- Der Absturz-Prophet, der viel zu oft richtig liegt
In seinem Buch „Absturz“ rechnet der Ökonom Daniel Stelter mit Deutschlands Politik und Wirtschaftsmodell ab. Das Land befinde sich aufgrund von Bürokratie, Demografie, Energiekosten und Staatsausgaben im Sinkflug. Doch es gibt auch etwas, das Hoffnung macht.
Die Bücher von Daniel Stelter können einem ganz schön aufs Gemüt schlagen. Das liegt keineswegs daran, dass diese schlecht geschrieben oder nicht gut recherchiert sind – ganz im Gegenteil. Der bekannte Ökonom und Cicero-Kolumnist legt seine Finger in die Wunden und beschreibt in seinen Texten die aktuelle Lage unseres Landes, der Politik und der Wirtschaft, so klar und unverblümt, wie man es kaum an anderer Stelle zu lesen bekommt. Genau das macht Stelter auch in seinem aktuellen Werk „Absturz. So retten wir Deutschland“. Das 280-Seiten-Buch aus dem Langen Müller Verlag widmet sich einer schonungslosen Bestandsaufnahme der wirtschaftlichen Lage Deutschlands im Jahr 2026 und knüpft damit nahtlos an die vorherigen Werke des Berliners an, darunter der Bestseller „Das Märchen vom reichen Land“ aus dem Jahr 2018.
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Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Meistens beim Autofahren. Jedes Kapitel ist so strukturiert, dass zuerst die Situation/das Problem geschildert wird, dann wird glaubhaft erklärt wie man es beheben könnte und zu schlechterletzt, was die Politik stattdessen macht. Ich musste daher alles, was an Selbstbeherrschung in mir steckt aufbringen, um nicht regelmäßig ins Lenkrad zu beißen. Das Buch macht schlechte Laune. Tipp fürs nächste (Hör-)Buch: Der Sprecher hat nach eigenen Angaben auch Bayrisch im Repertoire. Wenn ich Bayrisch höre, bekomme ich gute Laune. Wenn der Inhalt wieder so negativ sein wird, bitte auf Bayrisch einlesen lassen haha.
sind, wie der Autor anmerkt, seid langem bekannt. Merz, Spahn und Linnemann handeln wider besseren Wissens und aus Angst vor den Omas gegen rechts. Man könnte hier schon von Vorsatz sprechen. Das die AFD noch keine Feuertaufe hatte und die FDP noch im Sauerstoffzelt liegt macht es nicht besser.
der Besserung zu zeigen, die bereits jedes Kind kennt, die aber von dieser Regierung ignoriert werden.
Man muss an die ran, die es weiterhin geschehen lassen. Sei es aus purer Ideologie von Seiten der SPD, deren wesentlicher Teil – wie Bas (man muss deren neueste Aussagen wirklich genau analysieren!) gerade wieder bestätigt hat – darin besteht, dieses Land und dessen Leistungsträger von Grund auf zu hassen und ausbeuten, sprich zerstören zu wollen oder sei es von Seiten der Union aus Feigheit, Duckmäuserei und dem einzigen Bestreben, einen Kanzler an der Macht zu halten, der diesem Amt nicht einmal in Ansätzen gewachsen ist.
Es kann nicht sein, dass Deutschland von solchen zwei Parteien zugrunde gerichtet wird.
Es gibt Auswege und die sind klar zu benennen. Die AfD hat einen Katalog von Maßnahmen parat, mit denen man sofort die Wende einleiten könnte und es ist an der Zeit, dass auch namhafte Fachleute dafür werben. Es reicht nicht, immer nur zu jammern, wenn es Auswege gibt!
Man muss Daniel Stelter dafür bewundern, dass er seit Jahren unermüdlich mit seinem „bto- beyond the obvious“-podcast versucht sowas wie wirtschaftliches Wissen den Deutschen nahezubringen. Jetzt auch regelmäßig in Kooperation mit Ulf Poschardt von Welt.
Ist es von Erfolg gekrönt? Fraglich. Wirtschaftliches Denken ist Deutschland geradezu verfemt, und vor allem Akademiker kokettieren damit, davon keine Ahnung zu haben.
Dass Stelter bei den klassischen Mainstreammedien nicht durchdringt und auch seine Einladungen im ÖRR abgenommen haben, ist Indiz dafür. Und dass ausgerechnet jemand wie Fratzscher im Bildungsbürgerblättchen ZEIT eine Kolumne hat, in der Themen wie soziale Ungleichheit und Verteilungsfragen behandelt werden, lässt erkennen, wie die mediale Blase und ihre urbanen Freunde so ticken.
Und dass Stelter nicht nach dem Motto MESA (macht Euren Sch*** allein) den Bettel hinschmeißt, verdient Respekt. Denn nötig hat er es sicher nicht.
... ein Schreib- oder Logikfehler scheint mir in ersterem enthalten zu sein: "Doch schon damals warnte der Ökonom, dass dies keineswegs auf der Stärke des Standorts Deutschland beruhe, sondern lediglich auf Sonderfaktoren wie dem schwachen Euro und der damals schon schwindenden Kraft der alten Industrien (...)".
Wie eine Stärke des Standorts Deutschland ausgeschaut hat, die auf "der damals schon schwindenden Kraft der alten Industrien" beruhte, müsste mir bitte nochmal erklärt werden. Nix für ungut ...
Nun, mein Verständnis ist, dass damit gemeint ist, dass gewisse Effekte (positive wie negative) erst zeitverzögert in Erscheinung treten und zum Tragen kommen.
Stelter hat zB schon immer kritisiert, dass zu Zeiten als die Einnahmen des Staates noch sprudelten (= "Stärke", zB aufgrund des schwachen EUR, was gut für den Export war, und weil China „noch nicht soweit war“), wenig in die Zukunft investiert, sondern hpts konsumiert wurde (zB durch steigende Sozialausgaben, auch aufgrund ungesteuerter Migration).
Es wurde bspw nicht in Infrastruktur oder Bildung investiert, mit dem Resultat, dass nun die Verkehrsinfrastruktur am Boden liegt, die Energieinfrastruktur (mutwillig) zerstört wurde und wir bei digitalen Zukunfts-Technologien vollkommen abgehängt sind.
Jetzt versiegen die Einnahmen, es ist kein Geld mehr da, aber trotz "Sondervermögen" wird weiterhin dumm konsumiert statt ernsthaft investiert.
