Kubicki

Bundesparteitag der FDP - Eine Personalie macht noch kein Profil

Bei ihrem Bundesparteitag am Wochenende wird die FDP wohl Wolfgang Kubicki zum neuen Parteichef wählen. Die schlechte Nachricht aus ihrer Sicht: Eine Personalie macht noch kein Profil. Die gute Nachricht aber lautet: Was es dafür braucht, steckt schon in „Freie Demokraten“ drin.

Ben Krischke

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München.

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„Freiheit“ ist diskussionswürdig. Nicht dahingehend, ob Freiheit gut oder schlecht ist – jedenfalls nicht in aufgeklärten Gesellschaften. Sondern dahingehend, was unter „Freiheit“ konkret verstanden wird; was das also für die Praxis, sprich: das Zusammenleben in einer Gesellschaft, bedeutet. Die zentrale Frage lautet: Wenn von „Freiheit“ die Rede ist – welche Freiheit ist gemeint? Was bedeutet es konkret, frei zu sein?

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Karl-Heinz Weiß | Fr., 29. Mai 2026 - 11:10

Die FDP stemmte sich gegen die "Verwässerung" der Agenda 2010 durch Angela Merkel und erreichte 2009 fast 15%. Anschließend wurde sie von Merkel plattgemacht und flog aus dem Bundestag. Der Retter Lindner entwickelte sich zum Egomanen: kein Vorbild für eine liberale Partei. Und Kubicki entwickelt sich zur Lindner-Doublette. Als Kolumnist ist er besser.

Thomas Hechinger | Fr., 29. Mai 2026 - 11:51

Genau die Selbstbestimmungsgesetz-FDP ist das Problem, werter Herr Krischke. Erst mal klingt „Selbstbestimmung“ schön. Und ich gehe so weit mit, daß selbstverständlich auch andere Lebensentwürfe als der übliche Berechtigung haben. Und wenn sich jemand operativ etwas vom Körper wegschneiden läßt, um sich „im anderen Geschlecht“ zu fühlen, soll es mir recht sein, wenn der Betreffende volljährig ist und von ärztlicher und psychologischer Seite aufgeklärt wurde, was die Folgen sein können. Daß man aber die Biologie leugnet und die Entscheidung über das Geschlecht für eine Willenserklärung hält, widerspricht der Vernunft und Aufklärung. Eine Transfrau ist keine Frau, sondern ein Mann, der sich als Frau fühlt. Fühlt! Und das ist in Ordnung. Mehr gilt aber nicht. Daß man aber Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebensphasen dazu verleitet, Hormonpräparate exzessiv zu sich zu nehmen und sich verstümmeln zu lassen, ist ein Verbrechen. Und eine FDP, die so etwas zuläßt, steht dabei Schmiere.

Urban Will | Fr., 29. Mai 2026 - 12:24

der erste große Schritt zu deren Abschaffung. Und das muss klar und deutlich gesagt werden, gegen alle Widerstände, ob innerhalb oder außerhalb der Partei.
Kubicki hat dies schon das eine oder andere mal getan. Zumindest diejenigen ins Visier genommen, die diesem linksgrünwoken Wahn anhängen. Er hat – das ist meine feste Überzeugung – aus seinen Fehlern gelernt und ist in einem Alter, wo er nichts mehr zu verlieren hat.
Sollte er siegen und sollte er es schaffen, auch Unions-Wähler zu seiner neu auferstandenen FDP zu holen, sollte diese Union also bald deutlich unter 20 sinken, dann war das Comeback des alten Schlachtrosses ein voller Erfolg und er kann sich auf die Fahne schreiben, dem Land einen großen Dienst erwiesen zu haben.
Die „Grünen“ in der FDP sind angepasste Schreihälse und Luftpumpen. Ich denke, mit denen wird er fertig werden.
Linksgrün ist verdammt noch mal over and out und das muss endlich im Volk ankommen. Die Wende ist überfällig.

"sollte diese Union also bald deutlich unter 20 sinken, dann war das Comeback des alten Schlachtrosses ein voller Erfolg..."

Ob es reicht, nur vom Niedergang der anderen/CDU zu profitieren wenn man/Partei sich selbst im absoluten Niedergang befindet... ... - ist mMn OHNE einen glaubwürdigen politischen Turnaround mehr als fraglich... 🤔 -- geschrieben nach! dem ersten Parteitagstag/Sa...

Wolfgang Borchardt | Fr., 29. Mai 2026 - 12:55

hat an Bedeutung gewonnen. Demokratie und Freiheit existieren offensichtlich in oszillierender Beziehung. Beides beieinander zu halten, scheint eine nicht nur ehrenwerte, sondern dringliche Aufgabe.

S. Kaiser | Fr., 29. Mai 2026 - 14:08

Völlig richtig, eine Personalie macht noch kein Profil.
Den „echten“ Liberalen sei vor dem Parteitag folgendes mit auf den Weg gegeben:
Wenn Ihr es jetzt nicht ultimativ schafft, Euch gegen diese verkappt-autoritären, vermeintlich progressiven und grün-angestrichenen Pseudoliberalen durchzusetzen, dann wird es kein Comeback für Euch geben.
Hört auf, auf die zu hören, die Euch sowieso nie wählen werden.
Was hat Euch die dümmliche Anbiederung an den - inzwischen im langsamen Abgesang befindlichen - links-grünen Zeitgeist gebracht? Na, was?
Nicht mehr messbar!
Die Tierschutzpartei holt mancherorts mehr Stimmen als Ihr.
Nochmal: die T i e r s c h u t z p a r t e i ...
Fragt Euch also selbst: War es das wert?
Oder wollt Ihr „dem Markt“ eine liberale Alternative bieten?
Entweder, Ihr kriegt jetzt die Kurve und stellt Kuhle & Konsorten kalt, oder Ihr müsst weiter draußen bleiben.
Warum?
Weil Eure Wählerschaft momentan nämlich eines mit Euch ist: So done!

Ingo Frank | Fr., 29. Mai 2026 - 16:22

die FDP von den etablierten Parteien abzusetzen
und damit eine mehr als große Möglichkeit der Union Wähler abzujagen in dem er die Brandmauer für seine Partei mit ihrem freiheitlichen liberalen Demokratieverständnis zu den Akten zu legen. Darum geht es. Ist er mutig genug sich innerparteilich und gegenüber dem grün linken Propagandaapperar durchzusetzen oder nicht.
Bekennt er nicht „Farbe“ verliert die FDP und Kubicki persönlich und kann das Buch des Liberalismus im Buntland zuschlagen. .. .
MfG a d Erfurter Republik

P.S unsrer Wette Herr Veit, steht.
Ich glaube es nicht das er am Wochenende die Brandmauer für die FDP begräbt und damit das Ende der FDP endgültig auf dem Altar der Grün linken Ideologen besiegelt.

SIE HABEN GEWONNEN! Gratulation nach Erfurt! 🎆🎇🎆 [Feuerwerk!]

45 Minuten nach Kubickis Wahl zum FDP-Parteivorsitzenen..., und insbesondere nach seiner Bewerbungsrede zur Wahl mit einer eindeutigen ABSAGE AN JEDWEDE ZUSAMMENARBEIT MIT DER AfD unter seiner Parteiführung ist festzustellen: SIE IST NICHT GESPRUNGEN!! >> also okay..., dann halt doch AfD wählen... ... [in Notwehr]

Um 18:00 Uhr hält Kubicki wohl noch seine Antrittsrede... - aber da wird es sich zu seiner vorherigen Bewerbungsrede wohl kaum widersprechen können... ...

Insgesamt waren die 'Aussprache' auf diesem Pargeitag und auch die Strack-Zimmermann Gegenkandidatur-Bewerbungsrede aber auf jeden Fall sehr interessante Einblicke in die aktuelle FDP, welche ich vorher so nicht hatte...

Strack-Zimmermann hat liberal-substantiell sehr gut gesprochen -mMn- mit den bekannten No-Go's zum Ukraine-Konflikt/Russland, weswegen sie für mich politisch insgesamt inakzeptabel ist. Eine deutl. 'EU-Hybris' hat sie auch verinnerlicht...

Gegenkandidatur mit einer beachtlichen ca. 25 Min. langen Rede gestartet..., während Kubicki sich nur 'locker lässig' ca. 5 Minuten kurz vorgestellt bzw. 'beworben' hat... ... Zeitweilig sah es so aus, dass Strack-Zimmermann durchaus gewinnen könnte..., der Stimmung im Saal nach zu urteilen... ...

War teilweise doch auch spannend..., dadurch. 😉