Pete Hegseth
Pete Hegseth / Foto: US Department of Defence

Pete Hegseth im Porträt - Der Kreuzritter

Pete Hegseth zog einst als Soldat in den Irak. Heute führt er als Kriegsminister den größten amerikanischen Militäreinsatz seit Jahrzehnten – und spricht eine andere Sprache: eine, in der Krieg zur Mission wird und Gewalt zur moralischen Gewissheit.

Lisa Davidson

Autoreninfo

Lisa Davidson ist Journalistin, freie Autorin und Podcast-Host. Sie lebt in der Nähe von Austin, Texas. 

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Als Pete Hegseth im Herbst 2005 mit der 101st Airborne Division nach Bagdad aufbricht, ist er 25 Jahre alt, frisch von Princeton, Bronze-Star-Träger in spe. Er hat sich freiwillig gemeldet, weil er an Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit glaubt. Sein späterer Vorgesetzter beschrieb ihn als außergewöhnlichen, kampferprobten Anführer, der nicht mit Gewalt, sondern mit Vertrauen operiert. Ein Soldat, der an die Mission glaubt.

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Klaus Funke | So., 3. Mai 2026 - 16:12

Das ist das Bild für us-amerikanische und deutsche Kleinbürger. So schauen Helden. Ein Schmarren. Die USA haben sich wie damals beim Irak, auch jetzt im Irankrieg auf ein Abenteuer eingelassen, das die Welt nicht sicherer, sondern zu einem Westen-Saloon macht. Wer schneller schießt, lebt länger. Diese Denke prägt die Amerikaner bis heute. Aber das ist die Welt der Dummlinge. Den Iran zwingen die USA nicht in die Knie und wenn sie Kuba auf dem Heimweg einsacken wollen, wie Trump großmäulig posaunt, werden sie eine weitere Schlappe einstecken. Wird denn diese Nation niemals erwachsen? Will man denn ewig in den Kino-Klischees stecken bleiben? Derweil lacht sich Putin ins Fäustchen. US-Truppen werden aus Deutschland abgezogen, Mittelstreckenraketen nicht stationiert. Sollen wir uns freuen? Macht das den Frieden sicherer? Nein. Russlands Position wird gestärkt. Ist das gut so? Was wenn plötzlich Medwedjew ans Ruder kommt? Ist der bloß ein Maulheld? Nein. Trump macht nichts wie Unfug...

Mit der Iran-Aktion haben sich die USA zum x-ten Mal auf eine nicht zu Ende gedachte Aktion eingelassen - Vietnam, Somalia, Libyen, Irak, Syrien, Afghanistan….Und nun sogar mit einem Minister, der eine solide Ausbildung mit Kreuzfahrer-Mentalität kombiniert und damit selbst seinen Vor-/Vorgänger Rumsfeld in den Schatten stellt.

Klaus Funke | So., 3. Mai 2026 - 19:48

Antwort auf von Karl-Heinz Weiß

Rumsfeld, ja. Vielleicht ahmt er ihn nach. Kreuzfahrer!? Oh, mein Gott. Passt aber zum Auftreten und zur Haarfrisur. Aber wahrscheinlich will er so seinen Landsleute imponieren. Was für Kleingeister. Passt aber auch zu Trump. Solche Typen braucht er.

Ingbert Jüdt | So., 3. Mai 2026 - 16:25

Der Westen hatte zu allen Zeiten ein ambivalentes Verhältnis zu seinen eigenen Werten. Sklaverei parallel zu Menschenrechten, bis die USA den in eigenen Verlusten gemessen blutigsten Krieg ihrer Geschichte darüber gegen sich selbst geführt haben. Anspruch auf universelle Geltung der Menschen- und Bürgerrechte parallel zu bewaffnetem Unilateralismus in der Außenpolitik. Demokratische Gesellschaft parallel zu imperialer Präsidentschaft, liberale Intellektuelle parallel zu engstirnigem Christentum in hohen Ämtern schon zu Zeiten der Brüder Dulles. Unter und mit Trump und Netanjahu enden zwei Varianten des westlichen Exzeptionalismus in einem Rücksturz auf das nackte Eigeninteresse, der den einstmaligen Wertekodex als bloße Fassade in der Landschaft stehen lässt.

Kriegsminister Hegseth und sein Jerusalemkreuz symbolisieren auf passende Weise beide Exzeptionalismen gleichermaßen: als militanten christlichen Zionismus, der sich von jeglicher Idee der Völkerverständigung verabschiedet hat.

Christa Wallau | So., 3. Mai 2026 - 19:48

so wie es alle vor ihm getan haben, die im Namen Jesu Christi bzw. Gottes Kriege führten.
Immer wieder neigen Menschen dazu, diesen gravierenden Fehler zu machen. Dabei ist nichts eindeutiger, als das Zeugnis Jesu für den Frieden.
Aber natürlich darf diese Friedfertigkeit nicht mit Unterwerfung verwechselt werden.
Dazu ruft Christus nicht auf - auch wenn er selbst sich für die Menschen opfert.
Nirgendwo steht in der Bibel, daß man sich nicht wehren darf, wenn man angegriffen wird bzw. seinem Glauben abschwören soll, um einer anderen Ideologie den Boden zu bereiten.
Im Gegenteil - der Auftrag Jesu ist eindeutig:
"Geht hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!" (Mk 16,15)
Es heißt dort nicht: "Paßt euch dem Zeitgeist bzw. den Mächtigen an!"
Eigentlich ist es nicht schwer, klar zu erkennen, was der Glaube fordert, aber immer wieder wird er falsch interpretiert, weil Menschen mit rein irdischen Interessen die bibl. Wahrheit für ihre Zwecke "verdrehen".

DieDa | Di., 5. Mai 2026 - 13:07

Ja, wer kennt es nicht? Jesus war ein großer Verfechter von Mord und Totschlag. Ich kann mich genau erinnern. Sein oberstes Gebot war nicht „ Habt euch lieb.“ es war „ tötet die ungläubigen, verbannt und ächtet die Armen die schwachen und die kranken, und Scheiß auf die Kinder.“ ich sag nur Freiheit und Demokratie mit Tod und Bomben.