Rentner beim Wandern
Im Ruhestand einfach nur das Leben genießen? Ohne den Kapitalmarkt wird das schwer / picture alliance / Goldmann | Goldmann

Rentenbericht - Warum sind Linke gegen die Kapitalrente?

Sozialverbände, Gewerkschaften und die politische Linke wollen nicht, dass die Rente „am Kapitalmarkt verzockt wird“. Das ist absurd. Tatsächlich sorgt dieses Milieu dafür, dass die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinandergeht.

Autoreninfo

Carsten Korfmacher leitet das Ressort Kapital bei Cicero.

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Kaum waren die Empfehlungen der Rentenkommission bekannt, nahmen Linke, Sozialverbände und Gewerkschaften die Kapitalrente durch den Schleier ihrer eigenen Vorurteile ins Visier. Es wäre „ein gefährliches Spiel mit dem Alterseinkommen von mehr als 20 Millionen Menschen“, es den „Turbulenzen der Kapitalmärkte“ zu überlassen, warnte IG Metall-Sozialvorstand Hans-Jürgen Urban. VdK-Präsidentin Verena Bentele will zwar das Rentenniveau langfristig stabilisieren, „aber bitte nicht verbunden mit den Risiken der Kapitaldeckung“. Und Sören Pellmann, Bundestagsabgeordneter der Linken, glaubt, dass „die Höhe unserer Renten davon abhängig sein wird, dass Mieten, Pflegekosten und die Aktienkurse von Rüstungsunternehmen steigen“.

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Heidemarie Heim | Fr., 26. Juni 2026 - 17:34

Besser Floskel,"Wir müssen die Rahmenbedingungen dafür schaffen....bla blub!"
Wie diese aussehen könnten, haben Sie ja schon einige genannt geehrter Herr Korfmacher! Denn sind wir nicht ein sogenanntes Land von Mietern? Die sich in einer immer noch einer der reichsten Industrienationen der Welt selbst als Doppelverdiener, geschweige als Normalrentner bald keine Wohnung oder ein mit einer wildfremden Person geteiltes Doppelzimmer im Pflegeheim leisten können? Oder der Traum vom Eigenheim spätestens dann zum lebenslangen Alptraum wird, wenn falls vorhanden mögliche Erben der Schlag trifft, wenn sie eröffnet bekommen wie viel Hypothekenschulden plus Erbschaftssteuer auf dem inzwischen zu sanierenden Erbstück liegen?Angesichts utopischer Grundstückspreise sowie einem deutschen Baurecht o. falls man die Hütte doch abbezahlt bekommt plötzlich von der Gemeinde 5stellige Forderungen an die Adresse der Anlieger für Strassenbau usw.,machen allein Eigenheimerwerb zu einem Kamikaze-Unterfangen!!

Sunstreet | Fr., 26. Juni 2026 - 17:36

… sondern auch jeder vernünftige und logisch denkende Mensch muss gegen diese Art der Geldanlage sein. Der Aktienmarkt bildet längst keine Unternehmenswerte mehr ab, sondern ist dank immer neu erfundene Finanzkonstrukte, die selbst Insider oft nicht vollständig verstehen zu einem modernen Casino mutiert. Es entstehen bewusst immer neue Finanzblasen, in denen u.a. Hedgefonds, Firmen wie Blackrock, Vanguard und andere Firmen aus der Finanzindustrie ihr Vermögen unvorstellbar vermehren. Hinter diesen Firmen stehen aber zum Großteil die immer gleichen Anteilseigner. Und das Platzen der nächsten Finanzblase ist vorprogrammiert, Genauso wie die dann wieder folgende Sozialisierung der Verluste.

Man kann noch 1000 Artikel wie diesen verfassen- und sogar lesen! es kommt bei vielen, zu vielen, dann doch wieder ein solcher Kommentar dabei heraus! Natürlich gibt es Fehlentwicklungen und Übertreibungen am Finanz- und Aktienmarkt.Davon muss man eben die Finger lassen. Aber mit zwei, drei klug ausgewählten, breit streuenden ETFs kann man selbst mit geringen monatlichen Sparraten Vermögen aufbauen. Man muss sich halt eigenverantwortlich selbst kümmern, etwas, was den meisten Menschen in Deutschland offenbar nicht mehr nahe zu bringen ist.

Sehr geehrte Frau Sehnert, sas müssen Sie mir mal vorrechnen, wie Sie mit kleinen Anlagen in ETF‘s Vermögen aufbauen. Das funktioniert nur in den Werbebroschüren. Scheinbar haben Sie keine Ahnung, wie die Investmentbanken die ETF‘s im amerikanischen Rentensystem finanzieren. Beim platzen der Blase, die sicher wieder geschehen wird, verlieren die Rentner und Kleinaktionäre als erstes ihr Geld, daa gibt es keine Sicherheit. Vielleicht hilft Ihnen folgender Artikel, um sich ein Bild zu verschaffen.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=152722
Soweit auch zu ihrem Vorwurf, dass sich die Leute zu wenig informieren und kümmern. An den Finanzmärkten kann ich nur teilnehmen, wenn ich auch Verluste verkraften kann und wenn man das System durchschaut. Wie mir Ihr Kommentar zeigt, sind Sie weit entfernt davon. Die Internetseite von Norbert Häring könnte dafür auch hilfreich sein. Börse vor 8 und Ihr Vermögensberater, egal wer das ist, helfen Ihnen sicher nicht wirklich weiter.

Angelika Sehnert | Sa., 27. Juni 2026 - 13:06

Antwort auf von Sunstreet

Ich habe von meinem Großvater, der keineswegs reich war, zur Volljährigkeit ein kleines Aktienpaket eines Urdeutschen Industrie- heute Technologiekonzerns bekommen. Kurstand damals umgerechnet knapp 6€, Stand heute : fast 300€. Die Erträge wurden reinvestiert, Zukäufe bei Kursdellen, die zum zum Teil tatsächlich heftig waren. Damit habe ich teilweise meine Ausbildung und die nicht ganz billige meiner drei Kinder in UK und Italien mitfinanziert. Es ist immer noch genug übrig, ich kaufe zu, wenn’s günstig ist, habe so was für mein Alter oder zum Vererben. Verdient habe ich nicht schlecht, aber auch nicht übermäßig viel. Zur Wahrheit gehört auch, dass mein Vermögen auch auf Sparsamkeit beruht, also keine überteuerten Autos oder Urlaube. So geht Vermögensaufbau. Aber Sozialisten werden und wollen das nicht begreifen- fahren aber selbst fette Audis- , die wir Steuerzahler finanzieren.

Sie liegen absolut richtig Angelika Sehnert. Nur dümmlich argumentierende Sozialisten verschreien ein prinzipiell funktionierendes System um ihre eigenen Fehlleistungen zu kaschieren.

Sunstreet | Sa., 27. Juni 2026 - 08:48

Antwort auf von Rainer Mrochen

Ihr Geld zu versenken und den Hyänen der Investmentbanker zu folgen. Das Tal der Tränen der Kleinanleger in der Vergangenheit ist groß und wird sich weiter vergrößern.
Mit dem Schubladendenken der Sozialisten wäre ich an Ihrer Stelle vorsichtig. Es gibt viele Leute, die beruflich mit Geldanlagen zu tun haben und privat bewusst die Finger davon lassen.

Danke für ihre erwartbare Antwort. Sie springen aber auch über jedes Stöckchen das man Ihnen vorhält. Wer professionell agiert und das bedeutet eben sich mit mit den Dingen wirklich auseinander zu setzen, verliert nicht. Sozialistische Phantastereien hatten Gesellschaften schon genug. Dieses Tal der Tränen werde ich nicht durchschreiten.

Kein logisch denkender Mensch reduziert die freien Finanzmärkte, auf die von ihnen genannten "Blasen", wo angeblich das Geld ohne Gegenwert vermehrt wird, dies tun nur linke Ideologen bei denen logisches Denken kaum vorhanden ist.
Tja, sie haben keine Ahnung, aber viel Meinung, immer noch nach dem Motto: "Die Partei hat immer Recht".
Wir wissen doch, wer darauf hört, der ist dem wirtschaftlichen Untergang geweiht.

Sunstreet | Sa., 27. Juni 2026 - 12:44

Antwort auf von Dagmar Lubig

Ich habe nichts mit Parteien am Hut, das nur mal zur Klarstellung!

Rainer Mrochen | Sa., 27. Juni 2026 - 07:06

Die im Artikel genannten Personen führen vermutlich ordentlich aufgestellte Depot‘s.
Ist wie in der Ex-DDR dem Volk den Sozialismus predigen um selbst vom Kapitalismus zu profitieren. Woher kommt noch mal das Parteivermögen der Linken?

Angelika Sehnert | Sa., 27. Juni 2026 - 08:35

Lieber Herr Korfmacher, Sie können noch viele solcher, hervorragend recherchierter Artikel schreiben, mit belastbaren Zahlen und Fakten unterlegt, sie werden die Linken im Land- und das sind sehr viele- nicht erreichen. Der Grund ist einfach: Diese glauben nicht an das kapitalistische Wirtschaftssystem!Wenn doch, dann, siehe CDU und SPD, muss es eingehegt und strengstens reguliert werden. Genau hier fing unser gegenwärtiges Problem doch an: mit Überregulierung und massiven staatlichen, vulgo : sozialistischen Eingriffen in den Markt. Lehrbuchbeispiel: Energiewende und Klimaneutralität! Ideologisch gewünschte Projekte, die gegen jeden Sinn, Verstand, gegen Wissenschaft und Physik, im Eiltempo durchgedrückt wurden. Mit, wie täglich sicht- und spürbarer wird, katastrophalen Auswirkungen auf die deutsche Volkswirtschaft. Was im Ergebnis den Linken von CDU, über Grüne, SPD bis zur ohnehin kommunistischen Linke wiederum als Beweis dient, wie schlecht Kapitalismus funktioniert.

Was hat das mit der Rente zu tun? Vielleicht schließen Sie mal ihre Schubladen und bleiben beim Thema.
Die Rente in Deutschland wurde von CDU/CSU/FDPund SPD an die Wand gefahren. Da war keine Ideologie am Werk.
Im übrigen kann ich Ihnen bei der Einschätzung der Fehlleistungen in diesem Land bei vielem folgen. Bei Ihrem Vertrauen in die Wissenschaft und die Aktienmärkte allerdings nicht.

Dagmar Lubig | Sa., 27. Juni 2026 - 11:26

Antwort auf von Sunstreet

Ein Umlagesystem, hier die Rentenversicherung, wo es auf die Geburtenraten in der Gegenwart und Zukunft ankommt, dann ist es die Bevölkerung selbst, die dieses System Richtung "Wand" fährt!

Noch eins, eine funktionierende Wirtschaft, die ist ohne Finanzmärkte undenkbar!!!

Sunstreet | Sa., 27. Juni 2026 - 12:43

Antwort auf von Dagmar Lubig

Was hat die Rente mit einer funktionierenden Wirtschaft zu tun. Und es ist ja prima, wenn die Wirtschaft so toll floriert mit den Mitteln der Investmentbanker und nur die wären für die sog. Aktienrente relevant. Aber man kann alles verdrehen, was nicht ins Weltbild passt.

Sie als Verdreher wissen es, das mit dem was nicht ins Bild passt ....., siehe Ihr Kommentar, samt Ihre Antworten auf Einwende von Mitkommentierenden.

Ich fürchte es ist müßig, aber nochmal: unser Rentensystem kollabiert gerade vor unseren Augen. Gründe sind zu wenige Beitragszahler und zu viele Empfänger. Logisch! Erschwert wird das Ganze durch den massiven Arbeitsplatzverlust. Logischerweise fallen damit auch Beitragszahler aus. Also ist weniger in der Kasse. Jeder Euro der am 11.eines Monats von den Arbeitgeberkonten eingezogen wird, ist am Ende des Monats weg. Ein Investmentfonds erwirtschaftet Erträge, je mehr Kapital, desto mehr Erträge, auch wenn mal ein Investment schwächelt oder gar ausfällt. Diese Erträge könnten die gesetzliche Rente ergänzen und stabilisieren, im Idealfall die Beiträge reduzieren- was wiederum für den Standort gut wäre. Hätte man damit vor 30 Jahren konsequent angefangen, hätte das System nicht die Probleme(von den politisch motivierten Griffen in die Rentenkasse mal abgesehen). Die skandinavischen Länder machen es vor. Mein Sohn lebt in Dänemark : Es funktioniert und zwar ganz unkompliziert.