Anti-Atomkraft-Protest in Gorleben 1979
Gegenüber den Anti-Atom-Protestlern gab CDU-Ministerpräsident Ernst Albrecht 1979 klein bei / picture-alliance / dpa | Dieter Klar

Update zum „Kniefall vor der Unvernunft“ - Der Schatten des Atomausstiegs wird länger

Vom ersten „Kniefall“ vor der Anti-Atomkraft-Bewegung bis zur heutigen Energiepolitik zieht sich eine Linie strategischer Fehlentscheidungen durch die Geschichte der Bundesrepublik. Trotz wachsender Zweifel und internationaler Kritik hält die Politik stur am Ausstieg fest.

Autoreninfo

Ulrich Gräber hat als Maschinenbauingenieur und Betriebswirt seit 1974 in der Kernkraftbranche gearbeitet. Er war unteren anderem Technikvorstand der EnBW Kraftwerke AG und Deutschlandchef des französischen Nukleartechnikkonzerns Areva. Demnächst erscheint sein Buch „Kniefall vor der Unvernunft. Der lange Schatten des Atomausstiegs“.

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Im Dezember 2024 veröffentlichte Cicero meinen Aufsatz „Kniefall vor der Unvernunft“, den ich mit der Frage beendete „Wie kann es nach dem Ende der Ampel mit der Kernenergie weitergehen?“ Im damals aktuellen CDU-Programm zum Thema Kernenergie konnte man lesen: „Wir befürworten die Forschung und Entwicklung von Kernkraftwerken der vierten und fünften Generation sowie von SMR (Small Modular Reactors) und beteiligen uns hierzu an europäischen Partnerschaften und internationalen Initiativen.“ Ich musste dabei an Goethes Faust in seinem Studierzimmer denken: „Die Botschaft hör’ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“

Meine Zweifel waren mehr als angebracht, wie sich heute herausstellt. Die vollmundigen Ankündigungen des CDU-Programms fielen komplett den Koalitionsverhandlungen zum Opfer. Auch die neue CDU-geführte Regierung hielt und hält am Atomausstieg fest. Laut Koalitionsvertrag will man aber das weltweit erste Fusionskraftwerk in Deutschland errichten – in einem Land, das gerade seine gesamte fachliche Nuklear-Expertise verschrottet. Aber der Bau soll ja frühestens im vierten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts stattfinden. Bis zu diesem Zeitpunkt wird sich erstens niemand mehr an die Ankündigungen dieser Regierung erinnern und zweitens sind bis dahin hoffentlich die fundamentalen technischen Probleme der Kernfusion wie die Stabilität der Plasmen, die Materialbeständigkeit bei extrem hohen Temperaturen und die Effizienz der Energierückgewinnung gelöst.

Was hat sich seit Dezember 2024 noch getan? Erstaunliche Erkenntnisse hörten wir vor wenigen Wochen aus dem Mund von Bundeskanzler Friedrich Merz. Er bezeichnete den deutschen Atomausstieg als schweren strategischen Fehler, hält ihn jedoch mit Hinweis auf die Entscheidungen der Vorgängerregierungen für „irreversibel“. Der politische Kniefall vor der Unvernunft findet also seine Fortsetzung. Der Schatten des Atomausstiegs wird länger.  

Kotau vor der Anti-Atomkraft-Bewegung und die Geburtsstunde der Grünen

Begonnen hat dieser Kniefall im Mai 1979, als der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) das Ende des Entsorgungszentrums Gorleben mit der Begründung „Die politischen Voraussetzungen sind zurzeit nicht gegeben“ bekanntgab. Es war der politische Kotau vor der Anti-Atomkraft-Bewegung und die Geburtsstunde der Grünen-Partei. Die Anti-Atomkraft-Bewegung war der politische Schirm, unter dem sich nicht nur ökologische und pazifistische, sondern auch sozialistische und kommunistische Gruppierungen im Januar 1980 zu den Grünen vereinten. Als direkte Folge der Aufgabe des deutschen Entsorgungszentrums Gorleben wurde wenige Jahre später das zum geschlossenen Brennstoffkreislauf gehörende Projekt des Schnellen Brüters in Kalkar aufgegeben.

Im Jahr 1983 folgte der nächste Kniefall vor der Unvernunft, wieder unter einer CDU-Regierung. Überraschend gab der amtierende baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth bekannt, dass das Kernkraftwerk Wyhl nicht vor 1993 gebraucht werde, um die Stromversorgung im Land zu sichern. 1987 bekräftigte er den Verzicht des Vorhabens bis zum Jahr 2000. Das Kernkraftwerk wurde nie gebaut.

Der Reaktorunfall von Tschernobyl war das Ereignis, an dem der bis dahin zumindest im Grundsatz herrschende Energiekonsens zwischen den großen Parteien zerbrach. Vor 40 Jahren, am 26. April 1986 gegen 1:30 Uhr, ereignete sich in Tschernobyl im Block 4 des aus acht RBMK-Anlagen bestehenden größten sowjetischen Kernkraftwerkes im Verlauf eines unzulässigen, ungenügend vorbereiteten und auch nicht genehmigten Experiments, bei dem mehrere Sicherheitssysteme absichtlich außer Betrieb gesetzt worden waren, ein schwerer Reaktorunfall. Es war der schwerste und folgenreichste Unfall in der über fünfzig-jährigen Geschichte der friedlichen Kernenergienutzung. Die beträchtliche Freisetzung von radioaktiven Spaltprodukten führte zu einer starken Belastung der Rettungsmannschaften und der Bevölkerung in der Nähe des Standortes. 

Die in Deutschland betriebenen Kernkraftwerke haben mit der Konzeption und Technik der in der Ukraine, Russland und Litauen gebauten RBMK-Reaktoren (Hochleistungsreaktoren mit Kanälen) nichts gemeinsam. Aus physikalischen Gründen ist ein vergleichbarer Unfall in einem deutschen sowie in allen anderen westlichen Leichtwasserreaktoren ausgeschlossen. Der wesentliche Unterschied liegt in der Bauart und Sicherheitstechnik. Westliche Leichtwasserreaktoren haben einen negativen Leis-tungs-Kühlmittel-Temperatur-Koeffizienten. Das heißt, dass eine Erhöhung der Kühlmitteltemperatur zu einem Leistungsabfall führt, was die Reaktorleistung stabilisiert und damit kontrollierbar und sicher macht. Ein RBMK-Reaktor hat dagegen einen positiven Koeffizienten, was dazu führt, dass eine Temperaturerhöhung die Leistung steigert und zu einer unkontrollierbaren Leistungssteigerung und damit wie in Tschernobyl zur Katastrophe führen kann. Hintergrund dieser Auslegung ist die Möglichkeit, kernwaffenfähiges Plutonium zu produzieren. Darüber hinaus fehlte in Tschernobyl ein Sicherheitsbehälter, der die radioaktiven Teile einschließt. Deutsche Reaktoren hingegen verfügen über diesen Sicherheitsbehälter sowie redundante Kühl- und Sicherheitssysteme, um die Freisetzung von Radioaktivität zu verhindern.

Vier Monate nach Tschernobyl fasste die SPD den Beschluss, aus der Kernenergie auszusteigen

Trotzdem wirkte sich der schwere Reaktorunfall in Deutschland ganz besonders dramatisch aus. Aufgrund der mangelnden Informationen durch die zuständigen sowjetischen Behörden und wegen der in der Bundesrepublik Deutschland fehlenden eindeutigen zentralen Informationszuständigkeit führten inkohärente und zum Teil widersprüchliche Informationen verschiedener Länderdienststellen und anderer öffentlicher Institutionen zu einem besonders hohen Maß an Verunsicherung in der westdeutschen Bevölkerung. Leider trugen hierzu auch Teile der deutschen Medien mit politisch tendenziösen beziehungsweise auf Sensationswirkung ausgerichteten Berichterstattungen bei. Jeder Versuch einer Versachlichung wurde sofort als verantwortungslose Verharmlosung diffamiert.

Noch bevor die von unabhängigen internationalen Sachverständigengremien erarbeiteten Analysen des Unfallhergangs und seiner spezifischen Ursachen vorlagen, fasste die SPD nur vier Monate nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl auf ihrem Nürnberger Bundesparteitag spontan den Beschluss, aus der Kernenergie auszusteigen.

In der Folge wurde Tschernobyl von der Anti-Atom-Bewegung, allen voran den Grünen, aber auch von Teilen der SPD, politisch genutzt, um die Ängste in der Bevölkerung wachzuhalten. „Tschernobyl ist überall“ lautete der Spruch. Die Kernenergiepolitik der CDU-geführten Bundesregierung wurde als verantwortungslos hingestellt, um Stimmen im Machtkampf in Bonn zu gewinnen. Man schreckte auch nicht vor absurden Behauptungen zurück und setzte die sicherheitstechnisch mangelhafte sowjetische RBMK-Reaktortechnologie mit der deutschen, auf weltweit höchstem Sicherheitsstandard befindlichen DWR- und SWR-Reaktortechnologie gleich.

Der bis dahin zumindest im Grundsatz herrschende Energiekonsens zwischen den großen Parteien zerbrach. Die Atomkraftgegner gewannen in der nun oppositionellen SPD die Oberhand. Damit vollzog die ehemalige Arbeiterpartei den politischen Kotau vor den Grünen. Nicht zum Vorteil der SPD, denn sie verlor damit zunehmend Wählerstimmen an die Grünen.

Der Atomkonsens besiegelte das Ende der friedlichen Kernenergienutzung

Im Jahr 1998 endete die CDU-Ära Kohl, und eine rot-grüne Koalition unter Gerhard Schröder (SPD) übernahm die Regierung. Als Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ernannte er Jürgen Trittin, der seit seinem Eintritt bei den Grünen nur ein Ziel verfolgte: das Ende der friedlichen Nutzung der Kernenergie auf deutschem Boden. Die Vereinbarung vom 14. Juni 2000 zwischen den Energieversorgern und der Bundesregierung besiegelte den Kernenergieausstieg.

Nach dem knappen Sieg der Unionsparteien bei der vorgezogenen Bundestagswahl 2005 löste Angela Merkel Gerhard Schröder als Bundeskanzler ab. Mit der Physikerin Angela Merkel hoffte die gesamte Nuklearbranche auf einen Ausstieg aus der links-grünen Anti-Atom-Politik. Die Berufung von Norbert Röttgen zum Umweltminister machte aber alle Hoffnungen auf ein Ende dieser Politik zunichte. Er war Mitglied der sogenannten Pizza-Connection, die in NRW seit Ende der Neunzigerjahre mit Schwarz-Grün liebäugelte. Röttgen machte öffentlich keinen Hehl daraus, dass er ein Gegner der Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke war. Das Wahlkampfversprechen von Angela Merkel, den Ausstiegsbeschluss rückgängig zu machen, setzte er folglich auch nur sehr halbherzig um.

Der Höhepunkt der Merkel’schen Anti-Atom-Politik folgte 2011 nach dem Tsunami in Japan. Aufgrund der Tsunami-Flutwelle fiel die Energieversorgung und damit die Kühlung des Kernkraftwerkes Fukushima aus, und es kam zu einer partiellen Kernschmelze. Im kleinsten Kreis ihrer Regierungsmitglieder traf Merkel und ohne vorherige Abstimmung mit der Partei die Entscheidung, nun den endgültigen Kernenergieausstieg zu vollziehen: Das Atommoratorium war geboren. Nicht zuletzt sollte damit die bevorstehende Wahl in Baden-Württemberg gerettet werden und das Thema Kernenergie-Ausstieg endgültig den Grünen entrissen und zum eigenen CDU-Programm gemacht werden. Die Ergebnisse der Anlagenüberprüfung der Fachleute der Reaktor-Sicherheitskommission spielten für Merkel offensichtlich keine Rolle. Stattdessen rief sie zur begleitenden Absicherung ihres Atommoratoriums eine Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung ein, in der neben Philosophen, Soziologen und Politologen ein katholischer und ein evangelischer Bischof saßen. 

Dies war der finale Kniefall der CDU vor der Unvernunft. Die Grünen hatten ihr Ziel erreicht und im langen Marsch durch die Institutionen den Kernenergieausstieg in den anderen Parteien und Energieversorgungsunternehmen etabliert. In den meisten Medien bestimmte längst die grüne Ausstiegsideologie die Berichterstattung. Die Fakten zum Reaktorunglück von Fukushima wurden beliebig verdreht und als Rechtfertigung für den Atomausstieg missbraucht, was so weit ging, dass die 10.000 Todesopfer des Tsunamis allein dem Reaktorunglück von Fukushima zuordnet wurden.

Hoffnungen für einen längeren Betrieb der letzten drei noch laufenden Kernkraftwerke keimten nach Beginn des Ukrainekrieges 2022 auf. Aber auch die jetzt oppositionelle CDU setzte sich nur halbherzig für einen Weiterbetrieb der letzten drei deutschen Kernkraftwerke ein. Offensichtlich spielten Überlegungen für eine mögliche schwarz-grüne Koalition im Bund eine wichtigere Rolle als die sichere Versorgung unseres Landes mit CO2-freier Grundlast. Parteiübergreifend ging man lieber die Abhängigkeit von Gaskraftwerken ein, was sich heute mit Blick auf den Iran-Krieg als katastrophaler Fehler erweist.

Die Nutzung der Kernenergie – der längste schwelende politische Konflikt zwischen CDU und SPD

Halten wir fest: Die meisten Kernkraftwerke, 18 an der Zahl, wurden von 1969 bis 1982 unter SPD-Regierungen gebaut. Die SPD erreichte zu dieser Zeit bei Wahlen noch über 40 Prozent. Mit dem Anti-Atom-Kurs hat die SPD kontinuierlich Stimmen verloren und liegt heute in Umfragen unter 15 Prozent.

Die CDU leistete sich seit 1979 eine Reihe von „nuklearen Sündenfällen“, die der Entwicklung der Kernenergie in Deutschland geschadet haben. Ein klares Bekenntnis zur Kernenergie hörten wir von der CDU meist nur, wenn sie in der Opposition war oder im Wahlkampf.

Mit der Aufkündigung des Energiekonsenses nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl 1986 ist die Nutzung der Kernenergie der längste bis heute schwelende politische Konflikt zwischen CDU und SPD. Denn im Gegensatz zur SPD hat die CDU zumindest eingesehen, dass der Kernenergie-Ausstieg ein schwerer strategischer Fehler war. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche macht daraus keinen Hehl und weist darauf hin, dass die Kerntechnik bemerkenswerte Durchbrüche erlebt und neue Reaktoren kleiner, modular und sicherer sind und 16 EU- Mitgliedstaaten in diese Technologie investieren. Jens Spahn geht noch einen Schritt weiter und bringt mit der Forderung einer gesellschaftlichen Debatte die Rückkehr der Atomkraft ins Spiel.

Dieser politische Konflikt ist vor dem Hintergrund der globalen Herausforderungen nicht rational erklärbar. Spätestens nach der Veröffentlichung der internationalen Umfrage „Perspectives on the German Energy Transition: a Global Survey“ des Weltenergierats am 30. Juni 2025 hätten bei der Regierung die Alarmglocken läuten lassen müssen. Energiefachleute aus 49 Staaten innerhalb und außerhalb der Europäischen Union stellten der deutschen Energiewende ein denkbar schlechtes Zeugnis aus: nicht nachahmenswert, zu teuer, nicht zielorientiert, da ohne Kernenergie die Klimaziele nicht erreicht werden können. Jedes Unternehmen hätte nach solch einem vernichtenden Urteil sofort reagiert und seine bisherige Strategie zumindest infrage gestellt. Nicht so die deutsche Politik.

„Das also ist des Pudels Kern!“, ruft Goethes Faust erstaunt, als sich das Tier in Mephisto verwandelt. Des Pudels Kern der deutschen Energiepolitik offenbart sich in einer vermeintlichen Vorreiterrolle Deutschlands, die sich weniger als technologischer Fortschritt denn als Kulturkampf entpuppt – ein Kampf, in dem Klimaschutz vor allem über moralische Überlegenheit definiert wird. Das Ergebnis sind die deutschen Lebenslügen.

Lebenslüge Nummer 1: „Wohlstand ohne Stromzuwachs“

Nur in Deutschland strebt man danach, den Energieverbrauch des Landes zu halbieren, obwohl Energieverbrauch und Wohlstand korrelieren. Es gibt zwar kein Gesetz, das eine Halbierung des Strombedarfs vorschreibt, aber verschiedene Gesetze und Maßnahmen zielen auf eine deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs und eine Steigerung der Energieeffizienz ab. Diese Maßnahmen sollten dazu beitragen, die Energieversorgung sicherer zu machen und die Klimaziele zu erreichen.

In der deutschen Energie- und Klimapolitik kommt das Wort Wohlstand nicht vor. Man hat Strom zum wertvollsten Gut erhoben und sogar die Industrie aufgefordert, ihre Produktion dem regenerativen Stromangebot anzupassen. Dabei ist Strom an sich wertlos. Erst wenn damit Güter produziert und Dienstleistungen erbracht werden, entsteht eine Wertschöpfung. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Strom preiswert und für Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen, Handel und Haushalte immer sicher verfügbar sein.

Dagegen finden insbesondere bei den Grünen die Degrowth-Theorien vermehrt Anhänger. Der Irrglaube, dass mit Verzicht, weniger Wachstum und einer grundlegenden Veränderung unserer Lebensweise eine Dekarbonisierung der Wirtschaft erreicht werden kann, führt zu Problemen, die gern verschwiegen oder heruntergespielt werden. Eine Schrumpfung oder Stagnation der Produktion wäre mit erheblichen negativen sozialen und politischen Folgen verbunden und würde mit großer Wahrscheinlichkeit zu massiven Verteilungskonflikten führen. Völlig verkannt wird, dass Investitionen in neue klimaschonende Technologien nur mit wirtschaftlichem Wachstum und nicht mit Degrowth möglich sind. Denn wer sollte in Phasen schrumpfender Gewinne und Steuereinnahmen in neue Technologien investieren? Man hatte die Hoffnung, dass diese Fantasien mit dem Ende der Ampel der Vergangenheit angehören. Derzeit sieht es jedoch eher nach einer Beschleunigung der Prozesse aus, denn die Kli-maneutralität soll nicht erst 2050, sondern schon 2045 erreicht werden, und zwar ohne eine grundlastfähige CO2-freie Stromerzeugung wie die der Kernkraft.

Der bisherige Höhepunkt dieser Entwicklung ist das von Fridays for Future initiierte Volksbegehren zur Änderung des Hamburgischen Klimaschutzgesetzes mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2040. Am 12. Oktober 2025 nahmen 23 Prozent der stimmberechtigten Bevölkerung an dem Begehren teil. Davon stimmten 53 Prozent, etwas mehr als zehn Prozent der stimmberechtigten Bevölkerung, dem Volksbegehren zu. Diese Abstimmung zeigt, dass zunehmend Minderheiten das Wohl eines Landes bestimmen können, wenn die Mehrheit den Abstimmungen fernbleibt, weil sie offensichtlich deren Folgen nicht einschätzen kann.

Sollen diese völlig unrealistischen Ziele der Klimaneutralität erreicht werden, dann voraussichtlich durch Deindustrialisierung und den damit verbundenen Verlust des Wohlstands. Der Abbau von Arbeitsplätzen und die Verlagerung von Industrieproduktion ins Ausland werden dann zur Tagesordnung gehören.

Was Deindustrialisierung bedeutet, sollten gerade wir hier in Deutschland noch in schlechter Erinnerung haben. Man denke an die Wiedervereinigung, als eine vom Sozialismus ruinierte und nicht mehr überlebensfähige Industrie stillgelegt wurde. Die östlichen Bundesländer hinken der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands, verbunden mit hoher Arbeitslosigkeit, auch noch nach 35 Jahren hinterher.

Lebenslüge Nummer 2: „Deutschland als Vorreiter im Klimaschutz“

Deutschlands Beitrag zum weltweiten CO2-Ausstoß beträgt weniger als zwei Prozent und wird automatisch weiter schrumpfen. Aber nicht, weil Deutschland so viel weniger CO2 produziert, sondern weil andere Länder entsprechend mehr produzieren werden. Trotzdem pflegt Deutschland den Anspruch, dem Rest der Welt als Vorbild für die Klimaschutzmaßnahmen zu dienen. Die Realität steht dazu im krassen Widerspruch.

Im Jahr 2000 betrug der Anteil der Kernenergie in der Stromerzeugung Deutschlands noch 30 Prozent. Die Jahresproduktion von 169 Milliarden CO2-freien Kilowattstunden diente der Grundlastversorgung. Durch die im Jahr 2000 per Atomkonsens vereinbarte Abschaltung der Kernkraftwerke musste diese Strommenge sukzessive von konventionellen, fossilen, CO2 emittierenden Kraftwerken übernommen werden, mit den entsprechenden Folgen für die CO2-Bilanz Deutschlands. Denn es gibt bis heute keine Erzeugungsform außer der Kernenergie, die Grundlast wirtschaftlich und CO2-frei erzeugen kann. Da volatile regenerative Energien nicht grundlastfähig sind und auch niemals sein können, muss die Grundlast in Deutschland trotz des erheblichen Ausbaus regenerativer Energien weiterhin durch fossile Kraftwerke abgesichert werden, mit der Folge, dass nach der Abschaltung der letzten Kernkraftwerke im April 2023 monatlich durchschnittlich zehn Millionen Tonnen CO2 emittiert werden.

Wie absurd Deutschland nach dem Atomausstieg Klimaschutz betreiben will, zeigt auch das Volksbegehren in Hamburg. Die angestrebte Klimaneutralität – falls sie denn jemals kommen mag – hat auf das Weltklima keinen Effekt. Hamburg trägt nur mit etwa 0,001 Prozent zu den globalen CO -Emissionen bei. Selbst wenn Hamburg seine Emissionen fünf Jahre früher auf null senken würde, wäre der globale Temperaturunterschied nicht messbar. Klimaschutz ist eine weltweite Herausforderung; ein teurer Alleingang eines Stadtstaates oder eines Landes hat nur Symbolwirkung.

Lebenslüge Nummer 3: „Abriss der eigenen Kernkraftwerke, aber Atomstrom aus dem Ausland“

Während der Rest Europas auf Kernkraft setzt und sogar der UN-Klimarat diese befürwortet, ignoriert die deutsche Regierung weiterhin die sicherste und klimafreundlichste Energiequelle. Den grotesken Sonderweg erleichterte die hierzulande tief verwurzelte Angstkultur. Von der grünen Umweltbewegung wurde dies machtpolitisch geschickt ausgenutzt und von opportunistischen Medien – im Gegensatz zum Ausland – stets verlässlich wohlwollend begleitet.

Deutschland vertraut weltweit als einziges Industrieland auf schwankenden Strom aus Wind und Sonne. Wenn es dunkel und windstill wird, kauft man aber dennoch Atomstrom aus Frankreich, Belgien, Tschechien, Schweden und der Schweiz. Allein aus Frankreich beziehen wir täglich die Kapazität von zwei bis vier Kernkraftwerken. Als Reaktion auf die deutsche atomfreie Energiewende werden um uns herum die Laufzeiten der bestehenden Kernkraftwerke auf 60 und perspektivisch auf 80 Jahre verlängert und geplante Stilllegungen, wie die der belgischen Kernkraftwerke Doel und Tihange, bis auf Weiteres gestoppt. Frankreich hat sich für den weiteren Ausbau der Kernenergie kein Limit gesetzt. 



Kernenergie hat inzwischen den größten Anteil an den deutschen Stromimporten. Die aktuellen Zahlen bringen Energiewende-Verfechter vor allem wegen einer Behauptung in Erklärungsnot: Wenn Atomstrom angeblich so teuer ist, warum importiert Deutschland dann so viel davon? Der Atomstrom stand 2024, ein Jahr nach der Abschaltung der letzten drei deutschen Kernkraftwerke, mit 18.313 Gigawattstunden an der Spitze der Stromimporte. Zählt man noch den Stromimport von 11.867 Gigawattstunden aus fossilen Kraftwerken hinzu, ergibt sich fast die gleiche Strommenge, die die drei 2023 abgeschalteten Kernkraftwerke innerhalb eines Jahres produziert hätten.

Lebenslüge Nummer 4: „20 neue Gaskraftwerke, aber keine Gasexploration in Deutsch-land“

Als Kapazitätsreserve für die misslungene Energiewende sollen bis zu 20 neue Gaskraftwerke gebaut werden, manche sprechen sogar schon von 40 erforderlichen Kraftwerken. Trotz dieser ehrgeizigen Ausbaupläne will Deutschland aber weiterhin auf die Gasexploration im eigenen Land verzichten und bezieht lieber Gas, wie zum Beispiel LNG (Liquid Natural Gas) aus dem Ausland. Laut Statistik werden aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien die größten Gasmengen importiert.

Im Gegensatz zu unseren Nachbarn, den Niederlanden und Belgien, sind Erdgasbohrungen an der deutschen Nordseeküste aus ökologischen Gründen zum Schutz des Wattenmeeres ausgeschlossen. Einen ersten Versuch gibt es vor Borkum, wo ein Gasvorrat von 60 Milliarden Kubikmetern liegt, mit dem man zehn Prozent des deutschen Gasbedarfs decken könnte. Aber es regt sich bereits heftiger Widerstand. Umweltschützer sind gegen die Erschließung und Förderung im Nationalpark Wattenmeer mit dem gleichzeitigen Wunsch, bei der Versorgung mit Energie unabhängiger zu werden.

Laut Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wird die potenziell förderbare Menge an Schiefergas in Deutschland durch Fracking auf bis zu 2,3 Billionen Kubikmeter geschätzt. Diese Menge könnte den deutschen Gasbedarf über mindestens 30 Jahre decken. Aber auch beim Fracking haben sich bislang die Bedenken der Umweltschützer durchgesetzt. Man befürchtet Risiken für das Grundwasser und die Stabilität des Untergrunds. Diese Bedenken gelten aber offensichtlich nur für das Fracking vor der eigenen Haustür. Denn Deutschland bezieht LNG aus dem Ausland, insbesondere aus den USA, das durch Fracking hergestellt und anschließend mit schwerölbetriebenen Tankern nach Deutschland transportiert wird.

Die Nutzung von Technologien kann man nicht ein- und ausschalten wie das Licht

„Cuiusvis hominis est errare, insipientis perseverare“ – „Jedem Menschen unterlaufen Fehler, aber nur der Narr beharrt auf seinen Fehlern“ (Marcus Tullius Cicero).

Eigentlich ist es nicht möglich, zur atomfreien Energiewende ein Schlusswort zu schreiben, denn Deutschland ist bisher dreimal in die Kernkraft ein- und wieder ausgestiegen. Die Wahrscheinlichkeit eines Wiedereinstieges liegt also bei mindestens 50 Prozent. Es wäre gut, wenn Deutschland diese Chance nutzen würde, denn mit der Energiewende hat der deutsche Staat nicht nur die Nutzung der Kernenergie beendet, sondern auch die CO2- freie Grundlasterzeugung, für die es auf absehbare Zeit keine Alternative gibt.

Die Politik in Deutschland hat sich sowohl nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl als auch nach dem von einem Tsunami ausgelösten Reaktorunfall von Fukushima über die Ergebnisse der mit der nuklearen Sicherheit beauftragten Gremien und Experten hinweggesetzt und dagegen emotional irrationale Entscheidungen getroffen die für den Industriestandort Deutschland langfristige negative Auswirkungen haben.

Sollte sich in Deutschland naturwissenschaftliches Wissen wieder gegen Weltanschauungen durchsetzen, steht unserem ehemals in dieser Technologie führenden Land kein einfacher Weg bevor. Technologisch erfolgreiche Entwicklungen brauchen Kontinuität. Fällt diese Kontinuität dem jeweils herrschenden politischen Mainstream zum Opfer, dann fällt nicht nur die technologische Entwicklung zurück, sondern damit das ganze Land. Einige Politiker haben offensichtlich die naive Vorstellung, man könnte die Nutzung von Technologien ein- und ausschalten wie das Licht. Sie werden schnell eines Besseren belehrt werden.

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Hans Jürgen Wienroth | Di., 21. April 2026 - 07:44

Dem Autor ist in vollem Umfang zuzustimmen. Man muss noch erwähnen, dass die Nutzung der Atomkraft, die heute ggf. noch möglich wäre, eine lange Bauzeit benötigt. Das gilt auch für die wieder-Inbetriebnahme der abgeschalteten und zurück gebauten AKW.

Was der Autor nicht erwähnt hat, Deutschland ist nicht nur aus der Atomkraft ausgestiegen, sondern hat auch den „nachhaltigen“ Ausstieg aus der Kohleverstromung zeitlich festgelegt. Die Stilllegung der Kohlekraftwerke ist terminiert, die Braunkohletagebaue werden mit Wasser gefüllt und scheiden damit als mögliche Energiequelle für Generationen aus.

Noch ist nicht klar, ob und wann Gaskraftwerke als „Ersatz“ überhaupt gebaut werden. Wir laufen auf einen Mangel an Strom zu und legen gleichzeitig die CO2-Reduzierung in der Verfassung fest. Unsere Nachbarn werden uns auf Dauer durch steigenden Eigenbedarf nicht aushelfen können, abgesehen davon, dass wir sie dafür nicht bezahlen können.

Wann geht bei uns das Licht aus?

Achim Koester | Di., 21. April 2026 - 08:50

jede Regierung hat die Möglichkeit, Gesetze der Vorgänger mit entsprechenden Mehrheiten zu ändern, es liegt nicht am Können, sondern am Wollen, wenn Merz so etwas behauptet. Ich glaube vielmehr, dass seine Aussage mit der Angst vor dem Machtverlust zusammenhängt. Außerdem ist die Vernichtung grundlastfähiger Kraftwerke eine Politik der verbrannten Erde, mit der man schon vor über 200 Jahren Napoléons Vormarsch stoppte. Wir brauchen keinen Henry Morgenthau, wir haben Jürgen Trittin und Friedrich Merz.

Wolfgang Borchardt | Di., 21. April 2026 - 09:02

vor Vernunft und Fachverstand. Das sind Faktoren, die ein Land aufgrund verbotener Alternativen alternativlos ruinieren müssen. Schon der Anblick der Windräder und Sonnenfelder vermittelt nicht den Eindruck, dass es sich um eine zukunftsträchtige Technologie handeln könnte. Einen Fehler zu erkennen, ohne ihn korrigieren zu wollen: Das könnte sich kein Unternehmen leisten (wenngleich es auch dort passiert). Ein typischer Concorde-Effekt: "Jetzt haben wir das Flugzeug schon so lange gebaut, da können wir nicht einfach aufhören". Die Windrad-Lobby und einige Landwirte freut's. Diejenigen auch, die Windrad-Herden und Solarfelder als wirkungsvolle militärische Ziele schätzen. Und diejenigen, die mit dem Recycling Geld verdienen werden

Ingo Frank | Di., 21. April 2026 - 09:12

Grün Linken Politik a l l e r etablierten Parteien die zu einem linken „Einheitsblock“ mutiert sind.
Dazu kein Ende der Beschallung aus den Propagandazentralen des ÖRR und dem größten Teil der Journaille wie Spiegel, taz Süddeutsche u.a. die auf die Bevölkerung einprasseln um diese, in genau diese Richtung wie (Wahl-)Schafe zu treiben. Hinzukommend ein durch eine rot grüne Ideologiedurchsetzte Bildungspolitik der Experimente, die die Bevölkerung zur Kritiklosigkeit und zur Staatsunterwürfigkeit in letzter Konsequenz zur Dummheit erzog.
Aber, wir „kaufen uns einige Pullover weniger“ und „machen 2 Tage weniger Urlaub“ und wer „ein Auto hat der ist nicht arm und verkraftet die hohen Energiepreise“ …. dann wird’s schon alles gut werden & man muss nur Vertrauen in „unsere Demokratie & unsere Politik- Hasardeure“ haben ….. 👏🏻
Mit freundlichen Grüßen a d Erfurter Republik

N.B. | Di., 21. April 2026 - 10:34

wird.
Wollen wir mal klarstellen:
1.) Bislang gibt es nirgends und wirklich nirgends auf der Welt funktionierende SMR-Lösungen. Die erste, die derzeit in Kanada umgesetzt werden soll, kostet schon jetzt das dreimal mehr als geplant(7Milliarden Doller vs. 20 Milliarden Dollar).
So klein sind die Anlagen aber nicht, auch diese sind sehr groß.
2.) Der Verbleib des Atommülls ist noch immer nicht geklärt. Der Traum von Transmutation ist auch noch nirgends umgesetzt, allein die Umsetzung würde soviel Geld verschlingen, dagegen sind einfache KKWs nur Kinderspielzeug. Und wie wir schon wissen, Bayern will sich aus der Verantwortung schleichen. Aber wie wäre es, wenn alle Atomkraftbefürworter in einen Atommüll-Entsorgungs-Fond einzahlen würden oder ihren Atom-Dreck alleine privat entsorgen? Dann würde sofort Stille herschen.

Endlager: das Endlager wird seit 1979 von denen verhindert die ständig das Fehlen eines Endlagers kritisieren. Wir haben kein Endlagergesetz sondern ein Endlager Verhinderungsgesetz. Warum? Weil die Atomkraftgegner überhaupt kein Interesse daran haben dieses Argument aufzugeben. In Finnland ist das Endlager seit 2025 in Betrieb, in Schweden ist das Endlager im Bau.
Der sogenannte hochradioaktive Abfall in Form von abgebrannten Brennelementen enhält zu 95,5 5 Uran 238. Das ist ein Wertstoff und kann in spätestens 10 Jahren in Molden Salt oder Dual Fluid SMR eingesetzt werden. Das Endlagerproblem erledigt sich damit weitgehend.
Das erste SMR Kraftwerk mit deutscher HTR Technologie ist seit 2023 in Betrieb.

Es ist schon bezeichnend, dass Sie sich hinter einem Namenskürzel verstecken, aber faktisch muss ich widersprechen:
Mit Kanada meinen Sie vermutlich den in Deutschland erfundenen und patentierten Dual-Fluid Reaktor, der Demonstrator wird aber nicht in Kanada gebaut, wo die Firma ihren Sitz hat, sondern in Ruanda. Gem. Patentschrift kann dieser Reaktortyp den von Ihnen "Müll" genannten Rohstoff für die nächsten 300 Jahre nutzen. Die Endlagerung ist ebenfalls wesentlich unproblematischer als Ihr Horrorszenario. Lt. Google sind bereits jetzt mehrere SMR-Prototypen im Einsatz, und zwar in Russland und China. Den Fakt, dass die neuen Generationen von SMR inhärent sicher sind, lassen Sie ebenfalls "großzügig" unter den Tisch fallen. Technologieoffenheit ohne Ideologie sieht anders aus.

N.B. | Di., 21. April 2026 - 16:46

Antwort auf von Achim Koester

Ja natürlich, Russland baut auf Schiffen abgewandelte U-Boot-Reaktoren auf und China hat einen Probe-SMR im Betrieb.
Das klingt natürlich nach wahnsinnig viel!
Noch immer nicht geklärt: Wohin mit dem Müll? Ich bin dafür, den Müll genau dort zu belassen, wo die KKWs schon stehen! Das wird Bayern hoch erfreut übernehmen. :-) Oder wie schon erwähnt, die KKW-Befürworter übernehmen die komplette Veranwortung sowie Kosten der Atommüllentsorgung. Und wenn es die Befürworter nicht mehr erleben, dann eben deren Nachfahren!

die wollen keine Veratwortung übernehmen, obwohl sie diese, sich bereits anbahnende energetische Missere durchgesetzt haben?
Deutschland ist bereits jetzt gezwungen Atomstrom aus Nachbarländern zu beziehen, also könnten beispielsweise die Franzosen und Tschechen, ihrer Theorie nach, den grünen Verursachern der deutschen Missere diesen anteilmäßig angefallenen Atommüll vor die Türr kippen, das müsste doch voll und ganz ihrem Verursacher-Prinzip etsprechen!

sie wolten was klarstellen?
Dann möchte ich ein faktenorientien Beitrag lesen, statt desen lese ich ein ideologisch zusammengeschusterten "Müll", für die Tonne geeignet.
Wie wäre es, wenn sie und ihres Gleichen sich endlich fachkundig machen, denn Lügen haben kurze Beine, das weiss die ganze Welt, und letzendlich wird sich in Deutschland wenigstens die SMR - Lösung durchsetzen.

Ein passenden Gegenvorschlag zu ihrem Vorschlag "Atommüll-Entsorgung":
Wie wäre es wenn man euch Idologen, bei einem drohenden Strommangel die Stromzufuhr unterbricht, damit ihr endlich merkt, dass das "Märchen vom Wind, Sonne und Steckdose" nur eine plumpe Lüge ist.

Wie schon erwähnt, bitte die Verantwortung selbst übernehmen! Wer das eine will, muss eben auch das andere übernehmen.

"Die KKW-Befürworter die Verantwortung [alleine] selbst übernehmen" sollen, wie immer Sie sich das vorstellen in einer modernen Industriegesellschaft, dann könnte man doch auch umgekehrt - ist nur ein Vorschlag! - Meck-Pomm z.B. von Restdeutschland abtrennen, energetisch und Warenfluss- bzw. Handelseitig, und dann könnt 'ihr' dort superbilligen sauberen Wind-Strom produzieren und nutzen..., müsst aber dann alles an High-Tech und Industrieprodukten, was 'ihr' dort zum Leben und Arbeiten braucht und nicht selber herstellt(!) aus Restdeutschland importieren..., und bezahlen selbstverständlich..., dafür kaufen wir 'euch' auch die Stromüberschüsse aus der Windkraft ab, wenn es gerade mal 'richtig weht'..., falls wir sie berhaupt brauchen können!? Eure eigene GRUNDLAST müsst 'ihr' dann aber selbst absichern... - OHNE ATOMSRROMIMPORTE BITTE!! selbstredend - aus ideologischen Gründen. 👍

Letzteres wäre NICHT VERHANDELBAR!!

>> Wäre das was - so als aktivistisches alternatives Experiment...??

die vollideologisierte Ahnungslosigkeit meldet sich. Außer in diesem Land, das durch Ideologen wie Ihnen willentlich zerstört wird, funktioniert die Kernkraft auf der ganzen Welt. Der Abfall wird wieder zur Stromgewinnung "verbraucht" werden. Nachts scheint keine Sonne und nicht jeden Tag weht der Wind. Die Windräder stehen auf tausenden Tonnen von in die Erde gegossenem Stahlbeton, die Räder aus Verbundstoffen, von denen heute noch niemand weiß, wie man die entsorgen kann, von den Unendlichkeitschemikalien, die sie emittieren, ganz zu schweigen. Sie haben, wg. grüner Scheuklappen, den Artikel nicht verstanden/gelesen(??)Wir kaufen täglich für ein Schweinegeld Kohle- und Atomstrom aus dem Ausland, müssen den Strom, wenn gerade zu viel da ist, gegen Aufpreis verschenken und plustern uns als die Weltklimaretter auf. Die Dummheit regiert, gewählt von Gesinnungsgenossen. Wer zahlt ihren Strom? Ach, ich vergaß: der kommt ja einfach aus der Steckdose. Ihre würde ich zugipsen.

N.B. | Di., 21. April 2026 - 16:13

Antwort auf von Armin Latell

Ich lebe in der Nähe vom ehemaligen KKW Lubmin. Ich sehe, wie lange es dauert, bis ein KKW abgebaut ist. Ich höre wie problematisch es ist, das radioaktiv verseuchte material abzubauen und zu entsorgen.
Es sind nicht nur tausende Tonnen Windrad-Beton sondern zehntausende Tonnen hoch radioaktiv verseuchter Beton. Das ist eine ganz andere Hausnummer!

aber ein bautechnisch lösbares.

20-40 neue fossile! Gaskraftwerke um alleine die GRUNDLAST abzusichern... >> DAS ist aber auch eine ganz schöne Hausnummer - oder!? Und da ist die Lieferabhängigkeit noch garnicht eingepreist... - emotional.

Wie viel CO2 die wohl ausstoßen werden...? Eine ziemliche Menge!!, mit Sicherheit... 🤔

/😉

ich nichts dafür kann, meine Familie und ich aber unter genau dieser schädlichen, schändlichen und vor allem von einer Minderheit durchgesetzte Meinung leiden muss. Ich unterstelle Ihnen (ich weiß, das könnte nicht fair sein), dass sie der terroristischen Vulkangruppe, die einen Teil Berlins stromlos gemacht hat, applaudieren. Die rotgrüne Deindustrialisierung ist Fakt und die Zerstörung von Eigentum der Steuerzahler (Kern- UND Kohlekraftwerke) ist Teil davon, gleichzeitig soll ebenfalls die deutsche Gasinfrastruktur zerstört werden, damit niemand mehr mit Gas heizen kann, Mannheim will hier vorbildlich vorangehen. Aber Gaskraftwerke sollen dann die Grundlast sichern, wenn uns doch die "Erneuerbaren" zu 100% versorgen sollen? Die Menge Gas, die da durch den Schornstein gejagt werden würde, wäre gigantisch. Ich schimpfe, weil die grüne Dummheit mittlerweile deutsche Staatsräson ist.

N.B.?????? Wenn jemand sich so „verschlüsselt” hier im Forum
meldet, hat er wahrscheinlich etwas zu verbergen. Dazu noch neu hinzugekommen… Das hat ein Geschmäckle, wenn man auch noch gegen Kernkraft schreibt. Na ja, man kann es ja mal versuchen, oder, was meinen
Sie Herr/Frau N.B.? So schnell kann man die Foristen hier nicht veräppeln, um es salopp und vorsichtig auszudrücken!!!! 🥺🥺

Thomas Veit | Di., 21. April 2026 - 11:51

breiten Bevölkerung...?? - siehe die letzten Wahlerfolge der Grünen, man wählt de facto die Deindustrialisierung? - solange kannst'e da nix wirklich machen..., mit dieser Nasenring-CDU an der Macht... ... 🤔

>> Wie bestellt..., so geliefert! (Deutschland)

'Gegengutachten' zum Atomausstieg, einschl. CO2-Berechnungen der Gas-/Kohle-Alternativen für eine sichere Grundlast, liegen de facto bereits seit Tschernobyl vor..., regelmäßig aktualisiert..., werden aber aus politisch-ideologischen Gründen ignoriert.

Im Übrigen wird hemmungslos und massiv polemisiert (siehe Beitrag von N.B. oben...) und Alarmismus verbreitet, typisch für Deutschland unter der Grünen und Linksgrünwoke - die Panik-Republik... >> siehe auch den Wahl 'Klausi', oder wie der heißt..., aktuell in der Ostsee... [...wollte mir davon ein Stück vom Filet reservieren lassen..., wurde abgelehnt! 😉]

ABER: "Jeder Versuch einer Versachlichung wurde sofort als verantwortungslose Verharmlosung diffamiert." -- kommt mir auch aus anderen Zusammenhängen irgendwie bekannt vor... ... 🤔 (AfD? Migration? Wohnungsnot? Israel? Umwelt sowieso, iss klar...)

Armin Latell | Di., 21. April 2026 - 13:37

Was für ein Klimaschutz? Und was hat CO2 damit zu tun?

Thomas Veit | Di., 21. April 2026 - 14:22

Antwort auf von Armin Latell

froh sein, wenn das Klima kollabiert, dank ihrer 'Energiekompetenz' (nichfossile? Gaskraftwerke...), denn um so mehr Klimaflüchtlinge kommen ja schließlich zu uns... - und genau das ist doch unbestritten DIE LINKSGRÜNWOKE KERNKOMPETENZ - MIGRATION!! 🤔

Berlin fängt ja auch schon an sich auf kommende viele Klimaflüchtende vorzubereiten - siehe Wahlprogramm 'Die Linke'... Wir sind also objektiv betrachtet DOCH auf dem richtigen (linksgrünwoken) Weg - warum will das niemand hier sehen...?

/Ironie und Sarkasmus

C. Schnörr | Di., 21. April 2026 - 13:47

geht immer noch ein zu großer Wähleranteil der rot-grünen Propaganda und der ÖRR-Gehirnwäsche auf den Leim. Sonst wären diese in der Verantwortung stehenden Politiker, die allein aus egoistischem Eigennutz dieses Land für 1-2 folgende Generationen in den Ruin treiben, weg vom Fenster ab der nächsten Wahl.

Urban Will | Di., 21. April 2026 - 18:09

verheerenden Folgen des Kotaus der deutschen Politik vor der Sekte (auch wenn informierte Leser all dies schon längst wissen). Ich denke, Deutschland wird den Wiedereinstieg in die Kernkraft schaffen, wenn denn endlich die politisch-kulturelle Wende kommt und Linksgrün für lange Zeit nichts mehr zu entscheiden hat.
Das wird nur gehen mit einer Kanzlerin Weidel und einer Union, die sich der Merkel-Merz-Lasten entledigt hat, bzw. einer FDP, die sich deren vernünftige Wähler holt. Der Wähler ist gefragt, aber das das ist die Crux. Bis der Deutsche mal zu denken anfängt und reagiert, liegt meist alles schon in Scherben. Ich hoffe, er schafft es dieses Mal etwas schneller.
Die Stimmen müssen lauter und vernehmbarer werden, die den Menschen all den Irrsinn auflisten, den wir der Union zu verdanken haben und der dieses Land gerade zerstört. Nicht nur den Irrsinn der „Energiewende“, auch den Klima-Wahn und den Jahrhundert-Wahnsinn Migration. Alles letztendliche Unions-Entscheidungen.

soistes | Di., 21. April 2026 - 20:09

kommt eine irritierende neue Farbe heraus. Aber egal. Der linke politische Außenrand produziert die Farbe für den angeblichen rechten politischen Außenrand. Und wollen hierfür unsere Demokratie retten!

Und was diese auch noch gut können ist glauben, weil das das neue Wissen ist. In solchen Kontext wurde die "tolle Energiewende" auf den Weg gebracht. Die Ergebnisse hierfür sehen wir aktuell.

Die Reise nach Jerusalem hat auch für diesen Kontinent begonnen. Mit sehr unangenehmen Folgen für die Mehrheit. Aber egal, am besten immer schön die Wahrheit verdrehen, bis die Balken brechen. Stimmt´s N.B.

Aber jeder wie er kann. Frage was machen Sie hier auf dieser Plattform? Klugschnackern? Belehren? Oder haben Sie nichts zu tun? Warum? Gehen Sie in sich!

Oder am besten nach Venezuela , Kuba oder den Iran auswandern. Die benötigen dort solche Leute wie Sie. Hier braucht Sie keiner!!!

Gisela Hachenberg | Di., 21. April 2026 - 21:52

Jetzt hat‘s mich auch erwischt…Ein nicht polemischer Kommentar von mir erschien zuerst, wurde dann aber gelöscht!!! Das ist wirklich langsam ärgerlich. Will man das Forum hier auflösen, oder was soll das? Frau Lehmann verärgert weg, Herr Funke weg. Soll ich mich jetzt anschließen? Schade für dieses Forum. Aber dann kann Cicero über kurz oder lang auch seine Pforten schließen. Ist das wirklich gewollt??? 🥺🥺🥺🥺

tatsächlich kann es jeden erwischen. Ich vermute, dass die Kommentare durch ein KI System geprüft werden, deshalb stehen die meisten direkt nach der Eingabe schon im Forum. Wenn nicht, kann man erwarten, dass die dann auch nicht mehr freigeschaltet werden. Ich hatte auch das Erlebnis, dass nach 1000 Zeichen mein Kommentar (die ja nicht immer freundlich sind wie ihre!) nicht veröffentlicht wurde. Ich denke mir dann, dass all die anderen Foristen in Summe dann doch sinngemäß das Gleiche geschrieben haben. Man könnte ja mal rumprobieren im wording und Satzstellung, bis er der KI genehm ist...