- Werden wir durch KI alle überflüssig?
KI revolutioniert den Arbeitsmarkt. Doch was genau bedeutet das? Wenn Jobs durch technologischen Fortschritt verloren gehen, geschieht dies immer nach einem bestimmten Muster. Wer die Logik dahinter versteht, kann von KI massiv profitieren.
Wer die Berichterstattung über KI und den Arbeitsmarkt für bare Münze nimmt, der könnte dem Glauben verfallen, dass wir innerhalb der nächsten Jahre alle arbeitslos werden. Und in der Tat: Die Geschwindigkeit, mit der Künstliche Intelligenz sich weiterentwickelt und immer komplexere Aufgaben übernimmt, legt diesen Gedanken nahe. Deshalb stellt sich die Frage: Werden wir in einer Welt, in der Maschinen nicht nur rechnen und schreiben, sondern auch analysieren, philosophieren und entscheiden können, schlicht überflüssig?
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vergrößern, weil - ganz im Gegensatz zum aktuellen Niveau des Schulsystems - der Wert von Bildung weiter wachsen wird. Die braucht es für den Umgang mit KI. Mit den falschen Eingaben können verheerende Ergebnisse erzielt werden. Die Beurteilung der Ergebnisse erfordert ebenfalls Kompetenz. Auch das wusste Goethe schon: "Wenn sie den Stein der Weisen hätten, der Weise mangelte dem Stein."
was im Artikel auch nonchalant 'unterschlagen' wird, DASS EINE KI DIE ERGEBNISSE EINER ODER VIELER ANDERER KI's BEWERTEN und beurteilen und auf dieser Basis auch ENTSCHEIDUNGEN treffen kann..., was die gehobenen menschlichen Entscheider (lt. Artikel) dann auch immer entbehrlicher bzw. überflüssig machen wird, in relativ kurzer Zeit... ...
KI kann und soll ja auch auch gehobene Entscheidungen treffen...!! Das unterschlägt der Autor in seinen 'Betrachtungen auf der ersten KI-Stufe'...
Eine DYNAMIK die im Artikel (noch!) nicht berücksichtigt ist... und dann Aber zu noch ganz anderen existenziellen Fragestellungen für die Menschheit führen wird - und zwar nicht vielleicht eventuell, sondern zwangsläufig... !!! 🤔
Das ist die Essenz von Herrn Korfmachers Analyse. Ich denke, dass die Analyse zutrifft, sie sollte aber durch soziologische Überlegungen ergänzt werden. Setzen wir als Extreme den Technik-Nerd, der sechzig Wochenstunden reißt, weil Freizeit und Arbeit für ihn fließend ineinander übergehen, gegen den Geschichts-Nerd, dessen Ehrgeiz nicht im Beruf, sondern darin besteht, auf jährlich vierzehn Mittelaltermärkten als Reenacter aufzutreten, ohne dass dies seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Ökonomisch gesehen ist das ein »Befehlsempfänger«, dafür hat er zu seinem »Hobby« eine professionelle Einstellung, aber dieses Hobby ist gänzlich analog, weil er ganz bewusst »in der Vergangenheit lebt«.
Wo bleibt dieser Reenacter in der schönen neuen KI-Ökonomie? Es muss gesellschaftlich möglich bleiben, als ökonomischer »Underperformer« nicht existenziell in den Lebensgrundlagen bedroht zu werden. Nicht nur politische, auch ökonomische Übermobilisierung des Menschen erschafft einen Totalitarismus.
Die Analyse des Artikels ist glaube ich für die nächsten Jahre zutreffend. Absehbar werden auch Berufe wie Tanzlehrer oder Skilehrer relativ aufgewertet, weil die Roboter nicht so weit sind.
Falls die KI keine weiteren Fortschritte macht (Stand heute eingefroren würde, weil sich unerwartet doch prinzipiellere Grenzen aufzeigen), wäre die Disruption auch nicht ganz so groß. Es gäbe weiterhin Programmierer, nur mit viel mehr Output, so dass viel mehr SW-Projekte angegangen würden.
Ich glaube aber, dass die Sicht des Artikels nur eine Übergangszeit von vielleicht nur einigen Jahren ist (möglicherweise nur 20 Jahre? - vielleicht 50?). Die Umbrüche durch KI bzw. Technik sind viel grundlegender, glaube ich. Auch die genannten Tätigkeiten sind disruptierbar, der Mensch wird in vielem mit Maschinen verschmelzen bzw. aufgerüstet sein. Da kommt mehr, grundlegenderes - würde ich vermuten. Dass das an zentrale Fragen des Menschseins (auch zB das "Ich") rangeht, scheint mir naheliegend.
Mitdenken und auch Weiterdenken ist bei KI-Betrachtungen unerlässlich. Hier scheint mir 'der normale Journalismus' auch hier im Cicero zunehmend an seine Grenzen zu kommen.
Es ist aber natürlich auch ein komplexes 'undurchsichtiges' und ALLUMFASSENDES!! Feld - diese neumodische KI... /😉
Siehe auch meine Kommentare zu:
https://www.cicero.de/kultur/cicero-im-april-kunstliche-revolution - wo ich im Kommentarbereich fast alleine agiere...!?? Solte eigentlich nicht sein... Aber auch der Beitrag von Herrn nils tarnow bringt es auf den Punkt...☝ (wen's interessiert...)
Die Frage ist und wird sein und das ist halt multifaktoriell, nicht neu oder unvorhergesehen, welche Arbeit wird weniger Ressourcen verbrauchen? Also Energie, Material oder die Dienstleistung zur Installation bzw. Instandhaltung?
Angenommen, zum Beispiel, im Supermarkt wird in Zukunft nur noch geklaut, die Automaten werden gehackt, beschädigt oder umgangen und es wird betrogen wo immer es möglich ist, somit müssten die Automaten repariert oder ersetzt werden und ggf. juristische Prozesse geführt werden, was lohnt sich mehr für den Unternehmer?
Wieder Menschen anstellen oder auf Technik setzen?
Wollen wir Menschen uns ersetzen lassen von Maschinen und arbeitslos werden, wäre das positiv?
Eine allgemeine Frage, abhängig vom industriellen Feld!!!
Ich bleibe dabei, die Menschheit darf die Auswirkungen der Digitalisierung nicht unterschätzen! Wer was will und warum... Im Endeffekt wird "nur" der Bereich der Politik komplizierter und damit anfälliger für Korruption.
Das aufkommen und die Benutzung von künstlicher Intelligenz ist ein Epochenumbruch, eine Zäsur im wirtschaftlichen Gefüge, ähnlich der industriellen Revolution aber mE und ich bin nicht alleine mit dem Gedanken, denke ich, noch sehr viel gravierender. Eine vollkommen andere Form der Wirtschaft ist somit vorstellbar, aber was sollen wir Menschen dann noch tun!? Was wird aus den bisherigen Erwerbshistorien?
Aber noch wichtiger und für mich eindeutig zu beantworten, viele maschinelle Verfahren sind der menschlichen Genauigkeitkeit deutlich überlegen und damit alternativlos ;) !! Eine Abkehr in diesen Bereichen wäre ein unnötiger und unverantwortlicher Rückschritt. Wird sich zeigen...
Ein leistungsloses generelles Grundeinkommen ist wohl abzulehnen! Fördern und FORDERN.
In der Kunst haben sie sich im Allgemeinen gegen KI entschieden, Künstler...
Bei Dune, Matrix, "Star Trek" ( nur Data als Ausnahme), Star Wars, Terminator usw. usf. Wahrscheinlich muss dieser Konflikt aber ausgetragen und somit entschieden werden. Das wird sich wohl zeigen, es geht immer irgendwie weiter, wenn die Biologie und die Evolution eine Sache lehrt, dann das diejenigen prosperieren bzw. überleben die eine Nische für sich finden.
hinkt natürlich, und natürlich vollständig, denn KI wird dafür sorgen dass im Supermarkt de facto garnicht mehr geklaut werden kann - und zwar (fast) ganz ohne menschliche Mitarbeiter... Wer unter 'fast' fällt, also letztendlich noch vor Ort angestellt ist, steht beispielhaft im Artikel..., allerdings nur wenn man ihn über das erste Viertel hinaus liest... ... ☝😉
>> Wer nicht bis zum Ende liest - die KI-Bedienungsanleitung z.B. - den bestraft das Leben, bzw. zukünftig die KI! /Ironie und Spaß! - oder?
Der Autor betont sehr stark die Homeoffice-Berufswelt-Perspektive. Handwerk, Baugewerbe, Schichtarbeiter kommen nicht vor. Schon heute gibt es auf dem Arbeitsmarkt die Zwei-Klassen-Gesellschaft: hier ständige Verfügbarkeit mit oft langen Fahrzeiten, dort flexible Arbeitszeit. Und künftig wird erwartet, dass "Freigestellte“ ein auskömmliches Einkommen haben und die "Malocher" wie bisher arbeiten. Ernsthaft ?
Wenn ich es richtig lese... Das wird aber nicht 'erwartet', sondern das wird sich so ergeben - zwangsläufig.
Die Journalisten. Das Zusammenkopieren von Meldungen und Einordnungen zu aktuellen Ereignissen müssen nur noch wenige Journalisten per KI beauftragen. Spart Zeit und viel Geld.
Panikmache, ich halte diese Szenarien für die Berufswelt für realistisch.
Allerdings wird die KI auch noch ganz andere Bereiche unserer Gesellschaft drastisch verändern und nicht in allen Bereichen so logisch durchschaubar wie im Job bzw. der Arbeitswelt.
Interessante Überlegungen, aber gerade das Grundeinkommen wäre ein wichtiger Schritt, die von Herrn Korfmacher angemahnte Neuorientierung zu ermöglichen.
"[Der Mensch] ist von Natur aus neugierig. Selbst ohne äußeren Druck suchen sich Menschen neue Aufgaben, neue Betätigungsfelder, neue Probleme, die sie lösen können."
Genau diese Befreiung von äußerem Existenz-Druck soll das Grundeinkommen ja bieten. Der Mensch soll sich auf das konzentrieren können, was er kann und was er will.
"Eine Existenz, die vollständig von staatlicher Versorgung und Umverteilung getragen wird, (...) ist existenziell unbefriedigend und damit auf eine fundamentale Art und Weise unmenschlich."
Durch ein Grundeinkommen, wie es etwa Götz Werner vorschlug, wäre die Existenz nicht "vollständig" vom Staat abhängig, sondern eben die Grundbedürfnisse abgesichert. Nur wenigen Menschen würde auf Dauer ein Leben nur vom ausgezahlten Steuerfreibetrag (1.029 € pro Monat) reichen.
