- Warum die Rentenreform zur deutschen Schicksalsfrage wird
Die Renten-Experten zwingen die Bundesregierung dazu, der demografischen Realität ins Auge zu blicken. Nun zeigt sich, ob die Politik den Mut hat, das Paket umzusetzen. Oder ob das Land wieder einmal an seinen Besitzstandswahrern scheitert.
Die demografische Realität klopft seit vielen Jahren immer lauter an die hölzerne Pforte des deutschen Rentensystems. Und zum ersten Mal macht die Politik die Tür auf, statt das dröhnende Hämmern zu ignorieren. Mit diesem Bild lässt sich am besten beschreiben, was sich derzeit bei der Rente tut. Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) stellen heute das Empfehlungspaket der Rentenkommission im Bundeskanzleramt vor. Und im Vorfeld hatten sich Union und SPD bereits darauf geeinigt, die Experten-Vorschläge als Rentenreform umzusetzen, solange sie einstimmig beschlossen werden. Und das wurden sie.
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Eine kluge Bewertung, vor allem wegen der im Schlussabschnitt erwähnten Einbettung in die wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die meist unterlassen wird. Die Kommissionsvorschläge sind i.W. nachvollziehbar, wenn auch hier und da (Beamte!) zu zaghaft.
Aber entscheidend wird etwas anderes sein: Die Produktivität wieder zu erhöhen, den Klimawahn zu stoppen, die Solidarität (als freiwillige Leistung für einem Ähnliche) wieder mit der Freiheit zu versöhnen.
Wenn die AfD klug ist, stimmt sie der Richtung der Vorschläge zu. Die linken Parteien von Linke bis linker Union werden schon selbst dafür sorgen, dass das Paket zerredet wird.
ich bin bestimmt kein Rentenfachmann, aber trotzdem bin ich der Meinung, dass vor einer Rentenreform eine massive Ausgabenreform stehen muss. Erst danach kann man entscheiden, ob es eine Rentenreform geben muss und wie sie ausgestaltet werden kann. Solange nur den Einzahlern ständig mehr abgenommen wird und Leistungen gekürzt werden, wird das Problem nur nach hinten verschoben. Wie Sie es ganz richtig geschrieben haben: die Rahmenbedingungenmüssen eben auch passen!
Sehr geehrter Herr Lackner, habe heute bei NIUS einen Ausschnitt aus einer Fernsehdiskussion gesehen, in der auch Alice Weidel zugeschaltet war.
Die Aussagen zur Rentenreform von ihr, waren größtenteils die gleichen, die jetzt von den Renten-Experten vorgeschlagen wurden.
Damals wurden sie allerdings von CDU-Linnemann, Grüne-Banaszak und SPD- Klüssendorf belächelt und rundweg abgelehnt.
Allerdings tut sie das. Aber sie steht an sehr vielen Fronten auf dem Spiel, nicht nur bei der Rente. Dass es so weit gekommen ist, liegt daran, dass die letzten 20 Jahre (mindestens) der (Rechts)Staat, die Bürger, das Gemeinwesen, die Demokratie, das Deutsche Volk, sein Wohlstand, den Regierungsfunktionären volle Kanne am Arsch vorbeigegangen sind. Das Problem: es ist exakt noch immer so. Egal, was beschlossen wird: die Lasten für den Steuer- und Beitragszahler steigen, die Leistungen werden dafür im Gegenzug reduziert, die Bevormundung nimmt zu, dafür werden unsere Steuergelder mit dem Füllhorn in der ganzen Welt ausgeschüttet. Kritik daran verboten, Änderungsforderungen (oder auch: Wahlen) geflissentlich ignoriert. Solange sich diese Feudalmanier sich nicht ändert, bleibt Deutschlands Zukunft prekär. Pflichtschuldig hat der Autor das in seinen beiden letzten Absätzen angedeutet.
Der Autor geht über eins hinweg Das Rentensystem kann nicht isoliert betrachtet werden und auch nicht als einziges reformiert werden. Wer massive Kürzungen hier will, kann nicht zeitgleich ohne Bremse Geld für EU-Erweiterungen, "Radwege in Peru", Flüchtlingspolitik, Energie-Experimente und auch nicht Finanzierung der Ukraine ausgeben. Da hilft auch keine pathetisches Gerede davon, dass "das Land" sich reformieren und "der Wahrheit" ins Auge sehen müsste.
Die Grundrente dient ohnehin nur dazu dem Staat die Mittel für die Grundsicherung zu sparen und sie der Rentenversicherung aufzuhalsen.
Wie es aussieht, soll nun der Dreiklang aus gesetzlicher, betrieblicher und Kapitalrente das Rentenniveau von 48 Prozent künftig sichern. Das bedeutet eine massive Abwertung des Rentenniveaus der gesetzlichen Rente und ist unverantwortlich. Dieses Rentenniveau ist schon extrem niedrig im Vergleich zu anderen Industrieländern, auch bei ähnlicher Demographie. Es wird wieder nur eine massive Belastung der Arbeitnehmer geben. So kann das auch nicht weitergehen. Die Regierung muss endlich versicherungsfremde Leistungen wie auch zum Beispiel Heils Grundrente aus Steuermitteln zahlen oder diese abschaffen.
Kanzler geht das „Hinterteil auf Grundeis“ ……
Es wird keine, nicht die Kleinste Reform in Deutschland vor den zwei Wahlen im Osten und in Berlin geben. Und danach, wird im besten Fall, die Schockstarre der gegenseitigen Neutralisierung von SPD & Union weiter anhalten. Wenn’s ganz „dicke“ kommt und es gibt tatsächlich keine rechnerische Mehrheit gegen die AfD, oder nur mit den SED- Erben und der Mauer Mörderpartei, ist das das Ende der SPD bestimmten Koalition und dies ohne eine einzige Reform, sondern nur ein „Verschleudern“
unserer Steuermilliarden …….die in Erinnerung bleibt
Mit besten Gruß a d Erfurter Republik
jetzt beweisen“ steht, ist mit der derzeitigen Regierung oder generell linken Regierungen nicht machbar. Das sollte endlich mal klargestellt wer.
Auch diese Rentenreform wird so nie kommen. Die Sozen werden bspw nie d Rente mit 63 aufgeben.
Punkt 1 und somit wohl d wichtigste war exakt das, was Weidel vor einigen Wochen als AfD-Konzept benannt hat. Es gibt noch weitaus mehr Übereinstimmungen zw d Union und d Blauen, egal was Merz und seine Brandmaurer da plappern.
Und es gibt eine Mehrheit im Volk für bürgerliche, konservative, wirtschaftsfreundliche Politik.
All diese Beiträge wie der hier und all das Gerede in den Medien sind heiße Luft, wenn nicht endlich der erlösende Ruf nach der Wende über Neuwahlen kommt.
Man gebe dem Bürger, der auf das schändlichste von diesem Kanzler belogen wurde, seine Stimme zurück auf das er neu entscheide.
(stärker) in die Rentenformel integrieren. Kann das mal bitte jemand durchrechnen? Danke. Ich bleibe dabei, der Grundfehler des Generationenvertrages war die Annahme, dass Menschen immer Kinder bekommen. Doch dann kam die Pille.
Seitdem ist ungeschützter Sexualverkehr und Schwangerschaft voneinander entkoppelt. Kinder bekommen und aufzuziehen ist mit körperlichen, geistigen und finanziellen Belastungen verbunden. Wer diese umgeht und den Generationenvertrag schlussendlich missbraucht muss zwingend weniger Rente bekommen.
Die Folgegenerationen erwirtschaften die Rente, immer. Immer, egal in welchem System! Immer!
Regeln für Adoptionen und dem sich anbahnenden Missbrauch ausarbeiten. Dem Heiratsschwindel wird der Kinderschwindel folgen. Weil wir Menschen nunmal sind wie wir sind!
Achso, viele ohne Kinder werden sowieso vorgesorgt haben. Freuen werden sie sich trotzdem nicht wenn sie weniger erhalten sollen in Zukunft. Ist egal. Eine Mindestrente gibt es ja sowieso...
Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Das Problem der sinkenden Geburtenraten, die späteren Berufseintritte wegen der langen Ausbildungs- und Findungsphasen sind alles Begleitumstände, die die Anzahl der Beitragszahler beeinflussen. Da nur die Kinder letztendlich den Beitrag in Pflege- und Rentenversicherung für alle, auch Kinderlose zahlen, ist m.E. eine Entlastung derjenigen, die selbst Kinder mit allem Drum und Dran großziehen, gegenüber denen, die sich auf Grund anderer Prioritäten auf die Allgemeinheit verlassen, legitim. Davon abgesehen halte ich Kinder für das größte Glück einer Familie, auf welches leider zunehmend verzichtet wird.
Oft wurde bisher so getan, als sei sozialer immer besser und gerechter, man müsse sich nur gegen die Reichen und die Wirtschaft durchsetzen und die sollen das eben zahlen. Aus meiner Sicht können Reiche (gerade, wenn man es auch Superreiche begrenzt) einen Beitrag leisten, aber richtig viel Geld haben sie nicht - das würde nichts grundlegend ändern. Genauso mit der Wirtschaft. Um viel größere Summen geht es bei Teilzeitarbeit, früh in Rente, Rentenhöhen, Sozialleistungen (Krankheit etc.), Arbeit und Studium nach Spaß, nicht nach Verdienst (der Staat gleicht aus) - da geht es um viel mehr.
Die Zahlen sind auch so groß, dass das nicht so abstrakt ist. Wir können uns 30 Leute aus dem Freundeskreis denken, die das untereinander ausdiskutieren: Gerd geht jetzt schon in Rente, Fred und Gisela geben dafür etwas mehr ab, Heinz arbeitet ab heute Teilzeit, muss deswegen nichts mehr abgeben (Rente wird steuerfinanziert) ... Wie würden die Diskussionen dann aussehen?
Wenn Frau Bas den Satz im ersten drttel des textes liest, indem der Autor doch tatsächlich behauptet es gäbe eine "abschlagsfreie Frühverrentung mit 63", dann wird sie diesen mit -Bullshit- bewerten. Ich werde ihr dabei zustimmen! Dies war nur für Jahrgänge bis 1952 möglich. Die Zeiten sind lange vorbei!
Ich muss da ausnahmsweise dem Verdi-Chef Frank Werneke beipflichten.
Warum sollte die Junge Generation dann mit 16 / 17 Jahren die Arbeit beginnen? Dann lieber ein paar Jahre chillen, danach so um 30, bei einem guten Job sammelt man noch genug Rentenpunkte bis es in Rente geht. Bis dahin soll es ja 70% des letzten Lohnes geben. Alles richtig gemacht.
Die Trottel die früh beginnen sind halt selbst schuld. Tolle Reform.
Meine volle Zustimmung werter Herr Lutz! Ich weiß nicht wie oft ich es hier schon im Detail beschrieb,doch langsam hegt man den Verdacht, dass es politisch u. bei manchem Berichterstatter oder den Fragestellern auf Pressekonferenzen "Klarstellungen" bezüglich der Voraussetzungen zur Erlangung dieser Form früheren Rentenbeginns a)unerwünscht ist, bzw. b) sich als Neiddebatte besser instrumentalisieren lässt. Und genau darauf zielt auch die Kritik von Verdi&Co. Nochmal: Diese sogenannten "Frührentner" haben im Gegensatz zu vielen frühpensionierten Beamten, z.B. Lehrern/innen o. unseren Volksvertretern mit Pensionsansprüchen nach einem Bruchteil von Zeit eines Rentenempfängers u. Arbeitgebers mindestens 45 Jahre Arbeitsleistung u. damit einhergehende Beitragspflicht in alle Sozialsysteme u. Steuerzahlungen hinter sich!Jahrgangsbedingt also Menschen, die mit 16,17 Jahren einen Beruf gelernt haben und deren Lehrjahre oftmals keine "Herrenjahre" waren während andere Orchideen studierten;).
Es ist sehr schade, dass Herr Korfmacher ausgerechnet das tut, was er und die Cicero immer kritisieren. Er fällt auf Hybris und Hysterie herein und bläst dann ins Horn des Mainstreams. Die Rentendiskussion ist keineswegs die deutsche Schicksalsfrage. Das sind mit Sicherheit die illegale Massenmigration mit ihren Auswirkungen auf alle sozialen Sicherungssysteme, das desaströse Schuldenmachen und eine gefährlich naive und bodenlos teure Kriegstüchtigmachung. Was Herr Korfmacher schreibt, sind wieder die üblichen Allgemeinplätze. Was mich aber richtig ärgert, ist die wiederholte Falschmeldung! Abschlagsfreie Rente mit 63! Diese gibt es überhaupt nicht. Abschlagsfrei kann nur derjenige in Rente gehen, der 45 Jahre eingezahlt hat und mindestens 65 Jahre alt ist. Dass ausgerechnet diese Langzeiteinzahler bestraft werden sollen, ist die größte Frechheit der Rentenkommission!
Ein Problem der Journalisten ist, dass zu viele Blinde von der Farbe reden. Die Selbstreferenzialität in dieser Branche hat bedrohliche Züge angenommen.
"Die demografische Realität klopft seit vielen Jahren immer lauter an die hölzerne Pforte des deutschen Rentensystems."
Und der Autor an die hölzernen Köpfe seiner Leserschaft?!?
Die deutsche Rentenversicherung zur Schicksalsfrage der Nation hoch zu jazzen ist zwar gute ciceronische Tradition. Hier werden ja nahezu ausschließlich und jeden Tag Schicksalsfragen der Nation bzw. Untergangsszenarien derselben verhandelt. Leider hält sich die Realität nicht ans journalistische Drehbuch und die Welt geht einfach nicht ünner. Ja, dieser Staat lebt über seine Verhältnisse und die unausweichlichen Verteilungskämpfe sind bereits im vollen Gange.
An die Beamten traut man sich nicht heran. Auch die Journaille nicht.
Müssen eben die zukünftigen Beitragszahler der Rentenversicherung mit ihren jetzt schon lächerlichen Rentenansprüchen daran glauben. Und das ganze noch als Zukunftssicherung der jungen Generation zu verkaufen schlägt dem Fass den Boden aus. Armes Deutschland!
Frau Bas hat schon bei der Pressekonferenz angekündigt, dass Ihr Ministerium und das Finanzministerium nun die Vorschläge ausgestalten werden. Wie das aussehen wird können sich auch wenig Phantasiebegabte vorstellen. Es wird,dem Wahn der deutschen Einzelfallgerechtigkeit geschuldet, so viele Ausnahmen, Vorschriften und Ausführungsbestimmungen geben, vermutlich auch ein passendes Bundesamt,auf jeden Fall mehr Bürokratie, dass das ganze nur in einer Erhöhung der Arbeitskosten enden wird. außerdem wird mir Angst und Bang, wenn der Staat anfängt kapitalgedeckte Rentenfonds aufzulegen. So ungehemmt, wie in die Rentenkassen gegriffen wird, wird man im Notfall auch dort reingreifen.
Ich möchte gern dem Autor zustimmen, man solle schon froh sein, dass sich überhaupt etwas bewegt. Das ist in Zeiten wie diesen definitiv zu wenig. Aber die CDU hat sich nun mal an die weit nach links gerückte, ideologisch erstarrte SPD gekettet.
Man wird sehen.
