Älterer Mann mit langem grauem Haar und Bart im Fellumhang in rauer Berglandschaft, Foto.
Verbitterter Outlaw: Robin Hood (Hugh Jackman) / © Aidan Monaghan

Film der Woche: „The Death of Robin Hood“ - Auf der Suche nach Erlösung

Bislang kennt man Robin Hood als edlen Helden und Kämpfer für soziale Gerechtigkeit. Eine Neuverfilmung zeichnet ihn nun als depressiven, büßenden Massenmörder. „The Death of Robin Hood“ ist düster und substanziell zugleich. Ein Plädoyer für den Dialog.

Ursula Kähler

Autoreninfo

Ursula Kähler ist promovierte Filmwissenschaftlerin und arbeitete unter anderem am Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main. Sie veröffentlichte „Der Filmproduzent Ludwig Waldleitner“ (2007) und „Franz Schnyder. Regisseur der Nation“ (2020).

 

So erreichen Sie Ursula Kähler:

Die Sage um Robin Hood gehört zu den am häufigsten adaptierten Stoffen der Film- und Fernsehgeschichte. Bereits im Jahr 1908 diente sie einem britischen Kurzfilm als Vorlage. Die mit Abstand prominentesten Versionen sind die mit Eroll Flynn aus dem Jahr 1938 (im brandneuen Technicolor-Verfahren) und die mit Kevin Costner von 1991, inklusive Bryan Adams‘ Titelsong „(Everything I Do) I Do It for You“. Beide Produktionen prägten das Starkino ihrer jeweiligen Epoche. In grasgrünen Strumpfhosen, mit charmantem Lächeln und schelmischem Humor bestimmte der Australier Flynn das Bild des edlen Räubers für die folgenden fünf Jahrzehnte. Costners verletzliche, menschliche Variante wurde zum popkulturellen Phänomen des modernen Blockbuster-Kinos.

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Dorothee Sehrt-Irrek | Mi., 17. Juni 2026 - 13:18

Danke Frau Kähler!
Das erinnert mich an eine Lesung mit Denis Goldberg.
Er schrieb mir in sein Buch "Der Staat gegen Mandela" Für Dorothee mit viele Grüsse für eine Zukunft"
Denis Goldberg IGM Haus II/6/07
Zuvor war ich, eingedenk unserer schrecklichen jüngsten Geschichte, zu ihm gegangen und hatte zu ihm gesagt "Sie konnten nicht anders".
Er war für die Beschaffung von Waffen zuständig und schien die Gefängsniszeit auch ge-tragen zu haben.
Einander vergeben, das kennt doch auch die katholische Kirche...

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi., 17. Juni 2026 - 13:33

Joel Joffe
"Der Staat gegen Mandela"

Die Jahre des Kampfes und der Rivona-Prozess

Mit einem Vorwort zur deutschen Ausgabe von Denis Goldberg,
dem Angeklagten Nummer Drei

Karl Dietz Verlag Berlin 2006

Die Drucklegung wurde mit Mitteln der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Gesellschaftsanalyse und Politische Bildung gefördert

Walter Bühler | Do., 18. Juni 2026 - 10:58

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

Als Schulbub habe ich das Kasperle, Old Shatterhand, Kara ben Nemsi, Robin Hood, Wilhelm Tell usw. bewundert, weil sie das Böse tapfer bekämpft haben. Bis heute kann ich mich der Faszination nicht entziehen, wenn Bud Spencer und Terence Hill den erzbösen Schuften endlich mal eine Pfanne auf den Kopf hauen.

Aber später habe ich nicht mehr übersehen können, dass viele revolutionäre Helden von links und von rechts wesentlich mehr Böses angerichtet haben als die, die sie zu bekämpfen vorgaben. Man denke nur an Mao, Stalin, Pol Pot und Noriega.

Heute bin ich ziemlich allergisch gegen jeden Robin-Hood-Kult, wie er etwa bei den Greta-Thunberg-Verehrern oder bei den "revolutionären" Antifa-Typen zu beobachten ist.

Eingedenk der Opfer verstehe ich, warum sich Luther nicht mit Münzer und Kant sich nicht mit Robespierre einlassen konnte. Soviel ich weiß, war Nelson Mandela aus besserem Holz geschnitzt.
--
Im Märchen braucht man Helden, im Alltag braucht man fleißige und zuverlässige Menschen.

in der Sowjetunion eingeläutet, bzw. das der von Mao Zedong in China?
Da schrieben evtl. noch in Europa Manche Gedichte über diese historischen Persönlichkeiten.
Übrigens sehe ich Putin nicht von Stalin her, eher von Paul dem I. her, dem legitimen Sohn Katharina der Großen.
Vielleicht sucht er evtl. deshalb die Nähe von Frau Merkel?