimstätte für Juden war ein überfälliges Ziel; für Araber musste keine solche geschaffen werden, da sie über genügend Lebensraum verfügten." -- na wenn das sooo einfach ist... ..., das wir/UNO/Sie die Interessen der Araber festlegen... ..., na DANN! macht natürlich alles wieder Sinn... ...

Frage: wieso und AUF WELCHER GRUNDLAGE ist/war die UNO 1947 überhaupt ermächtigt arabisches/palästinensisches Land neu zu verteilen...? Etwa als legitimer Rechtsnachfolger der Kolonialmächte des nahen Ostens aus dem neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert vielleicht?? Würde mich interessieren... ... 🤔

PS: eine Bestätigung meiner Ansicht oben hatte ich allerdings konkret von HERRN KELLER erwartet... ... - in der Form, dass ich ihn hier richtig verstanden habe... - nix für ungut. Eine Diskussion grundsätzlicher Art war nicht mein Ziel/meine Frage... - macht aber selbstredend nichts..., bloß ich werde da jetzt nicht weiter diskutieren, Sorry!

... ich gestehe, dass ich gestern zur Zeit Ihrer Antwort (bis soeben!) bei Freunden war, um dem profanen (und wenig vergnüglichen!) Zukucken "beim Endspiel der Deutschen" zu frönen: Sie haben mich absolut richtig verstanden!
Und zu Herrn Steins Argument möchte ich schon festhalten, dass es für meinen Geschmack ein feiner Unterschied ist, ob Deutschland nach einem angezettelten und verlorenen Weltkrieg nach 1945 Gebiete weggenommen wurden oder einem Land, das bis dahin mit der jüdischen Drittelbevölkerung friedlich zusammengelebt hatte und mit 0,nix am Weltkrieg oder am Holocaust beteiligt war.

'Interessant' ist mMn in diesem Kontext auch das des öfteren auch hier verwendete 'Argument' die Araber respektive die Palästinenser hätten 1947 dem UNO-Teilungsplan "doch einfach zustimmen können..., haben sie aber nicht...!?" - so: 'SELBER SCHULD!!'-mäßig... ... 🤔 - DAS ist doch intellektuell sehr-sehr flach..., mMn.

Zur KLARSTELLUNG: Niemand ergreift hier Partei für die Hamas oder für andere Terrororganisationen...!! ABER auch nicht für den Terror welchen Israel als Besatzungsmacht in den selbst nach dem UNO-Teilungsbeschluss von 1947 den Palästinensern zugesprochenen heute völkerrechtswidrig von Israel besetzten Gebieten systematisch! ausübt..., seit mehreren Jahrzehnten. Incl. der fortdauernden Landnahme Israels durch seine Siedlungspolitik..., vom nachgewiesenen systematischen Wasserklau aus palästinensischen Gebieten garnicht zu sprechen...

>> Schwarz/Weiß ist in diesem Konflikt rein garnichts... - mbMn. 🤔

... dass Sie meine recht späte Antwort heute noch erreicht hat!
Und wenn ich mir diesen Chatverlauf anschaue, kann ich nur feststellen: WO gibt´s denn sowas ausserhalb des Cicero?! Also MIR ist da nichts bekannt, was allerdings wenig besagt, weil ich mich nicht tagein, tagaus mit einem halben Dutzend Medienerzeugnissen beschäftigen kann und will.
Sehr demokratisch finde ich auch die eingeführte KI-Kontrolle, die mir sehr viele verschiedene Statements AD HOC "durchzulassen" scheint, auch, wenn sich ab und an der eine oder die andere über einen "abgelehnten" Kommentar beschwert.
Mir ging´s mit der ersten Formulierung meiner Antwort an Sie heute erstmalig auch so, und dann habe ich einfach den letzten Absatz weggelassen, auch, wenn der in meinen Augen nix "Schlimmes" beinhaltete - so what.
Habe jedenfalls schon mehreren alten Linksfreunden verärgert unqualifiziertes Dahergequatsche vorgehalten, wenn Sie mir Cicero wörtlich(!) als "Sturmgeschütz des Rechtsextremismus" vorgehalten haben.

Israel wird seit seiner Gründung quasi ununterbrochen angegriffen, bedroht, seine Existenz soll getilgt werden,
und Sie schwafeln von religiös begründeten expansiven Imperialismus seitens Israel?
Siehe da, die alte linke Leier von Imperialismus wird jetzt auch Israel unterstellt!

Ingbert Jüdt | Di., 30. Juni 2026 - 10:43

Antwort auf von Dagmar Lubig

... wenn Sie in Bezug auf Netanjahu die belegbaren und auch in Israel selbst bekannten und vielfach beklagten Tatsachen nicht sehen wollen, kann ich Ihnen auch nicht weiterhelfen. Auch verschwinden diese Tatsachen ganz sicher nicht dadurch, dass man sie zu »Geschwafel« erklärt.

Das Israel pausenlos von Terroristen aus der Nachbarschaft angegriffen wird ist eine Tatsache, und die Gegenwehr Isralels, die wird von der Linke kurzerhand als Imperialismus bezeichnet, tja warum überrascht es nicht!

Thomas Veit | Di., 30. Juni 2026 - 19:08

Antwort auf von Dagmar Lubig

'Hamas-Sympathie'?, wo bitte lesen Sie das? ... - und Ihre unqualifizierte und platte Analogie "in Berlin erlebt man es wöchentlich, die Symphatie." - wollen Sie mir unbedingt was 'an's Bein tackern'..., egal was, Hauptsache negativ...!? Sieht ganz so aus.

Sie können einfach nichts logisch zuordnen was außerhalb Ihrer engen Denk-Bubble überhaupt Denken erfordert. Stattdessen sondern Sie hier nur 'allgemeine Parolen', die Sie vermutlich irgendwo mal aufgeschnappt haben, ab und das nicht nur bei mir sondern auch oben gegenüber Herrn Jüdt zum Beispiel...

SIE schwafeln nur, 'diskutieren' in der Sache wollen Sie garnicht, nur Recht haben. Kann man genau hier sehr gut nachverfolgen...

Herr Jüdt hat da vollkommen Recht - man kann Ihnen nicht helfen. Sorry! und Guten Abend!

Ihr "logisches" Denken habe ich nicht, und aufgeschnapptes pflege ich zu Recherchieren, und außerdem bin ich nicht nur in deutchen Medien unterwegs, da bekommt nan nicht so schnell ein "krummes" Bild, und das ist gut so!
#Übrigens, die schon krankhafte

Dagmar Lubig | Di., 30. Juni 2026 - 19:40

Antwort auf von Dagmar Lubig

Das hiesige übermäßige einseitige Interresse an Israel, nur um es zu kritisieren, das hat bereits hysterische Züge angenommen, beispielsweise im Vergleich zu Tschechien, das mit Berichten von allen Fakten aukommt, und diese in einen Kontext bringt, und gut ist. Aber, Tschechien steht auf der Seite von Israel.

Thomas Veit | Di., 30. Juni 2026 - 20:01

Antwort auf von Dagmar Lubig

warum schreiben Sie mir dann so einen Schmarrn als Antwort:

https://www.cicero.de/comment/485074#comment-485074

Sie haben meine und auch Herr Jüdts Kommentare inhaltlich nicht reflektiert. Das ist offensichtlich, halten sich aber wie in Ihrer Rechfertigung gerade für 'allgemein Kompetent' - u.a. auf der Basis von Informationen aus Tschechien (welche Sie aber mit uns nicht teilen...!?🤔), oder so etwas in dieser Art. Ihre kurzen 'schneidigen' Antworten sind allerdings dagegen extrem unterkomplex und allgemein meist beschuldigend gehalten, was das Thema Israel und den nahen Osten/Palestina angeht, so wie auch Ihre letzte (Link) gegen mich gerichtete...

Sorry - das ist KEINE Grundlage für eine sachbezogene Diskussion.

PS: Was sagen denn Ihre tschechischen Medien was wir hier nicht wissen im Kontext Israel/Palestina bzw. was deutsche Medien gezielt verschweigen..., und was ich deshalb!! in meinen Beiträgen oben nicht berücksichtigen konnte - unwissend?

Danke im Voraus.

Thomas Veit | Di., 30. Juni 2026 - 20:12

Antwort auf von Dagmar Lubig

Woran erkennen Sie in meinen oder Herrn Jüdts Beiträgen eine 'antiisraeliche bzw. propalästinensische Hysterie'...? Nur weil ich bzw. Herr Jüdt nicht auf die 'proisraelische bzw. antipalästinensische Hysterie' einsteigen...!??

>> Selber denken ist Trumpf..., speziell in dieser Frage, sehr geehrte Frau Lubig...

weiteren Verschärfung des Konflikts ist wohl offensichtlich..., wer sich über die Faktem dazu mal etwas schlauer gemacht hat... (seine politische Karriere; aktuelle Anklagen gegen Netanjahu; rechtsextreme Bündnisse; langfristige Zielstellungen seiner Politik - öffentlich erklärt... usw.)

Im übrigen wird in der israelfreundlichen Presse, wozu zweifellos auch der Cicero zählt..., seltenst auch nur darauf hingewiesen, dass in Israel selbst diese ganzen Fragen incl. Netanjahus persönlicher Rolle im jüngsten Gaza-Krieg äußerst! kontrovers diskutiert werden... -- das Land ist INNENPOLITISCHEN ZUTIEFST GESPALTEN...!! Aber 'wir hier' maßen uns an 'für ganz Israel eine feste Haltung zu haben...' - das ist anmaßend grotesk und irreal. (aber 'man/Frau fühlt sich offenbar gut' dabei... ... 🤔)

Für Frau Lubig offensichtlich zu komplex... 🤔

Das menschliche Gehirn ist offenbar unfähig zur Toleranz sich widersprechender Haltungen in einer Angelegenheit... und wenn es dann noch um "Krieg" geht, obwohl das fünfte Gebot und auch normaler "Anstand" das Töten von Artgenossen eigentlich verbieten, wird es doch wieder mit Vehemenz (und Inbrunst) praktiziert.
So muß einer "recht" haben und der Andere "schuld" sein.
Und so führt man dann "gerechte Kriege".
Ich glaube, Menschen "brauchen"den Krieg, weil sie nicht wirklich Konflikt-fähig sind.

Angelika Sehnert | Mo., 29. Juni 2026 - 10:10

Was der Gaza- Konflikt mit der Abstimmungsniederlage in der UN zu tun hat, erschließt sich nicht. Wenn sich nicht wenige im „globalen Süden“ im Gaza wiederfinden ist das höchst bedauerlich, denn Gaza ist in erster Linie Hamas, die im Artikel nicht einmal genannt wurde. Die Saudis können an Lösungen vorschlagen, was sie wollen: solange die selbsternannte politische Führung der Palästinenser wie seit Arafat
üblich, letztlich alles ablehnen, was zu einer Befriedung führen könnte, solange die arabischen Anrainerstaaten kein Interesse an einer Lösung haben und Terroristen tagtäglich Raketen auf Israel feuern, wird es keinen Frieden geben. Ich habe den Eindruck der Autor hat den Anlass genutzt, berechtigte Kritik an der völlig verkorksten Außenpolitik seit 2014 zu üben, eine Generalabrechnung mit Israel zu publizieren. Ohne die Nennung von Organisationen wie Hamas und Hisbollah auszukommen ist schon eine erstaunliche intellektuelle Verrenkung. Nun ja, Friedrich - Eberts-Stiftung in Beirut.

Robert Hans Stein | Mo., 29. Juni 2026 - 11:22

Antwort auf von Angelika Sehnert

Das Gerede von in Deutschland fest verankertem Antisemitismus, sei er religiös bei Muslimen, politisch motiviert in bestimmten Milieus oder einfach nur "vererbt", hat einen realen Kern.
Ariel Sharon hat es versucht. Er hat den Gaza-Streifen gegen heftigsten Widerstand der eigenen Leute räumen lassen, hoffend, das würde Frieden bringen..... Typen, die vom Terrorismus leben, kann man nicht befrieden. Unsere satten Pazifisten werden das NIEMALS begreifen.

Susana Hischer | Mo., 29. Juni 2026 - 12:10

Antwort auf von Angelika Sehnert

Genau das habe ich beim Lesen des Kommentars auch gedacht. In Bezug auf den Palästinenserkonflikt hat der Autor völlig den Kompaß verloren, nicht nur die geschichtlichen Fakten ignoriert, sondern auch die Tatsache, daß Mehrheit der Palästinenser eine Zwei-Staaten-Lösung ablehnt.

Jens Böhme | Mo., 29. Juni 2026 - 10:16

Dass sich globale Machtblöcke auflösen oder diffus hin und her bewegen, ist kein gutes Zeichen für die zukünftige Weltordnung. Ob die Trumpisierung der USA für diese selbst und der Welt sicherheitspolitisch von Vorteil sei, ist eine gefährliche Vision. Deutschland ist seinen Partnern verlässlich, was anderen Staaten derart abhanden gekommen ist, dass man bei SPD-Stiftungen eine Hypermoral vermutet. Sicherlich ist die "Drecksarbeit" alles andere als diplomatisch, zumal die Drecksarbeit kein Ende nimmt. Aber Deutschland steht zu seinem Wort - alles oder nichts bzw. bis zum letzten Atemzug. Die Unterstützung der Ukraine zurückzufahren, weil Putins Russland durch den eigens entfesselten Überfall und Annektionsversuch selbst in massiven, innenpolitischen Schwierigkeiten ist, hat schon was von politischen Witz. Da sind die Venezuela- und Iran-Ausflüge der USA vermutlich begrüßenswerte Careprojekte.

Robert Hans Stein | Mo., 29. Juni 2026 - 11:28

Antwort auf von Jens Böhme

Und es geht dabei nicht um Sympathiepunkte, sondern darum, was man für richtig oder falsch hält. Recht, auch Völkerrecht, sollte keine Modefrage sein, auch keine Frage von temporären Mehrheiten. Es verkäme zu einem unbrauchbaren ad libidum.

Das Völkerrecht war nie das, was ein bestimmtes Milieu im zugeschrieben hat. Es ist leider eine historische Tatsachen, dass sich in Konflikten zwischen Nationen immer das Recht des Stärken durchsetzt. Formen des Völkerrechts gab es schon in der Antike , genutzt hat es im Ernstfall wenig. Etwas mehr Nüchternheit, Realitätssinn und Pragmatismus wären angebracht.

Robert Hans Stein | Di., 30. Juni 2026 - 09:21

Antwort auf von Angelika Sehnert

Aber es ist wie bei dem Adenauer zugeschriebenen bon mot mit dem schmutzigen Wasser, das man nicht wegschütten darf, solange man kein sauberes hat. Trifft auch auf die UN und andere dysfunktionale Systeme zu.

Thomas Hechinger | Mo., 29. Juni 2026 - 10:21

Ein interessanter Artikel, über den ich noch viel nachdenken muß, bevor ich mir ein Bild mache. Als ich las, daß der Autor von der „Friedrich-Ebert-Stiftung“ kommt, war ich zunächst sehr skeptisch. Das hat sich beim Lesen des Artikels aber geändert. Man sollte immer wieder seine eigenen Vorurteile auf den Prüfstand stellen.

Angelika Sehnert | Mo., 29. Juni 2026 - 11:09

Antwort auf von Thomas Hechinger

Lieber Herr Hechinger, lesen Sie den Artikel kritisch! Der Teil , der sich mit der deutschen Außenpolitik der vergangen Jahre beschäftigt, ist durchaus diskussionswürdig. Der Teil der sich mit Israel beschäftigt,ist von einer atemberaubenden Einseitigkeit und hat mir dem Thema „wie weiter mit dem UN- Engagement“ wenig bis nichts zu tun. Ein objektiver Artikel zum Thema deutsche Außenpolitik und Israel hätte die fatale Rolle der UN , man denke nur an UNWRA, hingewiesen. Sie hat im Gaza - Konflikt durch Ihre dezidiert antiisraelische Haltung, vor allem des Generalsekretärs, als Vermittlungsinstanz völlig versagt. Die UN-Sonderbeauftragte hat das Massaker vom 7.Oktober relativiert und letztlich Israel wegen angeblicher kolonialer Politik selbst dafür verantwortlich gemacht. Eine solche UNO braucht man nicht!

Es war auch der zweite Teil des Artikels, der mich stutzig gemacht hat. Deshalb habe ich geschrieben, daß ich über den Artikel noch viel nachdenken müsse. Ich habe vieles über den Gaza-Krieg erfahren, was mir nicht bekannt war. Aber Sie haben schon recht, der Autor nimmt einseitig die Position der palästinensischen Seite ein. Bei mir ist es so, daß ich eine Grundsympathie für Israel hege. Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten, wir sind aufs engste mit dem Judentum und dem Staat der Juden verbunden, über die guten und die entsetzlichen Stunden unserer Geschichte hinweg. Und ich gestehe Israel das Recht zu, sich zu wehren. Und daß ein Krieg immer auch unschuldige Opfer fordert, ist so banal wie grausam. Dennoch muß ich heftig schlucken, wenn ich von 70000 Opfern unter den Palästinensern lese. Und ob es 20000 mehr oder weniger sind, ist dann fast schon eine Nebensächlichkeit. Ich werde mich aber nicht zum Richter darüber aufschwingen, ob dieser Blutzoll gerechtfertigt ist.

Angelika Sehnert | Di., 30. Juni 2026 - 07:41

Antwort auf von Thomas Hechinger

Der Blutzoll geht auf das Konto der Hamas- wenn die Zahlen überhaupt stimmen . Wer sich in und unter Krankenhäusern und Kindergärten verschanzt und der sog. Zivilbevölkerung sogar verbietet sich, nach den Vorwarnungen der IDF, in Sicherheit zu bringen, begeht Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Nicht die Armee, die ihre Heimat gegen die ständigen Raketenangriffe aus Krankenhäusern verteidigt.

Liebe Frau Sehnert, ein sehr guter Kommentar von Ihnen. Auch der zweite weiter unten. Beim Lesen
des Artikels bin ich regelrecht wütend geworden. Wie kann man Realitäten so verdrehend darstellen? Und, wie Sie schreiben, kein Wort zu Hamas und Hisbolla!!! Aber für mich ganz klar: Friedrich Ebert Stiftung. Sagt alles. Trotzdem fatale Feststellungen! 🥺🥺

Angelika Sehnert | Mo., 29. Juni 2026 - 10:49

Vielleicht sollte man sich einmal die Sinnfrage stellen:welchen positiven Effekt hat das nicht unerhebliche finanzielle Engagement der Bundesrepublik bei der UNO? Außer, dass man sich in bestimmten politischen Kreisen gut fühlt?
Um auf den Artikel einzugehen: welchen positiven Effekt haben zum Beispiel die Auftritte von Frau Albanese bei pro-palästinensischen Aktionen für die Lösung des Gazakonflikts? Vielleicht hätte der Autor auch einmal eine Statistik der UN- Antiisrael- Resolutionen im Verhältnis zu denen gegen andere „Schurkenstaaten“ beifügen können? Im Sinne von Objektivität und Ausgewogenheit?
Was wir brauchen ist eine interessengeleitete, pragmatische Außenpolitik, die den Partnern eben nicht vorschreibt, was sie zu tun und zu lassen haben. Die akzeptiert, dass es durchaus Staaten gibt, die das deutsche Politik - und Gesellschaftsmodell eben nicht übernehmen wollen- aus welchen Gründen auch immer. Genau das haben aber die Außenminister-:*innen von SPD und Grünen gemacht.

Ingo Frank | Mo., 29. Juni 2026 - 10:52

außenpolitisch (& nicht auch innenpolitisch als „Vorreiter grüner Wirtschaftspolitik, dessen Desaster immer noch anhält, und von Seiten der Politik auch nicht gestoppt wird) derart belehrend und von oben herab behandelt, braucht sich über einen Tritt in den Hintern unseres „Außenkanzlers“ samt seines Außenministers nicht beklagen. Da helfen auch noch so viele Beitrags- Milliarden nicht….. auch wenn das „Beste“ aller Deutschlands im Ranking der Geberländer an zweiter Stelle steht.
Und die Quintessenz des Ganzen …… immer weiter voran mit Hyper- Moral und wenig bis keiner Leistung und dann noch obendrein sich heulend beschweren 😂😂😂 typisch deutsche Politik der letzten Jahre ……
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik

Robert Hans Stein | Mo., 29. Juni 2026 - 11:13

"Nun sollte man seine Politik gewiss nicht nach Popularitätspreisen ausrichten."
Um Recht geht es Zeitgenossen wie Sie einer sind, schon lange nicht mehr. Was sagt denn der "globale Süden" zum Existenzrecht Israels? Das ist dessen Vertretern meist ziemlich egal - ich fürchte, die würden ein Verschwinden des Judenstaates befürworten so wie auch nicht wenige hierzlande.
Ja, die Welt ist heute eine andere als 1948. Aber nur, weil der "globale Süden" heute die UN dominiert, zumindest quantitativ, sind einmal getroffene Entscheidungen diese verkommenen Vereins nicht obsolet, so sehr das auch mancher zu bedauern scheint. Und den Vorschlag der Saudis in allen Ehren, doch die Terrorbanden Hamas, Islamischer Djihad, Huthi, Hizbollah.... legen weder die Saudis noch die UN an die Kette. So wie Sie kann nur eineer schreiben, dem das Existenzrecht Israels am A.... vorbei geht. Anders als Herr Hechinger war ich von der Stißrichtung des Artikels nicht überrascht - Friedrich-Ebert-Stiftung halt.

Klaus Elbert | Mo., 29. Juni 2026 - 12:18

Warum soll sich Israel auf eine Zweistaatenlösung mit den Palästinensern einlassen, wenn diese als offenbar einzigen Daseinszweck die Vernichtung Israels im Sinn haben. So haben sie es jedenfalls in ihre Verfassung (Charta) geschrieben. Bei den Mullahs in Teheran und deren Filiale im Libanon (Hisbollah) sieht es nicht anders aus. Solange diese Herrschaften davon nicht abrücken, wird es keinen Frieden in dieser Region geben. Die Islamisten hätten es in der Hand.

Markus Michaelis | Mo., 29. Juni 2026 - 13:07

und versucht nachzuweisen, dass Deutschland sich selber nicht an diese "alleinig richtige" Menschheitsmoral hält. Ich glaube, dass das falsch ist. Was soll am Völkerrecht soooo toll sein: eine Verrechtlichung der Welt ohne Korrektur durch all die anderen gesellschaftlichen Strukturen. Ein Diktat der kommasetzenden Anwälte? Ein Willkür der Draufhauenden, weil es ohnehin (zum Glück) keinen Weltstaat gibt, der Recht durchsetzt. Deutschland war zu naiv geworden, mit einem naiven Selbstbild, dass es für die Welt halten wollte.

Was ist daran so gut immer mit den Schwächsten zu sein? Wird man automatisch zum Guten, wenn man schwach ist? Viele Konflikte kommen von offiziell Schwachen, die soviel Kraft gewonnen haben, dass sie jetzt selber draufhauen können. Eine Außenpolitik müsste all die Rassismus-, Postkolonial- , Imperialissmusvorwürfe auch mal zurückweisen. Die Staaten sollten besser selber mal was auf die Reihe bekommen. Auch Schwache benehmen sich oft rücksichtslos trampelnd.

Dirk Nowotsch | Mo., 29. Juni 2026 - 13:07

...hier Einfluss nehmen möchte? Der "Terrorgürtel" am Mittelmeer ist nicht der globale Süden! Insgesamt stellt sich mir aber eine ganz andere Frage! Was wollen wir, in diesem heuchlerischen Club von Kriegsverbrechern und Unterdrückern? Warum pimpen wir diesen Laden mit soviel Geld? Wir hätten rein gar nichts zu melden und jeder der genannten Kriegsverbrecher-Länder besitzt ein Vetorecht! Also völliger Mumpitz, dieser geldverschlingende Moloch! Ähnlich nutzlos, wie der mit genannte IGH! Den braucht auch niemand! Der wird von den genannten Vetoinhabern nämlich auch nicht anerkannt! Warum sollten den andere anerkennen? Das machen nur unsere dummen europäischen Regierungen, in ihrer Überheblichkeit, gegenüber anderen!

Barry McGuire | Mo., 29. Juni 2026 - 14:00

Was hat man dem Autor des Artikels beim Stuhlkreis mit der Hamas und Hisbollah in den Tee gekippt?

Isabella Ömer | Mo., 29. Juni 2026 - 14:31

Die Kritik an Hypermoralismus in der Außenpolitik ist grundsätzlich richtig. Man kann sich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass der Autor etwas vom Thema abkam, weil er Israel eins überziehen wollte. Da befindet er sich ziemlich im (linken, rechten und islamischen) Mainstream, daran ändert auch die deutsche Staatsraison nichts. Das Massaker vom 7. Oktober hat der liebe Autor ebenso ignoriert wie die jahrelangen Raketenangriffe von Israels Nachbarn. Israel soll sich offenbar alles gefallen lassen und die Juden sind offenbar selbst schuld, dass sie jahrhundertelang immer wieder Verfolgung ausgesetzt waren. Das Desaster in Gaza wäre nicht passiert, wenn die Hamas - anstatt Waffen zu kaufen, Tunnel zu graben und seine Nachbarn abzuschlachten - die von der Weltgemeinschaft geschenkten Milliarden für sinnvollere Dinge verwendet hätte.

manfred westphal | Mo., 29. Juni 2026 - 18:02

Ja, der Artikel liefert viele Fakten und regt zum Denken und Nachdenken an.
Aber die Schlussfolgerungen und der letzte Absatz zeigen mir die Sicht der SPD auf Israel.
Mit Verlaub, Israelkritik, die m.E. leicht ins antisemitische abrutschen oder diese fördern kann. Ist Israel letztendlich der Sündenbock, dass Deutschland nicht in den Sicherheitsrat gewählt wurde?

Dr. Herbert Schultz-Gora | Mo., 29. Juni 2026 - 21:12

...und jeweils dabei ein "gutes Gefühl" zu haben, weil der "Feind" als "böse" oder "falsch" definiert wird, man selbst als "gut" und "richtig"... und man befürchtet, selbst vernichtet zu werden, wenn man dem "Feind" nicht zuvorkommt.
Aus psychotraumatologischer Sicht sind sowohl Israel als auch die Palästinenser Traumafolge-Gesellschaften, die von der posttraumatischen Dynamik her unfähig sind, im Sinne von WIN-WIN zu koexistieren.
Theoretisch könnte man sich einen mehrjährigen Verständigungsprozeß vorstellen, der die gegenseitigen Verletzungen und Ressentiments auf den Tisch bringt... ähnlich wie in Südafrika mit der Bewältigung der Apartheid.

Bei Licht betrachtet muß man wohl sagen, daß der Mensch mit seinem aus der Steinzeit stammenden Gehirn kaum in der Lage ist, zwei fundamental entgegengesetzte Haltungen beide als "richtig" zu erkennen und erstmal zu tolerieren.
Hier im Kommentarthread kommt dann ganz selbstverständlich das uralte gebräuchliche vertraute "Aufrechnen" zum Zuge.

H.Stellbrink | Mo., 29. Juni 2026 - 22:00

Die Analyse erscheint teilweise sehr konsistent und schlüssig, rutscht dann aber plötzlich in massive antiisraelische Ressentiments ab. Die kritisierten Punkte lesen sich wie pure Hamas-Propaganda und konnten auch bereits in vielen Fällen als solche identifiziert werden. Israel kämpft schlicht gegen seine Auslöschung, und was diesen Ausgang zum Bedauern vieler Beobachter noch verhindert ist Israels militärische Stärke. Dass viele Länder des "globalen Südens" den muslimischen Antisemitismus teilen, hat sicherlich nicht primär mit Israels Gegenwehr gegen die schlimmsten Massenmorde an Juden seit der Schoah zu tun, sondern an religiöser Solidarität und der systematischen Perpetuierung der Palästinenser, eines Volks, das es nie gab, als Flüchtlinge aus einem Land, das es nie gab, durch die UN.
Deutschland hat auch gegenüber Israel seine Würde und Verlässlichkeit aufgegeben. Es steht für nichts mehr als für Weltbelehrung, und auch innerhalb des Landes nur noch für Hypermoral.

(nichtexistenten - Ihrer Meinung nach...) Palästinenser aber ganz schön was her, auf der internationalen Bühne... - finden Sie nicht...?

Selbst der Chefvertreter dieses 'nichtexistenten Volkes' durfte vor der UN-Vollversammlung sprechen..., und wurde vom US-Präsidenten empfangen... ... ... /🤔🤔🤔

Sie schreiben Unsinn, diesbezüglich.

dieses Volk, Palästinenser, gab es erst, als Arafat es definiert hatte. Dass diese falsche Begrifflichkeit jetzt in aller Munde ist, liegt an der Dummheit derjenigen, die sich als der Weisheit letzter Schluss gerieren.

Armin Latell | Di., 30. Juni 2026 - 15:21

ausgesprochen befriedigend und erfreulich, dass dieses Deutschland, unter dieser Führung, mit dieser Politik, so richtig eine vor den Bug geknallt bekommen hat. Mit (anderer Leute) Geld lässt sich eben doch nicht alles kaufen. So viel Geld für deutsche Großmannssucht-wieviel Sinnvolles hätte man damit machen können.

Jürgen Goldack | Di., 30. Juni 2026 - 15:37

Ein Auto kann man kaufen, Anerkennung, Achtung, Akzeptanz nicht. Deutschland schmeißt weltweit mit Steuergeldern um sich als gäbe es kein morgen. Warum? 90% dieser Gelder könnten weitaus besser für Deutschland in Deutschland verwendet werden statt es in einen Gully zu "entsorgen". Leute wie Merz, Pistorius, Wadephul etc. bemühen sich redlich, Benzin sprich Hass und Hetze gegen Russland in das Feuer Ukrainekrieg zu schütten um ein im Prinzip für das Weltgeschehen uninteressantes korruptes Land zu weiterem Kriegstreiben zu treiben. Außer Deutschland, Frankreich, evtl. England und die baltischen Staaten hat niemand wirkliches Interesse an weiterem Sterben in der Ostukraine. Dies hassgeprägte Kriegstreiberei unserer Regierung gereicht in keiner Weise zur Rufverbesserung unseres Landes gegenüber der Welt. Die staatlichen Charakterstrukturen, die sich seit Merkel wie Gift
in unsere Innen- wie Außenpolitik eingeschlichen haben, kann man nur als rufschädigend u. zerstörerisch bezeichnen.

Walter Wissenbach | Di., 30. Juni 2026 - 17:43

"Außer Deutschland, Frankreich, evtl. England und die baltischen Staaten hat niemand wirkliches Interesse an weiterem Sterben in der Ostukraine."
Niemand "stirbt" in der Ostukraine, ohne dass Putin ihn ganz absichtlich ermordet hat.
Sie "vergessen", dass es nicht die von Ihnen genannten Staaten sind, die Interesse an einem Sterben oder an einem weiteren Sterben in der (Ost-) Ukraine hatten, haben oder hätten, sondern allein Putinrussland. Dieser russische Angriffskrieg ist keine Naturkatastrophe, sondern eiskalt kalkuliert, geplant und durchgeführt von Wladimir Putin und seinen Schergen.
Der Kreml ist zum Führerbunker II geworden (oder sogar immer einer geblieben).