Papst Leo XIV kritisiert mehr oder weniger direkt die Politik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump
Papst Leo XIV kritisiert mehr oder weniger direkt die Politik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump / picture alliance / Stefano Spaziani | Stefano Spaziani

Spannungen zwischen Washington und dem Vatikan - Die Avignon-Erzählung

Im Netz kursieren Berichte über angebliche Drohungen der Trump-Regierung gegen den Papst. Will Washington den Widerstand des Vatikans gegen seine Kriegspolitik brechen? Dementis und Fotos vermitteln ein anderes Bild.

Autoreninfo

Ludwig Ring-Eifel ist Chefkorrespondent der KNA und leitet das deutschsprachige Korrespondentenbüro CIC in Rom.

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Das Treffen zwischen US-Sicherheitsberater Elbridge Colby und dem damaligen Apostolischen Nuntius in den USA, Kardinal Christophe Pierre, vom 22. Januar im Pentagon hat international hohe Wellen geschlagen. Einige Medien spekulierten, in dem Gespräch habe es Druck seitens der US-Regierung gegen den Vatikan gegeben. Indirekt sollen Donald Trumps Leute sogar gedroht haben, sie könnten wie einst Frankreichs Könige im Mittelalter die Päpste mit Gewalt auf ihren Kurs zwingen. Vorbild wäre das Zwangsexil der Päpste in Avignon im 14. Jahrhundert.

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Christa Wallau | Fr., 10. April 2026 - 23:11

daß Papst Leo XIV. den Präsidenten der USA, Donald Trump, in seine Schranken weist, wenn er dessen Äußerungen zum Iran-Krieg (Androhung der "Zerstörung einer ganzen Zivilisation") scharf kritisiert.
Der Papst darf zu derartigen Aussagen nicht schweigen!
Niemals darf sich die Kirche wieder auf das Niveau von Mullahs begeben, welche es mit ihrer Religion offensichtlich vereinbaren können,
Tausende ihrer Bürger umzubringen, nur weil sie ihrem Regime kritisch gegenüberstehen.

Es ist ja der entscheidende U n t e r s c h i e d zwischen dem Gott des Christentums und dem der Muslime, Allah, daß der christliche Gott Zwang u. Gewalt ablehnt, während Allah u. sein Prophet Mohammed diese ausdrücklich bejahen.

Andererseits dürfen sich die Christen m. E. nicht kampflos bzw. sogar naiv zustimmend mit einer Verbreitung des Islams auf der Welt einverstanden erklären.
Das sollte der Papst auch endlich einmal eindeutig klarstellen!
Darauf warten viele US-Amerikaner u. auch ich schon lange.

Klaus Funke | Sa., 11. April 2026 - 14:54

Mit dem Vatikan legt man sich nicht an. Das ist noch keinem gut bekommen, auch nicht Napoleon, und es wird dem Donald Trump auch nicht bekommen. Dass der Papst US-Amerikaner ist, hat Trump falsch interpretiert in seiner Real-TV-Denke. Mit dem Papst macht man keinen auf Kumpel, der ist nicht aus dem Holz wie Mr. Epsteen. Auf Knien, das wär mal ein schönes Bild, auf Knien wie weiland Kaiser Heinrich IV., sollte Trump vor der Engelsburg knien, in bitterer Kälte und im Büßerhemdchen. Was gäbe das für Schlagzeilen und was für eine Presse oder Einschaltquoten. Nein, der Trump endet auf tragische Weise. Das kann gar nicht gutgehen, diese ewigen Narreteien. Der Irankrieg wird für ihn das, was für Nixon der Vietnamkrieg war. Und vielleicht wird aus Amerika first ein Amerika lost. Wer weiß es. Ich weiß nur, dass ich nichts weiß.