Silvester
Was vom Böllern übrig blieb/ picture alliance/dpa | Uwe Anspach

Silvesternacht im Ostertorviertel - „Das ist Bremen. Jetzt seht ihr’s mal“

Brennende Mülltonnen, Böllerwürfe und ein massives Polizeiaufgebot: Die Silvesternacht im Bremer Ostertorviertel ist ein routinierter Ausnahmezustand.

Autoreninfo

Jan Uphoff studiert Politikwissenschaft in Bremen.

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Kaum waren wir aus der Straßenbahn ausgestiegen, flog uns der erste Sprengkörper um die Ohren. Der Platz rund um die Haltestelle Sielwall im Bremer Viertel wirkt wie ein Schlachtfeld. Auf dem Bürgersteig türmen sich brennende Kartons auf, während feierwütige Randalierer immer neue Batterien in die Flammen werfen. „Plattenbau mit Polenböller“ nennt man dieses gefährliche Kunststück, das habe ich später noch gelernt – und auch, dass es ganz schön laut rumst. Doch diese Art Eskalation war eigentlich gar nicht selbstverständlich.

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Jens Böhme | Do., 1. Januar 2026 - 16:42

„Wer Polizistinnen und Polizisten angreift, greift unseren Rechtsstaat an. Unsere Einsatzkräfte brauchen Rückendeckung – von der Politik, von der Justiz und von der Gesellschaft.“ - Zitat Innensenatorin Eva Högl. Wenn es ein Angriff auf den Rechtsstaat ist - Polizei ist staatliches Ausführungsorgan - dann braucht die Polizei keine "Rückendeckung" von Hinz und Kunz. Verantwortlich für die Polizei in Bremen ist die Bremer Innensenatorin. Die verblödete Jugend in allen Hautfarben in Deutschland braucht eine Gesellschaft, die in sich gefestigt ist, die weiß, was es will (Bildung) und wohin es geht, um den Wohlstand zu verteidigen. Deutschland eiert orientierungslos innen- wie außenpolitisch herum. Zu dieser Rumeierei gehören z.B. Klimawandelblödelei, Deindustrialisierung, Leistungslosigkeit und Geschlechtermummenschanz.

Bernd Windisch | Do., 1. Januar 2026 - 17:09

Die im Artikel beschriebenen Vorgänge sind Ventile für Zu kurz kommende. Das Wohlstandsversprechen, Daimler Benz und die eigene Mutter über Nacht zur Millionärin zu machen, kann dieser Staat nicht zuverlässig einlösen. Die Rapper - Szene nur bedingt.

Banlieues in negativer Konnotation haben wir jetzt auch in Deutschland. Das Ganze ist irreversibel. Wohl dem der da nicht wohnen muss Bruder.

Göring Eckhardt wurde in diesen Vierteln noch nicht gesehen. Es besteht also noch Hoffnung.

Sabine Lehmann | Do., 1. Januar 2026 - 18:31

Das Zeitfenster, die Zäsur westlichen Zusammenlebens, ist nicht nur ungefähr einzugrenzen, es ist exakt zu terminieren. Es begann im September 2015 als der Hosenanzug aus der Uckermark beschloss die halbe Welt, im Grunde den gesamten Orient, nach Deutschland einzuladen. Die Welt zu Gast bei Freunden, nie war dies illustrierter zu besichtigen als in Germany rund 11 Jahre später.
Nine Eleven blieb uns zwar erspart, aber die vielen kleinen Nine Eleven Ableger, sie "bereichern" uns täglich. So sind bürgerkriegsähnliche Zustände wie an Silvester nur ein Ausschnitt aus 360 Tagen, 24/7, 60 Minuten jeder Stunde, die unsere ehemals friedliche Welt erschüttern. Von 80 Messerattacken tagtäglich über Massenschlägereien, Gruppenvergewaltigungen, Raubmorde bis hin zu Femiziden, "Ehrenmorden" und Terroranschlägen: Unsere neue Welt ist der Unbarmherzigkeit von Scharia, Allahu Akbar u. dem Abgrund unzivilisierter Völker der "Morgenländer" geschuldet. Trump bezeichnete sie korrekt als Shithole-Länder.

Wolfgang Borchardt | Do., 1. Januar 2026 - 19:23

Beobachtung, dass politische Entscheidungen gezielt an vernünftigen und sachdienlichen Lösungen vorbei führen und Partei-und Machtinteressen höher bewerten, die gern mit positiv besetzten moralisch-ideologischen Phrasen kaschiert werden. Die Böllergewalt eskaliert, immer wieder gibt es Schwerverletzte und Tote, Polizeibeamte werden durch den Staat in lebensgefährliche Situationen delegiert. Böllern st kein Ausdruck von Freiheit - immerhin wird die Freiheit anderer bedroht und gezielt Gewalt gegen Polizei und Rettungskräfte angewendet. Ein Verbot ist eine absolut vernünftige, lebensrettende Maßnahme. Warum passiert das Vernünftige nicht? Wahrscheinlich muss noch Schlimmeres geschehen. Da zu viele zum Böllern entweder zu blöd sind oder damit Krieg spielen wollen, ist ein Verbot zwingend. Handlungsfähige Politik muss das leisten. Leider gibt es keinen signifikanten Zusammenhang zwischen einem starken Parlamentarismus und dezidiertem Handeln.

Chris Gustav | Do., 1. Januar 2026 - 21:31

Högl gehörte zu jenen, die explizit ein Wahlrecht auch für den Bundestag für Nichtdeutsche gefordert hatten-da war sie Spitzenkandidatin der Berliner SPD und erhielt für den Irrsinn tosenden Applaus. Auch als Sohn eines indischen Immigranten wunderte ich mich über diese extremen Forderungen der SPD-Linken. Heute wundert sich die Dame, dass die Integration nicht so läuft, wie sie das gerne hätte?

Dirk Nowotsch | Fr., 2. Januar 2026 - 08:48

Mit unseren von Krieg und Gewalt traumatisierten armen Menschen, aus dem nahen Osten und Nordafrika. Die kommen hierher und hier ist einfach nichts los! So kann das doch nicht laufen! Da muss doch nachgeholfen werden! Mann möchte doch ein Stück Heimat hier haben! Ein bisschen Raub, Mord, Vergewaltigung und die passende Geräuschkulisse! Dreck und Müllberge am Wohnort, Ungeziefer und Gestank! Drogen und verängstigte Mitmenschen! Die Deutschen als Arbeitssklaven stets zu diensten! Viel zu viele Freiheiten hier, das muss umgehend eingeschränkt werden! Wo kommen wir denn da hin, wenn Mutter, Frau, Tochter und Schwester ihr eigenes Ding machen! Geht ja gar nicht! Den deutschen Weibern muss man das auch noch beibringen! So muss das! Das Christentum muss weg, der Islam muss an die Macht gebracht werden! Bittere Satire Ende! Aber das Schlimmste kommt jetzt, unsere Altparteien und besonders Rotgrün, wollen das scheinbar genau so! Da gibt es doch sogar jemand, der sich schon auf das neue D freut!

Ernst-Günther Konrad | Fr., 2. Januar 2026 - 11:15

von denen man hört und liest, dass sie gerade an Silvester dem Böllertouristen eine scheinbare gesuchte Anonymität und jede Menge *Gegner* verspricht. Und macht man sich nicht untereinander das Leben schwer, dann hat man jedenfalls immer einen gemeinsamen *Feind*. Die Polizei ist Ventil für all diejenigen, die hoffen unerkannt beleidigen, verletzten, beschädigen können. Und auch diesem Artikel fehlt, wie dem des Herrn Junior auch der Hinweis auf die *Täterzusammensetzung*. Es dürften auch wenige Peters oder Johanns gewesen sein. Und wer glaubt, Verbote würden irgendetwas ändern belügt sich selbst. Solange sich bei denjenigen im Kopf nichts ändert und die Gesellschaft nicht deutlich lautstark der Gewalt auf unseren Straßen widerspricht, wenn man lieber Regenbogenfahnen hisst und gegen Juden demonstriert, anstatt gegen die Zionisten, die man eigentlich meint, solange wird das weiter eskalieren. Und ja, ich, weiß, an allem ist eigentlich Putin, Trump, die AFD und das Klima Schuld.