- Warum KI die Substanz der Existenzgründung gefährdet
Perfekte Businesspläne, erstellt in Stunden – doch der angehende Gründer versteht oft sein eigenes Geschäftsmodell nicht. Künstliche Intelligenz macht Gründen so einfach wie nie. Aber sie droht, die menschliche Erfahrung zu ersetzen.
Vor wenigen Tagen saß ein junger Mann vor mir, der mir erklärte, wie sein Start-up den regionalen Einzelhandel revolutionieren werde. Er hatte einen Businessplan dabei, dreißig Seiten, perfekte Optik, mit Marktanalyse, Wettbewerbsmatrix und einer Finanzplanung über fünf Jahre. Die Sprache war klar. Die Zahlen waren plausibel. Die Struktur war tadellos.
Meine Frage, wie er auf seine Umsatzprognose für das zweite Quartal im zweiten Jahr gekommen sei, beantwortete er nach kurzem Zögern: Das hat die KI berechnet. Die nächste Frage: Woher die Annahme, dass sein Kundensegment bereit sei, vierzehn Euro pro Monat für seinen Service zu zahlen. Wieder das kurze Zögern. Dann: Das stand in „meinem“ Businessplan.
Es war kein dummer Mensch. Es war ein motivierter, intelligenter junger Mann, der etwas aufbauen wollte. Aber er hatte einen perfekten Plan vor sich und keinen einzigen Satz darin selbst gedacht. Er hat nicht gegründet. Er hat prompten lassen. Und er ist kein Einzelfall.
Seit über dreißig Jahren begleite ich Existenzgründer. In dieser Zeit habe ich rund tausend Businesspläne gelesen, kommentiert, auseinandergenommen. Nicht um mich hervorzuheben, sage ich das. Sondern weil ich glaube, nach dreißig Jahren den Unterschied zu erkennen zwischen einem Plan, hinter dem ein Mensch steht, und einem Plan, hinter dem ein Sprachmodell steht. Und was ich sehe, beunruhigt mich.
Wer heute gründen will, hat ein Bild im Kopf. Instagram-Reels, in denen Gründen aussieht wie ein Lifestyle inklusive Leben in Dubai und rauschenden Partys. Die Höhle des Löwen, in der Millionendeals in neunzig Sekunden fallen. Das Bild lügt nicht vollständig. Aber es verschweigt die Jahre ohne Gehalt, die Nächte mit der Liquiditätsplanung, den Moment, in dem ein Gründer zum dritten Mal bei derselben Bank sitzt und weiß, dass die Zahlen nicht reichen.
Zwischen dem Gründer und seiner Idee steht ein Sprachmodell
Das war schon vor zehn Jahren ein Problem. Aber es war ein beherrschbares Problem, weil die Realität korrigierte. Wer eine Geschäftsidee umsetzen wollte, musste irgendwann etwas Echtes tun. Einen Prototypen bauen. Einen möglichen Kunden anrufen, der kein Freund und kein Familienmitglied war. An diesem Punkt lernten viele, ob ihre Idee trägt oder ob sie sich etwas vormachen. Dieser Korrekturmechanismus ist dabei, zu verschwinden.
Künstliche Intelligenz hat die Einstiegskosten einer Gründung auf nahezu null gesenkt. Einen Businessplan, der professionellen Standards genügt: eine Stunde. Eine Website: ein Nachmittag. Ein Logo, ein Pitch Deck, ein Finanzmodell mit Szenarioanalyse: alles an einem Wochenende. Für erfahrene Gründer, die wissen, was sie tun, ist das ein Gewinn. Aber was ich sehe, sind Menschen, die mit Hilfe von KI die gesamte Oberfläche einer Gründung erzeugen, ohne die Substanz dahinter jemals durchdacht zu haben. Alles sieht aus wie ein Unternehmen. Nichts davon beweist, dass es eines ist.
Früher scheiterte die Illusion am Tun. Wer seinen Businessplan selbst schrieb, merkte spätestens bei der Finanzplanung, ob er seine Kostenstruktur versteht. Wer seinen ersten Kunden selbst akquirierte, merkte, ob jemand bereit ist, dafür zu bezahlen. Das waren schmerzhafte Momente. Aber sie waren diagnostische Momente. Sie trennten die tragfähigen Ideen von den Phantasien. KI verdeckt diese Momente. Nicht die Probleme, die dahinter liegen. Nur die Momente, in denen sie sichtbar werden. Die Illusion hält länger. Und wenn die Realität dann doch einbricht, kommt sie nicht als leise Korrektur, sondern als Aufprall. Je später der Moment der Wahrheit, desto härter die Landung.
Aber das Problem reicht tiefer als die Diagnostik. Es gibt ein Merkmal, das gute Gründer seit jeher von schlechten unterscheidet. Es steht in keinem Lehrbuch. Gute Gründer brennen für etwas. Sie haben eine Idee, von der sie nicht loskommen, ein Problem, das sie lösen wollen. Und weil sie brennen, verstehen sie, was sie tun. Man durchdringt, wofür man brennt. Man liest sich ein, rechnet nach, liegt nachts wach und denkt es weiter. Was ich bei KI-gestützten Gründungen zunehmend erlebe, ist etwas anderes. Menschen, die ein Geschäftsmodell präsentieren, das sie nicht erklären können, sobald man von der Vorlage abweicht. Zwischen ihnen und ihrer Idee steht ein Sprachmodell, das die Arbeit des Verstehens übernommen hat.
Serielles Gründen ohne serielle Erkenntnis
Und mit dem Verstehen verschwindet auch der Einsatz. Wer sein Erspartes investiert, einen Kredit aufnimmt, seinen Job kündigt, der überlegt sich vorher sehr genau, ob die Idee trägt. Diese Fallhöhe ist kein Defekt des klassischen Gründens. Sie ist sein Motor. Wenn die Erstellungskosten einer Gründung gegen null gehen, geht auch diese Ernsthaftigkeit zurück. Was nichts gekostet hat, darf auch scheitern. Und was scheitern darf, ohne dass es wehtut, wird mit einer Leichtigkeit aufgegeben, die mit Unternehmertum nichts mehr zu tun hat. Neuer Prompt, neuer Plan, neues Projekt. Serielles Gründen ohne serielle Erkenntnis. Die Bereitschaft, an einer Idee zu leiden, sie durch den ersten Winter zu bringen, den zweiten Rückschlag auszuhalten: Das ist es, was Unternehmen überlebensfähig macht. KI kann vieles. Das kann sie nicht.
Man könnte an dieser Stelle fragen, ob die Zahlen das bestätigen. Die deutsche Gründungsforschung erfasst inzwischen Bestände und Überlebensraten. Aber die eigentliche Frage stellt sie nicht: Kann der Gründer von seinem Unternehmen leben? Ein Unternehmen, das existiert, aber seinen Gründer nicht ernährt, ist keine tragfähige Gründung. Es ist, wie das Finanzamt es in seiner nüchternen Klarheit formulieren würde: Liebhaberei. Und zugegeben: Jedem Gründer wird man eine Gewinnerzielungsabsicht zunächst unterstellen können. Aber der Begriff trifft den Kern dessen, was ich beschreiben will, präziser als jede Gründungsstatistik.
Das Finanzamt fragt nicht, ob ein Unternehmen existiert. Es fragt, ob am Ende des Monats etwas übrig bleibt, von dem ein Mensch sein Leben bestreiten kann, dies natürlich nicht uneigennützig. Laut KfW-Gründungsmonitor 2025 ist der Bruttobeschäftigungseffekt von Neugründungen erneut gesunken. Nur noch jede vierte Gründung schafft überhaupt einen Arbeitsplatz jenseits des Gründers selbst. Was wächst, ist eine andere Kategorie. Gründungen, bei denen die KI nicht das Werkzeug ist, sondern die gesamte Belegschaft. Die Mitarbeiter heißen Claude, Gemini und GPT. Sie zahlen keine Sozialversicherung. Sie mieten keine Wohnung. Sie kaufen nichts ein.
Und diese Gründungen werden von einer ganzen Branche am Laufen gehalten. Rund um die eigentlichen Gründungen ist ein Ökosystem gewachsen, das beeindruckend aussieht und beunruhigend funktioniert. Acceleratoren, Inkubatoren, Coaching-Agenturen, Förderlotsen. Ihr Geschäftsmodell basiert nicht auf dem Erfolg der Gründungen, die sie begleiten. Es basiert auf Durchlauf. Fördermittel finanzieren Beratung, Beratung produziert Gründungen, Gründungen rechtfertigen Fördermittel. Ich beschreibe dieses System nicht von außen. Mein eigenes Institut lebt unter anderem von Gründungsberatung. Der Vorwurf richtet sich nicht an Personen. Er richtet sich an die Struktur. KI beschleunigt diesen Kreislauf. Aktivität wird mit Wirkung verwechselt. Output mit Outcome.
Wenn die KI die Kernarbeit übernommen hat, ist der Lerneffekt gefährdet
In meinen Vorlesungen sage ich seit Jahren: Scheitern ist kein Verlust. Es ist eine Buchung auf das Konto Erfahrung. Gescheiterte Gründer sind klüger als erfolgreiche. Nicht weil sie besser wären. Sondern weil sie wissen, wie es nicht geht. Dieses Wissen ist unbequem, aber es ist belastbar. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Gründer etwas durchlebt hat. Dass er einen Markt kennengelernt hat, nicht aus einer Analyse, sondern aus der Erfahrung, dass Kunden anders entscheiden, als man es sich vorgestellt hat. Dass er gelernt hat, unter Druck Entscheidungen zu treffen, mit zu wenig Geld, zu wenig Zeit und zu wenig Schlaf. Dieses Wissen verschwindet nicht, wenn das Unternehmen verschwindet. Es bleibt im Menschen. Es macht ihn beim zweiten Versuch besser. Oder es macht ihn zu einer besseren Führungskraft, einem Menschen, der weiß, was unternehmerisches Handeln tatsächlich bedeutet.
Bei KI-gestützten Gründungen, in denen die KI die Kernarbeit übernommen hat, ist dieser Lerneffekt gefährdet. Wer seinen Businessplan nicht selbst geschrieben hat, hat seine Kostenstruktur nicht verstanden. Wer seine Kundenansprache von einem Sprachmodell formulieren lässt, hat nie gelernt, einen Fremden von etwas zu überzeugen. Wenn ein solches Unternehmen scheitert, bleibt kein Unternehmer zurück. Es bleibt ein Anwender zurück. Das ist der vielleicht teuerste Verlust: nicht das Geld, das in gescheiterte Gründungen fließt, sondern die Erfahrung, die nicht gemacht wird. Bisher war jede Gründung, auch jede gescheiterte, ein Ausbildungsprogramm. Wenn KI dieses Programm ersetzt, verlieren wir nicht nur Unternehmen. Wir verlieren die Menschen, die aus dem Scheitern heraus etwas geworden wären.
Dieser Text ist kein Plädoyer gegen Künstliche Intelligenz. KI ist ein außerordentliches Werkzeug, das auch in meiner eigenen Arbeit seinen Platz hat. Aber ein Skalpell in der Hand eines Chirurgen rettet Leben. Dasselbe Skalpell in der Hand eines Menschen, der Chirurg werden möchte, weil er ein YouTube-Video gesehen hat, richtet Schaden an.
Was sich geändert hat, ist die Frage, was wir unter Gründung verstehen. Ein Businessplan, den niemand durchdacht hat. Ein Geschäftsmodell, das sein Gründer nicht erklären kann. Ein Unternehmen, das seinen Gründer nicht ernährt. Eine Statistik, die alle zufriedenstellt, außer den Menschen, der abends seine Kontoauszüge liest.
Es braucht die Bereitschaft, genau hinzuschauen. Und es braucht jemanden, der dem jungen Mann, der vor wenigen Tagen vor mir saß, sagt, was ich ihm an diesem Tag gesagt habe: Dein Plan ist gut. Jetzt erzähl mir, was davon von dir ist.
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Von Deal zu Deal, möglichst substanzlos und ohne Verantwortungsbewusstsein für das eigene Handeln. Ein sehr bedenkenswerter Beitrag, der gut den Zeitgeist trifft. Besten Dank.
Mein Enkel, 16J Gymnasium, schreibt Vorträge und Praktikumsberichte nur noch über ChatGPT - Ermahnungen oder Hinweise, dass es FÜR IHN besser wäre auch mal selbst was komplett zu schreiben und zu durchdenken...!? >> komplette Fehlanzeige...
Die Mutter, Lehrerin, sieht darin kein Problem..., sie nutzt ChatGPT selbst intensiv zur Unterrichtsvorbereitung...
>> Der Zeitgeist eben... ☹, kann man nur hoffen, 'Dass das mal gut geht...!' - der Opa...
Meine Kinder wissen, daß wenn ich sie erwischen sollte, daß sie an dieses Teufelszeug auch nur denken, der sprichwörtliche Teufel los wäre!
So lange wie ich eigenständig denken kann, werde ich dieses Zeug niemals benutzen, denn es hat nur eine Konsequenz, der Mensch verlernt das Denken! Vermutlich ist das auch das Ziel der Macher, denn wer nicht mehr eigenständig denken kann, der ist gezwungen diesen Müll zu nutzen!
Und nein, es wird nicht gut gehen, zumindest nicht global gesehen, zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit, wird Technik zwingend zur Verblödung der Massen führen! Ihnen drücke ich die Daumen das es für Ihren Enkel gut ausgeht. Erschreckend, das eine Lehrerin sowas gut finden kann.
- ganz objektiv betrachtet - die Frage WIE LANGE Sie das durchhalten werden...?
Die 'Argumentation' meines Enkels - dumm ist er von Haus aus nicht... - UND meiner Tochter lautet, dass ALLE DAS SO MACHEN mittlerweile in ihrem Umfeld - Lehrer wie Schüler... ... 🤔
Ihrer Prognose, WO DAS ENDEN WIRD, stimme ich zu, insbesondere das KI viel zu wenig im gesellschaftlichen Diskurs stattfindet und demzufolge mMn auch bei viel zu wenigen Normalbürgern den Stellenwert einnimmt in ihrem Leben, den es haben müsste, wöllte man es kritisch bewerten und in 'normale Bahnen lenken'..., was immer das ist.
Und die Politik drückt sich mE um eine offene Diskussion >> na klar: wenn 'das Internet NEULAND ist' an höchster Stelle... - und Friederich scheint mir da auch nicht wirklich bewandert und engagiert -- DANN bleibt uns nur übrig den Amis und den Chinesen 'hinterherzulaufen', bei der WICHTIGSTEN ENTWICKLUNG SEIT DER DAMPFMASCHINE... >> Technik wird zur Verblödung und Unterwerfung!! der Massen führen.
die klar fehlende Resonanz hier im Forum bei derartigen Themen generell... - NICHT BÖSE GEMEINT! - aber offensichtlich doch objektiv richtig?
Für mich war es immer schon ein untrüglicher Indikator etwas NICHT zu machen, wenn es alle machen. Ich besitze bis heute kein Smartphone und werde das auch so beibehalten.
Das gleiche gilt für die sonstige Vernetzung, die ich kategorisch ablehne, denn die „Vorteile“, die sie bietet, lassen sich nur mit Faulheit bzw. Bequemlichkeit begründen, die Nachteile sind aber handfest. In unserem Haus gibt es keine vernetzten Geräte, alle Rechner sind via LAN angebunden, WLAN-Gastzugang nutzen nur die für die Schule zwingend erforderlichen Fallobst-Tablets der Kinder. Sollte es einmal keine Fernseher etc. mehr ohne Netzzugang geben, dann werde ich auf diese Geräte verzichten oder Altgeräte nutzen.
Natürlich gehe ich davon aus, daß früher oder später Zwang ins Spiel kommen wird, denn sowohl Staat als auch Wirtschaft wollen maximale Vernetzung. Aber auch dann werde ich mich so weit es geht entziehen.
Siehe Teil zwei
pay-on-demand ist das neue Schlagwort. Apple & Co. haben es eingeführt, man „kauft“ eine Sache, z.B. ein Lied, die einem aber nicht gehört, Apple entscheidet, wie lange man sie nutzen darf! Das gilt auch für die digitalen „Schulbücher“. Die Jugend mag es, besitzen will man heute nichts mehr, Ziele und Ansprüche hat man auch keine.
Die Autoindustrie hat das dankend übernommen, man „kauft“ ein Auto, die Optionen „bucht“ man dazu, man zahlt laufende Raten, wenn man aufhört, hat man z.B. keine Sitzheizung mehr. Nach 10 Jahren gibt es wie beim Rechner keine Updates mehr, dann wird das teure Fahrzeug zum nutzlosen Stehzeug, Nachhaltigkeit läßt grüßen!
Es wird immer schwieriger sich zu entziehen, das ist auch so gewollt, aber so lange es geht, auch durch Verzicht, werde ich es machen, denn eines ist sicher, diese schöne neue digitale Welt ist kein Segen, sondern Fluch, den wir noch bitter bereuen werden! Sie führt zur Enteignung, Entmündigung und zur Verdummung der Massen!
"Sie führt zur Enteignung, Entmündigung und zur Verdummung der Massen!" -- und zur totalen Überwachung jedes Einzelnen.
Nie war es für Staaten und Organisationen sooo einfach eine große Masse Individuen effektv und mit vergleichsweise geringen Kosten zu überwachen (und ggf. auch gezielt zu manipulieren) - China, Russland aber auch der 'freie' Westen bieten bereits heute unzählige unbestrittene Beispiele genau dafür...
Und DAS GANZE ÜBERWACHUNGSSYSTEM ist spätestens seit Snowden auch eine breiten Öffentlichkeit bekannt, man muss/müsste nur den Film man/Frau sehen..., und natürlich die Inhalte auch verarbeiten... ...!!
>> Das würde aber eben Arbeit machen..., Kopfarbeit. 😉
PS: ich sage meiner Partnerin immer bei diesem Thema, dass sie davon ausgehen soll, dass ALLES was sie am PC oder im Netz (WhatsApp) schreibt und nutzt (Einkäufe) de facto für jedermann offen zu lesen ist, für Behörden allemal !!, einschließlich ihr Kontostand... ... - hört sie nicht so gerne... 🤣
eine möglichst lückenlose Vernetzung, denn es liegt im Interesse der Staaten ihre Bürger möglichst umfangreich überwachen und steuern zu können, im Interesse der Wirtschaft sowieso.
Dem Bürger wird die Vernetzung als Fortschritt, Segen, Erleichterung verkauft, die i.d.R. naiv-dumme Masse macht willig mit, Faulheit und Bequemlichkeit sind die Triebfedern, man geht auch mit dem Trend. Deswegen fällt es den Staaten dann auch leicht, das zum Zwang zu machen, wenn irgendwann 80% oder mehr mitmachen, weil sie nicht kapieren, wo die Reise hingeht, dann werden die restlichen 20% gezwungen!
Ich stelle immer wieder mit Erschrecken fest, wie selbst Menschen fortgeschrittenen Alters mit Mobiltelefon bezahlen etc. Das ganze Leben „paßt“ in ein Gerät, das ist eine offene Goldgrube für jeden der Böses im Schilde führt, dazu zähle ich auch die Mehrheit der Staaten, auch unseren!
zu wollen >> DAS WIRD NIX!!
Die ohne Handy müssen hier bleiben - zu wenig Kontrolle... 😉
"Zwischen dem Gründer und seiner Idee steht ein Sprachmodell" -- und hübscht alles auf, ohne das es der Hauptakteur - der Gründer - selbst noch bemerkt bzw. als 'kritisch' im Sinne seiner Gründung wahrnimmt. Höchstgefährlich!, in erster Linie für den Gründer oder die Gründerin selbst... ...
Ich schrieb hier bereits, dass ich das Wort 'Intelligenz' in KI für grundlegende irreführend halte (für Normal-Bürger-KI-Anwender aktueller allgemein verfügbarer Sprachmodelle, wie ChatGPT z.B. - nur zur Klarstellung; es gibt auch andere KI-Modelle...).
Die vermeintliche 'Intelligenz' bei solchen Sprachmodellen ist im Grunde 'nur' eine auf komplexen mathematischen Algorithmen beruhende 'SUPER-DATENBANKABFRAGE'..., welche bei gutem Prompting (Eingabe der Datenbankabfrage) durchaus extrem schnell komplexe Verknüpfungen auf der Basis einer idR 'Big-Data-Datenbank', dem Sprachmodell, unter Berücksichtigung sehr komplexer Verknüpfungen, welche auch Erfahrungen widerspiegeln, stattfindet.
Mehr nicht...
in die 'KI-Falle' zu tappen...!!
Sehr gut vergleichbar für das Forum hier (😉) wäre mE ein Vergleich mit den Aussagen der staatstreuen Medien bzw. der ÖRR's: würde man ein KI-Sprachmodell zu politischen Vorgängen und Zusammenhängen ausschließlich mit Artikeln und Beiträgen von Spiegel, SZ, TAZ etc. und des ÖRR selbst füttern..., was glauben Sie was dann eine ABFRAGE wie: "Gefährdet die AfD die Demokratie in Deutschland?" oder "Ist Cicero ein rechtsradiklales Medium und sollte es verboten werden?"... heraus käme...!?? 🤔
>> 'Künstliche Intelligenz' gibt es derzeit einfach garnicht, nur Super-effiziente Datenbanken... ..., mit ausgefeilten Sprach- oder Textausgabesystemen... (Charts und Tabellen und Grafiken...)
[...eine riesen Blase, mMn, und sehr gefährlich...! Warum 'gefährlich'. Weil genau SO ETWAS herauskommt wie im Artikel beschrieben... >> WENN DAS DER NEUE STANDARD IST/WIRD!!! 🤔🤔☝ -- Nachdenken bitte... ...]
- Was passiert, wenn eines Tages der junge Nachfolger des Autors OHNE 30-jährige Erfahrung diesen Job übernehmen muss...?
- ODER eine (hoffentlich spezialisierte!?) KI diese Bewertung VOLLSTÄNDIG übernimmt..!?
Im ersten Falle ist klar was passieren wird >> Pech für den Gründer und/oder die finanzierende Bank, falls der junge Gutachter falsch lag... (oder die FALSCHE! KI zur Entscheidungsfindung genutzt hat..., was letztendlich auch zur Ablehnung konsistenter und stimmiger Business-Pläne führen kann - falsche Unterstützungs-KI).
Im zweiten Falle kann der Gründer nur hoffen, daß die eingesetzte KI die richtige ist..., was bei der Bewertung wirklich neuer Ideen allerdings höchst unwahrscheinlich ist >> adee ECHTE ERFINDUNGEN UND NEUERUNGEN, von denen die eingesetzte! (im konkreten Fall in Indien/China/USA? gekaufte) KI schlicht und ergreifend 'noch nichts weiß!'... ... - weil ganz neu? /🤣 - Sarkasmus, das Lachen...
Das wird noch 'interessant'... - zwangsläufig.
