- Der stille Machtmensch vom Stuhl Petri
Seit einem Jahr ist der Amerikaner Robert Prevost der neue Papst. Nun hat sich Donald Trump das Oberhaupt der katholischen Kirche zum Gegner erkoren. Es geht bei dem Streit auch um die Deutungshoheit über die Gegenwart.
Es ist ein schmiedeeisernes Tor in einer unscheinbaren Mauer, wie es sie in dem italienischen Örtchen viele gibt. Die Zinnen sind verziert, aber die Streben mit einer Blende versehen, sodass man nicht reinschauen kann. Draußen wartet ein Pulk von Menschen, es wird Musik gemacht. Irgendwann öffnet sich der Zugang. Das Gebrüll ist groß. Heraus tritt Papst Leo XIV., der 267. Bischof von Rom, Nachfolger des Apostels Petrus und Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken weltweit. Er geht beherzt voran, nur eine Handvoll Leute hinter ihm her. Lange hat man nicht mehr so einen agilen Papst gesehen, nach den zuletzt gebrechlichen Vorgängern Franziskus, Benedikt und Johannes Paul.
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kundiger Artikel.
Bliebe vielleicht noch anzumerken, was ich kürzlich über Papst Leo las, dass er teils von Sklavenhaltern und von Sklaven "abstammt"?
Ein Vorläuferpapst, auch mit Namen Leo, soll sich schon spezieller zum Sklavendrama, auch der katholischen Kirche, geäußert haben?
Das brächte ihn mir sehr nahe, weil Täter und Opfer zugleich zu sein, ihm nicht fremd scheint?
Vielen Dank, Herr Resing
vor allem anderen.
Die Gemeinschaft der Katholiken wird durch den Glauben an Jesus Christus u. sein Evangelium zusammengehalten. Der unerschütterliche Glaube an die Auferstehung u. das jenseitige Weiterleben bei Gott ist d a s zentrale, einigende Band, das die Katholiken auf der Welt zusammenhält, sowie die Anerkennung des Papstes als Stellvertreter Christi auf Erden. Der erste war der Apostel Petrus, und seitdem sind ihm 266 Amtsinhaber gefolgt. Viele von ihnen haben sich als unwürdig erwiesen, andere als bloße Verwalter, und wieder andere als Lichtgestalten im Dienste des christlichen Glaubens.
Bei Papst Leo XIV. wird die Zukunft zeigen, wie fähig er ist, die mehr als 1,4 Milliarden Katholiken (deren Zahl übrigens ansteigt, z. B. in Afrika!)
als Glaubensgemeinschaft zusammenzuhalten.
Auf den Rat des Episkopates u. anderer "Experten" in Deutschland kann er dabei getrost verzichten; denn sie sind ebensolche geistigen Versager u. Billig-Moralisten wie die meisten deutschen Politiker.
"(deren Zahl übrigens ansteigt, z. B. in Afrika!)".
Denn die katholische Kirche ist ein Grund für die Migration über das Mittelmeer. Der Glaube ist ein Grund weshalb diese hier empfangen werden und weshalb es ein ungebremstes Bevölkerungswachstum in Afrika gibt.
Die Kirche hat sich gefälligst aus staatlichen also weltlichen Angelegenheiten rauszuhalten!!
für die Migration über das Mittelmeer sein soll, müssen Sie mir erst mal erklären.
Vllt. meinen Sie ja, daß der Papst nicht zu Verhütung bzw. Schwangerschaftsabbruch aufruft u. sich daher die Menschen z. B. in Afrika stark vermehren.
Sie wissen wahrscheinlich nicht, daß der Papst kein Vertreter einer Lehre von der kaninchenhaften Vermehrung der Menschen ist bzw. die katholische Kirche sehr wohl zu Enthaltsamkeit u. gegenseitiger Rücksichtnahme bzw. liebevollem Umgang der Eheleute miteinander aufruft. Wenn die Gläubigen diesem Ruf folgten, gäbe es weniger Kinder u. heilere Familien.
Daß viele Menschen die Ausübung ihrer Lust der echten Liebe zum Ehepartner u. den Kindern vorziehen, ist nicht Schuld des Papstes, sondern der
menschl. Schwäche u. dem Hang zum Egoismus zu verdanken.
M. E. hat sich die Kirche - das sehe ich genau wie Sie - aus jeglicher Politik herauszuhalten, a b e r sehr wohl darf u. muß sie sogar den Gläubigen klare
Regeln setzen für ein Leben gemäß dem Evangelium.
auf zwei Amtszeiten ist doch gerade das es dem oder der Herrschenden ermöglicht zu machen was er will. Es muss nicht mehr um Zustimmung gebuhlt werden, eine dritte Amtszeit wird es sowieso nicht geben. Also kann Porzellan zerbrochen und die eigene Weltsicht auch wehement und offensiv verbreitet werden. Es können unliebsame Reformen angegangen werden usw. usf. Wen interessiert die nächste Wahl, wenn man bei dieser sowieso nicht mehr berücksichtigt wird.
Manche sagen das sei eine Schwache im Sinne einer unmöglichen Kontinuität in der Regierungsführung, ich sehe es genau anders herum. Es ermöglicht eine disruptive und somit reformorientierte Politik.
Die Reaktion von Trump war absehbar. Deutlich komplizierter erscheint mir die Lage von JD Vance. Wenn der seine für den Übertritt zum Katholizismus angegebenen Gründe ernst meint, geriete er in einen Loyalitätskonflikt mit Trump.
Wenn der Papst meint, durch seine dank Duolingo erworbenen Deutschkenntnisse die hiesige Kirche besser zu verstehen, dürfte er damit falsch liegen. Die katholische Kirche in Deutschland lebt überwiegend vom Engagement ehrenamtlicher Frauen. Da selbst Minimalkompromisse (Frauendiakonat) ausbleiben, treten immer mehr enttäuscht aus. Das Ende ist absehbar.
die Unzufriedenheit vieler katholischer Frauen mit ihrer Kirche.
Würde es tatsächlich eine Aufwertung bedeuten, wenn sie in die Ämter gelangten, die Männern vorbehalten sind?
Was würde sich dadurch insgesamt für die Kirche bzw. für die Bedeutung des Glaubens in der Gesellschaft verbessern?
M. E. ist die protestantische Kirche, in der Frauen sogar Bischöfinnen werden dürfen, das beste Beispiel dafür, daß dieses Faktum die
Attraktivität dieser Kirche n i c h t erhöht. Im Gegenteil: Die protetantischen Kirchen sind sonntags noch leerer als die katholischen!
Gemäß dem Evangelium Jesu Christi leisten die Frauen mit ihren speziellen Diensten in der alltäglichen Gemeindearbeit eine absolut g l e i c h w e r t i g e
Arbeit wie der Klerus. Daß sie in dessen Hierarchie keine Rolle spielen, sollte sie eher freuen als ärgern; denn so sind sie gefeit gegen die Versuchung des Machtmißbrauchs, dem viele ihrer männlichen Mitstreiter erliegen.
Worauf es ankommt. das ist allein der GLAUBE.
wenn ich nicht schon gesessen hätte, hätte ich jetzt einen Stuhl gebraucht.
Gehen wir doch vielleicht zu Ihrem m.E. wichtigsten Punkt, den "den Männern vorbehaltenen" Posten.
Warum wäre das so?
Sie waren doch Lehrerin.
Man könnte argumentieren, weil Christus nun mal ein Mann war und seine Kirche deshalb von Männern geführt werden müsse?
Wenn es nur darauf ankäme, was macht Sie da so sicher, dass Sie Ihren Platz im Himmel haben?
Die Frauen sind die sogenannte andere Hälfte der Menschheit und meines Wissens nach, wurden sie von Christus nicht hintangestellt.
Obwohl und das ist dann doch ein Punkt, die Apostel waren alle Männer.
Ich these, dass Christus nicht alt genug wurde, um auch solche Strukturen erneuern zu können.
Wir sollten aber in die Zukunft schauen können.
Sie haben natürlich recht, liebe Frau Wallau, wenn Sie in mir gleich eine Protestantin erkennen.
Liebe ökumenische Grüße
ob der Vatikan etwa Zeugnisse über eine "Ehe" von Jesus Christus und Maria Magdalena besitzt.
Ich glaube schon, dass sich dadurch ganz andere Fragen noch an die katholische Kirche stellen würden.
"Lasset die Kindlein zu mir kommen".
Das spätestens hebt die Frau auf Augenhöhe, wo doch die Mutter liebend herabschauen durfte.
Daß Jesus Christus, sein himmlischer Vater und der Heilige Geist, der sie eint, rauen ganz genau so lieben wie Männer (und auch solche, die unglücklicherweise beiden nicht exakt zuzuordnen sind), das steht für mich außer Frage!
Jesus hat Frauen und Männer um sich geschart und sie völlig gleich behandelt.
Deshalb macht es mir überhaupt nichts aus, auf Erden als Frau in der Kirche nicht dieselben Ämter besetzen zu dürfen wie ein Mann.
Wie gesagt: Ich bin sogar froh, daß mir die Last der Ämter, die i m m e r in Gefahr stehen, von ihren Inhabern mißbraucht zu werden, nicht aufgebürdet wird.
Wenn wir im Himmel alle g l e i c h glücklich sind, dann reicht mir das vollkommen.
Herzliche Grüße an Sie!
"Jesus hat Frauen und Männer um sich geschart und sie völlig gleich behandelt." - Genau das macht der aktuelle katholische Klerus ja nun NICHT... ...!? Was nun?
Und daraus folgend äußern Sie: "DESHALB macht es mir überhaupt nichts aus, auf Erden als Frau in der Kirche nicht dieselben Ämter besetzen zu dürfen wie ein Mann." -- Sorry, da fehlt mir die logische Verbindung..., absolut...!?
Sollte da nicht eher das von Ihnen selbst angeführte Handeln des Jesus die klare Richtschnur sein... - vollständige Gleichbehandlung...??? 🤔
Beide Ihre Aussagen gleichzeitig stehen konträr zueinander, mMn.
Mir macht es als Frau nicht das Geringste aus, daß ich kein Amt in der Hierarchie der Kirche haben kann bzw. darf, und zwar deshalb, weil mein Glaube an die Heilslehre Jesu Christi mir bereits alles schenkt, was ich brauche und was ich mir wünsche: Erlösung von aller Schuld sowie die Aussicht auf ein Leben in Fülle nach meinem Tode.
Wozu benötige ich dann zusätzlich noch MACHTPOSITIONEN auf Erden?
Wie gesagt: Sie führen sehr viele Christen in die Versuchung, sie auszunützen für unlautere Zwecke. Vor dieser schlimmen Versuchung bin ich dann als Frau schon mal bewahrt. (Wir beten doch im Vater-Unser: "Und führe uns nicht in Versuchung..."!)
Außerdem bin ich der Ansicht, daß n i c h t s und nirgendwo etwas besser wird, bloß weil dort Frauen dieselben Ämter ausüben wie Männer.
Der Bundestag (bes. bei den Grünen!) ist das beste Beispiel dafür, daß ich hier nicht falsch liege.
Nochmals: Worauf es a l l e i n ankommt - das ist der feste Glaube, ob man Bischof ist oder die Kirche putzt.
ich lese etwas aus Ihrem Kommentar heraus, das evtl. gar nichts mit der AUFGABENVERTEILUNG in der katholischen, eigentlich in jeder Kirche zu tun hat, die Ausübung von Macht?
Vielleicht zeigen Sie sich gerade als "Schwester, Frau, Tochter" von Jesus Christus, dass Sie diese für sich ablehnen?
Ich putze auch lieber die Kirche, pflege sie etc., als dass ich etwas mit Macht zu tun haben wollte.
Alleine, darum ging es Christus wohl nicht und sollte es auch heute nicht.
Es geht m.E. um AUFGABEN und da, so hoffe ich, Jede/r, wie sie* sich berufen fühlen oder berufen werden.
Bin gespannt, wie es in der katholischen Kirche weitergeht und werde hoffentlich vom Cicero immer kundig und einfühlsam darüber informiert.
Danke
zu 100 Prozent einverstanden! Sehr guter Kommentar.
Es geht hier nicht darum, dass es sowieso nichts ändern würde wenn Frauen mehr Rechte in der katholischen Kirche hätten..., das ist eine fatalistische Sichtweise (deshalb auch kein! guter Kommentar... - Sorry Frau Wallau), sondern hier geht es mMn um Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit im Ur-Sinne: ist mein Glauben und mein Engagement genauso wertvoll wie deiner/deines..., unabhängig ob Mann oder Frau...?? 🤔
>> Das christlich-katholische Menschenbild an sich...!?
Und natürlich ist es der katholischen Kirche erlaubt an dieser Stelle rückständig zu sein und zu bleiben... - keine Frage.
Immer wenn ich Papst und Vatican lese und höre, fallen mir Friedrich 2,
Georg von Frundsberg und seine Landsknechte und Guiseppe Garibaldi ein.
Zu Trump ist nur zu sagen. Er wurde frei gewählt!! Päpste ernennen Kardinäle und Bischöfe und diese wählen den Papst. Ein schöner Kreislauf!!
die die katholische Kirche evtl. einstweilen zögern lassen, auch Frauen zu ordinieren, sagt man so?
Da sich die evangelische Kirche "aus" der katholischen entwickelte, ich würde eher sagen, sie war eben vorher mit dabei, könnte bei den Katholiken die Angst vor zuviel Nähe zu den Evangelischen vorhanden sein?
Wenn man auf beide Kirchen schaut, ja auch auf die davor, so betonen alle Kirchen einen je eigenen Zugang zu Christus?
Getippt, bei den Katholiken über den Vater, bei den Protestanten über den Sohn.
Den Hiatus zwischen Gott im Himmel und dem Gott als Mensch überbrückt der heilige Geist?
Bei den Evangelen wird das Göttliche als Mensch geboren, weshalb das "Unbefleckte" evtl. nur noch "frei von Sünde" meint?
Nietzsche geht m.E. noch weiter.
Er erneuert die Kirche als Zeugnis des Lebens und Liebens durch Christus und die Ewigkeit.
Das verbleibt göttlich, gibt aber die Möglichkeit des ewigen Lebens auf Erden?
Nietzsche liebt das Leben, aber er hofft auf den Segen beider "Gottheiten"?
Eine Tante von mir war wohl seit 500 Jahren die erste Nachkommin der Familiengenealogie?
Gott sei Dank, habe ich nur gedacht, endlich.
Natürlich bin ich auch dafür, dass Frauen Titel ihrer Väter erben dürfen, Söhne ihrer Mutter.
Ob das etwas an den Zuständen in Norwegens Königshaus geändert hätte? Aber sie haben ja jetzt auch eine Kronprinzessin.
Viktoria von Schweden ist Kronprinzessin.
Ich selbst habe Schwestern und Brüder und der Gedanke, dass mich in China die Einkindpolitik auch nur eines meiner Geschwister beraubt hätte, weigere ich mich zu akzeptieren!
Eier kaufe ich nur von denjenigen, die auch Hähnchenaufzucht garantieren.
Das Märchen "Brüderchen und Schesterchen" liebte ich, wie auch "Schneeweisschen und Rosenrot".
Das "Unum" war für mich immer Vielfalt.
Wir hatten ja einen Familien"chor" zu Hause.
Bei allem Familienkrach, ich gerate ins Schwärmen.
Papst Leo soll ja seiner Familie noch sehr verbunden sein.
Vielleicht findet er einen Weg für die katholische Kirche.
Alles Gute
