- „Dieses Ergebnis überrascht mich nicht“
Doppelte Staatsbürgerschaft als Regelfall: 85 bis 98 Prozent der Neueingebürgerten behalten ihren alten Pass. Das könnte in der Zukunft zu Loyalitätskonflikten führen, sagt Migrationsforscherin Sandra Kostner. Insgesamt würden die Regeln für Einbürgerung zu lax ausgelegt.
Sandra Kostner ist Historikerin und Soziologin. Seit 2010 ist sie als Migrationsforscherin und Geschäftsführerin des Masterstudiengangs Interkulturalität und Integration an der PH Schwäbisch Gmünd tätig. 2020 gründete sie zusammen mit damals 24 weiteren Wissenschaftlern das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit.
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Grün unter Schröder und Fischer eingeführt. Die vollständige Mehrstatlichkeit durch die Ampel.
Dazwischen lagen 16 Jahre Regentschaft Merkels, wohl mehr als genügend Zeit diesen Unsinn abzuschaffen. Entweder ich bekenne mich zu diesem Land mit allen Rechten und Pflichten aber auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen, geht nun mal gar nicht.
MfG a d Erf. Rep.
genau so. Mir fällt kein zwingender Grund ein, warum es 2 Staatsangehörigkeiten geben soll. Ich halte es auch für einen Trugschluss, dass es die Integration der ersten Generation erleichtert. Nicht umsonst sprechen viele Migranten, die schon seit Jahrzehnten in D leben, kein passables Deutsch, genauso wenig wie deren Kinder und Enkel. Die Staatsbürgerschaft wird wie ein "nice to have" zwischen den anderen Rabatt und und Vergünstigungskarten eingesteckt.
Im Moment sind mit der deutschen Staatsangehörigkeit (und vielen anderen) viele Rechte und keine Pflichten verbunden - klar, warum soll man davon nicht soviele wie möglich haben.
Loyalitätsfragen scheinen mir nicht nur theoretisch: viele Länder betrachten ihre Auslandscommunities als "Assets" für Devisen und Einfluss in anderen Ländern. Der Einfluss in den eigenen Communities wird angestrebt.
Was Integration angeht, sehe ich auch die Frage stärker "Integration in was?". In meinem direkten Umfeld sind mir die Regeln und Sitten halbwegs klar, wie ich mich verhalten sollte. Das ist aber eher ungeschrieben und persönlich. Was mehr regelbasiert fassbare Werte und Sichtweisen angeht ist mir schon für mich selber nicht mehr klar, was jetzt eigentlich in der Gesellschaft/Staat/Recht/WasAuchImmer gilt und was nicht. Bei dem, was zu gelten scheint, muss ich auch immer nacharbeiten, um das mit meinen Werten in Einklang zu bringen.
aller Deutschen dar, die keinen zweiten Paß besitzen! Jedenfalls sehe ich das so.
Ich finde er unerträglich, daß Millionen von Menschen in meinem Heimaltland jetzt mit einem deutschen und - zusätzlich - einem türkischen, afghanischen, syrischen, irakischen, nigerianischen usw. Staatsbürger-Ausweis herumlaufen!
Welchem Land fühlen sich diese Leute denn nun verpflichtet? Warum bekomme i c h keinen zweiten Paß eines anderen Landes?
Bin ich weniger wert als Doppel- oder Dreifach-Paßbesitzer?
Es sollte nur in Ausnahmefällen möglich sein, den deutschen Paß zu behalten, wenn man bereits einen anderen hat, z. B bei Eheleuten, die aus verschiedenen Ländern kommen und Diplomaten.
Meines Erachtens dürfte
1. der deutsche Paß frühestens nach 8 Jahren und gründlicher Überprüfung des Antragstellers
(Sprach- u. Arbeitsnachweis) ausgestellt werden u. 2. müßten die Leute dann ihren alten Paß abgeben.
Alle Doppelstaatler müßten per Gesetz verpflichtet werden, sich für einen Paß zu entscheiden.
...und selbstverständlich unterscheidet sich ein Mensch, der in zwei unterschiedlichen Kulturen sein Leben gelebt hat, von jemandem, der nur in einer Kultur gelebt hat.
Wenn die eine Prägung per Verordnung unterdrückt wird, lebt sie im Verborgenen weiter... und im Konfliktfall wird's dann schwierig... oder es "knallt".
Cui bono...?
Und: Es gab noch nie so viele "Weltbürger" wie heutzutage, die sich primär als "Mensch" definieren.
Aber: Wem seine nationale oder religiöse Identität wichtig ist, der kann sie doch pflegen.
Zuletzt (nicht ganz ernst gemeint:) Wenn Ihnen eine Staatsbürgerschaft zu wenig ist... man kann sich auch welche "kaufen". (Sorry...!)
verstößt m.E. gegen Art. 3 GG, der eine Benachteiligung, aber auch eine Bevorzugung wg. Herkunft kategorisch ausschließt. Denn "Nicht-Migranten" (O-Ton Tagesschau) können nur eine Staatsbürgerschaft besitzen.
In Australien kann man mehrere Staatsangehörigkeiten haben, aber Abgeordnete nur eine Staatsangehörigkeit ; dadurch sollen Konflikte vermieden werden. Einige mussten sogar ihr Mandat aufgeben, als sie herausfanden, dass ihre Eltern ihnen die Staatsangehörigkeit ihres Herkunftslandes gegeben hatten. Wenn sie in Australien geboren sind, haben sie eh die Australische.
