Himmler
Norbert Himmler, ZDF-Intendant / picture alliance/dpa | Klaus-Dietmar Gabbert

Norbert Himmler und die Intendantenwahl - Wenige blockieren das ZDF für alle

Am Freitag steht Norbert Himmler zur Wiederwahl als ZDF-Intendant – ohne Gegenkandidaten. Dabei bräuchte der Sender für die notwendigen Reformen eine juristisch unbelastete Führung mit sauberem Compliance-Willen und journalistischem Kompass.

Autoreninfo

Roland Schatz ist Gründer und CEO von Media Tenor. Er lebt in der Schweiz und beobachtet als Journalist unter anderem das internationale Genf. Von 2013 bis 2019 war er Senior Advisor für den dortigen UN-Generaldirektor Michael Moller und leitete die Perception-Change-Abteilung.

So erreichen Sie Roland Schatz:

Wie unterm Brennglas wurden wenige Tage vor der Neuwahl der Führungsspitze für die größte Sendeanstalt Europas die Sünden vergangener Jahre und Jahrzehnte deutlich: Ganz Deutschland ärgert sich beim KI-Skandal darüber, dass selbst bei größtem Versagen wieder zur klassischen ZDF-Methode des Vertuschens und Verharmlosens gegriffen wird. Und dass die wenigen ZDF-Mitarbeiter, denen diese Fehler auffallen, intern niedergemacht werden.

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Maria Arenz | Mo., 9. März 2026 - 15:07

eine Meldung vom Kaliber "Hund beißt Mann". Der Eifer des Cicero, Licht in das Schmierentehater zu bringen, ist im Prinzip zu loben. Allein, die Wiederwahl Himmlers wird wieder genauso laufen, wie es diese quasi-mafiösen Seilschaften inzwischen gewohnt sind. Der AFD wirft man zu Recht ihre Überkreuz-Vetternwirtschaft (um ein paar vergleichsweise lausig bezahlte Pöstchen in Abgeordnete-Büros) vor. Um die im Verhältnis Politik- ÖRR seit Jahrzehnten gepflegte Kungelei um richtig teure Pfründen zu beenden nach dem Motto. "Halt Du sie dumm, ich halt Dich reich", haben die Reste einer noch an ihrer Funktion für Demokratie und Rechtsstaat orientierten 4. Gewalt doch garnicht mehr die Kraft.

Marco Riccardi | Mo., 9. März 2026 - 15:41

Antwort auf von Maria Arenz

Es ist wohl kaum überraschend dass der ÖRR inzwischen nichts als eine Propaganda-Maschine ist. Eigentlich gibt es Vorschriften die das verhindern sollen, so dürfen wenn ich mich recht erinnere maximal 30% der Räte eine Parteimitgliedschaft haben. Dafür hat man aber eine wunderbare Ausweichlösung gefunden, es gibt nämlich keinerlei Obergrenze wie viele Rundfunkräte mit Parteifunktionären verwandt oder verschwägert sein dürfen, und da wird's wild. Da finden sich nämlich Unmengen Connections zu verschiedenen Alt-Parteien, insbesondere SPD und Union.
Dass da nicht mehr objektiv berichtet wird ist wohl kaum verwunderlich. Selbst der dümmste Hund beißt nicht die Hand die ihn füttert.