Seitenspiegel eines Xaomie-Wagens
VW brachte den Chinesen einst den Autobau bei, heute bauen sie schneller, schöner, billiger und innovativer / Foto: Xiaomi

Deutsche Autoindustrie unter Druck - Chinesisches Doppelglück

Um sich selbst zu retten, müssen die deutschen Autohersteller einen radikalen Schritt gehen: Sie müssen chinesisch werden. Nicht nur bei Technologie und Tempo, sondern auch bei Marken, Partnerschaften und Denken – sonst droht ihnen der endgültige Verlust ihres wichtigsten Marktes.

Autoreninfo

Frank Sieren ist Journalist und Autor. Er lebt seit 1994 in Peking und gilt als führender deutscher Chinakenner.

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Der Audi ohne Ringe sollte eine neue Epoche einläuten – nicht nur für Audi, sondern für den gesamten Volkswagen-Konzern, den noch immer größten Autohersteller des Westens. In China, dem wichtigsten Automarkt der Welt, sollte der elektrische E5 Sportback zum Symbol einer Trendwende werden: für Audi, für VW, vielleicht sogar für die deutsche Autoindustrie insgesamt. Doch die Realität sieht ernüchternd aus. Seit August wurden nur gut 7000 Fahrzeuge verkauft, im Januar sogar lediglich 420. Dabei kostet das Einsteigermodell knapp 30000 Euro. Zum Vergleich: Der Wettbewerber Aito von Huawei und Seres verkaufte im selben Monat rund 40000 Autos – obwohl sie mehr als doppelt so teuer sind. 

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Ingo Frank | Mo., 13. April 2026 - 19:26

ist es wohl besser die deutschen Autobauer abzuschreiben und abzuwickeln.
Wen wundert’s wenn der Chef von Audi fürs Fahrrad statt fürs Auto plädiert …..und alle Konzernführer der Automobilindustrie die Abschaffung des Verbrenners bejubelten.
Start der Chemieindustrie dafür zu gewinnen, einen ökonomisch preiswerten,synthetischen Diesel herzustellen. Gut, o.k. Ich weiß es, woher sollen die deutschen innovativen & leistungsbereiten Ingenieure kommen …..aus dem Heer der Geisteswissenschaftlern ? Da von der Seite kommen nur Sprüche, sonst nichts !
Wer dumm ist, schlimmer noch sich dumm stellt, der kommt zu spät, genau dies ….. bestraft das Leben.
Mit besten Grüßen a d Erfurter Republik

Wir sind ein Land von Mietern und auf der Straße Parkern oder bestenfalls mit einem in der Wohnungsmiete enthaltenen Stellplatz weit außerhalb jeder Steckdose bzw. einer durch den Vermieter genehmigungspflichtigen und auch versicherungstechnisch relevanten Ladebox.Oder einem Tiefgaragenplatz,der wenn wie schon passiert der Akku des guten Stückes in Brand gerät und das Haus oben drauf gleich mitabfackelt ein teurer Spaß für den Mieter werden kann.Ich erinnere mich noch,wie ich mir bei meinen Städtereisen,z.B. Berlin an der ein oder anderen Ladestation für gerade mal 2 Mobile immer die Frage stellte welche Kreise man abklappern oder welchen Zeitaufwand es erfordert sein Elektroauto regelmäßig außerhalb eigener Ladestruktur "vollzutanken".Habe mich auch aus Kostengründen und angesichts der teuersten Strompreise hierzulande für einen kleinen sparsamen Hybridwagen entschieden,der keinen Ladeanschluss benötigt weil er seinen Akku selbst auflädt für Kurzstrecken im Elektromodus. MfG

es wird mit ihnen nie gelingen den Massenverkehr zu bedienen, nicht mit der aktuellen Speichertechnologie. Bei der Speichertechnologie tritt „die Wissenschaft“ seit Jahren auf der Stelle, es gibt keinen nennenswerten Fortschritt und es ist auch keiner in Sicht. Dazu hat China das Monopol auf „seltene Erden“.

Für die deutsche Automobilindustrie wäre die einzige Lösung gewesen weiter auf Verbrenner zu setzen, denn E-Autos sind vergleichsweise dazu „low-tech“, nicht anders als eine Waschmaschine, darum können die Chinesen das auch besser als wir!

Wir sollten auf Effizienz statt auf Leistung und Masse setzen, so ließen sich Verbräuche von echten <3l/Diesel je 100km erreichen. Wir haben die besten Verbrenner der Welt, die kann keiner, wir geben sie auf, obwohl die Welt weiter Verbrenner kaufen wird! Das ist a Dummheit nicht zu überbieten!

Dank EU-„Green-Deals“, gieriger Manager und unfähiger Politik hat man bewußt unsere Industrie und damit unseren Wohlstand zerstört!

It‘s Game-Over!

Diese Beschreibung passt auf meinen "selbstdesignten" was Sonderausstattung etc. betrifft, smarten Yaris Hybrid in toyorot-schwarz.Selbstladender Vollhybrid (lädt wenn man ihn rollen lässt u. beim bremsen) mit einem stufenlosen Automatikgetriebe und einer Systemleistung von zusammen nur 116 PS, was ihn beim Ampelstart zwar flott sein lässt, aber durch die Schwere des A-Getriebes recht lahmselig sein lässt wenn man mal eine höhere Beschleunigung braucht zum überholen o. bergauf geht. Dann hilft nur die Peitsche und ein voll durchgedrücktes Gaspedal, was mein sonst dezent klingendes im Ecobereich gefahrenes Gefährt derart aufjaulen lässt, dass man anfangs erschrickt u. meint das einem gleich der Motor um die Ohren fliegt. Aber wenn er sich wieder eingekriegt hat;) bewegt er sich flott und vor allem sparsam. Weswegen auch nur ein 35l-Tank verbaut ist. Durch unsere ganzen 30er-Zonen, Parkplatz, Stadtverkehr unter 50 bis zur nächsten Ampel schleiche ich mich lautlos elektrisch an;) MfG

Alex | Di., 14. April 2026 - 08:37

Wir müssen uns von den Chinesen distanzieren, uns unterscheiden, wenn wir sie kopieren, oder mit ihnen kooperieren, verlieren wir, das zeigt sich deutlich, sie sitzen mittlerweile am längeren Hebel.

Technologieoffenheit wäre der einzig richtige Weg gewesen, das Versteifen auf BEV ist eine Sackgasse! Das begreifen die unfähigen EU-Politiker aber nicht, dafür sind sie zu tief in ihrer „grünen“ Ideologie versumpft.

Unsere Hersteller hätten sich auf Leichtbau und effiziente Verbrenner diverser Brennstoffe konzentrieren sollen, auch als Hybrid. Wir hatten die besten Verbrenner der Welt, und zwar mit Abstand. Die Welt wird noch sehr lange Verbrenner verlangen, diesen Markt bedienen nun andere!

Wichtig: die EU muß verhindern, daß Chinesen sich hier einkaufen!

Den „Krieg“ ums Elektroauto haben wir verloren, bevor er überhaupt losging, denn die Chinesen haben die Weichen so gestellt, daß er nicht zu gewinnen war und wir haben sie machen lassen bzw. sie dabei sogar noch unterstütz!

Sehe ich ähnlich und schließe mich Ihren beiden Kommentaren weitgehend an. Nicht die BEVs an sich sind mMn ein großer Irrweg, denn ich sehe da definitiv use-cases für bestimmte Mobilitätsanforderungen, aber ich glaube ebenfalls, dass in absehbarer Zeit kein Massenverkehr mit ihnen zu bewerkstelligen ist, und langfristig Verbrenner parallel dazu existieren werden.
Technologieoffenheit ist und bleibt der einzig richtige Weg, und per Verordnung Technologien allumfassend vorzuschreiben war eine suizidale Strategie.
Aber abgesehen von der Technologie, teile ich auch die vorgebrachten kulturellen Aspekte nicht. Die deutsche Autoindustrie war der USP der deutschen (Export)Wirtschaft, gleichsam wie die Luxusgüterindustrie für Frankreich. Eine Louis-Vuitton-Handtasche kann ebenso wenig durch ein chinesisches Produkt substituiert werden, wie das obere Segment der deutschen Premiumautomobile. Es hätte gegolten, dieses Markenbild zu schärfen und es nicht für BEV „commodities“ zu opfern.

Nischenberechtigung, ich sehe nur nicht, daß sie das Problem der Massenmobilität lösen werden.

In Städten sind BEV ideal, vergleichbar leise, keine Emissionen vor Ort, ihre geringe Reichweite ist bei Kurzstreckenbetrieb Nebensache und stop-and-go Verkehr macht ihnen weniger aus als einem Verbrenner.

Was das Luxussegment angeht, haben Sie recht, seit Mitte der 70er Jahre waren wir hier führend.

Neben Luxus sehe ich aber eine weitere Sparte, nämlich die der effizienten leichten Verbrenner, auch (grüner) Wasserstoff läßt sich in einem Ottomotor verbrennen.

Die Welt wird noch sehr lange auf Verbrenner setzen. Ein Octavia Kombi von der Stange mit 1,6TDI läßt sich, vorausschauend gefahren, mit um die 4l/100km bewegen. Was ginge da noch mit echtem Leichtbau & vernünftigem Verkehrsmanagement?

Realverbräuche <<3l/100km sind zu erreichen.

Alle reden über Nachhaltigkeit, das was die Industrie seit Jahren baut und die Politik fordert & fördert, hat aber nichts mit Nachhaltigkeit zu tun.

soistes | Di., 14. April 2026 - 21:11

Hat sich wohl der Autor geirrt. Ob er selbst chinesische Gene in sich hat? Er wohnt ja schon selbst Jahrzehnte in China. Ist er der reguläre Nachfolger vom roten Kasner? Applaus für den tollen Autoren, aber bitte eher schwacher Natur.