- Der Sozialstaat schont die Schwachen nicht, er nutzt sie aus
Der existierende Sozialstaat schont nicht etwa die Wehrlosen, nämlich Kinder, sondern er nutzt sie aus. Die Umverteilung ermöglicht sein schamloses Versprechen an die Kinderlosen, von den Kindern anderer Leute zu leben.
Frauen und Kinder zuerst! So hieß das Kommando in der christlichen Seefahrt, das immer dann ausgegeben wurde, wenn das Schiff in Seenot geraten war und die Rettungsboote zu Wasser gelassen werden mussten. Kinder genossen Vorrang vor den Frauen, Frauen vor Männern, die an Bord zu bleiben hatten, um beim Aussteigen zu helfen. Der Kapitän verließ das Schiff als letzter, sofern er es nicht vorzog, mit ihm zusammen unterzugehen.
Das ist vorbei, der Sozialstaat hat damit Schluss gemacht. Er schont die Schwachen nicht, er nutzt sie aus. Die Kinder sind das Kapital, auf das er rechnet, um seine längst unerfüllbar gewordenen Versprechen doch noch zu erfüllen. Wehren können sich die Kinder nicht, denn bei der Wahl haben sie keine Stimme – eine gefährliche Schwäche, die sich zum tödlichen Nachteil steigern kann, wenn sich die Mehrheit, wie in Deutschland geschehen, zu den Alten, den Rentnern und Pensionären verschoben hat. Und diese Alten, von unverantwortlichen Parteien und bedenkenlosen Verbänden scharf gemacht, ihre Macht dazu benutzen, Besitzstände zu verteidigen. Denn Besitzstände sind heilig in Deutschland.
Eulen und Wale sind wichtiger
Auf diesem Weg ist das immer noch reiche Deutschland zu einem armen, einem kinderarmen Land geworden. Mit einer Geburtenquote von 1,35 gehören wir weltweit zu den kinderärmsten Ländern – und scheinen auch noch stolz darauf zu sein. Die Grünen, die Eulen mit Peilsendern ausrüsten, Walen Sterbehilfe leisten und um jeden Froschlaich eine Mahnwache aufstellen, feiern die Abtreibung nach wie vor als emanzipatorische Heldentat – und haben damit stilbildend gewirkt. Die für Soziales zuständige Bundesministerin Bärbel Bas (SPD) hält es mit ihrer Amtsvorgängerin Renate Schmidt, die seinerzeit versichert hatte, dass es ihr wurscht sei, ob die Deutschen ausstürben oder nicht.
Kinder sind teuer. Ein Luxus, der nichts bringt, nicht einmal Anerkennung, Zuneigung, Respekt. Heerscharen von Gleichstellungsbeauftragt*innen sind unterwegs, um Beruf und Familie miteinander vereinbar zu machen, stoßen dabei aber auf Hindernisse, die sich nur schwer verschieben und ganz gewiss nicht beseitigen lassen. Sodass jede Frau aus höchst natürlichen Gründen irgendwann vor der Frage steht, was sie vorzieht, Beruf oder Kinder; und niemand sollte sich wundern, wenn sie sich angesichts der so ungleich verteilten Prämien dann für den Beruf entscheidet. Kinder kosten, Kinder sind unmodern, Arbeit ist besser, denn Arbeit bringt was ein.
Leben von den Kindern der anderen
Der Feminismus, hat die Engländerin Helen Wilkinson, eine verspätete Suffragette, einmal gesagt, der Feminismus habe das kinderlose Paar hervorgebracht. Und ist deshalb, so wäre zu ergänzen, nicht überlebensfähig. Das sagt man aber nicht, das wäre unmodern. „Kinderlos glücklich“ hieß die Überschrift, unter der die Tagesschau, immer die Nase im Wind, neulich ein Machwerk verbreitete, das ziemlich ungeschminkt für den Verzicht auf Kinder warb. Mehr Freiheit, mehr Unabhängigkeit, mehr Selbsterfüllung wurden da versprochen. Ein alter Schwindel, denn gemeint war ja nicht das Leben ohne Kinder, sondern ein Leben ohne eigene Kinder.
Kinder werden gebraucht – gerade auch von denen, die keine haben. Sie sollen mit ihren Pflichtbeiträgen, einer zweiten Steuer, den Ruhestand derjenigen finanzieren, die es vorzogen, kinderlos glücklich zu werden. Frau Merkel hat sich, wahrscheinlich unbewusst, zu dieser Form moderner, sozial verträglicher Sklaverei bekannt, als sie die milliardenschweren Rentenansprüche dem Volksvermögen zuschlug – eine Schamlosigkeit gegen Mütter und Kinder, die in einem Land, das sich daran gewöhnt hat, die Umverteilung von kinderreich zu kinderarm als Wohltat zu betrachten, aber nicht weiter aufgefallen ist.
Der umverteilende Sozialstaat hat es aufs Eigentum abgesehen – nicht auf das Eigentum an Maschinen, sondern aufs Eigentun an Menschen. Auch die sollen vergemeinschaftet, vergesellschaftet, kollektiviert und sozialisiert werden. In einem Beitrag zur Neuen Gesellschaft, dem theoretischen Organ der SPD, hat eine bedauernswerte, weil kinderlose Frau dargelegt, wie sie sich das vorstellt. Nicht nur der eigene Besitz, auch die eigene Familie, die eigenen Eltern, die eigenen Kinder sind ihr suspekt wo nicht sogar zuwider. Um die Natur „von ihren biologischen Fesseln zu befreien“, sollen die Kinder allen gehören; also auch denen, die keine hatten. Auch Kinder sind ja Produktionsmittel, Produktionsmittel der Zukunft, müssen also enteignet werden.
Die Rente ist auf Einsturz konstruiert
Voller Stolz hatte Norbert Blüm das biblische Gebot, Vater und Mutter zu ehren, um die sozial genannte Verpflichtung erweitert, neben den Eltern auch die große und schnell wachende Masse derjenigen zu unterhalten, die auf Kinder wohlweislich verzichtet hatten. Das konnte nicht gutgehen, ist ja auch nicht gutgegangen. Die Pflegeversicherung, Schlusstein im Gewölbe der staatlich betriebenen Versicherungsindustrie, war von vornherein auf Einsturz konstruiert. Eine Beitragsstaffel, die Eltern mit einem Rabatt von ein paar lächerlichen Prozentbruchstücken belohnt, ist ein Witz, der vom Bundesverfassungsgericht mit seinem Beschluss, die Sache festzuklopfen, zum Skandal erhoben worden ist.
Für jeden, der rechnen konnte und wollte, lagen die Folgen auf der Hand. Sie haben sich denn auch mit versicherungsmathematischer Genauigkeit eingestellt. Tatsächlich dürfte Blüms Pflegeversicherung das einzige Unternehmen weltweit sein, das sich sehenden Auges selbst ins Grab schaufelt. Eine Reform jagt die andere, und jedes mal bestätigt sich das alte Sprichwort, dass der Betrug größer war als der Verdacht. Es fehlt nicht eigentlich am Geld, es fehlt an Menschen: lebendigen Menschen, die da sind, einspringen, zupacken und helfen.
Sozialpolitiker begreifen das nicht. Ausgerechnet sie glauben, ohne Menschen auskommen zu können. Was dabei herauskommt, hat ein nüchterner Mann mit dem Wort Fließbandpflege umschrieben. Er schildert sie so: Die Siechen sind an ihre Betten gefesselt, deren jedes von einer Videokamera überwacht wird. „Jedes Bett ist eine eigene kleine Pflegemaschine. Die Alten werden durch Katheter entsorgt, kein Pfleger ist genötigt, sie zu reinigen oder zu windeln. Eine für Pflegeheime eigens konstruierte Waschstraße erlaubt es, die Bettlägrigen ohne großen Aufwand jeden Tag zu duschen.“ Eine Freiaufhängung sorgt dafür, dass sich keiner von ihnen wundliegt, ernährt werden sie durch Fütterungs-Automaten, die auf Augenbewegungen reagieren; und so weiter.
Nach uns die Sintflut
So könnte die schöne neue Zukunft aussehen, der uns Frau Bas, begleitet von SPD und DGB, entgegenführen will. Sie setzt auf kulturelle Vielfalt – eine Rechnung, die vielleicht sogar aufgehen könnte, wenn die Fremden nicht längst kapiert hätten, dass es in Deutschland Leistungen auch ohne Gegenleistung gibt und die Behörden das Recht auf Arbeit durch das Recht auf Faulheit ersetzt haben. Und dass die Gerichte das auch so sehen und man schön dumm sein müsste, um nicht mitzumachen.
Die Einwanderer haben verstanden, dass sich Kinder in Deutschland nur für den lohnen, der auf Arbeit verzichtet – für den allerdings glänzend, denn dann gibt es neben dem Kindergeld ja auch noch Bürgergeld, Wohngeld, Heizungsgeld und Herz was begehrst du. Das Ganze kostet Milliarden, verschlingt den halben Haushalt und ruiniert das Land, wird aber von Frau Bas und den Genossen als sozial gerecht verteidigt. Ihr Vorbild ist das junge Mädchen, das, zur Marquise de Pompadour geadelt, auf die Nachricht von der französischen Niederlage in der Schlacht von Rossbach mit dem Ausruf reagiert haben soll: Nach uns die Sintflut! Gut dreißig Jahre später war es dann so weit.
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wäre es ja schonmal gut gewesen, wenn man sich wenigstens bemüht hätte, dem "Kapitalstock Kind" eine ordentliche Bildung zugute kommen zu lassen. Schaut man sich aber die seit Jahren steigenden Schullabbrecherquoten an und den stetig steigenden Anteil absoluter non valeurs unter unseren sog. "Akademikern" fragt man sich schon, was in Deutschland wann warum so entsetzlich schief gegangen ist, daß ein einmal so gescheites tüchtiges Volk derart auf den Holzweg geraten konnte.
Kultusminister an, das sehen Sie den Grund unserer andauernden Bildungsmisere….. überwiegend aus SPD & grüner Sekte das erklärt es völlig !
MfG a d Erf. Republik
Die weitestgehend sozialistische Werbung für das Nichtstun leistet (!) ganze Arbeit. Ausbeutung, 30-Tage-Woche, work life balance - alles Mantren für das real existierende Paradies auf Erden.
sonst wie Angepasster beim Ausk...n seiner Wut vergessen zu erwähnen, dass einer der ganz wenigen Politiker, die die Kinderarmut direkt ansprechen und für eine höhere Geburtenrate einzutreten gedenkt, Bjön Höcke heißt, oder sagen wir in der Sprache der Angepassten und Mitläufer, die nun so langsam merken, wie verkehrt sie alle lagen und noch immer liegen und sich die Hosen voll machen, bevor sie einfach mal Ross und Reiter nennen, also einfach mal sagen, dass es die Altparteien, v.a. die Union waren, denen wir diese Misere zu verdanken haben und es verdammt noch mal an der Zeit ist, dass andere ans Ruder kommen, Gottseibeiuns. Aber Höcke hat Recht.
Herr Adam mag das alles so meinen, wie er es hinschreibt, aber wen will er damit beeindrucken? Bas? Merz? Merkel vielleicht ?(die lacht sich ins Fäustchen, noch immer geht ihr Plan voll auf).
Vergessen wir all den Singsang.
Eines wird immer klarer: Kinder sind die beste Altersvorsorge, wenn dieser Staat bald kollabiert. Für ihre Eltern.
Weitgehend d'accord mit Ihnen, aber....
Es war maßgeblich die SPD, in persona Holger Börner, die schon zu meiner Gymnasialzeit in Hessen die Zahl der Abiturienten in Relation zu den Eingeschulten von ehemals 6% auf 20% erhöht hat. Dass das keine "Aktivierung brachliegender Ressourcen", sondern eine Herabsetzung der Anforderungen möglich gemacht hat, wurde lange Zeit verschwiegen, tritt aber immer deutlicher zutage.
Menschen, die selbstbestimmt leben dürfen und können, bekommen Kinder, weil sie es sich für ihr Leben wünschen. In aller Regel nicht, weil sie eine Leistung für die Gesellschaft erbringen wollen oder sich im Alter von ihnen versorgen lassen wollen. Es handelt sich um ein urmenschliches Streben, das nicht allein mit materiellen Dimensionen fassbar ist. Natürlich wird es aber gerne als entschiedene Leistung für die Gesellschaft dargestellt, auch vom Autor dieses sehr einseitigen Artikels, der Kinderlose als Profiteure darstellt, die nichts für den Erhalt der Gesellschaft betragen. Dabei kapriziert er sich auf die Beiträge zur Pflegeversicherung und vergisst anderes Maßgebliches, darunter die Beiträge zur Einkommenssteuer oder kostenlose Mitversicherung in der GKV, die alle von den Kinderlosen mitfinanziert werden, etc.. Auch das oft lebenslange Leid ungewollt Kinderloser, nicht selten nach vielen erfolglosen und auch teuren Versuchen, doch Kinder zu bekommen, ist ihm keine Silbe wert.
Vor ein paar Jahren gab es von einer Gymnasiallehrerein die Forderung nach einem Verzicht auf Kinder – um CO2-Emissionen zu reduzieren, vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Verena_Brunschweiger. Auszug: „2019 erschien ihr Buch Kinderfrei statt kinderlos, es erreichte Platz 40 der Spiegel-Bestsellerliste Taschenbuch Sachbücher. In ihm sowie in zahlreichen darauffolgenden Interviews warb sie für den Antinatalismus aus klimapolitischen Gründen, also den Verzicht auf Kinder, um CO2-Emissionen zu reduzieren und damit den derzeitigen Klimawandel zu bremsen. Dies löste vor allem im deutschsprachigen Raum eine Debatte aus. Sie forderte von der deutschen Politik unter anderem eine Zahlung von 50.000 Euro an jede 50-jährige kinderlose Frau.“
Im SPIEGEL Nr. 4/2026, in dem eine Reporterin unter der Schlagzeile „Dieser verdammte Muttermythos. Ich will keine Kinder. Ist etwas falsch mit mir?“ ihr Problem ausführlich schilderte, auch anhand der Familiengeschichte, konnte Frau Brunschweiger erneut ihre Position darstellen. – Schon im SPIEGEL Nr. 14 vom 28.3.2024 war von einer anderen Journalistin auf Seite 9 unter der Überschrift „Keine Sorge!“ von der Segnung der Kinderlosigkeit dies zu lesen: „Die historisch tiefe Geburtenrate mag eine Hiobsbotschaft für die Zukunft der deutschen Sozialsysteme sein. Für die Emanzipation ist sie ein Erfolg“. Eine Erfolgsfolge wurde am 16.3.2025 in der Zeitung „Die Glocke“ aus Oelde beschrieben: „Immer weniger Kreißsäle in NRW - Hebammen alarmiert. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Geburtsstationen deutlich geschrumpft. Hebammen zeigen sich ob der Lage besorgt“, https://www.die-glocke.de/regionales/artikel/immer-weniger-kreisssaele-….
